Keine Spur von Handelskrieg: Die USA bleiben Berlins wichtigster Businesspartner | Foto; pixabay.com

Wirtschaftspakt: Berlin und New York rücken zusammen

Die beiden Metropolen Berlin und New York wollen wirtschaftlich intensiver zusammenarbeiten. Diesbezüglich haben am vergangenen Montag beide Vertreter in der deutschen Hauptstadt einen Kooperationsvereinbarung unterschrieben.

Mit diesem Wirtschaftspakt werden beide Städte ihren bisherigen Austausch vertiefen und künftig gemeinsame Tätigkeiten aufnehmen.

Wirtschaftspakt mit dem wichtigsten Handelspartner

Im vergangenen Jahr ist Berlins Export um ca. 1,3 Prozent gestiegen. Die Vereinigten Staaten gehörten nach wie vor zu den wichtigsten Absatzmärkten für Berliner Produkte. Nach Angaben der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe sind die USA mit einem Anteil von mehr als zwölf Prozent an allen Exporten sogar Berlins wichtigster Abnehmer.

Allein im Vorjahr exportierte Berlin Güter im Wert von rund 1,7 Milliarden Euro in die USA. An der Spitze lagen dabei pharmazeutische Produkte mit rund 300 Millionen.

Start-up-Schmieden Berlin und New York

Keine Frage: Sowohl New York als auch Berlin gehören zu den wichtigsten Zentren der Gründerszene. So etabliert sich Berlin europaweit zu einem führenden Standort für Start-ups. Laut der Studie der Unternehmensberatung EY (Ernst&Young) seien 2017 insgesamt drei Milliarden Euro in Berliner Start-ups investiert worden. Um auch Berlins Wirtschaft weiter voran zu treiben, wollen die beiden Metropolen New York und Berlin gemeinsam marschieren. Den entsprechenden Vertrag unterschrieben Ana Ariño, Executive Vice President und Chief Strategy Officer der New York City Economic Development Corporation (NYCEDC), und Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie.

 

Aufbruchstimmung: Berlin ist im Gründungsfieber | Foto: pixabay.com

Aufbruchstimmung: Berlin ist im Gründungsfieber | Foto: pixabay.com

 

„Wir freuen uns unglaublich über wirtschaftliche Partnerschaften mit Städten wie Berlin, in denen begabte Menschen leben,die über wachsende Technologie-Ecosysteme verfügen“, sagte Ana Ariño. „Diese Partnerschaft wird weitere Investitionen zwischen unseren Ökosystemen ermöglichen und neue Kapazitäten für Unternehmenswachstum, Innovation sowie neue Arbeitsplätze in beiden Städten schaffen“, erklärte Ariño weiter.

Auch Wirtschaftssenatorin Ramona Pop würdigte die Kooperation beider Städte: „Ich freue mich, dass wir unsere engen Wirtschaftskooperationen zwischen Berlin und New York intensivieren. Internationale Kontakte können Märkte öffnen, transnationale Kooperationen anbahnen und Kapitalflüsse erleichtern.“

Schwerpunkt Gesundheitswirtschaft

Die Grundlage der Vereinbarung bildet die Gründung einer „Daten-Allianz“. Demnach steht vor allem der Datenaustausch im Vordergrund. So sollen Daten wie Arbeitsmarkt- und Beschäftigungszahlen, Risikokapital-Investitionen, allgemeine wirtschaftliche Entwicklungen sowie Branchen- und Industriedaten geteilt werden. Damit wollen die Förderorganisationen Start-ups beider Länder stärker bei der Produktentwicklung und dem Markteintritt mehr unterstützen.

Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt in der Medizintechnikbranche. Hierzu wird unter anderem New Yorks „Digital Health Marketplace“-Programm auch für Berliner Start-ups geöffnet. (dn)

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