„Wenn ich groß bin werde ich Feuerwehrfrau“ - Berlin lädt zum 18. Girls‘ Day ein | Foto: Pixabay

„Wenn ich groß bin werde ich Feuerwehrfrau“-Berlin lädt zum Girls‘ Day ein

Pilot, Metallbauer oder Informatiker sind ausschließlich Männerberufe? Von wegen! Um den Klischees der Geschlechterrollen entgegenzuwirken, findet am 26. April 2018 der Berufsorientierungstag für Mädchen statt. Das Berliner Aktionsbündnis Girls‘ Day und die Gleichstellungssenatorin Dilek Kolat (SPD) rufen gemeinsam zum diesjährigen Girls‘ Day auf.

Der Mädchentag in Berlin erfreut sich an zunehmender Beliebtheit. Circa ein Zehntel der Schülerinnen ab der fünften Klasse nehmen an dem Berufsorientierungstag teil. Viele der Veranstaltungen sind bereits ausgebucht. Die rund 7.000 Schülerinnen erkunden vor allem Berufe, die für sie wenig verständlich sind, wie zum Beispiel Handwerks-und Technikberufe.

Girls’ Day sorgt für mehr Frauen in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen

Über 300 Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen stehen den Schülerinnen für ein erstes Kennenlernen zur Verfügung. Die Mädchen haben auf dem Berufsorientierungstag die Chance, sich einen ersten Eindruck über das Arbeitsleben zu verschaffen und ihr Berufswahlspektrum zu erweitern. Das soll vor allem geschehen, indem sie einen Einblick in frauenuntypische Berufe erlangen.

Die Berliner Senatorin für Gleichstellung Dilek Kolat, äußert sich mit großer Begeisterung über den Girls‘ Day: „Am Berliner Girls‘ Day sammeln etwa 7.000 Schülerinnen in Betrieben und Hochschulen praktische Erfahrungen in Technik, Handwerk und Naturwissenschaften, in Leitungsposition oder als Existenzgründerin.“

Beteiligung am Girls‘ Day sorgt für Erfolg in den Unternehmen

Der Girls’ Day ist nicht nur eine große Hilfestellung bei der Berufswahl der Mädchen, er sorgt auch für ein steigendes Interesse an den beteiligten Unternehmen. 33% der Unternehmen erhalten von den ehemaligen Teilnehmerinnen Bewerbungen für einen Ausbildungsplatz.

Wie erfolgreich der Girls’ Day für die Gewinnung der Mädchen für sonst eher männerdominierte Berufsfelder ist, zeigen auch die Zahlen. Mit 15,3% hat Berlin bundesweit die meisten weiblichen Auszubildenden in technischen Berufen. „Das müssen wir steigern. Ich rufe alle Schulen. Unternehmen und Universitäten auf, sich am Girls‘ Day 2018 zu beteiligen“, so Kolat.

 Der Girls’ Day hat nicht nur den Zweck einen allgemeinen Eindruck über das Berufsleben zu vermitteln, sondern vielmehr dafür zu sorgen, dass sich die Mädchen mit frauenuntypischen Berufen vertraut machen, um alten Klischees entgegenzuwirken. Umgekehrt gilt selbiges für Jungs, die parallel dazu am Boys‘ Day einen Blick in männeruntypische Berufe werfen dürfen. (ls)

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