Berlin wird "Waste Zero City"

Weniger Müll und mehr Recycling – Berlin wird „Zero Waste City“

Die Hauptstadt soll umweltfreundlicher und nachhaltiger werden. Das ist das erklärte Ziel der Berliner Regierung. Bereits vor knapp zwei Wochen ist der Senat mit dem Beschluss des neuen Umwelt-Bußgeldkatalogs einen wichtigen Schritt in diese Richtung gegangen.

Nun hat das Berliner Abgeordnetenhaus auch das Leitbild „Zero Waste“ für die Hauptstadt beschlossen. Auf Initiative der Grünen hatte Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz den Bericht zum Thema „Abfallpolitik auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft – Berlin wird Zero Waste City“ vorgelegt.

Klimaschutz durch Abfallvermeidung

Nach dem Leitbild der „Zero Waste City“ sind bereits zahlreiche Projekte wie das „Sauber Stadt“-Paket, Foodsharing und nachhaltige Start-ups umgesetzt worden. Darüber hinaus arbeitet die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz eng mit der Berliner Stadtreinigung (BSR) und verschiedenen Bildungseinrichtungen zusammenen. Die Kooperationen sollen ein öffentliches Bewusstsein für die Wichtigkeit der Abfallvermeidung schaffen.

Umweltsenatorin Günther möchte die bisher einzelnen Initiativen auf die gesamte Stadt ausweiten: „Wir entwickeln für Berlin eine moderne und umweltfreundliche Kreislaufwirtschaft. Es geht darum, weniger Abfall zu erzeugen und Reststoffe als Rohstoffe wieder zu nutzen. Damit leisten wir auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Nur wenn wir uns schnell von der Wegwerfgesellschaft verabschieden, werden wir zu einer nachhaltigen Entwicklung kommen können.“

„Zero Waste“-Projekte und Maßnahmen

Um die Umweltziele in naher Zukunft noch effektiver umsetzen zu können, wird der Senat noch in diesem Jahr ein neues Abfallwirtschaftskonzept für 2020-2030 entwickeln. Allerdings wurden bereits einige Initiativen getestet. Zu einer erfolgreichen Maßnahme in diesem Jahr zählt zum Beispiel die verpflichtende Einführung der Biotonne zum 01. April 2019. Diese soll verhindern, dass Müll, der eigentlich biologisch abbaubar ist, fälschlicherweise in der Restmülltonne landet.

Eine weitere Initiative, die sich bereits in vielen Bereichen der Stadt umgesetzt hat, nennt sich „Better World Cup“. Ziel ist es, der Nutzung von Einwegbechern entgegenzuwirken. Dies soll erreicht werden, indem Konsumenten Mehrwegbecher als lukrative Alternative angeboten werden, etwa in dem sie im Fall eines Kaufs einen Rabatt auf das Getränk bekommen. Diese Initiativen sind neben Modellversuchen und Workshops für Schülerinnen und Schülern nur eine kleine Auswahl an zukünftigen Projekten – unter dem Motto „Wiederverwenden statt wegwerfen“ sind noch zahlreiche weitere Maßnahmen geplant. (sz)

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