Wasserstadt 2.0: Bau für die ersten Häuser hat begonnen | Foto: Planung 4 Berlin/Architekt Eike Becker

Wasserstadt 2.0: Bau erster Häuser hat begonnen

Ob aus Arbeits- oder Bildungsgründen, Berlin ist für viele Menschen ein attraktiver Standort. Im Zuge des Bevölkerungswachstums wird die Wohnungsnot in der Hauptstadt allerdings immer größer. Die Wasserstadt 2.0 soll nun Abhilfe schaffen. Heute beginnt in Spandau am östlichen Havelufer der Bau der Wasserstadt 2.0. Zum Spatenstich kamen die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher, Spandaus Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank sowie die Vorstände der Wohnungsbaugenossenschaften Gewobag und WBM.

Mit dem Projekt Waterkant der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Gewobag sowie der Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH (WBM) ensteht bis 2025 ein neues Viertel mit rund 2.500 Wohnungen in der Wasserstadt.

Erste Planungen entstanden in den 90er Jahren

Die Idee, eine Wasserstadt zu bauen, gab es bereits in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts. Doch der befürchtete Bevölkerungszuwachs war damals nicht eingetreten, weshalb das Projekt vorerst auf Eis gelegt wurde. 20 Jahre später wird das Projekt wieder aufgenommen. Denn derzeit hat die Hauptstadt stark mit dem dramatischen Bevölkerungswachstum zu kämpfen. Neue Wohnungen müssen her.

In der Projektplanung sind insgesamt sechs Bauphasen vorgesehen. Für den ersten Bauabschnitt sind 14 Häuser mit zunächst 362 Wohnungen geplant. Die Häuser sind vorwiegend viergeschossig angedacht. Daneben sollen 95 Stellplätze in einer Tiefgarage mit E-Auto-Ladeplätzen sowie Dach-, Gemeinschafts- und Steingärten entstehen. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2020 vorgesehen. Darüber hinaus sollen in den nächsten Jahren in einem Zwei-Kilometer-Radius rund um die Wasserstadt 8.000 Wohnungen gebaut werden. Damit gäbe es im Bezirk zusätzlichen Wohnraum für rund 16.000 Menschen.

 

Perspektive Uferpromenade | Foto: Planung 4 Berlin/Architekt Eike Becker

 

Auch die Infrastruktur muss aufgebaut werden

„Tausende Wohnungen sind nur das eine“, sagt der Spandauer Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank. „Das andere ist die Infrastruktur, die wir erweitern müssen – Verkehr und Schule.“ In diesem Hinblick steht die Gewobag bereits in engem Kontakt mit den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) und mit der Verkehrsverwaltung. Durch das Grundkonzept des Projekts aus den 90er Jahren gibt es allerdings schon einige der vorgesehenen Straßen.

Zudem ist neben den zusätzlichen Wohnungen auch die Gewährleistung von sozialen Infrastrukturen wie Kindergärten und Schulen notwendig. Hierzu gab Spandaus Baustadtrat Frank Bewig bekannt, dass zusätzliche Kitaplätze im Gebiet selbst und in Nachbargebieten vorgesehen seien. Gerade jetzt in Zeiten der Kitaplatznot sind Kindergarteneinrichtungen dringend erforderlich. Deren Bau ist allerdings erst für einen späteren Bauabschnitt vorgesehen. (dn)

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