Verkehrsstatistik 2019: So sieht es auf Deutschlands Straßen aus.

Verkehrsstatistik 2019 – Deutschlands Verkehrsaufkommen im Überblick

Im Jahr 2018 wurden in Berlin insgesamt 144.325 Unfälle im Straßenverkehr registriert. 45 Personen sind dabei ums Leben gekommen, was zwar im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um 25 Prozent bedeutet, jedoch immer noch deutlich unter den Zahlen von 2016 liegt. Jedes Jahr werden die Informationen rund um die Mobilität in Deutschland als Verkehrsstatistik veröffentlicht. Aus den sichtbaren Entwicklungen lassen sich Maßnahmen ergreifen und die Organisation und Planung im Hinblick auf den Verkehr verbessern. Neben den Unfallzahlen gibt es aber noch viele weitere Aspekte, die hier betrachtet werden.

Beliebte Verkehrsmittel der Deutschen

Aus der Zahl der in Deutschland zugelassenen Kraftfahrzeuge kann zum Beispiel geschlossen werden, welche Verkehrsmittel zur Fortbewegung hierzulande am beliebtesten sind. Die aktuellen Zahlen stammen vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA), wonach insgesamt 54.602.441 motorisierte Fahrzeuge auf den deutschen Straßen unterwegs waren. Aus der unten stehenden Tabelle ergibt sich, dass es sich dabei zum Großteil um Pkw handelt. Das bedeutet, dass die Menschen noch immer am liebsten mit dem eigenen Auto fahren anstatt mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder motorisierten Bikes.

PlatzKraftfahrzeugeAnzahl (Stand Januar 2016)
1Personenkraftwagen (Pkw)45.071.209
2Krafträder (z. B. Mororräder und Motorroller, aber auch E-Bikes und Pedelecs)4.228.238
3Lastkraftwagen (Lkw)2.800.780
4Zugmaschinen2.141.495
5Kraftomnibusse78.345

Dieselskandal sorgt für Abwärtstrends

Im Zuge vieler positiver Veränderungen in der Mobilität der letzten Jahre, wie etwa größerer individueller Bewegungsfreiheit und der Gewährleistung von Wirtschaft und Dienstleistungen, sollten diese Zahlen grundsätzlich weiterhin ansteigen. Gleichzeitig sind aber auch Negativtrends zu beobachten, wie z. B. aufgrund des Abgasskandals um Diesel-Pkw.

So konnte das KBA im Jahr 2018 für neu zugelassene Kraftfahrzeuge in Berlin insgesamt einen Rückgang um 2,3 Prozent – das sind etwa 2.313 Kfz weniger als im Jahr 2017 – auf 100.087 Fahrzeuge verzeichnen. Laut den Angaben des Amtes für Statistik in Berlin-Brandenburg waren darunter 81.084 zugelassene Pkw vertreten, wovon lediglich 26,6 Prozent über einen Dieselmotor verfügten. Im Vorjahr waren es noch 31,9 Prozent und im Jahr 2016 sogar 36,6 Prozent.

Und auch die Neuzulassungen von Diesel-Pkw sind in Berlin weiterhin im Abwärtstrend. Gegenüber dem Jahr 2017 wurden 2018 beinahe 5.100 Neuzulassungen weniger registriert. Diese Entwicklung hat sicher zu weiten Teilen die im letzten Jahr viel diskutierten Dieselfahrverbote zur Ursache, welche mit der Gesetzesänderung 2019 bereits in vielen Großstädten praktiziert werden. Auch die Innenstadt Berlins ist streckenweise von Dieselfahrverboten betroffen.

FahrzeugartNeuzulassungen in Berlin im DezemberNeuzulassungen in Berlin von Januar bis Dezember

 

20182017Veränderung in Prozent20182017Veränderung in Prozent
Kraftfahrzeuge insgesamt7.2878.107– 10,1100.087102.400– 2,3
Krafträder86149– 42,34.0373.699+ 9,1
Personenkraftwagen5.9616.441– 7,581.08483.536– 2,9
Kraftomnibusse2140– 47,5206218– 5,5
Lastkraftwagen9981.238– 19,413.20112.790+ 3,2
Zugmaschinen180198– 9,11.0571.663– 36,4
Anhänger233219+ 6,43.9153.963– 1,2

Staus ohne Ende

Trotz der zuletzt sinkenden Zahlen für zugelassene Pkw ist in ganz Deutschland ein enorm hohes Verkehrsaufkommen zu beobachten gewesen, welches zu deutlich mehr Staus geführt hat. Der ADAC hat für das Jahr 2018 einen neuen Rekord von ungefähr 745.000 Staus auf deutschen Autobahnen registriert. Im Jahr 2016 waren es „gerade mal“ 694.000 Staus und auch im Vergleich zu 2017 stieg die Staudatenbank um knapp drei Prozent an. Im Durchschnitt gab es bundesweit somit mehr als 2.000 Staus am Tag.

Und nicht nur die Zahl der Staus erhöht sich, sondern auch deren Länge. Die Gesamtstrecke aller Staus zusammengenommen betrug im letzten Jahr etwa 1,5 Kilometer, was einen Anstieg um circa fünf Prozent bedeutet. 459.000 Stunden mussten die deutschen Autofahrer dabei insgesamt auf der Autobahn stehen.

Der ADAC nannte in erster Linie zwei Gründe für den erheblichen Anstieg dieser Zahlen: Auf der einen Seite soll die um 0,4 Prozent gestiegene Fahrleistung der Kraftfahrzeuge schuld sein und auf der anderen Seite die leicht größere Menge von Baustellen, denn im Jahr 2018 wurden etwa drei Prozent mehr Nadelöhre als im Jahr 2017 verzeichnet. (red)

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