Trotz Wohnungsnot kein Bauboom – Rot-Rot-Grün stagniert, die CDU agiert

Mittlerweile verzeichnet Berlin einen stetig wachsenden Zulauf von immer mehr Menschen, die die Hauptstadt zu ihrem Wohnort ernennen; mit einem gleichzeitigen Defizit an vorhandenem Wohnraum. Dem Amt für Statistik zufolge kamen in den ersten sechs Monaten des letzten Jahres 35.000 Menschen mehr nach Berlin, als wegzogen. Setzt sich der Trend fort, dann wächst die Bevölkerung künftig um 70.000 Menschen pro Jahr. Der Wohnungsbau in Berlin kommt nur schleppend in Fahrt. Zwar ist der Rot-Rot-Grünen Regierung durchaus bewusst, dass Berlin wächst und dementsprechend auch der dafür benötigte Wohnraum nicht fehlen darf. Nichts desto trotz werden geplante Projekte nur sehr langsam umgesetzt. Der CDU Generalsekretär Stefan Evers übt deshalb Druck auf die Regierung aus, indem er jene Vorhaben beleben möchte, über welche mit der SPD einst Einverständnis herrschte.

Der Volksentscheid Tegel macht Rot-Rot-Grünen einen Strich durch die Rechnung

Durch den Volksentscheid zu Tegel und der von der Mehrheit der Bürger gewünschten Offenhaltung dessen, geht der Berliner Regierung ein zuvor geplantes, zentrales und imposantes Entwicklungsgebiet verloren. Geplant waren nicht nur eine neue Siedlung, sondern zudem 100 Mietshäuser die außenherum entstehen sollten. Die Senatsbaudirektorin Regula Lüscher beziffert das Potential des Areals sogar mit 25.000 Wohnungen. Dieses Projekt ist nun auf lange Sicht erstmal nicht realisierbar.

Eine weitere Herausforderung stellen die Einkünfte der meisten Neuberliner dar. Kaum einer ist in der Lage sich mehr als eine günstige Miet- oder Sozialwohnung leisten zu können. Die Anzahl an jenen Wohnungen nimmt allerdings ab und das immens.

Die Lösung des Dilemmas: Neubau auf landeseigenen Flächen

Die Bredouille ließe sich lösen durch preiswerten Neubau auf landeseigenen Flächen. Dafür hat der Senat bereits elf Distrikte aufgelistet, die meisten davon am Stadtrand. Dazu zählen unter anderem die Wasserstadt Spandau, Adlershof, Buckow, Lichterfelde-Süd und Buch. Auch hier mahnt die CDU die Weiterentwicklung der Zentren an, die offensichtlich nicht stattfindet. Sie seien im Koalitionsvertrag zwar als außergewöhnliche Plätze aufgeführt, deren Weiterentwicklung verlockend sei, die letztendliche Umsetzung erfolgt dennoch nicht.

Für CDU-Generalsekretär Evers ist dies schlichtweg Ideologie. Für ihn ist genügend potentiell bebaubarer Wohnraum vorhanden. Zwischen dem Bahnhof Zoo und dem Ernst-Reuter-Platz sei durch höhere Häuser Verdichtung möglich, gab Evers gegenüber dem Tagesspiegel an. Dennoch glaubt Evers nicht daran, dass seine Änderungsanträge im Haushalt angenommen werden und der Wohnungsbau in Berlin endlich in die heiße Phase gehen kann. (ao)

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