Top 70 – Die Berliner Gesellschaft im Imagetest

 

WICHTIG, GLANZVOLL, VERNETZT, ERFOLGREICH, AUFSTREBEND, VISIONÄR, NERVIG…

Die Redaktion der BERLINboxx hat auch in diesem Jahr wieder, unterstützt von unseren Lesern, in sieben Kategorien jeweils zehn Kandidaten ausgewählt, die durch ihr tun – positiv oder negativ – von sich reden gemacht haben. Manche von ihnen haben unsere Stadt vorangebracht, haben etwas auf die Beine gestellt und aus oftmals widrigen Voraussetzungen das Beste gemacht. Andere sind aus unserer Sicht eher Verhinderer oder einfach zur falschen Zeit am falschen Ort.

In diesem Jahr werfen wir auch wieder einen Blick über die Stadtgrenze hinaus und küren die Top 10 Macher in Brandenburg. Denn auch hier sind spannende Köpfe zu finden, die die Region voranbringen.

Die Hauptstadtregion erfindet sich stets neu und ist immer in Bewegung. Deshalb kann dieses Ranking nur eine Momentaufnahme sein und natürlich hat jeder, der sich falsch eingeschätzt fühlt, die Chance, sich im nächsten Jahr in einer anderen Rubrik zu finden. Von den „Nervigen“ zu den „Wichtigen“ – es gab schon unwahrscheinlichere Entwicklungen. Wir sind jedenfalls bereit, uns überraschen zu lassen.

Die Redaktion der BERLiNboxx wünscht ihnen einen veritablen Erkenntnisgewinn mit unserem Ranking. Wir freuen uns auf ihr Feedback und das vor allem dann, wenn Sie anderer Meinung sind.

Die Redaktion

Die Wichtigen: Sie haben Einfluss und prägen die Stadt

 

Michael Müller. | Foto: SPD Berlin/Carolin Weinkopf

Michael Müller

Der Widerspenstigen-Zähmer – Mietendeckel, IAA und Enteignungsdebatte: Der Regierende hält die Koalition auf Kurs trotz permanenter Dispute. Dabei kommen Erfolge wie Medizinforschung, Siemens und Tesla fast unter die Räder. Müller sorgt als Steuermann in rauer See bei allen Widrigkeiten für Stabilität.

 

Antje Kapek. | Foto: Barbara Dietl/Grüne Fraktion Berlin

Antje Kapek

Die Hoffnung der Berliner Grünen hat den Wandel des stetig wachsenden Berlins stets vor Augen und denkt auch mal über ungewöhnliche Wege nach – etwa eine Fusion von Berlin und Brandenburg. Ihre hohe Akzeptanz in der Partei prädestiniert sie für ein Regierungsamt ab 2021.

 

Marc F. Kimmich. | Foto: Thorsten Jochim

Marc F. Kimmich

Er entwickelt mit der Urbanen Mitte Am Gleisdreieck das größte innerstädtische Quartier der Hauptstadt: Hyper-urban, supermetropolitan, von internationaler Ausstrahlung und mit hohem lokalen Wiedererkennungswert. Aktuell befindet sich auf dem Areal mit dem B-Part ein Experimentierlabor für das Stadtquartier der Zukunft.

 

Yehuda Teichtal. | Foto: Chabad Jüdisches Bildungszentrum

Yehuda Teichtal

Das große Ziel des Rabbiners ist ein friedliches und tolerantes Miteinander. Er wurde schon mehrfach Opfer antisemitischer Angriffe und Pöbeleien. Bundespräsident Steinmeier und Außenminister Maas bekundeten
Solidarität. Teichtal gab seine eigene Antwort: Den jüdischen Campus in Berlin-Wilmersdorf.

Yakir Gabay. | Foto: BERLINboxx

 

Yakir Gabay

Immobilien in ganz Deutschland, den Nieder-landen und den USA – der israelische Geschäftsmann hat sich als Investment-banker weltweit einen Namen gemacht. Als graue Eminenz der Global Player Aroundtown SA und Grand City Properties S.A. ist er nicht nur im Berliner Immobilienmarkt unterwegs, sondern setzt sich ein für die Stadt und den 1. FC Union.

 

 

Andreas Geisel. | Foto: Senatsverwaltung für Inneres und Sport

Andreas Geisel

Drei Einsätze pro Woche: Mit seiner konsequenten „Null Toleranz“-Politik heizt der Innensenator den kriminellen Mitgliedern arabischstämmiger Clans mächtig ein und setzt damit ein wichtiges Zeichen gegen die organisierte Kriminalität in Berlin. Endlich mal ein Innensenator, der sich nicht auf der Nase herumtanzen lässt.

 

Maren Kern. | Foto: BBU

Maren Kern

Die Powerfrau und Chefin des BBU sagt Enteignungen und dem Mietendeckel den Kampf an. Mit ihrem Engagement für die Hauptstadt hat sich Maren Kern längst den Titel Jeanne d’Arc der Vermieter geholt. Dabei kämpft sie hartnäckig und lässt sich auch von massiven Drohungen der Partei Die Linke nicht einschüchtern.

 

Cedrik Neike. | Foto: Siemens AG

Cedrik Neike

Das Mitglied des Vorstands der Siemens AG und CEO Smart Infrastructure gehört zu dem Unternehmen wie kein anderer. Bereits 1997 begann er dort seinen beruflichen Werdegang und kehrte nach zwischenzeitlichen beruflichen Neuorientierungen 2017 zurück. Bei den Verhandlungen zum Siemens-Quartier diktierte erdem Senat die Bedingungen.

 

Franziska Giffey. | Foto: Bundesregierung/Jesco Denzel

Dr. Franziska Giffey

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist aktuell die heißeste Anwärterin auf die Müller-Nachfolge. Mit ihrer Offenheit, Menschlichkeit und Bestimmtheit ist sie zum Hoffnungsträger der SPD geworden. Das dachten wohl auch die Professoren der FU, die links-solidarisch milde ihre umstrittene Dissertation beurteilten.

 

Valentin Stalf. | Foto: N26 GmbH

Valentin Stalf

Er ist der Gründer von Deutschlands wertvollstem Fintech. Kurze Zeit nachdem seine Banking-App auf den Markt kam, hat der gebürtige Wiener bereits etablierte deutsche Banker in Staunen versetzt. Er hat geschafft, wovon viele nur träumen – seine junge digitale Bank N26 ist nach dem Start direkt in den Kreis der Unicorns aufgestiegen. Nach seinem Wirtschaftsstudium in St. Gallen lernte er bei der Berliner Start-up-Fabrik Rocket Internet und ist seitdem nicht mehr aufzuhalten.

Die Glanzvollen: Sie sind ebenso brillant wie erfinderisch und geben der Stadt Glanz und Zukunftsglauben

 

Elon Musk. | Foto: The Royal Society [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]

Elon Musk

Think big! Musk hat den Elektroautohersteller Tesla und die Raketenfirma SpaceX gegründet und ist Vordenker von Hyperloop. Die Zukunft klopft nun auch in der Hauptstadtregion an. Dort plant der Visionär den Bau einer Giga-Factory.

 

Christoph Gröner. | Foto: CG Gruppe; Cathleen Herwarth von Bittenfeld

Christoph Gröner

Das Engagement für seine Mitmenschen ist dem Unternehmer mindestens ebenso wichtig wie der wirtschaftliche Erfolg seiner CG Gruppe. Seine Großzügigkeit für benachteiligte Kinder und Jugendliche gemeinsam mit Laughing Hearts oder den Off Road Kids ist beispiellos. Gegenüber der Politik spricht er Klartext – eine Tugend, die man leider selten findet.

 

Jürgen Klinsmann. | Foto: Hertha BSC/City-Press

Jürgen Klinsmann

Der neue Hoffnungsträger des schwächelnden Bundesligavereins Hertha BSC heißt Jürgen Klinsmann. Er soll schaffen, was er beim Sommermärchen 2006 bereits vollbracht hat: Die Mannschaft zusammenbringen und in der Tabelle nach oben befördern. Hertha-Manager Preetz bezeichnet ihn selbst als „Mann mit einer enormen Strahlkraft“.

 

Elena Krawzow. | Foto: BERLINboxx

Elena Krawzow

Was für ein Jahr für die Ausnahme-Athletin! Nachdem die Para-Schwimmerin kürzlich sportlich alles abgeräumt hat, wurde sie soeben zur Berliner Sportlerin des
Jahres gekürt. Gemeinsam mit Partner Spielbank Berlin bereitet sie sich nun auf die Paralympics in Tokio vor. Ein Vorbild das Mut macht.

 

Elke Büdenbender. | Foto: Bundesregierung/Kugler, Steffen

Elke Büdenbender

Feministin, Katholikin, Mountainbike-Fahrerin und First-Lady Deutschlands – Büdenbender ist natürlich, selbstbewusst und unkompliziert und wünscht sich für die Deutschen mehr Mut und Zuversicht in die eigenen Fähigkeiten. Eine starke Frau neben einem gewichtigen Bundespräsidenten.

 

 

 

Grit Westermann. | Foto: Thomas Rosenthal

Grit Westermann

Respekt, Achtung und Fairness – der Wertekanon der Vorstandssprecherin der PSD Bank Berlin-Brandenburg ist untypisch für eine Bank-Chefin. Doch damit baut die boden-ständige Managerin eine Vertrauensbrücke und gewinnt Kunden nicht mit Renditeversprechen, sondern mit Nachhaltigkeit und sozialem Engagement. Am Sitz der Bank im idyllischen Friedenau überzeugt sie mit persönlicher Note und setzt
Akzente für ein besseres Image der angeschlagenen Branche.

Jaques Herzog und Pierre de Meuron. | Foto: 2011, Marco Grob

Jacques Herzog und Pierre de Meuron

Die beiden Basler Architekten sind Weltbürger und die Liste ihrer Landmarks ist lang. Nach erfolgreichen Projekten wie Elbphilharmonie in Hamburg, Olympiastadion in Peking oder Tate Gallery in London tüfteln sie aktuell am Museum der Moderne, das bis 2026 im Herzen der Hauptstadt entstehen soll und zeichnen verantwortlich für das Kultprojekt Tacheles. Dieses Renommee lässt dann auch eine Verdopplung der Kosten zur Petitesse werden.

Alice Brauner. | Foto: Fotograf: Walter Schönenbröcher Rechteinhaberin: Alice Brauner [CC BY-SA 3.0 de (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)]

Dr. Alice Brauner

Zahlreiche Preise, darunter Die Romy als beste Produzentin und der Veuve Clicquot Business Award als innovativste Unternehmerin
pflastern ihren Weg. Als Geschäftsführerin der CCC Filmkunst GmbH und Produzentin bei den CCC-Filmstudios hat sie zudem das Erbe ihres Vaters Artur Brauner mit Bravour angetreten. So behält der Traditionsname seinen Glanz!

Ulrich Tukur. | Foto: Siebbi [CC BY 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0)]

Ulrich Tukur

Ob als Kommissar Murot im Tatort, als Sänger auf der Bühne oder als Schriftsteller von Die Spieluhr – das Ausnahmetalent Ulrich Tukur begeistert. Nun ist er von Venedig nach Berlin gezogen. Neben den unvermeidlichen Stars und Sternchen der Hauptstadt ein echtes Bühnen-Schwergewicht!

 

Bernhard Moser. | Foto: Ricarda Spiegel

Bernhard Moser

Seine Liebe zum Genuss gipfelte 2010 in der Gründung des „eat! Berlin-feinschmeckerfestival“, das bereits seit 20 Jahren regelmäßig stattfindet und zu den zehn besten Gourmetfestivals der Welt gehört. Dafür wurde der Chefsommelier der
Weinschule-Berlin als
„Gastronomischer innovator 2019“ bei den Berliner Meisterköchen geehrt.

 

Die Strippenzieher: Still und leise ziehen sie im Verborgenen ihre Kreise

 

Henry Kravis. | Foto: Cmichel67 [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]

Henry Kravis

Der New Yorker Milliardär, das Sinnbild der Heuschrecke, der schon 36 Millionen in Hertha investierte, zieht nun im Hintergrund die Strippen beim Axel Springer
Verlag. Mit Kravis erhält Springer die Finanzspritze, um den Verlag in die digitale Zukunft zu führen. Bleibt zu wünschen, dass Springer auch weiterhin Vorreiter digitaler Medien bleibt und nicht nach KKR-Manier zerschlagen wird.

Dr. Frank Nägele. | Foto: Lena Giovanazzi

Dr. Frank Nägele

Er ist der Mann, der die Senatskanzlei auf Vordermann bringen soll. Aber vor allen Dingen ist er der Krisenmanager, der, wenn bei großen Infrastrukturprojekten Sand im Getriebe ist, einspringt. Er löst diplomatisch und leise Konflikte zwischen Senatskanzleien und Bezirken. Verstärkung erhält er von Ex-Staatssekretär Kirchner.

Klaus-Jürgen Meier. | Foto: kein Copyright notwendig

Klaus-Jürgen Meier

Der Vorstandsvorsitzende der AG City e.V., im Hauptberuf Chef der Roskos-Meier Allianz-Generalagentur, die in diesem Jahr 25. Jubiläum feiert, sorgt dank seines exzellenten Netzwerks mit Projekten im Bereich Stadtentwicklung und Tourismus dafür, dass die City West weiterhin das Vorzeigequartier der Hauptstadt
bleibt. Auch sein soziales Engagement etwa bei Laughing Hearts ist großherzig. Mit seiner Tochter Nicola hat der leidenschaftliche Golfer nun auch den Generationswechsel eingeläutet.

Carsten Sellschopf und Udo Marin. | Foto: Inga Sommer; VBKI/Michael Setzpfand

Carsten Sellschopf und Udo Marin

Der Vorsitzende des VBKI-Immobilien-Ausschusses und der VBKI-Geschäftsführer sind die Motoren hinter der Initiative „Neue Wege für Berlin“. Ziel des Vereins ist, den politischen Vabanquespielen rund um Mietendeckel und Co. die Stirn zu bieten und Berlin in den entscheidenden Zukunftsfragen endlich eine Stimme zu geben.

Tomislav Bucec. | Foto: RAZ Verlag/Matthias Pfänder

Tomislav Bucec

Der erfolgreiche Medienunternehmer publiziert nicht nur diverse Zeitungen und Magazine, sondern rettete kürzlich mit Gründung der RAZ Kultur gGmbH das „Prime Time Theater“ im Wedding, das Zuhause der Kult-Bühnensitcom GUTES WEDDING, SCHLECHTES
WEDDING. Ein Beispiel, wie Wirtschaft Kultur fördert.

 

 

Stefan Kapferer. | Foto: 50Hertz

Stefan Kapferer

Mit Stefan Kapferer als CEO hat sich der ostdeutsche Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz einen international versierten Pionier der deutschen Energie-wirtschaft ins Boot geholt. Der ehemalige Staats-sekretär im Bundeswirt-schaftsministerium und stellvertretende OECD-Generalsekretär bringt viel Erfahrung aus Klima und Energie mit – und hat ein Händchen für die politischen Schachzüge in dieser sensiblen Schlüsselbranche.

Kevin Kühnert. | Foto: Nadine Stegemann

Kevin Kühnert

Der Robin Hoodie der SPD ist trotz seines jungen Alters vermutlich die streitbarste politische Persönlichkeit, die die Sozialdemokraten derzeit zu bieten haben. Gerade
erst zum SPD-Vize gewählt, ist sein weiterer Erfolg in der vor sich hindümpelnden Partei sichergestellt. Ob das ein Segen oder der endgültige Untergang der ehemals
starken Volkspartei ist, wird sich zeigen.

Mirco Dragowski. | Foto: BERLINboxx

Mirco Dragowski

Im Vorstand der Berliner Wirtschaftsgespräche spricht er mit der Digitalwirtschaft und der Startup-Szene eine neue Zielgruppe an. Damit verjüngt er den Traditionsverein und setzt neue Impulse für dessen Zukunft.

Lars Windhorst. | Foto: HerthaBSC/Tennor

Lars Windhorst

Die Vita des umstrittenen Unternehmers könnte kaum abwechslungsreicher sein. Mit 16 Jahren war das einstige Wunderkind bereits Gründer seiner eigenen Firma und sonnte sich in der Gunst von Helmut Kohl. Trotz Höhen und Tiefen gelang ihm als „Stehaufmännchen“ immer wieder ein Comeback – aktuell als Investor bei Hertha BSC. Ob er mit eigenem Geld investiert, bleibt ein großes Geheimnis.

Tobias Nöfer. | Foto: Stefan Thissen

Tobias Nöfer

Der Architekt und Vorstandsvorsitzende des Architekten- und Ingenieurvereins zu Berlin (AIV) sorgt bisher eher im Hintergrund dafür, dass das 100-jährige Jubiläum des heutigen Groß-Berlin mit einer mutigen Vision für ein zukunftsweisendes Berlin im Jahr 2070 verbunden wird. Im Herbst 2020 wird im Kronprinzenpalais das Ergebnis des laufenden internationalen Architekturwettbewerbs zu besichtigen sein.

Die Aufsteiger: Sie sind hochmotiviert und verlieren ihr Ziel nicht aus den Augen

 

Stephanie Otto. | Foto: BSR

Stephanie Otto

Als dritte Vorstandsvorsitzende in Folge hat Stephanie Otto vor fast 100 Tagen das Regiment bei den 5.600 Frauen und Männern in Orange bei Müllabfuhr und Straßenreinigung übernommen. Die erfahrene Managerin setzt auf Dialog und Aufklärung, um die Stadt sauberer zu machen. Schön wäre es, wenn beim Klimaschutz weitere Akzente gesetzt werden. Bei diesem Megathema ist die BSR in der Vergangenheit Vorreiter gewesen.

Hetty Berg. | Foto: Yves, Sucksdorff, Jüdisches Museum Berlin.

Hetty Berg

Das Jüdische Museum, das größte Europas, wird ab April von der Niederländerin Hetty Berg geführt. Mit ihrer einstimmigen Wahl ist die Hoffnung verbunden, dass es nach den Turbulenzen der letzten Zeit in ruhige Fahrwasser kommt. Die versierte Kulturmanagerin bringt viel Erfahrung mit. In Amsterdam ist es ihr gelungen, um das Jüdische Museum ein ganzes Kulturquartier zu entwickeln, das sie erfolgreich managte. Die Top-Netzwerkerin sitzt überdies im Vorstand der Association or Jewisch European Museums, was der Weiterentwicklung des
Berliner Hauses zugutekommen wird.

Hildegard Müller. | Foto: VDA

Hildegard Müller

Die künftige Präsidentin des VDA soll die Mobilitätswende in der Automobilindustrie einläuten. Genug Qualitäten, um den Verein in die Zukunft zu führen, hat die Managerin allemal – als ehemalige Staatsministerin im Bundeskanzleramt, Vorstandsmitglied der innogy SE ist sie in Politik und Wirtschaft gut vernetzt. Man darf
gespannt sein, ob sie die Grünen überzeugt, dass die IAA in Berlin stattfinden darf.

Stephan Erler. | Foto: Thomas Kierok, Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Stephan Erler

Easyjet füllt erfolgreich die Lücke, die durch die AirBerlin-Pleite entstanden ist und erweist sich als verlässlicher als Lufthansa. Die Briten sind mittlerweile Marktführer in Berlin. Trotz Klimawandel stehen die Zeichen auf Wachstum.

Urs Fischer. | Foto: 1. FC Union Berlin

Urs Fischer

Der Berliner Traditionsverein 1. FC Union zeigte in den vergangenen Monaten absolute Glanzleistungen. So selbstbewusst und siegessicher hat man den Verein lange nicht mehr gesehen. Mit Trainer Urs Fischer konnte das Team in der aktuellen Saison erstmals seit der Wende in die erste Bundesliga einziehen. Weiter so!

 

 

Dr. Sigrid Nikutta. | Foto: BVG/Rose Photography

Dr. Sigrid Nikutta

Sie ist die Frau des öffentlichen Nahverkehrs in Berlin. Unter ihrer Führung gelangte die BVG erstmals in die schwarzen Zahlen.
Mit ihrer Rückkehr zur Deutschen Bahn, nun als Vorständin Güterverkehr, wird sie genauso tatkräftig die nächste Herkulesaufgabe anpacken: mehr Gütertransporte auf die Schiene zu bringen.

Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken. | Foto: Werner Schüring

Dr. Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken

So sieht also die Zukunft der SPD aus: Zwei ältere Politiker, die von Willy Brandt schwärmen. Wofür steht das neue Führungsduo? Vielen Menschen ist das nicht ersichtlich. Es ist zu befürchten, dass mit den beiden charismatischen Totalausfällen der Abgesang auf die Sozialdemokratie bevorsteht.

Prof. Dr. Heyo Kroemer. | Foto: Wiebke Peitz I Charité

Prof. Dr. Heyo Kroemer

Seit September hat der Pharmazeut aus Leer die Leitung des ältesten Krankenhauses von Berlin inne. Und der neue Charité-Chef hat einige Aufgaben vor sich. Er soll die Zusammenarbeit mit Vivantes ausbauen, die Digitalisierung im Haus vorantreiben, das Berlin Institute of Health (BIH) zum Erfolg führen und insgesamt bis 2030 die Gesundheitsstadt zu einer europäischen Spitzenstadt der Medizin entwickeln.

Annalena Baerbock. | Foto: author: Stefan Kaminski, full rights of use: Annalena Baerbock. [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]

Annalena Baerbock

Die in Potsdam lebende Bundesvorsitzende von Bündnis 90/ Die Grünen hat mittlerweile ihren Co-Parteichef Robert Habeck vom Thron der Talkshow-Könige verdrängt. Mit ihr wagt die Partei zum ersten Mal einen sehnsüchtigen Blick in Richtung Kanzleramt. Und das zu Recht – denn beim aktuellen Thema der Stunde, dem
Klimaschutz, positioniert sich die Politikerin durch Entschlossenheit auch in der EU.

Alexander D. Klostermann. | Foto: BERLINboxx

Alexander D. Klostermann

Er ist in Hongkong geboren, hat in der Schweiz studiert und in Berlin seine zweite Heimat gefunden. Von seinem Vater hat er nun die Leitung der International Associate Club (IAC) übernommen. Das weltweite Netzwerk öffnet Türen zu mehr als 250 privaten Mitgliederclubs in Metropolen von New York bis Seoul. Der renommierte Berlin Capital Club gehört zum Netzwerk.

 

Die Macher: Sie krempeln die Ärmel hoch und bewegen etwas in Berlin

 

Carsten Jung. |Foto: Berliner Volksbank eG

Carsten Jung

In der Enteignungs- und Mietendeckel-Diskussion zeigte er Haltung und warnte vor den negativen Folgen für den Mittelstand. Als Vorstandsvorsitzender der größten regionalen Genossenschaftsbank Deutschlands leitete er einen Paradigmenwechsel bei der Berliner Volksbank ein. Teamwork statt Hierarchien, Digitalisierung und trotzdem in der Mitte der Gesellschaft. Dabei hat der gebürtige Berliner auch immer das Wohl seiner Stadt im Auge – bei Kultur, Sport oder als Aufsichtsratsvorsitzender bei Berlin Partner. Der Rat des begnadeten Netzwerkers ist wertvoll und zählt.

Gerhard Wilhelm. | Foto: Spielbank Berlin

Gerhard Wilhelm

Die Spielbank Berlin ist eine Förderbank – so das Credo des neuen Chefs. Dabei hat er nicht nur die Förderung des geregelten Spiels an den vier Standorten vor Augen, sondern auch die Berliner Sportvereine wie die Füchse, BR Volleys und Alba, die die Spielbank aktiv unterstützt. Ausnahmesportler wie die Paraschwimmerin Elena Krawzow können sich auf den Partner Spielbank Berlin verlassen. Wilhelm, der von Kassel in die Hauptstadt kam, ist selbst sportlich aktiv und auch ein begeisterter Networker, der die Berliner Gesellschaft im Spurt für die traditionsreiche Spielbank gewonnen hat.

Philipp Bouteiller. | Foto: Christian Kielmann

Dr. Philipp Bouteiller

Lang genug hat der Geschäftsführer der Tegel Projekt GmbH, dem Start entgegengefiebert. Mit der Eröffnung
des BER im Herbst und der folgenden Schließung von Tegel kann sein Projekt Tegel TXL-
the Urban tech Republic und Schumacher Quartier nun endlich in die konkrete Umsetzung gehen. Auf dem 495 Hektar großen Gelände des Flughafens wächst eine menschengerechte Stadt der Zukunft mit Wissenschafts-Campus, die ein Gegenbild zur autogerechten Stadt der 60er Jahre ist. Bouteiller wurde 2018 geehrt als TOP 50 Most impactful Smart Cities Leader. Auf die Smart City Berlin TXL!

Engelbert Lütke Daldrup. | Foto: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Berlin [Public domain]

Dr. Engelbert Lütke Daldrup

Der Hauptstadtplaner ist der aktuelle Hoffnungsträger des Dauerprojekts am Flughafen Berlin Brandenburg. Nach zahlreichen missglückten Anläufen sind alle
Augen auf den BER-Chef gerichtet – er soll es jetzt richten. Bei so viel
organisatorischem Geschick sind wir dieses Mal zuversichtlich.

Dr. Tanja Wielgoß. | Foto: Markus Altmann

Dr. Tanja Wielgoß

Voller Einsatz für den Klimaschutz: Die Vorzeigeunternehmerin und frühere BSR-Chefin ist als
Vorstandsvorsitzende der Vattenfall Wärme AG
verantwortlich für die Berliner Vattenfall-Kraftwerke und das Fernwärmenetz. Die studierte Politologin hat sich große Ziele gesetzt: Binnen einer Dekade soll Berlin kohlefrei und innerhalb einer Generation ohne fossile Brennstoffe beheizt werden.

 

 

Dr. Stefan Franzke. | Foto: fotostudio charlottenburg

Dr. Stefan Franzke

Dass Elon Musk so auf Berlin steht, ist eine der Leistungen von Berlins oberstem Wirtschaftsförderer. Teamplayer Franzke ist unermüdlich im In- und Ausland unterwegs, um die Vorzüge Berlins zu präsentieren. Die drei Musketiere der Wirtschaftsförderung mit Wirtschaftssenatorin Ramona Pop, Aufsichtsratschef Carsten Jung und eben Dr. Stefan Franzke, kümmern sich aber ebenso intensiv um die Bestandsunternehmen in der Hauptstadt. So steht das Wachstum auf einem starken Fundament.

Franziska Wessel. | Foto: Paulus Ponizak

Franziska Wessel

Die „Fridays for Future“-Aktivistin steht für eine ganze Generation politisch engagierter Jugendlicher, die sich für den Klimaschutz einsetzen. Getreu ihrem Vorbild Greta ist die 15-Jährige bei den Freitagsdemos ganz vorne mit dabei und scheut sich auch nicht, unbequeme Themen anzusprechen. Mit ihr wächst die nächste Politikerinnen-Generation heran.

Gerhard Holtmeier. | Foto: Thomas Ecke

Dr. Gerhard Holtmeier

Der Vorstandvorsitzende der GASAG AG gilt als der Berliner Energieexperte! Seit Ende seines Studiums hat sich der gebürtige Freiburger sein ganzes Berufsleben lang mit dem Thema Gas und Energieversorgung beschäftigt. Unter seiner Leitung treibt die GASAG nicht nur massiv den Klimaschutz im Wärmemarkt voran, sondern unterstützt auch zahlreiche kulturelle Institutionen und Sportvereine der Hauptstadt.

Christine Richter. | Foto: Reto Klar

Christine Richter

Soeben wurde die Berliner Morgenpost durch den 21. European Newspaper Award Morgenpost mit gleich zehn Auszeichnungen gewürdigt. Das ist auch der Verdienst der erfahrenen Chefredakteurin Christine Richter, die dem Traditionsblatt nicht nur neuen Verve eingehaucht hat, sondern sich auch nicht scheut, heiße Eisen wie etwa den Mietendeckel, journalistisch anzuprangern.

Renate Künast. | Foto: Laurence Chaperon/Renate Künast

Renate Künast

Die Bundestagsabgeordnete muss sich als Person der Öffentlichkeit im Internet beschimpfen lassen – das hat das Berliner Landgericht entschieden. In Zeiten von Hate-Speech und Hetze im Netz ist das ein fatales Signal und eine Bankrotterklärung der Justiz! Konsequent geht die Grünen-Politikerin gegen dieses Skandalurteil vor und erfährt parteiübergreifend viel Solidarität.

 

Die Kreativen: Sie gestalten mit ihren Ideen und Unternehmen unsere neue Welt

 

Norbert Bisky. | Foto: Studio Olaf Heine

Norbert Bisky

Der in Leipzig geborene Ausnahmekünstler begeistert die Hauptstadt aktuell mit einer Doppelausstellung anlässlich des 30-jährigen Mauerfalljubiläums. In seinen
großformatigen, farbintensiven Werken mit dem wiedererkennbaren ‚Pinselstrich‘ verarbeitet er abstruse DDR-Rituale einerseits und den Kulturclash mit der westlichen Welt andererseits.

Kirill Petrenko. | Foto: Chris Christodoulou

Kirill Petrenko

Wer den passionierten Musiker beim Dirigieren beobachtet, bemerkt sofort: dem gebürtigen Russen liegt die Musik im Blut. Angefangen in Meining, dann München und jetzt Chefdirigent der Berliner Philharmoniker – Petrenko zieht seine Kreise durch die wichtigsten Musikstädte Deutschlands und bleibt dabei immer eins: bescheiden und bodenständig.

Lars Eidinger. | Foto: Peter Kaaden

Lars Eidinger

Die Liste der Talente des gebürtigen Berliners ist lang. Als Theaterdarsteller, Film- und Fernsehschauspieler, DJ, Musiker sowie Künstler begeistert er regelmäßig seine Zuschauer. Und erntete dafür erst kürzlich Lorbeeren – für seine komödiantisch herausragende Leistung im Kinofilm 25 km/h bekam er den Ernst-LubitschPreis 2019.

Laurids Ortner und Manfred Ortner. | Foto: Schnepp Renou

Laurids Ortner und Manfred Ortner

Stadtplanung des 21. Jahrhunderts: Das Geschwisterduo entwickelte für COPRO den wegweisenden Masterplan für die Quartiersentwicklung „Urbane Mitte Am Gleisdreieck“ mitten in Berlin. Die beiden Architekten holten für eine deutschlandweit erste Einzelausstellung Syd Mead, den großen Visionär utopischer Filmwelten und futuristischer Designs, nach Berlin in die Galerie O&O Depot und boten damit Einblicke in zukunftsweisende und atemberaubenden Welten, die
bis heute wie Architekten und Städteplaner nachhaltig beeinflussen.

Andreas Boehlke. | Foto: Pascale Scerbo Sarro

Andreas Boehlke

„Licht an!“ hieß es Anfang Dezember wieder, als der Berliner Licht-Designer die Straßen der Hauptstadt in festlichem Glanz erhellte. Auch der Botanische Garten wird von seiner Hand kunstvoll erleuchtet. Ohne den
Lichtkosmopoliten würde aber nicht nur die Spreemetropole dunkel bleiben – das Berliner
Licht strahlt auch in Madrid.

 

 

Jasmin Martin und David Johannes Suchy. | Foto: FREA

Jasmin Martin und David Johannes Suchy

Ganz nach dem Motto „full
taste – zero waste“ haben sich die Gründer von FREA den diesjährigen Titel „Berliner Szenerestaurant
2019“ der Berliner ´ Meisterköche geschnappt. In ihrem veganen Hotspot in Berlin Mitte bekochen Sie Gäste mit regionalen Produkten – und beweisen somit wie einfach Nachhaltigkeit sein kann.

Lana Müller. | Foto: Lana Mueller

Lana Müller

Die Berliner Designerin hat sich mit ihrem gleichnamigen Label einen Namen in der Hauptstadt gemacht und ist inzwischen nicht mehr aus der Berliner Fashion Week wegzudenken. Mit ihren aufwendig gestalteten Abendkleidern zelebriert sie die weibliche Sinnlichkeit. Denn: „Jede Frau soll sich fühlen, als würde Sie ein Couture-Kleid tragen.“

Sergej J. Netschajew. | Foto: BERLINboxx

Sergej J. Netschajew

Der russische Botschafter macht geschickt Diplomatie mit russischer Kultur und Alt-Kanzler Schröder. Keineswegs diplomatisch seine Reaktion auf die Ausweisung von zwei Botschaftsmitarbeitern, die er als „keineswegs freundschaftlich“ bezeichnete. Vielleicht strapaziert er den Begriff Diplomatie ein bisschen zu sehr, wenn Vorwürfe im Raum stehen, dass Botschaftsmitarbeiter in Auftragsmorde auf deutschem
Boden verstrickt sein sollen.

Christian Miele. | Foto: eVenture Capital Partners 1 GmbH, Hamburg

Christian Miele

Sein Familienname eilt ihm voraus. Doch Christian Miele hat einen anderen Weg eingeschlagen und ist bereits seit zehn Jahren Teil der Berliner Gründerszene – erst als Manager und Unternehmer, jetzt als Partner beim
Wagniskapitalgeber E.ventures. Nun wird er Chef des Bundesverbands Deutsche Start-up. Seine Vision: ein gründungsfreundliches Deutschland.

Harry Sachs. | Foto: BERLINboxx

Harry Sachs

Interdisziplinärer Kunstort statt seelenloser Konsumstätte – Künstler statt Projektentwickler. Mit seinem Einsatz für das Haus der Statistik am Alexanderplatz
hat Sachs eine Alternative zu den vielen austauschbaren Einkaufszentren der Stadt geschaffen.

 

 

Die Nervigen: Sie leiden an Selbstüberschätzung, merken es aber nicht

 

Beatrix von Storch. | Foto: Alternative für Deutschland

Beatrix von Storch

Die braune Juristin ist sich für keinen Tabubruch zu schade! Unangemessene Gesten im Bundestag, regelmäßige verbale Entgleisungen und wirre Provokationen, gerne
auch mal in Tweet-Form, gegen politische Gegner, Migranten, die EU – die Liste ließe sich beliebig fortsetzen! Für Berlin, das sich gerne seiner Weltoffenheit und
Toleranz rühmt, ist die AfD-Abgeordnete ein Antagonismus.

Holger Friedrich. | Foto: BERLINboxx

Holger Friedrich

Aus Wirtschaftskreisen hört man, er sei ein erfolgreicher, kosmopolitischer Unternehmer, aber in seinem selbstverschuldeten Stasi – EnthüllungsGau dilettierte er als grauenhafter Kommunikator. Sich als Verleger so öffentlichkeitswirksam mit dem Damoklesschwert der Stasi-Vergangenheit über sich zu positionieren, ist entweder Ignoranz oder Dummheit. Noch schlimmer die gefolgten halbherzigen Erklärungsversuche. Die Berliner Zeitung wird lange brauchen diese Makel zu beseitigen. Im Interesse einer qualitätsstarken Hauptstadtpresse hoffen wir, dass das gelingt

Florian Schmidt. | Foto: Florian Schmidt

Florian Schmidt

Als Wirtschafts-Boss würde er in den Knast müssen. Als Politik-Boss hat er scheinbar Narrenfreiheit. Seine ausgeübten Vorkaufsrechte sind eine Bankrotterklärung und lösen Schadensersatzforderungen aus. Die Genossenschaft „Diese eG“ ist zahlungsunfähig kauft aber auf Weisung des „grünen Trump von Kreuzberg“ Miethäuser und kann die nicht bezahlen. Richten muss es der Finanzsenator und die IBB. Das ist nicht Politik, das ist Kindergarten! Am Ende badet der Steuerzahler den Dilettantismus aus.

Florian Pronold. | Foto: Florian Pronold

Florian Pronold

Nicht nur die bayrische CSU kann Amigos. Der SPD-Politiker soll Direktor der neuen Bauakademie in Berlin werden, obwohl er die Voraussetzungen eklatant nicht erfüllt. Deutsche Architekten sind empört und protestierten in einem offenen Brief gegen Pronolds Berufung. Ein Bauakademiedirektor, der vom Thema Bauen keine Ahnung hat, passt doch zur Hauptstadt, sagen die Kritiker.

Josef Laggner. | Foto: BERLINboxx

Josef Laggner

Berlins Gastronomie-Riese Josef Laggner betreibt mit seiner Gastro-Gruppe Lutter & Wegner in Berlin und Potsdam 20 Restaurants in zentralen Lagen. Sein steiler Expansionskurs hält seinem ursprünglich angedachten Qualitätsversprechen in keiner Weise stand: überfordertes Personal allerorten und die Qualität der Küche auf Kantinenniveau. Schade: Die tollen Standorte
hätten mehr Niveau verdient.

 

Barbara Schöneberger. | Foto: Frank Schwichtenberg [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]

Barbara Schöneberger

Die Anti-Greta macht Werbung für Kreuzfahrten und ist sich auch sonst für nichts zu schade. Ihr Markenzeichen Plattitüden, Peinlichkeiten und Popanz verkauft sich
jedoch fantastisch. Keine Gala ohne Barbara, Barbara auch als Zeitschrift, Barbara ist der Narrenspiegel der deutschen Unterhaltung. Steilvorlage fürs Fremdschämen.

Richard A. Grenell. | Foto: US Consulate Munich [Public domain]

Richard A. Grenell

Flegelhafte Polterei als Prinzip: Der Undiplomat mischt sich leidenschaftlich ein und überschreitet damit regelmäßig nicht nur seine Kompetenzen, sondern auch die Grenzen von Stil und Anstand. Ganz in der Tonart seines Chefs Donald Trump droht er Unternehmen und kritisiert die deutsche Politik. Nun steht die Forderung im Raum, den Haudrauf zur persona non grata zu erklären. Wir meinen: Cool bleiben!

Mietendeckel. | Foto: Jan Mesaros via Pixabay

Mietendeckel

Unausgegorene und populistische Ideen waren noch nie die richtige Antwort auf drängende Probleme. Die Wohnungsnot in Berlin ist eklatant, doch der Mietendeckel wird sich als politische Utopie herausstellen, wenn die Bundespolitik ihn stoppen wird. Stattdessen hätte man bauen sollen. Das wäre Realpolitik gewesen und nicht Traumtänzerei.

Udo Wolf. | Foto: Martin Rulsch, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]

Udo Wolf

Dass die Linken kein Freund von Geheimdiensten sind, ist bekannt. Dass ihr Fraktionschef jedoch nicht nur den Verfassungsschutz unterminiert, indem er gegen dringend erforderliche Stellen agitiert, sondern auch noch die Mitarbeiter mit seiner Aussage „Da gibt es noch eine ganze Menge Leute, die man feuern kann“ diskreditiert, macht die despektierliche Haltung deutlich. Udo Wolf will die schwächen, die unsere Demokratie verteidigen Wertschätzung scheint für ihn ein Fremdwort. Eine Entschuldigung wäre angemessen gewesen.

Andreas Scheuer. | Foto: Fotograf Studio Weichselbaumer [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]

Andreas Scheuer

Das Maut-Debakel nimmt kein Ende und wird zur Blamage für die Bundesregierung. 560 Millionen Euro Forderungen von den gekündigten Betreibern und jeden Tag neue Schlagzeilen zu dem Scheuer-Gau. Durch das Festhalten an seinem Amt lässt der Minister jegliches Maß an menschlichem und politischem Anstand vermissen. Er ist die Ursache für die Politikverdrossenheit der Deutschen. Scheuer wird zum Synonym für Politikversagen.

 

 

BRANDENBURGS MACHER

Brandenburg nimmt seit der Wende eine sehr positive Entwicklung. Das Land zwischen uckermark und fläming, Havelland und oder besetzt im Ranking der Bundesländer in vielen Punkten vordere Plätze. in Brandenburg ist es gelungen, die reizvolle Landschaft mit ihren unzähligen Wäldern, Seen und Wasserläufen mit den Merkmalen eines modernen Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorts zu kombinieren. Die Landeshauptstadt Potsdam und einige Landkreise gehören heute zu den am stärksten prosperierenden Gebieten in Deutschland. Auch gegenüber dem großen Bruder an ihrer Seite hat sich die frühere Garnisonsstadt emanzipiert – Potsdam ist keine vorstadt des großen Berlins, sondern eine selbstbewusste Landeshauptstadt.

Doch das alles kommt nicht von ungefähr. Die verwandlung der berühmt-berüchtigten „märkischen Streusandbüchse“ in ein zukunftsfähiges Bundesland ist das Ergebnis harter zielstrebiger Arbeit der Brandenburgerinnen und Brandenburger. über diesen Menschenschlag wird viel erzählt – Anekdoten, Legenden, Witze, trauriges, Lustiges – aber es ist unumstritten, dass in der vergangenheit bis heute viele frauen und Männer aus dem Bundesland an der Havel Geschichte geschrieben haben und weiterhin schreiben und damit den Erfolg Brandenburgs prägen.

Einige dieser Brandenburger Macher, deren Wirken und Bedeutung heute weit über die Region hinausreichen, hat die BERLINboxx-Redaktion in dieser Ausgabe zusammengestellt. Die ausgewählten Personen stehen exemplarisch für viele andere.

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Dr. Dietmar Woidke. | Foto: Bundesrat / Frank Bräuer

Dr. Dietmar Woidke

Der oberste „Weitermacher“ Brandenburgs hat sich zwar schon einige Watschen abgeholt, beweist aber immer wieder Durchsetzungsvermögen. Auch als Präsident des Deutschen Bundesrats überzeugt er. Aus dem Politiker wird ein Staatsmann, der mit der Regierungskoalition aus SPD, CDU und Grünen Linken und Rechten einen Riegel vorgeschoben hat.

Hasso Plattner. | Foto: HPI/K. Herschelman

Hasso Plattner

Als Vordenker schlechthin verschiebt er stets Grenzen. Auch nachdem das gleichnamige Institut für Digital Engineering in Potsdam, dessen Stifter er ist, 20-jähriges Jubiläum feierte, ist für ihn noch lange nicht Schluss. Durch den Kauf der Joopschen Villa Wunderkind hat er nach dem Museum Barberini seinen Ruf als Mäzen und Potsdam-Ehrenbürger bestätigt. Einen solchen Philanthropen kann sich Berlin nur wünschen.

Günther Jauch. | Foto: TVNOW / Thomas Pritschet

Günther Jauch

Man kann ihn guten Gewissens als großen Förderer der Potsdamer Kultur bezeichnen. Der Fernsehmoderator investierte großzügig ins Holländische Viertel, spendete für den Wiederaufbau der Garnisonkirche und ließ das Kulturgut Villa Kellermann aufwendig renovieren. Außerdem darf er sich seit kurzem auch „Gastronom des Jahres“ nennen.

Jörg Steinbach. | Foto: Till Budde

Prof. Dr. Jörg Steinbach

Der Brandenburgische Wirtschaftsminister hat Tesla erfolgreich geködert. Ob der gebürtige Berliner Sozialdemokrat dabei die Landesgrenzen ein wenig tolerant verschoben hat, mag dahin gestellt sein. Die Erfolgsgeschichte Tesla hat dem Land einen gewaltigen Schub gegeben. Jetzt muss er nur die Umsetzung schaffen.

Mike Schubert. | Foto: Karoline_Wolf

Mike Schubert

Der Oberbürgermeister von Potsdam schafft es, in einer Stadt zwischen aufwendig restaurierten Residenzen Preußischer Herrscher und Militärs, DDR-Bauten und Neubauvierteln eine soziale Balance zu erhalten. Außerdem ist er seit letztem Jahr Oberbürgermeister der ersten deutschen UNESCO Creative City of Film. Und ein der Kunst zugewandter Mensch ist er auch, wie er bei der Eröffnung der Bisky-Ausstellung in der Villa Schöningen gezeigt hat.

Bernhard Klapproth. | Foto: Jouis Nour GmbH

Bernhard Klapproth

Bio-Produkte aus Brandenburg sind Dank der Bio-Food-Manufaktur Jouis Nour ein Markenzeichen geworden. Der einstige Gründer der grünen Post PIN ist inzwischen auch mit seinem Familienbetrieb zum Innovator der Branche geworden und seine Bio-Produkte -to-go in vielen Regalen von Edeka, Denn‘s und Alnatura zu finden. Längere Haltbarkeit, Frische und Genuss kommen bei alltagsgestressten Großstädtern eben gut an.

Tillmann Stenger. | Foto: ILB (Uwe Klössing)

Tillmann Stenger

Der Wahl-Potsdamer mit westfälischen Wurzeln ist als Chef mit der Investitionsbank des Landes Brandenburg das Rückgrat der Wirtschaft. Die ILB, für die er schon über 25 Jahre arbeitet, unterstützt u. a. mit Förderprogrammen die Medien- und Wohnungswirtschaft sowie mit ProFIT Verbundvorhaben an der Schnittstelle Wirtschaft und Forschung. Außerdem weist Stenger mit Lindis Blood Care und 4Teen4 Pharmaceuticals bedeutende Fördererfolge vor und gestaltet somit aktiv den Imagewandel des Landes mit.

Mathias Döpfner. | Foto: Max Threlfall

Dr. Mathias Döpfner

Ohne Zweifel ist der Vorstandschef des Axel Springer Verlages ein Mitbegründer des preußischen Sylt, wie Wolfgang Joop Potsdam einmal bezeichnete. Aber der Kunstsammler ist auch ein Beispiel für Mäzenatentum, denn mit der Villa Schöningen ist ein bedeutender Kulturort entstanden. In den Jahren seit der Eröffnung 2007 wurden hier u. a. Einzelausstellungen von Georg Baselitz, Andy Warhol, Anselm Kiefer, Jorinde Voigt und aktuell Norbert Bisky gezeigt. Auch im Pfingstbergensemble fördert Döpfner mit den Villen Henckel und Schlieffen Weltkulturerbe.

Andreas Dorfmann. | Foto: Hoffbauer-Stiftung

Andreas Dorfmann

Der Vollblut-Journalist ist eine TV- und Radiolegende und das Gesicht von HAUPTSTADT.TV. Seit 1981 sind die Medien seine Welt. Der sympathische Chefredakteur profilierte den Lokalsender, der zur gemeinnützigen Hoffbauer Stiftung gehört, zusammen mit Politik-Chefredakteur Michael Erbach zu einem Qualitätsmedium, das jetzt auch in die Bundeshauptstadt strahlt.

Elke Stadeler. | Foto: Julia Otto

Elke Stadeler

Heute schon werden in Strausberg, dank der Bemühungen ihrer Bürgermeisterin, die Vorgaben zum Wohle des Klimaschutzes um 12,5 Prozent übertroffen. Mit eigenen Stadtwerken und allgegenwärtiger Energieeffizienz im Stadtbild hat Strausberg Modellcharakter. Vorbildlich!