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World Health Summit: Wir müssen es gemeinsam anpacken

Mit einem eindringlichen Appell zur internationalen Zusammenarbeit endete der 10. World Health Summit. „Gesundheit ist eine wesentliche Voraussetzung für Wohlstand, Wohlergehen und ein würdevolles Leben“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Abschlussveranstaltung, die gemeinsam mit dem Grand Challenges Meeting der Bill & Melinda Gates Foundation ausgerichtet wurde. „ Nur, wenn wir es gemeinsam anpacken, haben wir eine gute Chance, die Gesundheitsziele der Vereinten Nationen 2030 zu erreichen.“

Deutschland habe in den vergangenen Jahren eine wichtige Führungsrolle übernommen, betonte Microsoft-Gründer Bill Gates. „Wir brauchen die Regierungen, und wir brauchen Wissenschaft“, so Gates. Zuvor hatte der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Globalen Aktionsplan zur gemeinsamen Arbeit an den Gesundheitszielen der Vereinten Nationen vorgestellt. „Es geht darum, Menschenleben zu retten“, sagte der WHO-Chef.

Positive Bilanz

Der Gründer und Präsident des World Health Summit, Prof. Dr. Detlev Ganten zog eine positive Bilanz der dreitägigen Konferenz: „Wir spüren neue Energie im Feld der globalen Gesundheit – in Berlin, in den akademischen Institutionen, in der Politik. Das ist es, was wir brauchen!“ Denn die Wissenschaft bleibe eine treibende Kraft, um die gemeinsamen Ziele zu erreichen.

Beim 10. World Health Summit hatten 2.400 Teilnehmer aus 100 Nationen neue und bessere Strategien für die globale Gesundheitsversorgung diskutiert – zum Beispiel zur Stärkung von Gesundheitssystemen weltweit, zum Schutz vor Pandemien, im Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen oder in der Digitalisierung der Gesundheitsversorgung.

Unter den 300 Sprechern waren die norwegische Premierministerin Erna Solberg, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Stefan Oschmann, der Vorstandsvorsitzende von Merck sowie Gayle Smith, die Chefin der internationalen Lobby- und Kampagnenorganisation ONE.

Was ist der World Health Summit?

Der World Health Summit ist eine der bedeutendsten internationalen Konferenzen für Global Health und steht traditionell unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron und dem Präsidenten der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker. Gegründet wurde das jährliche Treffen 2009 anlässlich des 300-jährigen Jubiläums der Charité.

Der nächste World Health Summit findet vom 27. bis 29. Oktober 2019 in Berlin statt. (red)

Anja Karliczek: Künstliche Intelligenz hält Einzug in unseren Alltag

Technologieförderung, aber mit Strategie: Die Bundesregierung hat ihre Eckpunkte für eine Strategie Künstliche Intelligenz (KI) im Juli beschlossen. Auf dem Digitalgipfel in Nürnberg soll am 3. und 4. Dezember 2018 die offizielle Vorstellung der Strategie erfolgen. Hier eine kleine Zusammenfassung der Zukunftspläne.

Mit den Eckpunkten für KI strebt die Bundesregierung die Erforschung, Entwicklung und Anwendung von künstlicher Intelligenz in Deutschland an. Ziel ist es, die Technologie auf ein weltweit führendes Niveau zu bringen. Die Eckpunkte dienen hierbei als Grundlage für die Strategie KI, die in den nächsten Monaten noch ausgearbeitet wird. Geschehen wird das in den folgenden Wochen über einen von der Bundesregierung initiierten Konsultationsprozess. Dazu werden bundesweit arbeitende Organisationen, Verbände und Institutionen verschiedene Expertenworkshops sowie Fachforen gemeinsam durchführen.

Gemeinsinn im Fokus

Geplant ist, die Nutzung von KI verantwortungsvoll und zum Wohle der Gesellschaft voranzubringen sowie neue Wertschöpfungspotenziale zu erschließen. Die Kabinettvorlage wurde gemeinsam vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales erarbeitet. „Künstliche Intelligenz hält Einzug in unseren Alltag und wir wollen, dass diese Technik den Menschen hilft. Daher stellen wir den Nutzen für den Menschen in unserem Lande in den Mittelpunkt unserer KI Strategie. Richtig gestaltet ist KI ein wichtiger Schlüssel für Wachstum und Wohlstand“, so Bundesforschungsministerin Anja Karliczek.

Ambitioniertes Vorhaben

Darüber hinaus soll die Forschungslandschaft in Deutschland mit Kompetenzzentren ausgebaut werden. Insbesondere deutsche Großstädte sollen sich mehr mit Europa vernetzen können. Außerdem kann auf diese Weise auch nach passenden Fachkräften aus der Wissenschaft Ausschau gehalten werden. Aber auch die Arbeitsbedingungen des Wissenschaftsnachwuchses sollen attraktiver gestaltet werden, unter anderem durch zusätzliche Professuren für KI. Zudem wird sich die Forschungsförderung wandeln: Eine Agentur für Sprunginnovationen soll gegründet werden, die sich auch dem Thema Künstliche Intelligenz annehmen wird.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier fasst es folgendermaßen zusammen: „Künstliche Intelligenz ist nicht irgendeine Innovation – sie ist eine Basis- Innovation, die unsere Wirtschaft und unser Leben insgesamt verändern und verbessern wird. Deshalb wollen wir, dass Anwendungen von Künstlicher Intelligenz auch nicht irgendwo auf der Welt entwickelt und umgesetzt werden, sondern hier bei uns in Deutschland und Europa. Die Eckpunkte für eine Strategie Künstliche Intelligenz der Bundesregierung legen dafür den Grundstein. Wir senden ein Aufbruchssignal an Unternehmen und Gründer, denn es geht vor allem darum, unsere hervorragenden Forschungsergebnisse auch in Produkten und Dienstleistungen anzubieten und Deutschland so zu einem weltweit führenden Standort für KI zu machen. Künstliche Intelligenz zu entwickeln und zu beherrschen – sei es beim autonomen Fahren, in der Krebsdiagnostik oder bei den Produktionsprozessen der Zukunft – ist eine Schlüsselfrage für Deutschland und Europa. Mit unserer KI-Strategie werden wir schlagkräftige Antworten geben.“ (lj)

Charité Global Health: Zentrum für globale Gesundheit

Die weltweite Gesundheitsversorgung verbessern – mit diesem Ziel hat die Charité – Universitätsmedizin Berlin jetzt Charité Global Health gegründet. Das interdisziplinäre Zentrum wird die verschiedenen Global Health-Projekte der Charité bündeln, koordinieren und ausbauen, um eine sichtbare Schnittstelle nach innen und außen zu sein. Zudem steht die Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnern in Wissenschaft, Politik und Wirtschaft im Mittelpunkt.

Themen wie die weltweite Ausbreitung von Infektionskrankheiten, antibiotikaresistente Krankheitserreger oder nicht-übertragbare Volkskrankheiten wie Diabetes gehören zum Fachgebiet Global Health. Ziel ist es, Menschen auf der ganzen Welt vor gesundheitlichen Problemen zu schützen. Außerdem ist ein Ziel, Krankheiten bestmöglich zu bekämpfen und so die globale Gesundheitsversorgung zu verbessern. Auch die psychische Gesundheit sowie die gesundheitlichen Folgen von Krisen und Migration sind zentrale Themen von Global Health. Mit diesen internationalen Herausforderungen befasst sich das neue Zentrum für globale Gesundheit der Charité in der Forschung, Lehre und Krankenversorgung.

Charité Global Health essentiell für Vernetzung von Forschungsfeldern

„Mit Charité Global Health bauen wir unsere internationale Expertise aus, um Lösungen für drängende globale Gesundheitsprobleme zu finden. Angesichts der Tatsache, dass Deutschland sein Engagement für globale Gesundheit gerade verstärkt, ist dies ein konsequenter Schritt – sowohl für die Charité als auch für Berlin als Gesundheits- und Wissenschaftsstadt“, erklärt Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der Charité.

Prof. Dr. Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie der Charité und wissenschaftlicher Leiter des Zentrums, dazu: „Global Health-Themen sind interdisziplinär, daher müssen viele verschiedene Bereiche der Forschung und Gesundheitsversorgung zusammenarbeiten.“ In Zeiten der Globalisierung werde es immer wichtiger, beispielsweise gegen Epidemien gerüstet zu sein, denn Viren kennen keine Landesgrenzen, so Drosten.

Internationale Zusammenarbeit stärken

Die enge Zusammenarbeit mit Akteuren aus Berlin, Deutschland und der Welt wird in dem neuen Zentrum einen besonderen Stellenwert einnehmen. So bereitet Charité Global Health derzeit Kooperationen mit der London School of Hygiene and Tropical Medicine und der Oxford University vor. (red)

Unterstützung für Betriebe beim digitalen Wandel

Die Wirtschaft in Berlin und Brandenburg bekommt in Zukunft Unterstützung beim digitalen Wandel. Firmen sollen Technologien, die in den Universitäten und Forschungseinrichtungen der Hauptstadt entwickelt werden, noch schneller als bislang in Produktion und Entwicklung einsetzen können. Das ist der Kern einer neuen Kooperation zwischen den Unternehmensverbänden Berlin-Brandenburg (UVB) und dem Fraunhofer Leistungszentrum „Digitale Vernetzung“, zu dem die Spitzen beider Organisationen jetzt in Berlin den Startschuss gegeben haben.

„Vor allem kleine und mittelgroße Betriebe sind beim rasanten digitalen Wandel auf Unterstützung angewiesen. Das Fraunhofer Leistungszentrum ist für uns ein idealer Partner, um Innovationen in die betriebliche Praxis zu bringen. Damit wird die Hauptstadtregion noch wettbewerbsfähiger“, sagte UVB-Präsident Dr. Frank Büchner. „Wir wollen dabei helfen, Berlin zu einem Leuchtturm für die nächste Welle der Digitalisierung zu machen“, ergänzte Prof. Manfred Hauswirth, der Sprecher des Leistungszentrums Digitale Vernetzung. Dazu organisiere das Institut den Schulterschluss der universitären und außeruniversitären Forschung mit der Wirtschaft. Berlin sei mit seinen Fraunhofer-Instituten, weiteren renommierten Forschungseinrichtungen, Universitäten, Unternehmen und der spannenden Start-up-Szene ein idealer Standort für den digitalen Wandel, so Hauswirth.

Unterstützung in verschiedenen Bereichen

Die Schwerpunkte der Zusammenarbeit werden in den Bereichen Medizin, Mobilität und Zukunftsstadt, Industrie und Produktion sowie kritische Infrastrukturen liegen, erklärten die beiden Organisationen. Das Fraunhofer Leistungszentrum forscht hier an Basis- und Querschnittstechnologien ebenso wie an Lösungen für den Unternehmensalltag. Bereits seit zwei Jahren unterstützen die Unternehmensverbände mit ihrer Plattform „UVB Digitallabor“ Verbände und Unternehmen bei der digitalen Transformation.

Den Auftakt der Zusammenarbeit bildete ein Forum unter dem Titel „Wie digitale Assistenzsysteme die Arbeit verändern“. Dabei stand im Fokus, welche digitalen Assistenzsysteme – vom 3-D-Drucker bis zur Augmented Reality-Brille – heute schon in der Praxis funktionieren und sich für Unternehmen rechnen. Die Fraunhofer-Experten berichteten den rund 100 Unternehmensvertretern zudem über den Stand der Technik bei der Industrie 4.0. Auch um den Einfluss der Digitalisierung auf Aus- und Fortbildung und um Wissenstransfer in Unternehmen werde es gehen. „Kein Unternehmen kann die Herausforderungen des digitalen Wandels mehr allein bewältigen“, sagte UVB-Präsident Dr. Büchner. (red)

 

KI-Studie: Im Wirtschaftsleben der Hauptstadtregion angekommen

Künstliche Intelligenz (KI) treibt die technologische Entwicklung zurzeit branchenübergreifend voran. Die Region Berlin-Brandenburg profitiert von dieser Entwicklung. Dies zeigt die Studie „Künstliche Intelligenz in Berlin und Brandenburg“, die die  Technologiestiftung Berlin im Auftrag der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe durchführte, auf. Demnach erfolgt fast die Hälfte aller deutschen KI-Gründungen hier. Mittlerweile entwickeln mehr als 200 Unternehmen in Berlin und Brandenburg Innovationen mit Künstlicher Intelligenz und erwirtschaften rund acht Prozent des Umsatzes im Bereich der Daten- & Softwaredienstleister.

KI-Studie

Die Technologiestiftung Berlin hat diese und viele weitere Zahlen und Fakten für die erste branchenübergreifende Studie zu Künstlicher Intelligenz in Berlin-Brandenburg ermittelt. Ergänzt wurden die Zahlen von der Wirtschaftsförderung Brandenburg.

„Die Studie bietet eine erste richtige Vermessung zum Thema KI als Bestandteil unseres erfolgreichen digitalen Ökosystems. Berlin ist der maßgebliche Standort für Künstliche Intelligenz. Diese dynamische Entwicklung wollen wir strategisch begleiten und stärken. Zudem helfen wir den Bezirken und Behörden, ihre Datensätze zu öffnen und anwendbar zu machen“, so Christian Rickerts, Staatssekretär der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe.

Anwendungsbereiche

Einst galt KI als ein Nischenfach der Informatik. Das hat sich in den letzten Jahren enorm verändert. Sprach- und bildverstehende, autonome und kollaborative Systeme: Wo die Umgebung über Sensoren oder Zähler in Form von digitalen Daten erfasst werden kann, verarbeiten die Systeme die Daten immer schneller. Mittlerweile „lernen“ Datenverarbeitungssysteme, treffen auf Grundlage der Daten Entscheidungen, kommunizieren mit anderen Maschinen und imitieren in einem allerdings noch stark eingegrenzten Bereich menschliche Intelligenz.

„Von den Unternehmen, die sich in unserer Region mit Künstlicher Intelligenz beschäftigen, wurden fast die Hälfte erst 2014 und später gegründet. Das zeigt, wie dynamisch sich die Entwicklung vollzieht. Berlin-Brandenburg sollte den Bereich strategisch weiterentwickeln. Mehr Studienplätze, Leuchtturmprojekte zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und auch mit den Verwaltungen sowie mehr öffentliche Sichtbarkeit des Themas würden die wichtige technologische Entwicklung noch stärker in der Region verankern und auch die traditionelle Wirtschaftsunternehmen für diesen wichtigen Zukunftstrend fit machen“, sagt Nicolas Zimmer, Vorstandsvorsitzender der Technologiestiftung Berlin.

Veränderungen durch KI

Selbst die Gesundheitswirtschaft wird von KI-Anwendungen revolutioniert. So gibt es bereits Gesundheitsapps, die Vitaldaten ihrer Nutzer auswerten und auf dieser Datenbasis Gesundheitstipps weitergeben, oder Internetsuchmaschinen, die die Bilder im Netz immer besser „lesen“ können. Das sind zwei Beispiele für KI, die beim Endverbraucher ankommen. Zurzeit verändert KI aber vor allem Geschäfts- und Produktionprozesse.

Hier liegt auch der Schwerpunkt der Berliner KI-Unternehmen. Rund 36 Prozent arbeiten im Bereich Business Intelligence/Prozessmanagement und erwirtschaften 43 Prozent des Umsatzes der KI-Unternehmen. Erst dann folgen die Bereiche Health, in dem 10 Prozent der Unternehmen tätig sind und 15 Prozent des Umsatzes erwirtschaften. Dann folgt der Mobilitätsbereich mit neun Prozent der Unternehmen und einem Umsatzanteil von 14 Prozent.

Wirtschaftszweig KI

Vor allem die KI-Unternehmen ziehen die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich, die in den letzten Jahren sehr erfolgreich Venture Capital (VC) eingeworben haben. Außerdem haben die KI-Unternehmen dafür gesorgt, dass in Berlin ein auch im Vergleich mit Frankreich und Großbritannien deutlich über dem Durchschnitt liegendes VC-Engagement zu verzeichnen ist (6,4 Millionen Euro pro Unternehmen in Berlin-Brandenburg gegenüber 6,1 Millionen in Deutschland und 5,1 Millionen in Großbritannien). Dabei entfielen 70 Prozent des VC auf fünf Unternehmen. Von denen sind drei im Bereich Business Intelligence und Prozessmanagement tätig und zwei gehören dem Gesundheitsbereich an.

Diese fünf VC-finanzierten Unternehmen sind allerdings keine typischen Repräsentanten des Berliner KI-Bereiches. Insgesamt sind die Berliner KI-Unternehmen eher klein, was auch damit zu tun hat, dass sie sehr jung sind. Fast die Hälfte (49 Prozent) beschäftigen zwischen ein und zehn Mitarbeiter. Sie entwickeln vor allem wissensbasierte Expertensysteme (26 Prozent), Sprach- (21 Prozent) sowie bildverstehende Systeme (15 Prozent).

Prognosen und Voraussetzungen

Die Prognosen der Studie zur weiteren Umsatzentwicklung gehen zwar auseinander, je nachdem wie die Experten die allgemeine Entwicklung einschätzen. Alle stimmen aber darin überein, dass der Umsatz in diesem Bereich stetig anwachsen wird.

Darüber hinaus erfüllt Berlin-Brandenburg alle Voraussetzungen, um die Chancen zu nutzen. Die Region hat im KI-Bereich exzellente universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Diese beeinflussen die technologische Weiterentwicklung wesentlich. Außerdem sorgen die Forschungseinrichtungen für qualifizierte Hochschulabsolventen, die den Technologietransfer über Köpfe sicherstellen. Überdies sind sie wesentlich daran beteiligt, dass öffentliche Fördergelder in den Bereich fließen. 2017 waren es fast 20 Millionen Euro. (red)

 

China macht es vor, Berlin macht es nach: Die Hauptstadt soll künftig mit Elektrobussen ausgestattet werden

China ist zwar nicht auf dem neuesten Stand was die Technik im Straßenverkehr betrifft, dennoch sind sie der deutschen Hauptstadt in einem Punkt weit voraus: Rund 5.000 Elektrobusse sind auf Chinas Straßen unterwegs. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop besuchte während ihrer Delegationsreise die Stadt Peking, um sich genauer über die Thematik zu informieren. Dafür schaute sie sich am 18.04.2018 einen großen Betriebshof für Elektrobusse, Xiaoying Bus Terminal im Chaoyang Distrikt an.

China zeigt Ramona Pop wie das mit den Elektrobussen funktioniert

State Grid, dem gigantischen staatlichen Netzbetreiber, der für 80 Prozent der Energieversorgung von 1,3 Milliarden Chinesen zuständig ist, erklärte, dass im Xiaoying Bus Terminal die größte und leistungsfähige Ladestation der Welt vorhanden sei. 30 Busse der staatlichen Marke Foton, die mit Daimler kooperiert, können dort gleichzeitig aufgeladen werden. Das vollständige Aufladen beträgt nur 20 Minuten.

Die Crème de la Crème des Unternehmens Foton kamen zu dem Treffen mit der Senatorin. Begrüßt wurde Pop von Liang Zhaowen, Staatssekretär und eine wichtige Führungsposition der Foton-Nutzfahrzeugsparte. Auch Gary Gao, Foton-Manager, war anwesend. Voller Stolz präsentierten sie die Anlage, in der die ganzen Busse an den Ladesäulen zu finden waren. Insgesamt beläuft sich die Kapazität auf 360 Kilowatt. Laut mitgereister Energieexperten würde diese Menge für die Stadt Berlin nicht tragbar sein. Die Frage von Pop, wie stark die Leitung sei, die diese immense Strommenge zur Verfügung stellt, wurde leider nicht richtig beantwortet.

BVG will Elektrobusse auf Berlins Straßen bringen

BVG Chefin, Sigrid Nikutta und Senatorin Pop waren beide von der Vorstellung der Elektrobusse in Peking begeistert. Die rot-rot-grüne Koalition ist seit längerem versucht die Berliner Luft zu verbessern. Gleichzeitig würde dadurch der Lärmpegel auf den Straßen immens verringert werden. Eine erste Ausschreibung für 30 Elektrobusse wurde bereits durchgeführt. Zu einer Zusammenarbeit mit Foton kam es jedoch nicht. Laut Gao ist die Firma daran orientiert, ganze Lösungen zu finden und nicht vereinzelt Busse zu verteilen. Im Sommer 2018 sollen laut Nikutta die nächsten 30 Busse ausgeschrieben und die hauseigene Flotte soll somit stetig auf emissionsarme Antriebe umgestellt werden.

Hierzulande sind die Hersteller noch nicht wirklich überzeugt von den Elektrobussen. Es müsse noch viel erprobt und erforscht werden, bevor man sich an den Zahlen Pekings orientieren kann. Elektrobusse fungieren in Deutschland bisher lediglich als Modellprojekt. Bevor man sie bedenkenlos auf Deutschlands Straßen einsetzen darf, müssen diesbezüglich noch einige Technikfragen geklärt werden. (ls)

Eder Health Nutrition: 35 Jahre konsequente Qualitätssicherung

Klaus Eder – Pionier der Nahrungsergänzungsmittel

 

Nahrungsergänzungsmittel können sinnvoll sein, darin sind sich Ernährungsexperten einig. Auch wenn sie eine ausgewogene und gesunde Ernährung nicht ersetzen können, beugen sie etwaigen Mangelerscheinungen, die im hektischen Arbeitsalltag schnell auftreten können, vor. Besondere Personengruppen wie zum Beispiel Sportler, müssen auf das Ausgleichen Ihres Nährstoffhaushalts achten. Dabei gilt es jedoch, den Gehalt an Nährstoffen und den Ursprung der Inhaltsstoffe genau zu prüfen. Leider gibt es immer noch viele Anbieter, die dabei durch den Qualitätsscheck fallen. Wenn laute Marketingkampagnen die Qualität der Wirkstoffe überlagern, dann sollte man aufhorchen.

Ein Hersteller, der zu den Pionieren auf diesem Gebiet zählt, hat sich in den 35 Jahren seiner Unternehmensgeschichte konsequent der Qualitätssicherung der Wirkstoffe verschrieben. Eder Health Nutrition zählt zu den Marktführern auf dem Gebiet der Sporternährung und Nahrungsergänzung und wird heute längst nicht mehr nur von Sportlern genutzt. Jeder möchte sich heute, wenn möglich mit wenig Zeitaufwand, ausgewogen ernähren und die eigene Gesundheit bewusst fördern und stärken.

In Zusammenarbeit mit namhaften Wissenschaftlern und deutschen Universitäten entstand seit der Firmengründung 1983 eine beeindruckende innovative Produktpalette, die den Sektor der Sporternährung revolutioniert hat. Das gesamte Sortiment umfasst mittlerweile über 200 Artikel, die alle auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand und als ineinandergreifendes Sporternährungskonzept zu verstehen sind. Darunter finden sich Kapseln, verschiedene trinkfertige Darreichungsformen, Pulver sowie verzehrfertige Riegel.

Firmengründer Klaus Eder ist in der Sport- und Leistungsmedizin verwurzelt

Möglich wurde dies vor allem durch den Firmengründer Klaus Eder, der sich bereits in seinem Studium der Sportwissenschaften an der Universität Freiburg intensiv mit biochemischen Fragestellungen beschäftigte. Eine umfangreiche Fachkompetenz erwarb er vor allem durch die Zusammenarbeit mit dem international beachteten und herausragenden Experten am Institut für Sport- und Leistungsmedizin der Universität Freiburg, Dr. rer. nat Georg Haralambie. Mit ihm zusammen veröffentlichte Klaus Eder mehrere wissenschaftliche Arbeiten, die für die damalige Zeit bahnbrechend waren.

Klaus Eder gut gelaunt beim Interview | Foto: Eder Health Nutrition

Klaus Eder gut gelaunt beim Interview | Foto: Eder Health Nutrition

„Als ehemaliger Leistungssportler im Handball und Schwimmen wusste ich aus eigener Erfahrung um die Notwendigkeit einer sportartspezifischen Ernährung in Verbindung mit gezielt verabreichten Nahrungsergänzungsprodukten. Die Summe aus Erfahrung, Fachkompetenz und persönlichem Engagement machte meine Produkte zu einer Referenz auf dem Gebiet der Sporternährung und Nahrungsergänzung“, sagt Eder über seine Motivation und seinen Erfolg.

Qualitätsprüfung ist das oberste Gebot

Letzterer basiert vor allem auf der strengen Qualitätsprüfung, die jeder Rohstoff, der für Eder Produkte verwendet wird, durchlaufen muss und in dem Verständnis dafür, die einzelnen Rohstoffe in guten Kombinationen zusammenzusetzen. Klaus Eder verbürgt sich dafür, dass seine Sport- und Nahrungsergänzungsprodukte auf der Grundlage fortlaufend neuester Erkenntnisse und ständiger wissenschaftlicher Kontrolle basieren: „Für unser gesamtes Artikelsortiment werden nur die besten Rohstoffe verwendet, die durch eine hohe Bioverträglichkeit vom Körper zu annähernd 100 Prozent aufgenommen werden können. Ich habe einen kompromisslosen Qualitätsanspruch und möchte meinen langjährigen Kunden auch weiterhin die effizientesten, effektivsten und richtungsweisendsten Produkte zur Verfügung stellen.“

Als Sicherheit, insbesondere für die Kunden mit berufssportlichem Hintergrund, erfolgt eine Zertifizierung durch Dopinglabore. Basierend auf den WADA-Regularien werden die Produkte dabei auf verbotene Substanzen hin überprüft. Die Zertifizierung, die regelmäßig durch gutachterliche Prüfung erneuert wird, bestätigt, dass keine Substanzen verarbeitet werden, die nach aktuellem Stand in den international verbindlichen Dopinglisten enthalten sind. So besagt zum Beispiel eine Analyse der Deutschen Sporthochschule Köln, dass weder im Mineraldrink Light Blutorange noch in den Ampullen Aminofit 8000 liquid, Substanzen wie z.B. Testosteron, die als anabol-androgene Steroide bezeichnet werden, nachgewiesen werden konnten. „Für Spitzensportler ist es wichtig, dass die Nahrungsergänzungsmittel die sie zu sich nehmen von sehr hoher Qualität und nicht verseucht sind“, sagt Prof. Dr. Gollhofer, Direktor des Instituts für Sportwissenschaften in Freiburg, „Die strengen Dopingkontrollen will jeder Sportler bestehen und nicht wegen seiner Nahrungsergänzungsmittel in den falschen Verdacht des Dopings kommen. Eder Produkte bieten die WADA Zertifizierung seit jeher und die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe wird regelmäßig den aktuellen Regularien angepasst.“

Referenzkunden in allen Bereichen des Erstligasports

Die Liste der Referenzkunden ist beeindruckend: Sowohl die Adler Mannheims, der amtierende deutsche Meister im Eishockey Red Bull München, der TSG 1899 Hoffenheim, der VFB Stuttgart, der Deutsche Skiverband, das männliche Davis Cup Team Spanien als auch Rafael Nadal und viele andere internationale Spitzenmannschaften und -verbände greifen aus Überzeugung auf Eders Produkte zurück. Diese werden übrigens zu 80% in Deutschland und Belgien hergestellt. Auch aus Gründen der Ökologie. Exportiert wird dagegen bereits nach Australien, Hongkong, Taiwan, USA und in die Vereinigten Arabischen Emirate sowie in fast alle Länder der EU und Russland.

Besonders beliebt bei den Kunden sind die Eder Ampullen. Sie sind in dieser trinkfertigen Form einzigartig auf dem Markt und bilden das Alleinstellungsmerkmal des Traditionsunternehmens. Weder auf dem deutschen noch auf dem internationalen Markt gibt es ein in der Zusammensetzung annähernd vergleichbares Produkt. Die Ampullen sind leicht zu handeln und liefern aufgrund der hohen Konzentration der Inhaltsstoffe eine effiziente Wirkung.  Sie gehören zu den Longsellern der Eder Produktpalette, die auch bei Sportlern und Trainern international zum Einsatz kommen.

So fördern die Aminofit Ampullen mit 100% freien Aminosäuren und Vitaminen die Proteinsynthese, den Energiestoffwechsel und die mentale Leistung und psychische Belastbarkeit. Zudem werden die Regeneration und ein stabiles Immunsystem unterstützt. Magnefit liquid dagegen dient der zuverlässigen Sicherung und Wiederherstellung des Magnesium- und Kaliumbestandes in den Muskelzellen und trägt so nach einer Störung des intrazellulären Elektrolytstatus zu einer normalen Muskel- und Nervenfunktion bei.

„Beste Qualität Weltweit auf dem Markt“

Ein besonders von den Ampullen überzeugter Kunde ist Arno Balk, Dipl. Sportlehrer, Sportphysiotherapeut und Buchautor: „Seit über 30 Jahren beziehe ich Carnimixx, Aminofit und Magnefit liquid von Eder und bin überzeugt, dass die Produkte die beste Qualität auf dem weltweiten Markt haben. Für die hohe Qualität und die sinnvolle Zusammensetzung bin ich gerne bereit einen höheren Preis zu zahlen. Auf einer Skala von 1 bis 10 würde ich Klaus Eder eine 11 geben. Es entsprach nie seiner Philosophie das wirtschaftliche vor das wissenschaftliche Argument zu stellen. Deshalb kann ich den Eder Produkten vertrauen.“

Ohne Eder würde es heute keine Mineraldrinks geben

Ein weiterer Verkaufsklassiker ist der Mineraldrink light, ein Nahrungsergänzungsmittel zum Ersatz von Flüssigkeit, Mineralstoffen und Vitaminen insbesondere bei Sportlern. Er wurde Anfang der 70er Jahre anhand langjähriger sportmedizinischer Erfahrung entwickelt und wird im nationalen und internationalen Bereich des Spitzensports geschätzt und erfolgreich eingesetzt. Eder hat den Begriff Mineraldrink sogar ursprünglich geprägt und eingeführt.

Sportler erhöhen damit insbesondere nach großem Schweißverlust ihre Leistungsfähigkeit und verkürzen zudem die Regenerationsphase. Der hypotonische Drink wird vom Körper noch schneller aufgenommen als andere marktgängige isotonische Getränke. Rudi Fritsch, Ex-Bundesliga Handball Trainer und selbst ehemaliger Sportler, sagt zum Mineraldrink: „Die Eder Produkte sind sehr gut, insbesondere aufgrund ihres wissenschaftlichen Hintergrundes. Ich kann den Nutzen für Profisportler nach über 30jähriger Anwendung ohne Einschränkungen bestätigen.“

Ebenfalls einzigartig ist der Einsatz von Guarana sowohl in Einzelkapseln als auch in den Trinkampullen von Eder. Guarana ist eine Schlingpflanze aus dem brasilianischen Urwald und enthält in ihren Samen eine anregende und ausdauerfördernde Substanz. Unter den brasilianischen Ureinwohnern wird die Substanz seit Jahrhunderten als Genuss und Stärkungsmittel für hohe Ausdauerbelastungen verwendet. Der Hauptwirkstoff „Guaranin“ wurde 1926 als eine mit dem Koffein eng verwandte Substanz identifiziert, wobei der Gehalt in Guaranasamen wesentlich höher ist, als der von Koffein in einer Kaffeebohne, nämlich ca. drei bis sechs Prozent in der Trockensubstanz. Allerdings wirkt Guarana viel sanfter und anhaltender als Koffein, denn das Guaranin ist an den Ballaststoffen der Guaranasamen gebunden und wird somit verzögert im Darm freigesetzt. Zudem belastet es, anders als bei Koffein, weder Herz noch Kreislauf. Guarana hat insgesamt viele gute Eigenschaften, die sich ideal in der Sport- und Fitnessernährung verwenden lassen: Es macht munter und fördert die ausdauernde körperliche Leistungsbereitschaft, mindert das Hungergefühl und somit das Verlangen nach Aufnahme von Kohlenhydraten und trainiert den Fettstoffwechsel.

Bei Klaus Eder wurde der Berufsethos zum Markenzeichen

Klaus Eder‘s Berufsethos wird von vielen langjährigen Wegbegleitern bewundert. So auch Dr. med Rudolf Ziegler, Sport- und Ernährungsmediziner, der Klaus Eder seit über 25 Jahren kennt: „Nur Produkte, die den hohen Ansprüchen der Sportmedizin und aktuellsten ernährungsphysiologischen Erkenntnissen entsprechen, werden von Klaus Eder auf den Markt gebracht. Seine Selbstverpflichtung zu innovativen, zeitgemäßen, gut bioverträglichen und nur aus besten Rohstoffen bestehenden Produkte, resultiert aus eigenen Erfahrungen und einem gewachsenen Kompetenznetzwerk. Sportler suchen heutzutage nach Möglichkeiten ihre Gesundheit zu stabilisieren, ihre Ernährung zu optimieren sowie Krankheiten und Verletzungsrisiken zu vermeiden. Die Produktpalette von Eder bietet hier für jeden Bereich ein sehr gutes Produkt. Die Zusammensetzung nach wissenschaftlichen Kriterien unterscheidet sich dabei wohlwollend von reinen Marketingprodukten. Wohl auch ein Grund, warum es Eder Health Nutrition nun seit 35 Jahren gibt.“

Trotz der langjährigen Tradition und den verlässlichen Produktklassikern, wird die Innovation bei Eder nicht vernachlässigt. Nach wie vor befinden sich stets vier bis fünf neue Produkte in der Innovationspipeline. Es sind immer Produkte, die Bereiche aus aktuellen wissenschaftlichen Diskussionen abdecken.

 

Benchmark made by Eder Health Nutrition: Der erste Eiweiß-Drink in der Flasche auf dem deutschen Markt ist eine der frühen Innovationen des Unternehmens. Das Produkt kommt aus der klinischen Forschung und ist ein Mahlzeitersatz für jeden. | Foto: Eder Health Nutrition

Benchmark made by Eder Health Nutrition: Der erste Eiweiß-Drink in der Flasche auf dem deutschen Markt ist eine der frühen Innovationen des Unternehmens. Das Produkt kommt aus der klinischen Forschung und ist ein Mahlzeitersatz für jeden. | Foto: Eder Health Nutrition

 

Bei Eder Health Nutrition kommt es nicht auf die Verpackung, sondern auf den Inhalt an. Das Verpackungsdesign setzt auf Information und nicht auf Blendung. So wirken die Produkte fast ein bisschen Retro, was auch schon wieder seinen Charme hat. Modeerscheinungen haben Klaus Eder nie interessiert, er ist ein Überzeugungstäter, dem man die Botschaft abnimmt: Nahrungsergänzungsmittel sind eine sinnvolle Alternative zur Aufbesserung und zum Ausgleich des Vitamin- und Mineralienhaushalts des Körpers, insbesondere bei starken Belastungen in Beruf und Sport.

Die „alte“ Garde der Ernährungswissenschaftler verteufelt Nahrungsergänzungsmittel – zu unrecht

Dies bestätigt auch Friedrich Reuß, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für diätetische Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel und Sportlernahrung: „Es gibt viele Ernährungswissenschaftler der „alten Garde“, die behaupten, dass die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sinnlos sei und insbesondere in Deutschland kein Mangel durch die Ernährung entstünde. Diese Behauptung berücksichtigt allerdings nicht die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, nach denen Mangelerscheinungen durchaus auftreten und krankmachen. Jeder jenseits der 30 sollte Nahrungsergänzungsmittel nehmen, sofern er nicht sicher alle Mineralstoffe und Vitamine über die Ernährung aufnimmt.“

Mehrfach hat Klaus Eder Übernahmeangebote von Käufern, darunter auch Lebensmittelkonzerne, zurückgewiesen. Sie haben schlicht seinen Qualitätsansprüchen nicht genügt. Stattdessen hat er seine Produkte stetig weiterentwickelt und qualifiziert. Er gilt in der Branche als der Unbestechliche, der Ehrliche, der sein Geschäftsmodell immer auf Vertrauen begründet hat. Unabhängig von Modeerscheinungen sind die Produkte von Eder Longseller, bei denen die Inhalte wichtiger sind als die Verpackung oder das Marketing. (uc)

Puppen sind für alle da – Stiftung Bildung wehrt sich gegen Geschlechterklischees

Was genau ist Partizipation und wie wird sie im Alltag angewendet? Die Stiftung Bildung veranstaltet am 19. April 2018 einen Tag der Offenen Tür im Rahmen der Stiftungswoche Berlin. „Wir bestimmen unsere Zukunft“ ist das Motto, unter dem den Besuchern gezeigt wird, wie die Arbeit der Stiftung Bildung funktioniert, welche Projekte in Planung sind und wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Partizipation in den Alltag integrieren. Ein wichtiges Thema ist vor allem den Geschlechterklischees entgegen zu wirken und in der Förderung mehr auf die Individuen als auf die Geschlechter einzugehen.

 „Vereint für gute Kita und Schule“ – Der Förderpreis 2018 geht an Projekte die frei von Geschlechterklischees sind

Parallel zur Stiftungswoche lädt Berlin am 26. April 2018 zum diesjährigen Girls‘ Day ein. Geprägt ist dieser Tag vor allem dadurch, dass Mädchen in frauenuntypische und Jungen in männeruntypische Berufe blicken können. Passend dazu unterstützt die Stiftung Berlin mit dem Förderpreis 2018 „Vereint für gute Kita und Schule“ Projekte, die frei von Geschlechterklischees sind.

Auch Jungs dürfen mit Puppen spielen und Mädchen sich für Fußball interessieren. Diese Ansicht teilt auch die Stiftung Bildung. Der diesjährige Förderpreis geht an drei Projekte, die junge Menschen dazu ermutigen, ihre persönlichen Neigungen und Talente – frei von Geschlechterrollen –  auszuleben. Insgesamt ist der Preis mit 15.000 Euro dotiert. Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten jeweils 5.000 Euro, die sie frei einsetzen können. Bewerben können sich Schul- und Kitafördervereine, die ein Projekt initiiert haben, das die Bildung fernab von Geschlechterklischees fördert. Ziel ist es, dass die gesellschaftlich verankerten Geschlechterstereotypen in Zukunft keinen oder zumindest weniger Einfluss in der frühkindlichen Entwicklung haben.

 

Puppen sind für alle da – Stiftung Bildung wehrt sich gegen Geschlechterklischees|Foto:Pixaybay

Puppen sind für alle da – Stiftung Bildung wehrt sich gegen Geschlechterklischees   | Foto : Pixaybay

 

Frauen gehören hinter den Herd und Männer bringen das Geld nach Hause – Wie sehr haben sich die Geschlechterklischees in den Köpfen der Gesellschaft wirklich verändert?

Es mag den Anschein haben, dass sich die Menschheit stetig weiter entwickelt. In den meisten Teilen der Welt dürfen Frauen wählen gehen, einen Beruf ausüben ohne ihren Mann um Erlaubnis zu bitten und Männer können ihre sensible Seite, um einiges offener kundtun, als noch vor einigen Jahren. Allerdings ist die Emanzipation in vielen Köpfen noch nicht wirklich angekommen. Eine Studie der William Paterson University in Wayne, New Jersey kam zu dem Ergebnis, dass sich die typischen Rollenklischees kaum geändert haben.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hatten im Jahr 2014 rund 200 Probanden einen Geschlechterstereotyptest unterzogen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus New Jersey mussten einschätzen, mit welcher Wahrscheinlichkeit Frauen und Männer diverse Verhaltensmerkmale aufweisen würden. Die Ergebnisse verglichen die Forscher mit dem Geschlechterstereotyptest aus dem Jahr 1983. Damals wurden 195 Studenten exakt die gleichen Fragen gestellt. Das Resultat: Knapp 20 Jahre später waren die Probanden noch gleichermaßen stark von den Geschlechterklischees überzeugt. Das Klischeedenken über die Frauenrolle hat sich sogar verstärkt.

Ohne Arme keine Kekse

Es steht außer Frage, dass in unserer Gesellschaft keine reine Gleichberechtigung herrscht. Trotz der Studie und einigen deutlichen Unterschieden zwischen Frauen und Männern wie  zum Beispiel in den Bereichen Sport, Arbeitswelt oder im Bildungssektor hat sich in den letzten Jahren ein großer Wandel getan. Wer allerdings eine Gesellschaft mit völliger Gleichberechtigung anstrebt, muss den Worten Taten folgen lassen. Die Förderung der Stiftung Bildung geht mit gutem Beispiel voran dafür Sorge zu tragen, dass der Rollenunterschied in Zukunft nur noch ein semi-relevanter Faktor sein wird. (ls)

Nahrungsergänzungsmittel – Sinnvolle Ergänzung für einen gesunden Lebensstil

Gerade jetzt zum Jahreswechsel hat man sie häufig gegeben und bekommen: Die besten Wünsche für ein gesundes neues Jahr. Denn genau das ist es, was sich die meisten Menschen wünschen: Ein gesundes langes Leben. Leider ist es mit den Wünschen nicht getan, ein gesunder Lebensstil muss aktiv verfolgt werden. Doch wie genau funktioniert das? Welche Rolle spielt gesunde Ernährung? Sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll als Ergänzung einer gesunden Ernährung?  Wie äußern sich Experten zu diesen Themen? Die BERLINboxx Redaktion hat recherchiert.

Gesunde Ernährung ist Prävention und Therapie zugleich

Die Experten weltweit sind sich einig darüber, dass gesunde Ernährung ein bedeutender Bestandteil eines langen und gesunden Lebens ist. Darauf Wert zu legen erscheint also sinnvoll, aber was genau gilt es zu beachten? In einem Interview mit der BERLINboxx riet Prof. Dr. Wechsler, Präsident des Bundesverbands Deutscher Ernährungsmediziner e.V., im Hinblick auf eine gesunde Ernährung:

  • Man solle im unterkalorischen Bereich bleiben, das heißt weniger Kalorien zu sich nehmen als nötig. Dadurch vermeide man Übergewicht.
  • Es sollten möglichst pflanzliche und tierische Eiweiße gemischt konsumiert werden.
  • Fette, vor allem ungesättigte, sind wichtig, sollten aber sparsam konsumiert werden.
  • Zucker, noch gefährlicher für die Gesundheit als Fette, sollte möglichst vermieden werden. Obstzucker sollte vorsichtig genossen werden, Kartoffeln und Nudeln seien erlaubt.
  • Ballaststoffe und Probiotika sind gut und wichtig.
  • Alkohol gehört nicht zum Ernährungsplan.

Wer diese Punkte in seinem Lebensstil beachtet, senke sich laut Prof. Dr. Wechsler das Risiko an Krebs zu erkranken um 50 Prozent. Er bezog sich dabei auf die Ergebnisse der EPIC Studie des German Cancer Research Center.

Schädliche Lebensmittel wie Zucker oder gesättigte Fettsäuren zu meiden ist das eine. Das andere ist, gezielt zu gesunden Lebensmitteln zu greifen. Dazu zählen vor allem Obst und Gemüse, die essenzielle Vitalstoffe sowie der Gesundheit zuträgliche sekundäre Pflanzenstoffe liefern. Vitamine und Mineralstoffe sind lebensnotwendig und müssen dem Körper regelmäßig über die Nahrung zugeführt werden, da er sie, bis auf wenige Ausnahmen, nicht selbst synthetisieren kann.

Eine gesunde, den Menschen mit allen wichtigen Nährstoffen versorgende Ernährung ist tatsächlich einer der wichtigsten Faktoren für einen gesunden Lebensstil und zugleich Prävention und Therapie.

Bewegung unterstützt die gesunde Ernährung

Um einen gesunden Lifestyle zu praktizieren, ist zudem auch ein gesundes Maß an Bewegung unerlässlich. Prof. Dr. Wechsler rät zum Beispiel jeden Tag 7 km zu gehen. Denn Fitness ist eine tragende Säule der Gesundheit. Die meisten Fitnesstracker empfehlen täglich 10.000 Schritte zurückzulegen. Wichtig ist – wie auch bei der gesunden Ernährung – auch hier die Regelmäßigkeit der Aktivität. Sport und Bewegung können zudem dazu genutzt werden, um übermäßig konsumierte Kalorien wieder zu verbrennen. Dabei spielt es übrigens keine Rolle, ob man alt oder jung, dick oder dünn, gesund oder krank ist. Bewegung hat einen positiven Effekt auf jeden. Auch für die gesunde Verdauung ist Bewegung bekanntlich förderlich.

Gesund leben: Einfache Formel – schwierige Umsetzung

Alles in allem erscheint es in der Theorie doch recht einfach, einen gesunden Lebensstil zu führen. In der Realität sieht es allerdings häufig so aus: Nach einem stressigen Tag im Büro bleibt weder Zeit noch Kraft fürs Joggen oder Kochen. So folgert auch Dr. med Sven Werchan in einer Studie auf nem-ev.de:„Wer sich an die offiziellen Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung hält, der braucht keine zusätzliche Vitaminversorgung. Viele Menschen wissen das – sehr viel weniger Menschen halten sich daran.“

Insbesondere bei der Ernährung erscheint es also hilfreich, etwaig auftretende Mangelerscheinungen aufgrund einseitiger oder falscher Ernährungsweisen auszugleichen. Bleibt keine Zeit für ausgewogene Mahlzeiten und den Verzehr frischer Zustaten, kann auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgegriffen werden. Mittlerweile gelten Nahrungsergänzungen sogar als hip. In der Health Style Community jedenfalls gehören die Vitaminpillen am Morgen oder der vegane Eiweißshake nach dem Workout einfach zum täglich Brot. Doch auch in anderen Gesellschaftsschichten, etwa bei Rentnern, Schwangeren oder Studenten nimmt das Interesse an Nahrungsergänzungen zu, um Vitalstoffdefizite zu vermeiden.

Wie Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll für die Ernährung sein können

In Drogerien und Apotheken finden sich viele sinnvolle wie sinnlose Nahrungsergänzungsmittel, die einzelne oder gemischte Vitamine, Mineralien, Omega 3 Fettsäuren oder Spurenelemente enthalten. Um in der Masse des Angebots navigieren zu können, sollte man wissen, welche Vitalstoffe für welche Funktionen im Körper wichtig sind.

Tabelle Vitalstoffe: Das ist wichtig für den Körper

Vitalstoff Versorgt was Wichtig bei
Vitamin A (Retinol) Haut

Zähne

Zahnfleisch

Haare

Augen bzw. Sehkraft

Zellen

Hoher körperlicher Belastung

Schwangerschaft

Stillzeit

Infektionskrankheiten

Starker Umweltbelastung

Starker Sonnenstrahlenbelastung

Vitamin B1 (Thiamin) Herz

Nervensystem

Gehirn

Verdauung

Hoher körperlicher Belastung

Schwangerschaft

Stillzeit

Konsum von vielen Kohlenhydraten

Vitamin B2 (Riboflavin) Muskeln

Hormonproduktion

Stoffwechsel

Energiehaushalt

Zellen

Haut

Hoher körperlicher Belastung

Fiebererkrankung

Schwangerschaft

Stillzeit

 

Vitamin B6 (Prydoxin) Aminosäurenproduktion

Blutbildung

Immunsystem

Blutzuckerspiegel

Magen

Nervensystem

Hoher körperlicher Belastung

Wachstum

Einnahme der Pille

Schwangerschaft

Stillzeit

 

Vitamin B12 (Cobalamin) Blutbildung

Wachstum

Nervenkostüm

Energiestoffwechsel

Knochen

Muskeln

Hohem Blutverlust
Vitamin C (L-Ascorbinsäure) Immunsystem

Zellen

Nervensystem

Energiestoffwechsel

Zellen

Hoher körperlicher Belastung

Infekten

Schwangerschaft

Stillzeit

Schilddrüsenüberfunktion

Postoperativer Behandlung

Vitamin D (Calciferol) Knochen

Zähne

Muskeln

Nervenkostüm

Menopause

Wachstum

Schwangerschaft

Stillzeit

Vitamin E (Tocopherol) Zellen

Fortpflanzungsorgane

Muskeln

Hoher körperlicher Belastung

Postoperativer Behandlung

Vitamin K1 (Phyllochinon) Blutgerinnung

Wunden

Kochen

Vitalfunktionen

Säuglingen

Osteoporose

Vitamin H (Biotin) Haut

Haare

Fingernägel

Nervenkostüm

Darmflora

Blutzuckerregulierung

Spröden Haaren

Brüchigen Fingernägeln

 

Vitamin B9 (Folsäure) Nervenkostüm

Zellen

Magen-Darm-Trakt

Leber

Blutbildung

Postoperativer Behandlung

Blutverlust

Schwangerschaft

Stillzeit

Nikotinkonsum

Vitamin B3 (Niacin) Nervensystem

Energiestoffwechsel

Blut

Hoher körperlicher Belastung

Verdauungsstörungen

Fiebererkrankung

Vitamin B5 (Pantothensäure) Immunsystem

Hormonhaushalt

Energiestoffwechsel

Haut

Haare

Medikamenteneinnahme

Stress

Quelle: https://www.nem-ev.de/assets/Uploads/vitalstoftabelle.pdf

Nahrungsergänzungsmittel leisten einen Beitrag zur Bedarfsdeckung

Wie bereits oben erwähnt, sollte eine ausgewogene Ernährung dazu führen, dass im Körper kein Mangel dieser Mikronährstoffe entsteht. Man geht in Mitteleuropa zum Beispiel davon aus, dass der Bedarf an Biotin – dem sogenannten Schönheitsvitamin, das von Frauen gerne für Haut & Haare eingenommen wird – vollständig durch die normale Ernährung gedeckt ist. Anders sieht es zum Beispiel bei Vitamin D aus. Dies wird im Körper gebildet, wenn die Sonne auf die nackte Haut scheint. Da der durchschnittliche Deutsche sich aufs Jahr gesehen aber eher selten wenig bekleidet dem Sonnenlicht aussetzt, kann man hier davon ausgehen, dass ein Mangel besteht. So sieht es auch Prof. Dr. Wechsler: „An Vitamin D haben wir alle einen Mangel und können diesen auch nicht durch die Nahrung ausgleichen. Hier ist es ratsam, ein gutes und natürliches Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen.“

Nahrungsergänzungen können und sollen eine ausgewogene und gesunde Ernährung nicht ersetzen. Allerdings können Sie einen wichtigen Beitrag leisten, dass es nicht zu einer Unterversorgung kommt – vor allem wenn ein erhöhter Bedarf besteht, wie dies bei Schwangeren, Rauchern oder anderen Personengruppen der Fall sein kann. Bekannt ist z. B., dass schwangere Frauen nicht nur den eigenen Körper, sondern gleichzeitig auch ihr Baby mit Vitalstoffen versorgen müssen, und deshalb ein Nahrungsergänzungsmittel u. a. mit Folsäure zu sich nehmen sollten. Bei Veganern ist die Problematik auch immer wieder ein Thema, da manche Vitamine natürlich vornehmlich in tierischen Lebensmitteln vorkommen. Das betrifft z. B. Vitamine des B-Komplexes und insbesondere einen Vitamin B12-Mangel.

Synthetisch hergestellte Vitamine versus natürliche Vitamine

Hier scheint ein weiterer wichtiger Schlüsselfaktor aufgeworfen zu sein: Die herkömmlichen Nahrungsergänzungsmittel bestehen zumeist aus synthetisch hergestellten Vitaminen. Die Verdauung des Menschen hat sich jedoch über Millionen von Jahren an die Verwertung natürlicher Nahrung angepasst. Der Körper kann durchaus zwischen natürlichen und künstlichen Stoffen unterscheiden. Dabei spielen zum einen die chemischen Strukturformeln eine Rolle, wie dies beim Unterschied von synthetischem und natürlichem Vitamin E der Fall ist, wobei der Körper das natürliche Vitamin E bevorzugt. Forscher diskutieren sogar, inwieweit künstliche Vitamine – im Gegensatz zu Vitaminen aus pflanzlichen Präparaten – dem Körper evtl. mehr schaden als dienen. Dazu gibt es allerdings noch keine vorherrschende Expertenmeinung.

Ein weiterer Unterschied findet sich in der sogenannten Bioverfügbarkeit, also dem Grad, wie die Vitamine vom Körper verwertet werden können. Dabei spielen häufig Stoffe eine Rolle, mit denen die Vitamine in Lebensmitteln in der Natur zusammen vorkommen. Das können z. B. sekundäre Pflanzenstoffe wie Bioflavonoide sein, die die Verfügbarkeit von Vitamin C erhöhen. Daher greifen auch immer mehr Verbraucher für ihren gesunden Lebensstil auf natürliches Vitamin C, z. B. aus Acerola, zurück, anstelle von synthetisch hergestellter Ascorbinsäure.

Längst gibt es Präparate am Markt, die ganz systematisch auf die Natürlichkeit der Inhaltsstoffe achten. Dies äußert sich dann allerdings auch im Preis. Hochwertige natürliche Zutaten, die nach ökologischen oder gar biologischen Standards angebaut wurden, sind teurer. Als Klassiker ist hier Nutrilite zu nennen und als relativ neu am Markt Veluvia. Nutrilite bietet mit dem Produkt Cal Mag D Plus eine Nährstoffkombination von Vitamin D3, Calcium und Magnesium an. Eine Tablette deckt dabei den Tagesbedarf um 67%. Veluvia bietet ebenfalls ein natürliches Kombinationsprodukt mit dem Namen cell an, welches u. a. Vitamin D3, K und Folsäure enthält. Die Tagesportion deckt den Bedarf an diesen Vitaminen zu 100%. Das Beeindruckende an dieser Nahrungsergänzung ist die vielfältige Kombination natürlicher Zutaten, die neben Vitaminen wie Vitamin E aus pflanzlicher Quelle etliche wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe liefert sowie das natürlich in der Haut und dem Bindegewebe vorkommene Hyaluron, das in der Beauty-Industrie geradezu einen Hype erfährt.

Dass natürliche Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sind, beschreibt auch Prof. Dr. med. Zänker, seit 1987 Universitätsprofessor für Immunologie und Experimentelle Onkologie an der Universität Witten/Herdecke, in einem Interview mit der NK-Zeitung. Hilfreich seien Nahrungsergänzungsmittel, die aus natürlichen Substanzen bestehen, für den Verbraucher vor allem durch ihre Berechenbarkeit. Denn ihre gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe seien hinreichend definiert und ihre ernährungswissenschaftliche Wertigkeit beschreibbar. Zudem böten Nahrungsergänzungsmittel durch geeignete Darreichungsform eine leichte Integrierung in den Ernährungsalltag.

Natürliche Vitamine – Der große Nahrungsergänzungsmittel Trend

Hier scheint man am Kern der Sache angelangt zu sein. Auf gutes Essen sollte nicht verzichtet werden, aber eben auch nicht auf eine ausreichende Vitaminversorgung des Körpers. Nahrungsergänzungsmittel können hier wie der Name es sagt, ergänzend, eine nützliche Funktion einnehmen. Sie sind vor allem dann sinnvoll, wenn aufgrund mangelnder Zeit nur diese Option bleibt und die Inhaltsstoffe natürlichen Ursprungs sind sowie auf künstliche Zusätze verzichtet wird. Während es früher als besonders effektiv galt, hochdosierte Vitaminpräparate zu verwenden, empfehlen immer mehr Fachleute, natürliche Nahrungsergänzungsmittel zu verwenden. Aufgrund der Zusammensetzung kommen diese mit geringeren Vitalstoffmengen aus und können zudem wichtige Pflanzenstoffe enthalten, die nicht nur die Bioverfügbarkeit erhöhen oder die Verträglichkeit beeinflussen können, sondern u. U. weitere Vorteile für den gesunden Lebensstil versprechen – etwa als Radikalfänger. Der Trend geht weg davon, die empfohlenen Referenzmengen undifferenziert um das x-fache zu überschreiten. Als State-of-the-art hingegen gelten Vitalstoff-Mischungen, die aus verschiedenen Pflanzenpulvern und Extrakten kombiniert sind und deren Herstellung eine schonende Behandlung der wertvollen Rohstoffe gewährleistet. Wer darauf beim Kauf achtet, ist sicher gut beraten. (uc)

Übergewicht: Folgen – Ist Dicksein wirklich gefährlich?

Die Ursachen für die Entstehung von Übergewicht sind vielschichtig und betreffen den großen Teil der deutschen Bevölkerung. Insbesondere bei Kindern und jungen Menschen ist der Anteil der Fettleibigen in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen. Lesen Sie hier den zweiten Teil unserer Artikelserie mit dem Thema Übergewicht: Folgen – Ist Dicksein wirklich gefährlich?

Übergewicht: Folgen sind gravierend

Die Belastung des Körpers durch Übergewicht bzw. einen hohen Körperfettanteil ist enorm. Die Entstehung von unterschiedlichsten Krankheitsbildern wird durch Übergewicht erwiesenermaßen begünstigt. Folgeerkrankungen von Übergewicht und Adipositas können sein:

  • Diabetes
  • Bluthochdruck
  • Funktionsstörung der Gallenblase und des Stoffwechsels
  • Schlafapnoe (Aussetzen der Atmung während des Schlafens) bzw. Atembeschwerden
  • Arthrose
  • Gicht
  • Herz-Rhythmus-Störungen
  • Krebs (Gebärmutter-, Brust-, Gebärmutterhals-, Prostata- und Gallenblasenkarzinom)
  • Gelenk- und Rückenschmerzen
  • Sexualhormonstörungen

Zusätzlich zu den genannten Krankheiten erhöht Fettleibigkeit die Thrombose- und Emboliegefahr, wodurch auch negative Folgen in Hinblick auf Operationen und Narkosen entstehen können. Übergewichtige sind zudem meist weniger belastbar, geraten schneller außer Atem und neigen zu starkem Schwitzen.

Folgen von Übergewicht auf psychosozialer Ebene

Die Auswirkungen von Übergewicht folgen keinem generellen Schema, allerdings betreffen sie für gewöhnlich nicht nur den Körper an sich, sondern ebenso die seelische Verfassung und das gesellschaftliche Leben. Die Folgen von Übergewicht für die psychische Gesundheit sowie für für die soziale Anerkennung sind gravierend, auch wenn die Betroffenen diese leichter nach außen verbergen bzw. herunterspielen können. Dabei werden sie in der Regel lange vor den Folgen für die körperliche Gesundheit spürbar. Denn Probleme wie eine zunehmende Gefäßverkalkung bleiben bis zu einem gewissen Grad symptomfrei, gleichwohl sie schon einen bedenklichen Status erreicht und u. U. sogar irreversiebel sind.

Da Fettleibigkeit nicht dem gängigen westlichen Schönheitsideal entspricht, führt sie häufig zu einer sozialen Ausgrenzung der betroffenen Person. Dadurch werden Depressionen und ein vermindertes Selbstwertgefühl begünstigt. Diese psychosozialen Folgen von Übergewicht bilden einen verhängnisvollen Kreislauf, denn sie werden häufig mit dem Konsum von Nahrung kompensiert. Diese wird als Seelentröster im Übermaß konsumiert und hat die weitere Zunahme von Gewicht zur Folge.

Zudem ist die körperliche Fitness durch Übergewicht meist stark eingeschränkt, worunter nicht nur etwa Körper und Stoffwechsel leiden, sondern wodurch die Lebensqualität in vielen Bereichen sinkt. Wer weniger leisten kann, ist weniger Wert. Und weniger flexibel. Das gilt auch für körperliche Herausforderungen und macht Übergewichtigen insbesondere bei der Ausdauer im Alltag zu schaffen. So können selbst Routinetätigkeiten wie das Treppensteigen mit Übergewicht zur Last werden. Die seelische Belastung wird dadurch immens.

Übergewicht bedeutet Lebensgefahr

Neben den ernstzunehmenden Gefahren für die Gesundheit, kann Übergewicht auch zu einer Verkürzung der Lebenszeit führen. Bereits ab einem leicht erhöhten BMI von 26 bis 28 ist das Sterblichkeitsrisiko um ein vielfaches höher als bei Normalgewichtigen. Daher sollte jeder übergewichtige Mensch langfristig seine Essgewohnheiten überdenken bzw. mit professioneller Hilfe anpassen. Die Ermittlung des BMI ist ein guter Richtwert, aber ob tatsächlich Gefahr für Leben und Gesundheit besteht, sollte bei einem Arztbesuch abgeklärt werden. Bei der ärztlichen Diagnose werden zusätzliche Informationen (Krankheitsgeschichte, Essverhalten, Blutanalyse, Blutdruckmessung, EKG, Ultraschall von Galle und Leber) herangezogen und ausgewertet.

Übergewicht und seine Folgen können bekämpft werden

Grundsätzlich gilt, dass eine gesunde Ernährung und viel Bewegung gut für die Gesundheit und schlecht für die Entstehung von Übergewicht sind. Bei starkem Übergewicht (BMI von über 31) ist es unabdingbar, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, um dem Körper mit einer radikalen Diät nicht zusätzlich zu schaden. Bei mäßigem Übergewicht (BMI von 25 – 30) kann oft schon durch kleine Maßnahmen ein guter Effekt erzielt werden. So sollten kleinere Strecken öfter zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt, die Mittagspause mit einem großen Spaziergang verbunden werden. Anstelle des fettreichen Mittagsimbiss sollte ein frischer Salat konsumiert werden und so weiter.

Aber auch hier helfen nur Maßnahmen, die dauerhaft und auf lange Sicht durchgeführt werden. Von den schnellen Blitzdiäten in Klatschblättern ist dagegen wenig zu halten, weil sie zwar vielleicht schnelle Erfolge in kurzer Zeit erzielen, diese aber auch nur von ebenso kurzer Dauer sein werden.

Abnehmen mit Mahlzeitenersatz

Seit einiger Zeit gibt es auch Abnehmprodukte, die als vollwertiger Mahlzeitenersatz konzipiert sind, denn hungern kann auf Dauer niemand und dies schadet dem Körper auch nur. Denn wenn der Körper zu wenig Energie bekommt, fährt er den Stoffwechsel herunter, was die Fettverbrennung reduziert. Moderne, sogenannte Formula-Diäten, die meist auf Diät-Shakes basieren, begleiten den Konsumenten über eine lange Zeit hinweg und geben neben dem Produkt an sich auch eine Hilfestellung für eine allgemeine Diät bzw. einen allgemeinen Lebenswandel.

So offeriert die Almased-Diät eine „Planfigur“ in 4 Phasen und gibt in der Produktbroschüre viele Rezepte mit auf den Weg. Die natürliche Abnehmshake-Alternative von VELUVIA kann ebenso vielfätig in einen Ernährungs- bzw. ganzheitlichen Diätplan eingebaut werden – ganz nach persönlichem Geschmack. Und das auch fin der Zeit nach der eigentlichen Reduktionsdiät. Denn der Proteindrink „shape“ dient sowohl als Mahlzeitenersatz als auch als pflanzliche Proteinquelle für den Muskelaufbau.

Übergewicht erfordert kontinuierliches Gewichtsmanagement

Egal ob nur ein paar Kilos oder sehr viele – Übergewicht ist gefährlich und bringt viele negative Begleit- und Folgeerscheinungen mit sich. Daher sollte grundsätzlich jedem Übergewicht entgegengewirkt werden. Vor allem von Personen, die tendenziell zu Übergwicht neigen. Bei sehr starkem Übergewicht ist es zudem ratsam, ärztlichen Rat einzuholen. In jedem Fall sind langfristige Maßnahmen zu bevorzugen, denn nur ein gesunder und dauerhafter Lebenswandel, kann die Ursachen und Folgen vom Dicksein bekämpfen.

Veranstaltungen

Die (un-)gewollten Grenzen der Wissenschaftsfreiheit in Deutschland

Die Wissenschaftsfreiheit steht in einigen Ländern unter Druck: Forschungsergebnisse werden immer wieder öffentlich diskreditiert, der internationale Austausch zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern behindert, unbequemen Forschenden die nötigen finanziellen Mittel entzogen. In Deutschland können wir Angriffe auf die Wissenschaft in dieser Dramatik zwar noch nicht beobachten. Dennoch: Auch hier sieht sich die Wissenschaft immer stärkeren Rechtfertigungszwängen ausgesetzt.

Die Podiumsdiskussion wird der Frage nachgehen, wie es um die Wissenschaftsfreiheit in Deutschland bestellt ist. Was bedeutet es, wenn immer stärker Kosten- und Nutzenaspekte der Wissenschaft in den Vordergrund rücken, wenn theoretischer Forschung und sogenannten Orchideenfächern die Daseinsberechtigung abgesprochen wird? Welche Freiräume haben in Deutschland arbeitende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und wo gibt es (un-)gewollte Grenzen und Eingriffe? Wo müssen wir die Wissenschaftsfreiheit aktiv schützen und was gilt es dafür zu tun?