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Licht an! Die traditionelle Weihnachtsbeleuchtung erstrahlt den Kudamm

Lange war nicht sicher, ob die Weihnachtsbeleuchtung den Kurfürstendamm auch in diesem Jahr wieder erhellen wird. Doch dank der großzügigen Finanzierungshilfe zahlreicher Sponsoren kann der Hauptstadtboulevard zur Weihnachtszeit doch wieder in festlichem Glanz erstrahlen.

Am gestrigen Mittwoch war es dann endlich soweit: Um 18:00 drückten die Sponsoren und Partner der AG City, Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe; Reinhard Naumann, Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf; Frauke Bank, Leiterin der Unternehmenskommunikation bei der Wall AG; Sabine Fischer, Vorstand Finanzen bei der CG Gruppe und Klaus-Jürgen Meier, Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft City e.V. gemeinsam den Buzzer für die Beleuchtung und markierten damit den Start in die festliche Vorweihnachtszeit auf der bekannten Berliner Flaniermeile.

Eröffnung der Weihnachtsbeleuchtung am Kurfürstendamm

Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf, Reinhard Naumann und Ramona Pop, Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe auf dem Joachimsthaler Platz. | Foto: BERLINboxx

Adventszeit auf dem Kurfürstendamm

Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf, Reinhard Naumann, ist stolz auf das weihnachtliche Wahrzeichen der Hauptstadt: „Die wundervolle Weihnachtsbeleuchtung entlang des Kudamms und dem Tauentzien ist längst zu einem Highlight Berlins geworden, das im wahrsten Sinne des Worts eine ganz besondere Strahlkraft weit über die Grenze der Stadt hinaus hat. Vom Wittenbergplatz bis Rathenauplatz oben im BVG-Doppeldecker in der ersten Reihe zu sitzen und den Lichterglanz mittenmang zu genießen, ist ein einmaliges Erlebnis.“

Auch Klaus-Jürgen Meier, Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft City e.V., gibt sich zufrieden und dankbar: „Im Namen der AG City möchte ich mich zunächst bei allen Partnern und Sponsoren herzlich bedanken. Durch sie ist das festliche Weihnachtserlebnis auf dem Kurfürstendamm auch in diesem Jahr wieder Wirklichkeit geworden. Die wunderbare Weihnachtsbeleuchtung ist ein Markenzeichen Berlins und gehört zur Stadt wie der Funkturm und das Brandenburger Tor.“

Festliches Weihnachts-Ensemble auf Berlins Flaniermeile

Wie zu erwarten, steht auch der diesjährige Lichterschmuck der festlichen Beleuchtung der Vorjahre um nichts nach. Sabine Fischer, Vorstand Finanzen bei der CG Gruppe, begrüßt das Bestehen des traditionellen Lichterspektakels und ist sich sicher, dass die Lichtinstallationen viele „Augen zum Leuchten bringen“ werden.  Denn die insgesamt 554 beleuchteten Bäume auf den Gehwegseiten, die sich auf rund 4,5 Kilometern über den Kurfürstendamm erstrecken und der weihnachtlich geschmückte Mittelstreifen bilden ein eindrucksvolles Weihnachts-Ensemble.

Eröffnung des Weihnachtsmarkts

Reges Treiben zum Start der Weihnachtsbeleuchtung auf dem Joachimsthaler Platz. | Foto: Photo Huber

Außerdem können Besucherinnen und Besucher die bis zu 15 Meter hohen Lichtfiguren und den sechs Meter hohen Schriftzug „Berlin“ auf dem Mittelstreifen des Tauentzien bestaunen. Ein besonderes Highlight ist der 26 Meter hohe Kunstbaum auf Höhe des Europa Centers, der mit seinen 100.000 Lichtpunkten zahlreiche Besucher anziehen wird. In diesem Zusammenhang bedankte sich Frauke Bank, Leiterin der Unternehmenskommunikation bei der Wall AG, in ihrer Ansprache auf dem Joachimsthaler Platz auch besonders bei den Verantwortlichen, die die technisch aufwendige Umsetzung des Projekts überhaupt möglich gemacht haben.

Weihnachtsglanz mit energiesparenden LED-Lämpchen

Bei all den Lichtern, die, wie Wirtschaftssenatorin Pop es ausdrückte, das Herz erwärmen, haben die Organisatoren dieses Jahr auch besonders darauf geachtet, die Beleuchtung so nachhaltig und effizient wie möglich zu gestalten. So sind die unzähligen, je 100 Meter langen Lichterketten, mit rund 140.000 einzelnen LED-Lämpchen ausgestattet. Dadurch verbraucht die Beleuchtung mit 0,7 statt 7 Watt pro Lämpchen deutlich weniger Energie.

Laut dem diesjährigen Lichtdesigner, Andreas Boehlke, ist die Herstellung der Weihnachtsbeleuchtung einmalig, da die Lämpchen eigens für den Kurfürstendamm produziert wurden: „So etwas gab es vorher nicht zu kaufen. Das Licht wirkt genauso anheimelnd wie in den Vorjahren, nur dieses Mal eben mit umweltschonenden LED-Leuchten. Sie sind einen Tick heller als die im vorigen Jahr, aber nicht grell.“ Eine gute Voraussetzung, um die Weihnachtszeit auf dem Kudamm diesen Winter noch mehr zu genießen. (red)

Weihnachtsbeleuchtung am Kurfürstendamm ist gerettet

Besonders in der Weihnachtszeit wird der Kurfürstendamm zum Highlight für viele Einheimische und Berlinbesucher. Schon seit Jahren erleuchten zahlreiche Lichterketten und geschmückte Bäume die Flaniermeile in den Wochen vor Heiligabend und versetzen damit die Hauptstadt in eine festliche Stimmung. Allerdings hatte die Wall AG angekündigt hatte, 2018 zum letzten Mal die Finanzierung der Weihnachtsbeleuchtung übernommen zu haben. Daher war zunächst unklar, ob der Ku’damm in diesem Jahr erneut in festlicher Beleuchtung erstrahlen wird. Nun steht jedoch fest, dass sich die Senatsverwaltung, die Berliner CG Gruppe und die Wall AG an der Finanzierung beteiligen und so das geplante Vorhaben möglich machen.

600.000 Euro für einen weihnachtlichen Kurfürstendamm

Die Gesamtkosten für die Weihnachtsbeleuchtung belaufen sich in diesem Jahr auf knapp 600.000 Euro. Die Berliner Senatsverwaltung steuert 295.000 Euro bei. Außerdem ist es auch der CG Gruppe ein wichtiges Anliegen, den Kurfürstendamm weihnachtlich zu gestalten. Als Hauptsponsor übernimmt die Immobilienentwicklungsgesellschaft daher 200.000 Euro für die besinnliche Dekoration. Für den Vorstandsvorsitzenden Christoph Gröner steht ein unbeleuchteter Kurfürstendamm nicht zur Debatte: „Es war für mich einfach unvorstellbar, dass der Ku’damm in der Adventszeit dunkel bleiben sollte.“

Erleichterung im Bezirk – Finanzierung der Weihnachtsbeleuchtung am Kurfürstendamm ist gesichert

Auch die Wall AG hat sich überraschendweise dazu bereit erklärt, doch nochmal 150.000 Euro beizusteuern. Sprecherin Frauke Bank begründet das Engagement ähnlich wie Gröner: „Es war uns aber nach all den Jahren ein tiefes Anliegen, dass der Ku’damm nicht dunkel bleibt.“ Allerdings hat das Unternehmen noch keine Angaben dazu gemacht, ob sie die weihnachtliche Gestaltung auch im nächsten Jahr unterstützen werden. Es ist also abzuwarten, wie sich die Finanzierungspläne für 2020 weiterentwickeln.

Zumindest in diesem Jahr können Liebhaber der Weihnachtsbeleuchtung aufatmen. Die finanzielle Unsicherheit hatte für viel Aufregung und Unmut im Bezirk gesorgt. Auch Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann gibt sich erleichtert: „Wir freuen uns, dass es nun doch noch klappt und die City West nicht dunkel bleibt.“ Die Illuminationen des Lichtgestalters Andreas Boehlke werden also ab Ende November, kurz nach dem Totensonntag, bis Anfang Januar erneut den Ku’damm erleuchten. (sz)