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Tegel: Grundsteinlegung für das „La Belle Ville“ in der Cité Guynemer

In der geschichtsträchtigen Cité Guynemer direkt am Flughafen Tegel werden 95 neue  Mietwohnungen gebaut – unter dem klangvollen wie viel versprechenden Namen „La Belle Ville“. Zur feierlichen Grundsteinlegung auf dem Areal an der Avenue Jean Mermoz und der Rue de Commandant Jean Tulasne luden die BUWOG AG als Bauherr sowie die Ten Brinke Berlin GmbH als bauausführende Firma ein.

Reinickendorfs Bezirksbürgermeister Frank Balzer begrüßte die bevorstehende „deutliche Aufwertung“ des Standortes und lobte die ökologisch-nachhaltige Bauweise des Vorhabens mit begrünten Dachflächen und Tiefgaragen. Balzer erinnerte an die Historie der Cité Guynemer als Dorf der französischen Alliierten, mit Privatstraßen und Bauten, die zum militärischen Teil des Flughafens Tegel gehörten. Auf der einen Seiten des Viertels wohnten einst die höheren Dienstgrade in ansehnlichen Häusern und Villen, auf der anderen Seite in Mehrfamilienhäusern fanden Soldaten und Offiziere der niedrigeren Dienstgrade ihr Quartier. Verbindendes Element war das Einkaufszentrum, das nach dem  Abzug der französischen Streitkräfte erst als Werkstatt genutzt wurde, dann aber leer stand und zuletzt für das „La Belle Ville“ abgerissen wurde.

Die BUWOG ist im Bezirk Reinickendorf bereits als Vermieter tätig und hat hier laut Vorstand Herwig Teufelsdorfer „gute Erfahrungen“ gemacht. „Wir glauben an diesen Standort mit seiner Infrastruktur, mit der Nähe zur U-Bahn und den guten Verbindungen ins Zentrum aber auch mit den nahen Seen und den Naherholungsmöglichkeiten in unmittelbarer Umgebung.“  Geplant ist ein Wohnungsmix von überwiegend 2- und 3-Zimmer-Wohnungen, die bis Ende 2018 errichtet sein sollen. (red)

Tegel: Berliner Flughafengesellschaft lehnt Milliarden-Investition von Ryanair ab

Nach Informationen der B.Z. hat Europas größte Airline Ryanair der Berliner Flughafengesellschaft angeboten, 1,3 Milliarden Euro in Tegel zu investieren. Natürlich unter der Bedingung, daß der Flughafen Tegel offen bleibt. Die Reaktion der Flughafengesellschaft: abgelehnt!

Nach David O‘Brien, kaufmännischer Direktor von Ryanair, habe man dem Berliner Airport-Betreiber zugesichert, in den nächsten Jahren fünf Millionen Passagiere zusätzlich nach Tegel zu befördern, „was eine Investition von 1,5 Milliarden Euro in Flugzeuginfrastruktur bedeutet und 3.750 zusätzliche Arbeitsplätze sowie 750 Millionen an zusätzlichen Besucherausgaben generieren würde“, schreibt die B.Z. Die Berliner Flughafengesellschaft wolle Tegel aber lieber schließen und den BER eröffnen. Wann der geplante Großflughafen BER tatsächlich eröffnet, kann die Flughafengesellschaft allerdings noch nicht sagen. (red)

 

Flughäfen: Streik in Tegel und Schönefeld bis zum Wochenende ausgesetzt

+++ Aktualisiert: Streik-Pause: bis zum Wochenende kann wieder geflogen werden +++ Beschäftigte warten auf verbessertes Angebot der Arbeitgeber +++ ab Montag droht verschäfter Arbeitskampf +++

Erneut will das Bodenpersonal der Berliner Flughäfen streiken. Diesmal am Freitag um 4 Uhr morgens für 24 Stunden. Durch den Arbeitsausfall von etwa 2000 Beschäftigten an den Flughäfen Berlin Tegel und Schönefeld muss mit starken Verspätungen und Flugausfällen gerechnet werden.

Ausgerufen wurde das Ganze von der Gewerkschaft „Verdi“. Die Forderung des Streiks sei einen Euro mehr Gehalt pro Stunde bei einer Vertragslaufzeit von einem Jahr und strukturelle Verbesserungen im Tarifvertrag. „Leider ist ein Streik unausweichlich geworden, weil die Arbeitgeberseite bislang immer noch kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt hat und eine Einigung auf dem Verhandlungsweg derzeit nicht möglich zu sein scheint“, erklärte Verdi-Verhandlungsführer Enrico Rümker.

Der Streik wird auch die Berliner Tourismusmesse ITB betreffen.

Die Airline Air Berlin zeigt kein Verständnis für den Streik. (saa)