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Google Deutschland erweitert Zentrale in Berlin

Der Internetriese Google baut seine Präsenz in Berlin aus und hat dafür das Bürogebäude Johannishof in Mitte gekauft. Erst Anfang des Jahres hatte Google seine neue Zentrale in Berlin Mitte eröffnet, doch die Expansionspläne reichen weiter. Mit dem neuen Bürogebäude will das Unternehmen mehrere hundert neue Stellen schaffen.

Google baut Aktivität in Berlin aus

Mit dem Erwerb des Johannishofs will Google den Standort Berlin weiter ausnutzen und ausbauen. Der Johannishof war einst Sitz von Rocket Internet, das 2016 aber in den früheren GSW-Turm in Kreuzberg umgezogen war. Das neue Bürogebäude hat eine Nutzfläche von 11.000 m² und ist lediglich 300 Meter von der ebenfalls brandneuen Hauptzentrale entfernt, in der momentan 140 Mitarbeiter arbeiten. In Zukunft soll die Zahl der Angestellten auf 300 ansteigen. Mit der geplanten Expansion werden weitere hunderte Stellen hinzukommen. Zunächst muss das Gebäude allerdings saniert werden.

Dennoch ist Google Berlin die bisher kleinste Niederlassung des Konzerns in Deutschland. Im Hauptsitz in Hamburg arbeiten circa 600 Mitarbeiter und auch in München sind aktuell 700 Angestellte beschäftigt. Es sei aber nicht geplant, die Deutschland-Zentrale nach Berlin zu verlegen, sagte Google-Sprecher Ralf Bremer gegenüber der Berliner Zeitung.

„Neuerliches Bekenntnis Googles zum Standort Berlin“

Berlin gilt weltweit als wichtige Metropole der Digitalwirtschaft. Start-ups sind hier so aktiv, wie kaum woanders und Investoren wagen immer mehr in junge Unternehmen zu investieren. Mit Paris und London führt die Hauptstadt die Spitze der Liste an, wenn es um Start-ups geht. Großkonzerne wie Google hielten sich bisher zurück. Das solle sich nun ändern, erklärte Bremer der Berliner Zeitung. „Unsere Investition ist ein neuerliches Bekenntnis Googles zum Standort Berlin.“

Welche Projekte dort künftig bearbeitet werden, sei noch nicht festgelegt worden, so Bremer. Allerdings werde sich die Arbeit an den bestehenden Aufgabenfeldern orientieren. „Aktuell arbeiten im Berliner Büro unterschiedliche Teams aus den Bereichen Cloud, Google for Start-ups, Google Play, Marketing, Politik, Software-Engineering, Vertrieb und YouTube.“, erklärte Bremer. (lb)

Klimaschutzpartner des Jahres 2019 ausgezeichnet

Die Gewinner des Wettbewerbs „Klimaschutzpartner des Jahres“ wurden vergangenen Montagabend mit einem Preis ausgezeichnet. Hierbei wurden drei Projekte, die in besonders herausragender Weise Energieeffizienz und Klimaschutz umsetzten, gekürt. Insgesamt waren 28 Teilnehmer im Wettbewerb um den Klimaschutzpreis angetreten. Die Verleihung fand im Rahmen der Berliner Energietage im Ludwig Erhard Haus statt.

„Dienstleistungen CO2-neutral ausführen“

Die Schornsteinfeger Bezirksgruppe Friedrichshain-Kreuzberg hat mit ihrem Projekt „Dienstleistungen CO2-neutral ausführen“ den Preis in der Kategorie „Erfolgreich realisierte Projekte“ gewonnen. Ihr Ziel ist, die Dienstleistungen des Berliner Schornsteinfegerhandwerks flächendeckend klimaneutral auszuführen.

Stefan Tidow, Staatssekretär für Umwelt und Klimaschutz sowie Laudator: dazu: „Die jungen Menschen, die jeden Freitag für den Klimaschutz demonstrieren, fordern von uns Lösungen. Zu diesen Lösungen müssen wir alle beitragen. Das Projekt der Schornsteinfeger aus Friedrichshain-Kreuzberg zeigt, dass gute Ideen, die klein beginnen, große Wirkung haben. Der Ansatz, Handwerksleistungen CO2-neutral zu erbringen, ist auf das gesamte Handwerk übertragbar. Dazu erweist sich, dass Klimaschutz und betriebswirtschaftlicher Erfolg zusammen gehen: die Betriebe sparen Energiekosten und können zugleich ihren CO2-Aussstoß deutlich verringern. Das Projekt zeigt eindrucksvoll die Innovationskraft des Handwerks.“

Quartier „Wir“

In der Kategorie „Erfolgversprechende innovative Planungen“ konnte die Deimel Oelschläger Architekten Partnerschaft aus Berlin Weißensee mit dem Projekt Quartier „Wir“ überzeugen. In Weißensee entsteht ein soziales und vor allem nachhaltiges Stadtquartier, das komplett aus Holz gebaut wird. Zusätzlich wird es dort eine Kita und ein Schwimmbad geben. Somit entsteht ein quartierübergreifendes Angebot, das attraktive Möglichkeiten für die Umgebung anbietet.

„Das Quartier „Wir“ in Weißensee überzeugt vor allem durch seinen ganzheitlichen Ansatz. Neben der CO2-freundlichen Verwendung von Holz, als direktem Beitrag zum Klimaschutz, tragen gerade auch der innovative Mix relativ kleiner Individualflächen zugunsten großzügiger Gemeinschaftsangebote, die soziale Mischung und die Mischung der Wohn- und Eigentumsformen, zu einem langfristig nachhaltigen Wohnstandort bei.“, so Christine Edmaier, Präsidentin der Architektenkammer, in ihrer Laudatio.

Hybrides Löschfahrzeug

Den Preis für „Herausragende Projekte öffentlicher Einrichtungen“ erhielt die Berliner Feuerwehr mit ihrem Projekt „Hybrides Löschfahrzeug für die Berliner Feuerwehr“. Sie plant die Beschaffung und Erprobung eines innovativen Löschfahrzeugs. Ziel ist, den Einsatz des Fahrzeugs zu über 80% rein elektrisch zu betreiben. Hierfür wird die Berliner Feuerwehr gemeinsam mit einem Fahrzeughersteller noch Entwicklungsarbeit leisten.

Die Laudatorin Tanja Wielgoß, Vorstandsvorsitzende bei der Vattenfall Wärme Berlin AG: „Die Berliner Feuerwehr ist Retterin in der Not und mit ihrer Innovationspartnerschaft für Deutschlands erstes Elektrolöschfahrzeug zeigt sie eindrucksvoll, wie wichtig ihr das Ziel der Klimaneutralität ist.“  (lb)

Automatisierung bedroht deutsche Wirtschaft – Politiker setzen auf Weiterbildung

Fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung bewirken große Veränderungen in der Wirtschaft. Immer mehr Arbeitsplätze werden inzwischen durch Computer und Maschinen ersetzt. Vor allem Deutschland wird infolgedessen einen tiefgreifenden Wandel auf dem Arbeitsmarkt erleben. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) prognostiziert in ihrem Beschäftigungsausblick 2019 eine Bedrohung mehrerer tausend Arbeitsplätze als Folge der Automatisierung.

Besonders gefährdet seien laut OECD-Forscher Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe, die mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent automatisiert werden. Eine Vorbeugungsmaßnahme ist die Weiterbildung und Umschulung der Beschäftigten.

Keine Massenarbeitslosigkeit trotz Veränderung auf dem Jobmarkt

Aus dem am Donnerstag in Berlin präsentierten OECD-Beschäftigungsausblick 2019 geht hervor, dass die technologischen Veränderungen hauptsächlich den deutschen Arbeitsmarkt betreffen. Grund dafür ist die überdurchschnittliche Bedeutung der Industrie in Deutschland. Ganze 36 Prozent der Arbeitsplätze in Deutschland würden sich laut der OECD durch die digitale Technik verändern. 18 Prozent der Arbeitsplätze seien durch Automatisierung vollständig bedroht.

Trotz der bevorstehenden Herausforderungen sei keine Massenarbeitslosigkeit zu befürchten, entwarnt OECD-Generalsekretär Angel Gurría. Neben den technologischen Veränderungen entstehen gleichzeitig viele neue Jobs. Gerade im Bereich der sozialen Dienstleistungsberufe wachse der Bedarf an zusätzlicher Beschäftigung.

Geringfügig Qualifizierte sind gefährdeter

Besonders bedroht seien laut OECD die Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe, deren Tätigkeiten problemlos von Maschinen übernommen werden könnten. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent werden diese Jobs automatisiert, insbesondere weil moderne Maschinen immer komplexere Tätigkeiten übernehmen können, während es den Beschäftigten immer häufiger an wichtigen Kompetenzen fehlt.

In der Studie der OECD heißt es, dass nur 50 Prozent der Arbeitnehmer für den technologischen Wandel qualifiziert und vorbereitet sind, weshalb die Arbeiter verstärkt geschult werden sollten. Besonders betroffen sind Geringqualifizierte. Für sie ist der Zugang zu Weiterbildungen erschwert und sie sind noch eher der Gefahr ausgesetzt, von Maschinen ersetzt zu werden.

Auch Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) ist der Meinung, die Politik müsse öffentlich geförderte Weiterbildung sowie Umschulung zum Schwerpunkt machen. Heil möchte noch im Sommer konkrete Maßnahmen vorschlagen und zieht in diesem Zusammenhang sogar einen Rechtsanspruch auf Weiterbildung in Erwägung. (tf)

Unsere Erde enkelfähig machen: DMK Award geht an energieautarkes Berliner Wohnbauprojekt

Die Welt ein Stück besser machen, als wir Sie vorgefunden haben. Nachhaltigkeit bei Gebäuden fordert größte Kreativität der Architekten. Diese Objekte liefern den Beweis, dass Nachhaltigkeit lebt –  und erstaunliche Ergebnisse müssen ausgezeichnet werden.

Zum 9. Mal verliehen Krieger + Schramm und die Dagmar + Matthias Krieger Stiftung den DMK Award für nachhaltiges Bauen. Sie verfolgen damit das Ziel, das Thema Nachhaltigkeit, zukunftsorientiertes und umweltbewusstes Bauen in die Breite zu tragen. Engagierte Architekten, Planer und Projektentwickler werden gefördert. Unterstützend zur Seite steht der BFW Landesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland e.V. und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Die Fachjury, mit dem Vorsitzenden Herr Prof. Alexander Reichel – Architekt aus Kassel und Professor an der Hochschule Darmstadt – bewertete die zahlreichen Projekte nach ökologischer Qualität, ökonomischer Qualität, soziokultureller und funktionaler Qualität, technischer Qualität und der Prozessqualität.

In drei Kategorien wurde in diesem Jahr der begehrte Preis verliehen, jeweils mit einem Preisgeld von über 2.000 Euro – gestiftet durch die Dagmar + Matthias Krieger Stiftung. In den Kategorien Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und öffentlich/gewerbliche Objekte konnten die Architekten ihre Bauwerke einreichen. Zudem gab es in diesem Jahr zwei Sonderpreise – jeweils mit 500 Euro prämiert.

Eine Wohnanlage, die sich selbst mit Energie versorgt

Man kann nicht erst festlegen – wenn die Immobilie steht: das Gebäude ist nachhaltig. Nein, es beginnt mit mühseliger Kleinarbeit weit im Voraus. In der frühen Phase der Entstehung eines Wohnhauses ist die Einflussnahme auf Gestalt und Eigenschaft am höchsten und so wurde dieses Bauvorhaben Teil eines Forschungsprojektes der Deutschen Bundesstiftung Umwelt unter dem Titel „Energetische Konzeption einer Solar Plus Energie Siedlung als generationsübergreifende Siedlung im Baugruppenmodell“.

Das Ergebnis ist äußerst lobenswert, das Mehrfamilienhaus erzeugt mehr Energie als dieses verbrauchen, speist ins öffentliche Netz ein und speichert einen hohen Anteil an Energie innerhalb der Gebäude. Die Häuser wurden mit nachwachsende Rohstoffe gebaut und sorgen für die Reduzierung der CO2 –Emissionen. Die 13 Wohnungen sind so angelegt, dass größere geteilt werden können, diese verfügen bereits jetzt über 2 Zugänge zum Treppenhaus mit zwei Haustüren. Für Veränderungen der Lebenssituation der Bewohner bestens geeignet. Für zusätzliche Behaglichkeit gibt es Wintergärten, die in der kalten Jahreszeit für Wohnraum sorgen und im Sommer Freiraum und Energiepuffer sind. Hier wird Wohnen zum Wohngefühl – einziehen und wohnen bleiben.

Preisträger Architekturbüro Deimel Oelschläger und Partner

Häuser für Generationen bauen und dies mit der Beachtung des Schutzes unserer Umwelt und Nachwelt! Das Architekturbüro Deimel Oelschläger und Partner hat ihren möglichen Einfluss maximal genutzt.

Dies hat die Jury überzeugt und der 1. Preis in der Kategorie Mehrfamilienhaus geht an „Newtonprojekt Haus 1, Berlin“.

Preisträger: Das Architekturbüro Deimel Oelschläger und Partner | Foto: Krieger + Schramm

Preisträger: Das Architekturbüro Deimel Oelschläger und Partner | Foto: Krieger + Schramm

Preisverleihung in Wiesbaden

Am Dienstag, den 02.04.2019 wurden die Preise verliehen! Der Lohn der Architekten, die monatelange kreativ gewirkt haben, in den Häusern ihre Ideen in die Realität gebracht haben – diese harte Arbeit wurde am Dienstag belohnt.

Bei schönstem Sonnenschein bot die „Villa im Tal“ von Wiesbaden eine hervorragende Location. Fachleute der Wohnungswirtschaft folgten aufmerksam den Worten des Juryvorsitzenden, Herr Prof. Alexander Reichel. Mit lobenden Worten und anerkennenden Erklärungen der nachhaltigen Lösungen bewirkte der Stolz, Ehrung, Anerkennung und Dank bei den Architekten und Planern.

Die weiteren Auszeichnungen:

In der Kategorie Einfamilienhaus/Reihenhaus/Doppelhaus wurde das Architekturbüro „A-Z Architekten BDA“ aus Wiesbaden mit einem leimfreien Massivholzbau ausgezeichnet.

Die Auszeichnung in der Kategorie „Mehrfamilienhaus“ ging an Deimel Oelschläger Architekten Partnerschaft aus Berlin. Diese punkteten mit ihrem Projekt „NEWTONPROJEKT HAUS 1“ – dem Neubau eines klimaneutralen Wohnhauses für eine Baugemeinschaft.

Die Sonderpreise gingen an die Architekten „Planquadrat Elfers Geskes Krämer“ aus Darmstadt für die Mediathek in Ingelheim am Rhein und an den Architekt BDA Dr.-Ing. Sever Severain aus Wiesbaden mit dem besonderem Projekt „Weingut Dreissigacker, Bechtheim/Rheinhessen“.

Der DMK Ehrenpreis für nachhaltiges Engagement erhielt Herr Peter Bachmann. Für seinen unermüdlichen Einsatz für eine saubere Raumluftqualität, gesündere und schadstofffreie Baustoffe. Als Geschäftsführer des Sentinel Haus Instituts setzt er Maßstäbe im Bereich des Wohngesund Bauens, hält Vorträge in diesem Bereich und ist als Visionär anzusehen. (red)

 

 

 

Neue Berlin-Partner

Die Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH hat Zuwachs bekommen. Das sind die neuen Mitglieder…

Cinegramm GmbH – datenbasierter Content für Online und Social Media

Die Cinegramm GmbH ist eine moderne Produktionsfirma, bestehend aus kreativen Filmemachern und Produzenten. Sie produzieren hochwertigen Content in Form von Videos, Podcasts, Fotos und legen großen Wert auf eine kompetente und zielführende Beratung.

Citkar GmbH – Mobilität im Urbanen Lebensraum

Umweltbewusst, komfortabel und günstig. Das ist die citkar GmbH, eine Plattform für urbane Mobilität in unserer Großstadt. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von innovativen Hardware-Produkten, wie dem Loadtser. Der Loadster  ist das erste E-Cargo-Bike mit den Funktionen eines Lieferautos. Es ist kompakt, radwegtauglich und kann führerscheinfrei genutzt werden.

Die Deutsche Kreditbank AG (DKB)

Diese Bank ist auf neuste Technologien spezialisiert und Teil der digitalen Zukunft. Mithilfe der innovativen Banking-App können Privatkunden ihre Bankgeschäfte bequem und sicher von überall steuern. Im Geschäftskundenbereich haben Sie sich auf Zukunftsbranchen wie Gesundheit, Landwirtschaft und erneuerbare Energien fokussiert.

Gillette: die Schärfsten Klingen made in berlin

Auf höchstem Niveau produziert Gilette nun seit mehr als 80 Jahren in Berlin-Tempelhof scharfe Klingen, für eine individuelle Rasur. Die Marke steht für eine einzigartige Expertise und erstklassige, integrierte Fertigungstechnologien und bietet eine große Auswahl an innovativen Produkten.

INTEGR8 − kreative Full-Service Digital-Agentur

Mit ihrem langjährigen Know-how ist die Digital-Agentur ein absoluter Profi im Bereich des Online Marketings. Die Agentur ist spezialisiert auf Strategie, Design und innovative Technologien und zielt darauf ab, Emotionen und Erlebnisse zu schaffen.

LiangDao GmbH: Smart Test und Validierung für autonomes Fahren

Das chinesische Unternehmen LiangDao arbeitet neben Smart Tests und der Validierung für autonomes Fahren ebenfalls an Umgebungserkennung und Multi-Sensorfusion. Außerdem besitzt das Unternehmen eigene Software-Toolchains, umfassende Datenmanagement-Lösungen und erstellt seinen Kunden eine KPI-Analyse.

nok – Generate product experiences at scale

Nok positioniert sich als nachhaltiges Unternehmen, welches sich durch kostenlose Home Try-Outs von bereits retournierter Ware auszeichnet. Besonders daran ist die schnelle Auslieferung binnen 2 Stunden, die per Fahrradkurier erfolgt. Das Konzept schafft einen wirksamen Marketingeffekt, da jeder Tester als kostenloser Brand Ambassador und Werbeträger fungiert.

Polyprint – führender Dienstleister für multimediale Kommunikation

Spezialisiert ist das Unternehmen auf die Bereiche Print, Mail, Web, Fulfillment, Print on demand, klassische Werbemittel oder Großformatdruck. Durch personalisierte Marketingmaterialien ermöglichen sie ihren Kunden eine zielgruppengerechte Ansprache, sowie das Erreichen individueller Umsatzziele.

WLOUNGE

Seit 2016 sind die Gründer von WLounge darin bestrebt, Frauen in der Technologieszene zu ermutigen und zu fördern. Dies basiert auf dem Ansatz, dass Vielfalt ein entscheidender Faktor für große Veränderung und wahre Innovation sei. Sie unterstützen Frauen in jeglichen Geschäftsprozessen und helfen dabei sich selbstbewusst in die Technikszene zu integrieren. (tf)

Wussten Sie es? Saudi Aramco ist weltweit der größte Ölkonzern

Der staatliche Ölkonzern Saudi Aramco möchte einen Konkurrenten übernehmen und gewährt im Zuge dessen erstmals Einblick in seine Bücher. Was dabei zu Tage kam, sorgt für Erstaunen. Im vergangenen Jahr machte der Ölriese einen Nettogewinn von 111,1 Milliarden Dollar, so die Ratingagentur Moody’s.

Der Gewinn des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco ist dreimal so hoch wie von Apple!

Bisher hielt sich der staatliche Ölkonzern Saudi Aramco eher im Schatten, wenn es um seine wirtschaftlichen Erfolge ging. Nun brach der Konzern erstmals seit seiner Verstaatlichung in den 70er Jahren sein Schweigen und gewährte Investoren einen Blick in die Bilanzen. Laut Fitch Ratings betrug der Gewinn vor Steuern 224 Milliarden Dollar. Damit stellt Saudi Aramco nicht nur die bekanntesten Ölkonzerne der Welt weit in den Schatten, sondern auch Wirtschaftsriesen wie Apple.

Hintergrund für die Offenlegung der Bücher ist das Bestreben des Konzerns, einen 70-Prozent-Anteil am saudi-arabischen Petrochemiekonzern Sabic zu übernehmen. Saudi Aramco erwarb Sabic für 69,1 Milliarden Dollar vom heimischen Staatsfonds PIF. Im nächsten Schritt kann sich dann PIF an globalen Konzernen beteiligen und Saudi Aramco die 25 Prozent von Sabic am Schweizer Chemiebetrieb Clariant aufstocken.

Niemand ist so profitabel

Die Profite der größten westlichen Mineralölkonzerne – Chevron und Exxon Mobil aus den Vereinigten Staaten, BP aus Großbritannien, dem britisch-niederländischen Royal Dutch Shell sowie Total aus Frankreich – machten 2018 zusammengerechnet knapp 80 Milliarden Dollar aus. Sie liegen damit noch immer knapp 20 Milliarden Dollar unter dem Nettogewinn von Saudi Aramco. Der Großteil der Gewinne geht direkt an die saudi-arabische Führung. Kronprinz Mohammed bin Salman will ein ehrgeiziges Reformprogramm mit dem Namen Vision 2030 vorantreiben. Das ölreiche Königreich soll wirtschaftlich breiter aufgestellt und zu einem Zentrum für Technologie und Innovation werden. (aw)

 

Berliner Volksbank – Eine neue Ära

Zum Jahresbeginn wurde Carsten Jung zum Vorstandsvorsitzenden der Berliner Volksbank berufen. Die BERLINboxx sprach mit ihm über seine neue Rolle als Vorstandsvorsitzender, die Zukunft des Bankwesens und welche Rollen die Digitalisierung und FinTechs dabei spielen.

Seit dem 1. Januar sind Sie neuer Vorstandsvorsitzender der Berliner Volksbank. Welche Akzente werden Sie in der Strategie setzen und was sind Ihre größten Herausforderungen?

In den nunmehr zehn Jahren, in denen ich Mitglied des Vorstands der Berliner Volksbank bin, habe ich an der Ausrichtung unseres Kreditinstituts maßgeblich mitgewirkt. Insofern ändert sich nur bedingt etwas als neuer Vorstandsvorsitzender. Die größte Herausforderung wird sein, das erfolgreiche Geschäftsmodell einer Genossenschaftsbank auch im Zeitalter der Digitalisierung für die Kunden gewinnbringend zu gestalten. Meine Vorstandskollegen und ich fühlen uns dafür gut gerüstet.

Wie sieht das Banking der Zukunft vor dem Hintergrund der strategischen Gesamtbankausrichtung aus? Was heißt Digitalisierung bei der Berliner Volksbank konkret?

Viele Dinge, die von jungen Unternehmen angestoßen werden, die digitale Finanzdienstleistungen entwickeln, sogenannte FinTechs, finden sich bereits heute im Leistungsspektrum unserer Bank. Für eine regionale Genossenschaftsbank bleibt es die Aufgabe, das richtige Augenmaß zwischen Filialen mit einem attraktiven Beratungsangebot, Produkten und Services zu finden, die digital in Anspruch genommen werden können. Dabei schließt das Eine das Andere nicht aus, sondern vielfach lassen sich digitale Prozesse mit „echter“ Beratung verbinden.

Sie können auf einen erfahrenen Vorstand bauen. Dabei sind mit Martina Palte und Dr. Caroline Toffel zwei Frauen. Die Berliner Volksbank kann auf eine starke Frauenquote in der Führungsriege verweisen. Ist das Politik des Hauses und welches Signal sendet das in der traditionell von Männern geprägten Bankenlandschaft aus?

Während in Politik und Wirtschaft noch häufig über eine Frauenquote diskutiert wird, ist das bei der Berliner Volksbank kein großes Thema. 2013 wurde das erste Mal eine Frau Mitglied des Vorstands und Marija Kolak, die bis zum Jahresende 2017 im Vorstand war, ist heute Präsidentin des Bundesverbandes der Volksbanken und Raiffeisenbanken. Aber nicht nur an der Spitze, sondern auch auf den ersten Führungsebenen sind Frauen zu 50 Prozent vertreten. Und auf den nachfolgenden Führungsebenen sind Frauen mit 39 Prozent vertreten und in der Gesamtbank machen Frauen mit über 60 Prozent den größten Teil der Belegschaft aus. Dieses Ergebnis haben wir ohne „Gender“-Programm, sondern aus unserer Unternehmenskultur selbständig entwickelt.

Berliner Volksbank erhält neue Hauptstadtrepräsentanz .

Die neue Hauptstadtrepräsentanz der Berliner Volksbank: Das Quartier Bundesallee feiert bereits im Mai 2019 Richtfest. | Foto: SSN Group AG

Stichwort Fintechs, Finanz-Start-ups, Blockchain-Technologie. Wie positioniert sich die Berliner Volksbank bei diesen Zukunftsthemen? Was genau macht die Berliner Volksbank Ventures Unternehmensbeteiligungsgesellschaft?

Wir finden diese Entwicklung außerordentlich spannend und sind als Berliner Volksbank Teil davon. So kooperieren wir mit interessanten Start-ups und investieren über unser Beteiligungsunternehmen Berliner Volksbank Ventures GmbH auch selbst. Einerseits wollen wir mit attraktiven Investments die Dynamik in diesem Bereich stützen. Andererseits ist es uns wichtig, die Bedürfnisse und Strukturen der zumeist jungen Unternehmen kennenzulernen. Mit VAI etwa sind wir noch weitergegangen und haben mit einem company builder gleich eine neue Plattform gegründet.

Bis zum 75-jährigen Jubiläum der Bank wollen Sie als Unternehmerbank Nummer 1 positioniert sein. Wie wollen Sie das erreichen und was heißt das in Wachstumszahlen?

Bereits heute sind wir im Geschäft mit Unternehmen in Berlin und Brandenburg sehr gut vertreten. In 2018 haben wir unser Neugeschäft auf rund zwei Milliarden Euro Kreditvolumen ausweiten und viele Unternehmer bei ihrem Wachstum unterstützen können. Derzeit investieren wir in unsere Standorte für Unternehmen und Firmenkunden und wollen künftig noch stärker als Strategieberater fungieren. Wir suchen zusätzliche Mitarbeiter, die daran mitwirken wollen, unsere Wachstumsstory zu schreiben! Das können auch Branchenkenner sein, die über entsprechendes Know-how verfügen, um die Bedürfnisse der Kunden besser zu verstehen.

Das Kundenverhalten verändert sich. Junge Generationen haben ihre Bank im iPhone. Was bedeutet das für Ihr Filialnetz bzw. die Filialen, die traditionell in der Vergangenheit die Nähe zum Kunden dokumentierten? Und: Wie wollen Sie die Generation 4.0 oder die Digital Nerds erreichen?

Die Kombination aus digitalem Angebot und persönlicher Beratung ist der Schlüssel zum Erfolg. Allerdings muss Beratung nicht immer an jedem Standort stattfinden und es ist vorstellbar, dass sie zum Beispiel teilweise per Video erfolgt. Wir probieren neue Wege der Kommunikation aus. Aber unsere Erfahrungen zeigen, dass auch „Nerds“ in bestimmen Lebenslagen eine persönliche Beratung geradezu wünschen.

Was erwarten Sie von der Marktentwicklung 2019? Bleibt die Konjunktur robust, wie wird sich das wirtschaftliche Wachstum entwickeln, wird es einen Zinsschnitt geben? Wo sehen Sie Probleme?

Berlin wird auch im Jahr 2019 seine Erfolgsgeschichte und seinen Wachstumskurs fortsetzen. Dieser Aufschwung macht sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Im letzten Jahr wurde erstmals die Marke von 1,5 Millionen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigen überschritten. Und auch für die nächsten Jahre sind die Beschäftigungspläne der ansässigen Unternehmen weiterhin positiv und demnach expansiv ausgerichtet.

Richtungsweisend für diese Erfolgsgeschichte ist der in Berlin stark ausgeprägte Branchenmix. Auch sehen wir, dass die geförderten Branchencluster – wie zum Beispiel Informations- und Kommunikationstechnik – einen nachhaltigen Beitrag für die Stadt leisten, genauso wie die lebendige Gründerszene, die sich in Berlin entwickelt hat und international Beachtung findet. Zudem profitieren alle von der äußerst dichten Hochschullandschaft.

Im Ergebnis ist Berlin eine bunte und vielschichtige Stadt im Wandel, was ihren Charme und ihre Anziehungskraft ausmacht. So wächst Berlin auch in seiner Einwohnerzahl, wodurch auch neue Herausforderungen für die Stadt entstehen. Wohnraum und Gewerbeflächen werden knapp und sind nur ein Teil der Nebenwirkungen des anhaltenden Wachstums. Viele Firmen sind zudem so gut ausgelastet, dass sie – auch bedingt durch einen Fachkräftemangel – aktuell über begrenzte Möglichkeiten bei der Annahme neuer Aufträge verfügen.

Letzte Frage: Als gebürtiger Berliner und ehemaliger Leistungssportler, was wünschen Sie sich persönlich von Ihrem ersten Jahr als Vorstandsvorsitzender?

Erfolge haben und diese auch feiern, ist einem Sportler nicht fremd. In diesem Sinne freue ich mich auf ein erfolgreiches Jahr, blicke den Herausforderungen zuversichtlich entgegen und hoffe sehr, dass sich die positive wirtschaftliche Entwicklung in Berlin und Brandenburg fortsetzt. (cr)

Neuer Stadtentwicklungsplan Zentren: Gute Grundlage für städtische Quartiere in Zeiten des Online-Shoppings

Mit dem aktuellen StEP Zentren hat der Senat heute die planerische Richtschnur für die Ansiedlung und Konzentration des Berliner Einzelhandelsangebots beschlossen. Aus Sicht der Wirtschaft ist die Aktualisierung des Stadtentwicklungsplan Zentren ein wichtiger Schritt, um auf maßgebliche Strukturveränderungen wie Onlinehandel, steigende Einwohnerzahlen, immer wertvoller und knapper werdende Flächen sowie neue Mobilitätsformen zu reagieren.

Jörg Nolte, Geschäftsführer der IHK Berlin: „Mit dem Stadtentwicklungsplan stellt der Senat wichtige Weichen für die nachhaltige Attraktivität Berlins. Er schafft Orientierung für Politik und Wirtschaft. Gerade die Unternehmen aus Handel und Dienstleistung brauchen gute Rahmenbedingungen, damit sie den aktuellen Herausforderungen begegnen können. Jetzt kommt es darauf an, Themen wie attraktiver öffentlicher Straßenraum oder notwendige  Micro-Hubs auch zu realisieren. Der beste gesamtstädtische Plan nützt nichts, wenn nicht auf Bezirks-Ebene diese Ziele auch finanziert und vor Ort umgesetzt werden.“

Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg e.V.: „Gerade vor dem Hintergrund der veränderten Rahmenbedingungen ist es für den stationären Einzelhandel immer wichtiger, sich in einem attraktiven Umfeld von Dienstleitstern, Freizeitangeboten und Gastronomie zu präsentieren. Denn auch wenn Einzelhandel sich auf Multichannel einstellt, braucht er attraktive Orte. Dazu dient der StEP Zentren, dessen Entwicklung wir gemeinsam mit der IHK Berlin eng begleitet haben.“

Der Beschluss des StEP Zentren bildet den Auftakt zu einer Reihe von insgesamt vier Stadtentwicklungsplänen, die aufeinander abgestimmt maßgeblich für die weitere Ausgestaltung Berlins sind. Parallel erarbeitet werden zudem die Pläne für Verkehr, Wirtschaft und Wohnen.
„Wir begrüßen, dass die für die wirtschaftliche Entwicklung Berlins maßgeblichen Planwerke miteinander korrespondieren. Nur so können sie eine Hilfestellung bei der Bewältigung der bestehenden Flächenkonkurrenzen in der wachsenden Stadt sein“, so Jörg Nolte weiter. (red)

Berlin Energie: Das Land Berlin übernimmt bald wieder die Stromversorgung

Bei der Stromnetz-Vergabe geht der Landesbetrieb Berlin Energie als Sieger hervor. Der bisherige Betreiber Vattenfall hat das Nachsehen. Nach der Rekommunalisierung der Berliner Wasserbetriebe ist damit nun auch die Stromversorgung bald wieder in öffentlicher Hand.

Berlin Energie gewinnt den Wettbewerb

Am Dienstag teilte die für die Vergabe verantwortliche Finanzverwaltung mit, dass sich der landeseigene Betrieb Berlin Energie gegen die Vattenfall-Tochter Stromnetz Berlin durchsetzen konnte. Das Unternehmen hatte das beste Angebot abgegeben und erhielt den Zuschlag für die Konzession des Berliner Stromnetzes in den nächsten 20 Jahren. 35.000 Kilometer Kabel und Leitungen, 79 Umspannwerke sowie 16.700 Verteilerkästen umfasst das Berliner Stromnetz, welches bald vom Land Berlin übernommen werden könnte. Die Kosten dafür liegen bei mindestens 1,5 Milliarden Euro. Doch noch kann Vattenfall gegen die Entscheidung klagen.

Verbesserung des Berliner Stromnetzes

Nach der Bekanntgabe versprach Berlin Energie direkt den Netzbetrieb und die Entwicklung der Stromnetzinfrastruktur in Berlin zu verbessern. Man sei der Versorgungssicherheit sowie den Klimazielen Berlins verpflichtet und dank einer guten Planung auf schnelle Umsetzung der Konzessionsvergabe vorbereitet. Da Berlin Energie selbst nur zwölf Mitarbeiter hat, sichert das Unternehmen zu alle bisher fürs Stromnetz-Berlin-Beschäftigten zu übernehmen.

Doch ganz sicher ist der Übergang noch nicht. Die unterlegene Vattenfall-Tochter Stromnetz Berlin kündigte an, die Entscheidung umfassend zu prüfen. Die Folge könnte, so Experten, eine mehrjährige juristische Auseinandersetzung sein.

Bemühungen Rekommunalisierung wieder einmal unter scharfer Kritik

Während die Genossenschaft Bürger-Energie Berlin, die sich ebenfalls um den Netzbetrieb beworben hatte und das Deutsch Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) die Rekommunalisierung befürworten, hagelt es von der Opposition Kritik. Um die zahlreichen Energiewendeziele konsequenter vorantreiben zu können, sei es von Vorteil, wenn Berlin auch Eigentümer der Infrastruktur ist, hieß es von Claudia Kemfert vom DIW gegenüber der Berliner Zeitung. Christan Gräff, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion hält den Erwerb des Stromnetzes für einen Fehlkauf, der sich für die Berliner nicht rechnen wird. Auch Jan Eder, Hauptgeschäftsführer Eder sieht die Übernahme kritisch:

„Der jahrelange Rechtsstreit und das Hin und Her bei der Konzessionsvergabe haben der energiepolitischen Debatte in der Stadt viel Schaden zugefügt. Der Senat hat jetzt mit der Vergabe der Stromnetz-Konzession an den landeseigenen Bewerber Berlin Energie eine Entscheidung von großer Tragweite getroffen. Nicht erst der Stromausfall in Köpenick hat verdeutlicht, dass das Stromnetz eine der kritischsten Infrastrukturen ist. Die Sicherheit der Versorgung und die Effizienz des Netzbetriebs müssen im Sinne eines prosperierenden Wirtschaftsstandort zu jeder Zeit gewährleistet sein. Gleichzeitig muss der neue Netzbetreiber die großen Herausforderungen Berlins auf dem Weg zur Smart City stemmen können. Neben diesen energiepolitischen Herausforderungen muss die Rekommunalisierung rechtssicher und im Sinne einer soliden Haushaltspolitik realisiert werden.

Zwei Dinge sind jetzt schon klar: Wer mit der Erwartung an günstigere Strompreise und mehr erneuerbare Energien an die Rekommunalisierung geht, wird enttäuscht werden. Zudem wird erneut der Steuerzahler in Haftung genommen für die finanziellen Risiken der Rekommunalisierung.“

Die Gasversorgung liegt mit der GASAG noch immer in privater Hand. (aw)

GASAG: Treiber der Energiewende

1998 unterschrieb die GASAG die erste Klimaschutzvereinbarung mit dem Land Berlin. Was ist seitdem erreicht worden?

Die Vereinbarung wird alle fünf Jahre verlängert. Wir haben sie also schon viermal unterschrieben und werden sie auch gern ein weiteres Mal unterzeichnen. Bis 2015 haben wir fast 1,5 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Erneuerbare Energien wie Windkraft und Bio-Erdgas tragen einen großen Teil dazu bei. So haben wir alte Heizungen, die noch mit Öl und Kohle betrieben wurden, ausgetauscht. Wir sehen uns nicht nur als Treiber der Energiewende in Berlin, sondern auch als Partner für alle Stakeholder. Wir können andere Unternehmen nur aufrichtig ermuntern, über solche Vereinbarungen nachzudenken. Klimaschutz wird auf diese Weise auch ein Teil von Geschäftsmodellen.

Was sind Ihre Milestones für 2019?

Als Energieunternehmen planen wir langfristiger. Insgesamt wollen wir in unsere Kerngeschäftsfelder Netz, Vertrieb und Dienstleistungen weiter ausbauen und unseren Kundenstamm erweitern. Unser erklärtes Ziel ist es, eine CO2-neutrale Zukunft mitzugestalten. Um dies zu erreichen, werden wir in den kommenden drei Jahren 400 Millionen Euro investieren. Des Weiteren wird unser Portfolio durch die Produktion erneuerbarer Energien ergänzt. All das sind Bestandteile unserer Strategie GASAG 2025.

Wie positioniert sich die GASAG als Infrastrukturdienstleister in einem sich dramatisch wandelnden Energiemarkt?

Erdgas ist in Berlin mit über 50 Prozent der wichtigste Brennstoff für die Wärmeversorgung. Fast jedes zweite Gebäude ist bereits an das Erdgasnetz angeschlossen. Unser Ziel ist, dass auch unsere Kunden den Klimaschutz stärker fokussieren und zum Beispiel durch die Klimaprämie zum Wechsel von Öl auf Gas motiviert werden. Es gibt immer noch 20 Prozent Ölheizungen, da müssen wir ran.

Welche Strategien verfolgt die GASAG als breit aufgestellter Energieerzeuger und -dienstleister im Bereich Digitalisierung? Wo sind noch Potenziale, die Sie heben wollen?

Wer die Kunden da abholen will, wo sie stehen, kommt um digitale Konzepte nicht herum. Die Technik hilft uns dabei, den Kunden immer stärker in den Mittelpunkt zu stellen, ihn besser zu verstehen und den Kontakt in beide Richtungen zu intensivieren. Viele wollen halt nicht mehr ins Kundenzentrum kommen, erwarten aber trotzdem zeitgemäßen Service. Zudem hat Digitalisierung bereits jetzt in zahlreichen Prozessen, bei Produkten oder in der Kommunikation zu effizienten und intelligenten Abläufen beigetragen.

In Zukunft werden in Städten und Quartieren ganz andere Energie- und Mobilitätsvoraussetzungen herrschen. Welchen Beitrag für nachhaltige Stadtquartiere kann die GASAG dabei leisten?

Der EUREF-Campus beweist eindrucksvoll, was wir dank unserer Erfahrung und unserem fachlichen Know-how zur Energiewende in Quartieren beitragen können. Der Campus wird bereits seit 2014 CO2-neutral versorgt und das zu marktgerechten Preisen. Auch unser Tochterunternehmen GASAG Solution Plus hat viele Projekte, in denen Klimaschutz und Erneuerbare Energien ein Thema sind.

Langfristig sollten in den Städten Energiespeicherlösungen eingeplant werden. Die GASAG hat nahe des Olympiastadions einen großen Erdgasspeicher, der bis 2023 stillgelegt werden soll. Ich sehe hier die Möglichkeit, den Speicher sinnvoll zu nutzen und darin zum Beispiel Wasserstoff, umgewandelt aus Erneuerbaren Energien, einzuspeichern. Generell kann das Gasnetz auf diese Weise ein starkes Instrument für die Energiewende werden.

Sie gehen ja bereits vielfältige Partnerschaften ein, ich nenne nur Gegenbauer und die CG Gruppe. Welche Rolle wird die GASAG im Jahr 2030 spielen?

Wichtig ist mir, dass beide Seiten lernen und von Partnerschaften profitieren können. Grundsätzlich sind wir mit unseren Angeboten schon sehr gut aufgestellt. Aber wir wissen, dass sich die Immobilienwirtschaft weiter verändern wird, wo wir 2030 stehen werden, wissen wir dementsprechend jetzt noch nicht final. Aber die Richtung ist klar: Vom Dach bis in den Keller, vom Einfamilienhaus bis zum Quartier können wir dem Kunden liefern, was er braucht. Ob Wärme, Kälte, Versorgungskonzepte, Erneuerbare Energien oder Mobilitätslösungen.

Was sind die aktuellen Forschungsfelder der GASAG und mit welchen Institutionen kooperieren Sie?

Wir haben als Unternehmen selber keinen eigenen Forschungsbereich. Umso wichtiger ist für uns, auch als Berlin Partner, die Kooperation mit anderen Berliner Institutionen. Ein gutes Beispiel ist das InfraLab Berlin, ein Co-Working- und Co-Creation-Projekt der sechs großen Infrastrukturunternehmen, BSR, BVG, BWB, Vattenfall, Veolia und der GASAG, auf dem EUREF-Campus. Gemeinsam wollen wir einen Beitrag für die Entwicklung Berlins leisten, indem wir in enger Zusammenarbeit mit Politik, Industrie und Wissenschaft Smart City-Projekte realisieren.

Wie sieht es mit der Wirtschaftlichkeit der GASAG aus?

Derzeit sind wir wirtschaftlich gut aufgestellt. Mit dem Jahr 2018 waren wir zufrieden. Um jedoch langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen wir strategische Veränderungen vornehmen. Dazu gehört auch, dass wir das Unternehmen etwas verschlanken müssen.

Sie spielen auch im Markt der Elektromobilität eine Rolle. Wie sehen Sie hier die Perspektiven und was ist Ihr Beitrag für eine flächendeckende Versorgung?

Mobilität ist ein sehr wichtiges Thema, das sich sehr gut mit dem Thema Energie koppeln lässt. Das Stichwort Eco-Mobilität spielt hier eine wichtige Rolle. Grundsätzlich sehe ich die Elektromobilität im Bereich Stadtverkehr angesiedelt. Hier bringen wir uns als Unternehmen deutlich ein. Unser Leasingangebot mit einem E-Smart lief sehr gut, was uns darin bestätigt, neue Angebote in diesem Bereich zu schaffen. Gemeinsam mit ubitricity bieten wir Ladelösungen für zu Hause. Und auch in neuen Stadtquartieren entwickeln wir neue Energielösungen, wie etwa in der Tiefgarage installierte E-Ladesäulen. Außerdem arbeiten wir derzeit an einem konkreten Angebot für das Handwerk und die Taxibranche. Unser Ziel wird esdabei sein, gemeinsam mit einem Automobilhersteller Erdgasfahrzeuge in nennenswerter Größenordnungen in den Markt zu bringen, als Alternative zum Diesel. Damit haben wir schon früher gute Erfahrungen gemacht, ich erinnere an die Aktion „1000 Umwelttaxis“.

Potenzial sehe ich zum Beispiel auch im ÖPNV. So könnten die Fahrzeuge mit Biogas betrieben werden, was der Umwelt zugutekommt. Auch im Schwerlastverkehr wäre der Einsatz von Erdgas eine Alternative zum Diesel, um schnell etwas für den Klimaschutz und für die Luftreinhaltung zu tun. Und deutlich leiser sind diese Fahrzeuge auch. Das Berliner Erdgas-Tankstellennetz könnte aus dem Stand 10.000 zusätzliche Fahrzeuge versorgen.

Die GASAG ist ja traditionell ein Good Corporate Citizen. Welche Schwerpunkte beim bürgerschaftlichen Engagement wollen Sie persönlich setzen?

In der Hauptstadtregion haben wir tiefe Wurzeln und hier sind wir zuhause. Deshalb legen wir auf Partnerschaften sehr viel Wert. Unser längstes und größtes Sponsoring ist und bleibt das für die Eisbären Berlin. Dieses Engagement besteht schon seit 22 Jahren, wodurch natürlich auch eine emotionale Bindung entstanden ist. Neben dem Sport unterstützen wir aber auch andere kulturelle Vereine oder Veranstaltungen, wie etwa die Einheitsfeier im vergangenen Jahr rund ums Brandenburger Tor. Wir sehen uns als Partner der Bürger und sind uns unserer sozialen Verantwortung bewusst. (cr)

Veranstaltungen

Stage Set Scenery

Die internationale Fach- und Kongressmesse für Veranstaltungstechnik ist ein Branchentreff für Fachleute und Entscheidungsträger, Einkäufer sowie technisches Personal aus Film, Theater, Oper, Museen und Event.

Die „International Stage Technology Conference“ ist Bestandteil der Messe und bietet Teilnehmern Vorträge und Podiumsdiskussionen mit Fachleuten sowie Gelegenheit zum Wissens- und Gedankenaustausch. Das dreitägige Kongressprogramm beinhaltet neben Workshops auch Präsentationen, Seminare sowie Round Tables zu technischen Lösungen und innovativen Produkten. Diese können bei Live-Vorführungen vor Ort im Einsatz erlebt werden.