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Verlosung: Freikarten für die IFA in Berlin

Na auch schon gespannt, welche Innovationen die führenden Marken der vernetzten digitalen Welt in den Startlöchern haben?  Die BERLINboxx verlost exklusiv 3 x 2 Karten für einen freien Eintritt an einem Tag auf der IFA vom 06. bis zum 11. September 2019.

Hier finden Sie die Teilnahmebedingungen ebenso wie die Möglichkeit, an der Verlosung teilzunehmen: https://www.facebook.com/BERLINboxx/

Die Internationale Funkausstellung kurz IFA

Die seit 1924 in Berlin stattfindende Internationale Funkausstellung kurz IFA ist heute mit mehr als 200.000 Besuchern und Ausstellern aus aller Welt die größte Publikums- und Ordermesse für Consumer Electronics. Nahezu alle großen Elektronikfirmen sind dort sechs Tage lang präsent. Neben Kameraherstellern werden Anbieter der Segmente TV, Notebooks, Navigationsgeräte und von neuen Smart Home-Angeboten erwartet. Aber auch im Bereich moderner Kuchengeräte gibt es einiges zu Bestaunen. Oder lassen Sie sich in die Medizin der Zukunft entführen und sehen Sie, was im Bereich Digital Health passiert.

Sowohl Händler als auch private Verbraucher informieren sich hier über die neuesten Entwicklungen im Bereich der Kommunikationstechnologie und bestaunen die Produkte von morgen.

Bekannt ist die Messe aber auch für ihr umfangreiches Showprogramm: Auf der Bühne des IFA-Sommergartens geben namenhafte Stars ihre neusten Hits zum Besten, und die Showbühnen bieten diverse Events von der Kochshow bis zur Autogrammstunde. (red)

So funktioniert es:

Der Ticketcode muss im Internet auf der Seite www.ifa-voucher.com eingelöst werden. Sollten Sie bei der Einlösung der Ticketcodes Hilfe benötigen, beachten Sie bitte den Leitfaden zur Nutzung der Ticketcodes für die IFA 2019 unter folgendem Link.

Das IFA-Tagesticket kann so einfach am PC ausgedruckt werden und berechtigt gleichermaßen an allen Eingängen zum Eintritt auf das Messegelände.

„Berlin hat sich zum Zukunftslabor Deutschlands entwickelt“

Im Gespräch mit Barbro Dreher, Staatssekretärin für Wirtschaft, Energie und Betriebe

Seit dem 13. Februar 2019 ist Barbro Dreher die neue Staatssekretärin für Wirtschaft, Energie und Betriebe an der Seite von Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Bündnis 90/ Die Grünen). Die BERLINboxx hat mir ihr über ihre Ziele, große Herausforderungen, die Berliner Verwaltung und über Messen und Kongresse in der Hauptstadt gesprochen.

Gut drei Monate sind Sie jetzt im Amt. Welche Ziele haben Sie sich gesetzt? Können Sie schon eine erste Bilanz ziehen?

Mein Ziel ist, die erforderlichen Schritte zur Verstetigung des Wirtschaftsaufschwungs einzuleiten und die Berliner Wirtschaft dort zu unterstützen, wo sie unsere Unterstützung braucht. Denn wo Arbeitsplätze fehlen, wird Wachstum nicht möglich sein. Die Herausforderungen auch der notwendigen Digitalisierung innerhalb der Wirtschaftszweige sind groß und können nur gemeinsam gestemmt werden.

Die Neuansiedlung von Unternehmen – vor allem in unseren elf Zukunftsorten muss begleitet und erfolgreich werden. Und nach gut drei Monaten bin ich da sehr zuversichtlich, dass uns das gelingen wird.

Wo liegen die aktuell größten Herausforderungen des Wirtschaftsstandortes Berlin?

Mit dem Wirtschaftsstandort Berlin geht es endlich wieder aufwärts. Wir haben einen radikalen strukturellen Wandel hinter uns. Seit fünf Jahren wächst die Berliner Wirtschaft sogar schneller als im Bundesdurchschnitt. Die Entwicklung kommt bei den Berlinerinnen und Berlinern an: In den letzten beiden Jahren entstanden rund 100.000 neue Arbeitsplätze. Auch bei Unternehmensgründungen ist Berlin im Bundesvergleich ganz vorn, insbesondere bei Digitalunternehmen und Startups. Diese positive Entwicklung der wachsenden Stadt hat gleichzeitig zur Folge, dass es enger wird in der Stadt. Flächen werden knapp und es entstehen Konkurrenzen, zum Beispiel zwischen einem unternehmerischen Investitionsvorhaben und dem Bedarf eines Wohngebäudes. Bei aller Unterstützung hierfür dürfen wir die Arbeitsplatzentwicklung nicht aus dem Blick verlieren. Um die Potenziale unseres dynamischen Wirtschaftswachstums weiterhin ausschöpfen und einen weiteren Arbeitsplatzzuwachs zu erreichen, ist ein ausreichendes Flächenangebot für die Sicherung, Erweiterung und Neuansiedlung von Unternehmen unser prioritäres Anliegen. Daher verfolgen wir einer engagierten Gewerbeflächenpolitik, setzen uns für die planerische Sicherung von Flächen ein und stellen Mittel für den Ankauf von Gewerbeflächen bereit.

Hiermit umzugehen und für alle Beteiligten annehmbare Lösungen zu finden, ist nicht immer leicht und bedarf eines kooperativen Politikstils aller Beteiligten.

Wie will der rot-rot-grüne Senat dafür sorgen, dass die Berliner Wirtschaft auch nachhaltig von dem aktuellen Boom profitiert?

Ökonomisch hat Berlin tatsächlich die Wende geschafft, hat sich von der Hauptstadt der Probleme zum Zukunftslabor Deutschlands gewandelt. Zentrale Quellen dieses Erfolgs sind sicherlich die exzellente Forschungslandschaft und die sehr innovative Kreativ- und Digitalwirtschaft. Hier haben wir anderen Metropolen einiges voraus. Jetzt kommt es darauf an, die positive Entwicklung in den Unternehmen und für den Arbeitsmarkt zu verstetigen und dafür Sorge zu tragen, dass möglichst viele Berlinerinnen und Berliner davon profitieren. Deshalb haben wir das Jahrzehnt der Investitionen ausgerufen. Wir investieren in die Stadt von morgen, in Wohnungen, Schulen, Verkehrswege und die öffentliche Versorgung mit dem Ziel, die Stadt auch für zukünftige Generationen lebenswert und dynamisch zu gestalten. Aus wirtschaftspolitscher Sicht geht es dabei vor allem darum, die Infrastruktur des Standorts Berlin so zu gestalten, dass sie auch in Zukunft als wettbewerbsfähige Plattform und für einen stabilen Wachstumsprozess dienen kann. Digitalisierung ist vor allem ein Metropolenthema und damit für Berlin die große Chance, Vorreiter und Richtungsgeber bei neuen, die zukünftige Wettbewerbsposition bestimmenden Entwicklungen zu sein.

Zukunftslabor Berlin

Die Berliner Wirtschaft macht sich bereits für die Zukunft | Foto: Bild von Pexels auf Pixabay

Sie gehören seit 1977 der Berliner Verwaltung an. Was sind nach Ihrer Wahrnehmung die besonderen Herausforderungen der Berliner Verwaltung? Gibt es grundsätzliches, was Sie an der Berliner Verwaltungsstruktur ändern würden?

Die Beschäftigten der Berliner Verwaltung – das erst mal vorweg – sind oftmals viel besser als ihr Ruf. Häufig müssen sie zu Unrecht den Kopf für Dinge hinhalten, die an ganz anderen Stellen schiefgelaufen sind. Dennoch gibt es immer etwas zu verbessern. Der Berliner Senat hat kürzlich den „Zukunftspakt Verwaltung“ verabschiedet, in dem es ganz konkret um Vereinheitlichung von Prozessen, die deutlich beschleunigte Digitalisierung von Dienstleistungen und den Abbau von unklaren Zuständigkeiten geht. Bekommen wir das alles zügig auf den Weg, wird auch die Wahrnehmung der Verwaltung in der Öffentlichkeit eine andere, eine bessere, werden. Daran will ich aktiv mitwirken.

Die Messe Berlin GmbH gehört zu 99,70 Prozent dem Land Berlin. Welche Bedeutung hat der Messebetrieb für die Hauptstadt?

Eine Messe ist immer ein Aushängeschild der Wirtschaft einer Stadt. Die Messe ist der Salon, in den die Stadt ihre Handelspartnerinnen und Handelspartner einlädt, um sich über die neuesten Entwicklungen in dem jeweiligen Wirtschaftszweig zu informieren. Die Ausstellerinnen und Aussteller können ihren Kundinnen und Kunden präsentieren, was sie anzubieten haben und um sich zu vergleichen, wo Mitbewerberinnen und Mitbewerber stehen. Der Messegast möchte von der neuen Waren- und Dienstleistungswelt inspiriert werden und zwischen verschiedenen Angeboten eine Auswahl treffen können. Schließlich lebt eine Messe von der Begeisterung, die sie bei den Messebesucherinnen und Messebesuchern auslöst. Berlin beheimatet eine Reihe von Messen, die mit ihrem offenen Publikumscharakter ganz hervorragend in die deutsche Hauptstadt passen. Seien es die Internationale Funkausstellung, die ITB-Berlin oder die Internationale Grüne Woche, die regelmäßig hunderttausende Messegäste in die Hauptstadtregion locken und begeistern.

Mit dem Betrieb einer Messe werden stets vielfältige wirtschaftliche Dimensionen angesprochen: Messen haben eine ganz direkte wirtschaftliche Bedeutung für die Unternehmen, die als Ausstellerinnen und Aussteller für das Waren- und Dienstleistungsangebot einer Messe sorgen. Diese Unternehmen hoffen auf neue Aufträge und Verkäufe, die ihnen ihre zukünftigen Umsätze sichern. Nicht nur die Ausstellerinnen und Aussteller sowie Kundinnen und Kunden profitieren von einer Messe. Es ist auch immer der Messestandort selbst. Viele Wirtschaftsbereiche profitieren unmittelbar von den anreisenden Besuchern. Dazu gehören vor allem die Bereiche, die mit den Messe-Gästen Kontakt haben, wie die Hotellerie, die Gastronomie oder die vielen Transportunternehmen. Berlin wird eine bedeutende Messestadt bleiben – in Deutschland die wichtigste.

Welche Messe würden Sie gerne nach Berlin holen? Gibt es eine Messe-/Kongressveranstaltung, die Ihnen besonders am Herzen liegt?

Berlin ist ein attraktiver Messe- und Kongressstandort, auch international. Die Entwicklung einer weiteren großen Leitmesse in und für Berlin, mit der Berlin die Attraktivität, Professionalität, Offenheit und Nachhaltigkeit dieser Stadt beweisen kann, liegt mir daher sehr am Herzen. Berlin positioniert sich vor allem – aber nicht nur – bei Kongressen der Gesundheitswirtschaft und -verbände, der IT-Branche und der politischen Foren als beliebte Tagungsmetropole. Dahinter steht neben der Attraktivität des Standorts die erfolgreiche Akquisearbeit des Berlin Convention Office von visitBerlin.

Gegenüber 2017 ist die Zahl der Tagungen und Kongresse 2018 um 2,3 Prozent gestiegen. Wo liegt Ihrer Meinung nach die Anziehungskraft der Hauptstadt für diese Art von Veranstaltungen?

Früher spielte die touristische Attraktivität einer Kongressstadt eine nicht unwesentliche Rolle für die Entscheidung der Veranstalter für eine Stadt, gerade bei Incentives. Heute haben Aspekte wie Professionalität von Location, Dienstleistern und Hotellerie noch mehr an Bedeutung gewonnen. Berlin hat beides zu bieten. Es ist als Stadt selbst schon ein echter Magnet, auch nach dem zweiten und dritten Besuch. Und im Laufe der Zeit hat die MICE-Branche – Meetings, Incentives, Conventions, Exhibitions – einen Grad an Professionalität und Leistungskraft erreicht, die Berlin europa- und weltweit in der Spitzenliga mitspielen lässt.

Moderne Kongresshotels und Veranstaltungsräume, Spitzen-Caterer und technische Dienstleister aller Art machen das möglich. Dass die Hotellandschaft internationalen Standards genügt und eine auch auf Spitzenzeiten ausgelegte Bettenzahl bietet, setze ich dabei schon als selbstverständlich voraus. Um das alles bei potentiellen Veranstaltern richtig zur Geltung zu bringen, haben sich die Verwaltung, visitBerlin und die Berliner Hotels in einer Kongresscharta zusammengefunden und machen den Veranstaltern ein professionelles Service-Angebot. Und noch ein Aspekt, der seit einiger Zeit für uns an Bedeutung gewinnt, spricht für Berlin: Wir sind dabei, uns auch als nachhaltige Tagungsmetropole in der Spitzengruppe zu positionieren. Verantwortungsbewusste Veranstalter legen Wert auf ökologischen Umgang mit Themen wie Anreise zur Tagungsstätte, Catering ohne Verschwendung von Ressourcen und Vermeidung von Abfall sowie eine bewusste Planung der CO2-Bilanz des Tagungsformats. Auch das fördern wir durch die GREEN MEETING-Plattform, Beratung und Vernetzung durch das Berlin Convention Office. (aw)

In Berliner Start-ups wird am meisten Geld investiert

Die Start-ups in Berlin bekommen deutschlandweit am meisten Geld. Die neu gegründeten Firmen mit innovativen Ideen und hohem Wachstumspotential haben in der Hauptstadt im ersten Halbjahr 2019 insgesamt eine Rekordsumme von 2,1 Milliarden Euro erhalten – ein Anstieg um 28 Prozent. Das geht aus dem aktuellen Start-up-Barometer der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young hervor, das halbjährlich erscheint. So wurden im ersten Halbjahr in 332 Investitionsrunden 2,8 Milliarden Euro investiert, 19 Prozent mehr als im Vorjahres-Vergleichszeitraum.

Drei Viertel des Wagniskapitals an Berlin

Der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutsche Startups e.V., Florian Nöll, zeigte sich erfreut. Berliner Start-ups würden mit 2,1 Milliarden Euro drei Viertel des gesamten Wagniskapitals in Deutschland erhalten. Das zeige, welches Potential Investoren aus aller Welt in den Berliner Start-ups sehen, sagte er gegenüber der Berliner Morgenpost. Entscheidend sei, dass diese Potentiale auch ausgeschöpft werden, so Nöll.

Trotzdem warnte der Vorsitzende des Bundesverbandes, dass die Knappheit an verfügbaren Büroräumen und jungen Talenten die positiven Entwicklungen zu bremsen drohe. Er meint: „Hier ist auch das Land Berlin aufgefordert, Lösungsvorschläge vorzulegen, damit die Hauptstadt, gerade auch im internationalen Vergleich, ihren Spitzenplatz behält und ausbaut.“

Nicht alle Branchen profitieren gleichermaßen

Doch dabei profitieren nicht alle Bereiche in der Branche gleichermaßen an dem Wachstum.  Laut den am heutigen Freitag veröffentlichten Zahlen verliert vor allem die E-Commerce-Sparte an Investitionen. Im ersten Halbjahr 2018 konnte in dem Bereich allein über eine Milliarde Euro eingesammelt werden. Dagegen gingen die Investitionen 2019 auf 200 Millionen Euro zurück. Allerdings konnte der Bereich Finanz- und Versicherungstechnologie mit 704 Millionen starke Gewinne erzielen. In der Branche der Mobilität konnten Start-ups mit 659 Millionen Euro sogar fünfmal so viel Kapital wie im Vorjahreszeitraum erhalten.

Wirtschaftssenatorin zeigt sich optimistisch

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Bündnis 90/Die Grünen) kommentiert das Ergebnis des aktuellen Start-up-Barometers: „Berlin ist und bleibt die Start-up-Metropole Deutschlands“. Start-ups bräuchten Freiheit, Vielfalt und Talente, all das würden sie in Berlin finden, so Pop. Sie sagt: „Wir bieten beste Rahmenbedingungen, die Nähe zu europäischen Märkten und ein einzigartiges Start-up-Ökosystem. Wir setzen Impulse für Innovation und bringen Wissenschaft und Wirtschaft zusammen – das ist der Schlüssel.“ (lb)

Berliner Senat setzt sich gegen Identitätsdiebstahl ein

Der Berliner Senat will sich künftig mehr gegen Identitätsdiebstahl einsetzten. Auf Vorlage des Justizsenators Dr. Dirk Behrendt (Bündnis 90/ Die Grünen) hat der Senat am vergangenen Dienstag eine Bundesinitiative zur Bekämpfung des Identitätsdiebstahls beschlossen. Die Bundesregierung wird darin aufgefordert, neue gesetzliche Regelungen zur stärkeren Bekämpfung dieser Form von kriminellen Machenschaften zu prüfen. Der Anlass ist die zuletzt starke Zunahme von Identitätsdiebstählen im Internet.

Berliner Senat: Identitätsdiebstahl vor allem im Internet

Senator Behrendt äußerte sich dazu: „Identitätsdiebstahl spielt vor allem im Versandwarenhandel eine große Rolle. Es werden auf fremden Namen Waren bestellt, aber nicht bezahlt. Im Ergebnis sehen sich unbescholtene Bürgerinnen und Bürger mit Inkassoforderungen und Schufa-Einträgen konfrontiert. Diesem kriminellen Handeln muss ein Riegel vorgeschoben werden.“

Ziel der Bundesratsinitiative ist es, bei Unternehmen mehr Transparenz zu schaffen, welche die Bonitätsprüfung vornehmen. Dazu zählt unter anderem die SCHUFA Holding AG. Denn bisher verantwortet ein Warenhaus, das Waren auf Rechnung verzeichnet, die Einhaltung der Zahlung nicht selbst. Bei Nichtzahlung gibt es die Forderungen in der Regel an ein Inkassounternehmen ab. Dieses ermittelt dann die Adresse des vermeintlichen Schuldners. Parallel zur Mahnung wird dann meist schon eine Meldung an die SCHUFA versendet. Wenn Unternhemen oder Verbraucher Einsicht in ihre Daten bei der SCHUFA erhalten wollen, müssen sie in der Regel ein kostenpflichtiges Abonnement abschließen.

67,7 Prozent der Betrugsfälle im Internet

Allein in Berlin sind im vergangenen Jahr 30.009 Fälle von Waren- und Warenkreditbetrug registriert worden. 67,7 Prozent der Betrugsfälle fanden im Internet statt. Opfer von Identitätsmissbrauch sind unter anderen auch 40 Parlamentarier. Neben Mahnverfahren drohen Eintragungen bei der SCHUFA, die man ohne Anwalt meist nicht mehr löschen kann. (lb)

BVG optimiert Buslinien in der Innenstadt

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) hat neue Fahrplanänderungen veröffentlicht. Zum Ende der Berliner Sommerferien werden einige der wichtigsten Buslinien in der Innenstadt neu sortiert – die Flughafenlinie TXL wird geteilt und es soll eine neue Linie für Touristen kommen. Mit diesen Änderungen möchte die BVG Verspätungen künftig minimieren und ihr Angebot erweitern.

BVG kürzt TXL-Linie

Ab dem 04. August wird die Flughafenlinie TXL geteilt. Als TXL wird sie dann nur noch zwischen Flughafen Tegel und Hauptbahnhof verkehren.

Der östlich vom Hauptbahnhof gelegene Streckenabschnitt bis zum Alexanderplatz wird vom 245er übernommen, der momentan nur zwischen Zoologischem Garten und Hauptbahnhof fährt. Der Anlass für die Umstrukturierung ist, dass der TXL-Bus in den vergangenen Monaten vermehrt wegen übermäßiger Staus und Falschparker auf diesem Streckenabschnitt ausfiel. Zudem hat der Abschnitt eine relativ schwache Nachfrage und dafür verhältnismäßig zu viel Verspätung.

Ähnliche Gedanken stecken hinter der Änderung der Linie M84. Von Zehlendorf und Steglitz aus fährt sie künftig nur noch bis zum Potsdamer Platz und wendet an der Mohrenstraße, statt wie bisher am Alexanderplatz. Der Dauerstau an der Leipziger Straße wird damit vermieden.

Neue Touristenlinie 300

Der 300er wird als weitere „Touristenlinie“ erstmals durch den östlichen Teil der Hauptstadt fahren. Von der Philharmonie über den Potsdamer Platz durch die Wilhelmstraße, Unter den Linden entlang zum Alexanderplatz und weiter an der Jannowitzbrücke und East Side Gallery vorbei zum Bahnhof Warschauer Straße wird der 300er in Zukunft fahren.

Auf der Linie werden dann auch Elektrobusse verkehren. Denn das massive Schadstoffproblem der Leipziger Straße, wo stadtweit die höchsten Stickoxid-Werte gemessen werden, soll vermindert werden. Zu Anfang werden dort nur noch relativ saubere Euro-VI-Dieselbusse fahren und ab dem nächsten Frühjahr die elektrischen Gelenkbusse, die die BVG kürzlich beim polnischen Hersteller Solaris bestellt hat.

Das neu entstandene Viertel um die Mercedes-Benz-Arena herum hat die Nachfrage dort deutlich erhöht, meinte BVG-Sprecher Markus Falkner. Mit dem 300er bekomme die Gegend einen Zehnminutentakt – als Ersatz für den 248er, der alle 20 Minuten vom Breitenbachplatz über Südkreuz dann nur noch bis zum Alex fährt, so Falkner.

Stabilerer Fahrplan

Insgesamt ergibt sich durch die Neusortierung der Buslinien nach Auskunft von Falkner eine minimale Erweiterung des Angebots. Allerdings wird der wesentliche Effekt ein stabilerer Fahrplan sein, so Falkner weiter. (lb)

Weltweit gutes Klima dank „Berliner Luft“

Das Unternehmen Berliner Luft kann dank des Geschäftsführers Michael Nagl internationale Erfolge feiern. Nach der Wende hatte Nagl den Hersteller von Klimatechnik aus Lichtenberg von der Treuhand übernommen. Es folgte eine ausgiebige Sanierung des ehemaligen volkseigenen Betriebes und damit die Sicherung seiner Zukunft. Heute will Nagl in neue Geschäftsfelder investieren und das Berliner Unternehmen weiter ausbauen.

Berliner Luft: Entwicklung zum größeren Mittelständler

Das Unternehmen entwickelt und baut an 13 Standorten in Deutschland, Österreich, Kroatien, Polen, Brasilien und Mexiko Systeme, Geräte und Komponenten für Klima- und Lüftungsanlagen. Vor allem in Bürogebäuden, aber auch in Gewerbeeinheiten und Industrieanlagen sind die Berliner Klimatechniken verbaut. Mittlerweile ist aus dem ehemaligen kleinen Betrieb aus der Wende ein größerer Mittelständler geworden. Berliner Luft beschäftigt mehr als 800 Mitarbeiter.

Als Volkseigener Betrieb der DDR hatte Berliner Luft mit dem Wechsel zur Marktwirtschaft zu kämpfen. Vor dem Fall der Mauer waren mehr als 2.000 Menschen bei dem Unternehmen tätig. Nachdem Michael Nagl 1994 einen Teil des Unternehmens privatisierte, lag die Zahl nur noch bei 130 Angestellten. Zur Zeiten der DDR lieferte das Unternehmen hauptsächlich an die damaligen Sowjetunion. Westeuropäische Kunden gab es hingegen kaum.

Größter Anbieter für eckige Lüftungsanlagen

Nagl baute nach und nach ein deutschlandweites Netz aus Vertriebs- und Produktionsstandorten auf. In Berlin produziert das Unternehmen in einer kleinen Halle in der Nähe des Firmensitzes. Unternehmensweit produziert der Hersteller von Klimatechnik gut 1,8 Millionen Quadratmeter eckiger Lüftungsanlagen. Berliner Luft ist damit europaweit der größte Anbieter in dem Bereich.

Heute sind die Klima- und Lüftungssystem aus Berlin in Gebäuden auf der ganzen Welt zu finden. Beispielsweise in Frankfurt am Main, Brüssel, Hamburg sowie in China stattete der Mittelständler bereits verschiedene Projekte mit der Technik aus. In der Hauptstadt stellen die Mitarbeiter derzeit vor allem Lüftungskanäle für den Neubau des Medienhauses Axel Springer in Mitte her. Allerdings verändert sich das Geschäft in Berlin. Energiesparende Kühlsysteme werden immer wichtiger.

Umweltbewusstsein der Kunden nimmt zu

Am Standort Bexbach/Saarland arbeitet Berliner Luft vor allem an neuer Technik. Immer gefragter sind Anlagen, mit denen Wärme intelligent zurückgewonnen und erneut in das Kühlsystem eingespeist werden kann. Aber auch bei industriellen Lüftungsanlagen, etwa zur Abluftreinigung bei Lackierereien, verbaut Berliner Luft energieeffizientere Einheiten als noch vor ein paar Jahren. Michael Nagl erklärt: „Das Umweltbewusstsein nimmt zu. Kunden fragen diese ressourcensparenden Systeme verstärkt nach“.

Große Investitionen in Planung

Inzwischen hat sich er Unternehmer allerdings auch neuen Kunden zugewandt. Berliner Luft beliefert seit zwei Jahren zusätzlich Werften mit Klimatechnik. Viele Anlagen aus Berlin sind mittlerweile auf hoher See unterwegs. Vor allem auf Kreuzfahrtschiffen sind die Techniken im Einsatz. Fast zehn Prozent macht das Geschäft mit den Ozean-Riesen inzwischen am Gesamtumsatz von Berliner Luft aus – Tendenz steigend.

Zudem ist die Übernahme eines Produktionsbetriebes oder der Aufbau einer eigenen Fertigungseinheit in der Nähe der französischen Atlantikküste geplant. Zwischen drei und fünf Millionen Euro will Berliner Luft dafür ausgeben, sagt Geschäftsführer Nagl. (lb)

Digitalisierung erfordert Beweglichkeit

Im Gespräch mit Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie

Die voranschreitende Digitalisierung verändert wie wir leben und arbeiten. Doch wie weit ist Deutschland bei diesem Thema?

Das Handelsblatt bezeichnete Sie bereits 2012 als „Twitter-König“. Das Thema Digitalisierung und soziale Medien ist also kein Fremdwort für Sie. Doch noch immer ist viel zu tun – wo sehen Sie den größten Handlungsbedarf im Bereich Digitalisierung?

Deutschland hat eine gute Startposition in Sachen Digitalisierung. In der Tat ist es jetzt aber notwendig, dass wir die dringenden Themen angehen – die Bundesregierung trägt ihren Teil mit konkreten Projekten dazu bei, die Wirtschaft muss das Ihrige dazutun. Handlungsbedarf sehe ich insbesondere bei den folgenden Themen.

  1. Breitbandausbau/5G: Wir benötigen bis zum Jahr 2025 gigabitfähige Netze und müssen uns zum Leitmarkt für 5G entwickeln.
  2. Künstliche Intelligenz: KI ist DIE Schlüsseltechnologie für die gesamte Wirtschaft. In der Forschung sind wir schon sehr gut, bei der Kommerzialisierung praktischer Anwendungen besteht erheblicher Nachholbedarf. Hier setzen wir mit der KI-Strategie und ich selbst mit meiner Nationalen Industriestrategie 2030 an. Das BMWi ist auch schon in die Umsetzung der KI-Strategie eingestiegen: Rund 130 Konsortien haben sich beworben, um im Rahmen unseres KI-Innovationswettbewerbs Leuchtturmprojekte der KI in Deutschland umzusetzen.
  3. Wagniskapital: Wir brauchen mehr Wagniskapital in Deutschland, insbesondere in der frühen Wachstumsphase, damit gute Ideen und innovative Geschäftsmodelle bei uns groß werden. Viel zu oft gehen helle Köpfe ins Ausland, weil Ihnen bei uns die finanzielle Unterstützung zur weltweiten Skalierung ihrer Ideen fehlt. Gerade erst Ende März hat daher der Bund gemeinsam mit der KfW eine Venture-Debt-Finanzierung für innovative Unternehmen in der Wachstumsphase gestartet.

Deutschland hinkt im europäischen Vergleich immer noch hinterher, wenn es um die digitale Infrastruktur und den Breitbandausbau geht. Im aktuellen Index der EU-Kommission für Digital Economy und Society 2018 Deutschland gerade einmal Platz 14 belegt. Was machen andere besser und wie kann Deutschland aufholen?

Der Country Report für Deutschland stellt zutreffend fest, dass es ein Stadt-Land-Gefälle bei der Breitbandversorgung in Deutschland gibt und insgesamt noch wenige Glasfaseranschlüsse verfügbar sind. Gerade für Unternehmen ist eine „mangelnde Breitbandversorgung“ das häufigste Digitalisierungshemmnis – hier müssen wir schnell besser werden, denn viele andere Länder sind uns tatsächlich einige Schritte voraus. Beim Ausbau besonders zukunftsfester Glasfasernetze besteht das Problem, dass die Nachfrage noch unterentwickelt ist: Nur etwa ein Drittel der wenigen bestehenden Glasfaseranschlüsse werden auch tatsächlich genutzt. Deshalb werden wir politisch flankieren: Insbesondere durch einen entsprechenden Ordnungsrahmen, zum Beispiel eine investitionsfreundliche Regulierung zukunftsfester Glasfaseranschlussnetze und durch die Bereitstellung zusätzlicher öffentlicher Mittel.

Aktuell wird viel über die Einführung des 5G-Standards gesprochen. Ist es nicht viel wichtiger Funklöcher, sogenannte weiße Flecken im Mobilfunknetz, zu beseitigen und zumindest 4G, also den aktuellen Standard flächendeckend einzuführen?

Beides ist wichtig. Die aktuelle Mobilfunkdebatte in Deutschland hat zwei Schwerpunkte: die mangelhafte Versorgungssituation und Maßnahmen zu deren Verbesserung einerseits sowie die neue Mobilfunkgeneration 5G andererseits. Die Bedingungen für die aktuell laufende Frequenzauktion umfassen umfangreiche Versorgungsauflagen und Anreize für kooperativen Netzausbau, wofür sich die Bundesregierung eingesetzt hat. Netzbetreiber müssen insbesondere entlang der Autobahnen für schnelles Internet sorgen; auch die Versorgung entlang der übrigen Verkehrswege wird sich verbessern. Mit der laufenden Auktion ebnen wir zudem den Weg für hochleistungsfähigen 5G-Mobilfunk, der auch einen wichtigen Beitrag zum Gigabitnetzausbau im Bereich der „letzten Meile“ leisten kann. Darüber hinaus wird die Bundesregierung bis Mitte des Jahres 2019 ein Gesamtkonzept erarbeiten, das über reine frequenzregulatorische Maßnahmen hinausgeht und geeignet ist, auch weiße Flecken im Mobilfunknetz rasch zu schließen.

Das Vertrauen der Deutschen in die Digitalkompetenz der Bundesregierung ist gering ausgeprägt. Woran glauben Sie liegt das und was machen Sie, um dieses Bild zu verändern?

Die aktive Gestaltung der Digitalisierung ist außerordentlich komplex und wurde nicht zuletzt deswegen in Deutschland zur Chefsache gemacht. Unter Federführung des Kanzleramts wurde die Umsetzungsstrategie „Digitalisierung gestalten“ im November 2018 verabschiedet – damit werden die vielfältigen Maßnahmen der verschiedenen Ressorts zentral gesteuert. Ein wichtiger Beitrag in diesem Zusammenhang und ganz konkreter Nutzen für Bürger und Bürgerinnen sowie Unternehmen ist die zunehmende Digitalisierung der Verwaltung. Bis 2022 sollen alle relevanten Verwaltungsleistungen von Bund, Länder und Kommunen auch online zur Verfügung stehen. Dann können Anträge künftig einfacher gestellt und schneller bearbeitet werden. In unserer föderalen Staatsstruktur ist diese Neuausrichtung alles andere als einfach. Aber wir setzen alles daran, dass die Menschen schnell Verbesserungen erleben werden. Denn nicht nur die Wirtschaft wird digitaler; der Staat muss es auch werden.

Künstliche Intelligenz, Sensorik, autonomes Fahren – wie innovativ ist die Bundesrepublik in Sachen Digitalisierung?

Deutschland verfügt über eine exzellente Forschungslandschaft, die viele digitale Innovationen hervorbringt. KI spielt hier eine besondere Rolle. Im Bereich der KI-Forschung ist Deutschland auf einem weltweit führenden Niveau. Dies gilt insbesondere für das maschinelle Lernen, eine der wichtigsten Grundlagen für das autonome Fahren. Bei der Umsetzung unserer vielversprechenden Forschungsansätze in innovative Anwendungen, Produkte und Dienstleistungen hapert es aber noch etwas. Das können andere, wie die USA und zunehmend China, besser. Deshalb mache ich mich persönlich stark für den Transfer in die Wirtschaft und vielfältige Anwendungsmöglichkeiten von KI in allen Bereichen der Gesellschaft.

KI wird ein zentraler Wachstumstreiber sein. Laut einer unserer Studien liegt die zusätzliche Wertschöpfung durch KI allein im produzierenden Gewerbe bei rund 32 Milliarden Euro in den nächsten fünf Jahren. KI ist eine große Chance für Kernbereiche der deutschen Wirtschaft: Maschinenbau, Produktion, Logistik und Fahrzeugbau. Wir wollen Deutschland und Europa zu einem führenden Standort für die Entwicklung und Anwendung von KI-Technologien machen und eine gemeinwohlorientierte Entwicklung und Nutzung von KI sicherstellen. Ich glaube, wir benötigen einen strategischen Industrieakteur, einen Airbus für KI, also ein privatwirtschaftliches, länderübergreifendes Unternehmen, das finanziell und politisch von den Ländern unterstützt wird und die besten KI-Anwendungen marktreif macht.

Sie wollen Unternehmen größere Freiräume bei der Erprobung neuer Technologien geben. Welche Ziele verfolgt das BMWi mit seiner Reallabore-Strategie?

Die Digitalisierung legt ein Tempo vor, das auch vom Gesetzgeber eine neue Beweglichkeit erfordert. Heute wissen wir noch nicht, welche Regeln wir für Lieferroboter, Paketdrohnen und KI-Lösungen benötigen, daher müssen wir Dinge ausprobieren und Freiräume schaffen, auch in Sachen Regulierung. Das Personenbeförderungsrecht ist ein schönes Beispiel: Eine Experimentierklausel erlaubt es, Erfahrungen mit neuartigen Mobilitätsformen zu sammeln, die dann in eine Überarbeitung des rechtlichen Rahmens einfließen können. Mit unserer Reallabore-Strategie wollen wir diese Idee der Erprobung auch in anderen Bereichen viel stärker in Deutschland verankern. (aw)

Google Deutschland erweitert Zentrale in Berlin

Der Internetriese Google baut seine Präsenz in Berlin aus und hat dafür das Bürogebäude Johannishof in Mitte gekauft. Erst Anfang des Jahres hatte Google seine neue Zentrale in Berlin Mitte eröffnet, doch die Expansionspläne reichen weiter. Mit dem neuen Bürogebäude will das Unternehmen mehrere hundert neue Stellen schaffen.

Google baut Aktivität in Berlin aus

Mit dem Erwerb des Johannishofs will Google den Standort Berlin weiter ausnutzen und ausbauen. Der Johannishof war einst Sitz von Rocket Internet, das 2016 aber in den früheren GSW-Turm in Kreuzberg umgezogen war. Das neue Bürogebäude hat eine Nutzfläche von 11.000 m² und ist lediglich 300 Meter von der ebenfalls brandneuen Hauptzentrale entfernt, in der momentan 140 Mitarbeiter arbeiten. In Zukunft soll die Zahl der Angestellten auf 300 ansteigen. Mit der geplanten Expansion werden weitere hunderte Stellen hinzukommen. Zunächst muss das Gebäude allerdings saniert werden.

Dennoch ist Google Berlin die bisher kleinste Niederlassung des Konzerns in Deutschland. Im Hauptsitz in Hamburg arbeiten circa 600 Mitarbeiter und auch in München sind aktuell 700 Angestellte beschäftigt. Es sei aber nicht geplant, die Deutschland-Zentrale nach Berlin zu verlegen, sagte Google-Sprecher Ralf Bremer gegenüber der Berliner Zeitung.

„Neuerliches Bekenntnis Googles zum Standort Berlin“

Berlin gilt weltweit als wichtige Metropole der Digitalwirtschaft. Start-ups sind hier so aktiv, wie kaum woanders und Investoren wagen immer mehr in junge Unternehmen zu investieren. Mit Paris und London führt die Hauptstadt die Spitze der Liste an, wenn es um Start-ups geht. Großkonzerne wie Google hielten sich bisher zurück. Das solle sich nun ändern, erklärte Bremer der Berliner Zeitung. „Unsere Investition ist ein neuerliches Bekenntnis Googles zum Standort Berlin.“

Welche Projekte dort künftig bearbeitet werden, sei noch nicht festgelegt worden, so Bremer. Allerdings werde sich die Arbeit an den bestehenden Aufgabenfeldern orientieren. „Aktuell arbeiten im Berliner Büro unterschiedliche Teams aus den Bereichen Cloud, Google for Start-ups, Google Play, Marketing, Politik, Software-Engineering, Vertrieb und YouTube.“, erklärte Bremer. (lb)

Klimaschutzpartner des Jahres 2019 ausgezeichnet

Die Gewinner des Wettbewerbs „Klimaschutzpartner des Jahres“ wurden vergangenen Montagabend mit einem Preis ausgezeichnet. Hierbei wurden drei Projekte, die in besonders herausragender Weise Energieeffizienz und Klimaschutz umsetzten, gekürt. Insgesamt waren 28 Teilnehmer im Wettbewerb um den Klimaschutzpreis angetreten. Die Verleihung fand im Rahmen der Berliner Energietage im Ludwig Erhard Haus statt.

„Dienstleistungen CO2-neutral ausführen“

Die Schornsteinfeger Bezirksgruppe Friedrichshain-Kreuzberg hat mit ihrem Projekt „Dienstleistungen CO2-neutral ausführen“ den Preis in der Kategorie „Erfolgreich realisierte Projekte“ gewonnen. Ihr Ziel ist, die Dienstleistungen des Berliner Schornsteinfegerhandwerks flächendeckend klimaneutral auszuführen.

Stefan Tidow, Staatssekretär für Umwelt und Klimaschutz sowie Laudator: dazu: „Die jungen Menschen, die jeden Freitag für den Klimaschutz demonstrieren, fordern von uns Lösungen. Zu diesen Lösungen müssen wir alle beitragen. Das Projekt der Schornsteinfeger aus Friedrichshain-Kreuzberg zeigt, dass gute Ideen, die klein beginnen, große Wirkung haben. Der Ansatz, Handwerksleistungen CO2-neutral zu erbringen, ist auf das gesamte Handwerk übertragbar. Dazu erweist sich, dass Klimaschutz und betriebswirtschaftlicher Erfolg zusammen gehen: die Betriebe sparen Energiekosten und können zugleich ihren CO2-Aussstoß deutlich verringern. Das Projekt zeigt eindrucksvoll die Innovationskraft des Handwerks.“

Quartier „Wir“

In der Kategorie „Erfolgversprechende innovative Planungen“ konnte die Deimel Oelschläger Architekten Partnerschaft aus Berlin Weißensee mit dem Projekt Quartier „Wir“ überzeugen. In Weißensee entsteht ein soziales und vor allem nachhaltiges Stadtquartier, das komplett aus Holz gebaut wird. Zusätzlich wird es dort eine Kita und ein Schwimmbad geben. Somit entsteht ein quartierübergreifendes Angebot, das attraktive Möglichkeiten für die Umgebung anbietet.

„Das Quartier „Wir“ in Weißensee überzeugt vor allem durch seinen ganzheitlichen Ansatz. Neben der CO2-freundlichen Verwendung von Holz, als direktem Beitrag zum Klimaschutz, tragen gerade auch der innovative Mix relativ kleiner Individualflächen zugunsten großzügiger Gemeinschaftsangebote, die soziale Mischung und die Mischung der Wohn- und Eigentumsformen, zu einem langfristig nachhaltigen Wohnstandort bei.“, so Christine Edmaier, Präsidentin der Architektenkammer, in ihrer Laudatio.

Hybrides Löschfahrzeug

Den Preis für „Herausragende Projekte öffentlicher Einrichtungen“ erhielt die Berliner Feuerwehr mit ihrem Projekt „Hybrides Löschfahrzeug für die Berliner Feuerwehr“. Sie plant die Beschaffung und Erprobung eines innovativen Löschfahrzeugs. Ziel ist, den Einsatz des Fahrzeugs zu über 80% rein elektrisch zu betreiben. Hierfür wird die Berliner Feuerwehr gemeinsam mit einem Fahrzeughersteller noch Entwicklungsarbeit leisten.

Die Laudatorin Tanja Wielgoß, Vorstandsvorsitzende bei der Vattenfall Wärme Berlin AG: „Die Berliner Feuerwehr ist Retterin in der Not und mit ihrer Innovationspartnerschaft für Deutschlands erstes Elektrolöschfahrzeug zeigt sie eindrucksvoll, wie wichtig ihr das Ziel der Klimaneutralität ist.“  (lb)

Automatisierung bedroht deutsche Wirtschaft – Politiker setzen auf Weiterbildung

Fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung bewirken große Veränderungen in der Wirtschaft. Immer mehr Arbeitsplätze werden inzwischen durch Computer und Maschinen ersetzt. Vor allem Deutschland wird infolgedessen einen tiefgreifenden Wandel auf dem Arbeitsmarkt erleben. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) prognostiziert in ihrem Beschäftigungsausblick 2019 eine Bedrohung mehrerer tausend Arbeitsplätze als Folge der Automatisierung.

Besonders gefährdet seien laut OECD-Forscher Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe, die mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent automatisiert werden. Eine Vorbeugungsmaßnahme ist die Weiterbildung und Umschulung der Beschäftigten.

Keine Massenarbeitslosigkeit trotz Veränderung auf dem Jobmarkt

Aus dem am Donnerstag in Berlin präsentierten OECD-Beschäftigungsausblick 2019 geht hervor, dass die technologischen Veränderungen hauptsächlich den deutschen Arbeitsmarkt betreffen. Grund dafür ist die überdurchschnittliche Bedeutung der Industrie in Deutschland. Ganze 36 Prozent der Arbeitsplätze in Deutschland würden sich laut der OECD durch die digitale Technik verändern. 18 Prozent der Arbeitsplätze seien durch Automatisierung vollständig bedroht.

Trotz der bevorstehenden Herausforderungen sei keine Massenarbeitslosigkeit zu befürchten, entwarnt OECD-Generalsekretär Angel Gurría. Neben den technologischen Veränderungen entstehen gleichzeitig viele neue Jobs. Gerade im Bereich der sozialen Dienstleistungsberufe wachse der Bedarf an zusätzlicher Beschäftigung.

Geringfügig Qualifizierte sind gefährdeter

Besonders bedroht seien laut OECD die Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe, deren Tätigkeiten problemlos von Maschinen übernommen werden könnten. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent werden diese Jobs automatisiert, insbesondere weil moderne Maschinen immer komplexere Tätigkeiten übernehmen können, während es den Beschäftigten immer häufiger an wichtigen Kompetenzen fehlt.

In der Studie der OECD heißt es, dass nur 50 Prozent der Arbeitnehmer für den technologischen Wandel qualifiziert und vorbereitet sind, weshalb die Arbeiter verstärkt geschult werden sollten. Besonders betroffen sind Geringqualifizierte. Für sie ist der Zugang zu Weiterbildungen erschwert und sie sind noch eher der Gefahr ausgesetzt, von Maschinen ersetzt zu werden.

Auch Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) ist der Meinung, die Politik müsse öffentlich geförderte Weiterbildung sowie Umschulung zum Schwerpunkt machen. Heil möchte noch im Sommer konkrete Maßnahmen vorschlagen und zieht in diesem Zusammenhang sogar einen Rechtsanspruch auf Weiterbildung in Erwägung. (tf)

Veranstaltungen

7. VDZ TECH SUMMIT

Verlage und Medienhäuser stehen heute im Wettbewerb mit Unternehmen, die technologisches Know-how nutzen, um Inhalte auf eine neue Weise entstehen zu lassen, zu kuratieren und zu verbreiten.

Die Herausforderung besteht darin, unterschiedliche Welten unter einen Hut zu bringen: Manager müssen die Möglichkeiten der Technik erfassen, IT-Spezialisten die Business-Anforderungen der Verlagswelt verstehen und gemeinsam müssen sie kreative Konzepte erarbeiten und Werkzeuge entwickeln, die sie zum angepeilten Ziel führen.

Der VDZ Tech Summit bietet eine einzigartige Gelegenheit, ein gemeinsames Verständnis von Aufgabe und Lösungsansatz aufzubauen und die eigene Publishing-Expertise mit neuen Technologien und Verfahren zu kombinieren um bestehende Prozesse zu transformieren und neue Wege bei der Gestaltung von Geschäftsmodellen zu gehen.

(Anmeldung erforderlich und gebührenpflichtig)

14. Strategiegipfel IT & Information Security

Durch das Internet of Things und 5G in Verbindung mit KI wächst eine neue Cybercrime-Dimension heran. Eine Optimierung von ISMS & SIEM sind dementsprechend dringend notwendig. Wie aber lassen sich dabei AI, ML und die Cloud optimal zum Schutz der eigenen Daten und Infrastrukturen einsetzen?

Dass dabei gleichzeitig die Mitarbeiter-Awareness weiter gesteigert werden muss und auch ein strukturierter Plan für das Krisenmanagement für den Fall der Fälle bereitstehen und verinnerlicht werden muss, macht die Arbeit der Verantwortlichen im heutigen volatilen Umfeld nicht einfacher.

Anhand von Case Studies und Diskussionsforen werden die Herausforderungen näher beleuchtet.

Codemotion Berlin 2019

Codemotion Berlin ist eine große Multitrack-Tech-Konferenz für Softwareentwickler und IT-Profis.
Die Teilnehmer erwarten eine bunte Palette an Themen – von Blockchain über künstliche Intelligenz bis hin zu IoT Big Data, Cloud, Cybersicherheit und vieles mehr.

Codemotion dient als Katalysator für versierte IT-Experten, eifrige Entwickler, intelligente Tech-Communities und disruptive Start-ups, um Strategien, Beziehungen und Fachkenntnisse zu verbessern.

(gebührenpflichtig)

10. FOKUS FUSECO Forum

Das 10. FOKUS FUSECO Forum bietet Tutorials, Workshops und Konferenzen, praktische Live-Demonstrationen und technische Diskussionen mit führenden Betreibern, Herstellern, Integratoren sowie verschiedenen Branchenvertretern zu den neuesten 5G-Top-Themen.

In diesem Jahr befasst sich das Forum mit dem Stand der technologischen Entwicklung in Bezug auf Standards, Produkte und erste Lösungen aus internationalen Technologie- und Anwendungstests. Potenzielle Geschäftsmodelle in verschiedenen vertikalen Bereichen werden erörtert, insbesondere im Hinblick auf private Netzwerkoptionen und Ansätze zum Aufteilen von Betreibernetzwerken.

DIGITAL INNOVATION TOUR BERLIN: Blockchain – Grundlagen und Geschäftsmodelle

Was ist Blockchain eigentlich genau und welches Potenzial bietet die Technologie für Medienunternehmen?

Auf die Blockchain-Technologie richten sich große Hoffnungen: Mehr Sicherheit, mehr Transparenz, mehr Unmittelbarkeit soll sie bringen. Noch ist nicht klar, wie die Zukunft mit der Blockchain aussehen wird. Und: Was genau Blockchain überhaupt ist. Klar ist: Blockchain ist mehr als eine virtuelle Währung wie Bitcoin. Medienunternehmen müssen sich jetzt damit auseinandersetzen, denn Anwendungen werden heute entwickelt und in der Praxis erprobt. Für Medienunternehmen und Verlage bieten sich neue Möglichkeiten bei der Monetarisierung von Content oder bei der Zertifizierung von Inhalten.

(Anmeldung erforderlich und gebührenpflichtig)