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Parley For The Oceans – Surfboard-Art gegen Plastik um Meer

Unmengen an Plastikmüll landen jeden Tag in den Ozeanen und belasten das Ökosystem samt seiner Meeresbewohner und zahlreichen Biotope. Kunst ist eine Möglichkeit, mit kreativer Symbolik ein Bewusstsein für die Verschmutzung der Ozeane zu schaffen, wie ein aktuelles Projekt der bedeutendsten deutschen Gegenwartskünstlerin Katharina Grosse zeigt. die für ihre raumfüllenden Sprayarbeiten bekannte Freiburgerin hat für Parley For The Oceans Surfboards farblich bearbeitet, um auf die Umweltschutzinitiative aufmerksam zu machen.

Umweltfreundliche Wellenreiter von Katharina Grosse

Die Arbeiten der international gefeierten und in Berlin lebenden Künstlerin werden inzwischen auf der ganzen Welt, unter anderem in der Schweiz, Frankreich, China und den USA, ausgestellt. Dabei hat sich Katharina Grosse besonders durch ihre abstrakten Arbeiten einen Namen gemacht. Für ihr aktuelles Projekt, das in Zusammenarbeit mit Parley For The Oceans entstanden ist, hat sie 20 Surfboards entworfen, um symbolisch ein Zeichen gegen die Verschmutzung der Weltmeere zu setzen. Kein Werk gleicht dem anderen. Alle Exponate ahmen in ihrer Farbigkeit und Dynamik die Bewegung der Wellen nach und tragen sichtbar die Handschrift der Künstlerin. Zudem sind ihre kreativen Interpretationen der Weltmeere, festgehalten auf nachhaltig erwirtschaftetem Holz, Harz und Glasfaserstoff, nicht nur gelungene Kunstwerke und eine Hommage an die Ozeane, sondern unterstützen auch einen guten Zweck. Denn die Erlöse der verkauften Surfboards gehen alle an das Parley Global Cleanup Network.

Parley For The Oceans – im Kampf gegen die Verschmutzung der Meere

Hinter dem Netzwerk Parley Global Cleanup Network, einem Zusammenschluss von Organisationen, die Plastikmüll von Stränden und aus Flüssen entfernen, steckt die Umweltorganisation Parley For The Oceans. Seit ihrer Gründung im Jahr 2011 setzt sich die Initiative für den Schutz der Meere vor Plastikmüll ein. Durch Aufklärung und Bildung, direkte Maßnahmen, ökologische Innovationen und Forschung soll gegen die Verschmutzung der Ozeane vorgegangen werden, die nicht nur die Vielfalt der Meerestiere bedroht, sondern auch zunehmend die Gesundheit von Konsumenten des Fischhandels gefährdet.

Parley For The Oceans-Gründer Cyrill Gutsch hat die ernstzunehmende Entwicklung der Meeresverschmutzung treffend zusammengefasst: „We are at war with the oceans. If we win, we lose it all.” Glaubt man aktuellen wissenschaftlichen Studien, bleibt allerdings nicht mehr viel Zeit, die Ozeane zu retten. Umweltforscher gehen davon aus, dass bis 2025 alle Korallenriffe verschwunden sein werden und Meereslebewesen in den nächsten Jahrzehnten ein Massensterben droht. Allerdings scheint es trotz aktueller politischer Bemühungen schwierig, die Verschmutzung der Ozeane einzudämmen. So befinden sich Schätzungen von Parley for the Oceans zufolge bereits 250.000 Tonnen Plastik im Meer – Tendenz steigend.

Gemeinsam einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Ozeane leisten

Um ihrem erklärten Ziel, der Rettung der Meere, näher zu kommen, arbeitet die Umweltorganisation mit zahlreichen Unternehmen, Marken, Künstlern und Wissenschaftlern zusammen. So kooperiert Parley For The Oceans nicht nur mit Katharina Grosse, sondern auch mit den Malediven, den Vereinten Nationen und seit 2015 auch mit adidas. Gemeinsam mit dem Modelabel entwickelt die Organisation zum Beispiel Sportbekleidung aus recycelten Plastikabfällen und Netzen aus dem Meer. Die aktuelle Kooperation mit der deutschen Künstlerin präsentiert die Kunstwerke in New York und Berlin. Auf einer Künstlerdiskussion in der Galerie König mit Grosse und dem Bestsellerautor Frank Schätzing (Der Schwarm) wurden die Boards in Berlin vorgestellt und – kein Wunder – auch schnell verkauft. (sz)

Die BERLINboxx unterstützt die Umwelt Organisation Parley For The Oceans mit verschiedenen Aktionen im Jahr 2020.