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Nyris: Berliner Start-up unter den 25 besten Deep-Tech Innovationen Europas

Gute Nachricht für Berlin: Das Start-up Nyris hat es in das Finale der europaweiten EIT Digital Challenge geschafft und zählt damit zu den 25 besten Deep Tech Innovationen Europas. Das Jungunternehmen setzte sich mit seiner auf künstlicher Intelligenz basierten Software in der Kategorie Digital Industry gegen zahlreiche Konkurrenten durch.

Der angesehene Digitalwettbewerb sucht zum fünften Mal in Folge nach den europäischen besten Deep-Tech Technologien. Deep-Tech steht für hochkomplexe Technologien, die auf wissenschaftlicher Forschung oder technischen Innovationen basieren und digitale Transformation befeuern. Star-tups in der Wachstumsphase – sogenannte Scaleups – konnten sich in fünf Kategorien bewerben.

Eine Software mithilfe künstlicher Intelligenz

Nyris tritt in der Kategorie Digital Industry an. Das 2015 gegründete Unternehmen hat eine Software entwickelt, die mithilfe künstlicher Intelligenz Objekte auf Bildern wiedererkennt. Diese „visuelle Suchmaschine“ ermöglicht es zum Beispiel, Produkte in einem Online-Store mithilfe eines Bildes anstelle von Text zu suchen. Das einzigartige Konzept liefert in den Bereichen 1D (Codes), 2D (print2web) und 3D (reale Produkte) sehr genaue Ergebnisse, die in weniger als einer Sekunde angezeigt werden. Die Lösung steht Kunden – z.B. aus Einzelhandel und Industrie – als Software-as-a-Service zur Verfügung.

„Wir haben die Scaleups sehr sorgfältig im Hinblick auf ihre Technologie, ein überzeugendes Geschäftsmodell und ein schnelles Wachstum ausgewählt“, sagt Dominik Krabbe, EIT Digital Challenge Lead. “Jetzt freuen wir uns, in der Endrunde noch mehr über Nyris zu erfahren.“

EIT Digital ruft zum dritten Mal den europaweiten Wettbewerb EIT Digital Challenge aus

Die Endrunde findet am 18. Oktober 2018 in Brüssel statt. Hier hat Nyris die Chance, sich vor einer international besetzen Expertenjury gegen vier andere europäische Scaleups in der Kategorie Digital Industry durchzusetzen. Dem Gewinner winkt ein Preis im Wert von 100.000 Euro. Dieser setzt sich zusammen aus einem vollen Jahr Wachstumsunterstützung durch den EIT Digital Accelerator im Wert von 50.000 und einem Preisgeld von 50.000 Euro. (red)

Foxtrail: Urbane Schnitzeljagd, Escape Game und Kieztrip

Berlin hat mehr als nur ein Stadtzentrum, viel mehr ist Berlin zusammengesetzt aus vielen Kiezen, die es zu entdecken gilt. Genau das unterscheidet Berlin von anderen europäischen Metropolen. Foxtrail ist ein neues Konzept, dieses Berlin mit anderen Augen zu sehen und die Stadt als Spielfeld zu erleben. Nur Teamwork, Geschicklichkeit und Cleverness führen ans Ziel. Erinnerungen an die Schnitzeljagd aus Kindertagen kommen in den Sinn, verbunden sind mit dem Gefühl von Escape Games sowie dem Entdecken von Berliner Kiezen.

Berlin zum abwechslungsreichen Spielfeld

Foxtrail hat sich in der Schweiz längst einen Namen gemacht und ist eine Idee, die in Berlin für Aufmerksamkeit sorgt und die Stadt erobern wird. „Gemeinsam sind wir stark.“ Getreu diesem Motto werden Menschen motiviert, die in einer Gruppe Spaß an der Spannung und am Lösen kniffeliger Rätsel haben.Ziel ist, der Fährte des Fuchses zu folgen. Denn dieser hat seine Spuren an verschiedensten Orten hinterlassen. Die Verfolger werden vor technische Aufgaben gestellt, müssen Rätsel lösen, Codes knacken und geheime Botschaften finden. Ganz nebenbei entdecken sie auch noch unbekannte Winkel einer vielleicht bereits bekannten Gegend.

Die Schnitzeljagd führt nicht ausschließlich entlang der bekannten Attraktionen, sondern zeigt auch die einzigartigen und unbekannten Winkel der Stadt. Sightseeing auf besondere Art“. Der Ursprung der sich jetzt über Europa ausbreitenden Foxtrails liegt in der Schweiz. Auf über 40 Routen machen sich 160.000 Teilnehmer auf die Suche.

Foxtrail – als Team ans Ziel

Gerade moderne Unternehmen nutzen vermehrt Teamevents, die mehr sind als nur ein Ausflug: Abteilungsübergreifende Gruppen meistern gemeinsam Herausforderungen – in hierarchiefreier Kommunikation treffen Menschen Entscheidungen, lösen komplexe Probleme und moderieren Diskussionen. Kurz: Agile Teamarbeit.

„Die eigene Stadt neu entdecken“, könnte ein Motto für Einheimische lauten. Denn was es alles zu entdecken gibt, bleibt den Augen im Alltag häufig verborgen. Durch das Spiel und die Suche der Hinweise werden alle Sinne geschärft und eine neue Perspektive eingenommen. Das Konzept kann ein abenteuerlicher Spaziergang, eine abwechslungsreiche Stadttour oder ein Unternehmensevent mit kniffeligen Herausforderungen sein. In jedem Fall ist Foxtrail ein Erlebnis, das in Erinnerung bleibt. (bt)

Wie Superfood zur Mission wurde: Die Geschichte von Karl Karlo

Lebensmittel, die besonders nährstoffreich sind und außerdem eine positive Wirkung auf die Gesundheit und das Wohlbefinden haben, liegen voll im Trend. Superfoods sind pflanzliche Lebensmittel, die von Natur aus hohe Gehalte an einzelnen Mikronährstoffen, Enzymen und sekundären Pflanzenstoffen aufweisen.

Das Berliner Start-Up-Unternehmen Karl Karlo hat die „Energy Balls“ entwickelt, die über nur wenig Kalorien verfügen und dennoch Konzentrations- und Leistungsfähigkeit für einen längeren Zeitraum stärken.

Die beiden Gründer von Karl Karlo haben einen ungewöhnlichen Weg bis zur Entwicklung der „Energy Balls“ hinter sich. Malte Lorenz und Henrik Rackow kennen sich bereits seit ihrer Kindheit. Zuvor hatten sie jedoch einige Zeit keinen Kontakt, bis sie sich Jahre später zufällig in Berlin wiedertrafen. Die Firmen, bei denen sie angestellt waren, einem Venture Capital und eine Digitalagentur, hatten sich im selben Co-Working Space eingemietet, sodass die beiden sich ein Büro teilten. Anfang 2018 gründeten sie gemeinsam ihr Unternehmen Karl Karlo. Der Name „Karl Karlo“ stammt von Hans Carl von Carlowitz, dem Begründer der Nachhaltigkeitsidee. Nachhaltigkeit ist der Grundsatz, an den sich das Unternehmen auch in Zukunft halten will. Karl Karlo achtet darauf, seine Produkte umweltfreundlich herzustellen und möglichst wenig Aluminium für die Verpackungen zu verwenden. Weiterhin spendet das Start-up an soziale Organisationen, die sich unter anderem für den Umweltschutz einsetzen.

Vom Venture Capital und der Digitalbranche zum Superfood

Doch wie kamen die Gründer von ihren ursprünglichen Arbeitsplätzen zu diesen Energy-Snacks? Malte Lorenz erzählt: „Wir hatten häufig lange, anstrengende Arbeitstage, an denen wir immer wieder gute Snacks für zwischendurch gesucht haben.“ Doch den idealen Power-Snack für Zwischendurch haben sie nicht gefunden. So begannen sie im Dezember 2017 ihr eigenes Superfood zu entwickeln. Das Ziel: Ein Snack, der mit wenig Kalorien dennoch Energie für einen längeren Zeitraum liefert. Die Lösung war schnell gefunden: „Energy Balls“.

„Energy Balls“ sind kleine Bällchen, die aus herkömmlichen Superfoods bestehen. Datteln, Mandeln, Cashews oder auch Macadamia gehören beispielsweise zum Sortiment. Seit Anfang 2018 werden sie produziert und schon jetzt über Edeka vertrieben. Hilfreich dabei war, dass das Büro von Rackow und Lorenz im Edeka Co-Working Space untergebracht war. Dort besprachen sie bereits frühzeitig ihre Ideen mit den Kaufleuten, die ihnen später die Produkte in größeren Mengen abnehmen konnten.

 

Die Gründer Henrik Rackow und Malte Lorenz | Foto: Karl Karlo

Die Gründer Henrik Rackow und Malte Lorenz | Foto: Karl Karlo

 

Wachstumsmarkt Superfood

Schon frühzeitig erzielte das Start-up große Erfolge. Mit ihrem Superfood stiegen die Gründer in ein viel versprechendes Geschäft ein, denn der Snack-Markt wächst jährlich um acht Prozent. „Wir fanden den Markt sehr attraktiv“, erzählte Lorenz rückblickend auf die Geschäftsidee des Unternehmens. Auch auf einen möglichen Umschwung auf dem Markt ist Karl Karlo vorbereitet. Das Start-up wolle, laut Lorenz, sein Sortiment weiter vergrößern: „Wir haben bestimmte Punkte definiert, die für uns strategisch wichtig sind. Unsere Snacks müssen Bio-Qualität haben, ohne Zucker sein und unser Design muss konsequent sein.“

Zu finden sind die „Energy Balls“ bereits deutschlandweit in zahlreichen Edeka-Filialen. Karl Karlo werden ihre Produkte ab diesem Sommer auch im Bordmenü von Eurowings anbieten. Die Zusammenarbeit mit der Airline bietet die Möglichkeit, neben den Snacks auch die Mission von Karl Karlo weiter bekannt zu machen. Mittlerweile ist das Start-up Teil des Projekts „1% for the planet“. Jedes Unternehmen in diesem Netzwerk spendet mindestens einen Prozent des Umsatzes an soziale Einrichtungen. Die Organisation setzt sich dabei für Umweltschutz durch nachhaltiges Wirtschaften ein. Für die Gründer Lorenz und Rackow geht es schon lang nicht mehr nur um die Herstellung und Vermarktung von Energy-Snacks – Karl Karlo ist längst schon zu einer Mission geworden. (rl)

GründungsBONUS für Berliner Start-up – Unterstützung dank Förderfibel

Gute Nachrichten für Berliner Start-ups: Ab dem 01.07.2018 können sich die Jungunternehmer für den GründungsBONUS anmelden. Im Fokus stehen technologieorientierte, digitale und nachhaltige Gründungsvorhaben. Dank der neuen Förderfibel von der Senatsverwaltung, kann künftig ein Antrag auf Förderprogramme gestellt werden. Ein Kostenzuschuss für innovative Gründungen in Berlin beläuft sich auf bis zu 50.000 Euro für das erste Jahr.

IBB Business Team führt GründungsBONUS für Berliner Unternehmen durch

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe hat die IBB Business Team GmbH, ein Tochterunternehmen der Investitionsbank (IBB), mit der Ausführung des GründungsBONUS Programms beauftragt.

„Mit dem GründungsBONUS leisten wir einen elementaren Beitrag zur Förderung innovativer Gründungen in Berlin. Denn meist haben die Köpfe hinter den Geschäftsmodellen geniale Ideen aber kaum Eigenkapital, um diese zu realisieren. Hier setzt der GründungsBONUS an und wird Berlin einen enormen Schub an Innovationskraft bescheren“, so Andreas Bißendorf, Geschäftsführer der IBB Business Team GmbH.

Ramona Pop über GründungsBONUS

Auch Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, findet lobende Worte für den GründungsBONUS: „Deutschlandweit geht die Gründungsintensität zurück, in Berlin steigt sie weiter an, das ist erfreulich. Mit dem Förderprogramm GründungsBONUS erweitern wir das Angebot und unterstützen die innovativen Existenzgründerinnen und Existenzgründer beim Aufbau eines eigenen Geschäfts.“ Weiterhin erklärt sie: „Damit soll deren nachhaltiges Wachstum sichergestellt und vor allem die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Berlin erhöht und positive Effekte für Einkommen und Beschäftigung generiert werden.“

Wer kann sich alles für den GründungsBONUS anmelden?

Angeboten wird der GründungsBONUS für alle Gründer, Freiberufler sowie Kleinstunternehmen, die ihren Sitz in Berlin haben. Zudem darf die Gründung nicht länger als 12 Monate zurückliegen. Ziel des Programms ist es, Existenzgründungen und Start-ups bei der Umsetzung, Entwicklung und Marktetablierung innovativer Produkte und Dienstleistungen finanziell zu unterstützen. Bis zu 50 Prozent Kostenzuschuss ‒ in Form einer initialen Gründungsfinanzierung ‒ wird den Unternehmensgründern hierfür bewilligt. Für jede Existenzgründung werden maximal 50.000 Euro als Förderung zur Verfügung gestellt. (ls)

 

Diva-e schließt erfolgreich Wachstumsfinanzierung ab

Die diva-e Digital Value Excellence GmbH – eine der führenden Digitalagenturen im deutschsprachigen Raum – hat Ende Februar erfolgreich eine geplante Wachstumsfinanzierung abgeschlossen. Permira Debt Managers stellten zusammen mit der Kreissparkasse Biberach und der Sparkasse Rhein-Nahe der diva-e Kreditfazilitäten im Wert von 58 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel werden sowohl für die Refinanzierung bereits getätigter als auch für zukünftige Zukäufe bereitgestellt.

„Der erfolgreiche Abschluss der Transaktion ist ein weiterer wichtiger Baustein unseres ambitionierten Wachstumsplans, eine führende Rolle im Ranking der deutschen Digital- und E-Commerce-Dienstleister einzunehmen, bei einer gleichzeitigen Optimierung unserer Kapitalstruktur“ so Tilman Au, Co-CEO der diva-e Gruppe. Die diva-e wurde 2015 als Zusammenschluss von sechs führenden Digitalagenturen gegründet und gemeinsam mit dem Investor EMERAM Capital Partners in den zurückliegenden Jahren durch eine systematische Buy&Build-Strategie zu einem der führenden deutschsprachigen Technologie- und Marketing-Anbieter für digitale Lösungen ausgebaut.

diva-e gehört zu den TOP 10 der deutschen Digitaldiensleister

„Die erfolgreiche Refinanzierung mit Permira ist eine Bestätigung unserer Plattform, die wir gemeinsam mit dem Management durch ein umfangreiches Wertschöpfungs- und Integrationskonzept zu einem Umsatz- und Ergebniswachstum geführt haben, das in den vergangenen Jahren deutlich über Marktdurchschnitt lag“, ergänzt Fabian Furtmeier, Senior Investment Manager bei EMERAM Capital Partners. Mit heute neun Agenturen und knapp 600 Mitarbeitern gehört die diva-e zur Top 10 der deutschen Digitaldienstleister und im Teilsegment E-Commerce-Lösungen zur Top 3. Die Transaktion wurde von Quarton International vom Team rund um Rolf Holtmann beraten.

 

diva-e Logo | Foto: diva-e

Die diva-e Digital Value Excellence GmbH, mit Hauptsitz in Berlin bietet Unternehmen das komplette Lösungsportfolio für den Aufbau ihres digitalen Ecosystems. | Foto: diva-e

 

Michael Schuhmacher, CFO der diva-e, über die Zusammenarbeit mit Quarton International: „Quarton hat uns in diesem herausfordernden Prozess in einem komplexen Branchenumfeld herausragend und individuell beraten und die Transaktion zielgerichtet zu einem erfolgreichen Abschluss geführt.“ Rolf Holtmann, Partner Quarton International: “Ich freue mich, dass wir eine maßgeschneiderte Finanzierung für die organisch sowie durch Zukäufe schnell wachsende diva-e Gruppe aufstellen konnten, die dem Unternehmen in den nächsten Jahren die notwendigen Freiräume für eine dynamische Entwicklung gibt.“ (red)

 

Jung, dynamisch, innovativ – Universitäten unterstützen Start-ups mit Stipendien

Start-ups boomen – besonders in der Hauptstadt. Viele kreative und dynamische Köpfe entwickeln innovative Ideen. Berlin besitzt viele Firmen, die dank jungen Nachwuchswissenschaftlern entstanden sind. Die Förderung ist dabei das A und O – oftmals scheitert die Umsetzung allerdings an der mangelnden finanziellen Unterstützung.

Um weiter dafür Sorge zu tragen, dass die Ideen der Wissenschaftler in die Tat umgesetzt werden können, schreiben die Berliner Universitäten Freie Universität (FU), Technische Universität (TU), Humboldt-Universität (HU) und die Charité-Universitätsmedizin den Junggründern sogenannte Start-up-Stipendien aus.

Das Programm nennt sich „University Startup Factory“  und unterstützt neue technologiebasierte und innovative Geschäftsideen. Insgesamt stellen der Europäische Sozialfonds und die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe 4,3 Millionen Euro für dieses Projekt zur Verfügung.

Start-ups haben noch bis Ende April die Chance sich zu bewerben

Geplant ist bis zum Jahr 2019 insgesamt 64 Gründungsvorhaben beim Markteintritt zu unterstützen. Pro Team werden zwei bis vier Stipendien mit monatlich 2.000 Euro vergeben. Die Mindestlaufzeit beträgt sechs Monate, diese kann aber um ein weiteres halbes Jahr verlängert werden.

Jeder der ein Start-up gründen möchte, kann sich bis zum 30. April für das Stipendium bewerben – insgesamt wird es fünf Auswahlrunden geben. Voraussetzungen für die Bewerbungen sind unter anderem:

  1. Die Teammitglieder die sich bewerben, müssen Absolventen einer Hochschule sein.
  2. Die Gründungsberatung der jeweiligen verantwortlichen Universität muss besucht werden.
  3. Die Bereitschaft die bereits vorhandenen Prototypen so zu erweitern, dass diese auf dem Markt angeboten werden können.
  4. Das Gründungsteam muss den Wohnort in Berlin oder Umgebung besitzen.
  5. Die Stipendiaten müssen sich in Vollzeit dem Start-up widmen.

Im Gegenzug würden die Nachwuchswissenschaftler neben der finanziellen Unterstützung, von dem Know-How ihrer Mentoren an den jeweiligen Universitäten profitieren, Büro-und Werkstatträume, sowie Labore und Geräte zur Verfügung gestellt bekommen.

Jung, dynamisch, innovativ – Universitäten unterstützen Start-ups mit Stipendien|Foto:Pexels 2

Stipendien zahlen sich aus

Das Programm fördert seit Mitte 2016 bereits 26 Wissenschaftler – davon gründeten zehn Teams dank des Stipendiums ein Start-up und acht weitere erhielten eine Anschlussfinanzierung für ihre Forschung.

Wie breit gefächert das Spektrum der Unternehmensideen ist, beweisen die verschiedenen Bereiche in denen die Nachwuchswissenschaftler forschen und arbeiten: Online-Selbsthilfe für Menschen, die unter sozialer Phobie leiden; Verfahren zur Glutenentfernung aus Getreide; Optimierung im betrieblichen Gesundheitsmanagement; Entwicklung von Diabetiker-Unterwäsche sowie neue Netzwerkmodelle zum Schutz privater Daten.

Dies ist nur ein Auszug dessen, was dank des University Startup Factory Programms an innovativen Ideen noch entstehen wird – ob Erfolg oder Misserfolg bleibt abzuwarten.

Es ist eine gute Sache, dass das Programm jungen Nachwuchswissenschaftlern bei der Gründung ihres Start-ups unterstützt. Schade ist allerdings, dass die Wahl der zukünftigen Stipendiaten lediglich auf Hochschulabsolventen eingegrenzt ist. Lobenswerter wäre es, wenn das Programm einen Teil der Förderung in Gründer ohne Hochschulabschluss investiert. Schließlich gehen die guten und innovativen Ideen nicht zwangsläufig mit einem Akademiker einher. (ls)

Gewinner der ersten Phase des Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg stehen fest

Rund 1.200 Gründungsinteressierte und mehr als 200 Gründungsideen – die erste Wettbewerbsrunde des Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW) kann sich sehen lassen. Der Ideenreichtum der Gründerinnen und Gründer ist auch in diesem Jahr wieder groß. Von hochtechnologischen Lösungen zur Simulation von Wasserströmungen oder zum Überwachen ganzer Infrastrukturnetzwerke per kombinierter Satelliten- und Drohnen-Daten bis hin zum therapiebegleitenden Wearable bei psychosomatischen Erkrankungen und zum bedenkenlos naschbaren Keksteig ist alles dabei.

Die besten sechs Teams der Wettbewerbskategorie BPW Plan und die drei Finalisten der Kategorie BPW Canvas präsentierten sich Ende letzer Woche auf großer Bühne. Die Prämierungsfeier mit 300 Gästen fand am neuen Standort der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) statt. Gastgeberin Kerstin Jöntgen, Mitglied des Vorstandes der ILB, begrüßte die Gäste und eröffnete die große BPW-Siegerfeier: „Seit seinem Start auf der deGUT im vergangenen Oktober haben sich bereits 1.158 Personen für den BPW 2018 registriert. Das sind 14 Prozent mehr als in der ersten Phase des Vorjahres und zeigt: Der BPW bietet mit seinem Angebot aus Wissen, Beratung, Netzwerk und Wettbewerb einschlägige Unterstützung für alle, die in der Region gründen wollen.“

Businessplan-Wettbewerb hilft Geschäftsideen auf die Sprünge

Dem schloss sich Albrecht Gerber, Minister für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg an und lobte den BPW für sein umfangreiches Angebot: „Aus Geschäftsideen lassen sich verschiedene Geschäftsmodelle ableiten. Der Businessplan hilft, die vielversprechendste Option zu finden. Er ist der erste belastbare Test, ob und in welcher Art und Weise eine Idee als Geschäftsmodell funktioniert. Ohne guten Businessplan als Fundament wird auch die beste Idee nicht zu einem erfolgreichen Geschäft. Der Businessplan-Wettbewerb vermittelt angehenden Gründerinnen und Gründern das Rüstzeug, mit dem sie ein tragfähiges Geschäftskonzept entwickeln können.“

Die besten Geschäftskonzepte wurden an diesem Abend mit einem Preisgeld von insgesamt 12.000 Euro prämiert. Ausgezeichnet wurden die Teams von den Vertretern der Schirmherren des BPW, Albrecht Gerber, Minister für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg, und Christian Rickerts, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe Berlin, zusammen mit Gastgeberin Kerstin Jöntgen und Potsdams Bürgermeister Burkhard Exner.

Bereicherung für Berlin und Brandenburg

BPW-Fan und traditioneller Laudator der ersten Prämierung, Staatssekretär Christian Rickerts, zeigte sich angetan vom diesjährigen BPW-Auftakt: „Die Gründungsszene in Berlin ist ausgesprochen vielfältig. Nicht nur High-Tech-Gründerinnen und -Gründer finden ein breites Unterstützungsangebot in der Stadt, sondern auch junge Unternehmen aus den Dienstleistungsbranchen, aus Handel oder Handwerk. Für den Ansatz, Gründerinnen und Gründer aus allen Branchen und mit allen möglichen Geschäftsideen mit Workshops und Seminaren zu unterstützen, steht der BPW.“

Bürgermeister Burkhard Exner lenkte den Blick nochmal auf Potsdam und das große Potenzial Brandenburgs für neue Geschäftsgründungen: „Die Landeshauptstadt Potsdam ist ein hervorragender Standort für Startups. Ein tolles Lebensgefühl und kurze Wege treffen hier auf Kreativität und Ideenreichtum gepaart mit einer breiten Unterstützungsstruktur für junge Unternehmen sowie einer herausragenden Wissenschaftslandschaft. Der Businessplan-Wettbewerb ist dabei ein wichtiges Angebot, um gezielt aus einer Idee ein erfolgreiches Unternehmen werden zu lassen.“

Spannend bis zum Schluss

Spannend blieb es bis zum Schluss. So erfuhren die sechs Teams aus BPW Plan erst an diesem Abend, wer es auf welche Stufe des Siegertreppchens geschafft hat. Die Teams aus BPW Canvas mussten derweil noch live vor Ort überzeugen und in einem einminütigen Pitch das Publikum von ihrem Geschäftskonzept begeistern. Die Gewinner wurden per SMS ermittelt. In einem Kopf-an-Kopf-Rennen holte schließlich das Team „ChiliCup“ den Sieg nach Hause.

  • BPW Plan
  1. Platz: LiveEO – kombiniert automatisiert Satelliten- und Drohnen-Daten zum echtzeitnahen Monitoring von Infrastrukturnetzwerken.
  2. Platz: dive.sph – bietet eine Software zur Simulation von Wasserströmungen und trägt so zur Digitalisierung industrieller Produktentwicklung bei.
  3. Platz: QuadCover Geometry Solutions – entwickelt neue, automatisierte Methoden zur Geometrieverarbeitung für industrielle Verarbeitungs- und Designprozesse.
  • BPW Canvas
  1. Platz: ChiliCup – will das Kultgericht Chili con Carne auf Wochen-, Food- und Weihnachtsmärkte bringen und das einzigartig lecker und ökologisch nachhaltig.

Viel mehr als ein Wettbewerb

Die feierliche Prämierung war der erste Höhepunkt der dreiphasigen Initiative, die Gründerinnen und Gründer in der Region kostenlos bei der Entwicklung eines tragfähigen Geschäftskonzepts unterstützt. Der BPW ist dabei viel mehr als nur ein Wettbewerb: Er bietet vielfältiges Gründungswissen über Seminare und Workshops, individuelle Beratung durch über 300 erfahrene Experten und ein großes Netzwerk wertvoller Kontakte zu Investoren, Unternehmen, Medien und Politik.

Bereits im März geht es in die zweite heiße Phase. Bis zum 13.03. können alle angehenden Unternehmerinnen und Unternehmer aus Berlin und Brandenburg ihr Geschäftskonzept wieder online zum Wettbewerb einreichen und so an der zweiten Phase teilnehmen.

Initiative Businessplan-Wettbewerb beruht auf Partnerschaft

In allen Wettbewerbsphasen bietet der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW) als größte regionale Existenzgründungsinitiative vielfältige kostenlose Angebote zur Begleitung von Existenzgründerinnen und Existenzgründern auf ihrem Weg von der Produktidee zum tragfähigen Geschäftskonzept.

Organisiert wird der BPW von der Investitionsbank Berlin (IBB), der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) sowie den Unternehmensverbänden Berlin-Brandenburg (UVB). Träger des Wettbewerbs sind die Hochschulen in Berlin und Brandenburg. Der BPW wird zum Großteil aus Mitteln von Premiumpartnern, Partnern und Eigenmitteln der Organisatoren finanziert. Unterstützt wird die Initiative gemeinsam durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe des Landes Berlin und das Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. (red)

Veolia und InnoEnergy starten ihre dritte gemeinsame Start-up Kampagne

Veolia Deutschland und InnoEnergy erneuern ihre Kooperation und starten die dritte gemeinsame Start-up Kampagne. Der Fokus liegt diesmal auf innovative Dienstleistungen für die Industrie. Start-ups können sich bis zum 13. April bewerben.

Das Ziel der Initiative ist es, mit bis zu fünf Start-ups in eine Kooperation zu gehen und diese bis zu zwei Jahre zu unterstützen. Der Umfang hängt dabei von den individuellen Bedürfnissen und dem Reifegrad des Unternehmens ab. Mögliche Leistungen sind: Die Erstellung eines Prototypen, eine Realisierbarkeitsstudie mit Labortests und einer Bewertung des Business Cases, einem direkten Investment zur Wachstumsförderung
sowie ein groß skaliertes Demo-Projekt und individuelles Marketingkonzept.

Start-up Kampagne soll junge Unternehmen coachen

Darüber hinaus erhalten die Start-ups ein industriespezifisches Mentoring von Veolia durch das Testen ihrer Geschäftsidee unter realen Bedingungen. InnoEnergy bietet als Partner zusätzlich ein Business Coaching und Finanzierungsmöglichkeiten an, inklusive Unterstützung in den Bereichen Recht, Kommunikation und Geschäftsentwicklung, direkt auf die Wünsche des Start-ups zugeschnitten. Schließlich bietet das Programm
den Ausgewählten Zugang zu einem großen Netzwerk an Partnern von InnoEnergy sowie kostenlose Büromöglichkeiten im Start-up Ökosystem des EUREF-Campus in Berlin durch Veolia.

Die gemeinsame Kampagne zielt auf die Unterstützung von europäischen Start-ups mit nachhaltigen Ideen in den folgenden Bereichen:

  1. Intelligente Datenverarbeitung: vorausschauende Instandhaltungslösungen, Performancelösungen, digitale Planungssystene für den Personaleinsatz
  2. Dezentrale Energielösungen: Energiespeicher, Verwertung von Restprodukten, Mikro-Verbrennung, Abwärmerückgewinnung
  3. Lösungen für komplexe industrielle Prozesse: Industriesymbiose, Optimierung & Simulation, digitale Arbeitsschutzlösungen

Besonders gefragt sind Business-to-Business Lösungen für mittelständische Unternehmen und Industrieanlagen sowie Industrieparks mit dem Schwerpunkt auf Dienstleistungen. Idealerweise sollten die Kandidaten Lösungen mit einem sozialen oder ökologischen Mehrwert vorweisen, wie etwa Konzepte, die zur Dekarbonisierung von Industrieprozessen beitragen.

Veolia und InnoEnergy bestätigen ihre Partnerschaft

Etienne Petit, Landesdirektor von Veolia Deutschland, heißt die erneute Kooperation zwischen Veolia und InnoEnergy willkommen: „Mit dieser dritten Kampagne bieten Veolia und InnoEnergy großartige Möglichkeiten für Start-ups im Industriesektor. Veolia bekräftigt damit auch seine strategische Fokussierung auf Industrieunternehmen, für die wir neben unseren Kunden aus dem kommunalen Bereich innovative Dienstleistungen anbieten.”

Dr. Christian Müller, Geschäftsführer der KIC InnoEnergy Germany GmbH, ist überzeugt: „Die großen Industriestandorte haben aufgrund ihrer hohen Energieintensität ganz besondere Herausforderungen und Potentiale in der Transformation des Energiesystems. Wir freuen uns daher, unsere Kompetenzen in der Entwicklung von Start-ups mit Veolias Industriestärke zu einem besonderen Angebot zu kombinieren.“ (red)

VELUVIA: Hochwirksame Nährstoffe als Kombinationspräparat

Carsten Maschmeyer bezeichnete VELUVIA in einem Interview als den „wirtschaftlich spannendsten Deal“ den er, zusammen mit Investorenkollege Ralf Dümmel, in der zurückliegenden Staffel der Erfolgsshow „Die Höhle der Löwen“ abgeschlossen hat. In der fünften Folge der Investoren-Pitch-Sendung präsentierte Jörn-Marc Vogler, neben seiner Ehefrau und Schwägerin einer der Gründer und Geschäftsführer, seine natürlichen Nahrungsergänzungsmittel – und überzeugte auf allen Ebenen: als kompetenter Gründer, als fachlicher Experte für gesunde Ernährung und natürlich mit seiner Brand VELUVIA, die das Thema „Wirkungsvolle Supplementierung“ aus Verbrauchersicht erfolgreich weitergedacht und marktfähig gemacht hat.

Die Präsentation der VELUVIA-Produktpalette im TV schlug ein wie eine Bombe: Beim Shoppingsender QVC war VELUVIA einige Minuten nach der Ausstrahlung bereits vergriffen und zählt dort bis heute zu den Topsellern (aktuell Platz 3 der Verkaufsschlager). Alle großen Lifestyle- und Modemagazine in Deutschland testeten und berichteten über den Markterfolg. Bis heute sind einige der VELUVIA Produkte wegen der immensen Nachfrage immer wieder ausverkauft.

Keine Nahrungsergänzung am Markt genügte den hohen Ansprüchen der VELUVIA Gründer

Die Gründerstory von VELUVIA ist schnell erzählt: Im Ringen um eine gesunde Work-Life-Balance zwischen Familie und Karriere beschäftigen sich Jörn-Marc Vogler, seine Frau Grazia und seine Schwägerin Beatrice de Francesco intensiv mit dem Thema ausgewogene Ernährung. Da für die Verarbeitung von frischen Lebensmitteln häufig die Zeit fehlte, wurden auch alle am Markt zu findenden Nahrungsergänzungsmittel sowie gesunde Alternativen wie Smoothies und Superfood Pulver und Kapseln getestet. Allerdings genügte kein Produkt den eigenen, hohen Ansprüchen des Teams von VELUVIA.

„Auf dem Markt fanden wir entweder hochwirksame Monopräparate natürlichen Ursprungs oder aber zum Teil überdosierte Nährstoffkombinationen, die mit vielen Zusatzstoffen hergestellt wurden. Ein hochwirksames Produkt hingegen, das alle aus unserer Sicht positiven Eigenschaften vereinte, gab es nicht. Das Erkennen des Marktpotenzials von Nahrungsergänzungen mit wertvollen, gezielt aufeinander abgestimmten Nährstoffen war der Grundstein für die Gründung unseres Unternehmens VELUVIA“, so Jörn-Marc Vogler über die Anfänge des NEM Start-ups. Das eigene Bedürfnis nach wirkungsvollen Präparaten mit natürlichen Zutaten und Vitaminen brachte den Stein ins Rollen.

Nahrungsergänzungsmittel von VELUVIA: Natürliche Inhaltsstoffe von hoher Qualität

Ziel von VELUVIA ist es, den Konsumenten mit Obst, Gemüse und wichtigen Nährstoffen in Kapselform zu versorgen. Je nach Lebenslage variiert die benötigte Kombination von Vitaminen, Mineralstoffen und Sekundären Pflanzenstoffen – daher die vielfältige Produktpalette. Das Unternehmen legt sehr großen Wert auf die Qualität der Inhaltsstoffe und verwendet nach Möglichkeit Zutaten aus ökologischem Anbau. Auf Zusatzstoffe wie Binde-, Füll- und Trennmittel wird bei VELUVIA gänzlich verzichtet. Die Qualität dieser Kombinationspräparate ist eindeutig im Premium Segment angesiedelt.

Mit einem frischen, modernen Verpackungsdesign und der praktisch in Einzelpäckchen versiegelten Tagesportion spricht VELUVIA eine breite Käuferschicht an. Weg von der großen klappernden Pillendose hin zum Design-Schmuckstück, das man sich gerne auf die Kommode oder den Schreibtisch stellt. Der Lifestyle der Zielgruppe wurde sowohl bei der Produktentwicklung, die mit Superfood nicht nur auf gesunde Lebensmittel, sondern einen der mega Food-Trends setzt, als auch beim Marketing präzise erfasst, was durch die große Beliebtheit von VELUVIA bestätigt wird. Und der Bedarf an vertrauenswürdigen Präparaten zur Ergänzung der eigenen Ernährung ist in Zeiten von Dauerstress und Kantinenessen ernorm groß.

VELUVIA Gründer als Experte gefragt

Dass VELUVIA Gründer Jörn-Marc Vogler ein Spezialist seiner Branche ist, zeigt sich nicht zuletzt an seinem letzten Coup: Seit Anfang des Jahres ist er als Experte für Superfoods und Fitness mit einem eigenen Videoblog auf bunte.de zu sehen. (uc)

BPW diskutiert Berlins Zukunft als Gründungshauptstadt

 

Berlins Startup-Szene boomt. Die Hauptstadt hat sich zum internationalen Hotspot für Gründungen entwickelt. Einer der ältesten Akteure im Gründungsgeschehen ist der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW). Mit seinen nunmehr 23 Jahren ist die Gründungsinitiative schon fast ein Oldtimer in der Szene und begleitet jedes Jahr hunderte Gründerinnen und Gründer auf ihrem Weg von der Idee zum Geschäftskonzept.

Doch was geschieht nach der Gründung? Kann die Hauptstadtregion die Erfolgskonzepte halten und Abwanderung verhindern? Ist die derzeit vorherrschende positive Aufbruchstimmung nachhaltig oder droht sie zu kippen? Darüber hat der BPW am Donnerstag im Rahmen des GSG-Forums mit Sebastian Blecke, Gastgeber des Abends und Geschäftsführer der GSG Berlin, Sascha Schubert, stellvertretender Vorsitzender und Regionalleiter Berlin beim Bundesverband Deutsche Startups, Quirin Schwanck, Mitgründer von Prince Charles und Mitbetreiber des Parker Bowles, sowie Alexander Piutti, Business Angel und Seriengründer, diskutiert.

Berlins Potential als Gründungshauptstadt

Einig waren sich alle: Berlin hat Potenzial. Momentan sei die Hauptstadt ein Flugzeug auf der Startbahn, das noch nicht abgehoben habe. Doch was braucht die Stadt, um als internationale Gründungs-Metropole richtig durchzustarten?

Sascha Schubert: „Berlin hat gute Voraussetzungen, um sich weiterhin im Wettbewerb der Metropolen zu behaupten – eine breite Hochschullandschaft mit zahlreichen Gründerzentren und gute Finanzierungsmöglichkeiten. Aber es mangelt noch immer an Support. Es fehlen einheitliche englischsprachige Ansprechpartner in der Verwaltung, Prozesse sind nicht digitalisiert und Infrastrukturen nicht vorhanden. Der Senat muss endlich Gas geben. Sonst ist der Place-to-be für Startups vielleicht bald nicht mehr Berlin, sondern eine andere Stadt.“

Quirin Schwanck: „Die Dezentralität ist ein riesen Pluspunkt für Berlin. Darin steckt ihr größtes Potenzial. Denn das Gründungsgeschehen konzentriert sich nicht nur auf die Stadtmitte. Überall entstehen neue erfolgreiche Startup-Hubs. Wichtig ist, dies als Chance zu begreifen und nicht mehr nur in der Kategorie S-Bahn-Ring zu denken.“

Alexander Piutti: „Die Energie in der Stadt ist gigantisch. Jedoch dürfen wir uns nicht auf dem positiven Momentum ausruhen. Es gibt noch viele Herausforderungen. Ein zentraler Aspekt für die Zukunft sind digitale Parallelstrukturen. Es müssen die richtigen Angebote geschaffen und nicht nur bestehende Prozesse optimiert werden.“

Sebastian Blecke: „Ein junges Unternehmen, das wachsen will und Fachkräfte sucht, kann nicht an den Rand von Berlin ziehen, wenn die Mobilitätsangebote nicht stimmen. Günstige Gewerbeflächen, digitale Verwaltungen, moderne Mobilitätskonzepte und ein attraktives Stadtleben als Anziehungspunkt für internationale Fachkräfte sind die Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche Gründer-Metropole. Da stehen wir größtenteils noch am Anfang. Nun gilt es, die positive Stimmung richtig zu nutzen und das Flugzeug zum Abheben zu bringen.“

BPW will Gründungsgeschehen weiter ankurbeln

Auch der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg hat es sich zum Ziel gesetzt, das Gründungsgeschehen weiter anzukurbeln. Mit mehr als 200 eingereichten Geschäftskonzepten in der ersten Wettbewerbsstufe 2018 stehen die Chancen für neue Rekordzahlen gut. Bereits am 1. Februar erfahren die sechs Finalisten der Wettbewerbskategorie BPW Plan und die drei Finalisten aus BPW Canvas, ob sie es auf die Bühne geschafft haben. Am 15. Februar schließt die erste Wettbewerbsphase mit der traditionellen großen Prämierungsfeier in der Investitionsbank Brandenburg (ILB).

Die GSG Berlin ist seit über einem Jahrzehnt treuer Premiumpartner des Businessplan-Wettbewerbs Berlin-Brandenburg und lädt regelmäßig zu Diskussion und Erfahrungsaustausch im Rahmen des GSG-Forums ein. Sie ist der ideale Partner, wenn es um die Umsetzung von Geschäftsideen geht. Mit rund 900.000 m² an 45 Standorten gehört sie zu den führenden Büro- und Gewerbeflächenanbietern Berlins. Rund 1.800 Unternehmen zählen zur Mieterschaft und haben bereits die passenden Flächen gefunden: Ob Hightech-Unternehmen, Kreativagentur, klassischer Dienstleister oder produzierendes Gewerbe – für jede Nutzung gibt es die richtigen Flächen von 20 bis 20.000 m². (red)

Veranstaltungen

We, the Creators: Why Tech Alone Won’t Change The World

Im Rahmen der diesjährigen WeWork Creator Awards in Berlin – einer globalen Initiative, die Künstler, NGOs und Start-ups aus allen Branchen sowie Start-up Phasen für besondere Ideen anerkennt – organisiert WeWork die Veranstaltungsreihe We, the Creators.

WeWork lädt alle Interessierten zum WeWork Ku’damm ein, sich in entspannter Frühstücksatmosphäre in Berlin den Status quo der Tech-Start-up-Szene näher anzusehen. Unter der Überschrift „Why Tech Alone Won’t Change The World“ diskutieren unter anderem Branchenexperten von Zalando, Silicon Valley Bank und Cavalry Ventures untereinander und mit allen Besuchern.