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Mähren nach Verkauf bereit für Zukäufe

Der Berliner Wohnungsinvestor Mähren hat zwei Immobilienportfolios mit insgesamt 62 Objekten und 2.197 Einheiten in Berlin, Halle, Magdeburg und Leipzig für rd. 287,5 Mio. Euro veräußert. Käufer sind ADO Properties und Brack Capital. Bei den Transaktionen wurde Mähren von Luther vertreten. Der Erlös soll in Zukäufe investiert werden. Das Ankaufsvolumen 2017 liegt bereits bei 180 Mio. Euro. CEO Jakob Mähren äußert sich zuversichtlich, das geplante Investitionsvolumen für 2017 und 2018 von 300 Mio. Euro schon deutlich vor der Frist zu erreichen und will die Investitionsziele „deutlich erhöhen“. (red)

Bauvorbereitung am Leipziger Platz – XXL-Werbefläche wird abgebaut

Bisher war Berlins berühmtes Achteck, das wie unter einem Brennglas die wechselhafte Geschichte Berlin aufzeigt, für Viele nur auf den ersten Blick schon komplett, nämlich durch eine maßstabsgetreue Gebäudesimulation auf einem Planengerüst, das auch als Werbefläche diente.

Nach Erteilung der Baugenehmigung durch das Bezirksamt Berlin Mitte im Juni beginnen nun mit dem Abbau des Gerüsts die bauvorbereitenden Maßnahmen für das Projekt Leipziger Platz 18.

Auf dem Eckgrundstück Leipziger Platz 18 errichtet der Bauherr F100 Investment AG mit seinem Projektentwickler FREO GmbH zwischen Ebertstraße und Leipziger Platz ein Büro- und Geschäftshaus, das oberirdisch über rund 10.000 Quadratmeter BGF verfügen wird.

Nachdem der Abbau des Gerüsts abgeschlossen ist, ist der erste Spatenstich für November 2017 geplant. Für die Fertigstellung des Gebäudes von dem Architekturbüro léonwohlhage ist Ende 2019/Anfang 2020 avisiert.

„Das Gebäude markiert die Schnittstelle zum Potsdamer Platz und bildet gleichzeitig den Abschluss des Ensembles rund um den Leipziger Platz“, so Hilde Léon, Architektin und Geschäftsführerin des ausführenden Büros léonwohlhage. „Es geht unseres Erachtens mehr um das ‚Ensemble’ als um den ‚Solospieler’ in diesem Kontext.“

Der Entwurf sieht einen zehngeschossigen Sockelbau vor, der zur Platzecke hin von einem Turmaufbau gekrönt wird. Im Untergeschoss wird eine Tiefgarage entstehen.

Großflächige Fenster prägen die Fassade aus poliertem und aufgerautem Kunststein. Das geplante Büro- und Geschäftshaus wird sich als Nordwest-Abschluss in die oktogonale Figur des Gesamtareals harmonisch einfügen und dennoch ein eigenständiges, Identität stiftendes Gebäude sein.

Der Leipziger Platz 18 ist ein exponiertes Grundstück: Es ist umschlossen von viel Verkehr (ca. 35.000 Kfz/Tag allein auf der Leipziger Straße), im Untergrund befinden sich zwei U- bzw. S-Bahn-Tunnel. Direkt nebenan liegt die Kanadische Botschaft.

Nachdem 2014 an der Nordostseite des Platzes die „Mall of Berlin“ eröffnete, sieht nun das berühmte Achteck seiner Vollendung entgegen. (red)

 

Bild: Das geplante Gebäude am Leipziger Platz 18. Bildquelle: léonwohlhage

AS Unternehmensgruppe: Berliner Projektentwickler übergibt saniertes Mehrfamilienhaus in Leipzig

Die Berliner AS Unternehmensgruppe hat ein denkmalgeschütztes Mehrfamilienhauses in Leipzig saniert, fertiggestellt und an seine neuen Mieter übergeben. Die Wohnimmobilien „An der Parthenaue II“ besteht aus einem fünfgeschossigen Vorderhaus und einem zweigeschossigen Hinterhaus. Es wurde im Stil des Klassizismus errichtet und ist durch eine für diese Zeit typische elegante Klinkerfassade mit zahlreichen Stuckelementen gekennzeichnet. Bei der Sanierung bzw. Modernisierung wurde im Rahmen der geltenden Denkmalschutzrichtlinien vor allem auf den Erhalt der historischen Elemente geachtet – gleichzeitig sollte aber auch eine moderne, für alle Generationen geeignete Wohnumgebung entstehen. Die somit gesteigerte Wohnqualität bietet nun im Ergebnis ein äußerst reizvolles Ambiente, welches zwar dem historischen Andenken Rechnung trägt, aber hinsichtlich der energetischen Bilanz und den Bedürfnissen der Bewohner dem heutigen Standard entspricht oder diesen sogar übertrifft.

Während andere weiterhin versuchen, auf dem Berliner Immobilienmarkt Wohnhäuser zu sanieren oder neu zu bauen, hat sich Andreas Schrobback, Gründer und CEO der AS Unternehmensgruppe, bereits vor Jahren nach anderen deutschen Immobilienmärkten mit Wachstumspotential umgesehen. „Leipzig ist eine der deutschen Boomstädte schlechthin. Sie wächst stetig und bis 2023 soll sogar die Marke von 600.00 Einwohnern geknackt werden. Es ist daher nur ein logischer Rückschluss, in einer Stadt wie Leipzig neuen Wohnraum zu schaffen und hier zu investieren“, so Schrobback gegenüber der BERLINboxx. (red)

2. Berliner Immobiliengespräch: Berlin braucht private Investoren

Das 2. Berliner Immobiliengespräch stand unter dem Motto „Feindbild Investor? Wie weit darf das Land ordnungspolitisch gehen? Wie sehr sollten Investoren an das Gemeinwohl denken?“.

Für viele ein inspirierendes und diskussionswürdiges Thema und so folgte Crème de la Crème der Immobilienbranche der Einladung des Veranstalters W&R Immocom: Sebastian Scheel (Staatssekretär für Wohnen, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen), Christoph Gröner (Vorsitzender des Vorstandes CG Gruppe AG), Florian Schmidt (Bezirksstadtrat für Bauen, Planen und FM, Friedrichshain-Kreuzberg), Dr. Ulrich Kriese (Prokurist, Leiter Öffentlichkeitsarbeit, Stiftung Edith Mayron), Jacopo Mingazzini (Geschäftsführer der Accentro GmbH/Vorstand ACCENTRO Real Estate AG), Manuel Ehlers (Relationship Manager Nachhaltige Immobilien, Triodos Bank) und Alexander Happ (Geschäftsführer BUWOG Group NL Berlin) waren unter den Gästen.

Auf der Agenda standen unter anderem die Themen Vorkaufsrechte für Berliner Bezirke und die immer leidenschaftlich diskutierte Mietpreisbremse. Dies waren allerdings nur zwei von vielen Punkten, die Staatssekretär Sebastian Scheel am Herzen lagen. Scheel forderte von der Berliner Politik mehr Akzeptanz für neues Stadtwachstum, aber auch verstärktes Engagement von privaten Investoren, um das Potenzial der Stadt zu nutzen und gemeinsam gegen die Wohnungsnot vorzugehen.

Staatssekretär Sebastian Scheel

Es bestand Konsens auf dem 2. Berliner Immobiliengespräch, dass in Berlin dringend Wohnraum geschaffen werden muss und die Mietpreisbremse nicht die alleinige Lösung  für die angespannte Wohnraumsituation in der Hauptstadt sein kann.

Aktuell fehlt es Berlin an knapp 77.000 Wohnungen, obwohl genug Flächen vorhanden wären. Laut des Vorsitzenden des Vorstandes der CG Gruppe AG Christoph Gröner sind Eigentumswohnungen die einzige Altersversorgung, der man noch trauen könne. Angesichts der Tatsache, dass das durchschnittliche Nettohaushaltseinkommen in Berlin gerade einmal bei 1400 Euro liegt, ist das sicherlich eine Option, die nicht für Jedermann möglich ist.

Sebastian Scheel, Florian Schmidt, Dr. Ulrich Kriese, Manuel Ehlers, Christian Hunziker, Christoph Gröner, Jacopo Mingazzini & Alexander Happ (v.l.n.r.)

Neben der Diskussion „Wohnraum für alle“ wurde auch das Thema Rigaer Straße angesprochen. Dazu sagte Christoph Gröner, dass eine Verständigung zwischen verschiedenen Standpunkten immer erstrebenswert sei, im Falle der Rigaer Straße ist er jedoch eher skeptisch, dass er zu einer Annäherung kommen könnte. Dennoch: Zum Wohle der Hauptstadt sollten beide Seiten immer dazu bereit sein, den Dialog zu suchen.

Manuel Ehlers, Christian Hunziker, Christoph Gröner & Jacopo Mingazzini (v.l.n.r.)

Im Gegensatz zu den sonst eher ruhig ablaufenden Veranstaltungen der Branche, war das 2. Immobiliengespräch sehr dynamisch und die Diskussionen wurden leidenschaftlich geführt. In der Diskussionsrunde hatte nicht nur Baustadtrat Florian Schmidt sprichwörtlich „Kreide gefressen“. Ganz besonders das Thema Nachhaltigkeit war zwar jedem der Anwesenden ein wichtiges Anliegen, die angelegten Maßstäben waren aber durchaus unterschiedlich. Die Projektentwickler und Immobilienunternehmer  ließen durchblicken, dass sie sich an die gewünschten Nachhaltigkeitsnormen im Bauwesen halten würden,, was wiederum einige Vertreter der Politik skeptisch sahen. Immerhin zeigte die Debatte, dass ein großer Gesprächsbedarf vorliegt und Konsens gesucht werden muss – zum Wohle Berlins.

Franz Rembold (Geschäftsführer AGROMEX GmbH), Marc Engel (AGROMEX GmbH) & Frank Schmeichel (Business Network) (v.l.n.r.)

(mg)

AG City: Wachsende Stadt City West

Bei der gestrigen Auftaktveranstaltung „Wachsende Stadt City West“ der AG City wurden die vielfältigen Herausforderungen und Veränderungen diskutiert, denen sich das wachsende Land Berlin in den kommenden Jahren stellen muss. Die Richtlinienpolitik des Landes Berlin war nicht nur ein Bestandteil des Abends, sondern wurde auch als Bestandteil der Veränderungen bezeichnet. Ganz besonders der Stadtteil Charlottenburg-Wilmersdorf stand hierbei im Fokus.

Empfangen wurde das ausgewählte Publikum von Wolfgang Branoner, Geschäftsführer der SPNPC GmbH, und einem Eingangsstatement von Gottfried Kupsch, Vorstandmitglied der AG City e.V.

Wolfgang Branoner, Geschäftsführer der SPNPC GmbH

„Veränderungen sind an vielen Orten der City West zu erwarten. Die geplanten Bauvorhaben werden den Stadtteil nachhaltig prägen“, sagt Kupsch.

Gottfried Kupsch, Vorstandsmitglied der AG City e.V

Einen interessanten Vergleich zwischen dem Berlin von gestern und heute gab es von Professor Christoph Langhof (Langhof Architekten Berlin). Der Stadtrat für Stadtentwicklung & Umwelt des Bezirks Charlottenburg Wilmersdorf, Oliver Schruoffeneger, hielt eine spannende Rede über Identitäten-Bildung in der City West: „Neue Identitäten schaffen, vorhandene Identitäten bewahren“, lautete das Motto des Stadtrats. Über die Chancen und Hürden der Stadt sprach Sven Carstensen, Geschäftsführer der bulwiengesa appraisal GmbH.

Frank Reschke (Projektpartner Drees & Sommer Berlin) und Siegmar Gumz (Geschäftsführer Hoffmann-Leichter Ingenieurgesellschaft Berlin) referierten über die Mobilität der Zukunft und ihre Mobilitätsversionen der City West 2030. Egal ob neue Fahrradwege oder moderne Paketabholstationen – Berlin werde (und müsse) sich verändern.

Das Event zum Abschluss brachte Marc Schömbs (Partner und Vorsitzender der Geschäftsführung Drees & Sommer Frankfurt) zum Thema „Best Practice: Hochhäuser in Frankfurt“. Im Gegensatz zu Berlin würden Hochhäuser in Frankfurt zelebriert und geschätzt, wieso nicht auch in Berlin?

Es war ein gelungener und aufschlussreicher Abend, der uns nur mit einer Frage zurückgelassen hat: Wieso fällt es trotz vieler positiver Beispiele der Stadt Berlin so schwer, Hochhäuser als Mittel urbaner Entwicklung zu sehen und sich auf neue Trends und Entwicklungen einzulassen?

Am Mittwoch den 11. Oktober werden auf der Folgeveranstaltung „Vorstellung Bauvorhaben“ diese und weitere Fragen geklärt. (mg)

World Green Building Week: Berlin zeigt Flagge

Anlässlich der World Green Building Week findet am 29. September in Berlin eine Stadtführung zum Thema „Nachhaltiges Bauen in der Europacity“ statt. Partner der Veranstaltung sind TICKET B – Architektur erleben und Guiding Architects

Aktionswoche World Green Building Week

Allgemein finden weltweit im Rahmen der World Green Building Week Events statt, die die Öffentlichkeit für die Chancen und vor allem für die Notwendigkeit einer nachhaltigen Bauweise sensibilisieren. Der offizielle deutsche Partner der Aktionswoche ist die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V.. In der Woche vom 25. September bis zum 1. Oktober können Events in Stuttgart, Heilbronn und Berlin besucht werden. Die kostenlose Auftaktveranstaltung, die sich der strategischen Bedeutung von Nachhaltigkeit widmet und Vorzeigeprojekte des nachhaltigen Bauens vorstellt, findet am 27. September in der DGNB Geschäftsstelle in Stuttgart statt.

Die DGNB wird in diesem Jahr bei der World Green Building Week von der Architektenkammer Baden-Württemberg, dem Netzwerk „Guiding Architects“, Rinn Beton- und Naturstein, Royal Mosa sowie wineo unterstützt.

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen

Gegründet wurde die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V. 2007 und ist heute mit rund 1.200 Mitgliedsorganisationen Europas größtes Netzwerk für nachhaltiges Bauen. Ziel des weltweit agierenden Vereins ist es, Nachhaltigkeit in der Bau- und Immobilienwirtschaft zu fördern und im Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit zu verankern. Mit dem DGNB Zertifizierungssystem hat die unabhängige Non-Profit-Organisation ein Planungs- und Optimierungstool zur Bewertung nachhaltiger Gebäude und Quartiere entwickelt, das dabei hilft, die reale Nachhaltigkeit in Bauprojekten zu erhöhen. Zuletzt wurden über die Fort- und Weiterbildungsplattform DGNB Akademie bereits mehr als 3.000 Personen in über 30 Ländern zu Experten für nachhaltiges Bauen qualifiziert. (lj)

Foto: © Pexels

Mit emmy Rollersharing durch die City cruisen

Schnell von A nach B kommen. Das schöne Wetter genießen, ohne die überfüllten öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Gibt es nicht? Mit emmy, dem Elektroroller aus der Hauptstadt, kommen Berliner bequem und schnell von einem Ort zum nächsten.

Durch Berlin mit dem Elektro-Flitzer auf 2 Rädern

Die roten Flitzer sind besonders bei jungen Menschen beliebt. Mittlerweile haben sie schon Berlins Mitte erobert. Die Elektroroller stehen den Kunden bisher innerhalb des S-Bahn Rings zur Verfügung. Aber das heißt nicht, dass man sich nicht auch außerhalb dieses Bereiches mit dem Roller bewegen kann. Ganz im Gegenteil: „Das Geschäftsgebiet ist schon sehr groß, manchmal will man aber trotzdem raus aus dem Getümmel. Ist auch kein Problem. Die Miete kannst du allerdings nur zurück im Geschäftsgebiet wieder beenden“, so die emmy Gründer. „Eine Stadt mit mehr Platz zur räumlichen Entfaltung, in der sich Fahrzeuge nicht mehr den begrenzten Platz wegnehmen. Eine Stadt, in der man sich wohlfühlt“, heißt es weiter.

©Christoph Spranger

Die emmy Mission

Angeboten werden vier verschiedene Rollertypen. Von dem „Klassiker“ – das Einsteigermodell in der Elektromobilität, dem „sportlich-modernen“ – das Erweiterungsmodell des Klassikers, dem „retro-schicken“ – der Design-Liebhaber über die „Elektro-Schwalbe“ – dem Kulturroller, als modernes E-Moped. Das Idealkonzept: Jederzeit sind E-Roller verfügbar und lassen jeden Fahrweg zum einem kleinen Abenteuer werden. Zeit wird gespart, Flexibilität gewährleistet und der Preis ist angemessen (und nachhaltig sind die Roller auch). Noch befindet sich das junge Unternehmen allerdings im Aufbau. Nicht an jedem Hotspot sind Roller zu jeder Zeit verfügbar, aber das wird sich sich bald ändern. Jedoch ist das nicht die einzige Mission der Co-Founder. Zukünftig sollen bei emmy nicht nur der E-Roller im Sharing-Sortiment erhältlich sein, sondern auch E-Bikes, E-Scooter und Elektroautos. „Egal wann und egal wo. Eine Stadt frei von Verkehrsemissionen und ohne Staus“ ist die Vision der Founder.

So funktioniert‘s

Schritt 1: Die App öffnen, einen Roller auf der Karte aussuchen und für 15 Minuten kostenfrei reservieren. Schritt 2:  Am Roller angekommen, wird die Helmbox via App geöffnet und der Helm sowie der Schlüssel können entnommen werden. Schritt 3: Zu guter Letzt muss der Roller nur noch gestartet werden! Um die Nutzung zu beenden wird sowohl der Helm als auch der Schlüssel zurück in die Helmbox getan. Danach wird der Vorgang in der App bestätigt und ein kleines Knacken der Box am Ende verrät dem Konsumenten, ob alles richtig gemacht wurde. Einfacher geht es doch nicht oder? Selbst der Preis pro Fahrt richtet sich entweder nach der gefahrenen Zeit oder den zurückgelegten Kilometern. Je nachdem wie man in der Stadt vorankommt. Es werden 19 Cent pro Minute oder 59 Cent pro Kilometer berechnet. „Du zahlst nur so viel, wie du auch tatsächlich fährst“, werben die Gründer. Mit zusätzlichen Gadgets wie einer Handyhalterung kann auf Navigationsprogramme zu gegriffen werden. So finden sich zum Beispiel auch Nicht-Berliner in der Stadt zu Recht und auch Touristen können unbeschwert die Hauptstadt entdecken.

Alles auf Anfang – die Electric Mobility Concepts GmbH

Gegründet wurde das Unternehmen Electric Mobility Concepts GmbH 2014 in Berlin. Die Co-Founder Valerian Seither, Alexander Meiritz und Hauke Feldvoss haben mit emmy ihre Idee vom elektrischen Rollersharing in die Tat umgesetzt. Nach der Teilnahme und dem Sieg beim Open Innovation Slam, wurde das Team in den Climate KIC Accelerator aufgenommen. Von da an starteten sie erst so richtig durch. Zunächst mit einem Prototypen, einer Testphase und einer ersten Finanzierungsrunde. Anschließend erfolgte der Markteintritt, damals noch unter dem Namen „eMio“. Im letzten Jahr bestritt das Team seine erste komplette Saison. Im letzten August wurde expandiert und ein weiterer Standort in Stuttgart eröffnet. Mit Hilfe einer erneuten Finanzierungsrunde konnte das Unternehmen weiter expandieren und so kamen noch die Standorte Hamburg, München, Düsseldorf und Mannheim dazu. Allerdings musste aus rechtlichen Gründen der Markenname 2017 in „emmy“ umbenannt werden.

Abzuwarten bleibt, ob sich der Rollersharing Service von emmy in der Hauptstadt und anderen Standorten durchsetzen kann. Attraktiv ist das Angebot alle Male. (ao)

 

Berliner Wohnungsnot – Neubau muss her

Der Berlin-Boom ist ungebrochen: Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Fähigkeiten kommen nach Berlin und bringen Ideen, Kultur und Unternehmertum mit. Einen Platz zum Leben brauchen sie alle. Seit einigen Jahren jedoch verkompliziert sich der ohnehin schon schwierige Berliner Immobilienmarkt. Denn anders als in den meisten Städten Deutschlands ist Berlin nicht homogen gewachsen. Dies ist vor allem historisch in der Teilung der Stadt und auch der Bildung von zwei unterschiedlichen Stadtzentren begründet.

Bei der Veranstaltung Stadtentwicklung, Wohnungsmarkt und Politik wurde gestern Abend über den aktuellen und zukünftigen Wohnungsmarkt Berlins diskutiert. Die von der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit organisierte Diskussionsrunde im Roten Rathaus behandelte Themen wie Wohnen in Berlin aus Anbieter-und Verbrauchersicht oder die Themen Mietpreisbremse und Zweckentfremdung.

Zu den Sprechern gehörten Wibke Werner (Stellvertretende Geschäftsführerin des Berliner Mietvereins), Klaus-Peter Hesse (Geschäftsführer des ZIA Zentraler Immobilien Ausschusses), Iris Spranger (Sprecherin für Bauen, Wohnen, Mieten, SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus), Nina Stahr (Landesvorsitzende, Bündnis 90/Die Grünen), Stefan Förster (Sprecher für Bauen, Wohnen und Denkmalschutz, FDP-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus). Moderiert wurde das Ganze von Gerd Nowakowski (Der Tagesspiegel).

Es zeigte sich, dass ein grundlegender Konsens unter allen Beteiligten bestand: Es muss gebaut werden – und zwar dringend. Seit 2010 sind 240.000 Neu-Berliner hinzugekommen, gebaut wurden jedoch nur 40.000 Wohnungen. Platz genug ist vorhanden, verfügt Berlin doch über viele Freiflächen, die schätzungsweise Platz für 240.000 Wohnungen bieten würden.

Viele Investoren sind verunsichert durch hohe Grundstückskosten, langwierige Bauverfahren, mangelnde Akzeptanz für Neubauvorlagen und teure Auflagen. Ein weiterer Aspekt sind die Bürger selbst. Es werden zwar Wohnungen gefordert, wenn es jedoch um die Umsetzung von Neubauten geht, fürchten viele um ihren Kiez, die Preisstruktur oder die Aussicht. Die Rede ist auch meist von den beiden Extremen Luxuswohnungen und preisgebundenem Wohnraum. Auf der Strecke bleibt dabei oft der Bedarf der Mittelschicht, für die es zunehmend schwieriger wird, passenden Wohnraum zu finden.

Dabei gilt Berlin immer noch als vergleichswiese günstig. Schaut man jedoch genauer hin, lässt sich diese Behauptung kaum aufrechterhalten: Seit 2010 sind die Mietpreise in Berlin um 94% gestiegen, das durchschnittliche Haushaltsnettoeinkommen beträgt 1.600 Euro, 22,4% der Haushalte, also fast ein Viertel, sind armutsgefährdet. Dies führt dazu, dass trotz der vergleichsweise noch relativ niedrigen Mieten, die Wohnkostenbelastung vergleichbar mit der in München ist.

Foto: © Peter Baumgärtner - Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

Alle wollen das Gleiche: Berlins Wohnungen müssen bezahlbar sein und bleiben. Viele Bürger fordern daher eine stärkere Regulierung des Immobilienmarktes durch die Politik. Klaus-Peter Hesse, Geschäftsführer des ZIA, sieht das jedoch kritisch: „ Natürlich müssen Bund und Länder rechtliche Rahmenbedingungen schaffen, starke Eingriffe durch die Politik sind aber in den meisten Fällen wenig bis gar nicht hilfreich, wie man auch an der Mietpreisbremse sieht.“ Dem widerspricht Iris Spranger, Sprecherin für Bauen, Wohnen, Mieten der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, die die Mietpreisbremse durchaus als ein zielführendes Instrument ansieht, um zu verhindern, dass Mieten willkürlich angehoben werden können.

Neubau ist also die Antwort auf alle Fragen? Nicht ganz, denn viele werfen Investoren vor, am Bedarf vorbei zu bauen und nur den eigenen Profit im Blick zu haben. Tatsächlich ist Berlin eine Mieterstadt, 85 Prozent der Einwohner leben zur Miete. Entwickelt werden aber auch viele Eigentumswohnungen. Aus Sich von Klaus-Peter Hesse ist das kein Problem: „Mittlerweile denken viele über Wohnungskauf nach. Aufgrund der niedrigen Zinsen ist das nun für viele eine Option, hinzu kommt die positive Wertentwicklung. Außerdem nicht zu vergessen die zahlreichen Investoren aus dem Ausland, für die Berlin eine große Strahlkraft besitzt.“

Einige Ansätze werden durchweg positiv gesehen, so etwa die kooperative Baulandentwicklung. Die städtischen Wohnungsbaugesellschaften können den Bedarf nicht alleine decken, private Investoren müssen also dringend unterstützen. Grundsätzlich vorgeschrieben ist dann auch, 30 Prozent der Wohnungen zu sozialverträglichen Mieten abzugeben.

Es bleibt also zu hoffen, dass solche vielversprechenden Ansätze verbessert und fortgeführt werden. Denn alle eint das gleiche Ziel: Die Urbanität und die Vielfältigkeit Berlins müssen erhalten bleiben. Schließlich sind das die Gründe für die internationale Attraktivität Berlins, die nicht nur zahlreiche Touristen, sondern auch Unternehmen und Arbeitskräfte in die Stadt zieht. Denn auch in diesem Punkt sind sich alle einig: Berlin steht eine rosige Zukunft bevor. Die Stadt wird weiterhin wachsen und auch zunehmend an Internationalität gewinnen. Eine Immobilienblase oder eine „tote“ Innenstadt sind aus Sicht der Diskutanten nicht zu befürchten. (mg)

Bezirk befürwortet Projekt „Hotel und Wohnen an der Spree“ an der Fanny-Zobel-Straße

Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick stimmt für vorhabenbezogenen Bebauungsplan

Der Vorhabenträger AGROMEX musste sich einige Jahre in Geduld üben, doch nun ist die Entscheidung über das geplante Projekt in der Fanny-Zobel-Straße gefallen. In ihrer Sitzung vom 22. Juni 2017 hat die Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan mit einer deutlichen Mehrheit zugestimmt.

Das Quartier wird durch das Vorhaben gefasst und so komplettiert, dass durch vielfältige Blickbeziehungen  die besondere Qualität der Lage an der Spree allseits erlebbar wird und bleibt. Entstehen sollen zwischen dem Twintower und dem Treptower ein Apartmenthotel mit circa 154 Apartments und zwei Wohntürme mit circa 208 Wohnungen.  Das Zentrum des Quartiers bildet die geplante Park- und Spielplatzanlage, die auf unterschiedlichen Ebenen und mit zahlreichen Aufenthaltsqualitäten für die Bewohner und die Öffentlichkeit Erholung und Spiel bringen und den geplanten Nahversoger überdecken wird. Geplant sind zudem insgesamt ca. 335 Kfz-Stellplätze sowie 500 Fahrradstellplätze.

Franz Rembold, Geschäftsführer der AGROMEX GmbH & Co. KG freut sich über die Zustimmung der Bezirksverordneten: „AGROMEX hat von Beginn an alle Parteien in die Entscheidungsfindung eingebunden. So konnte letztlich eine Lösung gefunden werden, die alle Interessen berücksichtigt. Wir sind der Überzeugung, dass wir an dem Standort ein herausragendes Projekt planen, das nicht nur Charakter hat, sondern auch zu Berlin passt und für die Menschen ein Gewinn sein wird.“

So war sich die Mehrheit der BVV darüber einig, dass das Vorhaben von architektonisch hoher Qualität sei und ein Zugewinn für den Bezirk Treptow Köpenick sein wird. Insbesondere die Vielfalt der Wohnraumangebote sei wichtig. Stadt für alle! Das bedeute, dass es vielfältige Angebote sowohl im hochpreisigen als auch im mietpreisgebundenen Segment für die Menschen geben müsse.

Die beiden Wohntürme – Blick von oben

Durch den Investor wurde an anderer Stelle im Bezirk bereits im Vorfeld mietpreisgebundener Wohnraum geschaffen. Im Bezirk Treptow-Köpenick Nord sei das nunmehr fertiggestellte Bauprojekt in der Heidelberger Straße das einzige, das bezahlbaren Wohnraum in diesem Ausmaß zur Verfügung stelle.

„Wir sind dem Bezirk Treptow-Köpenick verbunden und es ist uns ein Anliegen, Wohnraum für alle zu schaffen“, meint dazu Franz Rembold. „In der Heidelberger Straße hat Agromex circa 160 Wohnungen realisiert, ein Drittel davon wird preisgebunden vermietet.“

 Agromex plant im dritten Quartal 2018 mit der Vermarktung zu starten. Bis dahin sind bauvorbereitende Erschließungsmaßnahmen auf dem Grundstück in der Fanny-Zobel-Straße geplant. Das Areal soll zunächst dekontaminiert werden bevor mit dem Aushub für die Baugrube begonnen wird. Die Baugenehmigung wird Ende des Jahres 2017 erwartet.

Agromex ist seit dem Jahr 1991 auf dem deutschen Immobilienmarkt tätig. Mit Niederlassungen in Berlin und Leipzig liegt der unternehmerische Schwerpunkt in der Hauptstadt und den neuen Bundesländern. Hier wurden in den letzten 25 Jahren zahlreiche Bestandsimmobilien hochwertig saniert. Neben der Sanierungstätigkeit entwickelt und realisiert Agromex moderne Neubaukonzepte. (ak)

 

Weiterführende Informationen zu dem Projekt „Hotel und Wohnen an der Spree“ finden Sie unter: http://www.fanny-zobel-strasse.de/

 

 

Bildquelle: Agromex GmbH & Co KG

Wasserstadt Spindlersfeld – Wohnen im VEB Blütenweiß

Die Nutzung des brach liegenden Gebietes war lange Zeit umstritten. Jetzt soll das alte Gelände einer Wäscherei zu einer modernen Wasserstadt umgebaut werden

1873 verlagerte Wilhelm Spindler seine „Anstalt zur chemischen Reinigung, Wäscherei und Färberei“ nach Köpenick und gründete somit die größte Wäscherei Deutschlands. Heute liegt das Gelände brach und der denkmalgeschützte Ringbau aus rotem Backstein verfällt.

Doch Investoren kamen auf den Plan, die kleine Stadt in der Stadt wieder aufleben zu lassen. Zu den Zeiten, als die Wäscherei noch aktiv war, gab es Wohnungen für die Arbeiter, ein Ärztehaus sowie zwei Banken. Vor über zehn Jahren erwarb die Kanton Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH das 100.000 Quadratmeter große Gelände für etwa 10 Millionen Euro. Der Berliner Architekt Klaus Theo Brenner entwarf die Pläne für das Areal, auf dem mehr als 800 Wohneinheiten zum Teil mit Bootsstegen entstehen sollen.

Allerdings verzögerten sich die Pläne immer wieder. Aufgrund der ehemaligen chemischen Wäscherei war der Boden mit Schadstoffen verseucht. In einem aufwendigen Prozess wurden der Boden und das Grundwasser gereinigt. Doch auch heute noch sind die Sicherheitsarbeiten nicht vollständig abgeschlossen und demnach dokumentiert. Außerdem mussten diverse Gutachten erstellt werden, die den Lärm- und Natur- sowie Tierschutz aufzeigen. Auch die Anwohner wollten mitreden. Bedenken kamen wegen der Höhe der Bauten auf, da diese andere Gebäude in den Schatten stellen würden. Es wird außerdem dafür gekämpft, dass der grüne Uferstreifen am Rand für Jedermann bestehen bleibe. Dieser müsse jedoch dann den geplanten Bootstegen weichen.

Es ist also noch nicht vollends geklärt, wann das Baugebiet komplett bewohnbar ist. Fertiggestellt sind bereits das Pförtnerhaus, Casa Medici und das alte Kutscherhaus. Auszeigeobjekte sollen unter anderem die beiden „Spindlertowers“ werden. Hier entstehen 21 Ein- bis Vier-Zimmerwohnungen von 50 bis über 200 Quadratmeter Grundfläche. Weiterhin sind etliche Lofts, Penthouses, Reihen- und Townhouses geplant. Gehofft wird mit einer Fertigstellung Ende 2018, realistischer sei allerdings Anfang 2019.

(Foto: wikimdia.org)