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Urbane Mitte am Gleisdreieck: Gespräche über die Stadt der Gegenwart

Wie können wir Städte abseits ferner Zukunftsszenarien anders denken, bauen und gestalten? Unter diesem Leitsatz luden die Urbane Mitte Am Gleisdreieck, COPRO, das Architekturbüro O&O Baukunst sowie das künftige Urban Ideation Lab „B-Part“ am 1. Juli zum Dialog ein. Mit Experten aus dem Transportwesen, der Start-up-Szene, der Nighttime Economy, der Kunstszene und der Literatur wurden über Zukunftsszenarien Berlins diskutiert.

Zu den Speakern der Veranstaltung zählten Markus Penell, Leiter des Architekturbüros O&O Baukunst, und der Berliner Künstler Christian Awe. Erster hat gemeinsam mit seinem Büro den Masterplan für das künftige Stadtquartier „Urbane Mitte Am Gleisdreieck“ entwickelt. Darüber hinaus diskutierten u.a. Dr. Meike Niedbal, Head of Business Development DB Station & Service und Project Lead Smart Cities, und Tresor-Gründer Dimitri Hegemann über die Themen Mobilität, Start-ups, Kunst und Kultur sowie das Nachtleben Berlins. Durch das Panel führte der Journalist und Sachbuchautor Dr. Christian Ankowitsch.

 

v.l.n.r. Christian Awe, Darius Moeini, Markus Penell, Dr. Meike Niebdal, Jackie Thomae | Foto: HGEsch Photography

v.l.n.r. Christian Awe, Darius Moeini, Markus Penell, Dr. Meike Niebdal, Jackie Thomae | Foto: HGEsch Photography

 

B-Part: Das Urban Ideation Lab zum Mitgestalten der Lebens- und Arbeitswelten von morgen

Den Startschuss zur Veranstaltung gab Ansgar Oberholz, Gründer des Co-Working-Pioniers „St. Oberholz“. Dort, wo zukünftig die „Urbane Mitte Am Gleisdreieck“ eine der letzten großen Lücken Berlins schließen soll, wird bereits Anfang 2019 ein temporäres Gebäude in modularer Holzbauweise errichtet. So bietet B-Part auf circa 1.000 Quadratmeter direkt am Park ein Innovation Space für Menschen, die die Lebens- und Arbeitswelten von morgen mitgestalten möchten. Zudem entstehen im B-Part rund 100 Plätze für flexibles, gesundes und inspirierendes Arbeiten. Damit wird B-Part eine Schnittstelle aus Kreativwerkstatt, Experimentierlabor und Ideenschmiede.

Ob Industrie oder Start-ups – das Urban Ideation Lab wird eine Plattform, die Know-how und Content von unterschiedlichsten Ideen und Menschen generiert und zugänglich macht. „Es soll als Pionier für die Quartiersentwicklung der Urbanen Mitte Am Gleisdreieck und das menschliche Zusammenleben von morgen fungieren“, erklärt Oberholz, der das Projekt bis zu seiner Eröffnung als Ambassador begleiten wird.

Urbane Mitte Am Gleisdreieck: Stadtquartier der Zukunft im Herzen Berlins

Danach stellte Markus Penell von O&O Baukunst unter dem Motto „Stein“ den über 150 BesucherInnen die Themen Architektur und Städtebau in der heutigen Zeit an jenem Ort vor, wo das Stadtquartier entstehen wird. Penell präsentierte in seiner Keynote u.a. das städtebauliche Konzept der „Urbanen Mitte Am Gleisdreieck“. Dort werden in Zukunft lokales Handwerk und regionale Produktion mit kollaborativen Arbeitswelten und neuen Mobilitätsideen verbunden. Die Panelgäste konnten die Gebäudekörper, die auf dem Areal entstehen werden, in Miniatur vor Ort hautnah erleben. Denn eigens für das Festival wurde ein begeh- und erlebbares Holzmodell des Stadtquartiers im Maßstab 1:20 gebaut, das als Bühne für die Veranstaltung diente.

 

Panel „Zufall, Stein und Hyperloop“ auf der Urbanen Mitte Am Gleisdreick | Foto: HGEsch Photography

 

Kultclub Tresor: Mut zu Unfertigem und Zufälligem

Dimitri Hegemann erzählte zum Element „Zufall“. So erklärte er, wie er durch eine unvorhergesehene Situation die richtige Lokalität für seinen späteren Technoclub „Tresor“ fand. Dieser entwickelte sich mit seinem unfertigen und authentischen Charme schließlich zu einem wichtigen Bestandteil der Nighttime Economy in Berlin.

Nachdem der Mauerfall die Stadt zum Explodieren brachte, entstanden viele neue Räume und kreative Ideen. Menschen feierten die unkontrollierte Eigendynamik und verliehen Berlin neue Energie. Die gereifte Subkultur wurde umbenannt in Kreativwirtschaft. In diesem Kontext plädierte er dafür, dass in der heutigen Zeit mehr Experimentierraum gegeben werden muss, um diesen Spirit auch künftig beizubehalten.

Mobilitätkonzepte: von der Stadt zur Smart City

Zum Abschluss der Veranstaltung verriet Dr. Meike Niedbal, Head of Business Development DB Station & Service, im Panel „Bewegung“, wie die Deutsche Bahn Mobilität als städteformendes Element erkennt und welche Rolle die Menschen bei der Gestaltung von intelligenten und flexiblen Mobilitätslösungen spielen. Sie eröffnete in ihrer Keynote „Smart Cities: Logistik, Mobilität und Bahnhöfe“ neue Blickwinkel auf innerstädtische Verkehrskonzepte der Gegenwart und Zukunft. (red)

Wie geht es am Checkpoint Charlie weiter? Öffentliche Debatte soll verfahren beflügeln

Am 4. Juli 2018 fand die dritte öffentliche Veranstaltung zur „Zukunft Checkpoint Charlie“ statt. Die Debattenreihe begleitet den umfassenden Beteiligungsprozesses, den die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen im Zusammenhang mit dem Aufstellungsverfahrens für den Bebauungsplan 1-98 „Checkpoint Charlie“ durchführt. Auch die Ergebnisse des gestrigen Abends fließen in das Planungsverfahren ein, welches die Grundlage für den Bebauungsplan bildet.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden die Zwischenergebnisse der Arbeiten der sieben am städtebaulichen Workshopverfahren teilnehmenden Architekturbüros vorgestellt: Caramel architekten, COBE Berlin, David Chipperfield Architects, Graft, Hild und K Architektur, J.MayerH. und Partner sowie Sauerbruch Hutton. Die Besucherinnen und Besucher hatten im Anschluss die Möglichkeit, Feedback, Wünsche und Anmerkungen für die weitere Bearbeitung der Arbeitsstände abzugeben.

Städtebaulicher Workshopverfahren am Checkpoint Charlie

Der Projektentwickler hatte vor kurzem zugestimmt, sein Hotelprojekt östlich der Friedrichstraße in einem zeitnahen Workshopverfahren städtebaulich überprüfen zu lassen. Im Rahmen des städtebaulichen Workshopverfahrens für beide Grundstücke und des Realisierungswettbewerbs wird es neue Pläne zum Städtebau und zur architektonischen Umsetzung geben. Für den westlichen Bereich mit einem komplexen Nutzungsprogramm soll ein Realisierungswettbewerb folgen. Zu gestalten sind auch die Straßenräume und Freiflächen auf dem privaten Gelände (ca. 1000 qm). Hier ist besonders die Bürgermeinung gefragt ob eine Fußgängerzone, eine verkehrsberuhigte Straße oder eher weiterhin eine in der Friedrichstadt übliche Straße präferiert wird.

Die Investorengruppe Trockland beabsichtigt am Checkpoint Charlie eine städtische Bebauung zu realisieren. Das Land Berlin verhandelt um Flächen für ein Museum mit Freifläche, einen Wohnanteil sowie weitere gewerbliche Nutzungen in den Gebäuden. Um der besonderen Bedeutung des Ortes und der Vielschichtigkeit der Interessen gerecht zu werden und dabei gleichzeitig die städtebauliche Entwicklung der privaten Flächen planungsrechtlich zu steuern, stellt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen einen Bebauungsplan auf.

Beteiligungsprozess läuft bereits

Der laufende Beteiligungsprozess findet im Rahmen des Bebauungsplan- Aufstellungsverfahrens statt und steht im Zusammenhang mit einem zweistufigen Planungsverfahren, das als ergebnisoffener Erkenntnisprozess angelegt ist. Die Ergebnisse aus der Beteiligung fließen in den Planungsprozess ein. Die Erarbeitung verschiedener Varianten und städtebaulicher Typologien unterstützt dabei die Abwägung entsprechender Vor- und Nachteile gegenüber der vormals angedachten Blockrandbebauung.

Eine Ausstellung zum Beteiligungsprozess und den städtebaulichen Entwürfen wird am 2. August 2018 eröffnet, auch hier wird wieder die Meinung der Besucherinnen und Besucher gefragt sein. (red)

Wohnungsbau: Der Bedarf bleibt trotz Zuwachs

In Berlin wurden 2017 gut 20 Prozent mehr Wohnungen gebaut als im Jahr zuvor. Dennoch ist die Entwicklung im Wohnungsbau „noch nicht bedarfsgerecht“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Berlin-Brandenburg e.V., Dr. Robert Momberg. Damit reagierte er auf die Bekanntgabe der Anzahl der Wohnungsfertigstellungen 2017 in Berlin durch das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Momberg weiter: „Die Versäumnisse der Vergangenheit, insbesondere was die Schaffung von preisgünstigem Wohnraum anbelangt, haben zu einer Situation auf dem Berliner Wohnungsmarkt geführt, die entschieden verbessert werden sollte.“

2017 wurden in der Hauptstadt 12.785 Wohnungen fertiggestellt. Im Vergleich zu 2016 ein Zuwachs von 20,5 Prozent. Die Zahl der Berliner Einwohner stieg dabei 2017 gegenüber 2016 um 1,1 Prozent. Zwar harmonierte die Wohnungsbauentwicklung damit rein rechnerisch durchaus mit der Bevölkerungsdynamik. Um jedoch den wachsenden Einwohnerzahlen insgesamt gerecht zu werden, hätte deutlich mehr Wohnungen gebaut werden müssen.

Bedarfsprognose für Wohnungsbau nicht erreicht

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen hatte im Vorjahr eine Bedarfsprognose ermittelt, wonach jährlich 20.000 neue Wohnungen bereitgestellt werden müssten, um sowohl der Bevölkerungsentwicklung als auch dem hohen Nachholbedarf Schritt zu halten. Die Zahlen der in 2018 bislang erteilten Genehmigungen zur Schaffung von Wohnraum „zeigen, dass der Wohnungsbau in Berlin auch im laufenden Jahr noch von einer bedarfsgerechten Entwicklung entfernt ist“, sagt Momberg.

Angesichts des Wohnraummangels wird das Wohnen immer teurer. Die durchschnittlichen Nettokaltmieten stiegen in Berlin innerhalb der vergangenen fünf Jahre um 40 Prozent an. Die Immobilienpreise zogen ebenfalls an – für Eigentumswohnungen um 54 Prozent, bei Häusern sogar um 65 Prozent.  Die Kaufwerte für Bauland haben sich von 2016 auf 2017 mit einem Plus von 150 Prozent mehr als verdoppelt. Auch die Kosten für Personal, Baumaterial, Energie, Transporte, Deponiegebühren, Planung und Architektenleistungen haben sich verteuert, mit  entsprechenden Auswirkungen auf die Erstellungskosten für Wohnungen. Die haben sich, gemessen an den Baukosten für einen Quadratmeter Wohnraum, 2017 relativ zum Vorjahr um fünf Prozent erhöht.

 

Berlin braucht jährlich 20.000 neue Wohnungen | Foto: pixabay.com

Berlin braucht jährlich 20.000 neue Wohnungen | Foto: pixabay.com

 

Warnung vor weiteren Verwerfungen

Wenn dieser Entwicklung nicht konsequent in Form der zügigen Schaffung von bezahlbarem Wohnraum Einhalt geboten werde, ist gerade in Städten wie Berlin mit seiner hohen Anziehungskraft mit weiteren Verwerfungen auf dem Wohnungsmarkt zu rechnen, so die Warnung des Bauindustrieverbandes. „Die Politik in Berlin hat das Wohnungsproblem erkannt. Wir fordern, dass alle bestehenden Programme und Förderinstrumente zur Schaffung von Wohnraum gerade im unteren Preissegment umgesetzt und darüber hinaus weitere Anstrengungen unternommen werden, die den Wohnungsbau in Berlin weiter ankurbeln, um das Wohnungsproblem innerhalb der nächsten Jahre positiv zu lösen“, so der Appell des Hauptgeschäftsführers Momberg. (hf)

Urbane Mitte: Zufall, Stein und Hyperloop

Berlins Stadtbild befindet sich durch einen historischen Stilmix im stetigen Wandel. Das MakeCity, das Festival für Architektur und Andersmachen, gibt noch bis zum 01.07.2018 Impulse und Strategien für eine innovative und nachhaltige Stadtplanung.

Ein besonderes Highlight wird am letzten Festivaltag stattfinden: Unter dem Titel „Zufall, Stein und Hyperloop“ findet ab 13:30 Uhr auf dem Grundstück des Projektes Urbane Mitte am Gleisdreieck, direkt neben dem BRLO Brwhouse, eine Paneldiskussion statt. Speaker verschiedener Branchen werden ihre Blickwinkel auf das Thema Stadtentwicklung darlegen.

Die Stadt im stetigen Wandel

Beim Panel sollen Fragen wie „Wie können wir unsere Städte abseits ferner Zukunftsszenarien anders denken, bauen und gestalten? Hier und jetzt?“ kontrovers diskutiert werden. Dafür beschäftigten sich die Panelteilnehmer mit jenen Treibern, die den komplexen Wachstums- und Veränderungsprozessen von Metropolen zugrunde liegen. Mit dem Zufall, da er alle Planungs- und Realisierungsprozesse mitgestaltet. Mit der Hardware, die als steingewordener Raum den Stadtkörper formt. Und mit den Menschen und Gütern, die sich bewegen oder bewegt werden und damit die urbanen Nervenstränge frequentieren und formen. Alle drei Komponenten bestimmen die Urbanität, Lebensqualität und Wandlungsfähigkeit einer Metropole.

Teilnehmer des Panels sind u.a.:

  • Dr. Meike Niedbal | Head of Biz Dev DB Station & Service, Project Lead Smart Cities
  • Jackie Thomae | Ratgeberbuch- & Bestseller-Autorin, Journalistin, Trend- & Transformationsexpertin
  • Dimitri Hegemann | Gründer Tresor, Berlin-Detroit Connection, Happy Locals u. a., Freiraumgestalter & Nighttime Economist
  • Darius Moeini | Co-Founder Numa Berlin, Project Lead Accelerator & Smart City Innovation Program, Urban Change Expert
  • Markus Penell | Partner / GF O&O Baukunst, Kurator O&O Depot, Architekt der Urbanen Mitte am Gleisdreieck
  • plus Special Guest

Dr. Christian Ankowitsch, Journalist und Sachbuchautor, wird die Veranstaltung moderieren.

Urbane Mitte am Gleisdreieck

Im Rahmen des MakeCity Festivals wurden für jede dieser drei Dimensionen besondere Gäste eingeladen. Diese werden mit den Besuchern die Möglichkeiten einer anderen Stadt diskutieren und sie subjektiv kartographieren.

Stattfinden werden die Gespräche am Berliner Gleisdreieck. Der urbane Hub steht beispielhaft für die Veränderung und die Dynamik Berlins. Früher wurden hier Waren und Güter umgeschlagen. Heute rattern Hochbahnen durch den beliebten Park am Gleisdreieck. In naher Zukunft wird hier auf 3,2 Hektar ein neues Stück Stadt entstehen.

Konzipiert wurde das Panel von Ortner & Ortner Baukunst und COPRO, für deren Stadtentwicklung „Urbane Mitte am Gleisdreieck“ Ortner & Ortner Baukunst den Masterplan entworfen hat – sowie vom B-PART, dem „Lab For Urban Shift“ auf dem Projektgrundstück der Urbanen Mitte am Gleisdreieck. Die Moderation übernimmt Christian Ankowitsch, Sachbuchautor und Journalist. (red)

Frauen in Führung: Wo wollen wir eigentlich hin?

„Mittelmäßige Männer in Spitzenjobs sind für eine Frau genauso eine Zumutung wie für einen Mann herausragende Frauen an oberster Stelle“, so beschreibt die Unternehmerin und Publizistin Margarita Mathiopoulos den Stand der Dinge in den Führungsetagen. Ob Managerinnen, Bürgermeisterinnen oder Senatorinnen, in keiner deutschen Großstadt sind Frauen in Führung und Führungspositionen so präsent wie in Berlin. Dennoch herrscht immer noch keine Chancengleichheit, der Aufstieg für Frauen ist weiterhin beschwerlich. Grund genug, hinter die Kulissen zu schauen und die Hauptstadt mit ihren Female Leaders auf den Prüfstand zu stellen.

Machen sich Gleichstellungsinitiativen und Frauenquote bereits bemerkbar? Wie sind erfolgreiche Frauen in der Hauptstadt organisiert und vernetzt? Was kann aus politischer und unternehmerischer Sicht für die Vereinbarkeit von Familie und Karriere getan werden? Was ist der Status Quo?

Frauen brauchen im Job einen langen Atem

„Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt, sondern durch Arbeit und eigene Leistung“, wusste der große Physiker Albert Einstein. In der praktischen Personalpolitik sieht es mitunter anders aus. Gute Leistung wird bei Männern und Frauen immer noch nicht gleich bezahlt. Derzeit herrscht eine Gender-Pay-Gap (Geschlechter- Gehaltslücke) von rund 21 Prozent bei gleicher Leistung. Dies ist nur eine von vielen Hürden, die Businessfrauen zu meistern haben. Die anderen lauten: Teilzeitarbeit, unbezahlte care-Arbeit und schlechte Betreuungssituationen sind nur die Spitze eines Eisberges.

Eine moderne berufstätige Frau benötigt einen langen Atem. Zwar soll die Frauenquote die Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen beheben, aber noch fehlt es an Chancengleichheit, Frauenförderung und Familienfreundlichkeit. Berlins Politik, Wirtschaft und Gesellschaft müssen allmählich nachziehen und die vorherrschende Arbeitskultur kritisch hinterfragen: Wo stehen wir und wo wollen wir eigentlich hin?

Ist die Frauenquote gescheitert?

Das Managerinnen-Barometer 2017 des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt: In Unternehmensvorständen hat sich praktisch nichts bewegt. Bei Banken und Versicherungen haben Frauen geringe Chancen überhaupt in die Vorstände aufzusteigen. In der Bau- und Immobilienwirtschaft sieht es nicht besser aus. Ist die Frauenquote gescheitert?

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey ist zuvor als Bezirksbürgermeisterin von Neukölln vor allem durch ihre Null- Toleranz-Politik gegenüber Kriminellen bekannt geworden. Als Unterstützerin der Frauenquoten möchte sie nun meldefaulen Unternehmen an den Kragen. Welche Sanktionen die betreffenden Unternehmen erwarten könnten, bleibt abzuwarten. Fakt ist: Seit fast 40 Jahren wird die Frauenquote als Instrument der Personalpolitik kontrovers diskutiert – geändert hat sich unterdessen wenig. Die verbindliche Geschlechterquote von 30 Prozent ist seit 2016 für die Aufsichtsräte von börsennotierten und paritätisch mitbestimmten Unternehmen Pflicht. Derzeit (Stand Januar 2018) betrifft die Quote bundesweit allerdings nur 108 Unternehmen und wird schleppend umgesetzt. Grund ist unter anderem, dass die Frauenquote nur für einen geringen Anteil von Großunternehmen mit circa 2.000 Beschäftigten verpflichtend ist.

Frauen in Führung – Transparenz soll gefördert werden

Abhilfe soll durch Präsenz und Transparenz geschaffen werden. Hier fährt die Politik deutlich den Kuschelkurs. Ein Beispiel ist die bestehende Lohnlücke zwischen Männern und Frauen, die mit dem Entgelttransparenzgesetz gelöst werden sollen. Das Gesetz dient zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen (seit 6. Juli 2017 in Kraft). Lohntransparenz soll Frauen dabei unterstützen ihren Anspruch auf gleiches Entgelt bei gleicher Arbeit besser durchsetzen zu können. Viel Aufwand für wenig Nutzen. Wünschenswert wäre es in den Unternehmen anzufangen und deren Arbeitskultur unter die Lupe zu nehmen.

In Berlin sind Frauen mit Führungsfunktion keine Seltenheit – mehr als jede dritte Führungsposition ist laut den Zahlen der Arbeitsagentur mit einer Frau besetzt. 49,2 Prozent der Verwaltungs- Führungsetagen sind weiblich vertreten. Im Bereich Erziehung und Bildung ist der Anteil mit 68,5 Prozent deutlich höher. Gravierend unterrepräsentiert sind Frauen allerdings in der Bauwirtschaft: Von den 5.370 Leitungspositionen werden 5.022 von Männern beansprucht. Das macht einen mageren Frauenanteil von 6,5 Prozent (Stand Februar 2018) aus. Insgesamt sind 36,2 Prozent aller Führungspositionen in Berlin von Frauen besetzt. Dünn besiedelt ist allerdings nach wie vor die oberste Hierarchieebene.

Ursachen sind Generations- und Wirtschaftsproblem

Auf der Suche nach Ursachen wird schnell deutlich: Es handelt sich um ein Generations- und Wirtschaftsproblem. Das Generationsproblem beginnt schon im Kindesalter, indem veraltete Geschlechterrollen aus dem Umfeld übernommen werden. Aus diesem Grund werden viele Berufsgruppen weiterhin geschlechterspezifisch dominiert. In Pflegeberufen findet sich wenig männliches Personal, andersherum finden sich in der Industrie oder im Handwerk nur vereinzelt Frauen. Experten fanden heraus, dass Frauen ihren späteren Beruf überwiegend aus einer Komfortzone auswählen, die rund 20 weiblich dominierte Berufe umfasst. Verstärkt wird dieser Zustand dadurch, dass die Arbeitsbedingungen und die Bezahlungen in den Berufsgruppen außerhalb der Komfortzone noch nicht angepasst wurden. Es ist schwierig das jeweils andere Geschlecht für eine Berufsgruppe zu gewinnen, wenn die Aufstiegschancen beschwerlich oder fast unmöglich scheinen. Davon betroffen sind in Berlin vor allem Industrie, Handwerk und Rechtspflege. Ein Umstand, der nicht unter den Teppich gekehrt werden sollte.

Von ungefähr kam der Wertewandel jedoch nicht. Vorreiterinnen wie Spitzen-Managerin Vera Gäde-Butzlaff (Vivantes), haben den Weg für mehr Erfolgsunternehmen in Frauenhand geebnet. Selbst die Industrie- und Handelskammer Berlin (IHK) präsentiert sich mit einer Frau an ihrer Führungsspitze: IHK-Präsidentin Dr. Beatrice Kramm ist eine von deutschlandweit drei Frauen, die eine solche Position innehaben. Ebenso leistet Dr. Sigrid E. Nikutta als Chefin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) großartige Arbeit und zeigt, dass Karriere auch mit fünf Kindern möglich ist. Mit dem Frauenförderplan verdeutlicht die BVG vor allem, dass die Vereinbarkeit von Familie und Karriere vom ganzen Unternehmen unterstützt werden kann. Die Erfahrung zeigt: Sobald Frauen in Führung sind, ändert sich auch die Unternehmenskultur. Häufiger begeistern sich Frauen auch für Karrieren in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) oder in der Politik.

Initiativen finden Unterstützung

Tatsächlich werden viele Initiativen für Mädchen und Frauen vom Bund wie vom Land Berlin tatkräftig unterstützt. Bereits 2005 wurde die Landesinitiative Chancengleichheit in der Berliner Wirtschaft von der Senatsverwaltung für Wirtschaft und Technologie ins Leben gerufen. Ein weiteres Projekt der Initiative ist Kobra, ein Koordinierungs- und Beratungszentrum für die Weiterbildung von Frauen, in dem sich Betriebe unter anderem zur Frauenförderung beraten lassen können. Für mehr Frauen in Führungspositionen engagieren sich auch Institutionen aus der Wirtschaft. Beispielsweise der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) oder die IHK Berlin, die mit ihren vielfältigen Veranstaltungen für die Vernetzung von weiblichen Führungskräften sorgt. Denn Initiativen und Events beschäftigen sich nicht ausschließlich mit der Förderung und Unterstützung von Frauen, sondern bieten darüber hinaus auch eine Plattform zum Austausch.

Dennoch haben sich die Zeiten geändert und es wird sich schon viel früher für Chancengleichheit eingesetzt. Insbesondere die Förderung der Begeisterung von Schulkindern für die verschiedensten Berufe jenseits herkömmlicher Geschlechterzuschreibungen zeigt allmählich Erfolge. Musterprojekte sind der jährliche Girls’ Day und das Äquivalent des Boys’ Day. Seit 2002 erhalten dort vor allem Mädchen einen Einblick in Technik-und Industrieunternehmen. Gerade in den Ausbildungen und Studiengängen der MINT-Fächer ist der weibliche Anteil erschreckend gering. Mit dem Aktionstag rund um die Berufswahl hat sich aber zumindest die Lage in Berlin schon positiv gewandelt. Mittlerweile ist die Hauptstadt Vorreiter, was Frauen in technischen Berufen betrifft. Ein Anfang ist geschafft, es bleibt dennoch genug Luft nach oben.

Gleichstellungskampagne und Frauennetzwerke – viele Wege führen zum Ziel

Als Meilenstein wurde auch die Kampagne „Gleichstellung gewinnt – Kulturwandel in den Unternehmen“, initiiert von der Senatorin für Gesundheit, Gleichstellung und Pflege, Dilek Kolat, auf den Weg gebracht. Gemeinsam mit IHK-Präsidentin Kramm und dem Präsidenten der Handwerkskammer Berlin (HWK), Stephan Schwarz, unterschrieben sie Anfang des Jahres eine Charta zur Gleichstellung in den Unternehmen. Vom Wiedereinstieg nach der Elternzeit bis hin zum Berufscomeback von Arbeitnehmern jenseits des 40. Lebensjahres, werden neue Arbeitsmodelle präsentiert. Politik und Wirtschaft setzen sich für mehr weibliche Führungskräfte ein, doch steht ein Kulturwandel noch aus. Er sollte nicht als Belastung, sondern aus unternehmerischer Sicht als Chance angesehen werden. Schließlich schafft eine moderne Unternehmenskultur mehr Vielfalt und Wettbewerbsfähigkeit.

Viele Wege führen zum Ziel – Wie organisieren und vernetzen sich eigentlich die Businessfrauen in der Stadt? Netzwerke gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Schnell wird es unübersichtlich, da sie sich thematisch überschneiden oder wie Webseiten schon jahrelang nicht aktualisiert wurden. Wichtig ist letztlich: Netzwerke müssen den eigenen Anforderungen entsprechen und mit der Lebensrealität vereinbar sein. Das setzt eine Aktualität und Nachhaltigkeit voraus sowie eine gute Organisation. Allen voran der seit 1954 aktive Wirtschaftsverband deutscher Unternehmerinnen (VdU) oder die stadtbekannte Weiberwirtschaft. Frauen in die Aufsichtsräte (FIdAR e.V.) ist eine Initiative und ein Appell zugleich – für mehr Frauen in den deutschen Aufsichtsräten. Unabhängig, überparteilich, überregional und vertraulich lautet ihr Credo. Aktuell ist ihre Präsidentin Monika Schulz-Strelow ist eine der 100 einflussreichsten Frauen der deutschen Wirtschaft. Wachsender Beliebtheit erfreuen auch international ausgelegte Frauenvereinigungen wie Business and Professional Women Germany e.V. oder das „we are PANDA“- Netzwerk. Aber was genau bewirken diese Netzwerke?

Sensibilisierung als langwieriger Prozess

Allen gemein ist: Politik, Wirtschaft sowie Gesellschaft mehr für Frauen in Führungspositionen zu sensibilisieren und sie auf diesem Weg unterstützend zu begleiten. Kontakte sind für die Karriere Gold wert. Natürlich muss differenziert werden, denn die Ausrichtung und Leistungen sind in jedem Netzwerk anders ausgerichtet. Einige bieten spezielle Mentoren-Programme für junge Frauen an, andere Wettbewerbe oder Jobvermittlungen für die Mitglieder. Zu nennen sind auch Vereine, die sich auf eine Berufsgruppe konzentrieren, wie Bündnisse für Ärztinnen, Juristinnen, Journalistinnen und oder Akademikerinnen allgemein. Aber auch für das digitale Business und die Technik gibt es eigene Netzwerke, wie Femtech Alumnae e.V. (eine Initiative der TU Berlin) oder webgrrls.de e.V.

Wegweisend sind ebenfalls unabhängige Programme, die Weiterbildungen für Frauen fördern. Ausgezeichnet wurde unter anderem sparkx, ein Leadership- Programm für Frauen in Medienunternehmen. Starke Partner hat auch der Frauen-Karriere-Index, die zum gemeinsamen Strategie- und Erfahrungsaustausch zum Thema „gleichberechtigte Teilhabe“ einladen. Bei so vielen Möglichkeiten verwundert allerdings, die scheinbar problematische Umsetzung.

Vielfalt ist Chefsache

Was muss noch geschehen, damit Frauen leichter in Führungspositionen aufsteigen können? Sicher, Kampagnen wie „Unternehmen mit Frauen an die Spitze“ leisten großartige Arbeit, aber das allein wird auf Dauer nicht genügen. Mittelständische Unternehmen müssen sich auch ohne politische Vorgaben oder Initiativen mit Themen wie Chancengleichheit auseinandersetzen. Vielfalt ist Chefsache: Je flexibler und moderner das Arbeitsmodell ist, umso mehr Bewerber, sprich potenzielle Fachkräfte sprechen sie an. Frühzeitig Begeisterung wecken, motivieren und Vorbilder etablieren, lautet beispielsweise die Unternehmensleitlinie zur Frauenförderung bei Idealo, Online-Preisvergleichsportal mit Sitz in Berlin-Kreuzberg.

Natürlich lassen sich flexiblere Modelle bei Start-ups und neugegründeten Unternehmen viel müheloser im kleinen Stil erproben. Dennoch sollten die mittelständischen Unternehmen mehr Engagement zeigen, um auch für Frauen attraktivere Bedingungen zu schaffen, nicht nur weil es vorteilhaft fürs eigene Image ist. Es muss nicht ein ausgearbeiteter Frauenförderplan sein, denn Familienplanung betrifft in der Arbeitswelt beide Geschlechter. Wichtig ist dort anzusetzen, wo es Schwierigkeiten gibt und das ist häufig die Vereinbarkeit von Kind und Karriere.

Ausblick: Arbeit 4.0 und weiter?

Woran es meist scheitert, ist der Wiedereinstieg. Familienfreundlichkeit betrifft vor allem Frauen in Führung. Viele Frauen entscheiden sich aufgrund starrer Arbeitsmodelle und wenig Verhandlungsspielraum gegen die Karriere oder den Aufstieg in die Führungsspitze. Eben dort ist die Wirtschaft gefragt. Unternehmen müssen nicht unbedingt kreativ werden, sondern nur die Vorteile der digitalisierten Arbeitswelt nutzen, indem Internet und mobile Arbeitsplätze für berufstätige Müttern und Vätern mehr Flexibilität im Arbeitsalltag gewährleisten. Arbeit 4.0 könnte als digitale Reform der bestehenden Arbeitsformen und -verhältnisse die Lösung von morgen sein. Anpassungsfähigere Arbeitsmodelle ermöglichen beispielsweise das Arbeiten per Home Office (Arbeit von Zuhause), durch mobile Zugänge (per Cloud Computing). Zudem ist Job-Sharing ein neues Modell, das durchaus von den Berliner Unternehmen aufgegriffen werden könnte. Zwei Berufstätige teilen sich in Teilzeit denselben Job und können so in gemeinsamer Abstimmung Familien und Arbeit managen.

Was wird der nächste Schritt sein? – Fragt sich selbstverständlich auch unsere Redaktion der BERLINboxx. Wird die Frauenquote bald mehr Unternehmen betreffen? Erhöht sich die Quote auf 50 Prozent? Fragen über Fragen. Der Kulturwandel in der Wirtschaft hat bereits begonnen und hat das Potenzial des Wirtschaftsfaktors Frau längst erkannt. Jedoch müssen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam, oder auch unabhängig voneinander, familienfreundliche Infrastrukturen begünstigen. Das heißt: Unternehmen bieten Arbeitsmodelle an, die Beruf und Familie miteinander vereinbar machen. Das können Betriebskindergärten, flexible Teilzeitmodelle und vieles mehr sein.

Zurückhaltung bei neuen Modellen

Noch ist die Berliner Unternehmenskultur sehr zurückhaltend hinsichtlich neuer Modelle, aber das wird sich mit den Frauen an Berlins Spitze zunehmend wandeln. Je mehr positive Beispiele präsent werden, umso schneller wird sich der Kulturwandel vollziehen. Die Wirtschaft könnte sich ein Beispiel an den Frauen-Netzwerken nehmen, denn die folgen dem Grundsatz: zuhören, austauschen, lernen und in die Praxis umsetzen. Es schadet auch nicht, wenn Unternehmen die Frauen dort abholen, wo sie sich gerade befinden. Worauf es letztlich ankommt ist doch, wohin sie gemeinsam gehen wollen – an die Spitze. (lj)

ZIA Tag der Immobilienwirtschaft 2018

Eng verzahnt mit der Wirtschaft, Politik und Gesellschaft stellt die Immobilienwirtschaft ein wichtiger Markt für Deutschland dar. Der deutsche Immobilienmarkt ist gewiss national als auch international mit gesellschaftlichen Herausforderungen verknüpft. Nicht zuletzt wird Europa, vor allem jedoch Deutschland, mit den Folgen des Brexits zu kämpfen haben. Angesichts dieser Herausforderung ist es wichtig, einen Überblick über diesen vielfältigen Wirtschaftszweig zu haben.

Am vergangenen Mittwoch veranstaltete der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e. V. im Berliner Tempodrom den Tag der Immobilienwirtschaft 2018 unter dem Motto „Global denken – Lokal investieren“. Es ist der größte Branchentag der deutschen Immobilienwirtschaft.

 

v.l.n.r.: BERLINboxx-Verleger Frank Schmeichel im Gespräch mit Susanne Tattersall (TATTERSALL· LORENZ Immobilienverwaltung und -management GmbH) und Andreas Schrobback (AS Unternehmensgruppe) | Foto: Charles Yunck

v.l.n.r.: BERLINboxx-Verleger Frank Schmeichel im Gespräch mit Susanne Tattersall (TATTERSALL· LORENZ Immobilienverwaltung und -management GmbH) und Andreas Schrobback (AS Unternehmensgruppe) | Foto: Charles Yunck

 

Ein EU-Kommissar, zwei Bundesminister, drei Oppositionsführer und 1.900 Besucher

Der Tag der Immobilienwirtschaft des ZIA bietet für viele Unternehmer und Politiker eine hervorragende Plattform, um über zukunftsweisenden Themen und wichtige Fragen der Branche zu diskutieren. Beim diesjährigen Tag der Immobilienwirtschaft waren rund 1.900 Gäste anwesend, darunter hochrangige Repräsentanten aus Bundes- und Landespolitik, Verwaltung, Medien und Wissenschaft.

Zu den namhaften Redner gehörten Spitzenpolitiker wie Günther H. Oettinger, EU-Kommissar für Haushalt und Personal, und Svenja Schulze, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Auch Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, sprach zum ersten Mal bei einem Verbandstag der Immobilienwirtschaft. So kündigte er an, sich für die Sonderabschreibung für die energetische Sanierung von Gebäuden einzusetzen. Diesbezüglich gibt es bereits Gespräche mit dem Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD). „Bis Ende des Jahres sollte das entschieden sein“, sagte Altmaier.

 

Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier, und ZIA-Präsident, Dr. Andreas Mattner | Foto: Norbert Wiedemann

 

Grünen-Chefin sprach sich für Bestellerprinzip aus

Über die bau- und wohnungspolitische Forderungen ihrer Fraktionen sowie die Vorhaben der aktuellen Bundesregierung diskutierten an diesem Tag auch die drei Oppositionsführer Katrin Göring-Eckhardt (Bündnis 90/Die Grünen), Christian Lindner (FDP) und Dr. Dietmar Bartsch (Die Linke).

Zur Thematik, wie ein bezahlbares Umfeld geschaffen werden kann, schlug die Grünen-Fraktionschefin Göring-Eckhardt die Einführung des Bestellerprinzips beim Wohnungskauf vor. „Warum diskutieren wir nicht über die Deckelung oder Abschaffung der Maklergebühr? Das Bestellerprinzip ist ja nicht so schwierig und hat bei den Mieten funktioniert. Warum man, das beim Wohnungskauf nicht einsetzt, hat mir bisher noch niemand erklären können. Es wäre zumindest besser als das Baukindergeld, das erzeugt nämlich nur Mitnahmeeffekte“, so die Grünen-Chefin.

 

Grünen-Chefin Katrin Goering-Eckardt | Foto: Norbert Wiedemann

 

FDP-Chef Lindner hingegen machte sich für die Streichung der Grunderwerbssteuer für Selbstnutzer beim Ersterwerb bzw. für die Einführung eines Freibetrages stark. Hinsichtlich des Freibetrages gab sich Linken-Fraktionschef Dr. Bartsch offen. Mit der Absenkung oder gar Streichung der Grunderwerbssteuer war er allerdings nicht einverstanden.

Der ZIA stellt erstmalig den neuen Kommunalrat vor

Anlässlich des diesjährigen Tags der Immobilienwirtschaft forderte der ZIA die Beschleunigung in der Stadtentwicklung, Planung und dem Bau. Im Hinblick darauf, hat der Verband einen Kommunalrat initiiert. Das Gremium setzt sich aus Oberbürgermeister, Bürgermeister und Landräte sowie Vertretern der Immobilienwirtschaft und Stadtentwicklern zusammen. Oberbürgermeisterin Ludwigshafen a.D. und ehemalige Präsidentin des Deutschen Städtetags, Dr. Eva Lohse, wird die Position als Vorsitzende des Kommunalrats innehaben.

 

Der ZIA-Kommunalrat | Foto: Norbert Wiedemann

 

„Die neue Regierung hat das Ziel von 1,5 Millionen neuen Wohnungen in den kommenden vier Jahren ausgegeben, das wir voll unterstützen. Angesichts des derzeitigen Umfelds wirkt dieses Ziel aber utopisch. Wir brauchen schlankere Prozesse, schnellere Entscheidungen und mehr Effizienz beim Planen und Bauen“, erklärt Dr. Andreas Mattner. Die Mitgliederversammlung des ZIA hatte ihn im Rahmen des Tages der Immobilienwirtschaft für weitere drei Jahre zum ZIA-Präsidenten gewählt.

Quartiersentwicklung der Zukunft

Doch nicht nur die anwesenden politischen Vertreter sowie der ZIA-Kommunalrat haben Ideen, welche Aspekte bei der Schaffung von Wohnraum stärker berücksichtigt werden müssen. „Bei der Quartiersentwicklung der Zukunft darf nicht in Flurstücken gedacht werden, sondern in Städten. Auch muss die Lebenszeit von Immobilien nicht in Jahrzehnten, sondern in Generationen betrachtet werden. Die Dynamik des Wandels und besonders die Veränderungen durch die digitale Transformation in allen Lebensbereichen erfordert mehr Flexibilität und schafft kürzere Lebenszyklen. All dies muss bei der Entwicklung von Wohn- als auch Handelsimmobilien zukünftig wesentlich stärker berücksichtigt werden“, so Nils Blömke, Geschäftsführer der HD Handelsimmobilien GmbH (HDHI), am Rande der Veranstaltung.

 

v.l.n.r.: Nils Blömke (Geschäftsführer HD Handelsimmobilien GmbH), Christian Lindner (Bundesvorsitzender FDP) und BERLINboxx-Verleger Frank Schmeichel | Foto: Charles Yunck

v.l.n.r.: Nils Blömke (Geschäftsführer HD Handelsimmobilien GmbH), Christian Lindner (Bundesvorsitzender FDP) und BERLINboxx-Verleger Frank Schmeichel | Foto: Charles Yunck

 

(dn)

HD Gruppe expandiert nach Portugal: Grundstück für 158 Wohnungen in Lissabon gekauft

Die Berliner HD Gruppe expandiert nach Portugal. Der Investitionsfokus liegt auf der Metropolregion Lissabon. Kürzlich wurde von einer portugiesischen Familiendynastie ein rund 5.500 m² großes Grundstück im Norden Lissabons gekauft. Berater bei der Transaktion über 20 Mio. Euro waren JLL Portugal sowie die portugiesische Anwaltskanzlei PLMJ Advogados.

Auf dem Grundstück in der Lissabonner Stadtgemeinde (Freguesia) São Domingos de Benfica soll das erste Wohnungsbauprojekt des Unternehmens in Portugal entstehen. Es umfasst nach aktuellem Planungsstand drei Gebäude mit 158 Wohnungen sowie Büros, Einzelhandelsflächen und 215 Stellplätze. Die oberirdische Bruttogrundfläche beträgt ca. 22.400 m². Direkt daneben baut die portugiesische Zentralbank (Banco de Portugal) ein Verwaltungsgebäude für ca. 1.500 Mitarbeiter.

Lissabon und Portugal sind allgemein ein attraktiver Investitionsstandort

„Wir beobachten den portugiesischen Immobilienmarkt schon eine Weile und haben uns ein professionelles Netzwerk vor Ort geschaffen. Die Nachfrage nach Wohnraum insbesondere im Wirtschaftszentrum Lissabon steigt seit 2013 kontinuierlich an. Sowohl als Anlageobjekt als auch für die Eigennutzung, etwa durch Fachkräfte oder Studierende, die die Stadt für sich entdeckt haben. Auch für uns ist Lissabon ein attraktiver Investitionsstandort, an dem wir zukünftig Wohnbau- und Student Housing-Projekte realisieren wollen“, so Herbert Dzial, Gründer und Geschäftsführer der HD Gruppe, über die Pläne der HD Gruppe in Portugal.

Bereits jetzt werden andere Grundstücke für die Entwicklung und den Bau von Wohn- und Student Housing-Projekten in der Metropolregion Lissabon, so etwa in Estoril, Cascais, Carcavelos sowie Almada, evaluiert. Weitere Ankäufe über die portugiesische Tochtergesellschaft der HD Gruppe sind für das 3. Quartal 2018 avisiert. Erste Investoren sind dafür bereits gewonnen worden. Darüber hinaus richtet sich das Interesse der HD Gruppe auf die Universitätsstadt Porto.

Die Verwaltung in Lissabon arbeitet deutlich schneller als in Berlin

„Das Investitionsklima auf dem portugiesischen Immobilienmarkt wird von Jahr zu Jahr besser. Auch Genehmigungsprozesse für Bauvorhaben sind wesentlich unkomplizierter und schneller abzuwickeln als derzeit in Deutschland. Seit der Krise zwischen 2011 und 2014 erholt sich das Land mehr und mehr. So sind nicht nur ein florierender Tourismus sowie eine stark wachsende, kreative Start-up-Szene in Lissabon vorzufinden, sondern auch namhafte internationale Unternehmen wie Google oder Microsoft haben Büros sowie Technologie-Hubs in und um Lissabon eröffnet“, erläutert Dzial die Gründe für die Expansion nach Portugal. (cr)

Personalmangel: Berliner Bauprojekten droht Verzug

Der zunehmende Personalmangel könnte für die Berliner Wirtschaft fatale Folgen haben. Besonders in der Baubranche werden dringend Fachkräfte gebraucht. Vielen Bauprojekten droht massiver Verzug, sollte sich nicht genug zusätzliches Personal finden.

Berlin muss endlich schneller bauen

Die dramatische Situation auf dem Berliner Wohnungsmarkt spitzt sich immer mehr zu. Nicht zuletzt sorgten die rasant steigenden Mieten für Aufruhr. Aufgrund der massiven Wohnungsnot und des Mangels an preiswerten Wohnungen beschloss der Senat kürzlich, dass die Übertragung städtischer Grundstücke an städtische Wohnungsbauunternehmen schneller vonstatten gehen soll.

Darüber hinaus sollen angesichts des Bevölkerungswachstums bis 2021 rund 100.000 neue Baugenehmigungen erteilt werden. Dies könnte sich jedoch schwierig gestalten, da derzeit tausende Fachkräfte fehlen.

Zu wenig Personal für Bauprojekte

Für die kommenden Jahre will der Senat nicht nur mehr Wohnungen bauen lassen, sondern auch 720 marode Schulen sanieren. Das Geld dafür ist zwar vorhanden, aber nicht das Personal. Besonders die Bauämter der Berliner Bezirke und auch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung leiden unter dem Fachkräftemangel. Nach Angaben der Finanzverwaltung ist im Hochbau nahezu jede fünfte Stelle nicht besetzt.

„Sanierung und Neubau von Schulen, Kitas, Senioreneinrichtungen, Nachbarschaftszentren und der Ausbau der Verwaltungsgebäude sind nicht umsetzbar unter den aktuellen Bedingungen“, so Florian Schmidt (Grüne), Baustadtrat in Friedrichshain-Kreuzberg. Um die geplanten Bauprojekte realisieren zu können, müssen laut Schmidt für jedes kommende Jahr sieben weitere Stellen im Hoch- und Tiefbauamt besetzt werden.

Personal muss besser bezahlt werden

Der Hauptgrund für den Personalmangel liegt in der schlechten Vergütung. Denn im Vergleich zu anderen Bundesländern wie etwa Bayern oder Hessen, fällt das Lohnniveau in der Hauptstadt verhältnismäßig gering aus.

Das hat auch die CDU erkannt und fordert daher, dass Bezirke, Senat und Bund für gleiche Arbeit den gleichen Lohn zahlen. Auch die Grünen plädieren für eine finanzielle Gleichstellung von Bediensteten in Bezirks- und Landesbehörden. Denn nur so werden die Jobs und Berufe in Berlin wieder attraktiver. Folglich könnten die benötigten Stellen im Hoch- und Tiefbau besetzt werden und so den Baugenehmigungsprozess beschleunigen. (dn)

Tradition versus Moderne: Wie kann Berlin die Wohnungsnot beseitigen?

Berlin braucht bis 2030 mindestens 194.000 neue Wohnungen, um mit dem Wachstum der Stadt Schritt zu halten und den mehr als angespannten Wohnungsmarkt zu entlasten. Dies ergab sich aus einem Zwischenbericht zum Stadtentwicklungsplan 2030, den die zuständige Senatorin Katrin Lompscher im Oktober 2017 dem Senat vorlegte.

Eine erschütternde Bilanz, die eigentlich sofortiges politisches Handeln erfordert. Doch an einen verbindlichen und detaillierten Masterplan traut sich die Senatsbaudirektorin bisher nicht ran.

Berlins Kleingärten könnten die Lösung für die Wohnungsnot bedeuten

Der Anwalt und Projektentwickler Arne Piepgras hat sich nun mit einer Idee eingebracht, die die Wohnungsnot mittelfristig beseitigen könnte. Sein Versuch sich mit einem offenen Brief an Berlins Bausenatorin Gehör zu verschaffen, blieb ohne Erfolg. Sie reagierte bisher nicht. Doch Herr Piepgras wird nicht müde, es weiter zu versuchen. Am vergangenen Wochenende veröffentlichte er nunmehr einen zweiten Brief, der seinen zugegebenermaßen brisanten Vorschlag noch weiter erläutert:

Kleingartenanlagen sollen für den Bau von günstigen Wohnungen zumindest teilweise weichen.  Zugegebenermaßen berührt er damit ein Tabu. Kleingärten sind einer gewissen Generation heilig und haben eine starke Lobby. Sogar im Rot-Rot-Grünen Koalitionsvertrag wurde eine dauerhafte Sicherung der Anlagen festgehalten. Insgesamt sind rund drei Prozent der Stadtfläche, ca. 3000 Hektar, mit den privaten Grünflächen bedeckt. Laut einer Kalkulation von Piepgras, könnten auf dieser Fläche etwa 400.000 Wohnungen gebaut werden. Doppelt so viele, wie man in Berlin in den nächsten zwölf Jahren braucht.

Berlin braucht unkonventionelle Lösungen, um sexy zu bleiben

Die Kalkulation birgt also Luft nach unten: Wird nur die Hälfte der Kleingartenfläche bebaut, ist Berlins Wohnungsproblem gelöst. Da sicherlich auch noch andere Flächen erschlossen werden können, reicht ggf. sogar ein Drittel der Flächen, um ein großes Problem dieser Stadt zu beheben. Denn gibt es erstmal wieder annähernd genug Wohnungen, entspannt sich auch die Mietpreissituation.

Ist es angesichts dieser scheinbar einfachen Lösung für ein prekäres und existentielles Problem nicht zwingend nötig, zumindest eine Debatte darüber zu führen? Wieso darf eine ältere Generation von Menschen in zentraler, gut angeschlossener Lage die Hälfte des Jahres wirtschaften und die jungen Familien müssen ins Brandenburger Umland ziehen und teilweise mehrstündige Pendelverbindungen in Kauf nehmen, weil die Mietpreise in Berlin für sie nicht mehr zahlbar sind?

Sind Kleingärten überhaupt noch zeitgemäß? Wäre es vielleicht sinnvoller die in Teilzeit und privat genutzten Anlagen an den Stadtrand zu legen, einen Teil der innerstädtischen Anlagen in gemeinsam genutzte Stadtgärten zu verwandeln und den verbliebenen Teil eben für den Wohnungsbau zu nutzen?

Dies sind alles berechtigte Fragen, die dringend in einer öffentlichen Debatte geklärt werden müssen, sinnvoll organisiert und begleitet von der Politik. Warum kann sich Frau Lompscher die Arroganz leisten, neue Vorschläge in der von ihr versäumten Wohnungsbaufrage gänzlich zu ignorieren?

Die Kleingartenanlage Kolonie Westend erstreckt sich auf ca. 600 x 800 m und ist bestens angebunden an die U-Bahn, die Stadtautobahn und sogar ein Klinikum und eine Sportanlage befinden sich im direkten Umfeld. Auch das Spreeufer ist nicht weit. Ist es wirklich so abwegig einen kleinen Teil davon mit Wohnungen zu bebauen?

 

Die Not am Wohnungsmarkt muss zum Umdenken bewegen

Angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt müssen auch die eingefleischten Berliner auf die jüngeren zum großen Teil zugezogenen Familien zugehen. Letztendlich muss es hier einen gemeinsamen Lösungsversuch geben oder wie Arne Piepgras es formuliert, nur „Zusammen“ kann etwas erreicht werden.

Andernfalls wird Berlin einen Ausverkauf der Restflächen an die höchstbietenden, aller Wahrscheinlichkeit nach ausländischen Investoren erleben. Nicht jeder Bezirk nutzt so vehement sein Vorkaufsrecht wie Florian Schmidt in Friedrichshain / Kreuzberg.

Um für alle jetzigen und zukünftigen Berliner genügend Wohnraum zu schaffen, werden unangenehme oder zumindest unorthodoxe Lösungen unabdingbar sein. Auch die Idee von Aldi auf Supermärkten Wohnungen zu bauen, war zunächst ungewöhnlich und stieß auf Kritik. Inzwischen sind die ersten Modellprojekte bereits im Bau, denn ganz so abwegig ist die Idee auf den zweiten Blick eben doch nicht.

So erlebt es auch Arne Piepgras mit seinem Vorschlag. Inzwischen hat er durchaus einige Unterstützer gewonnen. Nun fehlt nur noch die Reaktion der Bausenatorin. (uc)

Berliner Wohnungsmarkt: Mieten steigen dramatisch

Berlin ist für viele Menschen ein attraktiver Wohn-, Arbeits- und Studienort. Doch die Lage am Wohnungsmarkt spitzt sich immer mehr zu. Die Metropole hat mit drastisch steigenden Mieten zu kämpfen, die in vielen Stadtteilen kaum noch erschwinglich sind. Aus dem kürzlich veröffentlichten Wohnungsmarktbericht der Investitionsbank Berlin (IBB) geht hervor, dass nur noch jede zehnte Wohnung für eine Nettokaltmiete von unter sieben Euro pro Quadratmeter angeboten wird.

„Die stetig steigenden Angebotsmieten machen deutlich, wie wichtig neben dem Neubau auch die Regulierung der Mieten im Bestand ist“, so Katrin Lompscher, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen.

Mietpreise erreichen Rekordhöhe

Berlin verzeichnete 2017 einen Zuwachs von rund 41.000 Menschen. Im Zuge dieses dynamischen Bevölkerungswachstums gestaltet sich die Wohnungssuche für viele Menschen immer schwieriger. Heutzutage findet kaum noch jemand eine Wohnung für unter sieben Euro pro Quadratmeter.

Der Wohnungsmarktbericht der Investitionsbank Berlin (IBB) zeigt auf, dass im letzten Jahr die mittlere Durchschnittsmiete bei 10,15 Euro pro Quadratmeter lag. In den Bezirken Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg wurden sogar über die Hälfte der Wohnungen für mehr als zwölf Euro Kaltmiete angeboten. Zum Vergleich liegt der Mietspiegelwert bei erschwinglichen 6,39 Euro. Seit 2010 sind die Angebotsmieten für freie Wohnungen um 71 Prozent gestiegen.

In Berlin muss mehr gebaut werden

Berlin kann die hohe Nachfrage nach Wohnungen kaum noch stemmen. Denn das Angebot an Wohnungen fällt sehr dürftig aus. So konnte der Bedarf 2016 trotz 13.700 Wohnungen fertiggestellten Wohnungen nicht gedeckt werden. Zwischen 2016 und 2017 sei die Zahl der Baugenehmigungen laut des IBB Wohnungsmarktberichts sogar um knapp 300 Genehmigungen auf 24.700 gesunken.

Trotz dieses Rückgangs ist Dr. Jürgen Allerkamp, Vorsitzender des Vorstands der IBB, zuversichtlich: „Berlin entwickelt sich in den letzten Jahren wirtschaftlich erfreulicherweise sehr gut. Dies lockt immer mehr Menschen in die Stadt. Wir müssen alles dafür tun, dass ausreichend guter Wohnraum für diese neuen Berliner und die ansässige Bevölkerung gleichermaßen zur Verfügung steht. Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen ist wieder deutlich gestiegen, wir sind also hier auf einem guten Weg.“

Bis 2021 sollen rund 100.000 neue Baugenehmigungen erteilt werden. (dn)

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