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Champions 2018: Kür der besten Berliner Sportler 2018

204 Quadratmeter groß ist die Bühne der Champions Gala, auf der das Moderatoren-Duo Silke Beickert und Matthias Killing seine Gäste begrüßte und die CHAMPIONS 2018 geehrt wurden. Allerdings war der Platz auch dringend nötig! Erstmals in der 40-jährigen Geschichte der Gala wurden mit Jonas Müller, Frank Hördler und Marcel Noebels drei Athleten in der Kategorie „Sportler des Jahres“ ausgezeichnet. Gemeinsam hat das Eisbären-Trio mit dem deutschen Eishockey-Nationalteam bei den Olympischen Spielen in Südkorea Geschichte geschrieben und Silber gewonnen. „Sportlerin des Jahres“ ist Bogenschützin Lisa Unruh. Die Basketballer von ALBA Berlin sind „Mannschaft des Jahres“. Stelian Moculescu, der die BR Volleys zur Deutschen Meisterschaft führte, siegt in der Kategorie „Trainer des Jahres“.

Top-Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Sport unter den Gästen

Die frisch gekürten Champions wurden von über 2.000 Gästen mit Standing Ovations in der Estrel Convention Hall bejubelt. Neben der Top-Riege der hauptstädtischen Sportprominenz gaben sich zahlreiche bekannte Gesichter aus Politik und Wirtschaft die Ehre. Ex-Bürgermeister Klaus Wowereit, Gesundheitssenatorin Dilek Kolat, Spielbank-Chefin Christiane Brümmer, BERLINboxx-Herausgeberin Dr. Angela Wiechula, Frank Steffel, MdB, der frischgebackene Präsident des Landessportbundes Berlin Thomas Härtel, Sportstaatssekretär Aleksander Dzembritzki sowie Volleys-Boss Kaweh Niroomand gratulierten den Athleten des Jahres.

V.l.n.r.: Die Geschäftsführer der Spielbank Berlin Marcel Langner und Christiane Brümmer, Ex-Bürgermeister Klaus Wowereit, Thomas Härtel, Präsident Landessportbund Berlin, und Gesundheitssenatorin Dilek Kolat. | Foto Dirk Lässig

Sportstadt Berlin: Die Vorzeige-Athleten des Jahres 2018

Jonas Müller, der im Olympia-Finale ein Tor erzielt hatte, wurde von den Berlinerinnen und Berlinern sowie einer Expertenjury zum „Sportler des Jahres 2018“ gewählt – und gemeinsam mit seinen Kollegen Frank Hördler und Marcel Noebels ausgezeichnet. „Das ist eine richtig coole Sache“, freute sich Jonas Müller. „Toll, dass wir alle drei gewonnen haben. Denn alles was wir erreichen, erreichen wir als Team.“ Übergeben wurde der Preis an die Berliner Top-Sportler des Jahres durch Christiane Brümmer, Geschäftsführerin der Spielbank Berlin: „Berlin ist eine Sportstadt. Wenn man hier auf der Bühne steht, weiß man, man gehört zu den Besten der Welt. Ich freue mich, dass die Spielbank Berlin den Wettbewerb schon seit vielen Jahren unterstützt und gratuliere allen Preisträgern.“

CHAMPIONS 2018: v.l.n.r.: Marcel Noebels, Jonas Müller und Frank Hördler | Foto: Camera4/Tilo Wiedensohler

CHAMPIONS 2018: v.l.n.r.: Marcel Noebels, Jonas Müller und Frank Hördler | Foto: Camera4/Tilo Wiedensohler

Nach 2016 stand Lisa Unruh bereits zum zweiten Mal ganz oben auf dem CHAMPIONS-Podest. Die 30-jährige Bogenschützin feierte in diesem Jahr gleich drei Weltmeister-Titel. „Diese Ehrung ist etwas ganz Besonderes. Hier steht auch das Bogenschießen einmal im Rampenlicht“, freut sich die Athletin.

ALBA ist Mannschaft des Jahres

In der Meisterschaft und im Pokal scheiterten sie ganz knapp – bei der Wahl der „Mannschaft des Jahres 2018“ sicherten sich die Basketballer von ALBA Berlin den CHAMPIONS-Titel. Es ist bereits der achte Erfolg bei der traditionellen Wahl der Berliner Medien, kein Team gewann in den vergangenen 25 Jahren häufiger. „Wir sind in Meisterschaft und Pokal zweimal ganz knapp gescheitert. Die Champions-Trophäe ist eine tolle Bestätigung“, so ALBA-Kapitän Niels Giffey. „Diese Auszeichnung, die wir den Berlinerinnen und Berlinern zu verdanken haben, zeigt, dass wir mit unserem Team die Menschen in der Stadt bewegt haben.“

Stelian Moculescu ist Berlins „Trainer des Jahres 2018“. Deutschlands erfolgreichster Volleyball-Coach führte die BERLIN RECYCLING VOLLEYS in nur drei Monaten zurück an die Ligaspitze und feierte den Meistertitel – den dritten in Folge für die Berliner. „Ich freue mich sehr über diesen Preis“, sagte Stelian Moculescu. „Meine Zeit in Berlin gehört zu den schönsten Stationen in meiner Karriere.“

Die große Bühne gehörte nicht nur den CHAMPIONS 2018

Auf Initiative der Spielbank Berlin erhielt die Familie der einstigen Berliner Ausnahme-Schwimmerin Daniela Samulski den Manfred von Richthofen-Solidaritätspreis. Der Sonderpreis wurde von Gesundheitssenatorin Dilek Kolat überreicht und ist mit einer finanziellen Zuwendung in Höhe von 5.000 Euro verbunden. Daniela Samulski, verheiratete Schwienke, erlag im Mai 2018 im Alter von nur 33 Jahren einem Krebsleiden. Sie hinterlässt Ehemann Michael Schwienke und einen Sohn.

Gesundheitssenatorin Dilek Kolat überreicht den Scheck des Manfred von Richthofen-Solidaritätspreis an Michael Schwienke, den Ehemann der verstorbenen Schwimmerin Daniela Samulski. | Foto: Dirk Lässig

„Der Manfred von Richthofen-Solidaritätspreis, der in diesem Jahr zum 5. Mal vergeben wurde, hat das wichtige Anliegen, Sportlern zu gedenken, denen ein tragisches Schicksal widerfahren ist“, sagte Christiane Brümmer. „Solidarität im Sport war immer das Credo von Manfred von Richthofen. Mit dem Preis wollen wir diese Solidarität zum Ausdruck bringen und dabei das Andenken an den Sportförderer und Mitgründer der Spielbank Berlin Manfred von Richthofen bewahren.“

V.l.n.r.: BERLINBoxx-Herausgeberin Dr. Angela Wiechula, Spielbank-Chefin Christiane Brümmer und Gesundheitssenatorin Dilek Kolat | Foto: Dirk Lässig

V.l.n.r.: BERLINBoxx-Herausgeberin Dr. Angela Wiechula,  Christiane Brümmer, Spielbank Berlin und Gesundheitssenatorin Dilek Kolat | Foto: Dirk Lässig

 

Anette Bürcher-Herpel, Novomatic (l.), Ex-Bürgermeister KlausWowereit, Christiane Brümmer, Spielbank Berlin | Foto: Dirk Lässig

Anette Bürcher-Herpel, Novomatic (l.), Ex-Bürgermeister KlausWowereit, Christiane Brümmer, Spielbank Berlin | Foto: Dirk Lässig

Die Vorzeige-Athleten und Olympiasieger Robert Harting (Diskus) und Lena Schöneborn (Moderner Fünfkampf), die beide ihre großen Karrieren in diesem Jahr beendeten, wurden feierlich verabschiedet. Der langjährige BR-Volleys-Kapitän Robert Kromm, der im Sommer ein letztes Mal mit seinem Team den Meistertitel gewonnen hat, wurde für seine Verdienste mit dem „Sonderpreis der Sportmetropole Berlin“ ausgezeichnet. (red)

 

ERGEBNIS CHAMPIONS 2018

Ranking Sportlerin des Jahres:

1 Lisa Unruh Bogenschießen 15,24 %

2 Elena Krawzow Para-Schwimmen 13,97 %

3 Lisa-Marie Kwayie Leichtathletik 12,10 %

4 Claudia Pechstein Eisschnelllauf 11,32 %

5 Annika Schleu Moderner Fünfkampf 9,67 %

6 Lara Lessmann BMX Freestyle 9,23 %

7 Maria Kurjo Wasserspringen 8,20 %

8 Nina Mittelham Tischtennis 8,08 %

9 Charlotte Becker Radsport 7,25 %

10 Lisa Graf Schwimmen 4,94 %

Sportler des Jahres

 

Ranking Sportler des Jahres:

1 Jonas Müller* Eishockey 19,09 %

2 Marcus Groß Kanu 15,71 %

3 Ali Lacin Para-Leichtathletik 12,89 %

4 Maximilian Schachmann Radsport 10,04 %

5 Lou Massenberg Wasserspringen 9,66 %

6 Theo Reinhardt Radsport 8,86 %

7 Eric Franke Bob 8,52 %

8 Robert Joachim Gewichtheben 5,54 %

9 Fabian Graf Segeln 4,91 %

10 Martin Obst Ringen 4,79 %#

* Ebenfalls ausgezeichnet wurden Jonas Müllers Teamkollegen Frank Hördler und Marcel

Noebels (Gemeinsam gewann das Eishockey-Trio Olympia-Silber).

 

Ranking Mannschaft des Jahres:

1 ALBA BERLIN Basketball 14,07 %

2 Eisbären Berlin Eishockey 13,47 %

3 Füchse Berlin Handball 13,13 %

4 BR Volleys Volleyball 12,75 %

5 Lisa Buckwitz &

Mariama Jamanka Bob 11,23 %

6 1. FC Union Berlin Fußball 9,51 %

7 Hertha BSC Fußball 7,99 %

8 Berlin Kobra Ladies American Football 7,77 %

9 Patrick Hausding &

Lars Rüdiger Wasserspringen 5,93 %

10 Spandau 04 Wasserball 4,16 %

 

Ranking Trainer/Manager des Jahres:

1 Stelian Moculescu Volleyball 14,92 %

2 Pál Dárdai Fußball 14,69 %

3 Alejandro García Reneses Basketball 13,98 %

4 Velimir Petković Handball 12,06 %

5 Mark Milde Marathon 8,39 %

6 Christoph Bohm Wasserspringen 8,33 %

7 Natalia Butuzova Bogenschießen 8,08 %

8 Phillip Semichin Para-Schwimmen 6,85 %

9 Eckehardt Sahr Kanu 6,60 %

10 Gerhard Schöningh Galopprennsport 6,10 %

Aufruf: Schluss mit dem Kleingartenirrsinn!

Nach jahrelanger Debatte hat Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher einem Vorschlag von Umweltsenatorin Regine Günther zugestimmt, die Kleingartenanlagen auf landeseigenen Flächen bis mindestens 2030 zu sichern. Bisher galt die Bestandsgarantie nur bis 2020.

Nun der Paukenschlag: Arne Piepgras, das Gesicht hinter der Initiative „Gartenstädte statt Gartenzwerge“ ruft alle Berlinerinnen und Berliner auf, für bezahlbaren Wohnraum einzustehen. Er fordert einen Masterplan für Berlin unter Einbeziehung der städtischen Kleingartenflächen und die Verhinderung des Vorhabens des rot-rot-grünen Senats.

Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner befürworten eine zumindest teilweise Bebauung der Flächen

„Eine Umfrage aus dem Frühsommer dieses Jahres hat ergeben, dass schon damals eine deutliche Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner eine zumindest teilweise Bebauung der Kleingartenflächen für bezahlbaren Wohnraum, Kitas und Schulen befürwortet“, so Piepgras. „Trotz dieser eindeutigen Willensbekundung beschließt nun die rot-rot-grüne Landesregierung in einer Hauruck-Aktion, die Pachtverträge für die landeseigenen Flächen bis 2030 zu verlängern! Diese Missachtung des Bürgerwillens ist nicht nur politisch skandalös und falsch, sondern im Ergebnis unverantwortlich!“

Fakt ist, dass die Kleingartenflächen im Eigentum des Landes Berlin stehen – und damit allen Berlinerinnen und Berlinern gehören. Genutzt werden die Flächen jedoch nur von ca. 60.000 Kleingärtnern, obwohl auf den teilweise zentral gelegenen Arealen mehr als 400.000 Wohnungen entstehen könnten. Das würde Wohnraum für deutlich mehr als 1 Million Menschen bedeuten. Über umstrittene Gebiete wie die Elisabeth-Aue oder das Tempelhofer Feld oder Innenhöfe von Plattenbausiedlungen bräuchte dann niemand mehr zu diskutieren.

Arne Piepgras fordert von der Politik ein Umdenken: Schluss mit dem Kleingartenirrsinn! | Foto: BERLINboxx

Arne Piepgras fordert von der Politik ein Umdenken: Schluss mit dem Kleingartenirrsinn! | Foto: BERLINboxx

Alternativen für Kleingärtner

Dabei legt Piepgras großen Wert darauf, nicht als „Vernichter“ der Kleingartenidee gesehen zu werden. Denn er schlägt konkrete Alternativen vor. So könnte man den Kleingärtnern die freie Wahl zwischen drei Alternativen lassen. Entweder erhält der betroffene Kleingärtner eine angemessene Entschädigung in Geld oder zu einem symbolischen Kaufpreis eine Freizeitparzelle vor den Toren der Stadt. Als dritte Alternative – und die könnte für viele Kleingärtner ganz besonders interessant sein – ein bevorzugtes Mietangebot für eine Erdgeschosswohnung mit anliegendem Garten in den neu entstehenden Häusern. Diese neuen Wohngebiete würden sicherlich genauso viel zu einem erträglichen Stadtklima beitragen wie die jetzigen Kleingartenanlagen. Die immer wieder ins Feld geführte „grüne Lunge“ wird so erhalten und gestärkt. Tatsächlich ist anderen europäischen Metropolen das Kleingartenprinzip gänzlich unbekannt. Dort finden sich Naherholungsgebiete im Umland, keineswegs aber in bester Lage inmitten der Stadt.

„Mir wird wieder und wieder unterstellt, ich verfolge mit meiner Initiative eigene wirtschaftliche Interessen“, betont Piepgras. „Ein absurder Vorwurf, denn von vornherein habe ich gefordert, die Bebauung der Kleingartenflächen allein in die Hände der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften zu legen.“

Forderung nach einem ultimativen Planungskonzept

Die Zahl der Unterstützer wird jedenfalls größer. Andreas Becher, Chef des Bundes Deutscher Architekten, meldete bereits deutliche Zweifel an: „So langsam werden die Flächen für die wachsende Stadt knapp. Die Kleingärten gehören uns – dem Land Berlin. Nun sollten wir etwas daraus machen, zum Beispiel Gartenstädte. Die Menschen müssen in der wachsenden Stadt zusammenrücken. Wir sind Teil der Stadtgesellschaft und fordern diese Bestandsgarantie nicht wirksam werden zu lassen, sondern sofort mit einem ultimativen Planungskonzept für die Nutzung dieser städtischen Flächen zu beginnen.“

Aufruf für „Gartenstädte statt Gartenzwerge“

Arne Piepgras fordert alle Berlinerinnen und Berliner auf, seine Initiative „Gartenstädte statt Gartenzwerge“ zu unterstützen und sich gemeinsam an den Regierenden Bürgermeister zu wenden: „Es ist höchste Zeit, dem Kleingartenirrsinn ein Ende zu bereiten und für eine soziale und familiengerechte Stadt einzutreten. Wir fordern einen Masterplan für Berlin jetzt und zwar unter Einbeziehung der städtischen Kleingartenflächen. Wer sich jetzt nicht wehrt, hat später auch kein Recht, sich über die Mangelzustände in unserer Stadt zu beklagen.“ (red)

 

Hier geht’s zur Initiative „Gartenstädte statt Gartenzwerge“:

Homepage der Initiative „Gartenstädte statt Gartenzwerge“

Facebook-Seite der Initiative „Gartenstädte statt Gartenzwerge“

 

 

Grundstein für GASAG-Energiequartier gelegt

Die GASAG hat den Grundstein für das neue GASAG-Energiequartier auf dem EUREF-Campus gelegt. Voraussichtlich Ende 2020 verlegt das Unternehmen seinen Sitz vom Hackeschen Markt nach Schöneberg. Die neue Adresse der GASAG lautet dann: EUREF-Campus 23-24. Der Campus zeichnet sich bereits heute durch eine CO2-neutrale Versorgung aus.

Die GASAG wird rund zwei Drittel des rund 18.000 Quadratmeter großen KfW-55-Effizienzgebäudes beziehen. Mithilfe eines Umweltmanagementsystems wird bereits beim Bau darauf geachtet, dass Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit im Einklang sind. Sowohl die Baustellen, der Fuhrpark, die Immobilien sowie weitere Anlagen sind energieeffizient und emissionsarm. Des Weiteren nutzt das zuständige Unternehmen ausschließlich Ökostrom beim Bau des Gebäudes.

GASAG-Energiequartier ist Zeichen für machbare Energiewende

Für Dr. Gerhard Holtmeier, Vorstandsvorsitzender der GASAG, hat die Verlegung des Unternehmenssitzes auch eine symbolische Bedeutung. „Mit dem Umzug in das GASAG-Energiequartier unterstreichen wir unser Engagement für eine machbare Energiewende“, so Holtmeier. Er will mit seinem Unternehmen die Energiezukunft Berlins mitgestalten. Als Berlin Partner hat sich die GASAG verpflichtet, bis 2020 zwei Millionen Tonnen CO2 einzusparen.

Auch die politischen Vertreter äußerten sich durchweg positiv. „Der EUREF-Campus ist heute schon ein innovativer und pulsierender Ort in der Hauptstadt“, lobte Svenja Schulze, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Auch Christian Gaebler, Chef der Senatskanzlei Berlin, hält den EUREF-Campus für den richtigen Standort für die GASAG. Laut Gäbler steht der Campus seit mehr als zehn Jahren für die Smart City Berlin sowie für neue Technologien, mit denen die Energiewende vor Ort vorangetrieben werde. Auch die GASAG als modernes Energieunternehmen stehe für genau das.

Symbol der Energiewende

Der EUREF-Campus ist ein Symbol der Energiewende und Referenzprojekt für die Smart City-Strategie des Landes Berlin. Auf rund 5,5 Hektar haben sich zahlreiche Unternehmen aus den Bereichen Energie, Nachhaltigkeit und Mobilität angesiedelt. Reinhard Müller, Vorstandsvorsitzender EUREF AG, erklärt: „Der EUREF-Campus ist seit zehn Jahren die Energiewende-Werkstatt Deutschlands. Hier arbeiten Global Player gemeinsam mit innovativen Start-ups und renommierten Forschungseinrichtungen an den Themen Energie, Mobilität und Nachhaltigkeit.“ Die Verlegung des GASAG-Sitzes unterstreiche daher die Bedeutung des Zukunftsorts EUREF-Campus.

Auch Frank Mattat, Geschäftsführer GASAG Solution Plus, fand nur positive Worte: „Die EUREF-Energiewerkstatt by GASAG Solution Plus ist ein Beispiel dafür, wie Energiewende heute umgesetzt werden kann. Durch die nunmehr erfolgte Erweiterung zu einem besuchbaren Ort, wird die Energiewende erlebbar.“ (red)

2018 deutlicher Anstieg der Genehmigungen für Wohnungsbau

Gute Neuigkeiten: Die Neunmonatsbilanz des Statistischen Bundesamts (Destatis) verzeichnet ein deutliches Plus bei den Genehmigungen für den Wohnungsbau.

In den ersten neun Monaten von 2018 sind in Deutschland demnach 262.800 Wohnungen in Neu- und Bestandsbauten genehmigt worden. Das ist ein Plus von 2,3 Prozent (+6.000 Genehmigungen) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Zahlen beziehen sich sowohl auf den Neubau als auch auf Baumaßnahmen an bereits bestehenden Gebäuden.
Im Wohnungsneubau stiegen die Genehmigungen bis September um 3,2 Prozent auf 233.100 Einheiten. Dies sind 7.200 Wohnungen mehr als im Vorjahreszeitraum. Wie schon in früheren Destatis-Jahreszwischenbilanzen resultierte das Plus ausschließlich aus Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (+8,3 Prozent), während die Genehmigungszahlen bei den Ein- und Zweifamilienhäusern um 0,9 Prozent bzw. 4,4 Prozent sanken.

Keine Trendwende trotz Zunahme an Genehmigungen?

Auch wenn die Bilanz auf den ersten Blick positiv ausfällt, warnen große Branchenverbände wie der BFW, IVD sowie der ZIA vor zu viel Begeisterung.

So sieht der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen trotz des Anstiegs keine Trendwende, sondern befürchtet, dass der Anstieg nicht nachhaltig genug ist. „Fast 60% der BFW-Mitglieder haben bei der aktuellen Konjunkturumfrage weiterhin verschlechterte Rahmenbedingungen für den Neubau festgestellt“, so BFW-Präsident Andreas Ibel.

Jürgen Michael Schick, Präsident des Maklerverbands IVD, bezweifelt, dass die „erfreuliche Tendenz“ dem Regierungshandeln zuzuschreiben ist. Die bisherige wohnungspolitische Bilanz sei „eher enttäuschend“. Unter anderem bei der geplanten Sonder-AfA für bezahlbaren Wohnungsneubau gebe es erheblichen Nachbesserungsbedarf.

380.000 Wohnungen pro Jahr sind nötig

Andreas Mattner, Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses, drängt auf ein Planungs- und Baubeschleunigungsgesetz, um die Genehmigungszahlen weiter anzuheben. Nach Ansicht der Verbände müssten jährlich mindestens 380.000 neue Wohnungen auf den Markt kommen, um dem Wohnungsmangel zu begegnen.

Insgesamt lässt sich daher festhalten, dass trotz des positiven Trends das prominente Problem des Wohnraummangels in Deutschland nicht behoben ist. (red)

Aleksander Dzembritzki: Sportmetropole mit gutem Ruf

Rund 40 nationale und internationale Sportevents fördert die Senatsverwaltung für Inneres und Sport jährlich. Kein Wunder, dass die Hauptstadt Deutschlands führende Sportmetropole ist. Über kommende Veranstaltungen, Ehrenamt und Engagement im Sport sprach die BERLINboxx mit Aleksander Dzembritzki, Staatssekretär für Sport.

Herr Dzembritzki, Berlin ist eine Sportmetropole. Welche nationalen und internationalen Sportgroßveranstaltungen wollen Sie für die Hauptstadt gewinnen?

Berlin punktet im Wettbewerb mit anderen Sportmetropolen durch hervorragendes Renommee, Kompetenz, Gastfreundlichkeit und großer Sportbegeisterung der Bevölkerung sowie vielfältiger und leistungsfähiger Sportinfrastruktur. Erst vor wenigen Wochen haben wir den Zuschlag für die UEFA EURO 2024 erhalten. Mindestens sechs Spiele werden im Berliner Olympiastadion ausgetragen – und Berlin hofft natürlich auf das Endspiel. Zudem wird sich Ende November entscheiden, ob wir Ausrichter der Special Olympics World Summer Games 2023 werden. Für uns wäre es eine große Ehre und es hätte auch eine Signalwirkung im Bereich der Inklusion. Allerdings stehen bereits jetzt im Berliner Sportkalender für 2019 folgende Events fest: Die Handball-WM, der Weltcup im Bogenschießen und die sogenannten „Finals“, einem Final-Wochenende der Deutschen Meisterschaften in zehn verschiedenen Sportarten. Darüber hinaus tragen wir 2020 die WM im Bahnradsport aus.

Berlin boomt, so auch die Berliner Sportwirtschaft. Wie reagieren Sie darauf als Sportstaatssekretär?

Zuerst einmal freut es mich sehr, dass so viele Berlinerinnen und Berliner Sport treiben. Steigende Mitgliederzahlen sind ein positives Signal, bedeuten aber in der Regel auch steigenden Sportstättenbedarf. Hier gibt es verschiedene Ansatzpunkte: Zum Beispiel unterstützen wir die Bezirke mit Geld und Expertise für die Aufstellung von Sportentwicklungsplänen. Diese Pläne
sollen darstellen, an welchen Standorten der Sportbedarf aufgefangen werden kann. Zudem kommen die Gelder aus dem Vereinsinvestitionsprogramm und dem Sportanlagensanierungsprogramm den Bezirken zugute. Auch unsere Schulstandorte bieten viel Potenzial für Sport- und Bewegungsflächen. Derzeit sprechen wir
schon mit allen Bezirken und der Bildungsverwaltung über diese Möglichkeiten.

Der Bund hat für 2018 die Fördergelder erhöht. Wohin fließen die Mittel?

Die Mittel des Bundes fließen in die Leistungssportstrukturen, also überwiegend in die Spitzensportinfrastruktur und in die Verbände. Diese Förderung des Spitzensports ist wichtig. Sie verbindet erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler mit Berlin, die zum guten Ruf und positiven Image der Sportmetropole beitragen. Außerdem sind sie Anreiz und Motivation für den sportlichen Nachwuchs und fördern die Identifikation mit Berlin als Lebensort. Auf Berliner Vereine haben die Fördergelder des Bundes jedoch keine direkten Auswirkungen. Ohne den Einsatz zahlreicher Ehrenamtlicher wäre der Berliner (Breiten-)Sport nicht möglich.

Wie unterstützt das Land Berlin Ehrenamtliche?

Ehrenamt ist für unsere Gesellschaft enorm wichtig. Allein in Berlin engagieren sich rund 60.000 Menschen in über 2.000 Sportvereinen ehrenamtlich. Die Bedeutung des Ehrenamts geht weit über den Sport hinaus. Zum Beispiel unterstützt das Land Berlin bürgerschaftliches Engagement bereits mit unterschiedlichen Programmen, wie der Ehrenamtskarte oder dem Berliner FreiwilligenPass. Der Landessportbund trägt eine jährliche Ehrenamtsgala aus. Darüber hinaus gibt es verschiedene Ehrenplaketten und -nadeln bis hin zum Verdienstorden des Senats, die für außerordentliches Engagement verliehen werden. Das Ehrenamt – egal ob im Sport oder anderen Bereichen – braucht öffentliche Anerkennung, um fortbestehen zu können. (lj)

 

Steuerungskreis Industriepolitik: Berliner Wirtschaft entwickelt sich positiv

Industrie 4.0, die Siemens-Ansiedlung und der Masterplan Industriestadt Berlin waren die Schwerpunkte der 16. Sitzung des Steuerungskreises Industriepolitik unter Vorsitz von Michael Müller. Vor dem Hintergrund der Ansiedlungspläne von Siemens diskutierten die Mitglieder des Steuerungskreises, wie die sehr positive Entwicklung des Industriestandortes Berlin durch gezielte Maßnahmen weiter vorangetrieben und verstetigt werden kann. Darüber hinaus wurden die Themen Wirtschaftsverkehr in der Stadt, Folgen des Diesel-Urteils und Flächenpolitik besprochen.

Insgesamt konnten die Anwesenden ein positives Fazit für die Entwicklung der Berliner Wirtschaft ziehen. Die seit vier Jahren anhaltende Phase der Hochkonjunktur erweist sich demnach als stabil. laut der Senatskanzlei lag das wirtschaftliche Wachstum 2017 bei 3,1 Prozent. Für das laufende Jahr 2018 wird ein ähnlicher Wert (3 Prozent) prognostiziert. Berlin hat weiterhin von allen Bundesländern das höchste Beschäftigungswachstum. Die Arbeitslosenquote lag im Juni bei 7,9 Prozent. Die Zahl der 2017 neu entstandenen Unternehmen zeigt eine stabile Entwicklung auf hohem Niveau: Insgesamt gab es gut 41.000 Neugründungen (+ 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das ist bundesweite Spitze). In Berlin werden fast so viele neue Digitalunternehmen gegründet wie in Hamburg und München zusammen; seit vier Jahren im Schnitt alle 20 Stunden ein neues Digitalunternehmen. Berlin ist auch weiterhin Start-up-Hauptstadt.

Steuerungskreis Industriepolitik besteht seit 2010

Das Bündnis wurde im März 2010 im Rahmen des Zukunftspakts von Senat, Wirtschaft und Gewerkschaften eingerichtet. Die Spitzen der beteiligten Organisationen beschäftigen sich dort unter Vorsitz des Regierenden Bürgermeisters mit allen Themen, die für den Industriestandort Berlin relevant sind.

Michael Müller zog eine positive Bilanz. „Wenn ich betrachte, wo wir 2010 standen und wo wir heute stehen, dann können wir von einer ausgezeichneten Entwicklung sprechen. Alle Wirtschaftsdaten zeigen nach oben und das kontinuierlich und stetig über die vergangenen Jahre hinweg.“ Er führte fort: „Die Wirtschaft wächst, die Arbeitslosigkeit schrumpft.“

Siemensstadt wird Tech-Hotspot

Laut Müller ist die Siemens-Ansiedlung Teil eines Zukunftspakets, das die industrielle Revolution 4.0 in Berlin vorantreiben wird. Die traditionsreiche Siemensstadt soll so zu einem „Hotspot für innovative Ideen und Hochtechnologie“ weiterentwickelt werden.

Auch Wirtschaftssenatorin Ramona Pop sieht die Ansiedlung des Innovationscampus von Siemens als Bestätigung für die positive Entwicklung der Berliner Wirtschaft. „Berlin hat sich als innovativer Industriestandort etabliert. Unsere Industrie ist sehr stark, wo industrielle Produktion und industrienahe Dienstleistungen verschmelzen, insbesondere an der Schnittstelle von Forschung und Digitalisierung“, so den Senatorin.

Masterplan Industriestadt

Die Fortschreibung des  Masterplans Industriestadt Berlin hatte der Senat im September 2018 beschlossen. Zielstellung der Fortschreibung der industriepolitischen Grundsatzstrategie ist, das Wachstum in der Stadt optimal zu flankieren und weiterzuentwickeln. Er stellt den strategischen Rahmen dar, um Akteure gezielt zusammenzubringen, Innovationsräume zu qualifizieren und Berlins Profil als digitale Werkbank weiter zu schärfen.

Die Fortschreibung des Masterplans nimmt nun neue Themen in den Blick, ohne dabei aber die Optimierung von Rahmenbedingungen, beispielsweise in der Flächenfrage oder die DNA, die die Industrie in ihren Fachkräften hat, aus dem Blick zu verlieren. Auch wird der Masterplan über gezielte Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen für entsprechende öffentliche Wahrnehmung der Industriestadt sorgen.

Jan Eder, Hauptgeschäftsführer der IHK Berlin, begrüßt die Ergebnisse der Sitzung. Insbesondere der Vorsatz des Steuerungskreises, sich bei der Umsetzung des Masterplans einzubringen, sieht er als positives Signal. „Der Masterplan hilft dem Berliner Industriestandort nur dann, wenn er auch umgesetzt wird“, so Eder. Er führt fort: „Dazu müssen alle Partner zusammen arbeiten und vollen Einsatz zeigen. Die Umsetzung des Masterplans ist also auch eine Bewährungsprobe für den Steuerungskreis.“ (red)

Arbeitskreis Vorkaufsrecht: Bezirke sollen voneinander lernen

Von allen Bezirken nutzte Friedrichshain-Kreuzberg bislang am häufigsten das sogenannte Vorkaufsrecht. In 16 Fällen erwarb der Bezirk Wohnkomplexe, die andernfalls privaten Investoren in die Hand gefallen wären. Daher erscheint es nur passend, dass sich der neu gegründete Arbeitskreis Vorkaufsrecht erstmalig im Rathaus Kreuzberg traf. Der Arbeitskreis Vorkaufsrecht dient dem Erfahrungsaustausch der Bezirke. Erklärtes Ziel ist es, sich bei der Anwendung des Vorkaufsrechtes zu unterstützen. Zudem soll die Zusammenarbeit zwischen den Bezirken, dem Senat und städtischen Wohnungsbaugesellschaften verstärkt und dadurch beschleunigt werden.

Bei der ersten Sitzung anwesend waren die Bezirke Tempelhof-Schöneberg, Mitte, Neukölln, Pankow und Friedrichshain-Kreuzberg. Mit Treptow-Köpenick sind dies auch die einzigen Bezirke, die das Vorkaufsrecht in der Vergangenheit anwandten. Mit diesem Instrument kann der jeweilige Bezirk in einen Gebäudeverkauf einsteigen, um die Mieter des zum Verkauf stehenden Gebäudes zu schützen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn zu befürchten ist, dass der Käufer die Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umwandeln möchte. Allerdings muss das Gebäude in einem der mittlerweile 45 Milieuschutzgebiete liegen. Zudem hat der Bezirk nur zwei Monate Zeit, um in den bestehenden Kaufvertrag einzusteigen.

Empfehlungen des Arbeitskreis Vorkaufsrecht

Um die knappe Frist zu umgehen, forderte der Arbeitskreis Vorkaufsrecht den Senat auf, einen revolvierenden Fonds einzurichten. Mithilfe des Fonds könnte eine direkte Ausübung des Vorkaufsrechtes durch das Land Berlin ermöglicht werden. Damit sind die Bezirke nicht mehr an die städtischen Wohnungsbaugesellschaften gebunden und könnten mit einem zeitlich größeren Vorlauf den Weiterverkauf organisieren. Selbstverständlich würden die späteren Verkaufserlöse in den Fonds zurückfließen.

Doch setzen die Bezirke nicht nur auf das Vorkaufsrecht: Häufig kommt es gar nicht zum Kauf, die Bezirke drohen lediglich damit. Abwenden können die Käufer ein Eingreifen des Bezirks, wenn sie eine sogenannte Abwendungserklärung unterschreibt. Darin verpflichtet sich der Käufer, die Ziele des Milieuschutzes einzuhalten. In der Realität bedeutet das meistens den Erhalt von Mietwohnungen und eine Begrenzung von Mietsteigerungen. Dahingehend empfiehlt der Arbeitskreis Vorkaufsrecht, Unterzeichner der Abwendungserklärung zur Anwendung der gesetzlichen Regelungen der Mietpreisbremse zu verpflichten.

Investorenspekulation verhindern

Obwohl diese Instrumente bereits seit Jahrzehnten im Baugesetzbuch verankert sind, werden sie erst seit Kurzem vermehrt angewandt. „Dass die Bezirke das Vorkaufsrecht immer häufiger ausüben, begrüße ich ausdrücklich“, sagte Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke). Beispielsweise in der Eckerstraße 15 in Friedrichshain nutzte der Bezirk das Vorkaufsrecht und erwarb das Objekt mit 17 Wohnungen. Recherchen unter der Leitung von Baustadtrat Florian Schmidt (Grüne) ergaben, dass eine Luxemburger Briefkastenfirma das Objekt erwerben wollte. Ihr Ziel sei es, Altbauten zu akquirieren, aufzuteilen und gewinnbringend weiter zu veräußern, so Schmidt. Dieses Beispiel zeige, wieso das Vorkaufsrecht als Instrument so unglaublich wichtig sei.

Umstrittene Maßnahmen

Allerdings ist die Effektivität der Instrumente umstritten. So bemängelte die FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus, man verschwende Geld, anstatt es in den Wohnungsneubau zu investieren. „Die Nutzung des Vorkaufsrechts schützt Mieter entgegen den ständigen Behauptungen der Linkskoalition nicht vor steigenden Mieten“, sagte Sebastian Czaja, Fraktionsvorsitzender der FDP.

Auch aus Koalitionskreisen gibt es Kritik am Vorkaufsrecht: Je Wohnung seien die Kosten im Vorkauf dreimal so hoch wie bei einem Neubau. „Dabei entsteht aber keine Neubauwohnung, sondern es geht um Mieterschutz“, kritisierte Volker Härtig, Vorsitzender des SPD-Fachausschusses Soziale Stadt. Denn durch den Erwerb von teuren Altimmobilien trägt das Land zusätzlich alle einhergehenden Modernisierungsrisiken. Bislang investierte das Land fast 100 Millionen Euro – Geld, was beim Neubau oder in den Bauämtern fehlt.

Laut Berechnungen des BFW Landesverbandes Berlin/Brandenburg hätten mit der bereitgestellten Summe für den Ankauf doppelt so viele Wohnungen neu gebaut werden können. Für den Preis der 483 existierenden Wohnungen (durchschnittlicher Kaufpreis: 182.766 Euro) wäre ein Neubau von 1158 Wohnungen möglich (durchschnittlicher Preis: 76.200 Euro). Laut des Tagesspiegels vermuten Insider, dass der Senat mit den Maßnahmen die städtischen Wohnungsbaugesellschaften unterstützen möchte. Anders als beim Wohnungsneubau können sie so ihre Bestände rasch aufstocken. Doch entsteht dadurch auch kein dringend benötigter Wohnraum.

Senatsfinanzverwaltung: „Es sind genügend Mittel vorhanden“

Reserviert äußerte sich auch die Senatsverwaltung für Finanzen gegenüber der Berliner Morgenpost: Die Forderung nach einem Fonds erwecke den Eindruck, als seien die gegenwärtigen Mittel nicht ausreichend, erklärte Sprecherin Eva Henkel. „Das ist aber nicht der Fall. Es sind genügend Mittel für die Ausübung des Vorkaufsrechts eingestellt, die noch lange nicht ausgeschöpft sind.“ Inwiefern sich der Senat auf die Forderungen der Bezirke einlässt, bleibt also ungewiss. (ke)

Sawsan Chebli: „Bürgerschaftliches Engagement ist ein Grundpfeiler unserer Demokratie“

Fast 40 Prozent aller Berliner engagieren sich ehrenamtlich in der Stadt und doch muss noch einiges getan werden. Über ihre Aufgabe, Maßnahmen und ihre persönlichen Eindrücke zum bürgerschaftlichen Engagement sprach die BERLINboxx mit Sawsan Chebli (SPD), Staatssekretärin für bürgerschaftliches Engagement.

Frau Chebli, welche Bedeutung hat bürgerschaftliches Engagement für Sie?

Tausende Freiwillige gestalten unsere Stadt maßgeblich mit – bei den Rettungsdiensten, in der Flüchtlingshilfe, für Obdachlose oder Kulturprojekte – um nur einige Beispiele zu nennen. Oft wird das von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, manchmal wird Ehrenamt sogar als Gutmenschentum belächelt. Aber dieses Engagement ist ein zentraler Grundpfeiler unserer Demokratie. Im Prinzip wäre unsere Demokratie gar nicht überlebensfähig, wenn es nicht Menschen gäbe, die sich täglich und ohne dafür bezahlt zu werden, für den Zusammenhalt in unserer Stadt einsetzen. Ich würde sogar sagen, dass  bürgerschaftliches Engagement seit 1945 noch nie so wichtig war wie heute.

Derzeit bedroht eine noch kleine, aggressive Minderheit unsere Demokratie und die Weltoffenheit unserer Stadt. Hier sind wir alle gefragt, unsere Demokratie zu schützen. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür war die #unteilbar-Demonstration am 13. Oktober 2018 – hier sind rund 240.000 Bürgerinnen und Bürger für unsere Demokratie auf die Straße gegangen. Ein starkes Zeichen von großer Bedeutung, das mich auch persönlich sehr berührt hat. Hier ist es uns gelungen, all denjenigen, die Hass und Hetze verbreiten, ein klares Gegenzeichen zu setzen. Unsere Stimme muss noch viel lauter sein als ihre. Hier sehen wir, wie wichtig eine starke Zivilgesellschaft ist, um den Fliehkräften an den Rändern der Gesellschaft zu begegnen. Deswegen ist es mir ein großes Anliegen, Engagement in jederlei Hinsicht zu fördern – angefangen von der Koordination bis hin zur öffentlichen Anerkennung.

Wie sieht Ihre Zielsetzung aus?

Meine Erfahrung ist, das sehe ich beim freiwilligen Engagement und auch bei Menschen angesprochen fühlen, die sich vielfältig engagieren und an der Gestaltung unserer Stadt bereits teilhaben. Aber viele andere erreichen wir leider noch nicht. Und das muss man ändern. Eines meiner Ziele ist es, die Engagementlandschaft in Berlin weiter auszubauen, indem ich Strukturen, die Engagement erleichtern, schaffe beziehungsweise fördere, zum Beispiel die bezirklichen Freiwilligenagenturen. Uns ist es jetzt mit der Unterstützung des Abgeordnetenhauses gelungen, flächendeckend ein Angebot zu schaffen. Das ist wichtig, damit alle Menschen, die sich bürgerschaftlich engagieren wollen, eine Anlaufstelle haben. Das ist die eine Sache.

Ein anderer Punkt ist Anerkennung für bürgerschaftliches Engagement. Das findet zum Beispiel mit Aktionen wie „Berlin sagt Danke“, der Ehrenamtskarte, dem  #FARBENBEKENNEN-Award für engagierte Geflüchtete, der Freiwilligenbörse oder auch der Ehrennadel, die wir verleihen, statt. Es ist meine Aufgabe, diese Anerkennung noch weiter zu verstärken. Und vor allem:  Bürgerschaftliches Engagement noch sichtbarer zu machen. Die Medien sollten dafür gewonnen werden, dass sie noch viel stärker darüber berichten, wenn Menschen etwas Gutes tun, wegweisende Projekte für den Zusammenhalt entstehen und wenn Geflüchtete sich für unsere Gesellschaft stark machen und damit – wie ich es nenne – Farben bekennen.

 

Bürgerschaftliches Engagement fördern: Sawsan Chebli bei der Eröffnung der Berliner Freiwilligenbörse 2018 im Roten Rathaus. | Foto: Landesfreiwilligenagentur Berlin | Gregor Baumann

Bürgerschaftliches Engagement fördern: Sawsan Chebli bei der Eröffnung der Berliner Freiwilligenbörse 2018 im Roten Rathaus. | Foto: Landesfreiwilligenagentur Berlin | Gregor Baumann

Einiges hat sich doch schon getan.

Ja, das Bürgerfest am Tag der Deutschen Einheit ist ein schönes Beispiel dafür, wie ernst es der Regierende  Bürgermeister damit meint, den Zusammenhalt zu stärken, bürgerschaftliches Engagement sichtbarer zu machen, Menschen zueinander zu führen und Begegnungen zu schaffen. Darüber hinaus hatte das Motto des 3. Oktober 2018, „Nur mit euch“, eine ganz klare Signalwirkung. Es sind die in Berlin lebenden Menschen, die sie zu dieser  freien, weltoffenen, vielfältigen Stadt gemacht haben. Ich würde gern noch viel mehr Menschen dazu gewinnen, sich zu engagieren.

Welche Rolle spielt dabei die Wirtschaft?

Der Einsatz von Unternehmen im bürgerschaftlichen Engagement wird häufig unterschätzt. Ich finde, Unternehmen haben eine Kraft, die wir noch viel stärker nutzen könnten und sollten. Wir haben uns vor diesem Hintergrund vorgenommen, den Unternehmenspreis gemeinsam mit der IHK und der Handwerkskammer zu verleihen. Damit wollen wir gemeinsam das vielfältige Engagement von Unternehmen anerkennen. Ich würde mich freuen, wenn noch viel mehr Unternehmen auch ihre Stimme erheben und damit einen Beitrag für den Zusammenhalt der Gesellschaft leisten. Es ist nicht immer bequem, sich offen zum Beispiel gegen Rechtsradikalismus auszusprechen, aber hier stehen wir in einer gemeinsamen Verantwortung. Es gibt einige solcher Unternehmen, aber ich finde, es könnten noch viel mehr Stimmen dazukommen.

Was könnte in der Berliner Engagementlandschaft noch getan werden?

Einige Punkte, die wir gerade voranbringen, habe ich bereits genannt. Ich würde mir außerdem wünschen, dass die Berliner Engagementlandschaft noch etwas mehr zusammenwächst. Zum Beispiel die etablierten Organisationen neuere Migrantenorganisationen an die Hand nehmen; dass man gemeinsam etwas auf die Beine stellt. Häufig erleben wir, dass es nur nebeneinander her läuft. Für den  Zusammenhalt in der Stadt ist es wichtig, dass Engagement Menschen zusammenbringt: Wenn sich Muslime gemeinsam mit Christen für die Umwelt engagieren oder Senioren mit Jugendlichen im Sportverein. Wenn im Engagement Menschen zusammenfinden, die sonst wenig miteinander zu tun haben. Da hat sich auch schon viel entwickelt. Aber wir müssen gemeinsam auch noch daran arbeiten, um neue Zielgruppen zu gewinnen und Zusammenarbeit zu fördern.

Engagieren Sie sich auch privat?

Natürlich engagiere ich mich persönlich, allerdings kann ich das inzwischen gar nicht mehr trennen von meiner Funktion ls Staatssekretärin – so werde ich eben wahrgenommen. Ich engagiere mich bei der Tafel, ich bin Mitglied in vielen Vereinen. Außerdem setze ich mich für junge Leute im Rahmen von Nachhilfe ein, bin Mentorin in vielen Projekten, um jungen Leuten aufzuzeigen, welche Perspektiven sie für ihre Zukunft haben – vor allem jungen Immigranten, die nicht so richtig wissen, wo sie sich in diesem Land verorten. Das alles tue ich gerne und habe es schon vor meiner Funktion als Staatssekretärin getan. Ich sehe es als meine Verantwortung, ein Vorbild zu sein, als jemand, der es mit seiner Biografie geschafft hat, heute Staatssekretärin zu sein und dies anderen jungen Leuten mitzugeben. (lj)

 

Vielfältig engagiert: Sawsan Chebli auf dem Festival der Religionen. | Foto: Anton Tal für Faiths In Tune / Berliner Festival der Religionen

Siemens errichtet Innovations-Campus in der Hauptstadt

Der von Siemens geplante Innovationscampus mit Investitionen von bis zu 600 Millionen Euro wird in Berlin verwirklicht. Eine Investition dieses Umfangs durch ein einzelnes Unternehmen hat es in Berlin seit Jahrzehnten nicht gegeben. Diese Standort-Entscheidung hat Siemens getroffen, mit der Berliner Landesregierung wurde eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.

Der Konzern plant, auf einem Areal von 35 Hektar einen Campus mit Büros, Labors, Forschungsflächen und Wohnungen und ein Hotel zu errichten. Die Forschungsbereiche Energiesysteme, Elektromobilität, Industrie 4.0, Internet der Dinge und Künstliche Intelligenz sollen an dem Standort angesiedelt werden. Es handelt sich um die größte Investition des deutschen Weltkonzerns an seinem Gründungsort.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller sprach von einem „sehr guten Tag für Berlin“, nicht nur für den Wissenschaftsstandort, sondern für alle Bürger. Siemens-Chef Joe Kaeser sagte, es gehe darum, „Arbeiten und Leben an einem Ort zu verbinden.“

Enge Zusammenarbeit mit dem Bezirk Spandau

Zur Wahl stand entweder eine große Investition am historischen Standort Berlin an der Nonnendammallee oder ein Zukunftscampus auf der grünen Wiese am Rande einer asiatischen Metropole. Wenn es nicht Berlin würde, wäre das Projekt international ausgeschrieben worden.

„Diese Entscheidung ist gut für Siemens, für Berlin und für Spandau“, so der Spandauer Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank. „Damit wird die Siemensstadt wieder das, was sie einmal war: Ein Ort für Erfindergeist in Verbindung mit wirtschaftlichem Erfolg. Dafür stand und steht zukünftig wieder der Gründungsort des Weltkonzerns Siemens.“

Mit dem Innovationscampus erweitert sich das Entwicklungsband West noch einmal beträchtlich. In den Fragen der Infrastruktur erwartet Spandau nun vom Berliner Senat, dass er die offenen Fragen des öffentlichen Personennahverkehrs für das gesamte Entwicklungsband West schnell beantwortet und die notwendigen Maßnahmen mit höchster Priorität vorantreibt. Dazu zählen z. B. der Wiederaufbau der Siemensbahn oder eine schneller Anschluss des Innovationscampus an das zukünftige Entwicklungsgebiet Tegel. Dabei sollte im Sinne des Innovationscampus geprüft werden, ob neue zukunftsträchtige Technologien zum Einsatz kommen könnten.

Ein Zeichen für die starke Wirtschaftsentwicklung der Stadt

Das Bezirksamt war von Anfang an in die ressortübergreifende Arbeitsgruppe eingebunden. Es wird die Entwicklung des Innovationscampus mit großer Intensität und in ressortübergreifender Zusammenarbeit unterstützen. Dies betrifft etwa die Entwicklung des Planungsrechtes und die Fragen der Infrastruktur. Damit setzt Spandau die Tradition der guten und intensiven Zusammenarbeit mit Siemens fort. Die Zusammenarbeit in der Arbeitsgruppe hat einmal mehr gezeigt: Berlin kann sehr viel mehr, als der Stadt derzeit nachgesagt wird. Der gemeinsame Wille hat zum Erfolg geführt. Dennoch: Jetzt erst beginnt die Arbeit so richtig.

Applaus kommt auch von der IHK Berlin: „Die Entscheidung des Siemens-Vorstandes, den geplanten Innovationscampus in Berlin zu verwirklichen, ist ein großartiger Beleg für die starke Wirtschaftsentwicklung der Stadt“, so IHK-Präsidentin Dr. Beatrice Kramm. „Berlin ist ein herausragender Standort für Forschung, Entwicklung und Produktion. Unternehmen wie Siemens vereinen diesen Dreiklang und finden in der Hauptstadt den Nährboden dafür. Denn die Industrie der Zukunft setzt auf Kreativität, Internationalität und digitale Vernetzung – allesamt Qualitäten, die sich an wenigen Standorten weltweit so dynamisch entwickeln wie in Berlin. Die Siemens-Entscheidung zeigt außerdem, dass sich aktive Wirtschaftspolitik und konstruktives Entgegenkommen für Unternehmen, Senat und damit die ganze Stadt lohnen.“

Siemens statt Google: Pluspunkt für Spandau

Letztlich haben wohl mehrere Gründe die Siemens-Vorstände von Berlin überzeugt. Der Konzern muss sowieso etwas anfangen mit seinen nicht voll ausgenutzten Flächen in der Siemensstadt. Zudem ist Berlin als Ort für die Rekrutierung von jungen Talenten wirklich eine gute Wahl. Außerdem verhandelt der Konzern völlig unabhängig von dem großen Immobilieninvestment seit Monaten mit dem Land Berlin über einen Forschungs- und Entwicklungscampus für 60 Millionen Euro.

„Das ist in dieser Woche ein gutes Signal, nachdem das mit Google passiert ist“ sagte der CDU-Wirtschaftsexperte Christian Gräff. Er bezog sich auf die Entscheidung des amerikanischen Internet-Giganten, auf ein geplantes Start-up-Zentrum in Kreuzberg nach Protesten aus der Nachbarschaft zu verzichten.

Siemens hat lange Tradition in Berlin

Das deutsche Traditionsunternehmen Siemens hat seine Wurzeln in Berlin. Die Stadt ist der Gründungsort des Konzerns, im Bezirk Spandau entstand ab 1900 der nach dem Unternehmen benannte Stadtteil Siemensstadt mit Fabriken und Werkssiedlungen. Der Innovationscampus soll auf dem Gelände entstehen, auf dem sich das alte Dynamowerk und das Schaltwerk befinden. Berlin ist noch heute der größte Produktionsstandort von Siemens mit mehr als 11.000 Mitarbeitern. (ak)

Start-up Monitor: Berlin macht junge Unternehmen stark!

Start-ups sind ein zunehmend ein wichtiger Baustein in  der deutschen Wirtschaftslandschaft. Trotz aller Unterschiede begegnen sie jedoch oft den gleichen bürokratischen Problemen wie Großkonzerne. Dem Deutschen Start-up Monitor vom Bundesverband Deutsche Start-ups e.V. und der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zufolge fordern ganze 73 Prozent der Gründer eine Reduktion komplexer Bürokratiestrukturen.

Neben unnötiger Bürokratie sehen sich die Start-ups auch mit Problemen im Personalbereich konfrontiert: Drei Viertel aller Gründer beklagen, es sei schwierig, Fachkräfte aus dem IT-Sektor zu rekrutieren. Dabei ist gerade dieser Bereich besonders wichtig, da Start-ups neue Technologien maßgeblich vorantreiben. So sieht sich eine Mehrheit von 60 Prozent der Befragten durch Künstliche Intelligenz (KI) in ihrem Geschäftsmodell beeinflusst. „Damit sind Startups Träger von innovativen Technologien und nehmen eine Vorreiterrolle bei der Anwendung von Künstlicher Intelligenz ein. Um das Potenzial von KI für zukünftiges Wirtschaftswachstum zu realisieren, müssen bestehende Hürden abgebaut und KI aktiv gefördert werden“, fordert Tim Dümichen, Partner bei KPMG und Co-Founder von Smart Start, der Startup-Initiative von KPMG Deutschland.

Gründer sind glücklicher laut Start-up Monitor

Trotz der bestehenden Hürden und Probleme sind Gründer zufriedener als der deutsche Durchschnittsunternehmer. Laut Start-up Monitor gaben 49 Prozent der Gründer an, mit ihrem Leben zufrieden zu sein – durchschnittlich sagen das nur 32 Prozent der Deutschen von sich. Und das, obwohl Gründer mit 56 Wochenstunden wesentlich mehr arbeiten als der durchschnittliche Bürger. „Gründer/-innen leisten enorm viel und sind gleichzeitig sehr zufrieden mit ihrer Arbeit und ihrem Leben. Um in Zukunft mehr mutige und risikobereite Menschen zum Gründen eines Start-ups zu bewegen, brauchen wir jetzt eine politische Agenda der Innovation, die eine Verbesserung des Kapitalangebots vorantreibt und die digitale Bildung forciert“, fordert Florian Nöll, Vorsitzender des Bundesverbands Deutsche Start-ups e.V.

Gerade im Bereich des Kapitalangebots liegen laut Start-up Monitor noch Verbesserungsmöglichkeiten. So beklagen rund 42 Prozent der befragten Start-ups, sie würden bei der Beschaffung von Kapitalmöglichkeiten nicht genügend unterstützt werden, was letztendlich das Wachstum hemme. Doch nun kommt Abhilfe von Seiten des Senats. Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe veröffentlichte kürzlich eine Visualisierung der Standorte der Berliner Innovationslabs. Gerade Innovationslabs bieten Start-ups sowie Unternehmen die Möglichkeit zum Experimentieren und Testen. Ziel der Visualisierung ist es, Innovationslabs und Start-ups besser zu vernetzen und so die Gründer in der Entwicklung ihrer Start-ups zu unterstützen. Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe fasst zusammen: „Berlin steht für unternehmensnahe Forschung, hochinnovative Start-ups sowie vielen Innovationseinheiten mittelständischer und großer Unternehmen. Das machen wir sichtbar, damit sich die innovativsten Köpfe der Stadt leichter vernetzen können.“

Internationale Kontakte

Nicht nur innerhalb Berlins, auch international unterstützt der Senat Start-ups bei der Vernetzung mit anderen Innovatoren. Zu diesem Zweck reist in den kommenden Tagen eine Delegation deutscher Gründer und Entscheider zum StartUp AsiaBerlin nach Singapur und Jakatar.  „Ich freue mich, dass wir die deutsche Hauptstadt mit einer Start-up-Konferenz im Rahmen von StartUp AsiaBerlin in unserer Partnerstadt Jakarta präsentieren können. Mit dieser Initiative ergänzen wir die Asia-Pacific Week in Berlin und knüpfen nachhaltige Kontakte für unsere Start-ups in den Wachstumsregionen Asiens“, sagt Wirtschaftssenatorin Pop. Auch Cedrik Neike, Mitglied des Vorstands der weltweit agierenden Siemens AG, begrüßt die interkontinentale Zusammenarbeit: „Siemens hat selbst einmal als Start-up in einem Berliner Hinterhof angefangen. Und schon Werner von Siemens wusste, wie wichtig der Austausch zwischen Gründern, Industrie und Politik ist, um erfolgreich zu sein.“ (ke)

Veranstaltungen

1. Potsdamer Jahresempfang des Jungen Wirtschaftsrates

Auf dem ersten Potsdamer Jahresempfang des Jungen Wirtschaftsrates referiert Ursula von der Leyen MdB, Bundesministerin der Verteidigung.

(auf Einladung)

Political Campaign Festival

Die Welt verändert sich. Die Polarisierung nimmt zu. Weltpolitische Ereignisse und neue Technologien stellen Kommunikatoren und Kampagnenprofis vor enorme Herausforderungen. Sie setzen gleichzeitig eine neue Dynamik frei und verändern Politik und Wirtschaft rasant. Parteien, Unternehmen und NGOs müssen sich deshalb die Frage stellen, wie sie mit diesen gesellschaftlichen Veränderungen schritthalten können.

Das Political Campaign Festival ist das internationale Event für Kommunikatoren, Campaigner und Public-Affairs-Experten, die die Zukunft der Kampagnenplanung mitgestalten wollen.

(Anmeldung erforderlich und gebührenpflichtig)

Politischer Jahresauftakt 2019

Fraktion DIE LINKE. im Bundestag lädt herzlich zum politischen Jahresauftakt ein. Es nehmen u.a. teil: Sahra Wagenknecht, Dietmar Bartsch, Gregor Gysi, Oskar Lafontaine, Katja Kipping, Bernd Riexinger, Jan Korte, Gesine Lötzsch und Diether Dehm.

Quo vadis Germania?

Peter Kurth, Finanzsenator a.D. und Präsident des Bundesverbands der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V., und Robin Alexander, Chefreporter der WELT und Autor des Buches „Die Getriebenen“, werden über die deutsche Politik, ihre Herausforderungen und ihre Antworten diskutieren.

(Anmeldung erforderlich und gebührenpflichtig)

Europa antwortet: Sackgasse Sanktionen? Die Russland-Politik der EU auf dem Prüfstand

Weder Überraschung noch große Freude dürfte das Weihnachtspaket auslösen, das die EU dem russischen Präsidenten Putin in den kommenden Wochen schickt: Im Dezember wird sich der Europäische Rat wohl einmal mehr darauf verständigen, die Wirtschaftssanktionen um weitere sechs Monate zu verlängern, die Brüssel als Reaktion auf die völkerrechtswidrige Annexion der Krim und den Ausbruch des bewaffneten Konflikts im Osten der Ukraine 2014 gegen Moskau verhängt hat. Beobachter gehen davon aus, dass die Sanktionen Russland mittlerweile einen dreistelligen Milliardenbetrag gekostet haben. Doch auch Unternehmen in der EU klagen über die negativen Folgen für Handel und Wirtschaft. Die Bundesregierung und die Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten halten dennoch daran fest: Die Sanktionen sollen so lange in Kraft bleiben, bis das Minsk II-Abkommen für die Ukraine umgesetzt ist.

Sind Wirtschaftssanktionen tatsächlich geeignet, Einfluss auf die russische Außenpolitik zu nehmen? Welche anderen Instrumente könnte die EU nutzen, um Putin zur Revision seiner Ukraine-Politik zu bewegen? Welche Rolle spielt Deutschland für die Beziehungen zwischen der EU und Russland? Und wie soll die EU überhaupt mit Russland autoritär regiertem Staat und global agierendem Akteur in den internationalen Beziehungen umgehen?