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Potsdam als erste deutsche UNESCO Creative City of Film

Bereits im März war sich Mike Schubert, Oberbürgermeister von Potsdam, sicher, dass seine Stadt den Titel UNESCO Creative City of Film verdient hat. Am 30. Juni hatte die Stadt dann ihre Bewerbung auf den Filmtitel gemeinsam mit der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, dem Filmpark Babelsberg sowie dem Medienboard Berlin-Brandenburg eingereicht.

Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren und zu Potsdam als Filmstadt finden Sie auch in unserem aktuellen Printmagazin!

Die November/Dezember-Ausgabe der BERLINboxx ist jetzt erhältlich.

Jetzt ist es endlich offiziell: Potsdam ist die erste und einzige deutsche UNESCO Creative City of Film. Dies teilte die UNESCO während des World Cities Day Meetings in Paris mit. Und das zu Recht – die Filmstadt in Brandenburg ist mit seinem Studio Babelsberg, dem größten Filmstudio Europas, der UFA und der Deutschen Film AG (DEFA) ein bedeutender Filmstandort.

Die UFA freut sich über die Entscheidung

Der Titel UNESCO Creative City ist in Deutschland eine Premiere. Zwar tragen bereits vier deutsche Städte einen Titel des UNESCO Creative Cities Netzwerks – Berlin als Stadt des Designs, Heidelberg als Stadt der Literatur und Hannover sowie Mannheim als Städte der Musik – allerdings ist Potsdam die erste deutsche Stadt des Films.

Auch die UFA, Deutschlands bedeutendstes Filmunternehmen mit Hauptsitz in Babelsberg, ist begeistert, dass Potsdam den Titel für sich gewinnen konnte. Nico Hofmann, CEO der UFA, äußerte sich stolz: „Wir freuen uns sehr, dass die UNESCO Potsdam zur Creative City of Film ernannt hat. Potsdam ist die Wiege des deutschen Films und damit auch der UFA. Als heutiger führender Programmanbieter mit Sitz in Potsdam werden wir diesen Titel mit Stolz tragen und auch mit Leben füllen.“

Zusammenarbeit mit weiteren Städten des UNESCO Creative Cities Netzwerk

Neben der Landeshauptstadt Brandenburgs erhielten dieses Jahr auch Mumbai in Indien, Valladolid in Spanien sowie Wellington in Neuseeland den Titel. Das 2004 gegründete UNESCO Creative Cities Netzwerk besteht inzwischen aus 180 internationalen Städten in 72 Ländern. Diese Kulturzentren überzeugen in einem der sieben kreativen Bereiche Film, Musik, Design, Gastronomie, Medienkunst, Handwerk oder Literatur. Durch ihre Kooperationen stärken sie die Kulturwirtschaft auf lokaler und internationaler Ebene.

Auch Potsdam will in Zukunft eng mit weiteren Städten des UNESCO Creative Cities Netzwerks zusammenarbeiten. Außerdem sind bereits Termine und weitere Schritte geplant. So soll das Creative Cities Büro seinen Standort an der Filmuniversität erhalten, damit Lehre und Forschung direkt in das Netzwerk fließen können. Die Stadt hat also noch viel vor. Friedhelm Schatz, Chef des Filmparks, ist zuversichtlich, dass Potsdam seine Ideen umsetzen wird: „Wir sind vorbereitet und wollen und können zeigen, dass wir Deutschlands Filmstadt Nr. 1 sind.“ (sz)

Wie ein Berliner Start-up den Werbemarkt revolutioniert

Der Werbemarkt befindet sich in einem Transformationsprozess. Durch die Digitalisierung hat der Markt im Bereich der Online-Werbung in den vergangenen Jahren einen regelrechten Boom erlebt. Drei Jungunternehmer aus Berlin versuchen diesen Trend nun mittels eines globalen und digitalen Werbenetzwerks auch auf den Markt der Außenwerbung zu übertragen.

Hoch oben vom mondänen Tour To­­­tal Berlin Hochhaus aus revolutioniert das Berliner Start-up HYGH den Werbemarkt. Das Berliner Unternehmen um die Gründer Vincent Müller, Fritz Frey und Antonius Link hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch eine Blockchain-basierte P2P-Plattform Werbetreibende mit Besitzern von digitalen Werbedisplays zu verbinden. Mit Hilfe der Plattform ist es Werbetreibenden möglich, hyperlokal und vor allem in Echtzeit ihre Werbeanzeigen zu buchen und zielgerichtet zu schalten. Dadurch bekommen Werbetreibende die Möglichkeit, auf äußere Entwicklungen und Bedingungen zeitgenau zu reagieren und so Werbekonsumenten besser zu erreichen und abzuholen. Auf die Idee für HYGH kamen die drei Jungunternehmer, nachdem sie für ein anderes Projekt Außenwerbung schalten wollten, jedoch dabei an hohe Eintrittsbarrieren gebunden waren und nur sehr unflexibel Werbung schalten konnten.

Durch Blockchain-Crowdfunding zum neuen Unicorn

Um eine neue und effizientere Form der Außenwerbung zu schaffen und den DOOH Markt zu demokratisieren, entwickelten die Macher um den AdTech Pionier HYGH zudem ein eigenes Finanzierungskonzept, das perfekte auf die Ziele und Visionen des Unternehmens und seinen Shareholdern zugeschnitten ist. Sie entwickelten einen eigenen Security Token Offering (STO). Mit dem STO verhält es sich ähnlich wie mit klassischen Wertpapieren, die wie gewöhnlich auf Assets, in diesem Fall Token-Assets basieren. Anlegern ist es bereits ab 500 US-Dollar möglich in das Unternehmen zu investieren. HYGH, das Unterne­­hmen das schon jetzt als das „Airbnb der Werbebranche“ gilt, garantiert dafür jedem Investor eine Umsatzbeteiligung von neun Prozent pro Transaktion, die über die HYGH-Plattform abgewickelt wird. (red)

Digitalkonferenz re:publica: Steinmeier fordert vernünftigere Debattenkultur und mehr Regeln im Netz

Am Montagvormittag eröffnete Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erstmals die Digitalkonferenz re:publica in Berlin und appellierte an Social-Media-Plattformen wie Instagram, Facebook und Co. etwas zur Sicherung der Debattenqualität im Internet beizutragen. Er wünscht sich sachlichere Debatten und eine Demokratie, die auch digital gelingt.

Soziale Netzwerke und Großkonzerne müssen sich an Spielregeln halten

„Soziale Netzwerke müssen  ihre Verantwortung für die Demokratie endlich wahrnehmen und endlich in die Tat umsetzen“, betont Steinmeier in seiner Eröffnungsrede und spricht sich für eine vernünftigere und zivilisiertere Debattenkultur im Internet aus. „Wer mit einer Plattform einen politischen Diskursraum schafft, der trägt Verantwortung für die Demokratie – ob er es will oder nicht“, sagt er und wirft den Onlineplattformen mangelnden Einsatz vor.

Gerade politische Debatten im Internet würden derzeit oft dazu neigen „toxisch“ zu werden. „Wir brauchen glasklare Herkunftssiegel für Informationen – und das vor allem, wenn es um politische Werbung geht.“ Hetzer und Demagogen haben es seiner Meinung nach viel zu einfach, Lügen und unseriöse Informationen zu verbreiten, weshalb demokratische Regulierungen dringend nötig seien. Der effektivste Weg sei laut Steinmeier Transparenz über Geldflüsse und Abhängigkeiten – notfalls könne man die Plattformen per Gesetz zu dieser Transparenz zwingen. Wer sich nicht an die Regeln halte, der müsse mit Konsequenzen und Strafen rechnen.

Motto: „too long didnt read“

Auch an die demokratische Mehrheit appellierte Steinmeier und forderte dazu auf, mehr Engagement zu zeigen. Die Zivilgesellschaft dürfe sich nicht zurückziehen oder einschüchtern lassen.

Die dreitägige Konferenz steht diesmal unter dem Motto „too long didnt read“ (übersetzt: zu lang, habe ich nicht gelesen). Angespielt wird damit auf „das Kleingedruckte“ und fehlende inhaltliche Tiefe. Steinmeier interpretiert das Motto nicht nur als Weckruf an die politische Debattenkultur im Netz, sondern ganz allgemein. „Ein notwendiger Weckruf, wie ich finde, gegen den Zeitgeist von Verkürzung und Vereinfachung.“ (tf)

„Immer noch sehr sexy, aber nicht mehr ganz so arm“

Im Gespräch mit Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin


Zum neuen Jahr sprach die BERLINboxx mit dem Regierenden Bürgermeister über Berlins Image, Erfolge und Herausforderungen der vergangenen zwei Jahre, die aktuelle angespannte Lage des Wohnungsmarktes sowie Berlins wirtschaftliche Entwicklung.

Herr Müller, es ist Halbzeit für die rot-rot-grüne Koalition in Berlin. Wie sieht Ihr Zwischenfazit aus? Was waren Erfolge? An welchen Punkten hakt es noch? Und was haben Sie sich für die zweite Halbzeit vorgenommen?

Ab Februar 2019 sind wir in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode. Wir werden dann in einer Klausur die Schwerpunkte durchgehen und miteinander verabreden, wo wir auf dem begonnenen Weg weitergehen und wo es notwendig ist, nachzusteuern oder neue Initiativen zu ergreifen.

Unbestreitbar gibt es ja sichtbare Erfolge wie zum Beispiel die Ansiedlung von Siemens, verbunden mit einer Investition von 660 Millionen Euro oder unseren großartigen Erfolg bei der Exzellenzinitiative. Sieben von neun Clustern, die wir im Rennen hatten, sind aufgenommen worden. Das ist bundesweite Spitze. Und nicht zu vergessen ist auch, dass wir einen so großen Investitionshaushalt haben wie nie zuvor.

Berlin wächst, der Wirtschaftstrend ist positiv. Lange war Berlin „arm aber sexy“. Wie sollte der Slogan heute lauten?

Es ist schwierig, diese Stadt mit einem griffigen Slogan zu versehen. Berlin macht eine so grundlegende Entwicklung durch, dass das nicht mehr mit einem Einzeiler zu fassen ist. Wir entwickeln uns zu einem Wissenschafts- und Gesundheits-Hotspot, wir sind Start-up-Hauptstadt, wir wollen zeigen, wie Digitalisierung und Arbeit, also die 4. Industrielle Revolution gut funktioniert. Alles das ist Berlin und natürlich noch viel mehr. Schon be Berlin, die Dachmarke der Stadt, hat ja deutlich gemacht, dass man in Berlin seine Ideen verwirklichen kann und dass das alles zusammen die Hauptstadt ausmacht. Man könnte sagen: Immer noch sehr sexy, aber nicht mehr ganz so arm!

Stichwort Verdrängung: Wie kann verhindert werden, dass die Berliner Mischung zerstört und der „Otto-Normal-Berliner“ aus den innerstädtischen Kiezen verdrängt wird?

Wohnen ist eine Frage der sozialen Sicherheit. Deshalb wird der Senat weiterhin mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, zum Beispiel der Mietpreisbremse oder dem Neubau durch städtische

Wohnungsbaugesellschaften, für genügend bezahlbaren Wohnraum in der Stadt sorgen. Natürlich möchte jeder Berliner und jede Berlinerin, auch die Neuberlinerinnen und Neuberliner am liebsten in unmittelbarer Nähe zu Alexanderplatz, Kudamm oder der Schlossstraße wohnen. Der Druck auf innerstädtische Quartiere ist deshalb enorm hoch. Wir setzen uns darum im Bundesrat unter anderem für eine Verschärfung der Mietgesetzgebung ein. So wollen wir zum Beispiel, dass die Modernisierungsumlage weiter auf höchstens sechs Prozent gesenkt wird. Auch bei Gewerbemieten macht Berlin Vorschläge im Bundesrat, die den Anstieg abmildern können.

Zusammen mit den Bezirken wollen wir den spekulativen Kauf von Häusern, Grundstücken oder Wohnungen möglichst unterbinden. Ich habe gesagt, wir kaufen jedes Grundstück oder Wohnhaus, das uns der Bund, der ja über einige Immobilien in Berlin verfügt, anbietet. Dazu stehe ich. Weiterhin möchten wir kommunale Baugrundstücke nur noch in Erbbaurecht an sozial orientierte Bauträger vergeben. Sollten Private die Bedingungen für sozialen Wohnungsbau erfüllen, können auch sie zum Zuge kommen.

Alles das soll dafür sorgen, dass Wohnen in Berlin bezahlbar bleibt. Es ist jedoch, wie in allen anderen großen Städten so, dass der Druck auf den Wohnungsmarkt trotz dieser Maßnahmen zunimmt, insbesondere dadurch, dass seit einigen Jahren und immer noch jedes Jahr mehr als 40.000 Menschen in diese Stadt ziehen.

Eine Randbebauung des Tempelhofer Feldes zur Schaffung von Wohnraum ist wieder im Gespräch. Die SPD hat sich jüngst dafür ausgesprochen. Wäre damit der Volksentscheid von 2014 gekippt? Viele haben sich gegen eine Bebauung ausgesprochen, da sie befürchteten, das Tempelhofer Feld werde zubetoniert. Sind die Ängste begründet? Und kann sich Berlin eine Freifläche wie diese überhaupt noch leisten, während die Stadt gleichzeitig unter steigenden Miet- und Kaufpreisen für Gewerbe-, Büro- und Wohnflächen ächzt?

Es gibt ein Gesetz, das klar definiert, was auf dem Tempelhofer Feld geht und was nicht. Aber eine Ewigkeitsgarantie für Gesetze gibt es auch nicht. Durch das Parlament oder einen Volksentscheid können Gesetze geändert werden. Ich gehe davon aus, dass mit dem Druck, der weiterhin im Wohnungsmarkt besteht, die Diskussion um eine mögliche Randbebauung am Tempelhofer Feld, genauso wie um die Elisabeth-Aue wieder beginnt. Ich denke, das wird zum Ende der Legislaturperiode oder in der nächsten der Fall sein. Wer sich mit der Wohnungssituation in der Stadt ernsthaft auseinandersetzt, muss alle Möglichkeiten prüfen können, ohne Denkverbote. Das sind wir den Berlinerinnen und Berlinern schuldig.

Die Digitalisierung schreitet unaufhörlich voran. Gleichzeitig wird etwa der Berliner Verwaltung vorgeworfen, sie sei noch zu analog. Wieso geht es an dieser Stelle nicht voran?

In der letzten Legislaturperiode ist hier nicht genug geschehen. Das war der Grund, warum wir im Dezember 2016 die Staatssekretärin für Informations- und Kommunikationstechnik ernannt haben. Seitdem geht es voran, aber es ist eben nicht so, dass von einem Tag auf den anderen jede Dienstleistung elektronisch verfügbar ist und wir in papierlosen Büros arbeiten. Alleine die unterschiedlichen Standards in den Behörden, vom Bürgeramt bis zur Senatskanzlei, stellen eine große Herausforderung dar. Der Anfang ist aber gemacht. Mit dem E-Government-Gesetz, das 2016 beschlossen wurde, haben wir das IT Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ) zum zentralen Betreuer aller IT-Systeme in den einzelnen Behörden gemacht. Das ITDZ hat momentan rund 700 Mitarbeiter. Für 2019 sind 140 neue Stellen dort bewilligt und in fünf Jahren werden es bis zu 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein.

Man muss aber auch wissen, der Arbeitsmarkt für IT-Fachleute ist sehr umkämpft. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden, ist eine Herausforderung. Insbesondere auch deshalb, weil Berlin nicht das einzige Bundesland ist, das die Digitalisierung vorantreiben will. Trotzdem herrscht hier kein Stillstand. Vieles bei der Umstellung zum E-Government spielt sich erstmal nicht sichtbar für die Bürgerinnen und Bürger ab. An einigen wenigen Stellen ist es aber schon konkret: Seit März 2018 haben wir das Servicekonto eingerichtet, für das sich jeder Bürger registrieren kann. Da geht es darum, alle Onlinedienstleistungen für alle Berlinerinnen und Berliner einheitlich und personalisiert verfügbar zu machen. Jetzt haben wir mit der Ausstellung der Anwohner-Parkvignette und der Beantragung des Kita-Gutscheins begonnen. Langfristig werden dies rund 100 Onlinedienstleistungen sein.

Wie kann es sein, dass Ansiedlungen wie die der Google-Stiftung in Kreuzberg durch Anwohner und Initiativen zunichte gemacht werden? Kann Berlin sich so etwas leisten und kann das abschreckend auf zukünftige Unternehmensplanungen wirken? Wie lässt sich die Weltoffenheit Berlins erhalten?

Am Ende ist es die Entscheidung des Unternehmens gewesen, den Campus dort nicht einzurichten. Gleich zu sagen, dass die Politik schuld ist, ist etwas zu einfach. Was Politik tun muss, ist die Bedingungen dafür zu schaffen, dass beides möglich ist: Erhalt der Kieze und gleichzeitig Offenheit für Neues. Ich war im letzten Jahr dort und habe mir das Konzept zeigen lassen, das aus meiner Sicht tragfähig und spannend war und gut zu Berlin, auch nach Kreuzberg, gepasst hätte. Insofern bedauere ich die Unternehmensentscheidung, glaube aber nicht, dass damit andere abgeschreckt werden, in die Stadt zu kommen und hier zu investieren. Die Zahlen sprechen dagegen. Die Wirtschaft wächst, die Arbeitslosigkeit schrumpft. Die seit vier Jahren anhaltende Phase der Hochkonjunktur erweist sich als stabil. Das wirtschaftliche Wachstum lag 2017 bei 3,1 Prozent. Für 2018 wird ein ähnlicher Wert prognostiziert. Berlin hat weiterhin von allen Bundesländern das höchste Beschäftigungswachstum. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr gut 41.000 Neugründungen, rund 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Das ist bundesweite Spitze. In Berlin werden fast so viele neue Digitalunternehmen gegründet wie in Hamburg und München zusammen. Seit vier Jahren entsteht im Schnitt alle 20 Stunden ein neues Digitalunternehmen. Und wir sind immer noch Start-up-Hauptstadt. (cr)

Andreas Schrobback: Darum ist Pressefreiheit wichtig

Alljährlich lädt die Berliner Pressekonferenz Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Medien zum traditionellen Spargelessen ein.  Zum 100-jährigen Jubiläum des Vereins hatte er rund 150 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Medien ins Restaurant „Hugos“ geladen. Doch die Veranstaltung ist mehr als ein Get-Together von wichtigen Vertretern Berlins. Um die Verankerung der Pressefreiheit ging es schon vor 100 Jahren, als die Berliner Pressekonferenz gegründet wurde – das Thema ist weiterhin hochaktuell. So lädt Thomas Klein, Vorsitzender der Berliner Pressekonferenz, jedes Jahr einen Ehrengast ein, der seine Sicht auf das Thema darlegt.

Fanal für die Pressefreiheit

Can Dündar, ehemaliger Chefredakteur der türkischen Zeitung „Cumhuriyet“, war Ehrengast der diesjährigen Veranstaltung. Der 56-Jährige wurde 2015 in der Türkei der Spionage und des Landesverrats angeklagt. Die Strafandrohung liegt für ihn bei mehreren Jahren Haft. Aktuell lebt er daher in Deutschland.

„Wenn sich in der Türkei so viele wertvolle Journalisten an einem Ort treffen wollen würden, müsste das wahrscheinlich im Gefängnis stattfinden“, so Dündar. „Seien Sie solidarisch mit den Kollegen, die in der Türkei um die Meinungsfreiheit kämpfen“, forderte er die Anwesenden auf. Dündar hofft, dass er eines Tages mit seinen Kollegen in einer freien Türkei zusammen kommen könne. Nach seinem Plädoyer für Meinungs- und Pressefreiheit erhielt der Journalist minutenlange Standing Ovations von den anwesenden Gästen.

 

Mit standing ovations gefeiert: Ehrengast Can Dündar, ehemaliger Chefredakteur der türkischen Zeitung „Cumhuriyet“ | Foto: Charles Yunck

Mit Standing Ovations gefeiert: Ehrengast Can Dündar, ehemaliger Chefredakteur der türkischen Zeitung „Cumhuriyet“ | Foto: Charles Yunck

 

Das hohe Gut der Pressefreiheit

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller betonte in seiner Rede, dass man es bewusst als Glück zu empfinden sollte, „dass wir so offen und frei zusammen leben können“. Die Staatsministerin für Kultur, Monika Grütters, lobte aus diesem Grund auch das einmalige Format der Selbstorganisation von Journalisten in der Berliner Pressekonferenz.

Andreas Schrobback, Gründer und Geschäftsführer der AS Unternehmensgruppe, ist seit Jahren Förderer der traditionsreichen Journalistenvereinigung „Berliner Pressekonferenz“. „Gerade wenn in unseren Nachbarländern die Pressefreiheit eingeschränkt wird, ist es doch umso mehr unsere Pflicht, das hohe Gut der Pressefreiheit hochzuhalten“, so Schrobback. „Aus diesem Grund ist es mir ein persönliches Anliegen, die Berliner Pressekonferenz in ihrem Wirken zu unterstützen.“

Andreas Schrobback (l.) gemeinsam mit Raed Saleh, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, beim letztjährigen Event | Foto: Dirk Lässig

(red)

100 Jahre Berliner Pressekonferenz: Fanal für die Pressefreiheit

Um die Verankerung der Pressefreiheit ging es schon vor 100 Jahren, als die Berliner Pressekonferenz gegründet wurde – das Thema ist weiterhin hochaktuell. Der Vorsitzende der Berliner Pressekonferenz, Thomas Klein, hatte zum 100-jährigen Jubiläum der Berliner Pressekonferenz Can Dündar, den ehemaligen Chefredakteur der türkischen Zeitung „Cumhuriyet“, als Ehrengast ins Restaurant „Hugos“ im 14. Stock des Hotels „Intercontinental“ an der Budapester Straße geladen. Der 56-Jährige, der aktuell in Deutschland lebt, wurde 2015 in der Türkei der Spionage und des Landesverrats angeklagt. Die Strafandrohung liegt für ihn bei mehreren Jahren Haft.

„Wenn sich in der Türkei so viele wertvolle Journalisten an einem Ort treffen wollen würden, müsste das wahrscheinlich im Gefängnis stattfinden“, so Dündar. „Seien Sie solidarisch mit den Kollegen, die in der Türkei um die Meinungsfreiheit kämpfen“, forderte er die Anwesenden auf und äußerte die Hoffnung, dass man eines Tages in einer freien Türkei zusammen kommen könne. Nach seinem flammenden Plädoyer für Meinungsfreiheit, das Recht auf kritische Berichterstattung und eine freie Presse erhielt der Journalist minutenlange standing ovations von den anwesenden Gästen aus der Berliner Politik, Wirtschaft und natürlich den Medien.

 

Mit standing ovations gefeiert: Ehrengast Can Dündar, ehemaliger Chefredakteur der türkischen Zeitung „Cumhuriyet“ | Foto: Charles Yunck

Mit standing ovations gefeiert: Ehrengast Can Dündar, ehemaliger Chefredakteur der türkischen Zeitung „Cumhuriyet“ | Foto: Charles Yunck

 

Politiker loben die Pressekonferenz als Instanz der Pressefreiheit

„Es ist erschreckend, dass so etwas in einem befreundeten Land passiert“, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und warb darum, es bewusst als Glück zu empfinden, „dass wir so offen und frei zusammen leben können“. Zu den Gratulanten zum 100-jährigen Jubiläum zählte auch Kulturstaatsministerin Monika Grütters, die das im internationalen Vergleich einmalige Format der Selbstorganisation von Journalisten lobte und frei nach Voltaire zitierte: „Ich mag verdammen was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“

 

Kulturstaatsministerin Monika Grütters attestierte der Berliner Pressekonferenz ein ausgeprägtes journalistisches Selbstbewusstsein „sich zur Feier dieses Jubiläums auch Redner aus der Politik auf die Bühne zu holen.“ Foto: Charles Yunck

Kulturstaatsministerin Monika Grütters attestierte der Berliner Pressekonferenz ein ausgeprägtes journalistisches Selbstbewusstsein „sich zur Feier dieses Jubiläums auch Redner aus der Politik auf die Bühne zu holen.“ | Foto: Charles Yunck

 

Aus Sicht von Thomas Klein gehören Demokratie und eine freie Presse unweigerlich zusammen. „Dass wir aktuell immer noch über Themen wie Presse- und Meinungsfreiheit sprechen müssen, hätten wir uns nicht träumen lassen.“ Doch auch der digitale Umbruch ist für den Qualitätsjournalismus nicht nur Chance, sondern ebenso eine Herausforderung. „In Zeiten von Facebook, Newsfeeds und Fake News braucht es engagierte Journalisten, die sich für eine unabhängige und qualitätsvolle Berichterstattung einsetzen“, so Klein.

 

Gastgeber Thomas Klein (l.) neben dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller und dem Unternehmer Nadir Guediri (r.), COPRO Projektentwicklungs GmbH | Foto: Charles Yunck

Gastgeber Thomas Klein (l.) neben dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller und dem Unternehmer Nadir Guediri (r.), COPRO Projektentwicklung GmbH | Foto: Charles Yunck

 

Spargelessen mit langer Tradition

Das traditionelle Spargelessen der Berliner Pressekonferenz ist das Frühlings-Highlight im Terminkalender der Top-Entscheider Berlins. Dementsprechend hoch war die Dichte an Senatoren und wichtigen Repräsentanten der Berliner Wirtschaft. An den lebhaften Tischgesprächen nahmen neben den Senatsmitgliedern Regine Günther, Dilek Kolat, Katrin Lompscher, Andreas Geisel und Ramona Pop, Landessportbundpräsident Klaus Böger, Lotto-Vorstand Marion Bleß, Handelsverbandschef Nils Busch-Petersen, Polizeipräsidentin Barbara Slowik, Rabbiner Yehuda Teichtal, Abgeordnetenhauspräsident Ralf Wieland, Erzbischof Heiner Koch und der frühere Regierende Bürgermeister Walter Momper teil.

 

Investor Dr. Harry van Caem mit Bausenatorin Lompscher | Foto: Charles Yunck

Investor Dr. Harry van Caem mit Bausenatorin Lompscher | Foto: Charles Yunck

 

Neben Medienprominenz wie Gaby Papenburg, Ulrich Meyer oder Christine Richter, zukünftige Chefredakteurin der Berliner Morgenpost, waren zahlreiche Größen aus der Wirtschaft wie Carsten Heinrich vom Immobilien-Branchenprimus Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate, Andreas Knierim, Berliner Zoo, Hartmut Engler, Gegenbauer Unternehmensgruppe, Nadir Guediri, COPRO Projektentwicklung GmbH, Charité-Vorstand Karl Max Einhäupl, Bernhard Hansen, SSN Group, Herbert Dzial, HD Gruppe, Susanne Tattersall, Tattersall•Lorenz, und der niederländische Investor Dr. Harry van Caem gekommen. (ak)

 

Engagiert in Berlin: SSN Group Deutschlandchef Bernhard Hansen mit dem Regierenden Bürgermeister | Foto: Charles Yunck

Engagiert in Berlin: SSN Group Deutschlandchef Bernhard Hansen mit dem Regierenden Bürgermeister | Foto: Charles Yunck

Buy&Build Investments ist Consulting Firm of the Year

The M&A Advisor, die führende Fachpublikation der amerikanischen Private Equity Industry,  kürt das luxemburgische Unternehmen Buy & Build Investments S.A. zur Consulting Firm of the Year. Mit ihrem europaweit einzigartigen Geschäftsmodell und ihrer Beratungskompetenz in der Digitalbranche, konnte Buy & Build Investments die internationale Fachjury überzeugen.

Bereits in der vergangenen Woche wurden die Gewinner des diesjährigen US-amerikanischen 10th Annual International M&A Awards bekanntgegeben. Dabei konnten sich die drei Buy & Build Gründungspartner Joachim Oehler, Tilman Au und Philipp v. Stülpnagel in der Kategorie „Beratungsfirma des Jahres“ erfolgreich gegenüber der internationalen Konkurrenz behaupten.

Plattformen schaffen Marktvorteil

„Unser Geschäftsmodell grenzt sich deutlich von klassischen Buy&Build Ansätzen ab,  bei denen lediglich Zukäufe zu einem Core-Target getätigt werden. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Brücken zwischen Investoren und inhabergeführten Digitalunternehmen zu schlagen. Durch aktives Integrationsmanagement beschleunigen wir das Zusammenwachsen einer Plattform massiv. Dass unser Engagement mit dem wichtigen Branchenpreis ausgezeichnet wird, ist für uns Bestätigung und Ansporn zugleich“, so Tilman Au, Gründungspartner von Buy & Build Investments.

Wie der Name es bereits vermuten lässt, steht das Unternehmen für aktives Buy & Build Management: Markt- oder regional führende Unternehmen werden zu einer Plattform gebündelt. Als Plattform erhöht sich für die einzelnen Unternehmen beispielsweise die Wettbewerbsfähigkeit und die bundesweite Marktposition. Ein Investor finanziert den Zusammenschluss. Obwohl die Gründer und Inhaber den Großteil ihrer Anteile veräußern, bleiben sie mit einer Rückbeteiligung an der neuen Plattform beteiligt. Außerdem gestalten sie diese auch weiterhin aktiv mit.

Gründungspartner seit über 20 Jahren in der Digitalbranche aktiv

Bereits seit über 20 Jahren erweitern die Buy & Build Investments Gründer ihre herausragende unternehmerische Expertise in der Digitalindustrie: Joachim Oehler begleitete bei Pixelpark mit Paulus Neef und Michael Riese das Wachstums über Buy&Build-Aktivitäten in seiner Rolle als Unternehmensberater.

Tilman Au und Philipp von Stülpnagel gründeten Mitte der 90er Jahre Digitalagenturen und brachten diese 2011 in die vom Finanzinvestor EQT finanzierte United Digital Group (UDG) ein. 2013 folgte – noch in Zusammenarbeit mit Michael Riese – der Launch der Performance Interactive Alliance (PIA) mit dem Private Equity Investor Equistone. Gemeinsam mit dem Münchner Private Equity Haus Emeram Capital Partners realisierte Buy & Build Investments 2015 die diva-e Gruppe. Beide Plattformen stehen im aktuellen Ranking der deutschen Digitalindustrie auf Platz 5 (PIA) und Platz 4 (diva-e).

Buy & Build Investments war maßgeblich an der Realisierung aller relevanten Plattformen (UDG, PIA und diva-e) in Deutschland in den vergangenen Jahren in verschiedenen Rollen und Funktionen beteiligt. Die Transaktionsvolumina bewegten sich dabei jeweils im dreistelligen Millionenbereich. Den Award erhält das Team laut Auszeichnung vor allem für seine Funktion als Wegbereiter in diesem Branchensegment.

The M&A Advisor kürt Consulting Firm of the Year im Juni

Die zunehmend internationale Anerkennung ist eine Bestätigung der Pionierarbeit der Buy & Build Investments. Bereits im Januar referierte Tilman Au als einziger deutscher Experte auf der JEGI Media & Technology Conference in New York zu den europäischen M&A Perspektiven im Digitalmarkt. Auch auf dem Forum „Connecting Start-up Cities“ der Asia-Pacific-Week in Berlin war die Buy & Build Investments vertreten.

Der US-amerikanische Global Corporate Growth Summit ist ein exklusives Forum, das sich ausschließlich an Führungskräfte der Technologiebranche, Technologie-Innovatoren, M & A-Geschäftsleute, Unternehmensentwickler, Investment- und Finanzfachleute richtet. Jährlich werden im Rahmen des Summit‘s bedeutende Auszeichnungen wie der International M&A Award vergeben. Der Initiator The M&A Advisor war das erste dedizierte Medienunternehmen, das Einblicke in die internationale Geschäftswelt von Fusionen und Übernahmen gab. Mittlerweile ist The M&A Advisor das weltweit führende Netzwerk von M&A-, Turnaround- und Finanzfachleuten. Verliehen wird die renommierte Auszeichnung am 18. Juni im Steelcase Penthouse und Princeton Club in New York City. Auf der Gala werden rund 500 internationale namhafte Geschäftsleute und zahlreiche führende Media- und M&A Experten sowie Akademiker erwartet. (uc)

Kudamm Karree: CELLS Group vermietet Büroflächen an RTL Radio Center Berlin

Die CELLS Group hat rund 3.000 Quadratmeter Büroflächen im „Ku’damm-Karree“ in Berlin langfristig an die RTL Radio Center Berlin GmbH vermietet. Unter anderem werden die vier Radiosender „104.6 RTL“, „JamFM“, „105‘5 Spreeradio“ und „RTL Radio – Deutschlands Hitradio“ in das achte Obergeschoss des Komplexes in der Uhlandstraße 30-32 ziehen.

Liveradio aus dem Büroturm des Kudamm Karrees

Der im Rahmen des Mietvertrags vereinbarte Umbau der Büroflächen beginnt ab sofort, der Umzug des Mieters in die neuen Flächen wird dann planmäßig im zweiten Quartal 2019 erfolgen. Aktuell mietet das RTL Radio Center Berlin Flächen im ebenfalls zum „Ku’damm-Karree“ gehörenden Büroturm am Kurfürstendamm 207-208 und sendet live aus den dortigen Radiostudios.

„Wir sehen in dem erfolgten Abschluss des Mietvertrags einen Beleg für die hohe Standort- und Objektqualität des Ku’damm-Karrees sowie eine weitere Bestätigung der geplanten Umbaumaßnahmen. Es freut uns sehr, dass wir RTL erneut als Mieter gewinnen konnten“, sagt Norman Schaaf, Geschäftsführer der CELLS Bauwelt GmbH.

Langfristige Lösung mit RTL

Stephan Schmitter und Jan Trenn, Geschäftsführer der RTL Radio Center Berlin GmbH, ergänzen: „Wir sind sehr glücklich, dass wir gemeinsam mit CELLS Bauwelt eine langfristige Lösung für den Verbleib im Ku‘damm-Karree gefunden haben. Mit dem bevorstehenden Umzug in die komplett neuen Geschäftsräume in der Uhlandstraße bietet sich uns die Chance, unser Unternehmen fit für die neuen Formen des Arbeitens im digitalen Zeitalter zu machen und gleichzeitig unseren Mitarbeitern und Kunden weiterhin ein gemeinsames Arbeiten an diesem attraktiven City-Standort zu ermöglichen. Die bisherige Zusammenarbeit zur  Vorbereitung des Umzugs hat uns davon überzeugt, mit CELLS Bauwelt den richtigen Partner für dieses Vorhaben gefunden zu haben.“

Kudamm Karree bleibt Museums- und Theaterstandort

Das Ku’damm-Karree wird auf Basis der Entwürfe des renommierten Architekten Prof. Jan Kleihues mit umfangreichen Bau- und Sanierungsmaßnahmen neu belebt und zu einem urbanen, gemischt genutzten Quartier entwickelt. Das bestehende kulturelle Angebot trägt wesentlich zur Attraktivität des Gebäudekomplexes bei. Daher ist als Ergänzung zu Gastronomie, Arbeiten und Shopping auch zukünftig ein Theater- und Museumsbetrieb im Ku’damm-Karree vorgesehen.

Die CELLS Group wurde bei der Vermietung von der Wirtschaftskanzlei GSK STOCKMANN und RTL durch Wollmann & Partner Rechtsanwälte mbB juristisch beraten.

Mehr Informationen: Cells Group: www.cells-group.com

Investition in den Kundenservice: Sky Service Center eröffnet in Berlin

In Kreuzberg entsteht im ehemaligen Postscheckamt ein hochmodernes Sky Service Center. Damit investiert das Entertainment-Unternehmen umfangreich und nachhaltig in seinen Kundenservice und schafft Arbeitsplätze: In den nächsten zwei Jahren sollen bis zu 300 neue Jobs im Sky Service Center entstehen. Vermieter ist die CG GRUPPE AG die in dem Haus eigentlich Wohnungen entwickeln will. Aufgrund der andauernden Verzögerungen im Bebauungsplanverfahren wurde nun eine gewerbliche Zwischennutzung umgesetzt.

Im Bereich Kundenservice ist das neue Center bereits der zweite Sky Standort im Berliner Raum. Schon seit 2012 betreibt Sky ein erfolgreiches Service Center in Teltow. Dieser Erfolg hat den Grundstein zur Erweiterung in Berlin geebnet. Beide Center werden von der Sky Deutschland Customer Center GmbH, einer 100-prozentigen Tochter von Sky Deutschland, unter der Leitung von Claudia Hammes geführt.

Neues Sky Service Center ist ein klares Bekenntnis zum Standort Berlin

Carsten Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung von Sky Deutschland: „Ein ausgezeichneter Kundenservice ist mehr denn je Dreh- und Angelpunkt für unseren Erfolg. Mit der Eröffnung des neuen Berliner Service Center können wir jetzt noch besser auf die Belange unserer Abonnenten fokussieren und damit unser weiteres Wachstum nachhaltig unterstützen. Das umfangreiche Investment schafft zudem neue Arbeitsplätze und ist ein klares Bekenntnis zum Standort Berlin.“

Claudia Hammes, Geschäftsführerin der Sky Deutschland Customer Center GmbH: „Mit der zentralen Lage, den modernen Arbeitsplätzen und einem grandiosen Ausblick auf die Hauptstadt bieten wir ein attraktives Arbeitsumfeld im Herzen von Berlin. Unsere neuen Kollegen können sich auf sehr gute Weiterentwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten freuen. In Teltow ist es uns in den letzten Jahren gelungen, Kompetenz in Verbindung mit einer hohen Mitarbeiterzufriedenheit aufzubauen. Genau dasselbe haben wir uns für den neuen Standort in Berlin zum Ziel gesetzt.“

Hochmoderne, zentrale Arbeitsplätze auf mehr als 4.000 Quadratmetern über den Dächern Berlins

Die Eckdaten des neuen Service Centers können sich sehen lassen:

  • Hochmoderne, ergonomische Arbeitsplätze auf mehr als 4.000 Quadratmetern über den Dächern Berlins
  • In den nächsten zwei Jahren: Ausbau auf bis zu 300 neue Arbeitsplätze
  • Attraktive Weiterentwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten für engagierte Mitarbeiter
  • Stilvoll gestaltete Loungebereiche für Mitarbeiter
  • Adresse: Postbank Tower Berlin, Hallesches Ufer 60, 10963 Berlin-Kreuzberg

Derzeit läuft die Recruiting-Phase für den neuen Standort. Bewerber können sich hier über aktuelle Stellenangebote informieren.

Mit rund 5,2 Millionen Kunden und einem Jahresumsatz von über 2 Milliarden Euro gehört Sky in Deutschland und Österreich zu den führenden Entertainment-Unternehmen. Das Programmangebot besteht aus Live-Sport, Spielfilmen, Serien, Kinderprogrammen und Dokumentationen. Sky Deutschland mit Hauptsitz in Unterföhring bei München ist Teil von Europas führender Unterhaltungsgruppe Sky plc. 23 Millionen Kunden in sieben Ländern sehen die exklusiven Programme von Sky, wann immer und wo immer sie wollen.

Berliner S-Bahn und Senat sehen keine Notwendigkeit für S-Bahn WLAN

Eine schlechte Nachricht für Internetnutzer: Der Senat plant keine Einrichtung eines WLAN-Netzes in den Berliner U- und S-Bahntunneln.

Ob mal kurz etwas im Internet recherchieren, in den sozialen Netzwerken stöbern oder die neuesten Nachrichten lesen – heute benutzt fast jeder das Internet, vor allem während längerer Bahnfahrten! Leider wurde nun beschlossen, dass es auch  weiterhin kein WLAN für S-Bahnfahrgäste geben soll.

Auch künftig kein WLAN in den S-Bahntunneln

Denn die Berliner S-Bahn sieht nach wie vor keinen Bedarf für WLAN auf den Bahnhöfen – zum Ärgernis der Fahrgäste. Auch der Senat plant kein WLAN-Netzwerk für die Berliner U- und S-Bahnhöfen. Laut dem Verkehrssekretär, Jens-Holger Kirchner, obliegen derartige Ausrüstungen den Betreibern der Anlagen in eigener Verantwortung.

„Wir haben in Berlin eine hervorragende Netzabdeckung in 3G und 4G-Qualität, da gibt es eigentlich keine Probleme mit dem Surfen im Internet“, äußerte sich Berlins S-Bahnchef Peter Buchner zum Thema WLAN in den S-Bahntunneln. Der verkehrspolitische Sprecher der Grünen, Stefan Gelbhaar, kann diese Abstinenz jedoch nicht verstehen und sagt: „Auch Menschen, die kein Geld für teure Daten-Flatrates haben, sollten in der Stadt Zugang zum Internet haben“. Während die Berliner S-Bahn weiterhin keine Notwendigkeit für WLAN an den Bahnhöfen sieht, hat die BVG schon in den meisten U-Bahnhöfen kostenlosen Internetzugang eingerichtet.

Kostenloses WLAN in fast allen Berliner U-Bahnhöfen

Auch wenn die S-Bahn kein WLAN-Netzwerk für ihre Fahrgäste einrichten will, können sich die U-Bahnfahrgäste dennoch freuen. Denn nahezu in allen U-Bahnhöfen gibt es mittlerweile WLAN-Zugang. Mitte 2016 hat die BVG nämlich begonnen, die U-Bahnhöfe mit kostenlosem Internetzugang auszustatten. Ende 2018 sollen alle 173 Berliner U-Bahnhöfe mit kostenlosen WLAN versorgt werden. Inzwischen sind es schon 170 Bahnhöfe. Es fehlen lediglich noch die Bahnhöfe Bismarckstraße, Schlossstraße und Rathaus Steglitz, weil dort umfangreiche Bauarbeiten stattfinden. Nach Abschluss der Bauarbeiten soll auch dort WLAN eingerichtet werden.

Laut dem BVG-Sprecher, Markus Falkner, soll bis Ende dieses Jahres nicht nur WLAN in allen Berliner U-Bahnhöfe eingerichtet werden, sondern die Kapazitäten sollen so ausgebaut werden, dass das WLAN-Netzwerk weitgehend flächendeckend ist. So sollen die Fahrgäste auch in den Treppenbereichen und in den Zwischenebenen WLAN-Empfang haben. Gerade für die U-Bahnfahrgäste ist dies wichtig. Denn die Tunneldecken verhindern oft einen guten Empfang, sodass auf dem Smartphone immer nur „E“ für EDGE angezeigt wird. Hat man nur eine „E“-Verbindung, ist die Datenübertragungsrate gering.

BVG Wi-Fi

Rund fünf Millionen Euro hat das landeseigene Verkehrsunternehmen für die WLAN-Ausstattung investiert. Für die Benutzung des kostenlosen Internetzugangs müssen sich die Fahrgäste nicht registrieren. Die Nutzer müssen lediglich den WLAN-Empfang auf ihrem Smartphone aktivieren und das Netz „BVG Wi-Fi“ wählen. Anschließend wird automatisch die Login-Seite aufgerufen, auf der die Fahrgäste die Nutzungsbedingungen bestätigen müssen. Bis zu 800 Nutzer können mit dem kostenlosen Internet versorgt werden.

„Die Berliner S-Bahn sollte sich in Sachen WLAN ein Beispiel an ihrer Konzernmutter, der Deutschen Bahn, und auch an den Berliner Verkehrsbetrieben nehmen“, so Verkehrspolitiker Gelbhaar. Denn die Menschen wollen insbesondere an den Stationen nachschauen, wann der nächste Bus oder die nächste Bahn kommt und, welche anderen Transportmöglichkeiten es noch in der Nähe gibt, falls die Bahn oder der Bus mal ausfällt. (dn)

Veranstaltungen

„Fake News“ und Reputation

Nicht nur die Politik, sondern auch Unternehmen geraten in das Visier von „Fake News“.

Hintergrundrecherchen sind dabei ein wichtiger Bestandteil im Umgang mit inflationär verwendeten Behauptungen und kritischen Stimmungslagen im Web und den Sozialen Medien. Informationen und Fakten werden aussagekräftiger, wenn wir sie in den richtigen Kontext setzen können. Dafür müssen Sie wissen, welche Tipps, Tricks und Tools Sie ganz einfach ohne spezielle Software nutzen können, um die Faktenlage zu verifizieren und entsprechend aufzubereiten.

Zum Einstieg erfahren die Teilnehmer, aus welchen Motiven falsche Behauptungen über die Sozialen Netzwerke verbreitet werden. Im nächsten Schritt lernen sie Fakes im Netz zu erkennen und den Urhebern auf die Spur zu kommen. Der Referent vermittelt Grundtechniken des Monitorings und der Verifikation. Darüber hinaus gibt er einen Einblick in die Techniken, wie man User, Influencer und Botschafter mit ganz speziellen Interessen, Fähigkeiten und Know-how finden kann.

(Anmeldung erforderlich und gebührenpflichtig)

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