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„Immer noch sehr sexy, aber nicht mehr ganz so arm“

Im Gespräch mit Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin


Zum neuen Jahr sprach die BERLINboxx mit dem Regierenden Bürgermeister über Berlins Image, Erfolge und Herausforderungen der vergangenen zwei Jahre, die aktuelle angespannte Lage des Wohnungsmarktes sowie Berlins wirtschaftliche Entwicklung.

Herr Müller, es ist Halbzeit für die rot-rot-grüne Koalition in Berlin. Wie sieht Ihr Zwischenfazit aus? Was waren Erfolge? An welchen Punkten hakt es noch? Und was haben Sie sich für die zweite Halbzeit vorgenommen?

Ab Februar 2019 sind wir in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode. Wir werden dann in einer Klausur die Schwerpunkte durchgehen und miteinander verabreden, wo wir auf dem begonnenen Weg weitergehen und wo es notwendig ist, nachzusteuern oder neue Initiativen zu ergreifen.

Unbestreitbar gibt es ja sichtbare Erfolge wie zum Beispiel die Ansiedlung von Siemens, verbunden mit einer Investition von 660 Millionen Euro oder unseren großartigen Erfolg bei der Exzellenzinitiative. Sieben von neun Clustern, die wir im Rennen hatten, sind aufgenommen worden. Das ist bundesweite Spitze. Und nicht zu vergessen ist auch, dass wir einen so großen Investitionshaushalt haben wie nie zuvor.

Berlin wächst, der Wirtschaftstrend ist positiv. Lange war Berlin „arm aber sexy“. Wie sollte der Slogan heute lauten?

Es ist schwierig, diese Stadt mit einem griffigen Slogan zu versehen. Berlin macht eine so grundlegende Entwicklung durch, dass das nicht mehr mit einem Einzeiler zu fassen ist. Wir entwickeln uns zu einem Wissenschafts- und Gesundheits-Hotspot, wir sind Start-up-Hauptstadt, wir wollen zeigen, wie Digitalisierung und Arbeit, also die 4. Industrielle Revolution gut funktioniert. Alles das ist Berlin und natürlich noch viel mehr. Schon be Berlin, die Dachmarke der Stadt, hat ja deutlich gemacht, dass man in Berlin seine Ideen verwirklichen kann und dass das alles zusammen die Hauptstadt ausmacht. Man könnte sagen: Immer noch sehr sexy, aber nicht mehr ganz so arm!

Stichwort Verdrängung: Wie kann verhindert werden, dass die Berliner Mischung zerstört und der „Otto-Normal-Berliner“ aus den innerstädtischen Kiezen verdrängt wird?

Wohnen ist eine Frage der sozialen Sicherheit. Deshalb wird der Senat weiterhin mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, zum Beispiel der Mietpreisbremse oder dem Neubau durch städtische

Wohnungsbaugesellschaften, für genügend bezahlbaren Wohnraum in der Stadt sorgen. Natürlich möchte jeder Berliner und jede Berlinerin, auch die Neuberlinerinnen und Neuberliner am liebsten in unmittelbarer Nähe zu Alexanderplatz, Kudamm oder der Schlossstraße wohnen. Der Druck auf innerstädtische Quartiere ist deshalb enorm hoch. Wir setzen uns darum im Bundesrat unter anderem für eine Verschärfung der Mietgesetzgebung ein. So wollen wir zum Beispiel, dass die Modernisierungsumlage weiter auf höchstens sechs Prozent gesenkt wird. Auch bei Gewerbemieten macht Berlin Vorschläge im Bundesrat, die den Anstieg abmildern können.

Zusammen mit den Bezirken wollen wir den spekulativen Kauf von Häusern, Grundstücken oder Wohnungen möglichst unterbinden. Ich habe gesagt, wir kaufen jedes Grundstück oder Wohnhaus, das uns der Bund, der ja über einige Immobilien in Berlin verfügt, anbietet. Dazu stehe ich. Weiterhin möchten wir kommunale Baugrundstücke nur noch in Erbbaurecht an sozial orientierte Bauträger vergeben. Sollten Private die Bedingungen für sozialen Wohnungsbau erfüllen, können auch sie zum Zuge kommen.

Alles das soll dafür sorgen, dass Wohnen in Berlin bezahlbar bleibt. Es ist jedoch, wie in allen anderen großen Städten so, dass der Druck auf den Wohnungsmarkt trotz dieser Maßnahmen zunimmt, insbesondere dadurch, dass seit einigen Jahren und immer noch jedes Jahr mehr als 40.000 Menschen in diese Stadt ziehen.

Eine Randbebauung des Tempelhofer Feldes zur Schaffung von Wohnraum ist wieder im Gespräch. Die SPD hat sich jüngst dafür ausgesprochen. Wäre damit der Volksentscheid von 2014 gekippt? Viele haben sich gegen eine Bebauung ausgesprochen, da sie befürchteten, das Tempelhofer Feld werde zubetoniert. Sind die Ängste begründet? Und kann sich Berlin eine Freifläche wie diese überhaupt noch leisten, während die Stadt gleichzeitig unter steigenden Miet- und Kaufpreisen für Gewerbe-, Büro- und Wohnflächen ächzt?

Es gibt ein Gesetz, das klar definiert, was auf dem Tempelhofer Feld geht und was nicht. Aber eine Ewigkeitsgarantie für Gesetze gibt es auch nicht. Durch das Parlament oder einen Volksentscheid können Gesetze geändert werden. Ich gehe davon aus, dass mit dem Druck, der weiterhin im Wohnungsmarkt besteht, die Diskussion um eine mögliche Randbebauung am Tempelhofer Feld, genauso wie um die Elisabeth-Aue wieder beginnt. Ich denke, das wird zum Ende der Legislaturperiode oder in der nächsten der Fall sein. Wer sich mit der Wohnungssituation in der Stadt ernsthaft auseinandersetzt, muss alle Möglichkeiten prüfen können, ohne Denkverbote. Das sind wir den Berlinerinnen und Berlinern schuldig.

Die Digitalisierung schreitet unaufhörlich voran. Gleichzeitig wird etwa der Berliner Verwaltung vorgeworfen, sie sei noch zu analog. Wieso geht es an dieser Stelle nicht voran?

In der letzten Legislaturperiode ist hier nicht genug geschehen. Das war der Grund, warum wir im Dezember 2016 die Staatssekretärin für Informations- und Kommunikationstechnik ernannt haben. Seitdem geht es voran, aber es ist eben nicht so, dass von einem Tag auf den anderen jede Dienstleistung elektronisch verfügbar ist und wir in papierlosen Büros arbeiten. Alleine die unterschiedlichen Standards in den Behörden, vom Bürgeramt bis zur Senatskanzlei, stellen eine große Herausforderung dar. Der Anfang ist aber gemacht. Mit dem E-Government-Gesetz, das 2016 beschlossen wurde, haben wir das IT Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ) zum zentralen Betreuer aller IT-Systeme in den einzelnen Behörden gemacht. Das ITDZ hat momentan rund 700 Mitarbeiter. Für 2019 sind 140 neue Stellen dort bewilligt und in fünf Jahren werden es bis zu 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein.

Man muss aber auch wissen, der Arbeitsmarkt für IT-Fachleute ist sehr umkämpft. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden, ist eine Herausforderung. Insbesondere auch deshalb, weil Berlin nicht das einzige Bundesland ist, das die Digitalisierung vorantreiben will. Trotzdem herrscht hier kein Stillstand. Vieles bei der Umstellung zum E-Government spielt sich erstmal nicht sichtbar für die Bürgerinnen und Bürger ab. An einigen wenigen Stellen ist es aber schon konkret: Seit März 2018 haben wir das Servicekonto eingerichtet, für das sich jeder Bürger registrieren kann. Da geht es darum, alle Onlinedienstleistungen für alle Berlinerinnen und Berliner einheitlich und personalisiert verfügbar zu machen. Jetzt haben wir mit der Ausstellung der Anwohner-Parkvignette und der Beantragung des Kita-Gutscheins begonnen. Langfristig werden dies rund 100 Onlinedienstleistungen sein.

Wie kann es sein, dass Ansiedlungen wie die der Google-Stiftung in Kreuzberg durch Anwohner und Initiativen zunichte gemacht werden? Kann Berlin sich so etwas leisten und kann das abschreckend auf zukünftige Unternehmensplanungen wirken? Wie lässt sich die Weltoffenheit Berlins erhalten?

Am Ende ist es die Entscheidung des Unternehmens gewesen, den Campus dort nicht einzurichten. Gleich zu sagen, dass die Politik schuld ist, ist etwas zu einfach. Was Politik tun muss, ist die Bedingungen dafür zu schaffen, dass beides möglich ist: Erhalt der Kieze und gleichzeitig Offenheit für Neues. Ich war im letzten Jahr dort und habe mir das Konzept zeigen lassen, das aus meiner Sicht tragfähig und spannend war und gut zu Berlin, auch nach Kreuzberg, gepasst hätte. Insofern bedauere ich die Unternehmensentscheidung, glaube aber nicht, dass damit andere abgeschreckt werden, in die Stadt zu kommen und hier zu investieren. Die Zahlen sprechen dagegen. Die Wirtschaft wächst, die Arbeitslosigkeit schrumpft. Die seit vier Jahren anhaltende Phase der Hochkonjunktur erweist sich als stabil. Das wirtschaftliche Wachstum lag 2017 bei 3,1 Prozent. Für 2018 wird ein ähnlicher Wert prognostiziert. Berlin hat weiterhin von allen Bundesländern das höchste Beschäftigungswachstum. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr gut 41.000 Neugründungen, rund 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Das ist bundesweite Spitze. In Berlin werden fast so viele neue Digitalunternehmen gegründet wie in Hamburg und München zusammen. Seit vier Jahren entsteht im Schnitt alle 20 Stunden ein neues Digitalunternehmen. Und wir sind immer noch Start-up-Hauptstadt. (cr)

Andreas Schrobback: Darum ist Pressefreiheit wichtig

Alljährlich lädt die Berliner Pressekonferenz Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Medien zum traditionellen Spargelessen ein.  Zum 100-jährigen Jubiläum des Vereins hatte er rund 150 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Medien ins Restaurant „Hugos“ geladen. Doch die Veranstaltung ist mehr als ein Get-Together von wichtigen Vertretern Berlins. Um die Verankerung der Pressefreiheit ging es schon vor 100 Jahren, als die Berliner Pressekonferenz gegründet wurde – das Thema ist weiterhin hochaktuell. So lädt Thomas Klein, Vorsitzender der Berliner Pressekonferenz, jedes Jahr einen Ehrengast ein, der seine Sicht auf das Thema darlegt.

Fanal für die Pressefreiheit

Can Dündar, ehemaliger Chefredakteur der türkischen Zeitung „Cumhuriyet“, war Ehrengast der diesjährigen Veranstaltung. Der 56-Jährige wurde 2015 in der Türkei der Spionage und des Landesverrats angeklagt. Die Strafandrohung liegt für ihn bei mehreren Jahren Haft. Aktuell lebt er daher in Deutschland.

„Wenn sich in der Türkei so viele wertvolle Journalisten an einem Ort treffen wollen würden, müsste das wahrscheinlich im Gefängnis stattfinden“, so Dündar. „Seien Sie solidarisch mit den Kollegen, die in der Türkei um die Meinungsfreiheit kämpfen“, forderte er die Anwesenden auf. Dündar hofft, dass er eines Tages mit seinen Kollegen in einer freien Türkei zusammen kommen könne. Nach seinem Plädoyer für Meinungs- und Pressefreiheit erhielt der Journalist minutenlange Standing Ovations von den anwesenden Gästen.

 

Mit standing ovations gefeiert: Ehrengast Can Dündar, ehemaliger Chefredakteur der türkischen Zeitung „Cumhuriyet“ | Foto: Charles Yunck

Mit Standing Ovations gefeiert: Ehrengast Can Dündar, ehemaliger Chefredakteur der türkischen Zeitung „Cumhuriyet“ | Foto: Charles Yunck

 

Das hohe Gut der Pressefreiheit

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller betonte in seiner Rede, dass man es bewusst als Glück zu empfinden sollte, „dass wir so offen und frei zusammen leben können“. Die Staatsministerin für Kultur, Monika Grütters, lobte aus diesem Grund auch das einmalige Format der Selbstorganisation von Journalisten in der Berliner Pressekonferenz.

Andreas Schrobback, Gründer und Geschäftsführer der AS Unternehmensgruppe, ist seit Jahren Förderer der traditionsreichen Journalistenvereinigung „Berliner Pressekonferenz“. „Gerade wenn in unseren Nachbarländern die Pressefreiheit eingeschränkt wird, ist es doch umso mehr unsere Pflicht, das hohe Gut der Pressefreiheit hochzuhalten“, so Schrobback. „Aus diesem Grund ist es mir ein persönliches Anliegen, die Berliner Pressekonferenz in ihrem Wirken zu unterstützen.“

Andreas Schrobback (l.) gemeinsam mit Raed Saleh, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, beim letztjährigen Event | Foto: Dirk Lässig

(red)

100 Jahre Berliner Pressekonferenz: Fanal für die Pressefreiheit

Um die Verankerung der Pressefreiheit ging es schon vor 100 Jahren, als die Berliner Pressekonferenz gegründet wurde – das Thema ist weiterhin hochaktuell. Der Vorsitzende der Berliner Pressekonferenz, Thomas Klein, hatte zum 100-jährigen Jubiläum der Berliner Pressekonferenz Can Dündar, den ehemaligen Chefredakteur der türkischen Zeitung „Cumhuriyet“, als Ehrengast ins Restaurant „Hugos“ im 14. Stock des Hotels „Intercontinental“ an der Budapester Straße geladen. Der 56-Jährige, der aktuell in Deutschland lebt, wurde 2015 in der Türkei der Spionage und des Landesverrats angeklagt. Die Strafandrohung liegt für ihn bei mehreren Jahren Haft.

„Wenn sich in der Türkei so viele wertvolle Journalisten an einem Ort treffen wollen würden, müsste das wahrscheinlich im Gefängnis stattfinden“, so Dündar. „Seien Sie solidarisch mit den Kollegen, die in der Türkei um die Meinungsfreiheit kämpfen“, forderte er die Anwesenden auf und äußerte die Hoffnung, dass man eines Tages in einer freien Türkei zusammen kommen könne. Nach seinem flammenden Plädoyer für Meinungsfreiheit, das Recht auf kritische Berichterstattung und eine freie Presse erhielt der Journalist minutenlange standing ovations von den anwesenden Gästen aus der Berliner Politik, Wirtschaft und natürlich den Medien.

 

Mit standing ovations gefeiert: Ehrengast Can Dündar, ehemaliger Chefredakteur der türkischen Zeitung „Cumhuriyet“ | Foto: Charles Yunck

Mit standing ovations gefeiert: Ehrengast Can Dündar, ehemaliger Chefredakteur der türkischen Zeitung „Cumhuriyet“ | Foto: Charles Yunck

 

Politiker loben die Pressekonferenz als Instanz der Pressefreiheit

„Es ist erschreckend, dass so etwas in einem befreundeten Land passiert“, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und warb darum, es bewusst als Glück zu empfinden, „dass wir so offen und frei zusammen leben können“. Zu den Gratulanten zum 100-jährigen Jubiläum zählte auch Kulturstaatsministerin Monika Grütters, die das im internationalen Vergleich einmalige Format der Selbstorganisation von Journalisten lobte und frei nach Voltaire zitierte: „Ich mag verdammen was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“

 

Kulturstaatsministerin Monika Grütters attestierte der Berliner Pressekonferenz ein ausgeprägtes journalistisches Selbstbewusstsein „sich zur Feier dieses Jubiläums auch Redner aus der Politik auf die Bühne zu holen.“ Foto: Charles Yunck

Kulturstaatsministerin Monika Grütters attestierte der Berliner Pressekonferenz ein ausgeprägtes journalistisches Selbstbewusstsein „sich zur Feier dieses Jubiläums auch Redner aus der Politik auf die Bühne zu holen.“ | Foto: Charles Yunck

 

Aus Sicht von Thomas Klein gehören Demokratie und eine freie Presse unweigerlich zusammen. „Dass wir aktuell immer noch über Themen wie Presse- und Meinungsfreiheit sprechen müssen, hätten wir uns nicht träumen lassen.“ Doch auch der digitale Umbruch ist für den Qualitätsjournalismus nicht nur Chance, sondern ebenso eine Herausforderung. „In Zeiten von Facebook, Newsfeeds und Fake News braucht es engagierte Journalisten, die sich für eine unabhängige und qualitätsvolle Berichterstattung einsetzen“, so Klein.

 

Gastgeber Thomas Klein (l.) neben dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller und dem Unternehmer Nadir Guediri (r.), COPRO Projektentwicklungs GmbH | Foto: Charles Yunck

Gastgeber Thomas Klein (l.) neben dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller und dem Unternehmer Nadir Guediri (r.), COPRO Projektentwicklung GmbH | Foto: Charles Yunck

 

Spargelessen mit langer Tradition

Das traditionelle Spargelessen der Berliner Pressekonferenz ist das Frühlings-Highlight im Terminkalender der Top-Entscheider Berlins. Dementsprechend hoch war die Dichte an Senatoren und wichtigen Repräsentanten der Berliner Wirtschaft. An den lebhaften Tischgesprächen nahmen neben den Senatsmitgliedern Regine Günther, Dilek Kolat, Katrin Lompscher, Andreas Geisel und Ramona Pop, Landessportbundpräsident Klaus Böger, Lotto-Vorstand Marion Bleß, Handelsverbandschef Nils Busch-Petersen, Polizeipräsidentin Barbara Slowik, Rabbiner Yehuda Teichtal, Abgeordnetenhauspräsident Ralf Wieland, Erzbischof Heiner Koch und der frühere Regierende Bürgermeister Walter Momper teil.

 

Investor Dr. Harry van Caem mit Bausenatorin Lompscher | Foto: Charles Yunck

Investor Dr. Harry van Caem mit Bausenatorin Lompscher | Foto: Charles Yunck

 

Neben Medienprominenz wie Gaby Papenburg, Ulrich Meyer oder Christine Richter, zukünftige Chefredakteurin der Berliner Morgenpost, waren zahlreiche Größen aus der Wirtschaft wie Carsten Heinrich vom Immobilien-Branchenprimus Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate, Andreas Knierim, Berliner Zoo, Hartmut Engler, Gegenbauer Unternehmensgruppe, Nadir Guediri, COPRO Projektentwicklung GmbH, Charité-Vorstand Karl Max Einhäupl, Bernhard Hansen, SSN Group, Herbert Dzial, HD Gruppe, Susanne Tattersall, Tattersall•Lorenz, und der niederländische Investor Dr. Harry van Caem gekommen. (ak)

 

Engagiert in Berlin: SSN Group Deutschlandchef Bernhard Hansen mit dem Regierenden Bürgermeister | Foto: Charles Yunck

Engagiert in Berlin: SSN Group Deutschlandchef Bernhard Hansen mit dem Regierenden Bürgermeister | Foto: Charles Yunck

Buy&Build Investments ist Consulting Firm of the Year

The M&A Advisor, die führende Fachpublikation der amerikanischen Private Equity Industry,  kürt das luxemburgische Unternehmen Buy & Build Investments S.A. zur Consulting Firm of the Year. Mit ihrem europaweit einzigartigen Geschäftsmodell und ihrer Beratungskompetenz in der Digitalbranche, konnte Buy & Build Investments die internationale Fachjury überzeugen.

Bereits in der vergangenen Woche wurden die Gewinner des diesjährigen US-amerikanischen 10th Annual International M&A Awards bekanntgegeben. Dabei konnten sich die drei Buy & Build Gründungspartner Joachim Oehler, Tilman Au und Philipp v. Stülpnagel in der Kategorie „Beratungsfirma des Jahres“ erfolgreich gegenüber der internationalen Konkurrenz behaupten.

Plattformen schaffen Marktvorteil

„Unser Geschäftsmodell grenzt sich deutlich von klassischen Buy&Build Ansätzen ab,  bei denen lediglich Zukäufe zu einem Core-Target getätigt werden. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Brücken zwischen Investoren und inhabergeführten Digitalunternehmen zu schlagen. Durch aktives Integrationsmanagement beschleunigen wir das Zusammenwachsen einer Plattform massiv. Dass unser Engagement mit dem wichtigen Branchenpreis ausgezeichnet wird, ist für uns Bestätigung und Ansporn zugleich“, so Tilman Au, Gründungspartner von Buy & Build Investments.

Wie der Name es bereits vermuten lässt, steht das Unternehmen für aktives Buy & Build Management: Markt- oder regional führende Unternehmen werden zu einer Plattform gebündelt. Als Plattform erhöht sich für die einzelnen Unternehmen beispielsweise die Wettbewerbsfähigkeit und die bundesweite Marktposition. Ein Investor finanziert den Zusammenschluss. Obwohl die Gründer und Inhaber den Großteil ihrer Anteile veräußern, bleiben sie mit einer Rückbeteiligung an der neuen Plattform beteiligt. Außerdem gestalten sie diese auch weiterhin aktiv mit.

Gründungspartner seit über 20 Jahren in der Digitalbranche aktiv

Bereits seit über 20 Jahren erweitern die Buy & Build Investments Gründer ihre herausragende unternehmerische Expertise in der Digitalindustrie: Joachim Oehler begleitete bei Pixelpark mit Paulus Neef und Michael Riese das Wachstums über Buy&Build-Aktivitäten in seiner Rolle als Unternehmensberater.

Tilman Au und Philipp von Stülpnagel gründeten Mitte der 90er Jahre Digitalagenturen und brachten diese 2011 in die vom Finanzinvestor EQT finanzierte United Digital Group (UDG) ein. 2013 folgte – noch in Zusammenarbeit mit Michael Riese – der Launch der Performance Interactive Alliance (PIA) mit dem Private Equity Investor Equistone. Gemeinsam mit dem Münchner Private Equity Haus Emeram Capital Partners realisierte Buy & Build Investments 2015 die diva-e Gruppe. Beide Plattformen stehen im aktuellen Ranking der deutschen Digitalindustrie auf Platz 5 (PIA) und Platz 4 (diva-e).

Buy & Build Investments war maßgeblich an der Realisierung aller relevanten Plattformen (UDG, PIA und diva-e) in Deutschland in den vergangenen Jahren in verschiedenen Rollen und Funktionen beteiligt. Die Transaktionsvolumina bewegten sich dabei jeweils im dreistelligen Millionenbereich. Den Award erhält das Team laut Auszeichnung vor allem für seine Funktion als Wegbereiter in diesem Branchensegment.

The M&A Advisor kürt Consulting Firm of the Year im Juni

Die zunehmend internationale Anerkennung ist eine Bestätigung der Pionierarbeit der Buy & Build Investments. Bereits im Januar referierte Tilman Au als einziger deutscher Experte auf der JEGI Media & Technology Conference in New York zu den europäischen M&A Perspektiven im Digitalmarkt. Auch auf dem Forum „Connecting Start-up Cities“ der Asia-Pacific-Week in Berlin war die Buy & Build Investments vertreten.

Der US-amerikanische Global Corporate Growth Summit ist ein exklusives Forum, das sich ausschließlich an Führungskräfte der Technologiebranche, Technologie-Innovatoren, M & A-Geschäftsleute, Unternehmensentwickler, Investment- und Finanzfachleute richtet. Jährlich werden im Rahmen des Summit‘s bedeutende Auszeichnungen wie der International M&A Award vergeben. Der Initiator The M&A Advisor war das erste dedizierte Medienunternehmen, das Einblicke in die internationale Geschäftswelt von Fusionen und Übernahmen gab. Mittlerweile ist The M&A Advisor das weltweit führende Netzwerk von M&A-, Turnaround- und Finanzfachleuten. Verliehen wird die renommierte Auszeichnung am 18. Juni im Steelcase Penthouse und Princeton Club in New York City. Auf der Gala werden rund 500 internationale namhafte Geschäftsleute und zahlreiche führende Media- und M&A Experten sowie Akademiker erwartet. (uc)

Kudamm Karree: CELLS Group vermietet Büroflächen an RTL Radio Center Berlin

Die CELLS Group hat rund 3.000 Quadratmeter Büroflächen im „Ku’damm-Karree“ in Berlin langfristig an die RTL Radio Center Berlin GmbH vermietet. Unter anderem werden die vier Radiosender „104.6 RTL“, „JamFM“, „105‘5 Spreeradio“ und „RTL Radio – Deutschlands Hitradio“ in das achte Obergeschoss des Komplexes in der Uhlandstraße 30-32 ziehen.

Liveradio aus dem Büroturm des Kudamm Karrees

Der im Rahmen des Mietvertrags vereinbarte Umbau der Büroflächen beginnt ab sofort, der Umzug des Mieters in die neuen Flächen wird dann planmäßig im zweiten Quartal 2019 erfolgen. Aktuell mietet das RTL Radio Center Berlin Flächen im ebenfalls zum „Ku’damm-Karree“ gehörenden Büroturm am Kurfürstendamm 207-208 und sendet live aus den dortigen Radiostudios.

„Wir sehen in dem erfolgten Abschluss des Mietvertrags einen Beleg für die hohe Standort- und Objektqualität des Ku’damm-Karrees sowie eine weitere Bestätigung der geplanten Umbaumaßnahmen. Es freut uns sehr, dass wir RTL erneut als Mieter gewinnen konnten“, sagt Norman Schaaf, Geschäftsführer der CELLS Bauwelt GmbH.

Langfristige Lösung mit RTL

Stephan Schmitter und Jan Trenn, Geschäftsführer der RTL Radio Center Berlin GmbH, ergänzen: „Wir sind sehr glücklich, dass wir gemeinsam mit CELLS Bauwelt eine langfristige Lösung für den Verbleib im Ku‘damm-Karree gefunden haben. Mit dem bevorstehenden Umzug in die komplett neuen Geschäftsräume in der Uhlandstraße bietet sich uns die Chance, unser Unternehmen fit für die neuen Formen des Arbeitens im digitalen Zeitalter zu machen und gleichzeitig unseren Mitarbeitern und Kunden weiterhin ein gemeinsames Arbeiten an diesem attraktiven City-Standort zu ermöglichen. Die bisherige Zusammenarbeit zur  Vorbereitung des Umzugs hat uns davon überzeugt, mit CELLS Bauwelt den richtigen Partner für dieses Vorhaben gefunden zu haben.“

Kudamm Karree bleibt Museums- und Theaterstandort

Das Ku’damm-Karree wird auf Basis der Entwürfe des renommierten Architekten Prof. Jan Kleihues mit umfangreichen Bau- und Sanierungsmaßnahmen neu belebt und zu einem urbanen, gemischt genutzten Quartier entwickelt. Das bestehende kulturelle Angebot trägt wesentlich zur Attraktivität des Gebäudekomplexes bei. Daher ist als Ergänzung zu Gastronomie, Arbeiten und Shopping auch zukünftig ein Theater- und Museumsbetrieb im Ku’damm-Karree vorgesehen.

Die CELLS Group wurde bei der Vermietung von der Wirtschaftskanzlei GSK STOCKMANN und RTL durch Wollmann & Partner Rechtsanwälte mbB juristisch beraten.

Mehr Informationen: Cells Group: www.cells-group.com

Investition in den Kundenservice: Sky Service Center eröffnet in Berlin

In Kreuzberg entsteht im ehemaligen Postscheckamt ein hochmodernes Sky Service Center. Damit investiert das Entertainment-Unternehmen umfangreich und nachhaltig in seinen Kundenservice und schafft Arbeitsplätze: In den nächsten zwei Jahren sollen bis zu 300 neue Jobs im Sky Service Center entstehen. Vermieter ist die CG GRUPPE AG die in dem Haus eigentlich Wohnungen entwickeln will. Aufgrund der andauernden Verzögerungen im Bebauungsplanverfahren wurde nun eine gewerbliche Zwischennutzung umgesetzt.

Im Bereich Kundenservice ist das neue Center bereits der zweite Sky Standort im Berliner Raum. Schon seit 2012 betreibt Sky ein erfolgreiches Service Center in Teltow. Dieser Erfolg hat den Grundstein zur Erweiterung in Berlin geebnet. Beide Center werden von der Sky Deutschland Customer Center GmbH, einer 100-prozentigen Tochter von Sky Deutschland, unter der Leitung von Claudia Hammes geführt.

Neues Sky Service Center ist ein klares Bekenntnis zum Standort Berlin

Carsten Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung von Sky Deutschland: „Ein ausgezeichneter Kundenservice ist mehr denn je Dreh- und Angelpunkt für unseren Erfolg. Mit der Eröffnung des neuen Berliner Service Center können wir jetzt noch besser auf die Belange unserer Abonnenten fokussieren und damit unser weiteres Wachstum nachhaltig unterstützen. Das umfangreiche Investment schafft zudem neue Arbeitsplätze und ist ein klares Bekenntnis zum Standort Berlin.“

Claudia Hammes, Geschäftsführerin der Sky Deutschland Customer Center GmbH: „Mit der zentralen Lage, den modernen Arbeitsplätzen und einem grandiosen Ausblick auf die Hauptstadt bieten wir ein attraktives Arbeitsumfeld im Herzen von Berlin. Unsere neuen Kollegen können sich auf sehr gute Weiterentwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten freuen. In Teltow ist es uns in den letzten Jahren gelungen, Kompetenz in Verbindung mit einer hohen Mitarbeiterzufriedenheit aufzubauen. Genau dasselbe haben wir uns für den neuen Standort in Berlin zum Ziel gesetzt.“

Hochmoderne, zentrale Arbeitsplätze auf mehr als 4.000 Quadratmetern über den Dächern Berlins

Die Eckdaten des neuen Service Centers können sich sehen lassen:

  • Hochmoderne, ergonomische Arbeitsplätze auf mehr als 4.000 Quadratmetern über den Dächern Berlins
  • In den nächsten zwei Jahren: Ausbau auf bis zu 300 neue Arbeitsplätze
  • Attraktive Weiterentwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten für engagierte Mitarbeiter
  • Stilvoll gestaltete Loungebereiche für Mitarbeiter
  • Adresse: Postbank Tower Berlin, Hallesches Ufer 60, 10963 Berlin-Kreuzberg

Derzeit läuft die Recruiting-Phase für den neuen Standort. Bewerber können sich hier über aktuelle Stellenangebote informieren.

Mit rund 5,2 Millionen Kunden und einem Jahresumsatz von über 2 Milliarden Euro gehört Sky in Deutschland und Österreich zu den führenden Entertainment-Unternehmen. Das Programmangebot besteht aus Live-Sport, Spielfilmen, Serien, Kinderprogrammen und Dokumentationen. Sky Deutschland mit Hauptsitz in Unterföhring bei München ist Teil von Europas führender Unterhaltungsgruppe Sky plc. 23 Millionen Kunden in sieben Ländern sehen die exklusiven Programme von Sky, wann immer und wo immer sie wollen.

Berliner S-Bahn und Senat sehen keine Notwendigkeit für S-Bahn WLAN

Eine schlechte Nachricht für Internetnutzer: Der Senat plant keine Einrichtung eines WLAN-Netzes in den Berliner U- und S-Bahntunneln.

Ob mal kurz etwas im Internet recherchieren, in den sozialen Netzwerken stöbern oder die neuesten Nachrichten lesen – heute benutzt fast jeder das Internet, vor allem während längerer Bahnfahrten! Leider wurde nun beschlossen, dass es auch  weiterhin kein WLAN für S-Bahnfahrgäste geben soll.

Auch künftig kein WLAN in den S-Bahntunneln

Denn die Berliner S-Bahn sieht nach wie vor keinen Bedarf für WLAN auf den Bahnhöfen – zum Ärgernis der Fahrgäste. Auch der Senat plant kein WLAN-Netzwerk für die Berliner U- und S-Bahnhöfen. Laut dem Verkehrssekretär, Jens-Holger Kirchner, obliegen derartige Ausrüstungen den Betreibern der Anlagen in eigener Verantwortung.

„Wir haben in Berlin eine hervorragende Netzabdeckung in 3G und 4G-Qualität, da gibt es eigentlich keine Probleme mit dem Surfen im Internet“, äußerte sich Berlins S-Bahnchef Peter Buchner zum Thema WLAN in den S-Bahntunneln. Der verkehrspolitische Sprecher der Grünen, Stefan Gelbhaar, kann diese Abstinenz jedoch nicht verstehen und sagt: „Auch Menschen, die kein Geld für teure Daten-Flatrates haben, sollten in der Stadt Zugang zum Internet haben“. Während die Berliner S-Bahn weiterhin keine Notwendigkeit für WLAN an den Bahnhöfen sieht, hat die BVG schon in den meisten U-Bahnhöfen kostenlosen Internetzugang eingerichtet.

Kostenloses WLAN in fast allen Berliner U-Bahnhöfen

Auch wenn die S-Bahn kein WLAN-Netzwerk für ihre Fahrgäste einrichten will, können sich die U-Bahnfahrgäste dennoch freuen. Denn nahezu in allen U-Bahnhöfen gibt es mittlerweile WLAN-Zugang. Mitte 2016 hat die BVG nämlich begonnen, die U-Bahnhöfe mit kostenlosem Internetzugang auszustatten. Ende 2018 sollen alle 173 Berliner U-Bahnhöfe mit kostenlosen WLAN versorgt werden. Inzwischen sind es schon 170 Bahnhöfe. Es fehlen lediglich noch die Bahnhöfe Bismarckstraße, Schlossstraße und Rathaus Steglitz, weil dort umfangreiche Bauarbeiten stattfinden. Nach Abschluss der Bauarbeiten soll auch dort WLAN eingerichtet werden.

Laut dem BVG-Sprecher, Markus Falkner, soll bis Ende dieses Jahres nicht nur WLAN in allen Berliner U-Bahnhöfe eingerichtet werden, sondern die Kapazitäten sollen so ausgebaut werden, dass das WLAN-Netzwerk weitgehend flächendeckend ist. So sollen die Fahrgäste auch in den Treppenbereichen und in den Zwischenebenen WLAN-Empfang haben. Gerade für die U-Bahnfahrgäste ist dies wichtig. Denn die Tunneldecken verhindern oft einen guten Empfang, sodass auf dem Smartphone immer nur „E“ für EDGE angezeigt wird. Hat man nur eine „E“-Verbindung, ist die Datenübertragungsrate gering.

BVG Wi-Fi

Rund fünf Millionen Euro hat das landeseigene Verkehrsunternehmen für die WLAN-Ausstattung investiert. Für die Benutzung des kostenlosen Internetzugangs müssen sich die Fahrgäste nicht registrieren. Die Nutzer müssen lediglich den WLAN-Empfang auf ihrem Smartphone aktivieren und das Netz „BVG Wi-Fi“ wählen. Anschließend wird automatisch die Login-Seite aufgerufen, auf der die Fahrgäste die Nutzungsbedingungen bestätigen müssen. Bis zu 800 Nutzer können mit dem kostenlosen Internet versorgt werden.

„Die Berliner S-Bahn sollte sich in Sachen WLAN ein Beispiel an ihrer Konzernmutter, der Deutschen Bahn, und auch an den Berliner Verkehrsbetrieben nehmen“, so Verkehrspolitiker Gelbhaar. Denn die Menschen wollen insbesondere an den Stationen nachschauen, wann der nächste Bus oder die nächste Bahn kommt und, welche anderen Transportmöglichkeiten es noch in der Nähe gibt, falls die Bahn oder der Bus mal ausfällt. (dn)

App in den exklusiven Urlaub

Ein Chalet in den Schweizer Bergen, ein Loft in New York oder die eigene Finca auf Mallorca – wer Urlaub abseits eingetretener Pfade sucht, wird auf Holidu mit Sicherheit fündig. Anhand persönlicher Suchkriterien vergleicht die Metasuchmaschine Millionen Ferienhäuser und -wohnungen von hunderten Buchungsplattformen. In weniger als einer Sekunde werden alle passenden Angebote angezeigt. Dank cleverer Preisvergleichstechnologie sind dabei Ersparnisse von bis zu 55 % möglich.

Eine Suchmaschine für Ferienhäuser und -wohnungen

Während es für Flüge, Hotels und Pauschalreisen schon seit Jahren Suchmaschinen gibt, klaffte bei Ferienhäusern und -wohnungen eine Lücke, die das von den Brüdern Johannes und Michael Siebers 2014 gestartete Start-up Holidu schließt. Bereits im Mai 2015 wurde Holidu vom Verbrauchermagazin Guter Rat als beste Suchmaschine für Ferienwohnungen mit dem Zertifikat „sehr gut“ ausgezeichnet. Seit September 2016 ist die Holidu-App für iOS und Android in Deutsch, Englisch und weiteren neun Sprachen kostenfrei erhältlich.

Wer Urlaub mit Freunden oder der Familie plant, wird die neue Voting-Funktion der Holidu-App zu schätzen wissen. Ähnlich dem Abstimmungs-Portal Doodle werden alle Favoriten in einer Merkliste von den Mitreisenden gesammelt und können mit einem Herz-Icon bewertet werden.

Die Holidu-App macht das Reisen einfacher

Kai Grolik, Mobile Product Manager bei Holidu, hat das App-Feature mit seinem Team entwickelt: „Über 50 % der Ferienhäuser werden für mindestens drei Personen gebucht. Mit der App möchten wir die Planung von Reisen erheblich vereinfachen. Auch für Paare lohnt es sich, da jeder von unterwegs nach Unterkünften browsen kann und einen Ort zum Speichern hat. Der Trend geht zum Browsen unterwegs, und auch immer mehr Buchungen werden mobil abgeschlossen. Daher wurde das neue Feature zuerst für die App entwickelt. Die Herausforderung für uns war, dass die App-Nutzer unter ihrem Namen voten können, sich dafür jedoch nicht registrieren und einloggen müssen.“

Das neue Feature der Holidu-App funktioniert ohne Registrierung und Log-in, sondern mit einer Einladung per E-Mail oder über Messenger-Dienste wie WhatsApp und Facebook. Nutzer müssen keine Daten hinterlegen. (bt)

Digital Innovator’s Summit – Die digitalen Medien im Wandel

Die Digitalisierung schreitet rasch voran. Der Innovationsdruck auf deutsche Unternehmen im internationalen Wettbewerb wird umso höher. Besonders digitale Medien bewegen sich mit einer unglaublichen Geschwindigkeit. Täglich entstehen neue Plattformen und Geschäftsmodelle. Ob im privaten Haushalt oder auf der Arbeit – Im Alltag sind digitale Medien kaum mehr wegzudenken.

Im Hinblick auf den stetigen Wandel der Digitalisierung findet vom 18. bis 20. März der Digital Innovator’s Summit in Berlin statt. Auf diesem Gipfel treffen sich Führungskräfte der Medien- und Technologiebranche, um mehr über die fortschreitende Entwicklung digitaler Medien zu erfahren.

Ein Treffen für internationale Medienführer

Für eine erfolgreiche Unternehmung spielt die Digitalisierung, insbesondere wenn es um Marketing geht, eine wichtige Rolle. Doch wie läuft der Wandel der Digitalisierung weiter? Wie sieht die Zukunft der Medien und Technologien aus? Welche neuen Unternehmen werden die Medienwelt von morgen gestalten?

Mehr als 600 Führungskräfte aus über 35 Ländern, darunter CEOs, Marketing Manager, Geschäftsführer, Unternehmer, Experten und Analysten, treffen auf dem Digital Innovator‘s Summit zusammen, um ihre Geschäftsmodelle zu präsentieren und sich über neue Trends zu informieren.

Die zweitägige Veranstaltung bietet den Besuchern eine ideale Möglichkeit, um Kontakte zu knüpfen. Auf dem Programm stehen vielfältige Kamingespräche und Workshops. Top Referenten werden zukunftsweisende Strategien präsentieren und Einblicke in die Welt der Digitalisierung verschaffen.

Berlin wird wieder Gastgeber des Digital Innovator‘s Summits

Besonders in den letzten Jahren hat sich Berlin zu einem wichtigen Technologiezentrum etabliert. Die digitale Wirtschaft findet dabei vor allem im Umfeld der Gründerszene statt. Start-ups, die sich mit anderen hochrangigen Medienunternehmen wie Google oder Facebook messen wollen, haben in der deutschen Hauptstadt eine bedeutende Präsenz.

Daher wird auch in diesem Jahr Berlin wieder Gastgeber des Digital Innovator‘s Summits sein. Im Herzen der pulsierenden Hauptstadt werden in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom AG zahlreiche Fachbesucher erwartet. Damit bietet der internationale Gipfel den Teilnehmern nicht nur die Möglichkeit topaktuelle Einblicke in die digitale Welt zu gewinnen, sondern auch eine ausgezeichnete Gelegenheit für branchenspezifisches Networking. (dn)

Friede Springer mit Preis der Deutschen Gesellschaft ausgezeichnet

Gestern wurde Friede Springer in Berlin mit dem Preis der Deutschen Gesellschaft e. V. für Verdienste um die deutsche und europäische Verständigung ausgezeichnet.

Wie Franz Müntefering und Lothar de Maizière, die Co-Vorsitzenden der Deutschen Gesellschaft e. V., betonten, habe die Preisträgerin alle Generationen ermutigt, für Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie einzustehen. Gerade in letzter Zeit werde deutlich, dass sich alle Gutgesinnten für Verständigung in Deutschland und Europa einsetzen müssten. Friede Springer erhalte den Preis in Anerkennung ihres herausragenden Engagements und ihres jahrzehntelangen Wirkens für das Miteinander in Deutschland, den Dialog der Kulturen, den Abbau von Vorurteilen sowie ihr Eintreten für die deutsch-israelische Freundschaft und ihre Unterstützung für die politische Bildungsarbeit im Sinne der historischen Aufarbeitung.

Friede Springer hat sich für Freiheit und Einheit eingesetzt

Auch Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble unterstrich in seiner Laudatio das beispielhafte Engagement der diesjährigen Preisträgerin. Die deutsche Gesellschaft wie auch die Pflege der Beziehungen Deutschlands in aller Welt würden Menschen mit Gerechtigkeits- und Gemeinsinn brauchen, die Verantwortung übernehmen, so Schäuble. Friede Springer habe sich immer wieder für unsere Rechts- und Freiheitsordnung eingesetzt, die keineswegs selbstverständlich sei. „Gerade der 9. November erinnert uns daran“, betonte Schäuble. Dieser „deutsche Schicksalstag“ sei ein Datum voller Gegensätze. Der Ausrufung der Republik 1918 folgte 1938 die Schande der Reichspogromnacht. Der 9. November 1989, der Tag des Mauerfalls, sei wiederum auch zu einem Tag grenzenloser Freude geworden. Historische Zusammenhänge bewusst zu halten, sei ein Verdienst Friede Springers. Sie habe sich immer für Freiheit und Einheit eingesetzt.

Der Preis der Deutschen Gesellschaft e. V. wird seit 2005 verliehen. Die Preisverleihung findet traditionell im Rahmen einer Feierstunde am 9. November in Berlin statt. Preisträger waren u. a. Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Künstler Martin Walser und Armin Mueller-Stahl, Altbundespräsident Richard von Weizsäcker oder der heutige Präsident der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker. 2016 erhielt Bundestagspräsident a. D. Norbert Lammert den Preis.

Dr. h. c. Friede Springer ist Mehrheitsaktionärin und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Axel Springer SE sowie Gremienmitglied in einer Reihe gemeinnütziger Gesellschaften und Vereine. Sie ist Trägerin des Großen Bundesverdienstkreuzes und hat neben zahlreichen weiteren Auszeichnungen im Jahre 2000 den Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden in Deutschland erhalten. Seit vielen Jahren engagiert sie sich mit den von ihr geleiteten Stiftungen für das Gemeinwesen. (red)

Veranstaltungen

IFRA World Publishing Expo & Digital Content Expo

Die World Publishing Expo (IFRA Expo & Conference) ist die internationale Messe für die Zeitungs- und Medienindustrie. Zahlreiche Aussteller und Anbieter präsentieren auf der World Publishing Expo Messe in Berlin sämtliche Produkte und Dienstleistungen für die moderne Medienproduktion und Medienmanagement in einer kompakten Ausstellung und begleitenden Konferenzveranstaltungen. Führende Vertreter der Medienwelt, CEOs, IT-Chefs, Business-Development-Leiter, Technische Leiter und Chefredakteure finden auf der World Publishing Expo (IFRA Expo & Conference) in Berlin neue Geschäftsmodelle und innovative Technologien, die ihnen neue kreative Möglichkeiten bieten.

Visuelle Kommunikation – Weshalb Content im digitalen Zeitalter journalistisch und grafisch gedacht werden muss

Eigentlich ist Kommunikation ganz einfach. Eine gut geschriebene Headline, das passende Bild. Und dennoch – so richtig beeindruckend ist die neue website, das eigene Kundenmagazin nicht. Doch woran liegt es? Herausragende digitale Lösungen, überzeugende Kampagnen – Medien, die uns begeistern, haben eines gemeinsam: sie sprechen unsere Emotionen an. Und die entstehen im Unterbewusstsein. Durch Bilder. Fotos sind entsprechend das erste Mittel der Wahl. Doch was macht ein wirklich gutes Bild aus? Was unterscheidet eines, das uns berührt, von einem, das ein Thema nur bebildert? Und wie müssen Bild und Text gedacht werden, damit außergewöhnliches entsteht? Ist visuelle Inszenierung Sache des Layouters? Wissen Redakteure, dass in vielen Worten Bilder stecken? Das menschliche Gehirn verarbeitet im Unterscheid zum Computer nicht nacheinander, sondern parallel und vor allem nicht nur rational, sondern emotional. Visuell vermittelte Kommunikation geht von genau diesem Ansatz aus. Und wer diesen umsetzt, bringt seine Botschaften auf die Überholspur. Dieses Seminar beleuchtet die Bereiche Text, Bild und Layout und streift den wissenschaftlichen Ansatz des Neuromarketings.

Anhand von Best-Practice-Beispielen lernen die Teilnehmer, diese Möglichkeiten in ihrem Alltag anzuwenden. Sie trainieren, gerne anhand der eigenen Medien, die Qualität digitaler und gedruckter Lösungen zu steigern.

(Anmeldung erforderlich und gebührenpflichtig)

Montags-Lounge „MPW-Forum für Medien, Politik und Wirtschaft“

Der Montags-Lounge zum Thema „MPW- Forum für Medien, Politik und Wirtschaft“ wird organisiert durch Berlin Capital Club Mitglied Frank Nehring.

(Anmeldung erforderlich und gebührenpflichtig)

Kongress der Deutschen Fachpresse

Was Fachmedienanbieter und B2B-Kommunikationsdienstleister erfolgreich macht, zeigt jährlich der Kongress der Deutschen Fachpresse. Mit insgesamt rund 500 Teilnehmern ist der Kongress eine der größten B2B-Medien-Konferenzen in Europa. Allein der deutsche B2B-Medien und -Informationsmarkt hat ein Volumen von über 28 Milliarden Euro. Nationale und internationale Referenten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien informieren in Vorträgen, Workshops und Start-up-Slots über neueste Entwicklungen in der Branche.

In der begleitenden Dienstleisterausstellung gibt es umfassende Informationen zu Produkten und Services für Fachmedienhäuser. Networking wird auf dem Kongress groß geschrieben. Ob in den zahlreichen Pausen, in der Sponsoren-Lounge, dem Speed-Networking oder bei der B2B-Media-Night, Gelegenheiten für Gespräche gibt es viele.

(Anmeldung erforderlich)

MEDIA CONVENTION Berlin

Die MEDIA CONVENTION Berlin (MCB) ist einer der wegweisenden Medienkongresse in Europa.

In Berlin wird es bei Europas wegweisendem Medienkongress wieder um aktuelle Fragen der Medien- und Netzpolitik, Markttrends, innovative Technologien und Entwicklungen der digitalen Mediengesellschaft gehen. Etablierte Medienmacher*innen, Konsument*innen und junge Kreative diskutieren gemeinsam über die Zukunft der Medienbranche.

Das Programm wird 3 Bühnen, rund 180 nationale und internationalen Top-Speaker und 70 Sessions bieten. Auf den Ausstellungsflächen und der Networking-Area können Besucher*innen sich mit Speakern und der Branche vernetzen.

(gebührenpflichtig)

Digital Public Affairs

Von Brexit-Kampagne bis zur täglichen Interessenvertretung – die digitalen Medien verändern die Public Affairs Anforderungen. Wer gehört werden will, muss die Klaviatur klassischer Public Affairs-Arbeit um neue Tools und Techniken erweitern. Ob Ideen aus sozialen Netzwerken zu filtern, Issue Management mit neuen Tools oder mobilisierende Themenkampagnen für die Stakeholderkommunikation, Digital Public Affairs beschleunigt die Kommunikation und führt zu mehr Transparenz.

Das Seminar zeigt die Trends, Techniken und Tools von Unternehmen, Verbänden und Agenturen auf. Aus den neuesten Ansätzen im strategischen Management zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft soll gemeinsam ein digitales Toolkit für Unternehmen, Verbände oder Organisationen entwickelt werden.

(Anmeldung erforderlich und gebührenpflichtig)

Fake oder Fakten – Wie urteilsfähig ist die deutsche Presselandschaft?

Eine plurale und offene Gesellschaft setzt eine freie individuelle Meinungsbildung aller BürgerInnen voraus. Eine Meinungsbildung ist abhängig von den jeweiligen Wertevorstellungen, der Lebenslage, dem Wissen und den bisherigen Erfahrungen der Menschen.

Für ebendiesen Prozess der Meinungsbildung spielen medial vermittelte Informationen, insbesondere die massenmedial verbreiteten Angebote, eine entscheidende Rolle. Erst so wird die Voraussetzung dafür geschaffen, dass die soziale und kulturelle Vielfalt moderner Gesellschaften erkennbar wird. Dieses Potenzial der Medien birgt aber auch nicht zu unterschätzende Gefahren – da sie in dem Meinungsbildungsprozess großen Einfluss erlangen können. „Fakenews“ und einseitige Berichterstattungen lassen zunehmend an der Urteilsfähigkeit der Deutschenpresselandschaft zweifeln.

Wie objektiv ist die deutsche Medienlandschaft? Wie sehr dominieren Fakten die Berichterstattung oder handelt es sich bei der zunehmenden Digitalisierung und Schnelllebigkeit der Medien nicht vielmehr um subjektive Kommentare des jeweiligen Journalisten bzw des dahinterstehenden Verlages

(Anmeldung erforderlich und gebührenpflichtig)