Beiträge

Kunsthighlight in Friedenau

Zum Abschluss der 20. Ausstellung „Kunst in Friedenau“ wurde der Stammsitz der werteorientierten PSD Bank Berlin-Brandenburg zum Haus der Kunst. Initiiert von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci in ihrem Friedenauer Wahlkreisbüro ist die Ausstellungsreihe zu einem veritablen Kunstereignis geworden.  

Kunst in Friedenau -initiiert von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci

Initiatorin und Gesundheitsenatorin Dilek Kalayci (4.v.l.) zusammen mit ihrem Mann Hivzi Kalayci, Gewerkschaftssekretär bei IG Bauen-Agrar-Umwelt (2.v.l.) und Unternehmer Sabahattin Sari (Manolya Electronics, 1.v.l.) und seiner Frau (3.v.l) | Foto: BERLINboxx

Am Freitag wurden auf zwei Etagen des altehrwürdigen Gebäudes die Arbeiten der renommierten Künstler der Öffentlichkeit vorgestellt. Dilek Kalayci würdigte das kreative Milieu Friedenaus und war stolz auf die Gemeinschaftsausstellung von 15 Künstlern, die ein breites Spektrum der zeitgenössischen Kunst abbildeten.  

Unternehmenssitz der PSD Bank wird zum Haus der Kunst

Hausherrin Westermann in Friedenau

Hausherrin Grit Westermann, Vorstandsvorsitzende der PSD Bank | Foto: BERLINboxx

Hausherrin Grit Westermann, Vorstandsvorsitzende der PSD Bank freute sich mit ihren Vorstandskollegen, dass das historische Gebäude zum Ort der Kunst wurde und damit ein weiteres attraktives Angebot für die Kulturszene Berlins. In Zukunft plant die engagierte Vorständin der Kunst, Literatur und auch sozialen Themen regelmäßig Raum für Inspiration und Dialog geben zu wollen. Konkrete innenarchitektonische Pläne für Kultur- und Sozialflächen für das Jahr 2020 stehen kurz vor der Umsetzung. Man darf gespannt sein.

Kunst in Friedenau die Veranstalter

Grit Westermann, Vorstandsvorsitzende der PSD Bank im Gespräch mit Schönebergs Ex-Bürgermeister, Kurator und Künstler Michael Barthel | Foto: BERLINboxx

Schönebergs Ex-Bürgermeister, Kurator und Künstler Michael Barthel, der das Kunstprojekt seit vielen Jahren professionell begleitet, stellte die Künstler, darunter Uschi Niehaus, Thomas Boenisch oder Prof. Axel Venn und Bernhard Nürnberger vor und gab einen historischen Rückblick auf das Künstlerviertel Friedenau, wo schon Künstler wie die Nobelpreisträgerin Herta Müller, Günter Grass, Uwe Johnson und Erich Kästner gewirkt haben. 

Die rund 200 Gäste, darunter Architekt Roman Lichtl, die Unternehmer Siegfried Nehls (Sanus AG), Sabahattin Sari (Manolya Electronics), Klaus Groenke (Trigon Holding), Morgenpost-Journalistin Petra Götze, Ex-Senator Jürgen Klemann, erlebten nicht nur einen beeindruckenden Kunstgenuss auch die Gespräche bei Wein und Buffet kamen nicht zu kurz. Ein gelungenes Beispiel für den Dialog von Politik, Kunst und Gesellschaft und ein bedeutendes Statement für die Kulturmetropole Berlin. Und ein Beispiel für engagierte Frauen wie Senatorin Dilek Kalayci, Grit Westermann und Maria Pecha-Römer, ohne die dieses Kunstereignis nicht möglich geworden wäre. (fs) 

Kunst in Friedenau - Gäste

Siegfried Nehls (Sanus AG), Grit Westermann, Vorstandsvorsitzende der PSD Bank und Michael Wenzel, Abteilungsleiter Immobilienfinanzierung PSD Bank Berlin-Brandenburg | Foto: BERLINboxx

Oskar Schmidts „lautlos“ – eine Ausstellung der Konrad-Adenauer-Stifung e. V.

Oskar Schmidt ist bekannt für seine perfektionistischen und detailverliebten Kunstwerke. Die Ausstellungen des zeitgenössischen Künstlers sind nicht nur in seiner Galerie Tobias Naehring in Leipzig zu sehen, sondern können auch in zahlreichen weiteren deutschen Städten und internationalen Kulturmetropolen wie Amsterdam, Tokyo, London und New York bestaunt werden.

Seine aktuelle Ausstellung „lautlos“ kann vom 07.11. bis zum 14.12. im B-Part Am Gleisdreieck besucht werden. Sie überzeugt mit absoluter Akkuratesse und ermöglicht das, was sich in den Ausstellungstiteln spiegeln soll: Echo-Räume zu schaffen, emotionale Environments zu entwerfen, in denen das Maximum an Stille herrscht und den Betrachter durch die dargestellten Figuren lautlos, in atemberaubender Ästhetik zu sich selbst zu führen.

Stille als Stilmittel der Ausstellung

„Ich wollte weder erzählerisch noch dokumentarisch sein.“ Diese frühere Aussage von Schmidt lässt sich auch wunderbar auf seine Ausstellung „lautlos“ übertragen. Das Stilelement der Stille gebraucht der Künstler ganz bewusst. Denn in der Lautlosigkeit bleibt offen, ob die dargestellten Figuren selbstbestimmt oder fremdgesteuert sind. Oskar Schmidt lässt seine Werke für sich selbst sprechen und rückt dabei Figuren und Settings in den Vordergrund, denen lange Zeit nur die Peripherie der Kunstgeschichte vorbehalten waren.

Ästhetische Lautlosigkeit vor idealer Kulisse

Die kleine, aber feine Ausstellung der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. hat mit dem B-Part Am Gleisdreieck seine ideale Kulisse gefunden. Dieser Ort der internationalen Urbanität bietet in Kombination mit der „lautlosen“ Ausstellung Schmidts eine inspirierende Begegnungsstätte für Interessierte und Kunstliebhaber. Am 21. November findet dort außerdem die Lesung „kulturgeschichten“ ab 19 Uhr statt. In dem Gespräch zwischen dem Schriftsteller Najem Wali und dem Journalisten Michel Abdollahi sollen die Themen kulturelle Vielfalt und Identität in Deutschland diskutiert werden.

Raum für Kunst und Zukunftsideen im Stadtquartier Urbane Mitte Am Gleisdreieck

Das Experimentierlabor der Urbanen Mitte Am Gleisdreieck – B-Part eröffnete bereits 2019 und bietet Raum für den Austausch von zukunftsorientierten Lösungen bezüglich Arbeit, Mobilität und urbane Gemeinschaft. Es ist auf Initiative der Urbanen Mitte Am Gleisdreieck entstand. Das Stadtquartier verbindet die Bezirke Mitte, Schöneberg und Kreuzberg und soll bis 2025/26 als zukunftsorientierter Standort im Herzen Berlins fertiggestellt werden. (red)

Weitere Informationen zur Urbanen Mitte Am Gleisdreieck und dem B-Part

Urbane Mitte Am Gleisdreieck
https://urbane-mitte.de/

B-Part Am Gleisdreieck
Luckenwalder Str. 6b
10963 Berlin
https://bpart.berlin/de/

Spielbank Berlin: Beiratsmitglied Gregor Gysi überreicht 10.000 EURO an gemeinnützige Vereine

In seiner Funktion als Beiratsmitglied der Spielbank Berlin überreichte LINKEN-Politiker Gregor Gysi Schecks in einer Gesamthöhe von 10.000 EURO an kulturelle und soziale Projekte in Berlin. Das Treptow-Köpenicker Jobnetzwerk für Geflüchtete Türöffner e.V. und die im Prenzlauer Berg ansässige Kulturplattform Panda erhielten jeweils einen Scheck in Höhe von 5.000 EURO.

Großer Beitrag für ein wichtiges Miteinander in Berlin

„Meine Wahl ist auf die gemeinnützigen Projekte Türöffner e.V. und Panda e.V. gefallen, weil beide Vereine einen großen Beitrag für ein wichtiges Miteinander in Berlin leisten“, so Gregor Gysi. „Türöffner e.V. vermittelt Geflüchtete in den Arbeitsmarkt und legt somit die Grundlagen für eine gelungene Integration. Die Kulturplattform Panda gehört zu den besonderen kulturellen Institutionen, die so charakteristisch für Berlin sind, und traut sich auch ‚heiße Eisen‘ anzufassen. Ein wichtiger Beitrag für die kulturelle Vielfalt unserer Stadt.“

Grundlage von Integration: Vermittlung von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt

Türöffner e.V. wurde als gemeinnütziger Verein im April 2016 in Berlin gegründet. Das Jobnetzwerk in Treptow-Köpenick besteht aus derzeit 115 Unternehmen aus Kultur, Sport, Kirche und Wirtschaft. Ziel ist es, Geflüchtete in den Arbeitsmarkt zu vermitteln und damit maßgeblich zur Integration beizutragen. Der Verein unterstützt sowohl die Geflüchteten als auch die Unternehmen bei allen damit verbundenen rechtlichen, organisatorischen und vorbereitenden Angelegenheiten. Derzeit bereitet das Jobnetzwerk rund 300 Geflüchtete auf den Arbeitsmarkt vor. Insgesamt konnten bereits 125 Praktika und 65 Festanstellungen vermittelt werden.

Scheckübergabe an Türöffner e.v.: Grit Driewer, Geschäftsstellenleiterin von Türöffner e.V. und Gregor Gysi. Foto: Business Network

„Türöffner e.V. ist auf Hilfe angewiesen, um geflüchtete Menschen und damit auch uns alle bei ihrer nachhaltigen Integration zu unterstützen“, so Grit Driewer, Geschäftsstellenleiterin von Türöffner e.V. „Unser Dank gilt Gregor Gysi und der Spielbank Berlin, die unser wichtiges Anliegen nicht nur erkannt haben, sondern auch ganz konkret fördern.“

Panda e.V.: Alternativer Kulturstandort am Prenzlauer Berg

PANDA e. V. gibt es als gemeinnützigen Verein seit über zehn Jahren an einer für die Berliner Kultur zentralen Stelle im kleinen Hof der Kulturbrauerei. Im Jahr 2000 als russisches Kammertheater gegründet, entwickelte sich das PANDA zu einer interdisziplinären Kunst-, Politik- und Kulturplattform mit Ausstellungen, Lesungen, Konzerten, politischen Diskussionen, Kinoabenden und Performances. Daneben sind auch aktuelle politische und gesellschaftliche Themen insbesondere in der ehemaligen SU wie die Situation um die LGBT- und Queerszene in Russland, die Krim-Annexion, der Krieg in der Ukraine und sowie weitere soziale Themen in den Vordergrund gerückt. Mittlerweile ist PANDA nicht nur zum wichtigsten Anlaufort für Kulturschaffende und demokratisch Denkende der russischsprachigen Community, sondern auch zu einer festen Größe der alternativen Kunst in Berlin geworden.

„Wir danken Herrn Gysi und der Spielbank Berlin und freuen uns sehr über die großzügige Finanzspritze“ sagt Svetlana Müller, Vereinsvorsitzende von Panda e.V.. „Das Geld werden wir in den Lärmschutz investieren. Alternative Kulturorte sind in Berlin zunehmend vom Aussterben bedroht, daher freuen wir uns über jede Form der Unterstützung.“

Partner der Hauptstadt: Die Spielbank Berlin

Die Spielbank Berlin unterstützt nicht nur seit vielen Jahren soziale, kulturelle und sportliche Events der Bundeshauptstadt, sondern ermöglicht auch ihren Beiräten die Unterstützung von unterschiedlichen sozialen Einrichtungen, Projekten und Vereinen, die den Beiratsmitgliedern wichtig sind, aus dem Budget eines eigenen Fördertopfes. Im Laufe dieses Jahres wurden bereits mehr als 50.000 Euro an kulturelle und soziale Einrichtungen sowie Sportvereine überreicht.

„Die Spielbank Berlin sieht sich als einen festen und verlässlichen Partner unserer Stadt“, so Gerhard Wilhelm, Geschäftsführer der Spielbank Berlin. „Es ist uns daher ein Anliegen, Einrichtungen, Vereine und Institutionen zu fördern und zu unterstützen, die Berlin und den Menschen einen Mehrwert bringen. Türöffner e.V. und der Kulturplattform Panda gelingt es, einen wichtigen Beitrag zu leisten. Daher freut es uns, dass die Wahl unseres Beiratsmitglieds Gregor Gysi auf diese beiden Vereine gefallen ist.“ (red)

Spielbank Berlin präsentiert absolutes High-LIGHT im Rahmen des Festival of Lights zum Gedenken an 30 Jahre friedliche Revolution

Gemeinsam mit Festival of Lights International präsentiert die Spielbank Berlin beim diesjährigen Festival of Lights ein besonders aufsehenerregendes Licht-Kunstwerk. Das Besondere an der monumentalen Licht-Klang Installation „Menschen Leipzig – Berlin“ des französischen Lichtkünstlers Philippe Morvan ist der Bezug auf strahlende Momente der jüngeren deutschen Geschichte, denn das Kunstwerk ist gleich zwei 30-jährigen Jubiläen gewidmet: Der friedlichen Revolution in Leipzig und dem Fall der Berliner Mauer.

Tausend Vintage-Taschenlampen laden zur Begegnung ein

In einem Kreis aus tausend Taschenlampen, die insgesamt 9 Meter Durchmesser haben, entführt der aus Lyon stammende Künstler die Besucher ins Herz der Installation. Dort lässt er sie mit dem Kunstwerk und dem leuchtenden Botschaft verschmelzen. Ziel des Kunstwerks ist es, die Menschen einzuladen, den Lichtkreis zu betreten, sich zu begegnen und miteinander ins Gespräch kommen.

Lichtinstallation „Menschen Leipzig – Berlin“. Foto: Spielbank Berlin

Rund tausend rechteckige, verschiedenfarbige und mit Flachbatterien betriebene Vintage-Taschenlampen hat Philippe Morvan für sein Kunstwerk gesammelt. Montiert sind die Lichter in drei Metern Höhe. Die Lampen erzeugen diverse Lichteffekte, die mit Audiocollagen unterlegt sind, die oftmals historische Bezüge haben. In Leipzig sorgte die Licht-Klang-Installation bereits für Staunen. Dort wurde das Kunstwerk ausgestellt, um an die friedlichen Demonstrationen vor dreißig Jahren zu erinnern. Nun sind die Lichter „Menschen Leipzig – Berlin“ im Rahmen des Festival of Lights zu Gast in Berlin. Das Kunstwerk soll die beiden Städte miteinander verknüpfen und den Weg zu Deutschen Einheit nachzeichnen. Vom Beginn der friedlichen Revolution in Leipzig bis zum Mauerfall in der Hauptstadt.

Perfekte Kulisse: Begegnung statt Trennung

Gerade am Potsdamer Platz, dem heutigen Herzen Berlins, hat die Lichtinstallation die perfekte Kulisse. Denn hier verlief damals die Mauer, eine Brachfläche, die dreißig Jahre später der Mittelpunkt einer vibrierenden europäischen Metropole ist.

„Der Potsdamer Platz ist untrennbar mit der Deutschen Teilung verbunden“, so Marcel Langner, Geschäftsführer der Spielbank Berlin. „Die Spielbank Berlin hat hier seit mehr als 20 Jahren ihren Hauptstandort, erst kürzlich haben wir unser Bekenntnis zu diesem Platz erneuert. Auch wir sehen uns als Ort der Begegnung, der Menschen Raum für Vergnügen und Gespräche bietet. Also genau das Gegenteil von dem, was dieser Ort einmal war. Daher erfüllt es uns mit großer Freude, hier direkt vor den Türen der Spielbank ein außergewöhnliches Kunstwerk zu präsentieren, das nicht nur eine spektakuläres Licht-Kunstwerk ist, sondern auch ein Symbol für Begegnung, Freude und Freiheit.“

Die Licht-Installation wird noch bis zum 20. Oktober direkt am Marlene-Dietrich-Platz vor der Spielbank Berlin zu bestaunen sein. (red)

Kulturtipp im Herbst: Moving Grounds #3 – ZUkunft HÖREN

Moving Grounds wird von der Künstlerin Michaela Nasoetion als experimenteller Spiel- und Reflexionsraum genutzt, um das Potential künstlerischer Dialogformate zu erproben, bei denen es nicht um ein argumentierendes, sondern um ein aus dem Moment heraus formulierendes, persönliches Sprechen geht. Was sich in einen offenen Zuhör-Raum hinein formuliert, bleibt bewusst offen. Angetrieben von den bereichernden Erfahrungen in solchen künstlerischen und sozial transformativen Dialogprozessen und dem Wunsch nach weiteren Erkenntnissen werden die verschiedenen Dialogformate auf ihre besonderen Qualitäten, ihre förderlichen Bedingungen sowie ihre Beschreibungs- und Dokumentationsmöglichkeiten untersucht und reflektiert (z.B. Dragon Dreaming, Presencing/U-Theorie, Bohmscher Dialog, u.a.).

Moving Grounds #3 – bewusst zuhören

Das Format basiert auf dem Sprechen ohne Intention, aber mit Sinn als Richtung; sowie das Hören ohne Intention, jedoch mit voller Aufmerksamkeit. Dabei wird ein gemeinsamer Raum für den Dialog gestaltet, in dem die Teilnehmenden durch ihr einzigartiges Potenzial an Vorstellungskraft und Antizipation etwas Neues erkennen können. Ohne die Dringlichkeit einer sofortigen Reaktion kann der Zuhörer das Gesagte und das Gehörte auf sich wirken lassen und beobachten, welche Gedanken, Bewertungen, vorbereiteten Antworten sich in ihm selbst bewegen, die in der Regel das reine Hören überlagern. Durch Antizipation und das Hören in potenzielle Zukunftsperspektiven können sich neue Ideen und Vorstellungen freier entfalten.

Freitags-Dialoge

Während des zweiwöchigen Spielraums gibt es die Freitags-Dialoge. Die Dialoge finden auf Deutsch statt.
Begrenzte Teilnehmerzahl – um Anmeldung wird gebeten: michaela.nasoetion@gmx.de

Die Freitags-Dialoge richten sich vor allem an die Fellows des Urban Ideation Lab und Kulturschaffende aus den Bereichen Kunst, Architektur, Stadtentwicklung, aber auch an
Teilnehmende des Co-Working-Spaces. Die Dialogformate wurden in anderen Zusammenhängen schon praktiziert und sollen jetzt im Kontext Co-Working stattfinden, um die Potentiale auszuloten, die im formulierenden Sprechen in einen aktiven Zuhörraum liegen.

Vorläufiger Plan

Freitag, 18.10.19, 16-19 Uhr: Anders Tun Spiel

Freitag, 25.10.19, 16-19 Uhr: Bricolage

Freitag, 1.11.19, 16-19 Uhr: NN Dialog

Anders tun Spiel ist eine Art von Gespräch oder eine ungewöhnliche Art seine Gedanken zu Fragen über das Tun und Tätigsein – so wie es sich gegenwärtig zeigt und wie man es sich in seinen Potentialen vorstellt – zu ordnen. Im Laufe des Spiels entwickelt sich das „Gesprächsbild“ auf dem Spielfeld mosaikartig und gewinnt an Fülle. Ziel des Spiels ist der gemeinsame Austausch und die spielerische Annäherung an ein künftiges Anders tun. Das Spiel wurde von den Berliner Künstler*innen Stefan Krüskemper, Christiane ten Hoevel und Michaela Nasoetion entwickelt.

Bricolage ist ein künstlerisches Dialogformat, bei dem mittels des Hantierens mit diversen Materialien, des formulierenden Sprechens und des aktiven Zuhörens ein Dialograum
entsteht. Fellows des Urban Ideation Lab treffen sich mit Künstler*innen und widmen sich einer drängenden Frage. Diese Frage wird zu Beginn gemeinsam generiert.

NN Dialog ist ein noch nicht nominierter Dialog, dessen Format sich im Laufe des Spielraums noch abzeichnen wird.

Wo?

Moving Grounds #3 – ZUkunft HÖREN ist Teil des Kulturprojekts des B-Parts Am Gleisdreick.

B-Part Exhibition curated by loop

Luckenwalder Str. 6b, 10963 Berlin

Zur Künstlerin

Michaela Nasoetion entwickelt ästhetische Tools, mit denen sie Handlungs-, Imaginations- und Dialogräume schafft, die den Teilnehmenden einen besonderen Austausch und ein kokreatives Tun ermöglichen. Typische Formate ihrer medienübergreifenden Arbeiten sind partizipative Installationen, situative Aktionen und ko-laborative Workshops.
Sie studierte Freie Kunst an der Akademie der bildenden Künste in München, an der HfbK Hamburg und am Goldsmiths College in London; sie lebt und arbeitet seit 1997 in Berlin. (red)

 

Art Dinner 2019: Eine Viertel Million für den guten Zweck

Gleich 5.500 Euro und beste Stimmung brachte ein Essen zu Hause bei Vera Gäde-Butzlaff, Vorsitzende des Vorstandes der Bürgerstiftung Berlin, noch vor dem ersten eigentlichen Los, welches Auktionator Kilian Jay von Seldeneck nach dem Hauptgang spontan unter den 400 geladenen Gästen versteigerte. On top gab es noch den Ex-Bürgermeister Klaus Wowereit, den Mercedes Limousinen-Service und Becher von KPM obendrauf. So gut lief es weiter.

Während des Art Dinners gab es spannende Kunstwerke und außergewöhnliche Gelegenheiten zu ersteigern. 6.200 Euro für eine kleine Arbeit von Jorinde Voigt, 4.000 Euro für zwei Papierarbeiten von Titus Schade, 14.000 Euro brachte ein Ölgemälde von Pavel Weinstein, 13.000 Euro ein Print von Norbert Bisky, 23.000 Euro für einen smart EQ fourtwo und 7500 Euro für eine Führung mit Thomas Albrecht durch das Berliner Schloss. Der Auktionator war in Top-Form, die Gäste großzügig und so kam am Ende des Abends eine Viertel Million für die Bürgerstiftung zusammen. Diese stolze Summe wurde zum Dessert verkündet und dann bei Tanz, Musik und mit DJ bis spät in die Nacht gefeiert.

Art Dinner im Westhafen

In diesem Jahr fand das Art Dinner in den Hallen des Westhafens statt. | Foto: Andreas Amann

20 Jahre Bürgerstiftung – 20 Jahre Engagement

Seit 20 Jahren gibt es diese Einrichtung nach amerikanischem Vorbild in Berlin. Bekannt wurde sie vor allem durch die Lesepaten, die in Schulen und Kindertagesstätten die Lust am Lesen fördern. Rund 400 engagierte Bürgerinnen und Bürger erreichen in 15 Grundschulen und zehn Kitas etwa 1300 Kinder, denen sie regelmäßig teils mehrmals pro Woche vorlesen oder bei der Organisation von Sprachspielen helfen. Nebenbei begleiten sie Ausflüge, unterstützen Fördervereine und lesen auch älteren Bürgern vor.

Höhepunkt der Arbeit der Bürgerstiftung – das Art Dinner

Alljährlicher Höhepunkt ist das Art Dinner, welches immer an einem anderen spektakulären Ort stattfindet, in diesem Jahr im WECC am Westhafen. Schwer zu finden, schlecht ausgeschildert, aber der Blick aufs Wasser und die alten Hallen mit Industriecharme, wie man ihn sonst nur aus dem Ruhrgebiet kennt, entschädigt.

Das Grußwort sprach Berlins Regierender Michael Müller. Nach der Vorspeise hielt Wolfgang Thierse, Bundestagspräsident a.D., eine lange und bewegende Rede zur Lage der Nation, in der er das frustrierende Ergebnis des von der großen Koalition verabschiedeten Klimapaketes als Kapitulationserklärung als mutlosen und unsozialen Unsinn kommentierte, mangelnde Zivilcourage und zunehmende Mutlosigkeit kritisierte. Für so viel klare Worte gab es Standing Ovations.

Nach dem Art Dinner ist vor dem Art Dinner

Mit dem Erlös des Abends erweitert die Bürgerstiftung Berlin ihr Engagement in Berlin und gleich am nächsten Morgen wurde mit den Vorbereitungen für das Art Dinner 2020 begonnen. (dd)

Gastbeitrag: Kunstmarkt Berlin

Ein Appell von Johann König

Johann König

Johann König | Foto: Lukas Gansterer

Im Mai diesen Jahres wurde ich vom Staatssekretär für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Herrn Christian Rickerts zu einem runden Tisch „Galerien-Kunstmarkt“ in die Senatsverwaltung eingeladen. Herr Rickerts wollte sich mit mir als Experten über die aktuelle Situation, mögliche Bedarfe und Perspektiven des Kunststandortes Berlin austauschen. In der Einladung schmückte sich der Senat mit einer Auflistung zahlreicher Aktivitäten, die zur Unterstützung des Berliner Kunstmarkts von offizieller Stelle durchgeführt werden, in Wahrheit aber privat von den Galerien geleistet werden, ohne jede Zuwendung des Senats.

Dennoch habe ich mir die Zeit genommen für das etwa dreistündige Treffen. Ich habe die Senatsvertreter darauf hingewiesen, dass das Gallery Weekend und die art berlin unabhängige Veranstaltungen der Galeristen sind, die in keiner Weise bezuschußt werden. Die Berlin Art Week , die wiederum mit Fördergeldern in Höhe von 400.000 € vom Wirtschafts- und Kultursenat plus 100.000 € von der GASAG finanziert wird, fliesst an die Senatseigene GmBH Kulturprojekte, die u.a. eine Broschüre produziert, in der wir, die Kulturwirtschaft nicht genannt werden. Die Berlin Art Week hat auch sonst keine nennenswerten Effekte für den Kunstmarkt der Stadt. In der Broschüre wird keine einzige kommerzielle Galerie aufgeführt, dafür aber Kunstvereine, Museen, private Sammlungen, off-spaces und das Haus der Kulturen der Welt. Am absurdesten ist ein Berlin-Plan mit Art Awards, Urban Interventions, Projekträumen bis hin zum Kotti-Shop. Für alle ist Platz in dem Heftchen. Ein VIP Ticket zum kostenlosen Besuch zahlreicher Museen liegt bei. Die Galerien aber fehlen.

Vergißt der Senat, dass die Berliner Galerien die Kunstwirtschaft sind und sie der Stadt Besucher aus aller Welt bescheren, den sogenannten „Qualitätstourismus“, Geld in die Kassen spülen, inklusive Image-Gewinn? Fast eine halbe Million Euro Wirtschaftsförderung, die für alles mögliche, nur nicht für die Kulturwirtschaft ausgegeben werden. Was soll der Sinn und Zweck dieser Wirtschaftsförderung sein? Wie sollen junge Galerien in dieser Stadt Fuß fassen können, wenn man sie komplett ignoriert? Sie müssen alles aus eigener Tasche zahlen, ohne Zuschüsse, ohne finanzielle Unterstützung. Die Einladungen an die Kunden, deren Hotels und die Teilnahmegebühren, die Ausstellungen. Die Wirtschaftsförderung ist weit weg. Eine halbe Million Euro landet im Wasserkopf der Kulturprojekte Berlin.

Für die sensationellen, auch internationalen Erfolge der privat von den Galerien durchgeführten Veranstaltungen wie dem Gallery Weekend, ist allein die hohe Qualität der Galerien Ursache. Das Gallery Weekend holt die ganze Kunstwelt in die Stadt, die Hotels und Restaurants sind ausgebucht, die Stadt profitiert immens. Es haben sich dadurch in der Hauptstadt Künstler aus der ganzen Welt angesiedelt. Sie finden ihre geistige Heimat in diesen Galerien.

Leider sind immer weniger Galeristen der jüngeren und jüngsten Generation unter ihnen. Hier muss die Förderung direkt und sofort ansetzen. Daher ist mein Vorschlag, die Förderung aus den Kulturprojekte Berlin heraus zu lösen und separat und direkt der Galerieszene zukommen zu lassen, wo sie gebraucht wird und etwas bewegt werden kann.

Pluvial im B-Part Exhibition Am Gleisdreieck

Mit Pluvial eröffnet Kerstin Ergenzinger das neue Ausstellungsformat Be Water im B-Part Exhibition Am Gleisdreieck. Nach ihrer einzigartigen Arbeit Raumtaster für Standart International #4 Spatial Clearings, einer ortspezifischen Lichtzeichnung, die mit einem zur programmierbaren Zeichenmaschine modifizierten Overheadprojektor entstand, wird die Zusammenarbeit nun fortgesetzt.

Pluvial – sinnliche und philosophische Beziehung zwischen Mensch und Ort

Ihre skulpturale Rauminstallation folgt der assoziativen Qualität des Regenrauschens und  untersucht die sinnliche und philosophische Beziehung zwischen Mensch und Ort, indem sie den horchenden Körper mit Momenten verbindet, in denen Nähe und Atmosphäre bisher unbekannte Bedeutungsebenen gewinnen.

Die Installation

Das 80-kanalige Rauminstrument besteht aus selbstgefertigten, digital gesteuerten Trommeln, welche nach dem String-Drum-Prinzip arbeiten und die Formgedächtnislegierung Nitinol als Instrumentendraht verwenden. Die hängenden Trommeln balancieren schwebend in einem großen wolkenartigen Mobile. Ihre metallischen Resonanzrohre heben und senken sich an den wärmeempfindlichen, kinetischen Nitinolsaiten und senden und klopfen an- und abschwellende Rhythmen und rauschende Harmonien durch den Raum. Pluvial lädt ein, sich in die akustischen und taktilen Klänge hinein zu begeben und ihnen zu folgen.

Regen materialisiert weißes Rauschen: moduliert durch die Tropfengröße und die Intensität des Niederschlags, akustisch und taktil gefiltert durch die Qualität der Umgebung, auf die die Tropfen treffen. Analog zum Phänomen Regen werden diese String-Drums mit zufälligen An-Aus-Spannungsimpulsen angesteuert, welche wiederum durch die Dichte und Intensität von gesammelten Niederschlagsmessungen auf den Weltmeeren moduliert werden.

Pluvial: Kunst, die sich in Zeit und Raum entwickelt

Es entsteht eine akustische Umgebung, die sich in Zeit und Raum entwickelt. Denn der physikalische Körper der Trommelwolke mit seinen unterschiedlichen Resonanzfrequenzen und deren Harmonischen wirkt wie ein Satz von Bandbreitenfiltern, definiert durch die unterschiedlichen Rohrlängen, -breiten und -materialien, sowie durch die zufallsbedingt variierenden Spannungen der Trommelfelle. Zusätzlich ist jede Trommel mit einem rückkoppelnden Pendel ausgestattet, das im erhitzten, vollangezogenen Moment die Schaltung unterbricht und die Rhythmen der einzelnen Trommeln weiter auseinanderlaufen lässt.

So simuliert und erzeugt Pluvial akustisch regnerische Bedingungen: sei es ein einzelner Niederschlag oder die anhaltenden Regenfälle einer bestimmten Jahreszeit, ein Klima von variabler Länge oder eine von starkem Niederschlag gekennzeichnete geologische Episode.

Die Klanginstallation knüpft an die Erfahrung an, bei wechselnden Witterungsbedingungen draußen zu sein, an die Wahrnehmungsoffenheit, die entsteht, wenn man diesen ungeschützt ausgesetzt ist. Durch ihre Skulpturalität und ihre zeitgleich nicht direkt über die Form erfahrbare Signifikanz entwickelt die Arbeit einen phänomenartigen Charakter und öffnet einen Erfahrungsraum, der sich an der Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft bewegt. Über auditive und visuelle Reize werden Empfindungen evoziert, ähnlich wie Regen Gedankenschweifen und traumähnliche Reisen anstößt. (red)

Be Water #1

Kerstin Ergenzinger – Pluvial: A Sono Tactile Architecture

Eröffnung: Freitag, 6. September 2019, 18 bis 22 Uhr

Ausstellung: 7. September bis 12. Oktober 2019

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag, 14 bis 18 Uhr

Die Künstlerin ist am 14. September und am 5. Oktober 2019 ab 16 Uhr anwesend.

B-Part Exhibition curated by loop

7. und 8. September Tag des offenen Denkmals 2019

Moderne. Modern. Berlin. Unter diesem Motto steht das kommende Wochenende, wenn über 330 Denkmalorte in Berlin wieder zum Tag des offenen Denkmals laden.

Alljährlich am zweiten Sonntag im September, in Berlin auch am Samstag davor, öffnen Denkmaleigentümer und ehrenamtliche Denkmalfreunde die Türen zu Bau-, Boden- und Gartendenkmalen. Seit 1993 findet diese beliebte Veranstaltung bundesweit im Rahmen der European Heritage Tage statt.

Mit dabei sind u.a. das Studentendorf Schlachtensee in Zehlendorf, welches 1959-64 errichtet wurde, das Gropiushaus in Neukölln, erbaut vom gleichnamigen Bauhausgründer, die Train-Kaserne in Spandau, der 1909 angelegte Motorflugplatz Adlershof und das Flugfeld Johannisthal, als Landschaftspark heute eine Schatzkammer der Natur mit Trudelwindkanal, großem Windkanal und Schalldämpfendem Motorenprüfstand.

In Mitte thematisieren Guides des Verbandes der Berliner Stadtführer neben der Architektur besonders die Fassade des Mosse-Hauses, errichtet 1901-03 von Wilhelm Cremer und Richard Wolffenstein als Sandsteinbau mit Jugendstil-Anklängen, später von Erich Mendelssohn umgebaut.

In der Erna-Berger-Str. hinterm Leipziger Platz kann der älteste erhaltene Grenzwachturm bestiegen werden.

App für den Tag des offenen Denkmals

Interaktiv den Tag des offenen Denkmals erleben | Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz

In Köpenick blickt die Gartenstadtsiedlung Elsengrund auf 100 Jahre Märchenviertel zurück und lädt am Sonntag zum gemeinsamen Grillen ein.

Ein Audioguide für Kinder wird auf dem Friedhof der Märzgefallenen in Friedrichshain vorgestellt, der die Revolutionen von 1848 und 1918/19 am authentischen Ort veranschaulicht.

Sonderführungen zu archäologischen Untersuchungen werden angeboten. Natürlich sind auch die Zitadelle Spandau, die Tautschule in Lichtenberg, in Neukölln das Sudhaus und die Kindl-Brauerei mit dabei.

Die vollständige Liste gibt es unter #tagdesoffenendenkmals#2019#berlin

Öffnungszeiten Sa/So von 10 – 18 Uhr. Rundgänge und Kuratorenführungen zum Teil nach Bedarf. Der Eintritt ist frei.

Das gedruckte Programm liegt kostenfrei im Landesdenkmalamt Berlin, Klosterstr. 47 in 10179 Berlin-Mitte aus. (dd)

B-Part Artist Studio

Mit dem B-Part Artist Studio wird Raum für Künstler geschaffen, in dem Kunst zum Leben erwacht. Erster Künstler im B-Part Artist Studio ist Boris Hegenbart.

Mit Flaechenfinder arbeitet der gebürtige Berliner Klangkünstler Boris Hegenbart (*1969) in den B-Part Artist Studios am Gleisdreieck an einer ortsspezifischen Arbeit in drei Teilen, die auf die Umgebungsklänge der temporären (Holz-)Architektur des B-Parts Am Gleisdreieck in Berlin reagiert. Ein Einblick in die Studioarbeit und auf den aktuellen Zwischenstand der Intermedia Installation gibt es vom 6. bis 14. September 2019. Die Installationen werden dann abschließend im Sommer 2020 gezeigt.

Boris Hegenbart ist freischaffender Komponist und Musiker für elektro-akustische Musik und Klang-Kunst. Sein Studium absolvierte er am Institut für elektroakustische Musik und elektronische Medien in Wien (ELAK) und vertiefte seinen Schwerpunkt Live-Elektronik an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien. Hegenbarts Arbeit erstreckt sich von Sound-Installationen über elektroakustische Konzerte und Performances bis hin zu Kompositionen für Theater, Tanz und experimentelle Video-Kunst. (dd)

Öffnungszeiten:

  • 6. September 2019, 18-22 Uhr
  • 7. September 2019, 14-18 Uhr
  • 11.-14. September 2019, 14-18 Uhr

Veranstaltungen

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