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Pokerhauptstadt Berlin: WPTDeepStacks 2019 in der Spielbank Berlin

Das wohl populärste Kartenspiel der Welt fasziniert seit jeher die Menschen und kann auch in Deutschland immer mehr Spieler begeistern. Nun wird die Hauptstadt ihrem Ruf als internationaler Poker-Hotspot einmal mehr gerecht, denn Berlin ist aktuell das Epizentrum des internationalen Pokerspiels! Die Spielbank Berlin ist vom 8. bis zum 14. Januar 2019 Austragungsort des größten europäischen Pokerturniers des Jahres: Das WPT Deepstacks Berlin Festival. Insgesamt werden hunderte Profis und Gelegenheitsspieler aus ganz Europa zu dem Mega-Event erwartet.

Epizentrum der Pokerwelt: Die Spielbank Berlin | Foto: wikimedia.commons/Dirk Ingo Franke. https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Berlin_Potsdamer_Platz_Spielbank_13.01.2015_17-40-24.jpg

Epizentrum der Pokerwelt: Die Spielbank Berlin | Foto: wikimedia.commons/Dirk Ingo Franke. https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Berlin_Potsdamer_Platz_Spielbank_13.01.2015_17-40-24.jpg

Der Mythos der großen Pokerturniere

Die renommierte World Poker Tour ist in den USA seit vielen Jahren eine feste Größe innerhalb der Turnierserien und gilt weltweit als eines der wichtigsten Poker-Events überhaupt. Den größten Reiz macht dabei – neben dem Spiel selbst – sicher die Tatsache aus, dass man sich über unterschiedliche Satellite-Turniere bereits mit günstigen Buy-Ins für das Main-Event und mit ein wenig Glück für das große Finale qualifizieren kann. So waren es in der Vergangenheit immer wieder spektakuläre Amateur-Siege, die zum Mythos der großen Pokerturniere der Welt beigetragen haben.

Spieler aus der ganzen Welt werden erwartet

„Für uns ist es ein absolutes Highlight, das bedeutendste Pokerturnier Europas in diesem Jahr erneut auszurichten“, so Christiane Brümmer, Geschäftsführerin der Spielbank Berlin. „Berlin entwickelt sich immer mehr zur Hauptstadt des Pokerspiels und wir freuen uns darauf, Spieler aus der ganzen Welt bei uns zu begrüßen. Gemeinsam mit der WPT haben wir ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das allen Poker-Fans ein spannendes und unterhaltsames Event garantiert.“

Höhepunkt ist das WPTDeepStacks Main Event

Höhepunkt ist das WPT DeepStacks Main Event, das am 11. Januar stattfinden wird. €500.000 sind dabei als Preispool garantiert. Eröffnet wird das Event mit einem €360 + 40 NLH 8-max Turnier, bei dem €50.000 als Preispool garantiert sind. Erwartet wird neben zahlreichen prominenten Spielern auch Paul Michaelis, der erst kürzlich in Prag 840.000 Euro abgeräumt hat. (red)

GEWINNSPIEL: Blaue Bescherung in Berlin

Passend zu Weihnachten verlost die BERLINboxx drei Gutscheinbücher von Gutscheinbuch.de! Hier finden sich die Teilnahmebedingungen ebenso wie die Möglichkeit, an der Verlosung teilzunehmen: https://www.facebook.com/BERLINboxx/

Etwas für den Schatz, ein Präsent für die Eltern oder Großeltern oder eine kleine Aufmerksamkeit für Freunde: Die Vorweihnachtszeit ist oft getrübt von der stressigen Geschenkejagd. Wer ein Geschenk für alle sucht, greift zum Gastround Freizeitführer „Schlemmerreise mit Gutscheinbuch.de Berlin & Umgebung 2018/2019“. Über das  hochwertige Gutscheinbuch voller 2für1-Gutscheine freuen sich nicht nur Genießer, sondern auch Wellness-Jünger,  Adrenalin-Junkies, Kulturinteressierte und viele mehr.

Regionale Highlights und Geheimtipps entdecken

Ein schönes Abendessen zu zweit, ein Relax-Tag in der Therme oder eine ausgiebige Shoppingtour: Die  „Schlemmerreise mit Gutscheinbuch.de Berlin & Umgebung“ lädt zu einer genussreichen Entdeckungsreise voller regionaler Highlights und Geheimtipps ein. Mit so vielen 2für1-Angeboten wie nie zuvor bietet das blaue Gutscheinbuch in diesem Jahr eine große Auswahl an Gutscheinen aus Bereichen wie Gastronomie, Wellness,  Freizeit, Kultur oder Shopping. Restaurants spendieren etwa das zweite Hauptgericht, beim Wellness muss der Partner für die Anwendung nichts bezahlen oder im Theater ist die zweite Eintrittskarte gratis.

Entdecken, genießen und sparen in und um Berlin

Mit dabei in der Ausgabe 2018/2019 sind unter anderem:

 – Raymons, Berlin-Spandau
 – Numero Uno, Berlin-Chalottenburg
 – HABEL am Reichstag, Berlin-Mitte
 – Atlantik, Berlin-Schöneberg
 – Friedrichstadt-Palast, Berlin-Mitte
  -BrotfabrikKino, Berlin-Weißensee
  -u.v.m.

Extra-Geschenk für noch mehr Genuss

Mit den 195 Gastronomie- und 113 Freizeitgutscheinen der „Schlemmerreise mit Gutscheinbuch.de Berlin & Umgebung“ lassen sich mehrere Hundert Euro pro Buch sparen. Auf die Beschenkten wartet außerdem eine  zusätzliche Überraschung. Die Kundenkarte in jedem Buch gewährt Zugriff auf 8.000 weitere kostenlose Online-Coupons mit reinen 2für1-Angeboten. Einfach unter www.gutscheinbuchplus.de anmelden, Wunsch-Gutscheine generieren und drauflos sparen. (red)

 

 

Jüdisches Lichterfest Chanukka am Brandenburger Tor – Plädoyer für Toleranz und Geschlossenheit.

Mit einem Festakt und im Beisein des Bundespräsidenten, des Regierenden Bürgermeisters und zahlreichen politischen Vertretern aus aller Welt ist am Sonntagabend am Brandenburger Tor das jüdische Chanukka-Fest eingeläutet worden. Rabbiner Yehuda Teichtal entzündete gemeinsam mit Frank-Walter Steinmeier das erste der acht Lichter am Chanukka-Leuchter. Der zehn Meter hohe Leuchter am Brandenburger Tor ist der größte Chanukka-Leuchter Europas.

 

„Um Hass und Feindschaft entgegenzustehen, wollen wir ein Symbol für Toleranz und Freundschaft in die Welt senden. Das ist der Gedanke des Chanukka-Festes“, so Rabbiner Yehuda Teichtal. „Wir wollen mit Chanukka Licht in die Dunkelheit bringen. Mir persönlich bedeutet es sehr viel, dass diese Botschaft hier in Berlin so viel Unterstützung erfährt. Mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller als Repräsentanten des Bundes und der Berliner Politik haben wir langjährige und treue Partner gefunden, die sich mit uns gemeinsam für diese Ziele einsetzen.“

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier | Foto: Dirk Lässig

Vor mehreren hundert Zuhörern rief Frank-Walter Steinmeier zu Toleranz und Geschlossenheit auf: „Die Lichter stehen in unseren beiden Religionen für Hoffnung. Unsere gemeinsame Geschichte kann und darf keinen Schlussstrich kennen, denn Hass und antisemitische Hetze zeigen sich wieder in ganz Europa. Altem und neuem, leisem und stillen Antisemitismus werden wir entschieden entgegentreten.“

Jüdisches Leben ist wieder in Berlin angekommen

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller fügte hinzu: „Der Chanukka-Leuchter hier am Brandenburger Tor ist für mich immer noch etwas ganz Besonderes. Unsere Stadt ist eine friedliche, freie und offene Metropole, die Menschen aus aller Welt einlädt, mit uns hier zu feiern. Jüdisches Leben ist wieder in unserer Stadt angekommen!“

Der größte Chanukka-Leuchter Europas wird entzündet | Foto: Dirk Lässig

Der größte Chanukka-Leuchter Europas wird entzündet | Foto: Dirk Lässig

Langjährige Unterstützung durch die SANUS AG

Für die SANUS AG, die auch in diesem Jahr ihr langjähriges Engagement fortsetzt, ist der gemeinschaftliche Gedanke des Lichterfestes besonders entscheidend. „Wir sind dankbar, dass es wieder ein so vielfältiges jüdisches Leben in unserer Stadt gibt“, so Thomas Klein, Aufsichtsratsvorsitzender der SANUS AG. „Berlin ist eine weltoffene und tolerante Stadt, die vielen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Religion eine Heimat ist. Diese Stadt ist unser Zuhause und wir akzeptieren nicht, dass diese Gemeinschaft durch Hass und Zwietracht entzweit wird!“

 

Chanukka wird weltweit gefeiert

Das jüdische Chanukka, Hanukkah oder auch Lichterfest wird vom 02. Dezember bis zum 10. Dezember 2018 gefeiert. Es findet immer am 25. Tag des jüdischen Monats Kislew statt. Chanukka-Leuchter werden traditionell auch vor dem Weißen Haus in Washington, nahe dem Big Ben in London und auf dem Roten Platz in Moskau aufgestellt.

In Berlin wird das Chanukka-Fest durch das Jüdische Bildungszentrum Chabad ausgerichtet. Die Einrichtung hat es sich zum Ziel gesetzt, als Plattform für Kultur und die Traditionen des Judentums das Leben in Berlin zu bereichern. Dabei ist das Bildungszentrum ein engagierter Dialogpartner für interessierte Bürger. (red)

 

Weihnachts-Handwerkskunst live erleben

Sie sind weltbekannt: Die kunstvollen Weihnachtsfiguren, Schwibbögen, Pyramiden und Baumbehänge von Käthe Wohlfahrt. Entworfen und bemalt werden die Prototypen über 500 Kilometer von Berlin entfernt im fränkischen Rothenburg – allesamt in Handarbeit.

Nun gibt es die Möglichkeit, die Herstellung der detailverliebten Figuren genau zu beobachten. Fachmann Stefan Hübel zeigt, wie die Krippen, Pyramiden, Spieluhren gedrechselt und zusammengesetzt werden. Spanbaumstecher André Hunger führt vor, wie ein sogenannter Spanbaum gefertigt wird.

Traditionshandwerk bei Käthe Wohlfahrt | Foto: Käthe Wohlfahrt

Individualisierter Weihnachtsschmuck

Bei Kalligraph Gosbert Stark hat man die Möglichkeit, Holzobjekte oder Christbaumkugeln individualisieren zu lassen. Mit Namen oder Grüßen als originelles Geschenk – oder als ganz besondere Heiligabend-Überraschung für die Liebsten. “Einmal hat jemand auf die Kugel schreiben lassen: “Willst Du mich heiraten?” und sie in den Baum gehängt”, erzählt Felicitas Höptner, Leiterin des deutschen Weihnachtsmuseums und Pressereferentin bei Käthe Wohlfahrt.

Die Weihnachts-Fachfrau empfiehlt, spätestens jetzt noch stressfrei mit den Weihnachtsbesorgungen zu beginnen. Besonders wichtig: “Jetzt gibt es noch alle Neuheiten des Jahres 2018, die teilweise nur in begrenzter Stückzahl gefertigt werden können.”

Größte Indoor-Pyramide im Shop am Kudamm

Kostenfrei kann man im Käthe-Wohlfahrt-Geschäft außer den Live-Handwerkspräsentationen Deutschlands größte Indoor-Pyramide besichtigen. Mit über sieben Metern Höhe reicht sie bis ins Obergeschoss des Geschäftes und man kann auf einer Rotunde von unten bis oben um sie herumgehen. Im Mittelpunkt der Pyramide steht die Krippenszene “Stille Nacht” – passend zum Stille-Nacht-Jahr, in dem das Weihnachtslied mit seiner bewegten Geschichte 200-jähriges Jubiläum feiert.

Produktion in Handarbeit Foto: Käthe Wohlfahrt

 

Aktionstage im Weihnachtsfachgeschäft

Die Weihnachtsaktion findet statt am Freitag, 23.11. und Samstag, 24.11. von 11:00 – 17:00 Uhr sowie Sonntag, 25.11. Von 13:00 – 16:00 Uhr im Weihnachtsfachgeschäft „Käthe Wohlfahrt“, Kurfürstendamm 225/226, Ecke Joachimsthaler Straße.

Aleksander Dzembritzki: Sportmetropole mit gutem Ruf

Rund 40 nationale und internationale Sportevents fördert die Senatsverwaltung für Inneres und Sport jährlich. Kein Wunder, dass die Hauptstadt Deutschlands führende Sportmetropole ist. Über kommende Veranstaltungen, Ehrenamt und Engagement im Sport sprach die BERLINboxx mit Aleksander Dzembritzki, Staatssekretär für Sport.

Herr Dzembritzki, Berlin ist eine Sportmetropole. Welche nationalen und internationalen Sportgroßveranstaltungen wollen Sie für die Hauptstadt gewinnen?

Berlin punktet im Wettbewerb mit anderen Sportmetropolen durch hervorragendes Renommee, Kompetenz, Gastfreundlichkeit und großer Sportbegeisterung der Bevölkerung sowie vielfältiger und leistungsfähiger Sportinfrastruktur. Erst vor wenigen Wochen haben wir den Zuschlag für die UEFA EURO 2024 erhalten. Mindestens sechs Spiele werden im Berliner Olympiastadion ausgetragen – und Berlin hofft natürlich auf das Endspiel. Zudem wird sich Ende November entscheiden, ob wir Ausrichter der Special Olympics World Summer Games 2023 werden. Für uns wäre es eine große Ehre und es hätte auch eine Signalwirkung im Bereich der Inklusion. Allerdings stehen bereits jetzt im Berliner Sportkalender für 2019 folgende Events fest: Die Handball-WM, der Weltcup im Bogenschießen und die sogenannten „Finals“, einem Final-Wochenende der Deutschen Meisterschaften in zehn verschiedenen Sportarten. Darüber hinaus tragen wir 2020 die WM im Bahnradsport aus.

Berlin boomt, so auch die Berliner Sportwirtschaft. Wie reagieren Sie darauf als Sportstaatssekretär?

Zuerst einmal freut es mich sehr, dass so viele Berlinerinnen und Berliner Sport treiben. Steigende Mitgliederzahlen sind ein positives Signal, bedeuten aber in der Regel auch steigenden Sportstättenbedarf. Hier gibt es verschiedene Ansatzpunkte: Zum Beispiel unterstützen wir die Bezirke mit Geld und Expertise für die Aufstellung von Sportentwicklungsplänen. Diese Pläne
sollen darstellen, an welchen Standorten der Sportbedarf aufgefangen werden kann. Zudem kommen die Gelder aus dem Vereinsinvestitionsprogramm und dem Sportanlagensanierungsprogramm den Bezirken zugute. Auch unsere Schulstandorte bieten viel Potenzial für Sport- und Bewegungsflächen. Derzeit sprechen wir
schon mit allen Bezirken und der Bildungsverwaltung über diese Möglichkeiten.

Der Bund hat für 2018 die Fördergelder erhöht. Wohin fließen die Mittel?

Die Mittel des Bundes fließen in die Leistungssportstrukturen, also überwiegend in die Spitzensportinfrastruktur und in die Verbände. Diese Förderung des Spitzensports ist wichtig. Sie verbindet erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler mit Berlin, die zum guten Ruf und positiven Image der Sportmetropole beitragen. Außerdem sind sie Anreiz und Motivation für den sportlichen Nachwuchs und fördern die Identifikation mit Berlin als Lebensort. Auf Berliner Vereine haben die Fördergelder des Bundes jedoch keine direkten Auswirkungen. Ohne den Einsatz zahlreicher Ehrenamtlicher wäre der Berliner (Breiten-)Sport nicht möglich.

Wie unterstützt das Land Berlin Ehrenamtliche?

Ehrenamt ist für unsere Gesellschaft enorm wichtig. Allein in Berlin engagieren sich rund 60.000 Menschen in über 2.000 Sportvereinen ehrenamtlich. Die Bedeutung des Ehrenamts geht weit über den Sport hinaus. Zum Beispiel unterstützt das Land Berlin bürgerschaftliches Engagement bereits mit unterschiedlichen Programmen, wie der Ehrenamtskarte oder dem Berliner FreiwilligenPass. Der Landessportbund trägt eine jährliche Ehrenamtsgala aus. Darüber hinaus gibt es verschiedene Ehrenplaketten und -nadeln bis hin zum Verdienstorden des Senats, die für außerordentliches Engagement verliehen werden. Das Ehrenamt – egal ob im Sport oder anderen Bereichen – braucht öffentliche Anerkennung, um fortbestehen zu können. (lj)

 

Berlin Art Week: Galerie Marzona erhält VBKI-Preis

Der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) und der Landesverband Berliner Galerien (lvbg) haben zum zweiten Mal den mit 10.000 Euro dotierten VBKI-Preis BERLINER GALERIEN vergeben. In diesem Jahr erhielt ihn die Galerie Marzona auf der art berlin fair for modern and contemporary art.  Feierlich übergeben wurde der Preis von der Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Ramona Pop.

VBKI-Preis

Der Preisträger aus Berlin-Kreuzberg wurde vor rund 250 prominenten Gästen bei einer feierlichen Preisverleihung am 28.09.2018 gekürt. Schauplatz war die art berlin fair for modern and contemporary art am Flughafen Tempelhof. In Würdigung des Ausstellungsprojekts „parallélisme élémentaire“ des Künstlers Aron Mehzion fiel die Wahl der Expertenjury in diesem Jahr auf die Galerie Marzona. Erst 2014 gründete Daniel Marzona seine Galerie, die aktuell 11 Künstler repräsentiert.  Auch die beiden weiteren Finalisten, die Galerien Schwarz Contemporary und Dittrich & Schlechtriem, wurden ausgezeichnet. Ziel des von VBKI und dem lvbg 2017 gegründeten Preises ist es, auf die bedeutende Rolle der Galerien für den Kunststandort Berlin aufmerksam zu machen.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des VBKI-Kulturausschusses Bernd Wieczorek hielt Wirtschaftssenatorin Ramona Pop die Festrede. „Der Kunstmarkt ist mit über 300 Galerien ein wichtiger Wirtschafts- und Standortfaktor unserer Stadt – undes gibt genügend Platz, um weiter zu wachsen. Berlin ist ein Hotspot für zeitgenössische Kunstproduktion, und wir sind stolz auf die Vielfalt der Berliner Kunst- und Kulturszene – mein  großer Dank gilt Förderern wie dem VBKI und dem lvbg, die den Standort voran bringen“, so Pop.

Galerie Marzona

In seiner anschließenden Laudatio würdigte Dr. Sebastian Preuss, stellvertretender Chefredakteur von WELTKUNST, den diesjährigen Preisträger. „Daniel Marzona vertritt in seiner Galerie mit großem Engagement Künstler, deren Werke sich schneller, modischer Vermarktung verweigern. Es ist eine Kunst, die die konzeptuellen Ansätze der Sechziger und Siebziger in die Gegenwart führt. Eine Kunst, die einer intensiven Vermittlung bedarf, deren Präsentation eine sensible Ausstellungsästhetik, kunsthistorische Tiefenschärfe und Eloquenz beim Erklären verlangt. All dies setzt Daniel Marzona in beeindruckender Weise um. Auf dem vielstimmigen Feld der vielen Berliner Galerien setzt er ein ruhiges, ernsthaftes, in die Tiefe gehendes Zeichen“, resümierte Preuss.

Aron Mehzion beschäftigt sich in seinem Werk mit physikalischen und mathematischen Fragen der Spiegelsymmetrie. So offenbart sich etwa in Gipsabdrücken von vertrauten Gegenständen – zum Beispiel einer Kinderhand – die komplexe zeitliche Struktur eines Gegenstandes. Daher sind die Abdrücke gegenwärtig und zugleich vergangen. Einer der künstlerischen Gewährsleute dabei ist Marcel Duchamp.

Kunstförderung

Die Begründer des Preises verstehen ihre Initiative als Förderung des Kunstmarktstandorts Berlin. Bewerben konnten sich Berliner Galerien mit mindestens drei und maximal zehn Jahren Geschäftsbetrieb. Darunter zu verstehen sind Kunstbetriebe, die als sogenannte Erstgalerie am Markt aktiv sind. Das heißt die Bewerber müssen den Handel mit Kunstwerken direkt aus den Ateliers der Stadt heraus betreiben. Somit garantieren sie die Infrastruktur des Berliner Primärmarktes.

In der Experten-Jury des VBKI-Preises BERLINER GALERIEN saßen unter anderem: Michael Haas (Inhaber Galerie Michael Haas), Dr. Christine Nippe (Kuratorin), Dr. Sebastian Preuss (stellv. Chefredakteur Weltkunst) und Bernd Wieczorek, VBKI-Präsidiumsmitglied und Vorsitzender des VBKI-Kulturausschusses. (red)

Käthe Wohlfahrt eröffnet Weihnachtssaison am Kudamm

Weihnachten ist das Fest der Liebe und steht für gemeinsame Stunden mit der Familie. Unerlässlich für die richtige Atmosphäre ist die passende Dekoration. Am gestrigen Mittwoch eröffnete das Familienunternehmen Käthe Wohlfahrt schon einmal die Weihnachtssaison. Im Mittelpunkt in der Niederlassung am Berliner Kurfürstendamm stand dabei eines der beliebtesten Weihnachtslieder überhaupt: „Stille Nacht“. Es feiert in diesem Jahr sein 200-jähriges Jubiläum.

„Stille Nacht heißt Gemeinsamkeit leben. Und das ist das, was ich gerne vermitteln möchte; möglichst schon jetzt, nicht nur vor Weihnachten“, sagte Harald Wohlfahrt, Geschäftsführer von Käthe Wohlfahrt. Für ihn hat das bekannte Weihnachtslied eine ganz persönliche Bedeutung: 1963 inspirierte eine Spieldose seine Eltern zu der Geschäftsgründung. Sie spielte natürlich „Stille Nacht“. Zum großen Jubiläum des Weihnachtsklassikers fertigte Käthe Wohlfahrt viele Sondereditions-Artikel an.

Unternehmenschef Harald Wohlfahrt. Foto: Käthe Wohlfahrt

Unternehmenschef Harald Wohlfahrt. Foto: Käthe Wohlfahrt

Käthe Wohlfahrt ist eine Erfolgsgeschichte

Rückbesinnung – es scheint ein zentrales Thema der Weihnachtssaison zu sein. Ob durch „Stille Nacht“ oder generell durch traditionelle Weihnachtsdekoration: Wohlfahrt wünscht sich, dass an Weihnachten alle kurz innehalten und sich auf die Familie zurückbesinnen. „Für mich war Weihnachten immer ein Familienfest“, erklärte er. Doch ist für ihn die Familie nicht nur emotional, sondern auch geschäftlich mit Weihnachten verbunden. Denn 1991 übernahm Wohlfahrt die Leitung des in zweiter Generation geführten Familienunternehmens. Eine Erfolgsgeschichte, wie sie im Buche steht: Wohlfahrts Eltern fingen bereits 1963 mit Verkaufsständen auf Wohltätigkeitsbasaren und gründeten ein Jahr später das Unternehmen Käthe Wohlfahrt. 1977 folgte der Umzug in das romantische Rothenburg ob der Tauber, wo das Unternehmen noch heute ansässig ist. Heute ist Käthe Wohlfahrt weltweit in neun Ländern vertreten. Zudem sorgt der Online-Handel dafür, dass deutsche Weihnachtsdekoration in die ganze Welt geliefert wird.

Egal, wo die Weihnachtsdekoration auf der Welt landet, alle Produkte haben eins gemeinsam: Die Liebe zum Detail. In der Rothenburger-Weihnachtswerkstatt entstehen selbst entworfene Artikel in liebevoller Handarbeit. Auch das Highlight der Eröffnung am Kudamm, eine sieben Meter hohe Holzpyramide, wurde speziell für das Geschäft in Charlottenburg angefertigt. Geschäftsführer Wohlfahrt weihte die Pyramide mit Diakon Wolfgang Nebel, Zentrumskoordinator der Berliner Stadtmission, ein. Gemeinsam platzierten sie Maria, Josef und Jesus, die drei letzten fehlenden Krippenfiguren, auf der untersten Ebene der Pyramide.

Käthe Wohlfahrt am Kurfürstendamm | Foto: Käthe Wohlfahrt Berlin

Käthe Wohlfahrt am Kurfürstendamm | Foto: Käthe Wohlfahrt Berlin

Tradition in Gefahr?

Doch auch abseits der Weihnachtssaison sind die Geschäfte von Käthe Wohlfahrt geöffnet. Nur, wie verkauft man das ganze Jahr über saisonale Artikel? „Das geht eigentlich nicht. Wir schaffen es nur, über den Sommerverkauf an internationale Kunden die Zeit bis zum Herbst oder Winter zu überbrücken“, erklärte Wohlfahrt. Mit Sorge sieht er hingegen internationale Trends in der Branche. „Überall sieht man Gefunkel, das geht fast schon in Richtung Partycharakter“, bemängelte er. Natürlich beeinflussen internationale Trends die Produkte – der Kern, die deutsche Kultur, bleibt jedoch stets erhalten. Käthe Wohlfahrt ist ein Traditionsunternehmen, das ist dem Geschäftsführer wichtig. Daher auch die Jubiläums-Aktion zum traditionsreichen „Stille Nacht“.

Tradition, wohin man blickt: Die Käthe-Wohlfahrt Niederlassung am Kurfürstendamm. Foto: Käthe Wohlfahrt

Tradition, wohin man blickt: Die Käthe-Wohlfahrt Niederlassung am Kurfürstendamm. Foto: Käthe Wohlfahrt

Der Zentrumskoordinator der Berliner Stadtmission, Diakon Wolfgang Nebel, schreibt dem Stück auch heute noch hohe Aktualität zu: „Der Knabe im lockigen Haar schläft in himmlischer Ruhe. Mir fallen da eher Bilder ein von Kleinkindern ein, die in ihrer Unschuld erschöpft an die Arme ihrer Mütter lehnen – bettelnde Mütter, auf der Straße. Hier in Berlin kennen wir solche Bilder gut.“ Er appelliert daran, dass Menschen in der Weihnachtszeit vom reinen Konsum absehen und sich für ihre Mitmenschen einsetzen. „Wir müssen als Gesellschaft lernen, auch abseits von Weihnachten Gefühle ausdrücken zu dürfen und miteinander, nicht nebeneinander, zu leben“, so Nebel. (ke)

Art Dinner 2018: Kunstauktion für den guten Zweck

Kunst und Kultur für einen guten Zweck – das versprach die bereits siebte Auflage des Art Dinners der Bürgerstiftung Berlin. Im Zuge der diesjährigen Veranstaltung konnten die 350 geladenen Gäste exklusive Kunstwerke für einen guten Zweck ersteigern. Denn die Erlöse kommen den Projekten der Bürgerstiftung Berlin zur Leseförderung an Berliner Brennpunktschulen zugute.

„Nichts, was Sie für Kinder tun ist jemals verschwendet“, betonte die anwesende Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Franziska Giffey. Sie war außerdem Schirmherrin des Art Dinners. Lobende Worte kamen zudem von Michael Müller, dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, der die gesellschaftlich wertvolle Arbeit der Stiftung hervorhob.

Führungswechsel während des Art Dinners

Darüber hinaus bot der Abend noch einen weiteren Anlass zum Feiern: Den feierlichen Stabwechsel der Führungsspitze. Ab sofort steht Top-Managerin Vera Gäde-Butzlaff der renommierten Bürgerstiftung vor. Noch bis Februar dieses Jahres war Vera Gäde-Butzlaff die Vorsitzende der GASAG AG. „Wir sind froh und dankbar eine so erfahrene Führungspersönlichkeit für die Bürgerstiftung Berlin gewonnen zu haben“, so der Vorsitzende des Stiftungsrates, Klaus Siegers. Denn neben ihrer Arbeit im Vorstand des Stiftungsrates ist die ehemalige Richterin als Vorsitzende im Aufsichtsrat des Krankenhausbetreibers Vivantes GmbH tätig. Also überrascht es wenig, dass der Stiftungsrat sie einstimmig zur Nachfolgerin wählte.

Die bisherige Vorsitzende Heike Maria von Joest legte ihr zehnjähriges Engagement in der Stiftung nieder. „Heike Maria von Joest hat die Bürgerstiftung Berlin in außerordentlicher Weise nach vorne gebracht, das Stiftungs- und Spendenvolumen beachtlich erhöht und die Stiftung in der öffentlichen Wahrnehmung unserer Stadt als einem wesentlichen Akteur der Ehrenamts-Szene ganz neu etabliert“, dankte Klaus Siegers, der ausscheidenden Vorsitzenden sehr herzlich.

 

Großer Andrang im Saal der Mercedes-Welt| Foto: Andreas Amann

Großer Andrang im Saal der Mercedes-Welt am Salzufer | Foto: Andreas Amann

Erlöse im sechsstelligen Bereich

Die stolze Summe von 103.200 Euro konnte die Auktion unter der professionellen Leitung von Kilian Jay von Seldeneck vom Kunsthaus Lempertz im Rahmen des Art Dinners erzielen. Neben Skulpturen der unterschiedlichsten Formen, Größen und Materialien gab es eine „Silent Auction“ während des Dinners. Hier konnten die Gäste per Höchstgebot besondere Events ersteigern. Unter anderem gehörten dazu die Teilnahme an einer Redaktionssitzung des Tagesspiegels oder ein Tagestrip auf die Rennbahn Hoppegarten.

Die Erlöse des Abends kommen dem Projekt LeseLust und dem Interaktiven Bilderbuchkino zugute. Darüber hinaus erhalten Schulen unter der Prämisse, dass sie ihre Büchereien aufstocken, eine allgemeine finanzielle Förderung. Über 10.000 Kinder profitierten in der Vergangenheit bereits davon. In Rahmen des Projekts LeseLust besuchen 500 ehrenamtliche Paten einmal wöchentlich Schulen und Kitas. Ziel ist es, Kinder für das Lesen und Themenfelder wie Naturwissenschaften zu begeistern.

Solche Projekte zeigen: Die Stiftung ist auf ehrenamtliches Engagement, Spenden sowie Charity -Veranstaltungen angewiesen. Events wie das Art Dinner setzen daher ein Zeichen für die Bereitschaft und das Interesse der Berliner, für einen guten Zweck aktiv zu werden. (red)

L.A. Poke: Kalifornisches Summer-Feeling im herbstlichen Berlin

An der Westküste der USA steht der Bundesstaat Kalifornien wie kein anderer Ort für einen lockeren Lifestyle. Speziell  Los Angeles gilt neben Sonne, Strand und ewigem Sommer als Ort für die Schönen und Fitten. Ähnliche Assoziationen erweckt das L.A. Poke nun in Berlin zum Leben. Im Restaurant an der Alten Schönhauser Straße können ernährungsbewusste Berliner und solche die es werden wollen auf ihre Kosten kommen.

Besonderheit im L.A. Poke sind sogenannte Poke Bowls, ein hawaiianisches Gericht, was vor allem in Kalifornien weit verbreitet ist. Hier trifft die japanische Küche auf die US-amerikanische Westküste. Vor allem ist das Gericht beliebt, da Kunden aus einer Vielzahl an Produkten wählen und so die Mahlzeit optimal den eigenen Wünschen anpassen können.

Nachhaltiges Angebot im L.A. Poke

Laura Eckrodt und Asif Oomer, die beiden Gründer des Restaurants, lernten am Strand von Kalifornien das Superfood kennen und lieben. Nach umfassender Recherche und unzähligen Reisen entstanden sowohl das Konzept des L.A. Poke, als auch der Plan, es in Berlin zu realisieren. „Wir wollten das kalifornische Lebensgefühl transportieren und gleichzeitig etwas Einzigartiges, Frisches und Neues kreieren, dass es so bisher in Deutschland nicht gibt“, so Asif Oomer. Berlin, als Deutschlands einzige Metropole, war hierfür der optimale Standort.

Im L.A. Poke wird nach Möglichkeit darauf geachtet, regionale und aus nachhaltiger Produktion stammende Lebensmittel zu verwenden. Mit dieser Unternehmensphilosophie fügt sich das Restaurant perfekt in die Foodszene der Hauptstadt ein. Vor allem der Bezirk Prenzlauer Berg, an den die Alte Schönhauser Straße angrenzt, gilt als Hotspot der Bio- und Nachhaltigkeitsbewegung.

 

Im L.A. Poke können sich Kunden nach dem Baukastenprinzip ihre eigene Bwol zusammenstellen | Foto: Julia Stein

Im L.A. Poke können sich Kunden nach dem Baukastenprinzip ihre eigene Bowl zusammenstellen | Foto: Julia Stein

Baukastenprinzip auf kalifornische Art

Als multikulturelle Stadt bietet Berlin zudem Foodlovern Kostbarkeiten aus allen Winkeln der Welt und darüber hinaus zahlreiche Variationen durch Fusionsküchen. Die Poke Bowls, als neuster Import für die Berliner Food-Szene, reihen sich in den berlinweit beliebten Trend der Buddha Bowls ein. Inspiriert durch ritualisierte Formen des Essens buddhistischer Mönche wird das gesamte Hauptgericht in einer großen Schale angeboten. Als Basis der Poke Bowl dienen entweder Reis, Quinoa oder Salat. Hinzugefügt wird meist ein Proteinspender wie Tofu, Seitan, Fisch oder Fleisch. Im nächsten Schritt sucht sich der Kunde im Baukastenprinzip Toppings aus. Das können Avocado, Edamame oder Sesam sein, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Außerdem verfeinert eine von vier hausgemachten Saucen das gesamte Ensemble.

Das Restaurant ist aber nicht nur kulinarisch im kalifornischen Stil gehalten. David Hockney, der lange Zeit in Kalifornien lebte, lieferte außerdem mit seinem Bild „ A Bigger Splash“ eine Inspiration für die farbliche Gestaltung. Außerdem gibt es auch für die Ohren gute Nachrichten: Culcha Candela-Rapper Mateo kreierte eine Playlist eigens für das Restaurant. „Wir wollen Superfood mit super guten Vibes verbinden“, erklärt Asif Oomer. Foodlover können entspannt in der gemütlichen Atmosphäre des L.A. Poke vor Ort essen. Für den Fall, dass es mal schnell gehen muss, gibt es zudem alle Gerichte auch als To-Go-Variante. Um unentschlossenen Gästen die Entscheidung leichter zu machen, hat das Diner Signature-Bowls wie die Santa Monica Tuna Bowl entwickelt. Damit bietet das L.A. Poke wirklich allen, die offen für kulinarische Neuheiten sind, eine gesunde Mahlzeit an. (ke)

 

Die farbliche Gestaltung ist von Hockneys „A Bigger Splash“ inspiriert | Foto: Jens Bösenberg

Besonders fantastisch erleuchtet: Zehn Jahre Botanische Nacht

Unter dem Motto das „Licht der Natur“ aus den gläsernen Gewächshäusern zu befreien, stand in diesem Jahr die zehnte Botanische Nacht. Am vergangenen Wochenende öffnete der seit 1995 der Freien Universität Berlin angehörige Garten seine Pforten zur Entdeckung zehn magischer Welten. Fantastische Gestalten und Elfenwesen, die während der gesamten Veranstaltung bereits durch die Gärten wanderten, wurden zum Finale der Nacht in einem großangelegten Licht- und Kostümspektakel vorgestellt. Schwimmende Bühnen, ein variantenreiches Konzertprogramm und überall versteckte Scheinwerfer, ließen bereits am Nachmittag vermuten, in welche Welt sich der Botanische Garten bei Nacht verwandeln würde. Aufgrund der hohen Nachfrage war das Programm der zehnjährigen Jubiläumsnacht erstmalig an zwei aufeinanderfolgenden Sommernächten mit identischem Programm zu sehen.

Während Musik, künstlerische Gestaltung und Lichtensemble im Mittelpunkt standen, nutzten Besucher auch die Gelegenheit das wiedereröffnete Viktoria-Haus zu besuchen. Die berühmte Königin der Seerosen entfaltet die Blüten ihrer Riesenschwimmblätter nur nachts und ist seit Juni wieder zu bewundern. Seit 2005 war das Haus aufgrund mangelhaften baulichen Zustandes geschlossen und seit 2013 aufwendig saniert worden. Pünktlich zur Botanischen Nacht spielt die Viktoria-Seerose, deren Blätter bis zu zwei Meter Durchmesser erreichen, im neuen energieeffizienten Haus nun wieder als Protagonistin mit.

 

Die Viktoria-Seerose blüht nur bei Nacht. | Foto: BERLINboxx

 

Nach der ersten britischen Monarchin des 19. Jahrhunderts, Königin Victoria benannt, ist sie die Königin der Seerosen. | Foto: BERLINboxx

Nach der ersten britischen Monarchin des 19. Jahrhunderts, Königin Victoria benannt, ist sie die Königin der Seerosen. | Foto: BERLINboxx

 

Botanische Nacht mit bunten Protagonisten

Den bunt schillernden Gestalten der zehn magischen Welten „Botanias“, begegnete man  bereits hier und da am Nachmittag. Eine beeindruckende finale Lightshow brachte sie dann in Bezug zueinander und erzählte die Befreiung des Spiegelpalastes am Großen Tropenhaus. Vor allem für Familien bot die Nacht ein reiches Programm. Vom Schattentheater über deutschen Rock, Jazz-Klänge und Burlesque bis hin zu tanzenden Wesen in Walking Balls war alles dabei. Doch auch die Violinistin im schwimmenden Ruderboot faszinierte in nebelhafter Lichtshow mit einem Repertoire aus Klassikern und Filmmusik. Das mysteriöse Setting des „Dunkelwaldes“ stimmte ein, die passend angelegten Rundgänge sorgten für Staunen.

 

Während der „Violinenklänge am See“ lauschte man unter anderem Klassikern der Filmmusik. | Foto: BERLINboxx

 

Schon ohne kristallisch anmutende Beleuchtung ein echter Hingucker, verwandelten sich die Gewächshäuser der Gärten letztes Wochenende in Paläste. Für manche kamen sie zum Finale, das von Elektro-Pianist Benjamin Richter begleitet wurde, vielleicht auch einem startbereiten Raumschiff näher. Das volle Programm der weitläufig verteilten Bühnen hielt Besucher jedoch nicht davon ab, die artenreiche Vegetation der Tropenhäuser zu bewundern. Hier und auf seinen Waldpfaden beherbergt der Botanische Garten auf 43.000 Hektar rund 22.000 verschiedene Arten. Während seiner gesamten 330-jährigen Geschichte waren die Institutionen des Gartens jederzeit öffentlich zugänglich.

 

Bei Anbruch der Dunkelheit verwandelten sich die Tropenhäuser des Botanischen Gartens in Kristallpaläste. | Foto: BERLINboxx

Bei Anbruch der Dunkelheit verwandelten sich die Tropenhäuser des Botanischen Gartens in Kristallpaläste. | Foto: BERLINboxx

 

Berlin erlebt Artenvielfalt seit 330 Jahren

Durch Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg 1679 gegründet, zählt der Botanische Garten zum brandenburgisch-preußischen Urgestein. Als eine der ältesten, mitteleuropäischen Institutionen seiner Art, erlebte er Aufstieg Glanz und Fall Preußens mit und wurde 1946 der Stadt Berlin übergeben. Inzwischen wurde der Lehrcharakter des Gartens durch ein Botanisches Museum, eine Bibliothek sowie ein Herbarium erweitert. Ab August lädt der Botanische Garten nun auch wieder zu einer Veranstaltungsreihe im und am Viktoria-Haus ein. Auf mehreren Bühnen finden jeden Samstag ab 18 Uhr Open-Air-Konzerte auf der großen Terrasse statt. Verlängerte Öffnungszeiten bis 24 Uhr ermöglichen an bestimmten Tagen einen Blick auf die seltene Blüte der Seerose.

 

Überall strahlten Scheinwerfer und Lichterketten die Artenvielfalt des Gartens in verschiedenen Farben an. | Foto: BERLINboxx

Überall strahlten Scheinwerfer und Lichterketten die Artenvielfalt des Gartens in verschiedenen Farben an. | Foto: BERLINboxx

 

Wer nicht schon von einer charmanten Waldelfe oder der guten Stimmung vor den Bühnen aufgehalten wurde, bewunderte die Blüte vielleicht schon während der Botanischen Nächte. Trotz wiedereröffneter Attraktionen herrschte zwar große Nachfrage, aber kein überfüllter Andrang. So war die mit Musik untermalte Entspannung abseits der städtischen Party-Nächte mit individueller Programmwahl zu genießen. (cn)

Veranstaltungen

Karneval der Kulturen

Der Karneval der Kulturen ist ein freudvolles Statement für eine offene und interkulturelle Gesellschaft. Er spiegelt seit mehr als 20 Jahren wie kaum eine andere Veranstaltung die Vielfalt Berlins wider. Hier kommen Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft und kultureller Bezüge zusammen, um Ihre Leidenschaften, Ideen und Wünsche kreativ auf die Straße zu bringen und bei freiem Eintritt mit einem aufgeschlossenen Publikum zu teilen. Die tägliche kreative und integrative Arbeit der teilnehmenden Gruppen wird an diesem Pfingstwochenende für die Öffentlichkeit sichtbar.

Auf dem großen Straßenumzug an Pfingstsonntag erobern jährlich ca. 4.000 Karnevalsakteure den öffentlichen Raum und zeigen den kulturellen Reichtum unserer Stadt, die Vielfalt künstlerischer Ausdrucksweisen und kreativen Umgang mit politischen und gesellschaftlich relevanten Themen. Der Umzug bietet Raum für Berliner Communities, die ihre kulturellen Wurzeln zeigen oder sie in eine neue Zeit führen wollen. Menschen jeden Alters und mit jedem kulturellen Hintergrund aus jedem Kiez Berlins haben hier die Gelegenheit, mit ihrem Anliegen sichtbar für die Öffentlichkeit zu sein. Die Motive und Impulse der Akteure sind so vielseitig wie unsere Stadt.

transmediale 2019

Die transmediale ist ein Festival und ganzjähriges Projekt in Berlin, das neue Verbindungen zwischen Kunst, Kultur und Technologie herausstellt. Das Ziel der Aktivitäten der transmediale ist es, ein kritisches Verständnis der gegenwärtigen, von Medientechnologien geprägten Kultur und Politik zu festigen. Im Laufe seiner 30-jährigen Geschichte hat sich das jährliche Festival zu einem der wichtigsten Events in den Kalendern von Medienkunstexpert*innen, Künstler*innen, Aktivist*innen und Student*innen aus aller Welt etabliert.

Die transmediale 2019 stellt die Frage in den Mittelpunkt, welche Rolle Emotionen, Empathie und kulturelle Emergenz in der digitalen Kultur spielen. Diesem thematischen Schwerpunkt entsprechend soll eine Umgebung für Emergenz von Erfahrungen und Wissen geschaffen werden, die über den begrenzten Zeitraum der öffentlichen Festivaltage hinausgeht.