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Art Dinner 2018: Kunstauktion für den guten Zweck

Kunst und Kultur für einen guten Zweck – das versprach die bereits siebte Auflage des Art Dinners der Bürgerstiftung Berlin. Im Zuge der diesjährigen Veranstaltung konnten die 350 geladenen Gäste exklusive Kunstwerke für einen guten Zweck ersteigern. Denn die Erlöse kommen den Projekten der Bürgerstiftung Berlin zur Leseförderung an Berliner Brennpunktschulen zugute.

„Nichts, was Sie für Kinder tun ist jemals verschwendet“, betonte die anwesende Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Franziska Giffey. Sie war außerdem Schirmherrin des Art Dinners. Lobende Worte kamen zudem von Michael Müller, dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, der die gesellschaftlich wertvolle Arbeit der Stiftung hervorhob.

Führungswechsel während des Art Dinners

Darüber hinaus bot der Abend noch einen weiteren Anlass zum Feiern: Den feierlichen Stabwechsel der Führungsspitze. Ab sofort steht Top-Managerin Vera Gäde-Butzlaff der renommierten Bürgerstiftung vor. Noch bis Februar dieses Jahres war Vera Gäde-Butzlaff die Vorsitzende der GASAG AG. „Wir sind froh und dankbar eine so erfahrene Führungspersönlichkeit für die Bürgerstiftung Berlin gewonnen zu haben“, so der Vorsitzende des Stiftungsrates, Klaus Siegers. Denn neben ihrer Arbeit im Vorstand des Stiftungsrates ist die ehemalige Richterin als Vorsitzende im Aufsichtsrat des Krankenhausbetreibers Vivantes GmbH tätig. Also überrascht es wenig, dass der Stiftungsrat sie einstimmig zur Nachfolgerin wählte.

Die bisherige Vorsitzende Heike Maria von Joest legte ihr zehnjähriges Engagement in der Stiftung nieder. „Heike Maria von Joest hat die Bürgerstiftung Berlin in außerordentlicher Weise nach vorne gebracht, das Stiftungs- und Spendenvolumen beachtlich erhöht und die Stiftung in der öffentlichen Wahrnehmung unserer Stadt als einem wesentlichen Akteur der Ehrenamts-Szene ganz neu etabliert“, dankte Klaus Siegers, der ausscheidenden Vorsitzenden sehr herzlich.

 

Großer Andrang im Saal der Mercedes-Welt| Foto: Andreas Amann

Großer Andrang im Saal der Mercedes-Welt am Salzufer | Foto: Andreas Amann

Erlöse im sechsstelligen Bereich

Die stolze Summe von 103.200 Euro konnte die Auktion unter der professionellen Leitung von Kilian Jay von Seldeneck vom Kunsthaus Lempertz im Rahmen des Art Dinners erzielen. Neben Skulpturen der unterschiedlichsten Formen, Größen und Materialien gab es eine „Silent Auction“ während des Dinners. Hier konnten die Gäste per Höchstgebot besondere Events ersteigern. Unter anderem gehörten dazu die Teilnahme an einer Redaktionssitzung des Tagesspiegels oder ein Tagestrip auf die Rennbahn Hoppegarten.

Die Erlöse des Abends kommen dem Projekt LeseLust und dem Interaktiven Bilderbuchkino zugute. Darüber hinaus erhalten Schulen unter der Prämisse, dass sie ihre Büchereien aufstocken, eine allgemeine finanzielle Förderung. Über 10.000 Kinder profitierten in der Vergangenheit bereits davon. In Rahmen des Projekts LeseLust besuchen 500 ehrenamtliche Paten einmal wöchentlich Schulen und Kitas. Ziel ist es, Kinder für das Lesen und Themenfelder wie Naturwissenschaften zu begeistern.

Solche Projekte zeigen: Die Stiftung ist auf ehrenamtliches Engagement, Spenden sowie Charity -Veranstaltungen angewiesen. Events wie das Art Dinner setzen daher ein Zeichen für die Bereitschaft und das Interesse der Berliner, für einen guten Zweck aktiv zu werden. (red)

L.A. Poke: Kalifornisches Summer-Feeling im herbstlichen Berlin

An der Westküste der USA steht der Bundesstaat Kalifornien wie kein anderer Ort für einen lockeren Lifestyle. Speziell  Los Angeles gilt neben Sonne, Strand und ewigem Sommer als Ort für die Schönen und Fitten. Ähnliche Assoziationen erweckt das L.A. Poke nun in Berlin zum Leben. Im Restaurant an der Alten Schönhauser Straße können ernährungsbewusste Berliner und solche die es werden wollen auf ihre Kosten kommen.

Besonderheit im L.A. Poke sind sogenannte Poke Bowls, ein hawaiianisches Gericht, was vor allem in Kalifornien weit verbreitet ist. Hier trifft die japanische Küche auf die US-amerikanische Westküste. Vor allem ist das Gericht beliebt, da Kunden aus einer Vielzahl an Produkten wählen und so die Mahlzeit optimal den eigenen Wünschen anpassen können.

Nachhaltiges Angebot im L.A. Poke

Laura Eckrodt und Asif Oomer, die beiden Gründer des Restaurants, lernten am Strand von Kalifornien das Superfood kennen und lieben. Nach umfassender Recherche und unzähligen Reisen entstanden sowohl das Konzept des L.A. Poke, als auch der Plan, es in Berlin zu realisieren. „Wir wollten das kalifornische Lebensgefühl transportieren und gleichzeitig etwas Einzigartiges, Frisches und Neues kreieren, dass es so bisher in Deutschland nicht gibt“, so Asif Oomer. Berlin, als Deutschlands einzige Metropole, war hierfür der optimale Standort.

Im L.A. Poke wird nach Möglichkeit darauf geachtet, regionale und aus nachhaltiger Produktion stammende Lebensmittel zu verwenden. Mit dieser Unternehmensphilosophie fügt sich das Restaurant perfekt in die Foodszene der Hauptstadt ein. Vor allem der Bezirk Prenzlauer Berg, an den die Alte Schönhauser Straße angrenzt, gilt als Hotspot der Bio- und Nachhaltigkeitsbewegung.

 

Im L.A. Poke können sich Kunden nach dem Baukastenprinzip ihre eigene Bwol zusammenstellen | Foto: Julia Stein

Im L.A. Poke können sich Kunden nach dem Baukastenprinzip ihre eigene Bowl zusammenstellen | Foto: Julia Stein

Baukastenprinzip auf kalifornische Art

Als multikulturelle Stadt bietet Berlin zudem Foodlovern Kostbarkeiten aus allen Winkeln der Welt und darüber hinaus zahlreiche Variationen durch Fusionsküchen. Die Poke Bowls, als neuster Import für die Berliner Food-Szene, reihen sich in den berlinweit beliebten Trend der Buddha Bowls ein. Inspiriert durch ritualisierte Formen des Essens buddhistischer Mönche wird das gesamte Hauptgericht in einer großen Schale angeboten. Als Basis der Poke Bowl dienen entweder Reis, Quinoa oder Salat. Hinzugefügt wird meist ein Proteinspender wie Tofu, Seitan, Fisch oder Fleisch. Im nächsten Schritt sucht sich der Kunde im Baukastenprinzip Toppings aus. Das können Avocado, Edamame oder Sesam sein, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Außerdem verfeinert eine von vier hausgemachten Saucen das gesamte Ensemble.

Das Restaurant ist aber nicht nur kulinarisch im kalifornischen Stil gehalten. David Hockney, der lange Zeit in Kalifornien lebte, lieferte außerdem mit seinem Bild „ A Bigger Splash“ eine Inspiration für die farbliche Gestaltung. Außerdem gibt es auch für die Ohren gute Nachrichten: Culcha Candela-Rapper Mateo kreierte eine Playlist eigens für das Restaurant. „Wir wollen Superfood mit super guten Vibes verbinden“, erklärt Asif Oomer. Foodlover können entspannt in der gemütlichen Atmosphäre des L.A. Poke vor Ort essen. Für den Fall, dass es mal schnell gehen muss, gibt es zudem alle Gerichte auch als To-Go-Variante. Um unentschlossenen Gästen die Entscheidung leichter zu machen, hat das Diner Signature-Bowls wie die Santa Monica Tuna Bowl entwickelt. Damit bietet das L.A. Poke wirklich allen, die offen für kulinarische Neuheiten sind, eine gesunde Mahlzeit an. (ke)

 

Die farbliche Gestaltung ist von Hockneys „A Bigger Splash“ inspiriert | Foto: Jens Bösenberg

Besonders fantastisch erleuchtet: Zehn Jahre Botanische Nacht

Unter dem Motto das „Licht der Natur“ aus den gläsernen Gewächshäusern zu befreien, stand in diesem Jahr die zehnte Botanische Nacht. Am vergangenen Wochenende öffnete der seit 1995 der Freien Universität Berlin angehörige Garten seine Pforten zur Entdeckung zehn magischer Welten. Fantastische Gestalten und Elfenwesen, die während der gesamten Veranstaltung bereits durch die Gärten wanderten, wurden zum Finale der Nacht in einem großangelegten Licht- und Kostümspektakel vorgestellt. Schwimmende Bühnen, ein variantenreiches Konzertprogramm und überall versteckte Scheinwerfer, ließen bereits am Nachmittag vermuten, in welche Welt sich der Botanische Garten bei Nacht verwandeln würde. Aufgrund der hohen Nachfrage war das Programm der zehnjährigen Jubiläumsnacht erstmalig an zwei aufeinanderfolgenden Sommernächten mit identischem Programm zu sehen.

Während Musik, künstlerische Gestaltung und Lichtensemble im Mittelpunkt standen, nutzten Besucher auch die Gelegenheit das wiedereröffnete Viktoria-Haus zu besuchen. Die berühmte Königin der Seerosen entfaltet die Blüten ihrer Riesenschwimmblätter nur nachts und ist seit Juni wieder zu bewundern. Seit 2005 war das Haus aufgrund mangelhaften baulichen Zustandes geschlossen und seit 2013 aufwendig saniert worden. Pünktlich zur Botanischen Nacht spielt die Viktoria-Seerose, deren Blätter bis zu zwei Meter Durchmesser erreichen, im neuen energieeffizienten Haus nun wieder als Protagonistin mit.

 

Die Viktoria-Seerose blüht nur bei Nacht. | Foto: BERLINboxx

 

Nach der ersten britischen Monarchin des 19. Jahrhunderts, Königin Victoria benannt, ist sie die Königin der Seerosen. | Foto: BERLINboxx

Nach der ersten britischen Monarchin des 19. Jahrhunderts, Königin Victoria benannt, ist sie die Königin der Seerosen. | Foto: BERLINboxx

 

Botanische Nacht mit bunten Protagonisten

Den bunt schillernden Gestalten der zehn magischen Welten „Botanias“, begegnete man  bereits hier und da am Nachmittag. Eine beeindruckende finale Lightshow brachte sie dann in Bezug zueinander und erzählte die Befreiung des Spiegelpalastes am Großen Tropenhaus. Vor allem für Familien bot die Nacht ein reiches Programm. Vom Schattentheater über deutschen Rock, Jazz-Klänge und Burlesque bis hin zu tanzenden Wesen in Walking Balls war alles dabei. Doch auch die Violinistin im schwimmenden Ruderboot faszinierte in nebelhafter Lichtshow mit einem Repertoire aus Klassikern und Filmmusik. Das mysteriöse Setting des „Dunkelwaldes“ stimmte ein, die passend angelegten Rundgänge sorgten für Staunen.

 

Während der „Violinenklänge am See“ lauschte man unter anderem Klassikern der Filmmusik. | Foto: BERLINboxx

 

Schon ohne kristallisch anmutende Beleuchtung ein echter Hingucker, verwandelten sich die Gewächshäuser der Gärten letztes Wochenende in Paläste. Für manche kamen sie zum Finale, das von Elektro-Pianist Benjamin Richter begleitet wurde, vielleicht auch einem startbereiten Raumschiff näher. Das volle Programm der weitläufig verteilten Bühnen hielt Besucher jedoch nicht davon ab, die artenreiche Vegetation der Tropenhäuser zu bewundern. Hier und auf seinen Waldpfaden beherbergt der Botanische Garten auf 43.000 Hektar rund 22.000 verschiedene Arten. Während seiner gesamten 330-jährigen Geschichte waren die Institutionen des Gartens jederzeit öffentlich zugänglich.

 

Bei Anbruch der Dunkelheit verwandelten sich die Tropenhäuser des Botanischen Gartens in Kristallpaläste. | Foto: BERLINboxx

Bei Anbruch der Dunkelheit verwandelten sich die Tropenhäuser des Botanischen Gartens in Kristallpaläste. | Foto: BERLINboxx

 

Berlin erlebt Artenvielfalt seit 330 Jahren

Durch Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg 1679 gegründet, zählt der Botanische Garten zum brandenburgisch-preußischen Urgestein. Als eine der ältesten, mitteleuropäischen Institutionen seiner Art, erlebte er Aufstieg Glanz und Fall Preußens mit und wurde 1946 der Stadt Berlin übergeben. Inzwischen wurde der Lehrcharakter des Gartens durch ein Botanisches Museum, eine Bibliothek sowie ein Herbarium erweitert. Ab August lädt der Botanische Garten nun auch wieder zu einer Veranstaltungsreihe im und am Viktoria-Haus ein. Auf mehreren Bühnen finden jeden Samstag ab 18 Uhr Open-Air-Konzerte auf der großen Terrasse statt. Verlängerte Öffnungszeiten bis 24 Uhr ermöglichen an bestimmten Tagen einen Blick auf die seltene Blüte der Seerose.

 

Überall strahlten Scheinwerfer und Lichterketten die Artenvielfalt des Gartens in verschiedenen Farben an. | Foto: BERLINboxx

Überall strahlten Scheinwerfer und Lichterketten die Artenvielfalt des Gartens in verschiedenen Farben an. | Foto: BERLINboxx

 

Wer nicht schon von einer charmanten Waldelfe oder der guten Stimmung vor den Bühnen aufgehalten wurde, bewunderte die Blüte vielleicht schon während der Botanischen Nächte. Trotz wiedereröffneter Attraktionen herrschte zwar große Nachfrage, aber kein überfüllter Andrang. So war die mit Musik untermalte Entspannung abseits der städtischen Party-Nächte mit individueller Programmwahl zu genießen. (cn)

Zwischen Kloster, Markt und Rathaus: Historische Mitte wird restauriert

Ein Projekt zur Stadtreparatur, das 800 Jahre Berliner Geschichte wieder aufleben lassen soll, wird nun endlich konkret. Seit 15 Jahren wird diskutiert, geplant und als unzureichend wieder verworfen. Nun soll die ehemalige historische Mitte Berlins zwischen Rotem Rathaus, Klosterruine und Nikolaiviertel wiederhergestellt werden. Auf einem 100 Hektar umfassenden Areal unweit der Spree, soll architektonisch repariert werden, was Krieg und Nachkriegsplanung sowie zahlreiche Abrisse, Durchbrüche und Verbreiterungen zerstörten. Das Land Berlin wird am ältesten Platz der Stadt, dem inzwischen stark frequentierten Verkehrsknotenpunkt Molkenmarkt sowie rund um das Klosterviertel modern anpassen und neu errichten. Für die Umleitung der unverzichtbaren städtischen Verbindungsstraßen Grunerstraße und Stralauer Straße wurden bereits einige Bäume gefällt. Sie machen Platz für drei Wohnungsneubauten und die Cafés, Geschäfte und Galerien, die das Viertel beleben sollen.

Der Etappenbau startet mit der 18 Millionen Euro teuren Verlegung der genannten Schnellstraßen, damit der Verkehr weiter fließen kann. Archäologen bereiten sich auf die Ausgrabungen vor, die bis in das Jahr 1500 zurückdatierte Grundrissreste zutage fördern könnten. Auch ihnen soll ausreichend Zeit gegeben werden, damit die historischen Funde später sichtbar konserviert als Teil des Viertels wirken können. Das größte Grabungsprojekt seit der Wende, findet auf einer 25.000 Quadratmeter großen Untersuchungsfläche statt.

Archäologen bereiten sich im Viertel um den Molkenmarkt auf die Ausgrabungen vor, die bis in das Jahr 1500 zurückdatierte Grundrissreste zutage fördern könnten. | Foto: pixabay.com

Als historische Mitte seiner Identität beraubt

Von den 1500 Bauten um 1840 sind heute, fast 180 Jahre später, nur noch 12 historisch erhalten. Was vom Krieg zerstört, den Nazis später als Verwaltungszentrum geplant und den Stadtplanern der DDR als Großkreuzung nicht fertiggestellt wurde, liegt heute größtenteils brach. Die verbliebenen historisch bedeutenden Gebäude im Umfeld liegen isoliert und beziehungslos zueinander und berauben das Viertel einer Identität. Das Gebiet ist durch Monostrukturen von Bürobauten und Verwaltungen nahezu ohne relevante Wohn- oder Ladennutzung geprägt.

Ein riesiger Kreisverkehr, ungefilterte Abgase und geschäftiger Lärm bestimmen das kriegsversehrte Viertel hinter dem Roten Rathaus. Die Gesellschaft Historisches Berlin (GHB) kämpft seit 25 Jahren für den Wiederaufbau. Im Juni 2017 ebnete Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke) erstmals den Weg dafür, die Stadtreparatur großflächig anzugehen. Über das Rathausforum hinaus, in nahezu allen Gebieten des historischen Stadtkerns, soll nun mit dem Wiederaufbau begonnen werden.

Archäologische Fenster, Verbindungskorridore und Wohnungstüren

Nach Verlegung der städtischen Verbindungsstraßen und den Ausgrabungen kann das Neubauprojekt in frühestens vier Jahren starten. Die 440 geplanten Wohnungen werden mindestens zur Hälfte von den Wohnungsbaugesellschaften Degewo und WBM realisiert. Auch ein Großteil der anderen Grundstücke soll in städtischer Hand bleiben, berichtete der Tagesspiegel. Zum einen stellt dies die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum sicher. Zum anderen wird so der geschichtliche Standort mit zusätzlichen Einblicken gewahrt.

Architektonisch soll jedoch zeitgenössisch und nicht nostalgietreu wie im nahegelegenen Nikolaiviertel gedacht werden. Bei der Freilegung der Klosterfundamente, dem sensibelsten Bereich des Viertels, muss jedoch besonders vorsichtig vorgegangen werden. Die Anschaulichkeit und Sichtbarkeit der 800-jährigen Geschichte soll durch archäologische Fenster erhöht werden. Neben dem Wohnungsbau und der Verkehrsberuhigung, sind Einblicke in eine Zeit vor der Berliner Großstadt, eine zentrale Intention des Projektes. An dem zukünftig vielseitigen Knotenpunkt des Molkenmarktes sind zusätzlich breitere Fußgängerpromenaden und eine Tramverbindung zwischen Alexanderplatz und Potsdamer Platz geplant.

Ausschnitt aus dem 3D-Innenstadtmodell für die historische Mitte Berlin. | Foto: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen

Stimmungsprofil durch Bürgerdialoge

Manfred Kühne, Abteilungsleiter Städtebau der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, führte hierzu bereits Bürgerdialoge im Rahmen des MakeCity Festivals. Weitere sind für September angesetzt. Die abzureißenden Bürobauten könnten die Planung jedoch noch ins Wanken geraten lassen. Denn wo Büroblöcke abgerissen werden sollen, wünscht man sich dass die Nutzer zur Belebung des Viertels bleiben. Man möchte niemanden vertreiben und sieht die Dialoge deshalb als ausschlaggebenden Entscheidungsfaktor an. Auch Innensenator Andreas Geisel (SPD) sieht die Lebhaftigkeit und Authentizität des Quartiers im Vordergrund. „Wir haben jetzt die Chance einen der ältesten Stadtteile im historischen Zentrum Berlins wieder für die Menschen zurückzugewinnen. Dort, wo heute eine sechsspurige Straße den Raum dominiert, schaffen wir ein urbanes und lebenswertes Stadtquartier“, so Geisel.

Zur Historie des Stadtkerns veröffentlichte der Berliner Stadthistoriker und FU-Professor Felix Escher kürzlich ein prägnantes Werk. „Die Mitte Berlins – Geschichte einer Doppelstadt“ überzeugt durch eine Sammlung und Aufbereitung an ehemaligen Nutzungen, Stadtplänen, Visualisierungen und bisherigen Entwürfen. Nach der Lektüre seien Berlins Bewohner „besser ausgerüstet für kommende Entscheidungen“, wie die Berliner Zeitung rezensierte. Denn der ebenso winzige wie wertvolle Stadtteil gehöre allen Berlinern. (cn)

Foxtrail: Urbane Schnitzeljagd, Escape Game und Kieztrip

Berlin hat mehr als nur ein Stadtzentrum, viel mehr ist Berlin zusammengesetzt aus vielen Kiezen, die es zu entdecken gilt. Genau das unterscheidet Berlin von anderen europäischen Metropolen. Foxtrail ist ein neues Konzept, dieses Berlin mit anderen Augen zu sehen und die Stadt als Spielfeld zu erleben. Nur Teamwork, Geschicklichkeit und Cleverness führen ans Ziel. Erinnerungen an die Schnitzeljagd aus Kindertagen kommen in den Sinn, verbunden sind mit dem Gefühl von Escape Games sowie dem Entdecken von Berliner Kiezen.

Berlin zum abwechslungsreichen Spielfeld

Foxtrail hat sich in der Schweiz längst einen Namen gemacht und ist eine Idee, die in Berlin für Aufmerksamkeit sorgt und die Stadt erobern wird. „Gemeinsam sind wir stark.“ Getreu diesem Motto werden Menschen motiviert, die in einer Gruppe Spaß an der Spannung und am Lösen kniffeliger Rätsel haben.Ziel ist, der Fährte des Fuchses zu folgen. Denn dieser hat seine Spuren an verschiedensten Orten hinterlassen. Die Verfolger werden vor technische Aufgaben gestellt, müssen Rätsel lösen, Codes knacken und geheime Botschaften finden. Ganz nebenbei entdecken sie auch noch unbekannte Winkel einer vielleicht bereits bekannten Gegend.

Die Schnitzeljagd führt nicht ausschließlich entlang der bekannten Attraktionen, sondern zeigt auch die einzigartigen und unbekannten Winkel der Stadt. Sightseeing auf besondere Art“. Der Ursprung der sich jetzt über Europa ausbreitenden Foxtrails liegt in der Schweiz. Auf über 40 Routen machen sich 160.000 Teilnehmer auf die Suche.

Foxtrail – als Team ans Ziel

Gerade moderne Unternehmen nutzen vermehrt Teamevents, die mehr sind als nur ein Ausflug: Abteilungsübergreifende Gruppen meistern gemeinsam Herausforderungen – in hierarchiefreier Kommunikation treffen Menschen Entscheidungen, lösen komplexe Probleme und moderieren Diskussionen. Kurz: Agile Teamarbeit.

„Die eigene Stadt neu entdecken“, könnte ein Motto für Einheimische lauten. Denn was es alles zu entdecken gibt, bleibt den Augen im Alltag häufig verborgen. Durch das Spiel und die Suche der Hinweise werden alle Sinne geschärft und eine neue Perspektive eingenommen. Das Konzept kann ein abenteuerlicher Spaziergang, eine abwechslungsreiche Stadttour oder ein Unternehmensevent mit kniffeligen Herausforderungen sein. In jedem Fall ist Foxtrail ein Erlebnis, das in Erinnerung bleibt. (bt)

Kudamm Karree: CELLS Group vermietet Büroflächen an RTL Radio Center Berlin

Die CELLS Group hat rund 3.000 Quadratmeter Büroflächen im „Ku’damm-Karree“ in Berlin langfristig an die RTL Radio Center Berlin GmbH vermietet. Unter anderem werden die vier Radiosender „104.6 RTL“, „JamFM“, „105‘5 Spreeradio“ und „RTL Radio – Deutschlands Hitradio“ in das achte Obergeschoss des Komplexes in der Uhlandstraße 30-32 ziehen.

Liveradio aus dem Büroturm des Kudamm Karrees

Der im Rahmen des Mietvertrags vereinbarte Umbau der Büroflächen beginnt ab sofort, der Umzug des Mieters in die neuen Flächen wird dann planmäßig im zweiten Quartal 2019 erfolgen. Aktuell mietet das RTL Radio Center Berlin Flächen im ebenfalls zum „Ku’damm-Karree“ gehörenden Büroturm am Kurfürstendamm 207-208 und sendet live aus den dortigen Radiostudios.

„Wir sehen in dem erfolgten Abschluss des Mietvertrags einen Beleg für die hohe Standort- und Objektqualität des Ku’damm-Karrees sowie eine weitere Bestätigung der geplanten Umbaumaßnahmen. Es freut uns sehr, dass wir RTL erneut als Mieter gewinnen konnten“, sagt Norman Schaaf, Geschäftsführer der CELLS Bauwelt GmbH.

Langfristige Lösung mit RTL

Stephan Schmitter und Jan Trenn, Geschäftsführer der RTL Radio Center Berlin GmbH, ergänzen: „Wir sind sehr glücklich, dass wir gemeinsam mit CELLS Bauwelt eine langfristige Lösung für den Verbleib im Ku‘damm-Karree gefunden haben. Mit dem bevorstehenden Umzug in die komplett neuen Geschäftsräume in der Uhlandstraße bietet sich uns die Chance, unser Unternehmen fit für die neuen Formen des Arbeitens im digitalen Zeitalter zu machen und gleichzeitig unseren Mitarbeitern und Kunden weiterhin ein gemeinsames Arbeiten an diesem attraktiven City-Standort zu ermöglichen. Die bisherige Zusammenarbeit zur  Vorbereitung des Umzugs hat uns davon überzeugt, mit CELLS Bauwelt den richtigen Partner für dieses Vorhaben gefunden zu haben.“

Kudamm Karree bleibt Museums- und Theaterstandort

Das Ku’damm-Karree wird auf Basis der Entwürfe des renommierten Architekten Prof. Jan Kleihues mit umfangreichen Bau- und Sanierungsmaßnahmen neu belebt und zu einem urbanen, gemischt genutzten Quartier entwickelt. Das bestehende kulturelle Angebot trägt wesentlich zur Attraktivität des Gebäudekomplexes bei. Daher ist als Ergänzung zu Gastronomie, Arbeiten und Shopping auch zukünftig ein Theater- und Museumsbetrieb im Ku’damm-Karree vorgesehen.

Die CELLS Group wurde bei der Vermietung von der Wirtschaftskanzlei GSK STOCKMANN und RTL durch Wollmann & Partner Rechtsanwälte mbB juristisch beraten.

Mehr Informationen: Cells Group: www.cells-group.com

Olympiareifer VBKI Ball der Wirtschaft 2018

Es ist ein rauschendes Fest, gespickt mit viel Prominenz: Der VBKI Ball der Wirtschaft macht auch in seiner 68. Auflage seinem Ruf alle Ehre – als inoffizielles Gipfeltreffen des Berliner Who’s Who und als eine der besten Partys der Stadt!

Gesprächsthema Nummer eins im Hotel InterContinental Berlin sind die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang. Das herausragende Abschneiden des deutschen Teams wird analysiert und bejubelt. „Was für eine tolle Bilanz“, freute sich auch Markus Voigt, Präsident des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller über die Medaillenflut. In seiner Begrüßungsrede macht er sich dafür stark, Schwung und Begeisterung für eine neuerliche deutsche Bewerbung zu nutzen: „Holen wir gemeinsam die Olympischen Spiele nach Berlin!“ Gute Gründe gebe es mindestens so viele wie deutsches Edelmetall in Südkorea. So könnten die Spiele substanziell dazu beitragen, viele der großen Herausforderungen Berlins zu lösen: „Wohnen, Mobilität, Infrastruktur, wirtschaftliche Entwicklung – in fast allen Bereichen würde eine erfolgreiche Bewerbung den Turbo zünden“, sagte Voigt unter großem Applaus.

Markus Voigt, Mirjam Voigt, Jutta Hansen und Hans-Bahne-Hansen (v.r.n.l.)| Foto: VBKI

VBKI Präsident Markus Voigt mit seiner Frau Mirjam, Jutta Hansen und Hans-Bahne-Hansen (v.r.n.l.)| Foto: VBKI

 

Führungspersönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft auf dem Ball der Wirtschaft 2018

Über 3.000 Führungspersönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sind der Einladung des VBKI gefolgt, unter anderem die Vorstandsvorsitzenden der DAX-Konzerne BASF und E.ON, Dr. Kurt Bock und Dr. Johannes Teyssen. Auch die Berliner Digitalszene zeigte in großer Stärke Präsenz, etwa durch den Gründer der Auto1-Gruppe Hakan Coç, den Gründer der Online-Bank N26 Maximilian Tayenthal oder Mister Spex Chef Dr. Mirko Caspar. Im großen Ballsaal sah man zudem Berliner Wirtschaftsprominenz in hoher Dichte, so z.B. Vera Gäde-Butzlaff, Vorstandsvorsitzende der GASAG AG, Zoodirektor Andreas Knieriem, Dr. Sigrid Evelyn Nikutta, Vorstandsvorsitzende und Vorstand Betrieb der BVG, Frank Gröner, Geschäftsleitung CG-Gruppe AG, Tanja Wielgoß, Vorstandsvorsitzende der BSR, Herbert Dzial, Gründer und geschäftsführende Gesellschafter der HD-Gruppe, Susanne Tattersall, CEO der TATTERSALL·LORENZ Immobilienverwaltung und -management GmbH, Frank Wiethoff, Regionalvorstand Ost bei der KPMG, Udo Hoffmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der OTIS GmbH & Co. OHG und Klaus-Jürgen Meier, Vorstandsvorsitzender der AG City.

Vera Gäde-Butzlaff auf dem VBKI Ball der Wirtschaft 2018 | Foto: VBKI

Vera Gäde-Butzlaff mit Begleitung auf dem VBKI Ball der Wirtschaft 2018 | Foto: VBKI

 

Sigrid Nikutta auf dem VBKI Ball der Wirtschaft 2018 | Foto: VBKI

Sigrid Nikutta mit Christoph Mönnekes auf dem VBKI Ball der Wirtschaft 2018 | Foto: VBKI

 

Andreas Geisel auf dem VBKI Ball der Wirtschaft 2018 | Foto: VBKI

VBKI Ball der Wirtschaft 2018: Andreas Geisel mit seiner Frau Anke | Foto: VBKI

 

Sebastian Czaja auf dem VBKI Ball der Wirtschaft 2018 | Foto: VBKI

Katharina und Sebastian Czaja auf dem VBKI Ball der Wirtschaft 2018 | Foto: VBKI

 

Zu den Ball-Gästen aus der Politik zählten etwa der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende und Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki, der Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD), der stellvertretende Ministerpräsident und Finanzminister Brandenburgs, Christian Görke (Linke), der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses Ralf Wieland (SPD) und die Fraktionsvorsitzenden von SPD und FDP im Abgeordnetenhaus, Raed Saleh und Sebastian Czaja.

Auch fürs Tanzbein und die Gaumenfreuden wurde gesorgt

Für Stimmung sorgten insgesamt acht Live-Bands auf vier Bühnen: Im Ballsaal spielt das große Orchester der Chris Genteman Group zum Tanz auf, während im Pavillon die rockigeren Töne dominierten. Allround-Künstler Craig Lees nahm die Gäste an der Marlene Bar mit auf eine Reise durch alle musikalischen Genres. Und im Hugos lockte die Band Sommers Lounge mit groovigen Rhythmen zum entspannten Austausch bei einem Drink und dem Blick aus dem 14. Stock auf das Berliner Nachtleben.

Das Küchenteam des InterConti hatte speziell für den Ball ganz neue kulinarische Highlights kreiert, darunter Leckerbissen aus der Nordic und Nikkei Cuisine. Auch die Liebhaber der mediterranen Küche kamen auf ihre Kosten. Und im Raum Tegel lautete das diesjährige Motto „Eiszeit“: Kalte Köstlichkeiten wie Motchi Eis oder der japanische Eis-Trend Teppanyaki machten alle Dessert-Fans glücklich! (FS)

Jüdisches Lichterfest Chanukka am Brandenburger Tor – Politik und Wirtschaft plädieren für Toleranz und Geschlossenheit

Botschaft für Frieden und Hoffnung angesichts anti-israelischer Ausschreitungen

Mit einem Festakt und im Beisein des Regierenden Bürgermeisters ist am Dienstagabend am Brandenburger Tor das jüdische Chanukka-Fest eingeläutet worden. Senatschef Michael Müller entzündete gemeinsam mit Bundesjustizminister Heiko Maas und dem israelischen Botschafter in Deutschland, Jeremy Issacharoff, das erste der acht Lichter am Chanukka-Leuchter. Der zehn Meter hohe Leuchter war am Mittag von den Rabbinern Yehuda Teichtal und Shmuel Segal vom Jüdischen Bildungszentrum Chabad Lubawitsch auf dem Pariser Platz aufgestellt worden. Parallel zu der Veranstaltung fanden am Hauptbahnhof Anti-Israel-Demos durch palästinensische und arabische Gruppen statt.

Chanukka: Symbol für Frieden und Toleranz

„In diesem Jahr ist es besonders wichtig, ein Symbol für Toleranz und Freundschaft in die Welt zu senden. Das ist der Gedanke des Chanukka-Festes“, so Rabbiner Yehuda Teichtal. „Wir wollen mit Chanukka Licht in die Dunkelheit bringen. Mir persönlich bedeutet es sehr viel, dass diese Botschaft hier in Berlin so viel Unterstützung erfährt. Mit dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller als Repräsentant der Berliner Politik und Siegfried Nehls, Vorstand der SANUS AG, als Vertreter der Wirtschaft, haben wir langjährige und treue Partner gefunden, die sich mit uns gemeinsam für diese Ziele einsetzen.“

Der höchste Chanukka-Leuchter Europas am Pariser Platz | Foto: Dirk Lässig

 

Konsequentes Durchgreifen gegen antisemitische Hetze

Vor mehreren hundert Zuhörern kündigte Michael Müller ein konsequentes Durchgreifen gegen antisemitische Hetze an. „Das Chanukka-Fest steht für ein starkes Judentum in Berlin“, so der Regierende Bürgermeister. „Wir werden jeder Form von Antisemitismus entschieden entgegentreten.“ Justizminister Heiko Maas fügte hinzu: „Wer ,Tod den Juden‘ ruft, gehört nicht auf die Straße, sondern vor ein Gericht.“

v.l.n.r.: Jeremy Issacharoff, Israelischer Botschafter, Heiko Maas, Bundesjustizminister, Michael Müller, Regierender Bürgermeister Berlin, Siegfried Nehls, Vorstand SANUS AG, Rabbiner Yehuda Teichtal | Foto: Dirk Lässig

Für die SANUS AG, die auch in diesem Jahr ihr langjähriges Engagement fortsetzt, ist der gemeinschaftliche Gedanke des Lichterfestes besonders entscheidend. „Es kann nicht sein, dass auf unseren Straßen offen Hassbotschaften und Antisemitismus verbreitet werden. Dem stellen wir uns mit aller Entschiedenheit entgegen“, sagt Siegfried Nehls, Vorstand und Gründer der SANUS AG. „Berlin ist eine weltoffene und tolerante Stadt, die so vielen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Religion eine Heimat ist. Diese Stadt ist unser Zuhause und wir akzeptieren nicht, dass diese Gemeinschaft durch Hass und Zwietracht entzweit wird. Berlin ist nicht nur eine Idee-das sind wir alle!“

Das jüdische Chanukka, Hanukkah oder auch Lichterfest wird vom 13. Dezember bis zum 20. Dezember 2017 gefeiert. Es findet immer am 25. Tag des jüdischen Monats Kislew statt. Chanukka-Leuchter werden traditionell auch vor dem Weißen Haus in Washington, nahe dem Big Ben in London und auf dem Roten Platz in Moskau aufgestellt.

In Berlin wird das Chanukka-Fest durch das Jüdische Bildungszentrum Chabad ausgerichtet. Die Einrichtung hat es sich zum Ziel gesetzt, als Plattform für Kultur und die Traditionen des Judentums das Leben in Berlin zu bereichern. Dabei ist das Bildungszentrum ein engagierter Dialogpartner für interessierte Bürger. (ak)

El Bocho Ausstellung: Finest Street-Art from Berlin

London hat Banksy, Berlin hat El Bocho: Ausstellung „Goldene Zeiten“ in der Raab Galerie

Farbenfroh, verspielt, mitunter cartoonesk – doch immer mit Hintersinn und doppeltem Boden – so präsentieren sich die Kunstwerke des Berliner Street-Art Künstlers El Bocho zur Eröffnung der Ausstellung „Goldene Zeiten“ in der Berliner Raab Galerie in Charlottenburg.

Der Künstler selbst will unerkannt bleiben, freut sich aber über den großen Besucherstrom in die Raab Galerie, unweit des Berliner Savigny-Platzes.

Selbstbildnis El Bocho

Bereits vor seinem Illustrations- und Typografiestudium fanden sich El Bochos Arbeiten ab 1997 im Stadtbild. Damit ist er gemessen an den Maßstäben der Streetart-Szene eine beständige Größe. In Berlin gehört El Bocho zu den Künstlern, die das Stadtgesicht sichtbar prägen. Dadurch, dass er im Herzen der Hauptstadt mit vielseitigen und originellen Arbeiten ständig auffällt, hat er sich einen Namen weit über die Grenzen Deutschlands hinaus gemacht.

„Wichtig ist mir die Demokratisierung der Kunst“, so der Künstler, der immer noch die Stadt als seinen Spielplatz nutzt und seine Arbeiten auf der Straße zeigt. „Gerade Kids und Jugendliche finden oft keinen Zugang zur Kunst in Galerien oder Ausstellungen. Daher ist es wichtig, meine Kunst auch im Straßenbild zu präsentieren und diese damit jungen Menschen zugänglich zu machen.“

Kommunikation und Bezugnahme auf das urbane Leben sind der Hauptbestandteil seiner Arbeit. So sieht El Bocho sich als beobachteter Beobachter. Wichtig ist ihm die Arbeit außerhalb der Kunstszene, da diese mehr als nur ein bestimmtes Publikum erreicht. El Bocho greift die Reaktionen der Betrachter auf und verwendet sie in seinen Arbeiten. So entsteht ein ständiger Kommunikationsfluss mit der Öffentlichkeit.

Um dieses zu erreichen, thematisiert er gegenwartsnahes Geschehen, beispielsweise durch Kalle und Bernd, die geklebten Überwachungskameras, die sich auch schon mal in eine Ampel verlieben können oder Passanten zurechtweisen oder Little Lucy, die charmante Katzenfeindin. In diesen humorvollen Plakatserien kommentiert El Bocho die Lebensweise der Stadt.

Auch in seinen Porträtserien, die in der Galerie Raab (Berlin) sowie parallel auf den Strassen Berlins zu finden sind, taucht er in die Gedankenwelt der Stadtmenschen ein. Dafür benutzt El Bocho handgefertigte Plakate, die bis zu vier Meter hoch sind. Er bedient sich einer eigens von ihm entwickelten Plakatierungstechnik, bei der sich spezielles Plakatpapier unter Sonnen- und Witterungseinwirkung langsam mit dem Untergrund verbindet. Das Plakat unterliegt somit einem ständigen Wandel. El Bocho benutzt neben etablierten Streetarttechniken wie Installationen, Schablonen oder Cut-Outs unter anderem auch Wandkacheln, die er bereits in vielen Metropolen Europas im Stadtbild installiert hat.

 

Die Ausstellung in der RAAB Galerie (Goethestraße 81, 10623 Berlin) läuft noch bis zum 13. Januar 2018. Die Öffnungszeiten sind Mo-Fr, 10-19 Uhr und Sa, 10-16 Uhr.

 

Link zur Galerie: http://www.raab-galerie.de/

Bilder: Copyright RAAB Galerie Berlin

 

PALAZZO Berlin: Eine neue fulminante Dinnershow auf höchstem Niveau

Aufgepasst und alle Sinne geschärft: Das „Kolja Kleeberg & Hans-Peter Wodarz PALAZZO “ startet mit der fulminanten Show „Glanz & Gloria“ an neuem Standort in die neue Saison.

Der  PALAZZO geht in eine neue Spielzeit: Am 8. November feiert die beliebte Dinner-Show mit einem neuen Programm und einem köstlichen Menü seine diesjährige Premiere.

Vollblutgastronom Hans-Peter Wodarz (l.) und Spitzenkoch Kolja Kleeberg (r.) | Foto: PALAZZO

Nach der erfolgreichen Spielzeit 2016/17 öffnet PALAZZO die Türen des Spiegelpalastes dann wieder für rund vier Monate – und verspricht erneut eine gelungene Kombination aus erstklassiger Unterhaltung und Haute Cuisine.

Eine Neuerung gibt es in Bezug auf den Standort: In der kommenden Spielzeit gastiert PALAZZO am Bahnhof Zoo (Hertzallee, 10787 Berlin). Mit seiner nostalgisch anmutenden Atmosphäre, den festlich gedeckten Tischen und dem stimmungsvollen Licht brennender Kerzen ist PALAZZO der perfekte Ort, um den Alltag für einige Stunden hinter sich zu lassen und Momente voller Sinnesfreuden zu genießen. Internationale Künstler präsentieren unterschiedliche Spielarten des Varietés, die sich kongenial mit den Köstlichkeiten aus der Küche in Form eines Vier-Gang-Menüs verbinden. PALAZZO schafft eine eigene Welt, in der erstklassige Esskultur und Genuss, Körperkunst und Komik, Lebensfreude und stilvolles Ambiente zu einer untrennbaren Einheit verschmelzen und den Gästen ein einmaliger Abend geboten wird.

Ein Fest für alle Sinne: Die Show „Glanz & Gloria“ | Foto: PALAZZO

Spitzenkoch Kolja Kleeberg hat für die neue PALAZZO Spielzeit wieder eine ganz besondere Speisenfolge ersonnen. Feine Küche mit erlesenen Produkten und Zutaten, die sich zu einem außergewöhnlichen Geschmackserlebnis vereinen – raffiniert in Szene gesetzt: Die Vorspeise besteht aus leicht gebeiztem Lachs mit Maracuja, Pumpernickel-Erde und getrockneten Aprikosen. Darauf folgt als Zwischengang eine klare Tomaten-Consommé mit Krustentiersoufflé, marinierten Garnelen und Meeressprossen. Als Hauptgang wird rosa gebratenes Kalbsfilet im Steinpilz-Brotmantel an Rotweinschalotten, Liebstöckelsalz und Panisse gereicht. Als süßen Abschluss gibt es eine Tarte von Dulce de Leche mit Gewürzmandarinen, dunklem Schokoladensorbet und Pistazien-Macaron. Für alle, die lieber auf Fleisch und Fisch verzichten möchten, hat Kolja Kleeberg außerdem eine vegetarische Variante seines Menüs kreiert.

Host des Abends: Miss Frisky | Foto: PALAZZO

 

Aber PALAZZO wäre nicht PALAZZO, wenn zu den kulinarischen Leckerbissen aus der Küche nicht auch künstlerische Highlights auf der Bühne geboten würden. Die neue Show „Glanz & Gloria“ nimmt die Gäste in eine wahrlich mondäne Welt mit. Stimmgewaltig führt Miss Frisky, die Gastgeberin des Abends, glamourös-unseriös durch das Programm. Dieses ist gespickt mit brillanten Artisten aus aller Herren Länder, anmutigen Showgirls, noch nie da gewesener Magie aus Las Vegas, edlen Kostümen und einer grandiosen Live-Band. Und mittendrin das Publikum – als Teil einer exklusiven Gesellschaft und hautnah dabei, wenn Glanz auf Gloria, Genie auf Wahnsinn und Risiko auf Nebenwirkung trifft.

 

Zahlreiche Artisten aus aller Welt liefern eine atemberaubende Show | Foto: PALAZZO

 

Mehr Infos unter www.palazzo.org/berlin/

Bildrechte: PALAZZO

Veranstaltungen

13. Europäischer Kulturmarken-Award

Der Europäische Kulturmarken-Award wurde im Jahr 2006 ins Leben gerufen und wird in diesem Jahr bereits zum 13. Mal verliehen. Mit über 1.050 eingereichten Bewerbungen und insgesamt 63 namhaften Preisträgern entwickelt sich deer Preis zum wichtigen Wettbewerb im euopäischen Kulturmarkt. E richtet sich mit seinen acht Wettbewerbskategorien an Kulturanbieter, kulturfördende Unternehmen, Stiftungen, Kommunen, Tourismusregionen und Medienunternehmen in Europa.

(Anmeldung erforderlich und gebührenpflichtig)

10. KulturInvest!-Kongress

Unter dem Jubiläumsmotto „100 Impulse im Spannungsfeld von Ästhetik und Effizienz“ findet der 10. KulturInvest!-Kongress statt.

Der KulturInvest!-Kongress steht seit 10 Jahren für innovatives Vorausdenken, lebendige Debatten und erfolgreiche Lösungsansätze von materiellen und immateriellen Investitionen in Kultur. Innerhalb von 10 Themenforen zeigen auch in diesem Jahr über 100 namhafte Referenten aus Wirtschaft, Kultur und Medien die neuesten Trends und Entwicklungen im Kulturmarkt auf.