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„In Berlin werden alle wichtigen Entscheidungen getroffen“

Im Gespräch mit Ute Jacobs, Geschäftsführende Direktorin des Estrel Berlin

„Tagen, Wohnen, Entertainment – Alles unter einem Dach“. So lautet das Motto des Estrel Berlin. In einem Gebäudekomplex verbindet sich ein Vier-Sterne-Hotel mit dem Estrel Festival Center und dem multifunktionalen Estrel Congress Center. Hier finden jedes Jahr etwa 1.800 Veranstaltungen statt.

Bereits seit 1999 gehört zu Ihrem Hotel das Estrel Congress Center. Wie kam es damals zu der Idee, an das Hotel ein Kongresszentrum anzuschließen?

Vor 1999 verfügte das Estrel Hotel lediglich über den Estrel Saal mit 1.050 Quadratmetern als größtem Tagungsraum sowie viele kleinere Räume für Veranstaltungen. Sehr schnell wurde deutlich, dass das bei Weitem nicht ausreicht. Unsere Kunden benötigten größere Veranstaltungsräume, die auch Events mit mehreren Tausend Gästen ermöglichten. In weiser Voraussicht hatte Estrel-Eigentümer Ekkehard Streletzki für sein Prestigeprojekt ein ausreichend großes und baulich perfekt erweiterbares Grundstück entlang der Ziegrastraße erworben, sodass der Bau des Estrel Congress Center schnell und unkompliziert umgesetzt werden konnte. 2015 wurde das Congress Center nochmals auf insgesamt 25.000 Quadratmeter Veranstaltungsfläche vergrößert und in diesem Jahr haben wir mit einem weiteren 3.500 Quadratmeter großen Anbau begonnen. Diese Entscheidungen haben sich als absolut richtig erwiesen, denn das Estrel hat sich mittlerweile auch international einen Namen als ausgezeichnete Kongresslocation gemacht.

Estrel Berlin

Das Motto des Estrel Berlin: „Tagen, Wohnen, Entertainment – Alles unter einem Dach“ Foto: Estrel Berlin/Manuel Frauendorf

Was zeichnet Berlin als Tagungs- und Kongressstandort im Vergleich zu anderen Standorten in Deutschland aus?

Berlin ist mit seiner bewegten Geschichte, kulturellen Vielfalt, Freiheit und Toleranz nach wie vor eine der attraktivsten Städte der Welt und zieht jährlich Besucher in zweistelliger Millionenhöhe an. Dies macht Berlin natürlich auch als Tagungs- und Kongressstandort sehr attraktiv. Zudem werden in Berlin als Regierungssitz alle wichtigen Entscheidungen getroffen, sodass die Hauptstadt für viele Unternehmen, Verbände und Organisationen „Pflichtstandort“ ist. Einzigartig ist auch die Startup-Szene in Berlin. Keine andere Stadt in Deutschland zieht so viele Gründer und Investoren an.

Haben sich in den letzten Jahren die Sicherheitsanforderungen bei Tagungen und Kongressen verschärft?

Aufgrund vergangener terroristischer Anschläge auf Großveranstaltungen oder das Loveparade-Unglück 2010 in Duisburg sind die Sicherheitsanforderungen in den vergangenen Jahren deutlich stärker in den Fokus gerückt, insbesondere von Seiten der Veranstalter. Das Estrel trägt diesem Anspruch natürlich Rechnung und arbeitet von Anfang an mit ausgewiesenen Sicherheitsexperten zusammen, mit denen für jede Veranstaltung das passende Sicherheitskonzept entwickelt und umgesetzt wird.

Ihr neustes Projekt ist der Estrel Tower. Wie geht es damit voran?

Derzeit laufen alle Planungen und Vorbereitungen, um Mitte nächsten Jahres den Baubeginn einzuleiten. (aw)

Der Bezirk verändert sich

Im Gespräch mit Monika Herrmann (Bündnis 90/Die Grünen), Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg

Begegnungszone, grüne Punkte auf dem Asphalt, Gentrifizierung – aus Friedrichshain-Kreuzberg kommen täglich neue, teils kuriose Meldungen. Er ist der kleinste Bezirk Berlins und hat zugleich die höchste Bevölkerungsdichte. Die BERLINboxx traf Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann, um über die Stimmung in den Kiezen, große Herausforderungen und – passend zu unserem Titelthema – über Messen zu sprechen.

Sie sind bereits seit 1990 in Friedrichshain-Kreuzberg tätig, fast sechs Jahre davon als Bezirksbürgermeisterin. Wie hat sich die Stimmung im Bezirk in dieser Zeit verändert?

Der Bezirk verändert sich, genau wie ganz Berlin, kontinuierlich. Er wächst (in Einwohner*innenzahlen) und verdichtet sich. Damit gehen natürlich auch Konflikte einher, vor allem Nutzungskonflikte des immer knapper werdenden öffentlichen Raumes hier in der Innenstadt. Außerdem hat sich die Bevölkerungsstruktur in vielen Kiezen in den vergangenen Jahren massiv verändert. Was sich seit 1990 in Friedrichshain-Kreuzberg nicht geändert hat, ist der Wunsch und Wille zur Gestaltung. Unsere Bürger*innen möchten mitreden und mitgestalten. Dazu geben wir ihnen, wann immer es geht, die Möglichkeit.

Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für den Bezirk in den nächsten, sagen wir 3 Jahren?

Wir sind der am dichtesten besiedelte Bezirk in ganz Berlin. Weiterhin wird hier viel gebaut, sowohl Wohnungen als auch Gewerbe, und die Geburtenrate bleibt hoch.

Das heißt, wir werden immer mehr Menschen. Die Bürger*innen brauchen nicht nur bezahlbaren Wohnraum, sondern auch die passende öffentliche Infrastruktur: Kitas, Schulen, Grünflächen, Fahrradwege.

Eine weitere Herausforderung in vielen Kiezen ist die Verdrängung durch steigende Mieten. Viele Alteingesessene wurden in den letzten Jahren Opfer der Gentrifizierung und dieser Wandel hält noch immer an. Mit Milieuschutz und Vorkaufsrecht versuchen wir, dieser Verdrängung Einhalt zu gebieten.

Passend zum Bild von Friedrichshain-Kreuzberg finden hier viele Messen zu jungen, hippen und grünen Themen statt. Ist das Zufall oder gewollt?

Wir prägen dieses Bild des Bezirks als Bezirksamt nicht aktiv. Denn genau dieses Image führt ja seit Jahren zu massivem Tourismus in unseren Kiezen, unter dessen Folgen die Anwohner*innen teilweise sehr leiden. Im Gegenteil versuchen wir, einen Weg zu einem stadtverträglichen Tourismus zu finden. Aber es ist in der Tat so, dass die Einwohner*innen bei uns im Bezirk mit einem Durchschnittsalter von 37,8 Jahren die jüngsten sind.

STATION Berlin ist von einem Ort städtischer Industrie zu einer viel genutzten, hippen Event-Location geworden. Welchen Einfluss hat der Veranstaltungsort auf den Bezirk? Erhöhen sich dadurch die Lebenshaltungskosten und wird die soziale Verdrängung beflügelt?

Die STATION Berlin ist ein wirklich schöner Veranstaltungsort in unserem Bezirk, aber natürlich nicht der einzige. Die Gegend um die STATION Berlin, vor allem am Gleisdreieckpark, hat sich in den vorigen Jahren wahnsinnig verändert. Am Gleisdreieck ist ein großer Park mit vielen Angeboten entstanden. Rundherum wurden Neubauwohnungen, vor allem Eigentumswohnungen, gebaut. Diese Entwicklungen stehen aber nicht im direkten Zusammenhang mit dem Veranstaltungsort.

STATION Berlin im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg

Das historische Ensemble des ehemaligen Dresdner
Bahnhofs wird heute als Veranstaltungsort genutzt.    | Foto: Sebastian Greuner

Keine Platzplätze für Taxis, keine Fahrradstellplätze, schmale Bürgersteige – die Zugänglichkeit zur STATION Berlin ist durch verschiedene Faktoren erschwert. Hat der Bezirk Ihrer Meinung nach eine gewisse Verantwortung, die Situation zu verbessern?

Bislang sind mir zur Situation an der STATION Berlin keine Beschwerden oder Verbesserungsvorschläge zu Ohren gekommen. Unser Straßen- und Grünflächenamt ist in den Bereichen seiner Zuständigkeit sicher für Gestaltungsvorschläge offen. Die Verbesserung der Fahrradinfrastruktur ist uns ein wichtiges Anliegen. (aw)

BFW Deutscher Immobilien Kongress 2018: „Heimat und Bauen müssen miteinander gedacht werden!“

„Heimat 4.0 – Immobilienwirtschaft mit Zukunft“: Unter diesem Motto lud der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen zum diesjährigen Deutschen Immobilien Kongress am 19. April ins Berliner AXICA ein. Rund 300 Experten aus Wirtschaft, Verwaltung und hochrangige Gäste aus der Politik diskutierten hier über die aktuellen und künftigen Herausforderungen für die Immobilienwirtschaft in Deutschland.

Deutscher Immobilien Kongress 2018

„Mit dem Motto unseres diesjährigen Deutschen Immobilien Kongresses verdeutlichen wir die zentrale Verantwortung, die unsere mittelständischen, meist regional verankerten Immobilienunternehmen wahrnehmen. Denn sie schaffen nicht nur Gebäude – sie schaffen die zentralen Voraussetzungen dafür, dass eine Heimat für die Menschen entstehen kann. Deshalb müssen Heimat und Bauen miteinander gedacht werden“, betonte BFW-Präsident Andreas Ibel in seiner Eröffnungsrede. Der neue Ressortzuschnitt im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat sei deshalb ein wichtiger und richtiger Schritt.

Marco Wanderwitz, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat würdigte in seinem Grußwort die Rolle der mittelständischen Immobilienwirtschaft und sagte, dass die Wohnrauminitiative eine gesamtgesellschaftliche Kraftanstrengung erfordert, bei der die Politik auf das starke Engagement der Branche angewiesen ist.

Heimat 4.0 – Immobilienwirtschaft mit Zukunft

Die aktuelle gesellschaftliche Debatte rund um den Heimat-Begriff wurde vom Innenpolitik-Chef der Süddeutschen Zeitung Heribert Prantl skizziert. In den folgenden Fachvorträgen wurden Analysen und Entwicklungen zu den Themenblöcken Zukunftstrends, Umwelt und Innovation aufgezeigt. In zwei Gesprächsrunden diskutierten BFW-Mitgliedsunternehmen und Partner aus anderen Branchen die Auswirkungen der Urbanisierung, der Digitalisierung und einer veränderten Mobilität der Zukunft auf Immobilienunternehmen und Nutzer.

Die Hamburger Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen Dr. Dorothee Stapelfeldt skizzierte, wie sich die Hansestadt den künftigen Herausforderungen stellt und betonte: „Heimat muss kein perfektes Paradies sein, um geliebt zu werden. Zugleich gehört es zu den vordringlichsten Aufgaben deutscher Politik, Rahmenbedingungen für bezahlbares Wohnen zu schaffen, in denen sich das gemeinschaftliche Zusammenleben gut entwickeln kann. Das berührt naturgemäß alle Lebensbereiche, vor allem aber ist diese Aufgabe eine Gemeinschaftsaufgabe, die wir weder dem Markt noch der Verwaltung allein überlassen können. Dabei kommt es uns nicht allein auf die Quantitäten an, sondern ebenso auf die Qualität des Wohnungsbaus – eine Gemeinschaftsaufgabe aller, denen Heimat am Herzen liegt. Der BFW und seine Mitglieder sind uns dafür ein Hauptansprechpartner.“

Deutschland muss sich auf die Digitalisierung vorbereiten

Dass die Digitalisierung ein Schlüssel für ein zukunftsweisendes Heimat-Verständnis darstellt, wurde in der key-note des stellvertretenden Vorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion Michael Theurer deutlich. Im Vorfeld betonte Theurer: „Deutschland befindet sich im Tiefschlaf: Während die Wirtschafts- und Arbeitsmarktzahlen auf den ersten Blick gut sind, bereiten wir uns auf die Megatrends Digitalisierung, Globalisierung, demographischer- und Klimawandel kaum vor. Niedrige Bildungsausgaben, kaum Investitionen in Technik und Infrastruktur und im internationalen Vergleich auch wenig Forschung und Entwicklung: Deutschland lebt von der Substanz. Damit die Menschen hierzulande auch zukünftig noch in Wohlstand leben und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, braucht Deutschland ein Update: Ein Fitnessprogramm für die Wirtschaft und faire, zeitgemäße Regeln für das 21. Jahrhundert.“

„Es ist die mittelständische Immobilienwirtschaft, die die Klammer zwischen Heimat und Bauen bildet. Immobilien in Deutschland werden überwiegend vom Mittelstand gebaut und von der Mittelschicht gehalten“, resümierte BFW-Präsident Ibel. „Deshalb ist es unabdingbar, bei der Gesetzgebung die Auswirkungen auf den Mittelstand im Blick zu behalten.“ (red)

Potsdamer Kongresspreis 2017 verliehen

Am gestrigen Abend wurde mit einer festlichen Gala im Hotel Bayrisches Haus der 6. Potsdamer Kongresspreis verliehen. Anna Luise Kiss, Vizepräsidentin für Forschung und Transfer der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, führte durch einen Abend mit vielen Highlights. Zu diesen gehörten u. a. von Schauspielstudierenden der Filmuniversität vorgetragene DADA-Gedichte über die Bewerbungen zum PKP*17 sowie das musikalische Rahmenprogramm des Abends mit Eric Heiden am Klavier und Ronald Köhler am Saxophon.

Die Gewinner des Potsdamer Kongresspreises 2017

• 5. Potsdamer Konferenz für Nationale CyberSicherheit (Hasso-Plattner-Institut für Digital Engineering GmbH) in der Kategorie „Regelmäßig wiederkehrende Veranstaltungen“ (Preis der Erfa-Gruppe, überreicht von ERFA-Vertreterin Angela Führer)
Die Konferenz überzeugte die Jurymitglieder durch die hohe Aktualität des Themas, renommierte Teilnehmer, den interdisziplinären Ansatz, eine besondere Imagewirkung für Potsdam sowie eine starke überregionale Presseresonanz. Zudem trägt die Plattform mit dazu bei, Potsdam im Verbund mit Berlin als Digital Hub weiter zu profilieren.

• XI. International Conference on Permafrost (Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung/ UP Transfer GmbH an der Universität Potsdam) in der Kategorie „Einzelveranstaltung“ (Preis der DEHOGA Brandenburg, überreicht von Alice Paul-Lunow, Vorsitzende des DEHOGA-Kreisverbandes Potsdamer Kulturlandschaft)
Den Organisatoren der nur alle vier Jahre stattfindenden Konferenz mit international renommierten Experten zum Thema Permafrostforschung ist es zum ersten Mal gelungen, diese Veranstaltung nach Deutschland zu holen. Die Jury hob besonders hervor, dass Potsdam durch diese Tagung als ein zentraler Ort für Wissenschaft fungiert und sich darüber hinaus bei den Bewohnern und den Touristen als eine Stadt mit hoher Attraktivität auszeichnet.

• Potsdamer Netzwerkstatt 2016 – Urbane Komplexität – Emotionen (Universität Potsdam, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, Institut für Geographie/ UP Transfer GmbH an der Universität Potsdam) in der Kategorie „Innovative und/oder außergewöhnliche Veranstaltungen“ (Preis der Landeshauptstadt Potsdam, überreicht vom Oberbürgermeister Jann Jakobs, der auch Vorsitzender des Vereins proWissen Potsdam ist)
Die Jury prämierte die Potsdamer Netzwerkwerkstatt mit dem diesjährigen Potsdamer Kongresspreis aufgrund der gemeinsamen Auseinandersetzung von Theoretikern und Praktikern aus den unterschiedlichsten Einsatzbereichen in Städten. Die Veranstaltung konnte nicht nur mit einem hochaktuellen, innovativen Thema, sondern auch durch ein abwechslungsreiches Netzwerkstattdesign überzeugen.

• DlfE Symposium: Type 2 diabetes in African populations under transition – The State of Art (Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke, Abteilung Molekulare Epidemiologie) in der Kategorie „Sonderpreis der Stiftung pearls für eine Veranstaltung mit interdisziplinärem Schwerpunkt“, überreicht von . Dr. Silke Brodersen, Geschäftsführerin der Stiftung pearls – Potsdam Research Network.

Das Anliegen der Konferenz war es, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammenzubringen, die zum Typ2 Diabetes bei Bevölkerungsgruppen mit Ursprung sub-Sahara Afrika forschen. Die Tagung überzeugte die Jury, weil durch ihre klare interdisziplinäre Ausrichtung erstmals die Bedeutung frühkindlicher Belastungen mit tropischen Infektionskrankheiten für den Stoffwechsel im Erwachsenenalter und neue Präventionsansätze sowie innovative Methoden zur Datenaufbereitung diskutiert wurden. Die Organisatoren des Kongresses übernahmen zudem die Kosten für die Teilnahme von Forschern aus sub-Sahara-Afrika Staaten. Auf diese Weise konnten wichtige Experten für die Entwicklung von Präventions- und Behandlungsstrategien miteinbezogen werden.

„In Afrika verbreitet sich Diabetes inzwischen fast wie eine Seuche – eine angemessene Behandlung und Prävention gelingt jedoch nur, wenn man die konkreten Gesundheits- und Lebensverhältnisse der Bevölkerung vor Ort in den Blick nimmt und neue Forschungsansätze entwickelt. Hierfür können couragierte interdisziplinäre Veranstaltungen wie das DIfE-Type2-diabetes-Symposium einen wichtigen Anstoß liefern“, betonte Silke Brodersen, die Geschäftsführerin der Stiftung pearls, die Hoffnung, dass der Preis auch für die weitere Arbeit an diesem wichtigen Thema positiv unterstützt.

Hans-Wolfgang Hubberten, der gemeinsam mit seinen Mitorganisatoren für die Internationale Permafrostkonferenz ausgezeichnet wurde, nahm den Potsdamer Kongresspreis dankbar entgegen: „Diese Auszeichnung bedeutet sehr viel für mich und mein Team und ist für alle eine Würdigung für die vielen Jahre intensiver Arbeit, die es gekostet hat, diese tolle Tagung auf die Beine zu stellen. Für mich selbst war die erfolgreiche Tagung der Abschluss meiner Laufbahn als Permafrost-Forscher, die durch den Kongresspreis gekrönt wurde.“

Angela Führer, Direktorin des Kongresshotels Potsdam und Vertreterin der ERFA-Gruppe hob hervor: „Mit dem Kongresspreis bringen wir Potsdamer Hoteliers, den Ausrichtern von Veranstaltungen und Kongressen, die viel für die Entwicklung unserer Stadt tun, eine große Wertschätzung entgegen. Potsdam ist mehr als nur Sanssouci. Viele kluge Köpfe sorgen jeden Tag in allen Bereichen dafür, dass Potsdam sich zu einer modernen, innovativen Stadt entwickelt. Die 13 Potsdamer ERFA-Hotels haben den Kongresspreis vor sechs Jahren gemeinsam mit dem Verein proWissen Potsdam und der Landeshauptstadt Potsdam ins Leben gerufen, um unseren Wissenschaftsinstituten das Gefühl zu geben, dass sie mit nationalen und internationalen Kongressen und Veranstaltungen in Potsdam gut aufgehoben sind und den gewünschten professionellen Rahmen finden.“

Mit dem Kongresspreis werden Organisatoren von in Potsdam stattfindenden Tagungen und Kongressen aus den Bereichen Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft und Kultur geehrt. Die Auszeichnung ist für jede der drei Kategorien mit 1.000,- € dotiert. Zusätzlich erhält der Kongress, innerhalb dessen am besten interdisziplinäre Zusammenarbeit umgesetzt wurde, eine von der Stiftung pearls gestiftete Sonderprämie in Höhe von ebenfalls 1.000,- €. (red)

Gemeinsam für eine soziale und wirtschaftlich starke Stadt

Auf dem 9. Berliner Quartiersrätekongress wird die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Stadt diskutiert.

Katrin Lompscher, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, lädt am Freitag, den 10. November zum 9. Berliner Quartiersrätekongress ein. Die Veranstaltung ist eine besondere Kooperation zwischen dem Berliner Parlament, den Quartiersräten als Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerschaft und der Verwaltung. Im Abgeordnetenhaus von Berlin werden sie sich den komplexen Aufgaben zur Verbesserung der Bildung, der Integration und der Lebenssituation der Menschen in den Quartieren widmen. Im März 2019 jährt sich der Senatsbeschluss zum Programm „Soziale Stadt mit der Einführung“ des Berliner Quartiersmanagements zum 20. Mal.

Gemeinsam für eine soziale Stadt

Schon im Vorfeld des diesjährigen Kongresses wurde das Programm „Soziale Stadt“ proaktiv durch Fragebögen mitgestaltet. Das Ziel ist, das Programm auch 2018 fortzuführen. Das Motto der Veranstaltung lautet „Mitmachen-Mitentscheiden-Selbermachen: Quartiersräte gestalten Stadt“. Gemeinsam sollen wichtige Impulse für die weitere Programmausrichtung gewonnen werden.

Ehrenamtliches Engagement für die Stadtteile

„Ich schätze die ehrenamtliche Arbeit der Quartiersräte, weil sie den Menschen im Quartier eine Stimme geben. Lassen sie uns gemeinsam darüber nachdenken, wie die Fördermittel des ProgrammsSoziale Stadt‘ dort eingesetzt werden können, wo sie am dringendsten gebraucht werden und wo sie den größten Nutzen für möglichst viele Menschen in den Quartieren bringen. Für die weitere Ausgestaltung des Programms ‚Soziale Stadt‘ in Berlin ist mir das Wort der lokalen Spezialisten, die Quartiersräte ja sind, besonders wichtig“, so die Senatorin Lompscher.

Derzeit engagieren sich über 1.000 Quartiersräte in den 34 Quartiersmanagementgebieten der Stadt. Die Gremien werden alle zwei Jahre neu gewählt. Das Hauptanliegen der Räte ist es, den Stadtteil attraktiver zu machen, die Chancen der Kinder auf Bildung zu erhöhen, die Kommunikation untereinander herzustellen und das Zusammenleben der Bewohnerinnen und Bewohner unterschiedlicher ethnischer Herkunft im Quartier zu stärken.

Städtebau wird aktiv mit Projekten gefördert

Das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ unterstützt die Stabilisierung städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligter Stadtteile. Mit gezielten Investitionen in die öffentliche Infrastruktur und den öffentlichen Raum wird das Wohnumfeld aufgewertet. Für die Umsetzung der Programmpunkte hat der Berliner Senat ein Quartiersmanagementverfahren ins Leben gerufen und setzt es in Zusammenarbeit mit den Bezirken um. Die jeweiligen Quartiersmanagement-Teams unterstützen lokale Aktivitäten der Bewohnerinnen und Bewohner, vernetzen und kooperieren mit verschiedenen Initiativen. In diesem Jahr wird das Programm mit finanziellen Mitteln in Höhe von 26,8 Millionen Euro  gefördert. Mittlerweile umfasst das Programm „Soziale Stadt“ 230 Einzelprojekte. (red)

 

 

Veranstaltungen

Europäischer Katastrophenschutzkongress 2019

Der Europäische Katastrophenschutzkongress ist eine internationale Fachkonferenz, welche die Entscheidungsträger und Akteure des nationalen, europäischen und internationalen Bevölkerungsschutzes über die aktuellsten Entwicklungen informiert. Der Kongress fördert den aktiven Dialog zwischen Behörden, Stiftungen, Universitäten und Experten aus dem Katastrophen-, Bevölkerungs- und Zivilschutz. Jährlich ist diese Konferenz Treffpunkt für 800 bis 1.000 Teilnehmer aus mehr als 40 Nationen. Gemeinsam reflektieren sie politische Entwicklungen, vertiefen Kooperationen und schaffen Netzwerke.

(Anmeldung erforderlich und kostenpflichtig)