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Bundesinnenminister Horst Seehofer kritisiert Enteignungspläne in Berlin

Am Dienstagabend veranstaltete der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft gemeinsam mit seinen Mitgliedsverbänden dem Bundesfachverband der Immobilienverwalter (BVI), dem Deutschen Verband für Facility Management GEFMA, den German Council of Shopping Centers sowie dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und Immobilienverband Deutschland (IVD) seinen Neujahrsempfang.

v.l.n.r. Klaus-Peter Hesse, Geschäftsführer ZIA, Bundesinnenminister Horst Seehofer und Dr. Andreas Mattner, Präsident

v.l.n.r. Klaus-Peter Hesse, Geschäftsführer ZIA, Bundesinnenminister Horst Seehofer und Dr. Andreas Mattner, Präsident ZIA | Foto: Ulf Büchschleb

Viele aktuelle Themen der politischen Agenda betreffen die Immobilienwirtschaft

Zu den geladenen Gästen beim ZIA-Neujahrsempfang gehörte auch Horst Seehofer, Bundesminister für Inneres, Bau und Heimat. Seit März 2018 ist das Bundesministerium des Innern (BMI) zuständig für Stadtentwicklung und Wohnen sowie für die Themen öffentliches Baurecht, Bauwesen, Bauwirtschaft und Bundesbauten. Dabei gilt es, die Rahmenbedingungen für eine gute Wohnraumversorgung und intakte Städte zu schaffen. Gleichzeitig soll das hohe Niveau von Bautechnik, Bautechnologien und Baustoffen in Deutschland weiter vorangebracht werden. Dies sind entscheidende Voraussetzungen für eine hohe Lebensqualität und ein gutes soziales Klima in unserer Gesellschaft. An seinen Auftritt waren viele Erwartungen geknüpft, war doch sein Interesse an der Immobilienbranche bisher eher zurückhaltend. In seiner Rede vor 300 Repräsentanten aus Politik und Wirtschaft sprach er über die anstehenden Herausforderungen für die Immobilienwirtschaft.

Seehofer sprach sich für eine Lösung der Mietenproblematik in den Großstädten auf Basis der sozialen Marktwirtschaft aus und wandte sich damit offensiv gegen die Enteignungsdebatte des Berliner Senats. Zudem müssten weitere Anreize zum Bau von Wohnraum geschaffen werden, hieß es. Seehofer betonte in diesem Zusammenhang den Erfolg des Baukindergeldes und nannte die Sonderabschreibung für den Mietwohnungsneubau. Außerdem appellierte er an die Bundesländer, die Grundgesetzänderung zum sozialen Wohnungsbau nicht auf die lange Bank zu schieben. Denn das Geld für diese Wohnungsbauprogramme stünde im Bundeshaushalt bereit, lediglich die rechtliche Grundlage fehle noch. Der Bauminister möchte, dass künftig auch der Bund baut.

In Bezug auf die Steuerpolitik sprach er sich für ein einfaches und aufkommensneutrales Grundsteuermodell. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist es ihm, steuerliche Anreize zur energetischen Gebäudesanierung einzusetzen, die in der aktuellen Debatte ein wenig in den Hintergrund geraten sei.

Auch sein Noch-Baustaatssekretär Gunther Adler kam zum ZIA-Neujahrsempfang. Ein Nachfolger konnte Seehofer noch nicht verkünden, sprach für aber viel Lob und Dank für Adler aus.

v.l.n.r: Bundesinnenminister Horst Seehofer, Frank Schmeichel, Verleger BERLINboxx, Susanne Tattersall, Geschäftsführende Gesellschafterin der TATTERSALL·LORENZ Immobilienverwaltung und -management GmbH


Bundesinnenminister Horst Seehofer im Austausch mit ZIA-Mitglied Susanne Tattersall (Tattersall Lorenz) und Frank Schmeichel (Business Network Gruppe)| Foto: Ulf Büchschleb

Entscheidung schafft Verunsicherung

Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft begrüßte die angebotene Unterstützung und plädierte für einen neuen Grundkonsens in der Gesellschaft, der von gegenseitigem Vertrauen und der Verantwortung aller Beteiligten getragen sein müsse. „Die Diskussion um Enteignung und Wohnungsankäufe in Berlin nimmt immer wahnwitzigere Züge an, verunsichert alle Investoren und schafft keine neue Wohnungen“, kommentierte Mattner die Pläne der Berliner Landesregierung.

Der ZIA

Bereits seit vielen Jahren gibt der ZIA als Unternehmer-und Verbändeverband der gesamten Immobilienwirtschaft sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene eine Stimme. Durch seine Mitglieder, darunter mehr als 25 Verbände, vertritt er die Interessen für rund 37.000 Unternehmen in der Branche. Präsident des Verbandes ist Dr. Andreas Mattner. (aw)

Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate repräsentiert Berlin in China

Shanghai ist die bedeutendste Industriestadt der Volksrepublik China und eine der größten Städte der Welt. Jedes Jahr wird dort die Luxury Property Show abgehalten, die führende Messe für Luxusimmobilien im Reich der Mitte. Da China ein zunehmend interessanter Markt für Berliner Immobilien ist, muss Berlin in China natürlich verteten sein!

Die dreitägige Veranstaltung findet im Shanghai Exhibition Center im Herzen von Shanghai statt und hat sich das Ziel gesetzt, chinesischen Anlegern einige der weltweit außergewöhnlichsten Immobilien vorzustellen. Die Veranstaltung umfasst die anspruchsvollsten und renommiertesten Luxusmarken für Immobilien und fördert den Kontakt zwischen chinesischen Investoren und den bedeutendsten Immobilienexperten der Welt. Denn die Teilnahme an der Show ist nicht selbstverständlich, nur die renommiertesten Immobilienunternehmen der Welt haben die Möglichkeit, Ihre Unternehmen und Produkte potenziellen chinesischen Anlegern vorzustellen.

Berlin zu Gast in Shanghai

Mittendrin sind in diesem Jahr die vielfach international ausgezeichneten Berliner Immobilienprofis von Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate. Das Unternehmen konzentriert sich auf den chinesischen Markt und vermittelt Berliner Immobilien an Käufer aus dem Reich der Mitte. Dabei bietet Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real durch die Tochtergesellschaft EichenGlobal Käufern die Möglichkeit, umfassende After-Sales-Services in Anspruch zu nehmen.

Vor Ort in Shanghai: Carsten Heinrich, CEO von Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate | Foto: Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate

Vor Ort in Shanghai: Carsten Heinrich, CEO von Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate | Foto: Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate

 

„Berlin genießt ein hohes Ansehen in China”, sagt Carsten Heinrich, CEO von Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate. „Als Anlagemarkt profitiert die Stadt von der politischen und sozialen Stabilität, die wir in Deutschland haben. Hinzu kommen die hohen Renditechancen in der Hauptstadt, die den hiesigen Immobilienmarkt für chinesische Investoren zunehmend attraktiv machen. Es ist uns eine große Ehre, Berlin in diesem exklusiven Rahmen hier in Schanghai zu repräsentieren.“

Die Welt zu Gast in China | Foto: Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate

Die Welt zu Gast in China | Foto: Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate

Niederlassungen in Fernost für direkten Kundenkontakt

Das Unternehmen unterhält Niederlassungen in den Metropolen Chinas, um den direkten Dialog mit chinesischen Anlegern zu fördern. „Chinesen sind agile und flexible Anleger und sehen sich sehr bewusst nach lohnenden Investmentstandorten um. Verglichen mit London oder Peking sind Immobilien in Deutschland geradezu Schnäppchen“, so Heinrich.

Die Entwicklung des Immobilienmarktes und die Prognosen sind hierzulande sehr stabil. In erster Linie sind derzeit Berlin als die deutsche Hauptstadt und Frankfurt als Finanzmetropole attraktiv für internationale Anleger. „Chinesische Anleger sind an einem problemlosen Investment interessiert. In diesem Zusammenhang legen sie natürlich einen großen Wert auf eine unkomplizierte Vermietung“, sagt Heinrich. „Dabei besteht oft ein immenser Informationsbedarf.“

Erst im Frühjahr dieses Jahres ist das Immobilienunternehmen eine Kooperation mit Warren Buffetts Berkshire Hathaway HomeServices eingegangen, um damit die idealen Voraussetzungen für die weitere internationale Expansion zu schaffen. (red)

Start-up Monitor: Berlin macht junge Unternehmen stark!

Start-ups sind ein zunehmend ein wichtiger Baustein in  der deutschen Wirtschaftslandschaft. Trotz aller Unterschiede begegnen sie jedoch oft den gleichen bürokratischen Problemen wie Großkonzerne. Dem Deutschen Start-up Monitor vom Bundesverband Deutsche Start-ups e.V. und der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zufolge fordern ganze 73 Prozent der Gründer eine Reduktion komplexer Bürokratiestrukturen.

Neben unnötiger Bürokratie sehen sich die Start-ups auch mit Problemen im Personalbereich konfrontiert: Drei Viertel aller Gründer beklagen, es sei schwierig, Fachkräfte aus dem IT-Sektor zu rekrutieren. Dabei ist gerade dieser Bereich besonders wichtig, da Start-ups neue Technologien maßgeblich vorantreiben. So sieht sich eine Mehrheit von 60 Prozent der Befragten durch Künstliche Intelligenz (KI) in ihrem Geschäftsmodell beeinflusst. „Damit sind Startups Träger von innovativen Technologien und nehmen eine Vorreiterrolle bei der Anwendung von Künstlicher Intelligenz ein. Um das Potenzial von KI für zukünftiges Wirtschaftswachstum zu realisieren, müssen bestehende Hürden abgebaut und KI aktiv gefördert werden“, fordert Tim Dümichen, Partner bei KPMG und Co-Founder von Smart Start, der Startup-Initiative von KPMG Deutschland.

Gründer sind glücklicher laut Start-up Monitor

Trotz der bestehenden Hürden und Probleme sind Gründer zufriedener als der deutsche Durchschnittsunternehmer. Laut Start-up Monitor gaben 49 Prozent der Gründer an, mit ihrem Leben zufrieden zu sein – durchschnittlich sagen das nur 32 Prozent der Deutschen von sich. Und das, obwohl Gründer mit 56 Wochenstunden wesentlich mehr arbeiten als der durchschnittliche Bürger. „Gründer/-innen leisten enorm viel und sind gleichzeitig sehr zufrieden mit ihrer Arbeit und ihrem Leben. Um in Zukunft mehr mutige und risikobereite Menschen zum Gründen eines Start-ups zu bewegen, brauchen wir jetzt eine politische Agenda der Innovation, die eine Verbesserung des Kapitalangebots vorantreibt und die digitale Bildung forciert“, fordert Florian Nöll, Vorsitzender des Bundesverbands Deutsche Start-ups e.V.

Gerade im Bereich des Kapitalangebots liegen laut Start-up Monitor noch Verbesserungsmöglichkeiten. So beklagen rund 42 Prozent der befragten Start-ups, sie würden bei der Beschaffung von Kapitalmöglichkeiten nicht genügend unterstützt werden, was letztendlich das Wachstum hemme. Doch nun kommt Abhilfe von Seiten des Senats. Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe veröffentlichte kürzlich eine Visualisierung der Standorte der Berliner Innovationslabs. Gerade Innovationslabs bieten Start-ups sowie Unternehmen die Möglichkeit zum Experimentieren und Testen. Ziel der Visualisierung ist es, Innovationslabs und Start-ups besser zu vernetzen und so die Gründer in der Entwicklung ihrer Start-ups zu unterstützen. Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe fasst zusammen: „Berlin steht für unternehmensnahe Forschung, hochinnovative Start-ups sowie vielen Innovationseinheiten mittelständischer und großer Unternehmen. Das machen wir sichtbar, damit sich die innovativsten Köpfe der Stadt leichter vernetzen können.“

Internationale Kontakte

Nicht nur innerhalb Berlins, auch international unterstützt der Senat Start-ups bei der Vernetzung mit anderen Innovatoren. Zu diesem Zweck reist in den kommenden Tagen eine Delegation deutscher Gründer und Entscheider zum StartUp AsiaBerlin nach Singapur und Jakatar.  „Ich freue mich, dass wir die deutsche Hauptstadt mit einer Start-up-Konferenz im Rahmen von StartUp AsiaBerlin in unserer Partnerstadt Jakarta präsentieren können. Mit dieser Initiative ergänzen wir die Asia-Pacific Week in Berlin und knüpfen nachhaltige Kontakte für unsere Start-ups in den Wachstumsregionen Asiens“, sagt Wirtschaftssenatorin Pop. Auch Cedrik Neike, Mitglied des Vorstands der weltweit agierenden Siemens AG, begrüßt die interkontinentale Zusammenarbeit: „Siemens hat selbst einmal als Start-up in einem Berliner Hinterhof angefangen. Und schon Werner von Siemens wusste, wie wichtig der Austausch zwischen Gründern, Industrie und Politik ist, um erfolgreich zu sein.“ (ke)

World Health Summit: Wir müssen es gemeinsam anpacken

Mit einem eindringlichen Appell zur internationalen Zusammenarbeit endete der 10. World Health Summit. „Gesundheit ist eine wesentliche Voraussetzung für Wohlstand, Wohlergehen und ein würdevolles Leben“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Abschlussveranstaltung, die gemeinsam mit dem Grand Challenges Meeting der Bill & Melinda Gates Foundation ausgerichtet wurde. „ Nur, wenn wir es gemeinsam anpacken, haben wir eine gute Chance, die Gesundheitsziele der Vereinten Nationen 2030 zu erreichen.“

Deutschland habe in den vergangenen Jahren eine wichtige Führungsrolle übernommen, betonte Microsoft-Gründer Bill Gates. „Wir brauchen die Regierungen, und wir brauchen Wissenschaft“, so Gates. Zuvor hatte der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Globalen Aktionsplan zur gemeinsamen Arbeit an den Gesundheitszielen der Vereinten Nationen vorgestellt. „Es geht darum, Menschenleben zu retten“, sagte der WHO-Chef.

Positive Bilanz

Der Gründer und Präsident des World Health Summit, Prof. Dr. Detlev Ganten zog eine positive Bilanz der dreitägigen Konferenz: „Wir spüren neue Energie im Feld der globalen Gesundheit – in Berlin, in den akademischen Institutionen, in der Politik. Das ist es, was wir brauchen!“ Denn die Wissenschaft bleibe eine treibende Kraft, um die gemeinsamen Ziele zu erreichen.

Beim 10. World Health Summit hatten 2.400 Teilnehmer aus 100 Nationen neue und bessere Strategien für die globale Gesundheitsversorgung diskutiert – zum Beispiel zur Stärkung von Gesundheitssystemen weltweit, zum Schutz vor Pandemien, im Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen oder in der Digitalisierung der Gesundheitsversorgung.

Unter den 300 Sprechern waren die norwegische Premierministerin Erna Solberg, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Stefan Oschmann, der Vorstandsvorsitzende von Merck sowie Gayle Smith, die Chefin der internationalen Lobby- und Kampagnenorganisation ONE.

Was ist der World Health Summit?

Der World Health Summit ist eine der bedeutendsten internationalen Konferenzen für Global Health und steht traditionell unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron und dem Präsidenten der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker. Gegründet wurde das jährliche Treffen 2009 anlässlich des 300-jährigen Jubiläums der Charité.

Der nächste World Health Summit findet vom 27. bis 29. Oktober 2019 in Berlin statt. (red)

EXPO REAL 2018: Themen, Trends, Rekorde

Im Herbst ist EXPO-Zeit! Europas größte B2B-Fachmesse konnte auch in diesem Jahr wieder neue Rekorde aufstellen: Rund 45.000 Besucher (6,6 Prozent mehr als im Vorjahr) besuchten die Stände von fast 2.100 Ausstellern auf der EXPO REAL in München.

Zwischen dem 08. und 10. Oktober strömten Fachleute, Planer, Ingenieure, Städtebauer, Finanzinstitute, Vertreter der Städte, Makler und Berater aus aller Welt in die bayrische Landeshauptstadt, um ihre Ideen und Projekte zu präsentieren. Die Besucher kamen aus insgesamt 72 Ländern und repräsentierten sämtliche bedeutende Metropolregionen. Neu dabei waren Immobilienstandorte wie Liverpool oder Sofia, was die expandierende Tendenz der Messe verdeutlicht. Grundsätzlich zeigten all die Rekorde vor allem eines: Die Immobilienwirtschaft boomt nach wie vor. Seit Jahren befindet sie sich im Aufschwung und ein Ende der Party ist nicht in Sicht.

Hauptstadtregion stark vertreten

Berlin und Brandenburg waren auf der EXPO REAL wieder stark repräsentiert. Am Gemeinschaftsstand der Hauptstadtregion stellten 50 Partnerunternehmen aus Projektentwicklung, Consulting, Förderung und Facility Management ihre Projekte und Dienstleistungen vor. Zudem kamen viele Berliner Fachbesucher nach München, um die einmalige Networkinggelegenheit zu nutzen.

Die Podiumsdiskussionen auf dem Berlin-Stand machten eins deutlich: In Berlin passiert viel, die Stadt verändert sich fortlaufend. Außerdem erfreut sie sich nach wie vor großer Beliebtheit. „Wenn es so weiterläuft, wird das Wachstum der Stadt von den Menschen getrieben, die in der Stadt leben und arbeiten wollen und die Spaß an Berlin haben. Unternehmen, die zukunftsgewandte Projekte realisieren wollen, finden die dafür benötigten Menschen in Berlin. Das ist positiv und verändert Berlin“, so Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner, auf der Messe.

Inspirierendes Stadtquartier

Doch um den Zuzug von Privatpersonen und Unternehmen sowie die damit verbundene Nachfrage nach Wohn- und Gewerbeflächen befriedigen zu können, muss noch mehr geschehen. Die Devise lautet: Bauen, bauen, bauen! Ein Beispiel für ein neues Stadtquartier, bei dem das Thema „Neues Arbeiten“ eine wichtige Rolle spielt, ist die Urbane Mitte am Gleisdreieck der COPRO AG. Hier entstehen bis 2025 sieben Gebäude mit Höhen zwischen 25m und 90m, in denen alle Aspekte des idealen Lebens und Arbeitens harmonisch vereint werden: Neues Arbeiten, Mobilität, geförderte Kunst und Kultur, Innovation sowie Digitalisierung schaffen ein Stadtquartier mit hoher sozialer Verantwortung.

Das Quartier zeichnet sich vor allem auch durch seine besondere Verkehrsanbindung aus. Neben zwei U-Bahnlinien (U1 und U2) gibt es eine direkte Anbindung an den Fernradweg. Außerdem soll hier ein S-Bahnhof der Linie S21 (City-S-Bahn) entstehen, wodurch das Projekt zu einem herausragenden ÖPNV-Verkehrsknotenpunkt von Berlin wird.

Marc F. Kimmich, Vorstand der COPRO AG, stellte auf der Messe sein Pionierprojekt B-Part vor, das im Februar 2019 eröffnen wird und einen Ausblick erlaubt auf die Kreativ und Innovationskraft des geplanten Quartiers. B-Part ist ein Labor für das ideale Stadtquartier der Zukunft. Auf 1.000 Quadratmetern bietet das temporäre Holzgebäude direkt am Park am Gleisdreieck Raum für alle, die mit neuen Formen von Leben und Arbeiten in der sich wandelnden Stadt experimentieren wollen. Im von St. Oberholz gemanagten Coworking-Bereich entstehen rund 100 Plätze für flexibles Arbeiten. Ein öffentliches Café, Ausstellungen, Kunst und Kultur, Panels und Publikationen zu Urban Future-Themen stehen im B-Part für Kollaboration und Partizipation. Kimmich ist sicher, dass viele Innovationsfelder, die im B-Part einen Blick auf die Zukunft erlauben, auch im Projekt Urbane Mitte Berlin am Gleisdreieck zur Anwendung kommen und das Stadtquartier damit zu einem Innovationstreiber machen.

Auf dem Foto (v.l.n.r.) Bernd Duda, Leiter der Geschäftsstelle Berlin, Berlin Hyp AG; Marc F. Kimmich, Vorstand, COPRO AG; Dorothee Wetzler-Stöbe, Moderatorin; Katrin Lompscher, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen | Foto: Business Network

Auf dem Foto (v.l.n.r.) Bernd Duda, Leiter der Geschäftsstelle Berlin der Berlin Hyp AG; Marc F. Kimmich, Vorstand der COPRO AG; Dorothee Wetzler-Stöbe, Moderatorin; Katrin Lompscher, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen | Foto: Business Network

Topaktuelle Diskussionen

Im Zuge der dreitägigen Messe hatten alle Teilnehmer ausreichend Gelegenheit, um über aktuelle Themen der Baubranche zu diskutieren. Die „soziale Frage unserer Zeit“, der Wohnungsmangel in Deutschland, gehörte zu den meistdiskutierten nationalen Schwerpunkten. Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat, sprach sich für die Relevanz neuer Lösungen und Maßnahmen aus: „Mit einem gemeinsamen Maßnahmenpaket von Bund, Ländern, Kommunen und Verbänden müssen wir die soziale Frage angehen.“

Wenig überraschend war die Kritik an der Politik der Bundesregierung, die auf der EXPO REAL laut wurde. Die Baubranche beklagte stockende Genehmigungsprozesse und einschränkende Auflagen. „Statt auf eine weitere Verschärfung des Mietrechts sollte sich die Politik in erster Linie auf die Beschleunigung von Planungs- und Baugenehmigungsprozessen konzentrieren“, bemängelte Andreas Mattner, Präsident des ZIA. Trotz des Wohnungsmangels ist der deutsche Wohnportfoliotransaktionsmarkt auf dem Weg, sein zweitbestes Ergebnis in den vergangenen zehn Jahren einzufahren. Auf beachtliche 14,7 Milliarden Euro summiert sich das Volumen des bisherigen Jahresverlaufes. Das ging aus einer Analyse des Immobilienberatungsunternehmens NAI Apollo hervor.

Der Schweizer Projektentwickler SSN Group, der vorwiegend in deutschen Metropolregionen aktiv ist, sieht eine große Chance für die Zukunft in der Entwicklung ganzer Quartiere. Er stellte sein Milestone-Projekt VAI Campus in Stuttgart vor. „Die Entwicklung von Quartieren stellt uns als Entwickler vor ganz besondere Herausforderungen. Kurz gesagt: Vielfalt, Nachhaltigkeit und Qualität sind aus meiner Sicht die entscheidenden Faktoren für die Quartiersentwicklung der Zukunft“, so SSN CEO Michael Tockweiler.

Die SSN Group bei der Vorstellung ihres Projekts

Die SSN Group bei der Vorstellung des Projekts in Stuttgart | Foto: SSN Group

Digitalisierung bietet großes Potenzial

Einig waren sich die Fachbesucher allerdings bei einem anderen Thema: Digitalisierung. Dazu präsentierten mehr als 60 junge Technologieunternehmen ihre Innovationen im Real Estate Innovation Forum (REIN) auf der EXPO REAL. Um auf den aktuellen Trend zu reagieren, erweiterten die Veranstalter den Umfang des REINs in diesem Jahr. Wolfgang Moderegger, REIN-Gründer und -Initiator erklärte: „Mit dem Real Estate Innovation Network ist es uns gelungen, ein europäisches Ökosystem für Innovationen in der Immobilienbranche aufzubauen.“

Auch über das REIN hinaus war das Thema Digitalisierung in allen Bereichen der Messe vertreten. „Daten sind der Wert der Zukunft. Die Immobilienwirtschaft befindet sich allerdings noch in einem frühen Stadium der Digitalisierung“, sagte Stefan Lutz, CEO von IBM Deutschland, auf der Messe. Pilotprojekte großer Unternehmen, wie das erste vollständig digital geplante und realisierte BIM-Projekt der CG Gruppe in Erfurt, verdeutlichen das Potenzial der Digitalisierung für das Baugewerbe. „Durch die neuen Technologien können Fehler frühzeitig erkannt und behoben werden, was Kosten spart und die Qualität steigert“, erklärte Christoph Gröner, der Vorstand und Gründer der CG Gruppe bei deren Empfang auf der EXPO REAL. Immobilienpionier Siegfried Nehls, Vorstand und Gründer des Berliner Projektentwicklers SANUS AG, fasste zusammen: „Die Ideen sind alle da – wir müssen sie nur umsetzen!“

Immobilienexperte Christoph Gröner auf der Veranstaltung „DAS IBB WOHNUNGSMARKTBAROMETER 2018 – DER BERLINER WOHNUNGSMARKT AUS EXPERTENSICHT“ | Foto: Runze & Casper

Die EXPO REAL als Ort zum Networking

Neben vielfältigen Fachgesprächen war Networking wieder ein zentraler Bestandteil der EXPO REAL.  „Zahlreiche Start-ups haben Kooperationspartner und Investoren gefunden“, freute sich Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung von Messe München. Denn ein Vorteil der EXPO REAL, im Vergleich zu anderen Immobilienmessen ist, dass sie das gesamte Spektrum der Immobilienwirtschaft abbildet. Und somit ist sie Ideal für Start-ups, die Investoren suchen.

Die Berliner Immobilienexperten von Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate nutzen die Messe, um ihr internationales Netzwerk weiter auszubauen. Sie sprachen mit den Kollegen von Lennar International aus den USA. Topthema: Natürlich der Berliner Immobilienmarkt, der längst auch für US-Anleger zu den weltweiten Hotspots zählt.

Foto: Rony Tamayo (r.), Vice President international Lennar International, Carsten Heinrich (2.v.r.), CEO Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate, Oliver Diethert (2.v.l.), Head of Akquisition Hathaway HomeServices Rubina Real Estate) und Chris Riebold (l.), Strategic Advisor Lennar International | Foto: Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate

Zudem können sich die Teilnehmer über strukturelle Veränderungen in allen Bereichen der Branche austauschen. „Das auf Sachwerte abzielende institutionelle Kapital steigt an. Wir befinden uns in der Reifephase des klassischen Immobilienzyklus – und wir sehen große strukturelle Veränderungen durch den demografischen Wandel und bei der Nutzung von physischen Räumen“, fasste John O’Driscoll, European Head of Transactions bei AXA IM – Real Assets, die Gesamtsituation der Immobilienwirtschaft zusammen. Trotz der weltweiten Reifephase im Konjunkturzyklus stieg die Investitionstätigkeit auf dem Weltmarkt der aktuellen Studie „Winning in Growth Cities“ zufolge auf grandiose 1,8 Billionen US-Dollar.

Es zeigt sich: Auch in diesem Jahr war die EXPO REAL in München der Treffpunkt für das Who is Who der Immobilienwirtschaft. Trotz dunkler Wolken am Himmel war die Stimmung gelöst. Insbesondere im Zusammenhang mit der lange aufgeschobenen Digitalisierung der Branche zeigt sich endlich wahrer Pioniergeist. Was daraus wird – auf der EXPO REAL 2019 gibt es ganz sicher Antworten! (red)

Charité Global Health: Zentrum für globale Gesundheit

Die weltweite Gesundheitsversorgung verbessern – mit diesem Ziel hat die Charité – Universitätsmedizin Berlin jetzt Charité Global Health gegründet. Das interdisziplinäre Zentrum wird die verschiedenen Global Health-Projekte der Charité bündeln, koordinieren und ausbauen, um eine sichtbare Schnittstelle nach innen und außen zu sein. Zudem steht die Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnern in Wissenschaft, Politik und Wirtschaft im Mittelpunkt.

Themen wie die weltweite Ausbreitung von Infektionskrankheiten, antibiotikaresistente Krankheitserreger oder nicht-übertragbare Volkskrankheiten wie Diabetes gehören zum Fachgebiet Global Health. Ziel ist es, Menschen auf der ganzen Welt vor gesundheitlichen Problemen zu schützen. Außerdem ist ein Ziel, Krankheiten bestmöglich zu bekämpfen und so die globale Gesundheitsversorgung zu verbessern. Auch die psychische Gesundheit sowie die gesundheitlichen Folgen von Krisen und Migration sind zentrale Themen von Global Health. Mit diesen internationalen Herausforderungen befasst sich das neue Zentrum für globale Gesundheit der Charité in der Forschung, Lehre und Krankenversorgung.

Charité Global Health essentiell für Vernetzung von Forschungsfeldern

„Mit Charité Global Health bauen wir unsere internationale Expertise aus, um Lösungen für drängende globale Gesundheitsprobleme zu finden. Angesichts der Tatsache, dass Deutschland sein Engagement für globale Gesundheit gerade verstärkt, ist dies ein konsequenter Schritt – sowohl für die Charité als auch für Berlin als Gesundheits- und Wissenschaftsstadt“, erklärt Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der Charité.

Prof. Dr. Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie der Charité und wissenschaftlicher Leiter des Zentrums, dazu: „Global Health-Themen sind interdisziplinär, daher müssen viele verschiedene Bereiche der Forschung und Gesundheitsversorgung zusammenarbeiten.“ In Zeiten der Globalisierung werde es immer wichtiger, beispielsweise gegen Epidemien gerüstet zu sein, denn Viren kennen keine Landesgrenzen, so Drosten.

Internationale Zusammenarbeit stärken

Die enge Zusammenarbeit mit Akteuren aus Berlin, Deutschland und der Welt wird in dem neuen Zentrum einen besonderen Stellenwert einnehmen. So bereitet Charité Global Health derzeit Kooperationen mit der London School of Hygiene and Tropical Medicine und der Oxford University vor. (red)

Berliner Flugverkehr: Neue Langstreckenflüge nach Nordamerika

Gute Nachrichten für Touristen aus den USA und Kanada sowie Nordamerika-Fans: Die Fluggesellschaft Primera Air kündigte vier neue Langstreckenflüge für den Flughafen Berlin-Tegel an. Ab Juni 2019 sollen Angaben von visitBerlin zufolge mehrere Male pro Woche die Metropolen Toronto, Philadelphia und Boston angeflogen werden. Zudem wird eine neue Strecke eingerichtet, die täglich Passagiere in die Weltstadt New York City bringen soll.

Berlin bei Langstreckenflügen auf den hinteren Plätzen

Sowohl als Start-up– als auch als Tourismusmetropole gewinnt Berlin zunehmend an internationaler Bedeutung. Dennoch verfügt der Flughafen TXL nur über sechs interkontinentale Flüge. Damit liegt er im Ranking der Hauptstädte auf einem der letzten Plätze. Nur fünf andere Städte, wie Kiew oder Bratislava, bieten noch weniger Flüge an. Im Vergleich: An Londons Flughafen Heathrow können sich Reisende über 155 Langstreckenflüge freuen. Sogar Frankfurt am Main zählt 109 Langstreckenflügen und liegt somit deutlich vor der Hauptstadt.

Nun erkannte die dänische Fluggesellschaft Primera Air die Lücke im Flugverkehr. „Die Ansiedlung von Primera Air ist ein weiterer Erfolg für Berlin“, freut sich Burkhard Kieker, Geschäftsführer von visitBerlin. „Besonders Boston und Toronto sind zwei gute Ergänzungen unserer interkontinentalen Anbindungen. Die Airline nutzt die Chancen unserer Stadt.“

Lufthansa: Langstreckenflüge von und nach Berlin unprofitabel

Vor allem den Cheflobbyist der Lufthansa, Kay Lindemann, dürften die neuen Strecken des Konkurrenten ärgern. Noch vor wenigen Wochen erklärte die größte deutsche Fluggesellschaft, sie habe nicht die Absicht Langstreckenflüge von Berlin aus anzubieten. Die Stadt sei nur eine „überschaubare wirtschaftliche Kraft“, so Lindemann. „Wir binden die Hauptstadt gut an. Dennoch hat Berlin keine Dax-Konzerne, ist auch sonst kein Wirtschaftszentrum“, rechtfertigte er das Vorgehen seines Konzerns. Diese Einschätzung stieß in Wirtschaft und Politik aus vehementen Widerspruch. „Berlin ist die Hauptstadt der größten und wichtigsten Volkswirtschaft wie auch der wissenschaftliche Hotspot Europas“, verteidigte IHK-Vizegeschäftsführer Christoph Irrgang Berlins internationale Bedeutung.

Nicht zum ersten Mal stehen Anschuldigungen im Raum, dass die Lufthansa die Hauptstadt vernachlässige. Schon nach Einstellen der Direktverbindung Berlin – New York City im März kritisierte der regierende Bürgermeister, Michael Müller (SPD), die Maßnahmen der deutschen Fluggesellschaft. „Berlin zieht immer mehr Menschen aus beruflichen, aber auch aus touristischen Gründen an. Das Einstellen der Direktverbindung nach New York ist deshalb falsch und gegen den langfristigen Entwicklungstrend der Stadt“, sagte er dem Tagesspiegel. In den folgenden Monaten bestätigte sich Müllers Einschätzung: Die Zahl der Geschäftsreisenden kletterte im ersten Halbjahr 2018 auf über 5 Millionen und auch die Anzahl der Touristen blieb mit 6,4 Millionen hoch.

Immer mehr Flugverkehr zwischen Berlin und New York City

Die Zahlen sprechen jedenfalls für sich: Mit 200.000 Touristen im ersten Halbjahr 2018, 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr, liegen die USA nur knapp hinter Großbritannien bei der Zahl der internationalen Berlin-Besucher. Auch von deutscher Seite aus sind die USA ein beliebtes Reiseziel. Im Jahr 2017 wurden auf der Strecke von Berlin-Tegel zum New Yorker JFK Airport 430 Flüge mit einem Fahrgastaufkommen von 93.297 Passagieren gezählt. Das sind knapp 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Es zeigt sich, dass das Interesse der Berliner an Flügen in die USA steigt, und umgekehrt. Nun wird eben ein dänisches, statt eines deutschen Unternehmens die Bedürfnisse der Passagiere erfüllen. (ke)

Neu ab Tegel: Nonstopflüge nach Singapur

Ab heute ist die Hauptstadt ist für Reisende aus Asien noch besser zu erreichen. Mit Scoot werden die bislang 14 Flugstunden von Tegel nach Singapur künftig ohne Zwischenstopp zurückgelegt. Vier Mal die Woche steuert der Großraum-Flieger „Dreamliner“ den Flughafen Tegel an und verbindet die beiden Millionen-Metropolen miteinander. Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag wird die Direktverbindung geflogen. Der Ticketverkauf für die Nonstopflüge startete bereits im Frühjahr. Als wichtiges Drehkreuz für den Luftverkehr werden von Singapur aus viele Anschlussflüge in den asiatischen Raum sowie nach Australien und Neuseeland erreicht. Scoot ist eine Tochtergesellschaft der Singapore Airlines und fliegt 61 Ziele in weltweit 16 Ländern an.

„Scoot hat erkannt, welche Chancen sich in Berlin bieten. In Südostasien ist das Interesse an der deutschen Hauptstadt schon jetzt sehr groß. Und Singapur ist nicht nur wichtiger Umsteigepunkt für Reisende aus Asien sondern auch für Besucher aus Australien. Mit Scoot rücken beide Kontinente ein gutes Stück näher an Berlin heran“, sagt Burkhard Kieker, Geschäftsführer vom offiziellen Berliner Reiseportal visitBerlin.

Premiere für Nonstop-Verbindung: Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (3. v.r.) stellt mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft die neue Fluglinie vor. | Foto: visitBerlin

Premiere für Nonstop-Verbindung: Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (3. v.r.) stellt mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft die neue Fluglinie vor. | Foto: visitBerlin

Potenzial für Nonstopflüge erkannt

Der Stadtstaat Singapur an der Südspitze der malaysischen Halbinsel gilt als Knotenpunkt internationaler Wirtschaft. Die zusätzliche Flugverbindung zu einem der bedeutendsten Finanzzentren Asiens ist nicht nur für den Tourismus, sondern auch Geschäftsreisende im Messe- und Kongressgeschäft ein Gewinn. Für den asiatischen Tourismus ist Berlin als Gründungsstandort für Start-ups bekannt. Jedes fünfte Berliner Start-up ist zugezogen, das ist mehr als in allen anderen Gründerzentren weltweit. Die kreative Szene boomt, während Touristen die Hauptstadt für die ganz spezielle Berliner Mischung besuchen.

Besucher aus Asien und Australien blieben mit rund drei Aufenthaltstagen auch deutlich länger in der Stadt als der durchschnittliche Gast aus anderen Breiten. Dieser verbringt rund 2,4 Tage in Berlin. Die rund 1,44 Millionen Übernachtungen in Berliner Unterkünften wurden von mehr als einer halben Millionen asiatischen Touristen gebucht, die Berlin 2017 bereisten. Nun bietet die Billigfluggesellschaft Scoot Ticketpreise von weniger als 400 Euro an und legt die Strecke in 12 Stunden zurück.

Tegel, heute morgen um 7 Uhr: Erste Landung des Nonstopfluges aus Singapur. | Foto: visitBerlin

Tegel, heute morgen um 7 Uhr: Erste Landung des Nonstopfluges aus Singapur. | Foto: visitBerlin

Erforderlicher transkontinentaler Ausbau

Tourismusgesellschaften und Flughafen-Experten sprechen von einer Bereicherung für die Anbindung und den Tourismus der deutschen Hauptstadt. Nach der Airberlin-Pleite wurden von Berlin aus nur noch vier interkontinentale Ziele angeflogen. Zeitweilig werden sie von der Lufthansa übernommen. Neben New York sind Peking, Doha und die mongolische Hauptstadt Ulan-Bator die Langstreckenziele. Anfang Juni wurde als Erweiterung des transatlantischen Verkehrs von Berlin aus die Nonstop-Verbindung zum kanadischen Großraum Toronto ausgebaut. (cn)

 

Immobilienstandort Berlin: Internationale Wirtschaftselite feiert Top-Deal mit US-Unternehmen

Launch-Event: Berliner Immobilienunternehmen Rubina Real Estate startet erste internationale Mitgliedschaft im Netzwerk von Berkshire Hathaway HomeServices

Das mehrfach ausgezeichnete Berliner Immobilienunternehmen Rubina Real Estate feiert den Start seiner Mitgliedschaft im globalen Netzwerk des US-Branchenprimus Berkshire Hathaway HomeServices. Ab sofort wird Rubina Real Estate unter dem Namen Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate auftreten.

Peter Turtzo, Senior Vice President Berkshire Hathaway HomeServices, und Mitch Lewis, Managing Director EMEA, betonten die Chancen, die sich für beide Unternehmen in Zukunft ergeben werden: „Rubina Real Estate ist ein führendes Immobilienunternehmen der Hauptstadt und sehr gut in Berlins Immobilienmarkt positioniert. Für Berkshire Hathaway HomeServices ist Berlin ein Schlüsselmarkt und mit Rubina haben wir den perfekten Partner gefunden.“

Als Vertreter der US-Botschaft richtete John M. McCaslin, Minister Counselor for Commercial Affairs and Regional Senior Commercial Officer, Grüße des neuen US-Botschafters, Richard Grenell aus und würdigte den Zusammenschluss der beiden Unternehmen als ein „vielversprechendes Erfolgskonzept.“

Ein Zeichen für die wachsende internationale Bedeutung Berlins

Dr. Christian Herzog, Head of Division Digital Business | Service Industries Head of Division Berlin Partner, freute sich, dass „der Zusammenschluss von Berkshire Hathaway HomeServices und Rubina Real Estate die Attraktivität Berlins immens steigert“ und betonte, „dass siebzig Prozent des Kapitals, das nach Berlin fließt, aus dem Ausland stammt. Das zeigt die wachsende internationale Bedeutung der Stadt.“

Für Rubina Geschäftsführer und Mitgründer Carsten Heinrich sind die Chancen für das Unternehmen, aber auch für Berlin, von besonderer Bedeutung: „Wir freuen uns sehr, das erste internationale Mitglied im Netzwerk von Berkshire Hathaway HomeServices zu sein. Dieser Zusammenschluss ist auch für Berlin von großer Bedeutung, denn es zeigt, welchen Stellenwert die Stadt mittlerweile weltweit genießt. Wir sind davon überzeugt, dass auch Berlin davon profitieren wird, wenn international bedeutende Unternehmen und Investoren die Stadt zunehmend als Standort mit Potenzial identifizieren.“

USA verstärkt im Fokus

Das Unternehmen Rubina Real Estate, das auch Berlin Partner ist, hat bereits in der Vergangenheit Berlin im Ausland repräsentiert. Bisher lag der Schwerpunkt vor allem auf China, Indien und dem Nahen Osten, nun sollen auch die USA verstärkt in den Fokus genommen werden.

Berkshire Hathaway HomeServices ist seit seiner Gründung im September 2013 mit mehr als 44.000 Maklern und 1.400 Büros das am schnellsten wachsende Immobiliendienstleistungs-Netzwerk in den USA. Als Teil des Netzwerks profitiert Rubina Real Estate zukünftig von einer Reihe hilfreicher Tools für die Neukundengewinnung, das Marketing, Social Media, internationale Börsen-Syndizierung, professionelle Ausbildung und das Beratungsgeschäft.

„Es ist natürlich kein Zufall, dass wir den Standort Berlin für die Erweiterung unseres globalen Netzwerks ins Auge gefasst haben“, sagt Gino Blefari, Präsident und CEO des Immobilien-Netzwerks Berkshire Hathaway HomeServices. „Die Stadt hat eine unglaubliche Dynamik und zieht Menschen aus aller Welt an. Wir sind sehr stolz, dass wir ein Unternehmen wie Rubina Real Estate für unser Netzwerk gewinnen konnten. Gemeinsam werden wir einen neuen Standard für Real Estate Services setzen.“

Berkshire Hathaway HomeServices startete 2016 die globale Expansion mit dem Aufbau einer geeigneten Infrastruktur und führte im Zuge dessen eine schlagkräftige Immobiliensuchplattform auf seiner Unternehmenswebsite ein. Weltweit können Käufer von US-Immobilien die Website in zwölf Sprachen aufrufen, um nach geeigneten Immobilien zu suchen. Die Webseite liefert die meisten Wohnangebote in jeder Stadt, die ein Berkshire Hathaway HomeServices Franchisenehmer abdeckt. Das Netzwerk initiierte auch Börsen-Syndizierungsprogramme, die die Börsennotierungen der Franchisenehmer weltweit auf Immobilien-Websites übertragen.

Das Unternehmen plant, in den kommenden Monaten weitere renommierte Immobilienagenturen in Europa, Asien, Nordamerika und darüber hinaus zu Franchisenehmern zu machen und damit das Netzwerk stetig weiter auszubauen – mit Rubina Real Estate wurde in Berlin ein vielversprechender Anfang gemacht. (ak)

Wie schmeckt die Zukunft? – Lebensmittelwirtschaft präsentiert Trends auf der Internationalen Grünen Woche 2018

Insektenburger, Cold Brew Kaffee aus der Dose oder Acai-Limonade – die Trends von heute geben einen Vorgeschmack auf die Ernährung der Zukunft. Wer genau wissen will, wie die Zukunft schmeckt, sollte deshalb den Gemeinschaftsstand der Lebensmittelwirtschaft vom Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL) und der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) auf der Internationalen Grünen Woche 2018 besuchen. Vom 19. bis zum 28. Januar 2018 laden die beiden Spitzenverbände zu einer Reise unter dem Motto „Wie schmeckt die Zukunft?“ in Halle 22a ein.

„Superfoods, alternative Proteinquellen, angereicherte Proteine, innovative Rezepturen, Nachhaltigkeit, Regionalität oder Flexibilität – an unserem Stand finden Sie Beispiele, die den Geschmack der Zukunft repräsentieren und die Trends möglichst breit abdecken. Für uns steht heute schon fest: Die Zukunft ist vielfältig und hält für jeden das Passende bereit. Dafür sorgen unsere Hersteller und das möchten wir auch zeigen“, erklärt BLL-/BVE-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff. Die Trends werden nicht nur in der „Future Food Show“ ausgestellt, sondern können teilweise auch vor Ort auf der Messe direkt verkostet werden. Verschiedene Start-Up-Unternehmen aus dem Ernährungsbereich bieten ihre Innovationen an und stehen für den Dialog mit den Besuchern zur Verfügung. Mit dabei sind u. a. Philosoffee, Grillido, Grizzly Snack, Caté, LIMAI Goodforgrowth, Popster Ice, Heyqnut und die Bug Foundation.

Junge Gründer und alte Hasen auf der Internationalen Grünen Woche 2018

Aber nicht nur die jungen Gründer wollen die weltgrößte Verbrauchermesse unsicher machen, auch zwei Größen des Lebensmittelmarktes sind sehr zu unserer Freude wieder am BLL-/BVE-Gemeinschaftsstand dabei. Die REWE Group und Nestlé Deutschland zeigen, welche Aspekte für sie zur Zukunft der Ernährung dazugehören. Minhoff betont: „Die Beteiligung von zwei großen Unternehmen unterstreicht die Bedeutung der IGW für die Wirtschaft. Sie ist die einzige Messe, auf der die Produzenten auf die Konsumenten treffen. Das wollen wir nutzen und gemeinsam in den Dialog gehen.“

In der Showküche, die nächstes Jahr erstmals von dem Traditionsunternehmen Küppersbusch gesponsert wird, können sich die Besucher der Internationalen Grünen Woche 2018 davon überzeugen, dass es auch in Zukunft vor allem vielseitig und lecker schmecken wird. Zu den „Cook & Talks“ empfangen Daniel Schade und Philip Schundau vom Verband Deutscher Köche sowie Sebastian Morgenstern Experten, die die Trendthemen mittels spezieller Speisen oder anderen Verkostungsaktionen anschaulich darstellen und live für jeden erlebbar machen. Die Küppersbusch-Showküche ist zudem Mittelpunkt für die kleinen Gäste, die sich im Rahmen des Schülerprogramms der Messe Berlin zum Schülerkochen angemeldet haben. BLL und BVE wollen auf diesem Weg Ernährungsbildung aktiv und praktisch gestalten. Weiterhin haben alle Standbesucher die Möglichkeit, in einem Quiz ihr Wissen über die Ernährung der Zukunft zu testen. Das vollständige „Cook & Talk“-Programm sowie eine Übersicht über die Vor-Ort-Zeiten der Start-Ups am Stand werden im Januar auf den Internetseiten von BLL und BVE veröffentlicht.

Stand von BVE und BLL seit neun Jahren Anziehungspunkt

Mit zuletzt mehr als 150.000 Besuchern ist der von BVE und BLL konzipierte Gemeinschaftsstand seit neun Jahren ein wichtiger Anziehungspunkt für Verbraucher, Fachbesucher, Politik und Medien auf der weltgrößten Verbrauchermesse. Die BVE ist zudem ideeller Träger der IGW.

Der Gemeinschaftsstand der Lebensmittelwirtschaft auf der Internationalen Grünen Woche 2018 wird gefördert durch die Landwirtschaftliche Rentenbank.

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