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Mietpreisbremse verstößt nicht gegen das Grundgesetz

Vor zwei Tagen hatte die große Koalition eine Verlängerung der Mietpreisbremse beschlossen. Heute hat hieß es vom Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe: Die Mietpreisbremse verstößt nicht gegen das Grundgesetz. Das bedeutet, dass Vermieter damit einen Eingriff in ihr Wohneigentum grundsätzlich dulden müssen.

Verfassungsgerichtsurteil zur Mietpreisbremse: Rechtlich möglich, politisch gescheitert

„Selbst wenn nun feststeht, dass die einmalige Mietpreisbremse rechtlich möglich war, ist das Instrument politisch gescheitert. Das gilt insbesondere für die kürzlich beschlossene Verlängerung auf zehn Jahre und die beabsichtigten Mietspiegelmanipulationen“, bewertet Andreas Ibel, Präsident des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes vom 18. Juli.

In der heute veröffentlichten Entscheidung erklärt das höchste deutsche Gericht die Mietpreisbremse in ihrer bisherigen Form vereinbar mit der Eigentumsgarantie, der Vertragsfreiheit und dem allgemeinen Gleichheitssatz.

Gericht hebt auch negative Folgen hervor

Allerdings hebt es auch eine Vielzahl an unerwünschten und negativen Wirkungen der Bremse hervor: Dazu zählen eine weitere Verknappung des Marktes, die überwiegende Bevorteilung von Besserverdienern und die Gefahr der Aufgabe von Vermietungen. Das Gericht führt anschließend aus, es sei jedenfalls „nicht vollkommen unwahrscheinlich“, dass auch einkommensschwache Haushalte Vorteile haben könnten.

„Für den verfassungsrechtlichen Bestand der Regelung mag diese Mutmaßung zwar gerade noch genügen. Politisch ist dieses Auseinanderfallen von Absicht und Wirkung aber nicht mehr haltbar! Die Mietpreisbremse öffnet die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter“, kritisierte BFW-Präsident Ibel.

Zeitliche Begrenzung eines der Hauptargumente

Als wesentliches Argument bei der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes tauchen immer wieder die Befristung der Bremse und die Orientierung an dem bestehenden Vergleichsmietensystem mit dem Bezugszeitraum von vier Jahren auf.

Scharfe Kritik vom BFW

„Hätte das Gericht seine schon am 18. Juli 2019 getroffene Entscheidung am letzten Freitag veröffentlicht, hätte der Koalitionsausschuss weder die Verlängerung der Mietpreisbremse noch die Verlängerung des Betrachtungszeitraums des Mietspiegels beschlossen. Wir hoffen, dass die Ministerien, die Bundesregierung und die Abgeordneten das Urteil im weiteren Verfahren berücksichtigen. Die Farce um die Mietpreisbremse muss ein Ende haben“, forderte Ibel. „So große Hoffnungen das Gesetz suggeriert, so wirkungslos ist es in der Praxis!“ (red)

Gewobag mit zwei Projekten für den Deutschen Bauherrenpreis nominiert

In der Fachwelt ist er als wichtigste Auszeichnung im Bereich des Wohnungsbaus bekannt: der Deutsche Bauherrenpreis. In der aktuellen Auslobung haben es gleich zwei Gewobag-Projekte auf die Liste der Nominierten geschafft. Mit der Amrumer Straße und ihrem als „Norderoog“ und „Süderoog“ bekannten Wohnen für Studenten sowie dem „Wohnpark Mariendorf“ konnte die Gewobag sich mit zwei von 33  aus insgesamt 230 eingereichten Projekten für die Schlussrunde qualifizieren.

Smartes Wohnkonzept und Cluster-System

Die Zwillingsbauten „Norderoog“ und „Süderoog“ überzeugen mit einem smarten Wohnkonzept und einem Cluster-System, welches private Rückzugsmöglichkeiten mit großzügigen Gemeinschaftsflächen verbindet. Die innovative Architektur gewährleistet künftig flexible Umnutzungsmöglichkeiten.

Projektbeteiligte bei der Amrumer Straße waren neben der Schrobsdorff Bau AG die GNEISE Planungs- und Beratungsgesellschaft mbH als Generalplaner sowie carpaneto.schöningh architekten und Lemme.Locke.Lührs Architektinnen.

Wohnpark Mariendorf

Im „Wohnpark Mariendorf“ hat die Gewobag 734 Wohnungen modernisiert und 73 durch Dachaufstockung neu geschaffen.  Damit wird der CO2-Ausstoß des Quartiers um 3.000 Tonnen pro Jahr reduziert. Der ganzheitliche Ansatz aus einem innovativen Energiekonzept, umweltschonenden Technologien, der umfänglichen Reduzierung von Barrieren, dem Neubau durch Aufstockung, einem Mobilitätskonzept sowie modernster Smart-Home-Technologie, macht den Wohnpark Mariendorf zum Vorzeigeprojekt.

Er ist unter der Leistung der Generalplaner Garsztecki + Hartmann sowie der Projekt Plan und Bau K2 GmbH entstanden.

Insgesamt 11 Preise werden im Februar 2020 vergeben

Insgesamt 11 Preise vergibt die Jury zur internationalen Bautec-Fachmesse im Februar 2020 in Berlin. Teilnahmeberechtigt sind alle privaten und öffentlichen Bauherren wie Wohnungsgesellschaften, und –genossenschaften, Investoren, Bauherrengruppen, Kommunen und Bauträger. Ziele des Wettbewerbes sind unter anderem, die Rolle der BauherrInnen als wegweisende PartnerInnen zu unterstreichen und ihre Verantwortung für die Qualität der Bauwerke und ihrer Städtebaulichen Einbindung hervorzuheben. (red)

Deutsche Wohnen – in Berlin sollen 3.000 Wohnungen verkauft werden

Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen (DW) hat am Dienstag den Verkauf von tausendenden Wohnungen angekündigt. 3.000 davon werden allein in Berlin veräußert.

Deutsche Wohnen in der Rolle des Verkäufers

Mit dem Verkauf von 3.000 Wohnungen in der Hauptstadt, den Vorstandschef der Deutsche Wohnen, Michael Zahn, am Dienstag angekündigt hatte, passe man sich an die Situation auf dem Markt an, so Zahn. „Es ist total klar, dass es mehr und mehr Sinn macht, die Rolle des Verkäufers zu übernehmen“, sagte der Vorstandschef der Deutsche Wohnen in einer Analystenkonferenz. „Wir sehen im Markt eine Menge billiges Geld und eine steigende Nachfrage“, so Zahn weiter.

Diese Entscheidung sei außerdem unabhängig von dem in Berlin geplanten Mietendeckel geschehen. Angaben darüber, in welchem Bezirk wie viele Wohnungen zu welchem Preis angeboten werden und ob als Paket oder einzeln wurden jedoch noch nicht gemacht.

Großes Interesse beim Berliner Senat

Bereits im Januar hatte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) das Interesse Berlins bekundet, Wohnungen von der Deutsche Wohnen (DW) zu kaufen. Doch vor einem Kauf wolle man das Angebot zunächst genau prüfen. Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) hält den Ankauf von Wohnbeständen durchaus für eine Option. Jedoch würde das Land Berlin keine Mondpreise zahlen, betonte der Finanzsenator. Die Käufe müssen wirtschaftlich vertretbar sein.

„Am liebsten würden wir natürlich alles kaufen“, sagte auch Daniel Buchholz, Sprecher für Stadtentwicklung der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus. „Wir haben ein großes Interesse und werden uns das Angebot ganz besonders genau ansehen.“

Positives Zeichen auch von CDU und dem Berliner Mieterverein

So erklärte der baupolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Christian Gräff: „Wenn der Preis stimmt, dann sind wir dafür.“ Reiner Wild, Geschäftsführer des Berliner Mietervereins betonte zudem: „Wenn das Unternehmen mit einem fairen Preis, der nicht den überhöhten Marktpreisen entspricht, an das Land Berlin herantreten würde, wäre das ein deutliches Signal.“ Für ihn sei der Verkauf der 3.000 Wohnungen ein Schritt in die richtige Richtung. Zugleich bremste er aber auch zu hohen Erwartungen. „Das kann lediglich langfristig zu einer Entspannung auf dem Wohnungsmarkt führen. Die aktuellen Mieten der Wohnungen werden gleich bleiben.“(aw)

Wohnungsbau in Berlin scheitert an Baugenehmigungen

Jetzt ist es amtlich – in der Hauptstadt werden zu wenige Baugenehmigungen erteilt und dadurch der Wohnungsbau stark behindert. In Berlin lag die Zahl der erfolgreich durchgeführten Genehmigungsverfahren für Wohnungsneubauten im ersten Halbjahr 2019 um rund 17 Prozent unter der des Vorjahreszeitraums.

Wohnungsbau in Berlin: Hohe Kosten, wenige Genehmigungen

Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg meldete aus den Bezirken, dass die Bauämter im ersten Halbjahr 2019 gerade einmal Genehmigungen für den Bau von 11.346 Wohnungen erteilten. Im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2018 sind es 2,2 Prozent weniger.

Am weitesten abgeschlagen ist dabei Pankow. Hier sanken die genehmigten Neubauten von fast 2.300 in 2018 auf 1.126. Das einzige Glanzlicht sind die Großprojekte in Treptow-Köpenick, die die Bilanz aufpolieren. Hier stieg die Zahl geplanter Wohnungen von 1.690 auf 2.526 im Halbjahr 2019.

Kritik von den Bauindustrieverbänden

Der Bauindustrieverband Ost e. V. kritisiert vor allem die überdurchschnittlichen langen Genehmigungsverfahren bei hohen bürokratischen Hürden, die hinter den Zahlen des Amts für Statistik stehen.

Dadurch verzögert sich natürlich auch die Fertigstellung der Neubauten. „Beim gegenwärtigen Tempo im Wohnungsbau wird es Jahre dauern, bis dieses Ziel auch nur annähernd erreicht wird, zwischenzeitlich erhöht sich der Nachholbedarf weiter. Bisher ist eine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt in Berlin nicht einmal in Sichtweite. Statt alle Kraft in die Bereitstellung von Bauland und die Erleichterung von Bauvorschriften zu stecken, verliert sich der Senat in einer Debatte um Mietendeckel und Enteignung. Damit entsteht nicht eine zusätzliche Wohnung“, so Dr. Robert Momberg, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Ost e. V.

Plus bei Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden

Lediglich beim Ausbau von Dachgeschossen oder der Änderung der Nutzung von Immobilien gibt es eine positive Entwicklung. So entstanden knapp 1.400 Wohnungen durch diese Art der Umbauten. Es gab in diesem Bereich also ein Plus von 10,4 Prozent. (aw)

Tattersall Lorenz erhält weiteren Großauftrag von M7

Das Immobilienverwaltung und –managementunternehmen Tattersall Lorenz übernimmt das Property-Management für 47 Immobilien in sechs Bundesländern mit zusammen rund 585.000 Quadratmeter Gebäudefläche. Den Auftrag hat Tattersall Lorenz von M7 Real Estate Germany erhalten, das Mandat läuft ab heute.

Von den 47 Immobilien befinden sich 13 in Nordrhein-Westfalen, 13 in Baden-Württemberg, 12 in Hessen, 5 in Niedersachsen, 3 in Bayern und eine in Sachsen. Derzeit gibt es dort 229 Mieter, die die Gebäude vor allem für Light Industrial und Logistik nutzen.

Tattersall Lorenz wird die Immobilien von ihren Standorten in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover und Stuttgart aus betreuen. Bereits seit 2017 managt Tattersall Lorenz ein Paket aus über 100 Immobilien für M7. (red)

Internationales Immobiliennetzwerk Berkshire Hathaway HomeServices erhält Zuwachs in Spanien

Nachdem das Berliner Immobilienunternehmen Rubina Real Estate im vergangenen Jahr als erstes europäisches Unternehmen dem US-Branchenriesen Berkshire Hathaway HomeServices beigetreten war, konnte das internationale Immobiliennetzwerk in kurzer Zeit stetig erweitert werden. Nun folgt der jüngste Neuzuwachs: Berkshire Hathaway HomeServices kündigte die Erweiterung seines Immobilienmaklernetzwerks nach Spanien durch eine Vereinbarung mit LARVIA, einer der führenden unabhängigen Immobilienagenturen Spaniens, an. Das Unternehmen wird ab Ende Juli als Berkshire Hathaway HomeServices LARVIA firmieren.

LARVIA ist Teil der Petrus Grupo Inmobiliario, die seit 1964 Immobilien in der Region entwickelt, restauriert, pachtet und verwaltet. LARVIA, angeführt von CEO Bruno Rabassa, wird im ganzen Land für sein Fachwissen, seinen Kundenservice und seine Integrität geschätzt. Es ist unter anderem auf Luxusimmobilien spezialisiert.

Berlin, London, Mailand, Dubai und nun Madrid

LARVIA ist nach Vorreiter Rubina Real Estate in Berlin sowie Kay & Co in London, Maggi Properties in Mailand und Gulf Properties in Dubai das fünfte globale Netzwerkmitglied von Berkshire Hathaway HomeServices in den letzten 16 Monaten.

Berkshire Hathaway HomeServices ist eines der am schnellsten wachsenden und angesehenen Immobilienmaklernetzwerke in den USA und ist Teil des Firmenkonglomerats der Unternehmerlegende Warren Buffet. In weniger als sechs Jahren sind fast 50.000 Makler und mehr als 1.450 Büros hinzugekommen. 2018 erzielten die Unternehmen einen Umsatz von über 114,5 Milliarden US-Dollar.

Ausbau des internationalen Netzwerks

Für Rubina Geschäftsführer Carsten Heinrich sind die Chancen für die Unternehmen, aber auch für Berlin, von besonderer Bedeutung: „Es freut uns sehr, dass sich das internationale Netzwerk von Berkshire Hathaway HomeServices so konzentriert weiterentwickelt hat. Wir gratulieren den spanischen Kollegen von LARVIA und heißen Sie herzlich in der Berkshire Hathaway HomeServices-Familie willkommen. Wir freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit. Auch Berlin wird davon profitieren, wenn international bedeutende Unternehmen und Investoren die Stadt zunehmend als Standort mit Potenzial identifizieren.“

Das Unternehmen Rubina Real Estate, das auch Berlin Partner ist, hat bereits in der Vergangenheit Berlin im Ausland repräsentiert. Bisher lag der Schwerpunkt vor allem auf China, Indien und dem Nahen Osten. Nun nimmt Rubina auch die USA verstärkt in den Fokus.

Chancen auch für Berlin

„Anleger investieren nicht nur in Berlin, das kurbelt die Wirtschaft an. Es bringt aber vor allem auch andere Einflüsse und internationales Flair mit in die Stadt. Für Berlin bedeutet das weltweit viel Prestige als multikulturelle Metropole und Top-Standort für Investoren“, so Carsten Heinrich. 

Berkshire Hathaway HomeServices plant in den kommenden Monaten weitere renommierte Immobilienagenturen in Europa, Asien, Nordamerika und darüber hinaus zu Franchisenehmern machen und damit das Netzwerk stetig weiter auszubauen. (red)

Spielbank Berlin am Potsdamer Platz verlängert Mietvertrag bis 2036

Die Spielbank Berlin GmbH & Co. KG am Potsdamer Platz hat mit Brookfield Properties Germany, Asset Manager des Potsdamer Platzes, die Mietvertragsverlängerung erfolgreich abgeschlossen. Der neue Vertrag wurde bis zum 31.12.2036 geschlossen. 

Um die Spielbank an diesem exponierten Standort weiter erfolgreich zu positionieren, stehen ab Anfang 2020 umfangreiche Modernisierungen an. Ziel ist es, das gesamte Spielangebot neu zu strukturieren. Dazu werden spielartspezifische Erlebnisbereiche geschaffen und insgesamt wird das bisherige Platzangebot 8.300 Quadratmetern innerhalb der Spielbank weiter ausgebaut. Auch während der Umbaumaßnahmen wird der Spielbetrieb geöffnet sein. 

Haupthaus der Spielbank Berlin mit langer Tradition am Potsdamer Platz

„Das Haupthaus der Spielbank Berlin ist nun schon seit mehr als 20 Jahren hier am Potsdamer Platz ansässig“, so Gerhard Wilhelm, Geschäftsführer der Spielbank Berlin. „Es hat für uns eine große Bedeutung, diese Tradition in der Hauptstadt fortzuführen. Wir danken Brookfield Properties für die angenehme Zusammenarbeit und freuen uns darauf, auch in den kommenden Jahren ein fester Anlaufpunkt sowohl für Berliner als auch für die Besucher der Stadt zu sein.“ 

Vier Standorte in der Hauptstadt

Die Spielbank Berlin GmbH & Co. KG wurde 1975 gegründet, nach dem Fall der Mauer nutzte die Spielbank Berlin die Chance auf Modernisierung und Erweiterung und bezog 1998 ihre heutigen Räume in unmittelbarer Nähe des Potsdamer Platzes. Inzwischen betreibt die Spielbank Berlin vier Standorte: Den Hauptstandort am Potsdamer Platz sowie die Spielbanken am Fernsehturm, an der Ellipse Spandau und in der Marburger Straße, in denen fast 500 Mitarbeiter jährlich mehr als 600.000 Gäste begrüßen. Die Hauptstadtniederlassungen der Spielbank Berlin zeichnen sich durch eine Ausstattung mit modernster Technik aus und bieten den Besuchern neben dem Automatenspiel auch die klassischen Spielangebote wie Poker, Roulette und Black Jack.

Anziehungspunkt für Menschen aus aller Welt

„Wir freuen uns, über die erfolgreiche Verlängerung des Mietvertrages mit der Spielbank Berlin“, fügt Karl L. Wambach, Executive Vice President Europe der Brookfield Properties Germany hinzu. „Hier im Zentrum am Potsdamer Platz, einer der urbansten Plätze Berlins und ein Magnet für Touristen und Berliner gleichermaßen, ist die Spielbank Berlin ein Anziehungspunkt für Besucher aus aller Welt.“ (red)

Immer mehr Berliner ziehen nach Brandenburg

Anscheinend zieht es nicht nur Störche nach Brandenburg. Auch immer Berliner entfliehen den hohen Mieten in der Hauptstadt und verlegen ihren Wohnsitz in das Nachbarbundesland. Das ergaben die jüngsten Daten des Bundesamts für Statistik.

Bundesamt für Statistik veröffentlicht Wanderungszahlen für Berlin

Wie in jeden Jahr hat das Bundesamt für Statistik hat nun die Wanderungszahlen vorgelegt. Allein auf die innerdeutsche Bevölkerungswanderung bezogen, sind aus Berlin im vergangenen Jahr mehr Menschen vorgezogen als neue Bewohner hinzugekommen. So lebten Ende 2018 etwa 8.000 Menschen weniger in Berlin als noch im Jahr zuvor.

Dennoch hat Berlin in den vergangenen zwei Jahren an Bevölkerung zugelegt. Rund 109.000 Menschen sind aus dem Ausland in die Hauptstadt gezogen. Zu ihnen gehören Flüchtlinge, EU-Bürger und Arbeitnehmer aus der ganzen Welt. Gleichzeitig sind etwa 71.000 Menschen aus Berlin ins Ausland gegangen. In der Gesamtbilanz ist Berlin dadurch im Vergleich zum Vorjahr um 31.000 Personen gewachsen.

Dass die Berliner Bevölkerung deutlich langsamer anwächst, läge, so Martin Axnick, Referent für Bevölkerungsstatistiken im Berliner Landesamt für Statistik daran, dass weniger Menschen aus dem Ausland in die Hauptstadt und immer mehr Berliner nach Brandenburg ziehen.

Brandenburg – kein Bundesland hat mehr Zuzügler

Im vergangenen Jahr sind rund 33.000 Berliner nach Brandenburg gezogen. Damit bilden sie die größte Gruppe der Zuzügler nach Brandenburg. Insgesamt wohnten 2018 etwa 15.000 Menschen mehr in Brandenburg als im Vorjahr. In Vergleich: Kein anderes deutsches Bundesland profitierte so sehr von innerdeutscher Zuwanderung. Den Großteil der Berliner zieht es in den Speckgürtel. Doch auch weiter entfernte Städte wie Eberswalde und Neuruppin sind sehr beliebt.

Dennoch stehen in Brandenburg tausende Wohnungen leer

Trotz des starken Zuzugs stehen landesweit noch immer rund 27.000 Wohnungen leer. In diesen Wohnungen könnten rund 60.000 Menschen wohnen – das entspricht in etwa der Größe einer Stadt wie Frankfurt (Oder).

„Es geht darum, Wachstum gleichmäßig zu verteilen und die Voraussetzungen dafür zu verbessern, dass hier keine Region den Anschluss verliert“, sagte Maren Kern, Vorstand des Verbands Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen, bei der Vorstellung der Jahresbilanz.

Der dringendste Handlungsbedarf besteht vor allem im Ausbau von Nahverkehrs- Bildungs- und Sozialinfrastruktur sowie in der regionalen Wirtschaftsförderung, damit Brandenburg nachhaltig attraktiv bleibt. (aw)

Mietendeckel: Berliner Mieterverein stellt eigenes Konzept vor

Der Berliner Mieterverein (BMV) hat nun ein eigenes Konzept für einen landesweiten Mietendeckel vorgeschlagen. Statt die Mieten für die nächsten fünf Jahre einzufrieren, soll es verbindliche Obergrenzen geben.

Alternativer Mietendeckel vom Berliner Mieterverein

In Berlin wird man wohl nicht müde, Alternativen für den vom rot-rot-grünen Senat beschlossenen Mietendeckel zu finden. Dennoch ziemlich überraschend war, dass der aktuelle Vorschlag vom Berliner Mieterverein kam. Anderes als im bisherigen Eckpunktepapier erarbeitet, sollen die Mieten, so der Vorschlag der BMV, nicht eingefroren werden. Stattdessen sollen verbindliche Obergrenzen gelten, die vom Alter der Wohnungen und von deren Größe abhängen.

So könnte bei 25 Prozent der Berliner Mietwohnungen weiterhin die Miete steigen. Jedoch sollen Mieten unter den Obergrenzen maximal um 1,5 Prozent pro Jahr steigen dürfen. „Dies hat auch den Vorteil, dass Baugenossenschaften oder gemeinwohlorientierte Mieter weiterhin gut wirtschaften können“, sagte BMV-Geschäftsführer Reiner Wild.

Berechnungsgrundlage anders als beim Mietendeckel der Bausenatorin

Als Berechnungsgrundlage soll auch nicht der aktuelle Mietendeckel vom Mai 2019 dienen. „Als Basis sollen die Mittelwerte des Berliner Mietspiegels 2011 zuzüglich der Lebenshaltungskosten, die sich von 2010 bis 2018 auf insgesamt 12,2 Prozent beliefen, herangezogen werden“, sagte Wild am Dienstag. Denn dies sei das letzte Jahr gewesen, indem in der Hauptstadt die erforderliche Leerstandsreserve von drei Prozent noch existierte und kein Wohnungsmangel herrschte, so Wild weiter.

Nach der vom Mieterverein vorgelegten Tabelle liegen die zulässigen Mietpreishöchstwerte demnach zwischen 5,17 Euro je Quadratmeter und Monat für eine 1973 bis 1990 in Ost-Berlin errichtete Wohnung und bis zu 9,79 Euro für eine 2003 bis 2018 errichtete Wohnung.

Zuschläge für Modernisierungen weiterhin möglich

Zudem soll es weiterhin ohne behördliche Genehmigung möglich und teils umlagefähig sein, Modernisierungen durchzuführen. Die Zuschläge dafür müssen sich jedoch an festen Oberwerten orientieren. So sollen zum Beispiel energetische Maßnahmen mit Zuschlägen von bis zu 83 Cent je Quadratmeter möglich sein. Darüber hinaus sollen Kosten für Modernisierungen angepasst an den realen Baukostenindex in den folgenden Jahren steigen dürfen. „Damit wird ein enormer bürokratischer Aufwand vermieden“, sagte Wild.

Gleich bleibt, dass Neubauten von dem Mietendeckel ausgenommen sind. (aw)

Siemensbahn – die Planung kann beginnen

Am vergangenen Freitag wurde ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem besseren Nahverkehrsangebot in der Metropolregion vollzogen. Berlin vertreten durch den Regierenden Bürgermeister Michael Müller und die Deutsche Bahn vertreten durch Ronald Pofalla, Infrastrukturvorstand, vereinbarten die Finanzierung für vorgezogene Planungsleistungen zur schnellen Reaktivierung der Siemensbahn.

Siemensbahn soll wieder rollen

Mit dem neuen Siemens-Campus soll 2030 auch wieder die Siemensbahn im Westen Berlins fahren. Für erste Planungsleistungen wie Bestandsprüfung, Umweltstudien, Schallgutachten und Vermessung hat das Land Berlin nun 2,3 Millionen Euro bereitgestellt.

Müller und Pofalla unterschreiben Finanzierungsvertrag Siemensbahn

Die Unterschriften werden gesetzt und damit kann die Planung für die Reaktivierung der Siemensbahn losgehen. | Foto: BERLINboxx

„Es ist ein gutes Signal, dass es jetzt losgeht mit der Siemensbahn. Hier verbindet sich Berlins Industrialisierungsgeschichte mit der Zukunft der Industrialisierung im 21. Jahrhundert. Der Senat ist ganz vorne mit dabei mit finanziellem Engagement aber vor allem mit seiner Digitalisierungsstrategie und Industriepolitik, um den digitalen Wandel zu einem Erfolg für alle Berlinerinnen und Berliner zu machen“, sagte Michael Müller in seiner Rede.

Der Wiederaufbau der Siemensbahn ist eins von insgesamt neun Projekten des Entwicklungsprogramms i2030, welches Berlin und Brandenburg schon 2017 mit der DB vereinbart haben.

„Das Projekt i2030 zeigt nochmal wie nah Berlin und Brandenburg beieinanderstehen. Wir sind eine gemeinsame Lebens- und Arbeitsregion und damit natürlich auch eine gemeinsame Verkehrsregion Berlin-Brandenburg“, betonte Kathrin Schneider, brandenburgische Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung.

Historischer Industriestandort Berlin-Siemensstadt

Bereits 1929 wurde die 4,5 Kilometer lange Strecke von Jungfernheide bis nach Gartenfeld errichtet, um die Siemensstadt auf dem Schienenweg zu erschließen. Rund 9.000 Siemens-Mitarbeiter nutzten die Siemensbahn um zu ihrem Arbeitsplatz im Westen der Stadt zu gelangen. Schon damals schloss die Siemensbahn an den S-Bahn-Ring an und fuhr so an allen wichtigen Arbeiterwohnquartieren vorbei. Zur Zeit der Berliner Teilung wurde 1980 nach einem Streik der Zugverkehr eingestellt.

Bahnhof Siemenstadt

Auch auf der Strecke der Siemensbahn – der historische Bahnhof Siemensstadt | Foto: BERLINboxx

Doch die Stecke befindet sich noch immer im Anlagenbestand der DB Netz AG und gewinnt mit dem Bau der neuen Siemensstadt „Kiez der Macher“ wieder an Bedeutung. Auf dem Industriegelände in Spandau soll ein moderner, vielseitig nutzbarer, urbaner Stadtteil der Zukunft entstehen, wo Arbeiten und Wohnen möglich ist.

Ein wichtiger Schritt in die Zukunft

Die am historischen Bahnhof Wernerwerk getroffene Vereinbarung stärkt den Berliner Nahverkehr und regiert damit auf die wachsende Metropolregion. „Die Siemensbahn ist ein großartiges Beispiel dafür, wie ein Schienenprojekt schnell, gemeinsam und beherzt auf den Weg gebracht wird. Mit einem starken Nahverkehr leisten wir unseren Beitrag und bieten Pendlern und Anwohnern eine attraktive und zuverlässige Anbindung mit hoher Taktung“, betonte Ronald Pofalla.

Ein zweites Projekt von gesamtstädtischer Bedeutung ist im Zentrum Berlins gelegen. Es bietet – wie die Siemensbahn – eine bedeutende Verbesserung der Berliner Verkehrsinfrastruktur. Denn die Urbane Mitte am Gleisdreieck, gleich neben dem Potsdamer Platz gelegen, wird die Verlängerung der S21 mit Halt am Gleisdreieck beherbergen.

Bahnhof Werderwerk

Hier am historischen Bahnhof Werderwerk fand der erste wichtige Schritt für die Reaktivierung der Siemensbahn statt. | Foto: BERLINboxx

S-Bahn-Anbindung am Gleisdreieck

Seit den 1990er Jahren wurde über eine zusätzliche S-Bahn-Strecke in Nord-Süd-Richtung diskutiert, die die bisherige Verkehrsachse ergänzt. Aktuell wird seit 2010 in drei Bauabschnitten die Trasse für diese neue Linie mit der Bezeichnung S21 gebaut. Bald wird dann der Hauptbahnhof aus allen Himmelsrichtungen per S-Bahn erreichbar sein. Im ersten Bauabschnitt der neuen S-Bahn-Linie wird am Nordring schon gebaggert. Der zweite Bauabschnitt zwischen dem Hauptbahnhof und Potsdamer Platz ist in Planung. Das Gleisdreieck wird im dritten Bauabschnitt angeschlossen, die Strecke führt von hier bis zum Bahnhof Südkreuz.

Für das Gleisdreieck bedeutet der Neubau, dass sich der Standort als Drehkreuz etablieren wird. Bisher ist er nur mit der U-Bahn erreichbar. Die S21 wird aus dem U-Bahnhof einen Umsteigebahnhof machen. Davon kann auch die Urbane Mitte Am Gleisdreieck profitieren. Das geplante Quartiersprojekt teilt sich das Grundstück mit der S-Bahn-Trasse.

Kulturelle Angebote statt Parkplätze

Im Quartier Urbane Mitte Am Gleisdreieck entstehen Arbeitsplätze, Gewerberäume sowie kulturelle und sportliche Angebote für alle Stadtbewohner. Und für alle Menschen, die hier ihren Arbeitsplatz haben werden, wird es eine gelungene Verbindung sein: ein moderner Arbeitsplatz mitten in der Stadt, mit Blick auf den Park am Gleisdreieck und die perfekte Anbindung an den Berliner Nahverkehr. Mit der S21 oder doch mit der U-Bahn – wer hier arbeiten wird, kann das Auto stehen lassen. Konsequenterweise wird die Urbane Mitte kulturelle und sportliche Freiräume bieten – und auf Parkplätze verzichten.

Die Siemensbahn und die S21 zeigen also, dass in Berlin ein Umdenken stattfindet. Es dient allen Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohnern, wenn die beiden Projekt Vorbildcharakter haben, und Quartiersentwicklung und moderne Mobilität gemeinsam gedacht werden. (aw)

Veranstaltungen

5. Jahreskongress der Immobilien-Frauen

„Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenbleiben ist ein Fortschritt, Zusammenarbeiten ist ein Erfolg“, dieser Ansicht war schon Henry Ford. Der Jahreskongress der Immobilienfrauen in Berlin zeigt Jahr für Jahr auf beeindruckende Weise die Vielfalt der beruflichen Leistungen, mit der Frauen die Immobilienbranche weiter nach vorne bringen können. Aber Frauen brauchen auch ein starkes Netzwerk, um in Führung zu gehen, denn gute Verbindungen sind wie das Salz in der Suppe, es geht nicht ohne.

(Anmeldung erforderlich und gebührenpflichtig)

6. Gewerbeimmobilientag Berlin/Brandenburg

Der BFW Bundesverband lädt zusammen mit dem Landesverband Berlin/Brandenburg zum 6. Gewerbeimmobilientag ein.

Nachhaltige Projektentwicklung als Beitrag zum Städtebau

Der größte Teil des jährlichen Neubaus von Immobilien wird mittlerweile von spezialisierten Projektentwicklern ausgeführt bzw. planerisch vorbereitet. Damit leisten sie mit ihrer über viele Jahre aufgebauten Expertise einen entscheidenden Beitrag zum Wachstum der Städte in Deutschland. Besonders deutlich zeigt sich die Qualität dieses Beitrags im Segment der funktionsgemischten Quartiersentwicklung, wo neue Anforderungen an das Wohnen mit zukunftsfähigen Konzepten zeitgenössischen Städtebaus verbunden werden.

Dabei geht es um die stärkere Verbindung von Wohnen und Arbeiten, das Zusammenleben von Alt und Jung, um Themen wie Sport und Freizeit sowie Mobilität und die Integration städtischer Infrastruktur in diese neuen Quartiere.

In diesem Sinne ist Wohnungsbau heute mehr denn je auch Städtebau und bündelt dabei die Anforderungen unterschiedlicher Fachpolitiken und Ressorts in den jeweiligen Bauvorhaben.

Das Seminar beschäftigt sich sehr praxisnah anhand von konkreten Beispielen mit den wesentlichen Aspekten einer nachhaltigen Quartiersentwicklung.

(Anmeldung erforderlich und gebührenpflichtig)

BFW-Seminar Gewerberaummietrecht aktuell – Update 2019

Der Referent, Rechtsanwalt Andreas Ingendoh, aus der Kanzlei von Trott zu Solz Lammek, sichtet die neuesten Entscheidungen und bereitet die Teilnehmer für ihre tägliche Praxis auf.

Das Seminar richtet sich an Mitarbeiter von privaten Wohnungsunternehmen, die mit der Verwaltung von Gewerbeflächen betraut sind, Bestandsverwalter und Rechtsanwälte.

(Anmeldung erforderlich und gebührenpflichtig)

Conference Office Real Estate

Die aktuellen Analysen sehen Büroimmobilien in Deutschland derzeit mit ähnlich guten Perspektiven wie deutsche Wohnimmobilien. Aus den zurückliegenden Boomjahren heraus betrachtet, aber auch mit ähnlichen Risiken: „zu teuer“, politische Hürden, neue Generation von Nutzern. Die Perspektiven auf Bürogebäude, ob neu oder im Bestand, waren selten so komplex wie heute. Entscheidungen fallen nicht leicht.

(gebührenpflichtig)

Das eigene Haus – Wohneigentum – Energie Berlin

Die Messe eigene Haus – Wohneigentum – Energie ist der Marktplatz für Hausbau-Interessenten und Wohneigentumssuchenden in Berlin und Brandenburg. Über 100 Aussteller präsentieren sich und ihre Leistungen.

Messebesucher dürfen sich auf tausende Haus- und Wohnungsangebote sowie Baugrundstücke, Immobilienfinanzierungen und Leistungen rund um energieeffizientes Bauen freuen. Ein umfassendes Vortragsprogramm informiert fachlich und neutral u. a. zum Bau- und Kaufvertragsrecht, zum Grundstückserwerb und zur Analyse von Hausbau- und Wohnungsangeboten.

Immobilien-Dialog Büromarkt Berlin 2019

Die Nachfrage bleibt ungebrochen und das Transaktionsvolumen des ersten Quartals ist eines der besten in der Geschichte Berlins. Die Hauptstadt zieht einfach magisch an und auch der City-Rand gerät immer mehr in den Fokus (inter-)nationaler Investoren. Die Teilnehmer erfahren, was es mit der Sensation Berlins auf sich hat und in welche rekordverdächtige Richtung sich der Büromarkt entwickeln wird.

(Anmeldung erforderlich und gebührenpflichtig)

REAL PropTech

Die Immobilienbranche ist zu einem Punkt gekommen, an dem PropTech kein futuristisches Konzept mehr ist! Über den gesamten Lebenszyklus der Immobilie hinweg findet der digitaler Wandel statt. Immobilienunternehmen verstehen heute, dass sie Gestalter der digitalen Transformation sein können, insbesondere wenn sie mit PropTechs zusammenarbeiten.

Die REAL PropTech bringt nur Entscheider und Experten auf die Bühne. Reine Unternehmensvorstellungen und Pitches sind ausgeschlossen. Denn es geht stets darum aktuelle Entwicklungen und Erfahrungen zu teilen und diskutieren, um gemeinsam an der Digitalisierung der Branche zu arbeiten.

(gebührenpflichtig)