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Falsche Ernährung Ursache von 1/5 aller Todesfälle weltweit

Wie das amerikanische Wissenschaftsjournal „The Lancet“ in seiner aktuellen Ausgabe schreibt, lassen sich weltweit 20 Prozent aller Todesfälle auf falsche Ernährungsweisen zurückführen. Die Wohlstandsgesellschaft isst generell zu viel Salz, industriell verarbeiteten Zucker, weißes Mehl und Wurst bzw. Lebensmittel aus verarbeitetem Fleisch – und bringt sich damit selbst in Gefahr.
Basis für diese erschreckend hohe Zahl ist die „Global Burden of Disease Study“ für die mehr als 2500 Experten auf der ganzen Welt jedes Jahr Daten zu über 330 Krankheiten zusammentragen.

Wenn Ernährung nicht mehr am Leben erhält

Nutella Brot zum Frühstück, Imbiss zum Mittag, Pizza zum Abendbrot und Snacks vorm TV. Schon längst ist dies nicht mehr nur in amerikanischen Filmen Realität. Auch hierzulande gehören diese Ernährungsweisen längst zum Alltag. Dabei ist Geld nicht das Problem, sondern vor allem die Zeit. Laut dem Ernährungsreport 2017 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft kochen nur 39% aller Deutschen noch regelmäßig. In Berlin und Brandenburg kochen sogar nur ein Drittel. In der Folge nehmen Stoffwechsel-Erkrankungen wie Diabetes oder erhöhter Cholesterinspiegel dramatisch zu.

Zum Umdenken bewegen

Dass ungesunde Ernährung und Übergewicht handfeste Probleme unserer Gesellschaft sind, ist ein offenes Geheimnis. Doch nur wenige tun wirklich etwas dagegen. Um zum Umdenken zu bewegen, gibt es in Deutschland verschiedene Vorstöße. Eine Studie des Hamburger Ökonomen Tobias Effertz, die unter anderem von der Deutschen Adipositas Gesellschaft (DAG) und der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) in Auftrag gegeben wurde, kommt beispielsweise zu dem Ergebnis, dass eine unterschiedlich hohe Besteuerung von gesunden und ungesunden Lebensmitteln die Zunahme von starkem Übergewicht in Deutschland Einhalt gebieten könnte.

Am effektivsten wäre laut der Studie eine Staffelung der Mehrwertsteuer orientiert an der sogenannten Lebensmittelampel. Danach würden gesunde Lebensmittel wie Obst und Gemüse mit null Prozent, Produkte wie Nudeln, Milch oder Fleisch weiter mit sieben Prozent und besonders zuckerhaltige oder fettige Produkte mit mindestens 19 Prozent besteuert werden. Das Fazit der Studie prognostiziert im Falle einer solchen Besteuerung die Senkung des Anteils der stark übergewichtigen Menschen um zehn Prozent. Bisher wächst der Anteil dagegen stetig.

Regulierung der Lebensmittelpreise umstritten

Die Verbraucherorganisation Foodwatch forderte bereits im vergangenen Jahr eine „Zucker-Steuer“ für Getränkehersteller. Die Idee der Regulierung von Lebensmittelpreisen ist also nicht neu, aber umstritten. Während die Branche und das Bundesernährungsministerium eher eine ablehnende Haltung einnehmen, begrüßen Gesundheitspolitiker aus den Reihen der scheidenden Regierungskoalition den Vorschlag. Im europäischen Ausland ist man da schon einen Schritt weiter: Seit 2012 erhebt Frankreich eine Steuer auf gesüßte Getränke. In Großbritannien ist eine ähnliche Abgabe für 2018 geplant.

Gesunde Ernährung durch Nahrungsergänzung

Viele Menschen greifen aufgrund der mangelnden Zeit für die Zubereitung von vollwertigen Mahlzeiten zu sogenannten Nahrungsergänzungsmitteln. Gesundheits-Blogs wie ZENTRUM DER GESUNDHEIT halten „hochwertige Nahrungsergänzungsmittel eine gute Lösung, dem Körper das zu geben, was er so dringend braucht und was er bei der heute üblichen Ernährung nur allzu oft vermisst“. Verschiedene Hersteller wie Anatis oder MeriMed bieten einzelne Vitamine oder Mineralstoffe an. Andere Unternehmen verkaufen Nahrungsergänzungsmittel als fertige Mischung für unterschiedliche Anwendungsziele. Prominentes Beispiel ist das Hamburger Start-up Veluvia, dass vor kurzem durch einen Auftritt in der bekannten TV Show „Die Höhle der Löwen“ von sich reden machte. Veluvia bietet beispielsweise das Produkt „Immun“ an, welches Vitamin C, Vitamin D, Zink und Selen zur Unterstützung eines gesunden Immunsystems enthält. Ebenfalls im Angebot ist ein Produkt zur Gewichtsreduzierung – letztlich eines der wichtigen sekundären Ziele gesunder Ernährung. Dies haben auch andere Hersteller wie Almased oder Yokebe erkannt und entsprechende Produkte auf den Markt gebracht.

Letzten Endes gilt: Wer ein gesundes und langes Leben führen möchte, der kommt an der Investition von Zeit und Geld in die gesunde Ernährung nicht herum. (uc)

Wholey Smoothies – ein neues Berliner Start-Up Unternehmen

Fast die Hälfte der Deutschen genießt regelmäßig Smoothies und der Trend um diese Fruchtgetränke wird immer größer. Das Bewusstsein für Genuss und Qualität steigt und so haben jetzt fünf junge Berliner ein Start-up Unternehmen gegründet, das Bio-Smoothies vertreibt.

Als begeisterte Sportler und Familienväter standen die Gründer vor einem großen Dilemma: „Wie ernähre ich mich zwischen Kinder abholen, Meetings und Trainingseinheiten schnell und wirklich gesund, ohne dabei von den Öffnungszeiten meiner Lieblingscafés oder der Supermärkte abhängig zu sein?“.

Nach 12 Monaten Überlegungen und zahlreichen Rezepten haben die jungen Berliner eine Idee gefunden und gründeten im Bezirk Neukölln das Unternehmen „Wholey“ 2016.

Anfang dieses Jahres brachte dann das junge Start-up Unternehmen seine vielversprechenden Bio-Smoothies auf dem Markt. Sie sollen nicht nur schmecken, sondern auch 100 Prozent natürlich sein.

Smoothie zum selber anrühren 

Wer hätte nichts lieber als einen 100 Prozent natürlichen Smoothie aus gesunden Zutaten wie Obst, Gemüse, Trockenfrüchte, Kräutern und Superfoods? Genau das alles verspricht das neue Start-up Unternehmen mit seinen Fruchtgetränken. Gerade die sogenannten Superfoods sind im Trend und sollen laut Hersteller gesund und schlank machen.

Wholey verwendet für seine Smoothies ausschließlich Bio-Zutaten. Diese werden zunächst mit Wasserdampf blanchiert, um Bakterien und Enzyme zu zerstören. Anschließend werden sie schockgefroren, damit die Vitamine und Mineralstoffe erhalten bleiben.

Verpackt werden die Zutaten in Bio-Becher. Der Verbraucher mixt den Becherinhalt vor dem Verzehr mit Wasser und vermengt das Gemisch anschließend in einem Mixer.

Natürlich könnte man ebenso frische Zutaten in dem Mixer geben und einen Smoothie herstellen, aber diese sind eben nicht immer zur Hand.

Food Start-ups sind auf Erfolgskurs

Immer mehr Konzerne investieren in Food Start-ups. Denn die Nachfrage ist groß, aber ebenso auch die Konkurrenz. Allein in Berlin sind es über zehn Start-ups, darunter Limai, ein Unternehmen, das natürliche Erfrischungsgetränke aus der Acai-Beere, Ingwer, Guarana und schwarzem Tee anbietet.

Laut dem Onlinemagazin Gründerszene „soll der Umsatz des Online-Marktes, der zentral für viele Food Start-ups ist, von 1,1 Milliarden Euro in 2014 auf 7 Milliarden Euro in 2024 steigen“. (dn)

Airlines im Test: Deutscher Klimaschutz liegt in der Luft

Die Klimaschutzorganisation Atmosfair veröffentlichte einen Airline-Index, indem die 200 größten Fluggesellschaften der Welt auf ihre Effizienz bei der Vermeidung von Treibhausgas-Emissionen untersucht wurden. Der Airline-Index basiert auf dem Kohlenstoffdioxid-Ausstoß einer Fluggesellschaft pro Kilometer und Passagier aller geflogenen Strecken. Gerechnet wurde mit Daten aus dem Jahr 2015 wie dem Flugzeugtyp, dem Triebwerk, die Verwendung aerodynamischer Flügelspitzen, die Sitz- und Frachtkapazität und die jeweilige Auslastung auf jedem Flug.

Airline Tuifly auf den vorderen Plätzen im Klimaschutztest

Anhand der Daten teilte Atmosfair alle Fluggesellschaften in Effizienzklassen ein. Erschreckend ist, dass keine der Airlines der Klasse A zugeordnet werden konnte. In Klasse B allerdings befinden sich die britische Fluggesellschaft Tui Airways, die deutsche Tochtergesellschaft Tuifly und West Air aus China. Leider setzen nur wenige Airlines hocheffiziente Maschinen für den Luftverkehr  ein. Die Lufthansa Group schaffte es mit ihrer Airline lediglich in Klasse D und belegt damit im internationalen Ranking nur Platz 65.

Lufthansa ist noch nicht effizient genug

Ein Atmosfair Experte sagt dazu: „Lufthansa bestuhlt die Flotte insgesamt leicht unterdurchschnittlich und nutzt damit ihr Effizienzpotenzial nicht voll aus.“
Dabei setzt sich die Lufthansa Group seit geraumer Zeit für den Klimaschutz ein. Sie kooperiert beispielsweise seit geraumer Zeit mit der Schweizer Non-Profit-Organisation myclimate. Jeder Passagier kann über einen CO2-Rechner seine Emissionen gezielt berechnen und für die Einsparung der Emissionen seines Fluges spenden.

Auch ihre vier Klimaschutzsäulen sind eine tolle Vorkehrung, aber überzeugen noch nicht im weltweiten Vergleich. Das liegt mitunter daran, dass die Klimaschutzziele bis 2020 angedacht sind. Die vier Säulen umfassen die Förderung des technischen Fortschritts, verbesserte Infrastruktur, operative Maßnahmen und ökonomische Instrumente. Bis 2020 hat sich die Lufthansa vorgenommen gegenüber dem Jahr 2006 ihren CO2-Ausstoß pro geflogenem Kilometer um 25 Prozent zu senken. Somit soll das IATA Treibstoffeffizienzziel unterstützt werden.

„Die Städte sind weltweit für mehr als 70 Prozent der Emissionen von Treibhausgasen verantwortlich. Berlin soll Modellstadt für erfolgreichen urbanen Klimaschutz werden und über die Stadtgrenzen hinaus Impulse setzen. Klimaneutralität bis 2050 ist für Berlin ein notwendiges und machbares Ziel. Jetzt haben wir die Maßnahmen verabschiedet, wie umgesteuert werden soll“, ließ Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, im Juni diesen Jahres verlauten. Ob die Maßnahmen auch beinhalten, die Lufthansa mit ihren vielen von Air Berlin übernommenen Verbindungen dazu zu verpflichten, ihre Effizienzklasse zu verbessern, bleibt allerdings offen. (red)

IFA 2017: Selbstvermessung mit Wearables und Fitnesstrackern

Das Geschäft mit der Gesundheit boomt. Auf der Internationalen Funkausstellung 2017 präsentiert u.a. Samsung seine wasserbeständige Uhr Gear Sport – ein Fitnesstrainer am Handgelenk. Der Fokus der Hersteller in diesem Jahr richtet sich auf Armbänder, die dem Kunden sämtliche Informationen auf einmal liefern. Alles rund um die eigene Gesundheit: die tägliche Schrittzahl, die Schlafdauer, der Kalorienverbrauch oder die eigene Herzfrequenz. Ob die sogenannten Fitnesstracker wirklich dabei helfen, fitter zu werden, ist umstritten. Fest steht auf jeden Fall, dass sie das Bewusstsein der Konsumenten für den eigenen Körper und die eigene Gesundheit schärfen.

Potentielle Gefahr des Datenmissbrauchs

Der klare Vorteil der aufgenommenen Daten liegt in einer individuellen Therapiemöglichkeit und der gezielten Krankheitsdiagnose jedes Einzelnen. Bereits jetzt gibt es einige Krankenkassen, die ihre Kunden finanziell beim Kauf der Fitnesstracker unterstützen und ihnen darüber hinaus auch Boni in Aussicht stellen, sollte sich ihr Gesundheitsbild verbessern. Doch es birgt auch Risiken: Es kann zum Beispiel zu einem massiven Datenmissbrauch kommen sowie zur Stigmatisierung oder gar Diskriminierung einzelner Nutzer. Inwieweit der Datenschutz der Kunden gewährleistet ist, ist (noch) nicht sicher.

Digital Health voll im Trend

Dass die Gesellschaft heutzutage immer mehr Wert auf Gesundheit und Fitness legt, ist kein Geheimnis. Fitnesstracker sind hierbei eine hilfreiche Unterstützung. Das Ausmaß der Funktionen und gewonnenen Daten ist noch unbekannt. Die Zukunft wird zeigen, ob die Selbstvermessung der richtige Weg in ein gesundes Leben ist. (ao)

Kontrollierbarer Kopfschmerz – die App M-sense macht`s möglich

Wer kennt das nicht? Kopfschmerzen, Migräne, Unwohlsein. Die Ursachen dafür sind vielfältig und oft kaum zu behandeln. In Deutschland sind ungefähr 47 Millionen Menschen von Kopfschmerzen und Migräne betroffen. Das heißt: zwei von drei Erwachsenen leiden regelmäßig an Kopfschmerzen. Davon haben knapp 18 Millionen Migräne, laut einer Studie der Schmerzklinik Kiel, 2017. Wer nicht ständig Kopfschmerztabletten zu sich nehmen möchte, bekommt aus dem E- Health Bereich eine interessante Alternative.

Die zertifizierte Medizin-App M-sense feiert erste Erfolge

Die Kopfschmerz- und Migräne- App M-sense, der Newsenselab GmbH, ermöglicht eine personalisierte und mobile Schmerztherapie und ist lernfähig. Rund 30.000 Menschen benutzen die zertifizierte Medizin-App bereits. Die App funktioniert folgendermaßen: Nutzer geben mögliche Einflussfaktoren (z.B. das Wetter) an, der Algorithmus berechnet auf dieser Grundlage mögliche Faktoren, die die Migräne auslösen und erstellt dann einen individuell angepassten Therapieplan für den Patienten.

Foto: M-sense Banner; Newsenselab GmbH

M-sense ist das erste Einstiegsprodukt des Unternehmens Newsenselab

Die App ist dazu gedacht herkömmliche Behandlungsmethoden zu unterstützen. Über ein kontinuierliches Aufzeichnen von Körperdaten und deren Analyse in Bezug auf die Migräne wird Betroffenen die Möglichkeit geboten, Attacken frühzeitig zu erkennen und langfristig zu reduzieren. Zukünftig wird die Software immer mehr können. M-Sense ist nämlich eine App mit künstlicher Intelligenz, das heißt der Algorithmus lernt selbstständig dazu. Je mehr Daten und Informationen der Nutzer in das Programm einspeist, desto spezifischer sind die Übersichten und somit auch Therapiemöglichkeiten. Langfristig könnte die App mit stetiger Weiterentwicklung dazu beitragen, Migräne Patienten vollständig von ihrem Leid zu befreien.

E-Health

Die Newsenselab GmbH Gründer (S. Greiner, M. Dahlem, S. Scholler und M. Späth) streben danach, den Betroffenen eine Möglichkeit zu geben, Kopfschmerzen und Migräne gezielt zu reduzieren. Neben der Gesundheitsbranche ist das Unternehmen auch in der Wellness- und Fitnessbereich tätig. Das Start-up , gegründet 2016, verfolgt das Ziel chronische Krankheiten, die in episodisch wiederkehrenden Attacken oder Schüben kommen, in Zukunft für Betroffene kontrollierbarer zu machen. Gleichzeitig schaffen sie eine Datengrundlage, die hilfreich für eine individuelle Therapiemöglichkeit der Patienten ist. (ao/lj)

Foto: © jcomp / Freepik 

Pink Panther, Kickstarter oder Mangolino – der Smoothiejaner bringt dich auf den richtigen Geschmack

„High Quality – Pure Energy!“

Gesundheit und Fitness wird in der Hauptstadt nicht erst seit gestern groß geschrieben. Diesen Grundsatz verfolgt auch das neue hippe Unternehmen Smoothiejaner. Die Manufaktur des Unternehmens befindet sich in Berlin Lichtenberg. Der  Slogan „High Quality – Pure Energy“ wird durch das Konzept perfekt umgesetzt: gesunde Drinks und vollwertige Mahlzeiten. Mit seinem Healthy Fast Food Trend fasste Martin PfeiferInhaber von Smoothiejaner, Anfang des Jahres in Berlin Fuß. Ursprünglich entwickelte er die Idee in Nordhausen,Thüringen, der Heimat von Martin.

Neben den bereits bekannten Smoothies, bietet Martin außerdem Energyballs (Sitting Bulls) an, bestehend aus Nüssen und Trockenfrüchten. Darüber hinaus verwöhnt er seine Kunden mit verschiedenen anderen Kreationen, zum Beispiel Backwaren mit roh-veganen Kuchenböden.

(Foto: Sitting Bulls – Energybällchen vom Smoothiejaner)

„Ein Smoothiejaner- Supersmoothie ist eine ganze Mahlzeit, die bereits alles enthält, was der Körper benötigt: Obst, Gemüse, Smoothiejanermus und Smoothiejanermehl. Das Besondere ist die Konsistenz, aber auch das Herstellungsverfahren. Vitamine, Spurenelemente und alle wichtigen Enzyme sind enthalten und bleiben bis zum Aufgießen bewahrt“, erklärt der begeisterte Unternehmer von Smoothiejaner.

Die Produkte von Martin Pfeifer können bequem über den Online- Shop bestellt werden. Die gewünschten Smoothie, Kuchen oder Energyballs können dort erworben werden. Ansonsten ist der Smoothiejaner auch für Festivals, Partys und Caterings buchbar. Der Smoothiejaner könnte sich zu dem Insider-Tipp Berlins für diesen Sommer entwickeln. (ao)

Foto: © M. Pfeifer

Berliner Rotary Clubs veranstalten „gesunden“ Kindertag

Die Berliner Rotary Clubs laden auch dieses Jahr wieder zum Rotary Kindertag– ins Deutsche Technikmuseum ein. Am 7. und 8. Juli dreht sich alles um Themen wie gesunde Ernährung, Bewegung und Leseförderung.

Bereits zum 6. Mal wird das Projekt: „Rotary Kindertag“ durch die Berliner Rotary Clubs organisiert. Schwerpunkt der Veranstaltung ist es, Kindern eine gesunde Lebensweise näherzubringen, und sie ihnen so schmackhaft wie möglich zu machen. Mit lustigen und bunten Aktionen wird spielerisch Gesundheitsprävention betrieben, um zunehmende Fettleibigkeit und Folgeerkrankungen mit richtiger Ernährung und mehr Bewegung zu begegnen.

Prof. Joseph Hoppe (stellvertretender Direktor Deutsches Technikmuseum) und Helmut Rhode (amtierender Distrikt Rotary Governor) werden den Kindertag offiziell eröffnen. Das Programm lädt Eltern und Kinder dazu ein, an Aktionsständen Verschiedenes zum Thema Gesundheit auszuprobieren.

Seit Jahren schon setzen sich die Rotary Clubs mit ihrem Aktionsprogramm ,,gesundekids‘‘ dafür ein, an Berliner Schulen und Kitas den Kindern eine gesunde Lebensführung zu vermitteln. Auch bei dem Rotary Kindertag sind allein am 8. Juli 1500 Schüler und Schülerinnen aus Rotary-Partnerschulen eingeladen. Es können aber natürlich auch alle Besucher des Technikmuseum daran teilnehmen, das Projekt heißt alle willkommen.

Der Rotary Club Berlin wurde ausgehend vom Rotary Club Hamburg, dem ältesten Rotary Club in Deutschland, am 13. Februar 1929 gegründet. Heute ist der Rotary Club Berlin der mitgliederstärkste Rotary Club in Deutschland mit einem aktivem Clubleben und einem hohem sozialen Engagement. (lg)

Bildquelle: Rotary Club

New York für die Verbesserung der Situation von Frauen im Alltag

Berlin soll behindertenfreundlicher und barrierefreier im Alltag gestaltet werden, wozu die Expertise internationaler Frauennetzwerke genutzt werden soll.

Denn vom 13.-24. März fand im Rahmen der 61. Tagung der UN Kommission zum Status der Frauen eine Diskussionsrunde mit europäischen und internationalen Expertinnen und Experten in New York statt.

Die Veranstaltung wird gemeinsam mit dem internationalen Frauennetzwerk Women Enabled International und dem Women’s UN Report Network von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen durchgeführt.

Hierbei besteht die Umsetzung der UN-Konvention darin, Städte barrierefreier zu gestalten, damit die Teilnahme aller Menschen am öffentlichen Leben gewährleistet ist. Die UN Kommission dokumentiert Lebenslagen von Frauen in der ganzen Welt und entwickelt globale Standards für die Gleichstellung von Frauen.

Der Fall, dass Frauen mit Behinderungen oftmals von Mehrfachdiskriminierungen betroffen sind, trat nämlich schon gehäuft auf. Daher ist es das Ziel des Berliner Senats dagegen geeignete Strategien und Maßnahmen zu entwickeln.

„Die bessere Berücksichtigung der Belange von Frauen mit Behinderung und älteren Frauen ist ein wichtiges politisches Anliegen. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen leistet mit der planerischen Vorsorge und dem weiteren Ausbau der Barrierefreiheit in Berlin einen wesentlichen Beitrag, die Teilhabe von Menschen mit Behinderung stetig zu verbessern. Die Expertise internationaler Frauennetzwerke hierfür zu nutzen, ist ein Gewinn für Berlin“, erklärt Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen Katrin Lompscher. (saa)

Bildquelle: pixabay

TK und foodwatch: Verbrauchern ist Ernährung nicht Wurst

„Hauptsache gesund“ ist den Menschen in Deutschland am wichtigsten, wenn es um ihre Ernährung geht. Das geht aus der Ernährungsstudie der Techniker Krankenkasse (TK) hervor, die die TK heute zusammen mit foodwatch in Berlin vorgestellt hat. Gefragt, worauf es ihnen bei ihrer Ernährung ankommt, gaben 45 Prozent der Befragten an, dass sie vor allem gesund essen möchten. In der letzten Befragung zum Ernährungsverhalten der Menschen in Deutschland 2013 sagten das nur 35 Prozent. Damit steht „gesund“ erstmals noch vor „lecker“ (41 Prozent). An Relevanz verlieren auch die Kriterien „kalorienarm“ und „schnell“.

Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK: „Als Krankenkasse freut es uns natürlich, dass sich immer mehr Menschen gesund ernähren möchten. Wir verzeichnen seit Jahren einen Anstieg ernährungsbedingter Beschwerden. Allein im Bereich Herz-Kreislauf-Krankheiten, die hierzulande wie in vielen Industrienationen Haupttodesursache sind, sind die Arzneimittelverordnungen für Erwerbspersonen in den letzten 15 Jahren um über 80 Prozent gestiegen. Mit Ernährung lassen sich viele Risikofaktoren reduzieren.“

Runde Republik Deutschland

Laut der Studie „Iss was, Deutschland.“ attestiert sich knapp die Hälfte der Menschen in Deutschland Übergewicht, acht Prozent bezeichnen sich als stark übergewichtig. Was hält die Menschen davon ab, sich gesünder zu ernähren? „Häufig fehlt es an der Zeit für den Einkauf und die Zubereitung von frischen Lebensmitteln. Die Menschen greifen dann aus Bequemlichkeit zu Fertiggerichten oder Snacks, die häufig zu viel Fett, Salz oder Zucker enthalten“, erklärt die Gesundheitspsychologin Prof. Dr. Annegret Flothow von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg (HAW). „Nur ein Viertel der Befragten gibt an, dass sie nicht genug über gesunde Ernährung wissen.“

Unabhängige Ernährungsinformation für mündige Verbraucher Forderungen der Politik, das Thema Ernährung auf die Lehrpläne zu nehmen, sehen die Experten daher eher kritisch, wichtig seien aber verständliche und unabhängige Verbraucherinformationen. Oliver Huizinga von der Verbraucherorganisation foodwatch: „Die gesunde Wahl wird uns unnötig schwer gemacht. Der Großteil der Erfrischungsgetränke ist überzuckert, die Kennzeichnung von Fett, Zucker und Salz ist eine Zumutung, und selbst Süßigkeiten werden wie gesunde Produkte beworben. Das ist kein Bildungsproblem, sondern ein Problem des Angebots, das die Lebensmittelwirtschaft uns vorsetzt. Der Bundesregierung mangelt es offensichtlich an dem politischen Willen, sich mit der Branche anzulegen.“

Verbrauchern ist nicht alles Wurst

Auch TK-Chef Baas sieht Industrie und Politik in der Pflicht: „Gesunde Ernährung liegt im Trend, fällt aber vielen schwer. Wenn ich für den Besuch im Supermarkt ein Biochemiestudium benötige, um Zucker in der Zutatenliste überhaupt identifizieren zu können, wenn ich Licht und Lupe brauche, um diese Liste überhaupt lesen zu können, läuft etwas falsch. Unser Problem ist
auch nicht, ob vegetarische Produkte Wurst oder Frikadelle heißen dürfen, sondern ob der Verbraucher weiß, was an Zusatzstoffen in seiner vermeintlich gesunden Alternative steckt.“
Die Ernährungsstudie zeige zudem, dass die Verbraucher heute deutlich kritischer mit ihrem Fleischkonsum umgingen. Peter Wendt, in der Marktforschung der TK für die Datenanalyse
verantwortlich: „Der Anteil der Veganer und Vegetarier ist mit ein bzw. zwei Prozent immer noch sehr klein. Weitere 13 Prozent der Menschen in Deutschland bezeichnen sich als sogenannte Flexitarier, das heißt, sie ernähren sich überwiegend vegetarisch und verzichten weitgehend auf Fleisch- und Wurstwaren. Auch der Anteil der Verbraucher, die bevorzugt bio kaufen, ist in den letzten drei Jahren von einem Drittel auf 40 Prozent gestiegen.“

Essen kultivieren statt sanktionieren

Ein bewussterer Lebensmittelkonsum ohne Verbote und Sanktionen sollte nach Ansicht des TK-Chefs das Ziel sein. „Essen ist viel mehr als nur Nahrungsaufnahme. Es ist Kultur, Genuss
und bringt Menschen zusammen. Beim Familienessen oder im Stadion möchte niemand Kalorien zählen. Aber wir sollten uns das bewusst gönnen, wissen, was wir essen und gute
Lebensmittel angemessen wertschätzen“, so Baas. Dafür bedarf es nach Ansicht der TK der gemeinsamen Anstrengung aller Beteiligten. Neben der Eigenverantwortung der Verbraucher,
sind Gesundheitswesen, Bildungsträger, Lebensmittelindustrie und Politik gefordert.

„Die Weltgesundheitsorganisation fordert bereits seit langem ein Bündel an wirksamen Maßnahmen gegen Fehlernährung und Übergewicht. Kinder und Jugendliche müssen vor
manipulativer Werbung für ungesundes Essen gesetzlich geschützt werden, damit sie nicht von klein auf ungesundes Essverhalten lernen. Wir brauchen endlich eine verständliche
Nährwertkennzeichnung in Ampelfarben, damit wir auf einen Blick im Supermarkt Produkte vergleichen können. Und die Getränke-Industrie muss weniger Zucker in ihre Produkte
mischen – mit einer Sonderabgabe für besonders zuckerreiche Getränke kann das erreicht werden. Bislang scheitert all das am Widerstand der Lebensmittelindustrie“, so Oliver Huizinga
von foodwatch.

Download der Studie unter www.tk.de zum (Webcode 932276)
Informationen zu foodwatch unter www.foodwatch.org.

(Pressemitteilung der Techniker Krankenkasse vom 11.01.2017)