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Kulturtipp im Herbst: Moving Grounds #3 – ZUkunft HÖREN

Moving Grounds wird von der Künstlerin Michaela Nasoetion als experimenteller Spiel- und Reflexionsraum genutzt, um das Potential künstlerischer Dialogformate zu erproben, bei denen es nicht um ein argumentierendes, sondern um ein aus dem Moment heraus formulierendes, persönliches Sprechen geht. Was sich in einen offenen Zuhör-Raum hinein formuliert, bleibt bewusst offen. Angetrieben von den bereichernden Erfahrungen in solchen künstlerischen und sozial transformativen Dialogprozessen und dem Wunsch nach weiteren Erkenntnissen werden die verschiedenen Dialogformate auf ihre besonderen Qualitäten, ihre förderlichen Bedingungen sowie ihre Beschreibungs- und Dokumentationsmöglichkeiten untersucht und reflektiert (z.B. Dragon Dreaming, Presencing/U-Theorie, Bohmscher Dialog, u.a.).

Moving Grounds #3 – bewusst zuhören

Das Format basiert auf dem Sprechen ohne Intention, aber mit Sinn als Richtung; sowie das Hören ohne Intention, jedoch mit voller Aufmerksamkeit. Dabei wird ein gemeinsamer Raum für den Dialog gestaltet, in dem die Teilnehmenden durch ihr einzigartiges Potenzial an Vorstellungskraft und Antizipation etwas Neues erkennen können. Ohne die Dringlichkeit einer sofortigen Reaktion kann der Zuhörer das Gesagte und das Gehörte auf sich wirken lassen und beobachten, welche Gedanken, Bewertungen, vorbereiteten Antworten sich in ihm selbst bewegen, die in der Regel das reine Hören überlagern. Durch Antizipation und das Hören in potenzielle Zukunftsperspektiven können sich neue Ideen und Vorstellungen freier entfalten.

Freitags-Dialoge

Während des zweiwöchigen Spielraums gibt es die Freitags-Dialoge. Die Dialoge finden auf Deutsch statt.
Begrenzte Teilnehmerzahl – um Anmeldung wird gebeten: michaela.nasoetion@gmx.de

Die Freitags-Dialoge richten sich vor allem an die Fellows des Urban Ideation Lab und Kulturschaffende aus den Bereichen Kunst, Architektur, Stadtentwicklung, aber auch an
Teilnehmende des Co-Working-Spaces. Die Dialogformate wurden in anderen Zusammenhängen schon praktiziert und sollen jetzt im Kontext Co-Working stattfinden, um die Potentiale auszuloten, die im formulierenden Sprechen in einen aktiven Zuhörraum liegen.

Vorläufiger Plan

Freitag, 18.10.19, 16-19 Uhr: Anders Tun Spiel

Freitag, 25.10.19, 16-19 Uhr: Bricolage

Freitag, 1.11.19, 16-19 Uhr: NN Dialog

Anders tun Spiel ist eine Art von Gespräch oder eine ungewöhnliche Art seine Gedanken zu Fragen über das Tun und Tätigsein – so wie es sich gegenwärtig zeigt und wie man es sich in seinen Potentialen vorstellt – zu ordnen. Im Laufe des Spiels entwickelt sich das „Gesprächsbild“ auf dem Spielfeld mosaikartig und gewinnt an Fülle. Ziel des Spiels ist der gemeinsame Austausch und die spielerische Annäherung an ein künftiges Anders tun. Das Spiel wurde von den Berliner Künstler*innen Stefan Krüskemper, Christiane ten Hoevel und Michaela Nasoetion entwickelt.

Bricolage ist ein künstlerisches Dialogformat, bei dem mittels des Hantierens mit diversen Materialien, des formulierenden Sprechens und des aktiven Zuhörens ein Dialograum
entsteht. Fellows des Urban Ideation Lab treffen sich mit Künstler*innen und widmen sich einer drängenden Frage. Diese Frage wird zu Beginn gemeinsam generiert.

NN Dialog ist ein noch nicht nominierter Dialog, dessen Format sich im Laufe des Spielraums noch abzeichnen wird.

Wo?

Moving Grounds #3 – ZUkunft HÖREN ist Teil des Kulturprojekts des B-Parts Am Gleisdreick.

B-Part Exhibition curated by loop

Luckenwalder Str. 6b, 10963 Berlin

Zur Künstlerin

Michaela Nasoetion entwickelt ästhetische Tools, mit denen sie Handlungs-, Imaginations- und Dialogräume schafft, die den Teilnehmenden einen besonderen Austausch und ein kokreatives Tun ermöglichen. Typische Formate ihrer medienübergreifenden Arbeiten sind partizipative Installationen, situative Aktionen und ko-laborative Workshops.
Sie studierte Freie Kunst an der Akademie der bildenden Künste in München, an der HfbK Hamburg und am Goldsmiths College in London; sie lebt und arbeitet seit 1997 in Berlin. (red)

 

Off Road Kids: Neue Anlaufstelle für Straßenkinder und junge Obdachlose in Berlin

Die Off Road Kids Stiftung hat im S-Bahnhof Bellevue eine neue Streetwork-Station für Straßenkinder, junge Obdachlose und „Sofahopper“ eröffnet. Bereits seit 25 Jahren ist die Hilfsorganisation in Berlin aktiv und hat in dieser Zeit mehr als 1300 junge Menschen von der Straße geholt. Die Anlaufstelle der Off Road Kids am Alexanderplatz wurde durch Einbrüche mehrmals zerstört. Jetzt konnte der neue Standort direkt im S-Bahnhof Bellevue bezogen werden. Die neue Anlaufstelle bietet jungen Obdachlosen Hilfe und Unterstützung bei der Suche nach einer dauerhaften Perspektive.

37.000 „entkoppelte“ junge Menschen in Deutschland

First Lady Elke Büdenbender, Rüdiger Grube, Schirmherr der Off Road Kids Stiftung und Kuratoriumsmitglied Christoph Gröner, Vorstand der CG Gruppe, eröffneten gemeinsam die umgebauten Räumlichkeiten am S-Bahnhof Bellevue. „Das ist ein wichtiges Projekt, um Kindern, die kein Zuhause haben, wieder eine Perspektive zu geben“, sagte Elke Büdenbender zu ihrem Engagement für die Off Road Kids Stiftung. Hier befindet sich auch die Zentrale der bundesweiten, virtuellen Streetwork-Station der Off Road Kids, sofahopper.de. „Sofahopper“ sind verzweifelte junge Menschen, die sich bei mehr oder weniger guten Bekannten gewissermaßen auf dem Sofa durchschlagen. Sie haben längst keinen Kontakt mehr zu Eltern, Schule, Ämtern und Ausbildung und stehen kurz davor, obdachlos zu werden. Das deutsche Jugendinstitut spricht von mindestens 37.000 „entkoppelten“ jungen Menschen in Deutschland. Die Off Road Kids Stiftung bietet mit der virtuellen Streetwork-Station einen unkomplizierten Online-Zugang für die Betroffenen an.

Feierliche Eröffnung der Off Road Kids Streetwork Station am S-Bahnhof Bellevue: Christoph Gröner (l), Elke Büdenbender, Andreas Schwara (2.v.r.), Rüdiger Grube (r.) Foto: Off Road Kids/Mario Hausmann

Grund zum Feiern: Runder Geburtstag und neuer Standort

„Zu unserem 25-jährigen Jubiläum haben wir wirklich großen Grund zur Freude“, betont Andreas Schwara, der als Vorstandsmitglied der Off Road Kids Stiftung und Architekt den Umbau geleitet hat. „Neben dem runden Geburtstag der Off Road Kids freuen wir uns besonders über unseren neuen Standort in der Hauptstadt, der für die jungen Menschen gut erreichbar ist, attraktive Arbeitsplätze für unsere Streetworker bietet und gleichzeitig als Schaltzentrale von sofahopper.de fungiert. Ich danke allen Freunden und Unterstützern, die maßgeblichen Anteil an der Erfolgsgeschichte von Off Road Kids haben.“

Unterstützung durch Spendeneinnahmen

Off Road Kids finanziert seine überregionale Straßensozialarbeit in erster Linie durch Spendeneinnahmen. Großzügige Unterstützung erhielt die Stiftung insbesondere bei der Suche nach einem idealen Standort in Berlin durch die Deutsche Bahn Stiftung und die DB Station & Service AG, die die Räume zu einem symbolischen Mietpreis im Berliner S-Bahnhof Bellevue zur Verfügung stellt. „Als ehemaliger Bahn-Chef habe ich mit der Deutschen Bahn viele Jahre lang die Off Road Kids unterstützt und tue dies aus Überzeugung bis heute auch als Privatmensch“, so Kuratoriumsvorstand Rüdiger Grube. „Es freut mich besonders, meinen Freund und Geschäftspartner Christoph Gröner für die Förderung dieser außergewöhnlichen Stiftung gewonnen zu haben. Uns beide verbindet nicht nur die Leidenschaft für digitales Bauen, sondern auch unser Bekenntnis zur Unterstützung von Kindern und Menschen in schwierigen Lebenssituationen.“

CG Gruppe hat Umbau und Einrichtung der Station vollständig übernommen

Die CG Gruppe AG und ihre Tochterunternehmen CG Bauprojekte GmbH und CREATIVes BAUEN GmbH haben den Umbau und die Einrichtung des Standorts hochwertig umgesetzt. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf mehr als 300.000 Euro. Die Unterstützung der Off Road Kids durch sein Unternehmen will Christoph Gröner auch künftig fortsetzen, denn „abgesehen davon, dass es eine moralische Verpflichtung ist, in Not geratenen Menschen zu helfen, profitieren wir als Gesellschaft davon, wenn wir gerade jungen Menschen eine unbeschwerte, glückliche Kindheit und Jugend und damit eine erfolgreiche Basis für die Zukunft ermöglichen.“ Darüber hinaus werden Christoph Gröner und die CG Gruppe die Stiftung jährlich mit 500.000 Euro unterstützen. „Wir investieren in die Zukunft von Deutschland, indem wir die Kinder fördern“, sagte Gröner vor der Eröffnung. Das sei die beste Investition,die ein Unternehmer machen könne.“

Suche nach der bestmöglichen Perspektive

Bis zu 2.500 Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren geraten in Deutschland jährlich – zumindest zeitweise – auf die Straße. Sie haben ihr Zuhause verloren, sind weggelaufen oder abgängig aus ihren Familien, Pflegefamilien oder Jugendhilfeeinrichtungen. Die Zahl der jungen volljährigen Obdachlosen liegt mindestens um das Zehnfache höher. Das Ziel der Straßensozialarbeit der Off Road Kids Stiftung ist es, dass aus „Ausreißern“ keine Straßenkinder werden. Daher legen die Off Road Kids-Streetworker größten Wert darauf, möglichst zügig mit diesen jungen Menschen nach der bestmöglichen dauerhaften Perspektive zu suchen. Off Road Kids die einzige Hilfsorganisation für Straßenkinder in Deutschland, die überregional tätig ist. Die Stiftung betreibt neben Berlin eigene Streetwork-Stationen in Dortmund, Frankfurt am Main, Hamburg und Köln. In den letzten 25 Jahren haben die Streetworker von Off Road Kids bundesweit mehr als 5000 Straßenkinder und junge Obdachlose erfolgreich neue und solide Zukunftschancen vermittelt. (red)

Weihnachtsgeschenk von Christoph Gröner: Senat und private Sponsoren finanzieren gemeinsam Weihnachtsbeleuchtung am Kudamm

Der Kudamm ohne Weihnachtsbeleuchtung – das wäre für die meisten Menschen unvorstellbar! Nun führte eine konzertierte Aktion von Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD), AG City-Chef Klaus-Jürgen Meier und Wirtschaftsstaatssekretär Christian Rickerts zum Erfolg.

Verantwortung für die Stadt

Stolz verkündete das Trio eine Lösung für die Weihnachtsbeleuchtung am Kudamm, nachdem Wall nicht mehr als Hauptsponsor der spektakulären Illumination zur Verfügung steht. Deutschlands größter Mietwohnungsentwickler Christoph Gröner mit seiner in Berlin-Charlottenburg beheimateten CG Gruppe ist mit stattlichen 200.000 EUR beigesprungen und zeigte so wieder mal Verantwortung für seine Stadt. Die Motivation von Christoph Gröner, das Lichter-Highlight zu unterstützen, ist ganz einfach. Er kann sich den Kurfürstendamm ohne Illumination in der Adventszeit „einfach nicht vorstellen.“

Kennengelernt hatten sich Klaus-Jürgen Meier und Christoph Gröner über deren gemeinsames Engagement bei Laughing Hearts. Eine Einrichtung, die Kinder und Jugendliche in stationären Einrichtungen unterstützt, indem gezielt Talente und Interessen in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Sport und Freizeit gefördert werden. Damit möchte der Verein soziale wie berufliche Perspektiven aufzeigen und den Schützlingen die Chance auf eine positive Entwicklung geben. Aktuell unterstützt Laughing Hearts etwa 2.300 Kinder und Jugendliche in 22 Einrichtungen in Berlin. Christoph Gröner unterstützt Laughing Hearts seit vielen Jahren und ist Vorstandsmitglied in dem Verein. Auch die Off Road Kids können auf die Unterstützung des Unternehmers zählen. Die Stiftung ist seit 1993 die erste und einzige bundesweit arbeitende Hilfsorganisation für Straßenkinder, Ausreißer und junge Obdachlose in Deutschland.

Wohnungsbau am Ernst-Reuter-Platz

Christoph Gröner hat aber nicht nur seinen Firmensitz in der Wilmersdorfer Straße, er ist auch in Charlottenburg-Wilmersdorf vielfältig engagiert. So feierte die CG Gruppe erst vor 2 Wochen Richtfest für die Residenz am Ernst-Reuter-Platz. Dort entstehen 141 Wohnungen auf insgesamt 11.000 Quadratmetern sowie 52 Tiefgaragenplätze. Die Größe der Apartments wird zwischen 35 und 161 Quadratmetern liegen. Das Projekt liegt in direkter Nachbarschaft zum TU Campus Charlottenburg. Das Areal wird damit um das dringend benötigte Segment Wohnen bereichert.

Es geht – wenn alle wollen!

Das weit über die Grenzen Berlins ausstrahlende weihnachtliche Lichterfest wäre nicht möglich geworden, wenn Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann nicht bereits 2017 begonnen hätte, sich Gedanken über die Finanzierung zu machen. Mit Klaus-Jürgen Meier, Vorsitzender der AG-City und insgesamt stark engagiert für die Hauptstadt, hat er einen starken Partner der Wirtschaft an seiner Seite, der es versteht, Mittel in der Wirtschaft für den guten Zweck zu mobilisieren. Auch Wall ist in diesem Jahr mit 150.000 Euro einer der Unterstützer. Und auch der Dritte im Bunde der Macher, Staatsekretär Christian Rickerts, hat in extrem kurzer Zeit Mittel der Wirtschaftsverwaltung in Höhe von 295.000 EUR zur Verfügung gestellt. Dieses Dreamteam für den Kudamm hat eindrucksvoll gezeigt, dass in Berlin was geht, wenn man nur will.

Weihnachtsbeleuchtung am Kudamm ist weltweit einmalig

Die Berliner und ihre Besucher können sich also auch in diesem Jahr wieder freuen auf die berühmte und weltweit einmalige Beleuchtung zur Adventszeit am Kurfürstendamm. Auf einer Länge von 4,8 Kilometern, mehr als 570 illuminierten Bäumen und zahlreichen großen Figuren, sind der Kudamm und die Tauentzien der längste beleuchtete Boulevard der Welt. Nun soll eine neuartige und moderne LED Technik erstmals zum Einsatz, die Stromkosten einspart und keine technische Erwärmung erzeugt. (red)

Art Dinner 2019: Eine Viertel Million für den guten Zweck

Gleich 5.500 Euro und beste Stimmung brachte ein Essen zu Hause bei Vera Gäde-Butzlaff, Vorsitzende des Vorstandes der Bürgerstiftung Berlin, noch vor dem ersten eigentlichen Los, welches Auktionator Kilian Jay von Seldeneck nach dem Hauptgang spontan unter den 400 geladenen Gästen versteigerte. On top gab es noch den Ex-Bürgermeister Klaus Wowereit, den Mercedes Limousinen-Service und Becher von KPM obendrauf. So gut lief es weiter.

Während des Art Dinners gab es spannende Kunstwerke und außergewöhnliche Gelegenheiten zu ersteigern. 6.200 Euro für eine kleine Arbeit von Jorinde Voigt, 4.000 Euro für zwei Papierarbeiten von Titus Schade, 14.000 Euro brachte ein Ölgemälde von Pavel Weinstein, 13.000 Euro ein Print von Norbert Bisky, 23.000 Euro für einen smart EQ fourtwo und 7500 Euro für eine Führung mit Thomas Albrecht durch das Berliner Schloss. Der Auktionator war in Top-Form, die Gäste großzügig und so kam am Ende des Abends eine Viertel Million für die Bürgerstiftung zusammen. Diese stolze Summe wurde zum Dessert verkündet und dann bei Tanz, Musik und mit DJ bis spät in die Nacht gefeiert.

Art Dinner im Westhafen

In diesem Jahr fand das Art Dinner in den Hallen des Westhafens statt. | Foto: Andreas Amann

20 Jahre Bürgerstiftung – 20 Jahre Engagement

Seit 20 Jahren gibt es diese Einrichtung nach amerikanischem Vorbild in Berlin. Bekannt wurde sie vor allem durch die Lesepaten, die in Schulen und Kindertagesstätten die Lust am Lesen fördern. Rund 400 engagierte Bürgerinnen und Bürger erreichen in 15 Grundschulen und zehn Kitas etwa 1300 Kinder, denen sie regelmäßig teils mehrmals pro Woche vorlesen oder bei der Organisation von Sprachspielen helfen. Nebenbei begleiten sie Ausflüge, unterstützen Fördervereine und lesen auch älteren Bürgern vor.

Höhepunkt der Arbeit der Bürgerstiftung – das Art Dinner

Alljährlicher Höhepunkt ist das Art Dinner, welches immer an einem anderen spektakulären Ort stattfindet, in diesem Jahr im WECC am Westhafen. Schwer zu finden, schlecht ausgeschildert, aber der Blick aufs Wasser und die alten Hallen mit Industriecharme, wie man ihn sonst nur aus dem Ruhrgebiet kennt, entschädigt.

Das Grußwort sprach Berlins Regierender Michael Müller. Nach der Vorspeise hielt Wolfgang Thierse, Bundestagspräsident a.D., eine lange und bewegende Rede zur Lage der Nation, in der er das frustrierende Ergebnis des von der großen Koalition verabschiedeten Klimapaketes als Kapitulationserklärung als mutlosen und unsozialen Unsinn kommentierte, mangelnde Zivilcourage und zunehmende Mutlosigkeit kritisierte. Für so viel klare Worte gab es Standing Ovations.

Nach dem Art Dinner ist vor dem Art Dinner

Mit dem Erlös des Abends erweitert die Bürgerstiftung Berlin ihr Engagement in Berlin und gleich am nächsten Morgen wurde mit den Vorbereitungen für das Art Dinner 2020 begonnen. (dd)

„Fridays for Future“ in Berlin – Schulen und Unternehmen gemeinsam gegen den Klimawandel

Jede Woche gehen tausende Schüler in Deutschland und auf der ganzen Welt gemeinsam auf die Straße, um solidarisch unter dem Motto „Fridays for Future“ gegen den Klimawandel zu protestieren. An diesem Freitag, dem 20. September, werden nicht nur Schüler*Innen auf den Straßen erwartet, sondern auch ausgewählte Gewerkschaften und Unternehmen. Sie rufen proaktiv zu einer Teilnahme an den Demonstrationen auf.

Die Uhr tickt – „Fridays for Future” will ein Zeichen gegen die Klimakrise setzen

Die Bewegung „Fridays for Future“ wurde im Sommer letzten Jahres von jungen Menschen ins Leben gerufen. Regelmäßig motiviert sie Schüler*Innen und Studierende zu Schul- und Unistreiks, um einen besseren Klimaschutz und den Kohleausstieg einzufordern. Eine zentrale Leitfigur ist die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg, die erst diesen Montag in den USA mit dem Menschenrechtspreis von Amnesty International ausgezeichnet wurde.

Auch der Landesvorsitzenden des Bündnisses 90/Die Grünen, Nina Stahr, ist der Klimastreik ein wichtiges Anliegen: „Wir rufen alle Berliner*innen auf, am 20. September gemeinsam mit uns und Fridays for Future auf die Straße zu gehen und fürs Klima zu streiken.“ Außerdem fordert die Politikerin alle Arbeitgeber*Innen und Schulen dazu auf, Angestellte und Schüler ohne Einschränkungen für die Teilnahme an den Demonstrationen freizustellen. Abschließend fügt Sie hinzu: „Lasst uns die globale Klimademo zur größten aller Zeiten machen! Lasst uns zeigen, dass keine Zeit mehr ist für Ausreden und Aufschübe. Wir müssen handeln, und zwar jetzt!“

Dritter Globaler Klimastreik unter dem Motto „Fridays for Future“

Die zentrale Demonstration in der Hauptstadt beginnt um 12 Uhr am Brandenburger Tor. Es werden bis zu 10.000 Teilnehmende erwartet, die ihren Zug bis ca. 16 Uhr durch die Innenstadt fortsetzen. Parallel dazu finden an zahlreichen weiteren Standorten in Berlin Zusammentreffen von Demonstranten von Berliner Clubs und Unternehmen statt, die sich unter anderem am Potsdamer Platz und vor dem Finanzministerium Gehör verschaffen wollen.

Den 20. September haben die Aktivisten sehr bewusst gewählt. Denn am selben Tag hält die große Koalition in Berlin die Tagung des Klimakabinetts ab. Außerdem findet einleitend zum UN-Klimagipfel am 23. September 2019 zwei Tage zuvor zum ersten Mal der UN-Jugend-Klimagipfel in New York statt, bei dem sich über 500 junge Klimaaktivisten Gehör verschaffen können.

„Fridays for Future“ – wie stehen die Schulen zum Klimastreik?

Schulen stehen dem bevorstehenden Event mit gemischten Gefühlen gegenüber. Trotz der zunehmend positiven Aufnahme der Streiks ist die generelle Schulpflicht natürlich nicht aufgehoben. Zahlreiche Schulen kommen ihren Schülern entgegen, indem sie für den Tag keine Klassenarbeiten ansetzen, alternativ thematisch passende Ausflüge organisieren, oder Schüler mit Erlaubnis der Eltern befreien. In anderen Fällen reagierten Schulen sogar mit Strafarbeiten oder Verweisen. (sz)

Kampf gegen HIV und Aids: Spielbank Berlin unterstützt Selbsthilfeorganisation House of Queer Sisters e.V.

Die Spielbank Berlin wird den Verein House of Queer Sisters e.V. Erzabtei Bundesverband in den kommenden Jahren partnerschaftlich unterstützen. Dazu wurde dem in Berlin ansässigen Verein durch Spielbank-Geschäftsführer Gerhard Wilhelm ein Scheck in Höhe von 4.500 Euro überreicht. House of Queer Sisters e.V. ist in der Behindertenhilfe, der Flüchtlingshilfe, dem Schutz der Menschenrechte, der Beratung, der Bildung und des Völkerverständigungsgedankens tätig. Als Selbsthilfeorganisation unterstützt der Verein Menschen mit HIV/Aids, ihre An- und Zugehörigen in allen Lebensfragen, die sich im Rahmen der HIV-Erkrankung ergeben. Darüber hinaus sammelt House of Queer Sisters Spenden für zahlreiche Projekte und bietet Partnerschaften mit Vereinen an, welche sich ebenfalls mit der Prävention von HIV/AIDS und dem Umgang mit der Krankheit auseinandersetzen.

 

Aufklärung und konkrete Unterstützung

„Für die Umsetzung unserer wichtigen Aufgaben sind wir auf jede Hilfe angewiesen“, so Sister Mary Clarence von House of Queer Sisters e.V. „HIV/Aids und ganz besonders der Umgang damit – sowohl durch die Betroffenen selbst als auch durch ihr Umfeld – ist nach wie vor ein wichtiges soziales Thema. Wir setzen auf Aufklärung, aber auch auf ganz konkrete Hilfe für die Menschen. Dabei sind im House of Queer Sisters e.V. alle Mitglieder ehrenamtlich tätig. Wir danken der Spielbank Berlin für die großzügige Unterstützung und das Bekenntnis zu unseren Anliegen und freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit.“

 

Kampf gegen Stigmatisierung und Diskriminierung Betroffener

House of Queer Sisters e.V. Erzabtei Bundesverband gibt Hilfe zur Selbsthilfe und unterstützt die Selbstvertretung von Menschen mit HIV/Aids. Vor dem Hintergrund der veränderten Lebenserwartung ist es das Ziel, Menschen mit HIV/AIDS zu ermutigen, sich mit den Aspekten des langfristigen Erhalts ihrer Gesundheit zu beschäftigen. Damit ermöglicht der Verein Betroffenen und deren Angehörigen eine informierte Haltung im Umgang mit HIV/AIDS und sexuell übertragbaren (STI) Erkrankungen und dem Leben mit HIV. Der Stigmatisierung und Diskriminierung HIV/AIDS-positiver Menschen tritt das House of Queer Sisters e.V. Erzabtei Bundesverband dabei parteiisch und solidarisch entgegen.

 

Spielbank Berlin ist Partner der Hauptstadt

Die Spielbank Berlin unterstützt nicht nur seit vielen Jahren kulturelle und sportliche Events der Bundeshauptstadt, sondern unterstützt auch ganz bewusst soziale Einrichtungen und Institutionen. Darüber hinaus ermöglicht die Spielbank Berlin ihren Beiräten die Unterstützung von unterschiedlichen sozialen Einrichtungen, Projekten und Vereinen aus dem Budget eines eigenen Fördertopfes. Erst kürzlich wurden durch die Beiratsmitglieder der Spielbank Berlin Schecks im Wert von insgesamt über 50.000 Euro an verschiedene Einrichtungen übergeben, darunter auch an das schwule Anti-Gewaltprojekt MANEO und die Berliner Aids-Hilfe.

 

„Die Spielbank Berlin versteht sich seit ihrer Gründung als ein verlässlicher und verantwortungsbewusster Partner unserer Stadt – in all ihren Facetten“, so Gerhard Wilhelm, Geschäftsführer der Spielbank Berlin. „Daher ist es uns ein besonderes Anliegen, den Verein House of Queer Sisters zu unterstützen und uns mit den Zielen und Aufgaben des Vereins aufs höchste zu solidarisieren. Wir wünschen House of Queer Sisters e.V. weiterhin viel Erfolg und freuen uns auf die Partnerschaft mit dieser wichtigen Einrichtung.“ (red)

FIRST STEPS Awards 2019: Nachwuchspreis für junge Filmemacher wird 20

FIRST STEPS wird 20! Junge Filmemacher sammeln mit ihren Debütfilmen erste Arbeitserfahrungen und erste Zuschauerurteile – und mit den FIRST STEPS Awards bereits seit 1999 ihre ersten Preise. Ziel des Preises ist, der Branche das hohe kreative Potenzial des Nachwuchses zu präsentieren und den jungen Filmemacher die ersten Schritte in den Beruf zu erleichtern. In diesem Jahr wurden die mit insgesamt 115.000 Euro dotierten Preise im Rahmen einer festlichen Gala im Berliner Stage Theater des Westens verliehen.

206 Einreichungen im Wettbewerb

Insgesamt wurden für den Wettbewerb 206 Einreichungen akzeptiert. 113 mit Spielfilmcharakter, 39 Dokumentarfilme, 33 Werbefilme, 25 Drehbücher. Durch die prominent besetzten Fachjurys wurden die Beiträge „Hörst du, Mutter?“ von Tuna Kaptan (Kurz- und Animationsfilm), „Ab morgen werde ich …“ von Ivan Marković (Mittellanger Spielfilm) und „Futur Drei“ von Faraz Shariat (Abendfüllender Spielfilm) ausgezeichnet. Als bester Dokumentarfilm wurde „Out of Place“ von Friederike Güssefeld geehrt, der Drehbuchpreis ging an Jacob Hauptmann für das Drehbuch „Zeit der Monster“, in der Kategorie Werbefilm ging die Auszeichnung an „Would You Listen?“ von Veronika Hafner. Außerdem wurde das Schauspielensemble Banafshe Hourmazdi, Eidin Jalali, Benjamin Radjaipour in „Futur Drei“ (Regie: Faraz Shariat) mit dem Götz-George-Nachwuchspreis, Romana Janik, Produktion 1986, mit dem NO FEAR Award und Sabine Panossian, Kamera Off Season, mit dem Michael-Ballhaus-Preis gewürdigt.

Nico Hofmann auf der Bühne bei der Verleihung des First Steps Awards 2019 im Stage Theater des Westens in Berlin. Copyright: Eventpress Golejewski 09.09.2019

Spielbank Berlin: Partner der FIRST STEPS Award

Die Spielbank Berlin unterstützt die FIRST STEPS Awards bereits seit mehreren Jahren als Sponsor und hat damit einen wichtigen Beitrag zu der Bedeutung und dem Stellenwert geleistet, die der wichtigste deutsche Nachwuchspreis heute innerhalb der Branche genießt.

Katja Eichinger mit Ulrich Matthes und Iris Berben beim Empfang vor der Verleihung des First Steps Awards 2019 in der Grace Bar im Hotel Zoo in Berlin. Copyright: Eventpress Golejewski 09.09.2019

„Die Spielbank Berlin begreift sich als Teil des kulturellen Geschehens in unserer Stadt“, so Gerhard Wilhelm, Geschäftsführer Spielbank Berlin. „Wie wir auf den FIRST STEPS Awards eindrucksvoll erfahren haben, hat die junge Filmszene ein enormes Potenzial. Dieses zu fördern und zu begleiten ist uns ein großes Anliegen. Ich gratuliere allen Gewinnerinnen und Gewinnern und bin mir sicher, dass wir in Zukunft noch von ihnen hören werden.“

Trystan Pütter und Natalia Avalon © Eventpress / Harald Fuhr

1999 als private Initiative der Filmwirtschaft ins Leben gerufen

Die FIRST STEPS Awards sind die bedeutendste Auszeichnung für Abschlussfilme von Filmschulen in den deutschsprachigen Ländern. Sie sind mit insgesamt 115.000 Euro dotiert und werden jährlich in neun Preiskategorien an Regisseur*innen, Produzent*innen, Kameraleute und Drehbuchautor*innen von kurzen, mittellangen und abendfüllenden Spielfilmen, Dokumentarfilmen und Werbespots sowie an Nachwuchsschaupieler*innen vergeben. Der wichtigste deutsche Nachwuchspreis wurde 1999 als private Initiative der Filmwirtschaft von den Produzenten Bernd Eichinger und Nico Hofmann ins Leben gerufen.

Ulrich Matthes, Andrea Hohnen und Katja Eichinger bei der Verleihung des First Steps Awards 2019 im Stage Theater des Westens in Berlin. Copyright: Eventpress Golejewski 09.09.2019

Er wird veranstaltet von der Deutschen Filmakademie e.V. in Partnerschaft mit ARRI, Mercedes-Benz, ProSiebenSat.1 TV Deutschland, UFA und Warner Bros.. Herausragende Vertreter der deutschen Filmbranche und Wirtschaft unterstreichen damit ihr Engagement für die Nachwuchsförderung und bieten jungen Filmschaffenden effektive Unterstützung. (red)

Bürgerstiftung: 20 Jahre Einsatz für Berlin und seine Bewohner

„Wir brauchen starke Bürgerstiftungen, damit aus der Gesellschaft heraus gute Konzepte für Jugend-, Kultur- und Sozialprojekte praktisch erprobt und weiterverbreitet werden können. Wenn sich in Städten und Landkreisen die Ideen-Reichen, die Zeit-Reichen und die Geld-Reichen unter dem Dach von Bürgerstiftungen zusammenfinden, dann entsteht von unten die Kraft, die wir zur Bewältigung der aktuellen Krisen so dringend brauchen.“

Diese Worte des renommierten Kriminologen sowie Initiators und Stifters der Bürgerstiftung Dr. Christian Pfeiffer, haben überzeugt. Und so zählen zu den Unterzeichnern des Gründungsaufrufs im Jahr 1999 u.a. Heinz Dürr, Harry Kupfer, Hanna-Renate Laurien, Elmar Pieroth, Wolf Jobst Siedler, und Richard von Weizsäcker.

 Das Motto der Bürgerstiftung: „Berliner helfen Berlinern“

Die Stiftung motiviert seit 20 Jahren Mitbürger zum gesellschaftlichen Engagement in der eigenen Stadt. Im Fokus der Projekte steht die Arbeit mit sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen aus bildungsfernen Familien und Kindern, deren Erstsprache nicht Deutsch ist. Derzeitige Projekte sind die Hausaufgabenbetreuung, der Integrative Familiensport, Kolja Kleebergs Kräutergärten für Berliner Schulen, LeseLust, Spielen Lernen, Tomatenparade, Umwelt-Detektive, Zauberhafte Physik und das Zweisprachige Bilderbuchkino. Das Zweisprachige Bilderbuchkino findet nicht nur in Kitas und Schulen statt, sondern wird auch für die Flüchtlingskinder in der Turnhalle der Freien Universität Berlin in Dahlem Dorf und auch an der Hans-Fallada-Schule angeboten.

 Bestens vernetzt, Vera Gäde-Butzlaff

Neue Vorsitzende der Bürgerstiftung Berlin ist seit einem Jahr Vera Gäde-Butzlaff. Ihr Ziel ist es, die Reichweite der bestehenden Aktivitäten auszuweiten und durch neue Projekte auf die Anforderungen der sich verändernden Rahmenbedingungen wie den Zuzug von ausländischen Kindern zu reagieren. Ein Wunsch von ihr für die nahe Zukunft ist, dass das am 20. September 2019 im Westhafen stattfindende Jubiläums-Art Dinner ein großer Erfolg wird. Künstler und Galerien haben wieder großzügig Kunstwerke gespendet. U. a. kommen Werke von Norbert Bisky, Helge Leiberg, A.R. Penck und Rupprecht Geiger unter den Hammer von Auktionator Kilian Jay von Seldeneck vom Auktionshaus Lempertz. Bundespräsident a.D. Dr. h.c. Wolfgang Thierse hat die Schirmherrschaft übernommen und der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller wird das Grußwort sprechen.

Mit dem Erlös des diesjährigen Abends erweitert die Bürgerstiftung Berlin ihr Engagement in Berlin. Mehr als 10.000 Kinder werden jedes Jahr beim Heranwachsen und Spielen begleitet und mit Physik verzaubert. Sie erforschen als Umwelt-Detektive die Natur, arbeiten handwerklich in der Civitas Werkstatt, bilden Freundschaften und entdecken die Lust am Lesen. Die älteren Berlinerinnen erfreuen sich an den jungen Lese-Besuchen.

Stolze Bilanz der Bürgerstiftung: 500 Ehrenamtliche und 146 Projekte

Medienpartner des Abends ist der Tagesspiegel Berlin. Sponsoren sind u.a. die Berliner Volksbank und die Mercedes-Benz Niederlassung Berlin. Die Bilanz kann sich sehen lassen.

Dennoch werden im Jubiläumsjahr der Bürgerstiftung mehr denn je Menschen mit Zeit, Geld und Ideen zur Unterstützung gesucht. (dd)

 

www.buergerstiftung-berlin.de

ISTAF 2019: Generalprobe vor der WM in Katar – Top-Athleten aus aller Welt begeistern Publikum

Das Internationale Stadionfest Berlin (ISTAF) ist das älteste und traditionsreichste Leichtathletikevent der Welt. Erst im Frühjahr wurde das ISTAF als eines der ersten Leichtathletikmeetings für seine „herausragenden Beiträge zur weltweiten Entwicklung der Leichtathletik“ mit der neuen „IAAF World Athletics Heritage Plaque“ ausgezeichnet. Das Event gehört zur World Challenge, einer Serie von 14 Meetings der Leichtathletik und gilt als Härtetest vor den Weltmeisterschaften in Doha, Katar, die in wenigen Wochen beginnen wird.

Spielbank-Chef Gerhard Wilhelm mit Weltrekordlerin Gesa Krause. Foto: Dirk Lässig

Die WM in Katar kann kommen!

Wie fit Deutschlands Leichtathleten für diese ungewöhnliche Herbst-WM sind, hat sich auf der ISTAF 2019 gezeigt. Im Olympiastadion haben die deutschen Athleten ihre internationale Extraklasse im Duell mit Spitzensportlern aus der ganzen Welt bewiesen. Kompakt an einem einzigen Sonntag-Nachmittag traten bei sommerlichen 29 Grad 190 Weltklasse-Sportler in 16 hochklassig besetzten Disziplinen an. Die TV-Bilder wurden in mehr als 160 Länder übertragen. Eine spannende Entscheidung folgte auf die nächste, Highlight reihte sich an Highlight. Läuferin Gesa Felicitas Krause pulverisierte den Weltrekord im 2.000-Meter-Hindernislauf. Sprintstar Gina Lückenkemper vom Sport-Club Charlottenburg lief zum Abschluss mit der 4×100 Meter Staffel zur Weltjahresbestleistung. Weitsprung-Europameisterin Malaika Mihambo (TSV Oftersheim) siegte souverän, verpasste mit 6,99 Metern jedoch denkbar knapp die Siebenmetermarke. Europameister Mateusz Przybylko (TSV Bayer 04 Leverkusen) setzte sich im Hochsprung mit 2,30 Metern gegen die Konkurrenz durch. Ebenso wie Speerwurf-Weltmeister Johannes Vetter (LG Offenburg), dessen weitester Wurf bis auf 85,40 Meter flog. Fest steht: Die WM in Katar kann für die deutschen Athleten kommen!

Die Führungsriege der Spielbank Berlin (v.l.n.r.): Direktor Hans Hansen und die Geschäftsführer Marcel Langner, Gerhard Wilhelm und David Schnabel. Foto: Dirk Lässig

Spielbank Berlin: Förderer des Hauptstadtsports

Als einer der Hauptförderer war auch die Spielbank Berlin in diesem Jahr wieder mit dabei. Die Unterstützung des ISTAF hat bei der Spielbank Berlin eine lange Tradition und genießt einen besonders hohen Stellenwert. In der Ehrenloge begrüßte Spielbank-Chef Gerhard Wilhelm Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, Außenminister Heiko Maas und Schauspieler Ulrich Matthes, die bei den spannenden Wettkämpfen mitfieberten. Für Gerhard Wilhelm ist das Engagement für die Stadt und die Menschen jetzt und in Zukunft Ehrensache: „Die Spielbank Berlin ist einer der größten Förderer des Hauptstadtsports und versteht sich nicht nur als Partner unserer Stadt, sondern auch als Teil des sportlichen und kulturellen Geschehens in Berlin. Sport ist ein Aktionsfeld, in dem sich die Spielbank Berlin schon seit Ihrer Gründung bewegt. Wir fördern nachhaltig zahlreiche Vereine und sportliche Großveranstaltungen, da wir der Meinung sind, dass Sport und die Wirtschaft nicht nur das Potenzial haben, gemeinsam Benefits zu generieren, sondern vor allem auch zum Nutzen der Menschen Synergien zu schaffen, die ohne einander nicht möglich wären.“

Gerhard Wilhelm und Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble. Foto: Dirk Lässig

Gerhard Wilhelm (r.) und Schauspieler Ulrich Matthes. Foto: Dirk Lässig

Gerhard Wilhelm (r.) mit Bundesaußenminister Heiko Maas. Foto: Dirk Lässig

Kräftemessen der Weltbesten

Das ISTAF im Berliner Olympiastadion ist seit 1921 eine der beliebtesten Sportgroßveranstaltungen Deutschlands. Durchschnittlich 50.000 Besucher machen es regelmäßig zum zuschauerstärksten Leichtathletik-Event der Welt. Die gute Stimmung im Stadion fördert auch die Leistungen der Topathleten. Insgesamt wurden schon zahlreiche Weltrekorde in der Geschichte des ISTAF aufgestellt, 2019 setzte Gesa Krause mit ihrem Weltrekord im Hindernislauf einen fulminanten Höhepunkt.

 

Weltstars zum Anfassen

Eine Besonderheit des ISTAF ist, dass es bei diesem Event keine Distanz zwischen Sportlern und Fans gibt. Die Leichtathletik-Stars sind hier Vorbilder zum Anfassen. So war die Fan-Zone ein absoluter Renner bei den Fans wie auch bei den Sportlern. Während der Veranstaltung konnten Zuschauer aller Ticketkategorien ihre Lieblingsathleten und Maskottchen „Berlino“ treffen.  Über dem Marathontor bekamen kleine und große Fans Autogramme und Selfies. Auch Sportlegenden wie Heike Drechsler und Astrid Kumbernuss schauten vorbei und ließen sich mit den Fans fotografieren.

 

Leichtathletik-Mekka Berlin

Mit diesem breit gefächerten Angebot und großem Spektakel ist es auch in diesem Jahr allen Beteiligten wieder gelungen, Berlin an einem Nachmittag zum globalen Leichtathletik-Hotspot zu machen. Gerhard Wilhelm lobte besonders das Publikum, welches bei allen Wettkämpfen mitfieberte und sämtliche Sportler anfeuerte: „Die Stimmung hier war überragend. Die Veranstaltung ist ein Aushängeschild für Berlin.“ (red)

Silvester im August: Jury und Publikum küren Team Surex aus Polen zum Sieger der Pyronale 2019

Seit 2006 ist die Pyronale das internationale Gipfeltreffen der Feuerwerker. Unter der Schirmherrschaft von Innensenator Andreas Geisel begeisterte das kunstvolle Zusammenspiel pyrotechnischer Gesamtkunstwerke aus Musik und erstklassigen Feuerwerkschoreografien auch in diesem Jahr mehr als 60.000 Zuschauer. Eine Besonderheit war dieses Mal der Wettstreit der „Best of Six“. Das bedeutet, dass die Siegerteams der vergangen sechs Jahre gegeneinander antraten. Zum Sieger gekürt wurde in diesem Jahr das Team Surex aus Polen, die mit ihrer Show ein besonders beeindruckendes Pyro-Highlight setzen konnten. 

Siegertypen: Das Team Surex aus Polen. Foto: Dirk Lässig

 

Langjährige Unterstützung durch Hauptstadtpartner Spielbank Berlin

Wie schon in den Vorjahren unterstützte die Spielbank Berlin das Spektakel als Sponsor. Damit zeigt die Spielbank Berlin aufs Neue, dass sie ein fester Partner der Hauptstadt ist. Unter der Leitung des Juryvorsitzenden Andreas Geisel war das Ziel durch die Fach- und die Kreativjury, die mit Sänger Roland Kaiser, Gastronom Hans-Peter Wodarz, Timo Rohwedder, Geschäftsführer der Olympiastadion Berlin GmbH, Spielbank-Geschäftsführer Gerhard Wilhelm sowie zahlreichen Hauptstadtjournalisten prominent besetzt war, klar definiert: Den Himmel über dem Maifeld am Olympiastadion in ein strahlendes, funkelndes Lichtermeer zu tauchen und damit die Zuschauer an beiden Tagen zu begeistern. 

Jurykollegen: Innensenator Andreas Geisel (l.) und Spielbankchef Gerhard Wilhelm. Foto: Dirk Lässig

 

Pyronale 2019. Foto: Dirk Lässig

 

Entscheidung durch Fach- und Kreativjury und Publikum 

Damit die Jury und das Publikum die Feuerwerkskunst der Teilnehmer aus Slowenien, Mexiko, Polen, den Niederlanden, Rumänien und Norwegen im Wettbewerb vergleichen konnten, musste diese genaue Vorgaben beachten. Im fünfminutigen Pflichtteil illuminierten die Teams nacheinander in zwei Abschnitten den Abendhimmel mit klassischem Feuerwerk ohne musikalische Untermalung und einen Teil mit einer vierminütigen Musikvorgabe. Die Farbvorgabe für das Feuerwerk lautete 2019 Violett und Silber. In der darauffolgenden Kür hatten die Teilnehmer zehn Minuten Zeit mit ihren Feuerwerkskünsten – untermalt von selbstgewählter Musik – Publikum und Jury zu erstaunen. Die Jury bewertete anschließend die Inszenierungen und das Gesamtkonzept nach Kreativität, Farben und Effekten, Synchronisation zur Musik und künstlerischer sowie technischer Ausführung. Aber auch die Sicherheit und die Organisation beim Aufbau der Pyrotechnik flossen als Bewertungskriterium in die Entscheidung ein. Auch das Publikum hatte ein Stimmrecht und kürte per Telefonvoting seinen Tagessieger. Diese Besucherstimmen wurden schließlich in der Gesamtwertung berücksichtigt. 

Jurykollegen: Innensenator Andreas Geisel (l.) und Spielbankchef Gerhard Wilhelm. Foto: Dirk Lässig

 „Die Pyronale ist einfach was fürs Herz und ein emotionaler Höhepunkt“, schwärmte Schirmherr Andreas Geisel. „Diese Kombination aus spektakulärem Feuerwerk und Musik ist besonders und ergreifend, hinzu kommt die einzigartige Kulisse. Dabei ist Gänsehaut garantiert.“

Jurymitglied Roland Kaiser. Foto: Dirk Lässig

 International einzigartiger Wettbewerb

„Das ausgefeilte Konzept der Pyronale ist der Grund, weshalb sich der Wettbewerb trotz vieler Nachahmer seine Einzigartigkeit bewahrt hat“, so Jurymitglied Gerhard Wilhelm, Geschäftsführer der Spielbank Berlin. „Die Pyronale ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Highlight im Berliner Veranstaltungskalender und genießt international höchstes Renommee. Hier treten die besten Teams der Welt gegeneinander an und ich freue mich, dass wir mit der Spielbank Berlin ein Teil dieses Spektakels sein dürfen.“

Der Himmel über Berlin. Foto: Dirk Lässig

Die Feuerbilder der mit Professionalität, Kreativität und Virtuosität um die Gunst von Publikum und Jury konkurrierenden Mannschaften entfalteten sich auf dem Maifeld in einer Höhe von über 300 Metern über dem Boden. Einzelne Feuerwerkskörper erreichen dabei eine dreidimensionale Ausdehnung von 150 Metern.

Der Pyronale-Pokal gilt in der internationalen Pyrotechnikszene als wichtige Referenz, denn hier gibt es nicht nur einfache Feuerwerke zu sehen, sondern durchgeplante pyrotechnische Gesamtkunstwerke. In monatelanger Vorarbeit kreieren die Teams Shows, in welchen Musik und Feuerwerk zu einer Einheit verschmelzen. Ein vergleichbares Aufgebot an geballter Feuerwerksunterhaltung auf höchstem Niveau ist weltweit kaum zu finden.

Jeweils im Anschluss an die Shows fanden die Siegerehrungen (Publikumsliebling des Tages und am Samstag Wahl des Gesamtsiegers) statt. Zum Abschluss setzten Flash Arts, die schon in aller Welt für aufsehenerregenden Shows gesorgt haben, mit ihrer großen Pyroshow einen würdigen Schlusspunkt der Pyronale 2019. (red)

Veranstaltungen

Mobilität in einer sich verändernden Gesellschaft

Die Gesellschaft verändert sich: Neben der Zunahme des Anteils älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung geht der Anteil jüngerer Menschen zurück. In diesem Zusammenhang wird das Phänomen der Schwarmstädte diskutiert. Im Fokus stehen dabei Städte, die auf jüngere Menschen eine besondere Anziehungskraft ausüben. Überraschend sind die Ergebnisse der Untersuchung „Mobilität in Deutschland“: Die Mobilitätsquote, d.h. der prozentuale Anteil derjenigen, die an einem durchschnittlichen Tag unterwegs sind, sinkt auffällig bei jüngeren Menschen.

Neue Lebensentwürfe junger Menschen zeigen sich in der Wahl des Wohnstandorts und der Freizeitgestaltung. Die Spezialisierung der Berufsbilder und damit auch der Ausbildungswege und des Arbeitsmarktes nimmt weiter zu, nicht zuletzt auch mit Konsequenzen für Wege und Distanzen. Die Fachwelt diskutiert, wie sich die zu beobachtenden Prozesse der Reurbanisierung und der Suburbanisierung im Zeitverlauf zueinander verhalten.

Die mittel- bis langfristig orientierte kommunale Verkehrsplanung muss sich mit den verschiedenen gesellschaftlichen Entwicklungen befassen und die Veränderungen bei Mobilität und Verkehr, die diese implizieren, im Blick haben. Im Seminar werden der aktuelle Wissensstand und mögliche Konsequenzen für die kommunale Verkehrsplanung diskutiert.

(Anmeldung erforderlich und gebührenpflichtig)