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Grundprinzip Nachhaltigkeit: Jouis Nour präsentiert auf dem Berliner Greentech Festival Bio-Innovationen aus Brandenburg

Im Rahmen des Berliner Greentech Festivals präsentierte sich der Berlin-Brandenburger Bio-Food-Hersteller Jouis Nour und stellt sein rundum ökologisches Konzept vor. Das Unternehmen setzt in jeder Hinsicht auf Nachhaltigkeit. Regionale und saisonale Rohstoffe, optimierte Lieferketten, eine nachhaltige Energieversorgung, recyclebare Verpackungen und natürlich der Verzicht auf jegliche Konservierungsstoffe: Jouis Nour ist ein Vorreiter der Bio-Food-Branche.

In der Mittagspause oder nach einem langen Arbeitstag – der Markt für Fertiggerichte und Snack-Food wächst seit Jahren – nicht nur in den Großstädten. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln und gesunden Alternativen zur herkömmlichen Ernährung in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Das Unternehmen Jouis Nour gehört seit über zehn Jahren zu den innovativen Taktgebern in diesem Bereich, das Konzept „BIO to go“ haben die Bio-Food-Spezialisten mitentwickelt. Bei der Herstellung seiner Produkte setzt Jouis Nour auf den Dreiklang regional, nachhaltig, frisch. Durch die Verwendung kontrolliert biologischer Zutaten ist gewährleistet, dass keine genetisch veränderten Rohstoffe eingesetzt werden.

Anfangs betrieb Jouis Nour Bistros und Restaurants. Um der rapide wachsenden Nachfrage gerecht zu werden, stellten sie den Betrieb auf eine Food-Manufaktur um.

Längere Haltbarkeit ohne Konservierungsstoffe

„Ein großes Problem bei Bio-Produkten ist, dass diese ohne künstliche Konservierungsstoffe auskommen müssen und daher keine lange Haltbarkeit haben. Zuhause oder im Restaurant funktioniert das, man bereitet alles frisch zu und serviert es direkt. Unser Ziel war jedoch, dass unsere Snacks überall verkauft werden können“, beschreibt Martina Klapproth, die Jouis Nour gemeinsam mit ihrem Mann Bernhard Klapproth gegründet hat, die Entwicklung der Marke. Das Unternehmerpaar hatte sich zuvor schon mit der Gründung der PIN AG als grüne Alternative zur Deutschen Post einen Namen gemacht. Nun entwickelten beide gemeinsam die Vision für innovatives und wegweisendes Bio-Food. Deshalb wurde ein schonendes Herstellungsverfahren für Salate entwickelt, um dem BIO to go-Kunden ein frisches und naturbelassenes Produkt, das reich an Vitaminen und Antioxidantien ist, anbieten zu können. Heute besteht die Produktpalette des Unternehmens aus Salaten, Tartes, Snacks und Desserts – alles BIO.

Food-Manufaktur im brandenburgischen Dahlewitz

Mit der Veränderung des Konzepts kam die Suche nach neuen Räumen. Die Wahl fiel schnell auf das Brandenburgische Dahlewitz, zehn Kilometer südlich von Berlin. Hier eröffnete Jouis Nour 2018 eine neue Food-Manufaktur. Auf ca. 2.000 Quadratmetern befindet sich die Produktionsstätte im envopark. Durch eine hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage und eine Photovoltaikanlage wird eine ökologische und ökonomische Eigenversorgung sichergestellt. Damit können durch die smarte Kombination aus Gebäudeeffizienz und ökologischer Energieversorgung 30 Tonnen CO2 im Jahr vermieden werden. Der Standort hat einen ganz besonderen Stellenwert für Bernhard Klapproth: „Hier in Brandenburg haben wir für unsere Food-Manufaktur die besten Bedingungen gefunden. Der envopark ist einer der wenigen ökologischen Gewerbeparks in ganz Deutschland. Zusätzlich konnten wir die Wege unserer Lieferanten und Kunden verkürzen, sowohl in der Region Brandenburg, als auch in Berlin.“

Der Name „Jouis Nour“ setzt sich aus Abkürzungen der französischen Wörter „jouissance“ und „nourriture“, auf Deutsch „Genuss“ und „Ernährung“, zusammen. Die Rohstoffe stammen vorwiegend aus der regionalen Landwirtschaft und haben eine Bio-Zertifizierung. Bei der Auswahl der Rezepte spielen sowohl der Geschmack als auch die Anforderungen an eine ausgewogene Ernährung eine große Rolle. Die Jouis Nour-Produkte sind bereits im Markt etabliert. „Neben großen Namen der BIO Branche wie die Bio Company, Dennree und Alnatura finden sich unsere Produkte auch zusehends in Bäckereien, dem Lebensmitteleinzelhandel und Krankenhäusern“, freut sich Bernhard Klapproth.

Nachhaltig auf dem Greentech Festival

Die grüne Innovationsmesse Greentech Festival, die vom 23. bis 25. Mai auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof stattfand, wurde von circa 50.000 Menschen besucht und war ein einzigartiges Event für die grüne Technologie der Zukunft. Neben der Messeausstellung, den Green Awards und der Green Leaders Conference gehörte mit dem Rennen „Formula E“ das Spitzenevent des E-Motorsports zum Festival. Der ehemalige Formel-1-Fahrer Nico Rosberg ist Mitgründer des Greentech Festivals. (red)

TUNGO’s: Experimentelle Küche aus Berlins Mitte

The same but different, dahinter verbirgt sich die Vision eines jungen Gründers: Hussein Jezzini, der mit seinem Lifestyle-Café TUNGO‘s kulinarisch durchstartet. Seine Mission: experimentelles und ausgewogenes Essen in hipper und zugleich familiärer Atmosphäre wieder salonfähig machen.

Verweilen statt eilen

In Berlins Mitte trifft Tradition auf Moderne: Hier gibt es eine bunte und von multikulturellen Einflüssen geprägte Gastroszene. Mit seinem Lifestyle-Café TUNGO’s hat sich Besitzer Jezzini einen Traum erfüllt und betreibt sein Gewerbe mit viel Herzblut. Seit der Erstellung seines Businessplans im letzten Jahr hat sich viel getan. Mithilfe der tatkräftigen Unterstützung von Partnern wie Orderbird, Xucker und der Kaffeerösterei Berlin eröffnete der junge Gastronom Anfang Juli seinen Laden unweit des Hackeschen Marktes.

Gesund und bunt: Der Bulgur-Teller mit selbst gebackenem Xucker-Kuchen | Foto: TUNGO‘s

Gesund und bunt: Der Bulgur-Teller mit selbst gebackenem Xucker-Kuchen | Foto: TUNGO‘s

Kulinarische Köstlichkeiten

Die Liebe zum Essen verbindet die unterschiedlichsten Menschen und ist auch Teil seines Geschäftskonzepts. „Mir ist wichtig, dass meine Kollegen und ich mit den Kunden im Austausch bleiben, sodass wir auf ihre Bedürfnisse eingehen können“, so Jezzini. Aber er ist nicht nur ein aufmerksamer Gastgeber, sondern versteht auch etwas von seinem Handwerk: Ausgebildet wurde der gebürtige Libanese in der gehobenen Cuisine des Restaurants FACIL, das zum 5-Sterne-Designhotel Mandala am Potsdamer Platz gehört.

Gourmets kommen auf ihre Kosten: die Speisen sind orientalisch angehaucht und doch ganz eigene Kreationen. Der Gastrogründer experimentiert in der Küche gern und ist offen, sich von Freunden, Mitarbeitern und Kunden inspirieren zu lassen. Besonders stolz ist er auf seinen nussigen Black & White-Kuchen. „Den gibt es kein zweites Mal“, betont Jezzini. Kuchen und ausgewogene Ernährung – passt das zusammen? Gesunde Ernährung ist für ihn mehr als ein Namenszusatz wie ‚Fit‘ oder ‚Diät‘ oder die Verteufelung von Süßspeisen. Für ihn ist sie eine Sache der Einstellung: auf gesunde Alternativen setzen und somit Balance schaffen. Dazu gehören auch hausgemachte Cookies und Bananenbrot.

Xucker statt Zucker

Das TUNGO‘s ist Berlins erster und einziger zertifizierter Xucker-Store, darauf ist Hussein besonders stolz. Xucker ist ein Berliner Unternehmen, 2010 gegründet, das auf kalorienarme und gut erträgliche Süßungsmittel wie Xylit und Erythrit setzt. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Süßstoff-Herstellern, die ihre Produkte als vielversprechende Zuckeralternativen anpreisen. Jedoch eigenen sich die wenigsten Süßstoffe zum Backen – Xucker schon. Und nachhaltig ist das Produkt auch noch: Xylit wird aus nachwachsenden Rohstoffen wie Maispflanzen oder Holz gewonnen und ist ein natürlich vorkommender Zuckeralkohol. Erythrit ist vergorener Traubenzucker. „Xucker ist fast komplett geschmacksneutral, das ist natürlich ideal zum Backen“, so das Fazit von Jezzini.

Immer vor Ort: Gründer und Inhaber Hussein Jezzini | Foto: TUNGO’s

Große Ambitionen

Bereits in diesem Jahr war das TUNGO’s für den Gastro-Gründerpreis nominiert noch vor seiner Eröffnung. Gewonnen hat ein anderer, aber Jezzini sieht das ganz pragmatisch und bewirbt sich einfach noch einmal im nächsten Jahr. An seinem Konzept zweifelt er auf jeden Fall nicht. Das muss er auch nicht, denn die Kundenzufriedenheit ist hoch. Ob Online oder am Standort selbst, der Gründer bekommt ausschließlich positives Feedback. Was kann man sich mehr wünschen? „Einen zweiten Laden in Charlottenburg“, sagt Jezzini prompt. So ambitioniert wie der junge Gastronom ist, wird er sich auch diesen Traum erfüllen. (lj)

Gut besucht: die Eröffnungsparty im TUNGO‘s war ein großer Erfolg | Foto: TUNGO's

Gut besucht: Die Eröffnungsparty im TUNGO‘s war ein großer Erfolg | Foto: TUNGO’s

Vegetarismus Formen – Was essen Vegetarier?

Ob aus Überzeugung, gesundheitlichen oder ethischen Gründen – immer mehr Menschen stellen ihre Ernährung auf eine Form des Vegetarismus um. Nach Angaben des Vegetarierbunds ernähren sich rund 8 Millionen Menschen in Deutschland vegetarisch, wobei die Tendenz weiterhin deutlich steigt. Doch, was heißt es sich vegetarisch zu ernähren, welche Formen des Vegetarismus gibt es und was hat es mit dem Trend der vegetarischen Küche auf sich?

Vegetarismus Formen im Überblick

Der Begriff vegetarisch leitet sich vom Lateinischen „vegetare” (= beleben) bzw.  „vegetus” (= frisch, lebendig, belebt) ab.

Der Vegetarismus bezeichnet eine Ernährungs- und Lebensweise des Menschen, bei der neben pflanzlichen Nahrungsmitteln nur solche Produkte verzehrt werden, die von lebenden Tieren stammen. Demnach werden Fleisch, Fisch und alle daraus hergestellten Produkte, wie z.B. Gelatine oder Schmalz gemieden.

Es wird zwischen vier Formen von Vegetariern unterschieden, die nur bestimmte tierische Produkte essen oder eben meiden. Da die Bezeichnungen der verschiedenen Vegetarier Typen nicht allen bekannt sind, hier ein Überblick der klassischen Vegetarismus Formen.

Vegetarismus FormMeiden von
ovo-lakto-vegetarischFleisch und Fisch
lakto-vegetarischFleisch, Fisch und Eier
ovo-vegetarischFleisch, Fisch Milch und Milchprodukte
veganHaben die strengste Ernährungsweise und meiden alle vom Tier stammenden Lebensmittel, Milch, Eier und Honig mit eingeschlossen

Gründe für vegetarische Ernährung

Die Hauptgründe für eine vegetarische Ernährungsweise liegen meist in der ethischen oder der gesunden Lebenseinstellung. So lehnen zum einen viele Menschen die Massentierhaltung ab und sprechen Tieren die gleiche Würde wie Menschen zu. Zum anderen ist die vegetarische Ernährung nicht nur tierfreundlich, sondern auch gut für die Gesundheit. Denn unzählige Studien konnten einen Zusammenhang zwischen pflanzlicher Kost und niedrigem Cholesterin, niedrigem Blutdruck, weniger Herzinfarkten, vermindertem Krebsrisiko und niedrigerem Gewicht zeigen.

Immer mehr in den Vordergrund für Vegetarier rücken auch globale Umweltaspekte. Denn eine vegetarische Ernährung schont die natürlichen Ressourcen der Natur. So verbraucht die Herstellung von tierischen Nahrungsmitteln viel Wasser und Energie. Außerdem wird für das Kraftfutter der Tiere Regenwald abgeholzt, wodurch riesige Waldflächen zerstört werden. Viele Tiere finden dadurch keinen Lebensraum mehr und auch bestimmte Pflanzenarten sterben aus. Dadurch wird die biologische Vielfalt des Planeten Erde zerstört. Je nachdem, welche Bedeutung man dem Verzicht von Erzeugnissen tierischer Herkunft beimisst, entscheidet man sich für die ein oder andere Form des Vegetarismus. Natürlich sind manche Menschen auch Vegetarier, weil ihnen Fleisch und Fisch nicht schmecken oder nicht bekommen.

Nachteile einer vegetarischen Ernährung

Auch wenn eine vegetarische Ernährungsweise einige gesundheitsfördernde und ökologische Vorteile mit sich bringt, muss auch die Schattenseite beachtet werden. Denn Vegetarier müssen für ihre Ernährung einen höheren Aufwand betreiben. So ist das Angebot an vegetarischer Kost in vielen Supermärkten nur sehr klein. Zudem muss immer darauf geachtet werden, dass das Produkt keine tierischen Spurenelemente enthält.

Der wahrscheinlich größte Nachteil, insb. bei der strengsten Vegetarismus Form: dem Veganismus, liegt in der teilweisen Mangelversorgung. Denn der Körper hat bestimmte Bedürfnisse, was die Ernährung betrifft. Im Zuge einer vegetarischen Ernährung wird oftmals zu wenig Eiweiß, Zink oder auch Jod aufgenommen, was letztendlich zu Mangelerscheinungen führen kann.

Ovo-Lakto-Vegetarische Lebensweise aus wissenschaftlicher Sicht zu bevorzugen

Der Grundgedanke des Vegetarismus ist prinzipiell positiv zu betrachten. Denn der Vegetarier fördert mit seiner vegetarischen Ernährungs- und Lebensweise nicht nur seine Gesundheit, sondern berücksichtigt damit auch die Umwelt.

Dennoch muss man bei der vegetarischen Kost darauf achten, dass der Bedarf an Makronährstoffen wie Proteinen und Mikronährstoffen wie Vitaminen und Mineralien ausreichend gedeckt wird. Daher ist aus ernährungswissenschaftlicher Sicht die ovo-lakto-vegetarische Ernährung am besten für die Gesundheit. (dn)

Veranstaltungen

7. Zukunftsdialog Agrar & Ernährung

Die Themen Landwirtschaft und Ernährung sorgen für kontroverse Debatten in der Gesellschaft. Doch wie sieht die Zukunft auf dem Teller und in der Erzeugung aus? Der polarisierten Auseinandersetzung über die »richtigen« und »falschen« Formen der Agrarproduktion ist ein Verständnis für Zielkonflikte zwischen gesellschaftlichen Erwartungen einerseits und produktionstechnischen sowie wirtschaftlichen Herausforderungen für die Erzeuger andererseits gewichen. Nun geht es um konstruktive und zukunftsweisende Lösungen für Themen wie Klimawandel, Tierwohl, Umweltwirkungen, Globalisierung und Digitalisierung. Neue und sich rasch ändernde Trends im Ernährungsverhalten der Verbraucher fordern die Innovationsbereitschaft der Erzeuger und Nahrungsproduzenten heraus. Worauf müssen sie sich in den kommenden Jahren einstellen? Wie sieht die Zukunft im Stall und auf dem Acker aus? Welche Rolle spielt die Politik dabei? Und wie »tickt« eigentlich der Verbraucher heute und vor allem morgen?

(Anmeldung erforderlich)