Beiträge

Digitalwirtschaft – neue Initiative berlin.digital unterstützt bei der Fachkräftesicherung

Die Berliner Digitalwirtschaft und Gründerszene ist stark. Jedoch fällt es vielen Unternehmen schwer, geeignete Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu finden. Aus diesem Grund hat das Branchennetzwerk media:net berlinbrandenburg eine neue Initiative ins Leben gerufen. Mit berlin.digital setzt sie sich für die Interessen der Digitalwirtschaft ein und unterstützt Berliner Unternehmen im Recruiting, Onboarding und in der Vernetzung von HR-Verantwortlichen.

Digitalwirtschaft immer wichtiger für die Hauptstadt

Mittlerweile ist jeder achte Arbeitsplatz in Berlin in der Digitalwirtschaft zu finden. Damit umfasst die lokale Digitalwirtschaft mehr als 77.000 Arbeitsplätze in über 9.000 Unternehmen. Jedoch sind viele Stellen unbesetzt, da ein starker Fachkräftemangel herrscht. Dieser hemmt das Wachstum und lähmt auf lange Sicht die Innovationskraft, sagen die Initiatoren von berlin.digital. Genau bei diesem Problem setzt daher die neugegründete Initiative an.

Andrea Peters, CEO media:net berlinbrandenburg, betont: „Die Stadt ist ein Gewinner der digitalen Transformation. Die Digitalbranche trägt massiv zum Wirtschaftswachstum in Berlin bei. Damit das so bleiben kann, unterstützen wir die Unternehmen aus der Digitalbranche vor allem auf der Suche nach Talenten und möchten viele Prozesse – darunter auch behördliche – für sie vereinfacht wissen.“

Die größte Herausforderung der Berliner Digitalwirtschaft: Fachkräfte finden!

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe hat eine Umfrage möglich gemacht, in der das Hauptproblem der Unternehmen deutlich wurde. So wünschen sich viele vor allem Unterstützung bei der Rekrutierung und dem Onboarding neuer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Mithilfe von Jobbörsen, Jobnewslettern, Recruitingtagen und Messeständen auf Fachkonferenzen im In- und Ausland sollen die Firmen nun die Möglichkeit bekommen, besser mit potentiellen Bewerbern in Kontakt zu kommen.

„Das digitale Ökosystem in Berlin bietet alles, was das Gründerherz begehrt: zunehmende Präsenz von Investoren, immer noch vertretbare Mietpreise und eine hohe Lebensqualität, was viele exzellente Arbeitskräfte aus der ganzen Welt anzieht. Diese wertvollen Fachkräfte mit verlässlichen Prozessen zu begrüßen und sie zügig mit den richtigen Unternehmen zusammenzubringen, ist entscheidend. Hier kann berlin.digital einen relevanten Beitrag leisten“, so Florian Heinemann, Investor und CEO von Project A Ventures sowie Aufsichtsrat von media:net.

Weitere Schwerpunkte der Initiative berlin.digital werden der Erfahrungsaustausch und die Professionalisierung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in Human Ressources sein. „berlin.digital setzt da an, wo die Digitalwirtschaft aktuell die meisten Herausforderungen bewältigen muss: beim Recruiting geeigneter Fachkräfte. Gemeinsam mit der Initiative und weiteren Berliner Unternehmen möchten auch wir noch mehr Talente erreichen und für die Berliner Digitalszene begeistern“, heißt es von Claudia Frese, CEO MyHammer. (aw)

Gründungsdynamik in der Berliner Digitalwirtschaft nimmt weiter zu

Die Berliner Digitalwirtschaft boomt weiterhin! 521 Digitalunternehmen wurden 2017 in Berlin gegründet und damit 80 Unternehmen mehr als im Jahr davor. Das entspricht einem deutlichen Anstieg der Neugründungen um 18% gegenüber dem Vorjahr. In Berlin wurden damit 2017 so viele Digitalunternehmen gegründet wie in Hamburg (224), München (153) und Frankfurt/Main (137) zusammen. Inzwischen erfolgt sogar jede 10. deutsche Digital-Gründung in Berlin. Bei der Gründungsintensität (Gründungen je 10.000 Beschäftigte) liegt Berlin mit 59 Gründungen auf dem zweiten Platz hinter Köln (81), aber vor Frankfurt (47), Hamburg (41) und München (23).

Dazu Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe des Landes Berlin: „Berlin ist und bleibt die digitale Hauptstadt. Seit Jahren sehen wir diese große Gründungsdynamik im Bereich unserer Digitalwirtschaft. Auch die neuen Zahlen der IBB belegen, dass die Dynamik sogar weiter zunimmt. In Berlin haben wir einen produktiven Nährboden an Unternehmen, Inkubatoren, Wissenschaftseinrichtungen und Kapitalgebern, der die Gründung neuer Unternehmen erleichtert. Positive Erfolgsbeispiele ziehen neue Entrepreneure und Geldgeber an und ermuntern zu weiteren Gründungsaktivitäten.“

Start-ups schaffen Arbeitsplätze

Die Berliner Digital-Start-ups schaffen zudem gut bezahlte Arbeitsplätze. Seit dem Jahr 2008 sind in der Berliner Digitalwirtschaft 47.397 Arbeitsplätze entstanden. Das entspricht einem überdurchschnittlich hohen jährlichen Zuwachs von 9% und damit einer deutlich höheren Dynamik als in Köln (5,3%) und Hamburg (+3,6%). Seit 2008 wurde jeder 7. neue Job in Berlin in einem Unternehmen der Digitalwirtschaft geschaffen.

„In der Digitalwirtschaft herrscht heute Gründerstimmung“, fasst Dr. Jürgen Allerkamp, Vorstandsvorsitzender der IBB, zusammen. Er fügt hinzu, dass in Berlin nicht nur mehr Digitalgründungen erfolgen als andernorts in Deutschland, sondern dass auch die Erfolgsquote dieser Gründungen in Berlin höher ist: „Die 521 Neugründungen in diesem Bereich übersteigen die 301 gescheiterten Digitalgründungen um 73%. In Deutschland sind dies insgesamt nur 65%. Die Qualität der Berliner Gründungen stimmt also und auch die Investitionen in die Berliner Gründungsinfrastruktur mit zahlreichen Beratungs- und Informationsangeboten scheinen sich hier auszuzahlen.“

Boomtown Berlin

In Berlin gibt es heute 9.696 Unternehmen in der Digitalwirtschaft, die 88.206 Arbeitsplätze bereitstellen. Von überragender Bedeutung ist dabei der Kernbereich der Digitalwirtschaft, der Bereich Softwareerstellung/Datendienste. Hier wurden seit 2008 rund 38.000 der 62.676 Arbeitsplätze neu geschaffen; das jahresdurchschnittliche Beschäftigungswachstum lag bei 10,8% (Deutschland: 5,2%). Der Berliner Beschäftigungsanteil bei den deutschen Softwareentwicklern liegt bei 8,3%, während der Beschäftigungsanteil an der deutschen Gesamtbeschäftigung lediglich bei 4,2% liegt. An Bedeutung eingebüßt hat in Berlin dagegen der Teilbereich Hardware & Infrastruktur (9.010 Beschäftigte), wo seit 2008 rund 6.000 Arbeitsplätze verloren gingen (-40%), die durch Zuwächse im Onlinehandel und im Softwarebereich allerdings weit überkompensiert werden konnten. Allein im Onlinehandel sind seit 2008 15.700 der derzeit rund 16.500 Arbeitsplätze entstanden. Bezogen auf Deutschland ist jeder 8. Arbeitsplatz im Internethandel in Berlin angesiedelt (12,4%).

Im Zeitraum 2008 bis 2016 ist der Umsatz in der Digitalwirtschaft im Durchschnitt jährlich um 12,3% auf 10,4 Mrd. Euro gestiegen. Mit 5,3 Mrd. Euro entfällt dabei mehr als die Hälfte (51,0%) der Umsätze in der Berliner Digitalunternehmen auf den Bereich Softwareerstellung/Datendienste und damit auf den Kernbereich der Digitalwirtschaft.  Der „Internethandel“ kommt mit 3,8 Mrd. Euro auf gut ein Drittel (36,5%) der Umsätze, während der Bereich „Hardware & Infrastruktur“ mit Umsätzen in Höhe von 1,3 Mrd. Euro auf einen Umsatzanteil von 12,5% kommt.

Digitaler Wirtschaftsfaktor

Die Wertschöpfung liegt bei 4,5 Mrd. Euro. Die Digitalwirtschaft hat sich somit in den letzten Jahren mit hoher Dynamik zu einem nennenswerten Wirtschaftsfaktor entwickelt. Der übergreifende IKT-Bereich, der auch das Verlagswesen und die Filmproduktion umfasst, kommt heute sogar auf einen Anteil an der Berliner Wertschöpfung von 8,7% und übertrifft damit  die Industrie (8,5%) und die Bauwirtschaft (4,4%) sogar um das doppelte.

Unter dem Strich hält die Beschäftigungs- und Gründungsdynamik in der Berliner Digitalwirtschaft weiter an, hat sogar noch zugenommen. Die Neugründungen erweisen sich als überdurchschnittlich wettbewerbsfähig und bauen kräftig Beschäftigung auf. Berlin hat sich in den vergangenen Jahren zum wichtigsten deutschen Standort der Digitalwirtschaft entwickelt, der auch international große Beachtung erfährt. (red)

Veranstaltungen

Es konnte leider nichts gefunden werden

Entschuldigung, aber kein Eintrag erfüllt ihre Suchkriterien