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Staffelübergabe bei ver.di Berlin-Brandenburg

Am vergangen Freitag und Samstag hat die Landesbezirkskonferenz Berlin-Brandenburg der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) eine neue Landesbezirksleitung gewählt. Zukünftig wird Frank Wolf neuer ver.di Landesbezirksleiter für die Region Berlin-Brandenburg sein. Bisher war Wolf ver.di-Fachbereichsleiter für Finanzdienstleistungen. Zu seinen Stellvertreterinnen wurden zudem Andrea Kühnemann, bislang Personalratsvorsitzende im Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg sowie Gabi Lips, die bisherige stellvertretende Landesbezirksleiterin, gewählt.

Frank neuer Landesbezirksleiter bei ver.di Berlin-Brandenburg

Rund 200 Delegierte und Gäste waren vergangene Woche zusammengekommen, um über zahlreiche Anträge aus allen Bereichen der Gewerkschaft zu diskutieren und zu beraten. Schließlich fiel die Wahl auf Frank Wolf. Bei seiner Rede nach Amtsantritt versprach er, dass die ver.di Berlin-Brandenburg auch in der neuen Wahlperiode für gute Arbeitsbedingungen und gegen prekäre Beschäftigungen kämpfen wird. Gerade in der Region Berlin-Brandenburg gebe es einen deutlichen Nachholbedarf bei den Einkommen. „Ein entscheidender Punkt dabei sind gute und faire Tarifverträge. Wir werden nachhaltig dafür streiten, dass künftig mehr Betriebe in Berlin und Brandenburg tarifgebunden sind“, verkündete Frank Wolf.

Glückwunsch vom Regierenden Bürgermeister und Ministerpräsidenten von Brandenburg

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller sprach dem neuen Landesbezirksvorsitzenden der Gewerkschaft ver.di seine Glückwünsche aus: „Zur Wahl des neuen Verdi-Chefs Berlin möchte ich Frank Wolf herzlich gratulieren. Ich bin sicher, dass Frank Wolf die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit seiner Vorgängerin Susanne Stumpenhusen fortführen wird und für die Beschäftigten ein guter Vertreter sein wird. Wir befinden uns am Beginn einer starken Veränderung in der Arbeitswelt, die mit der Digitalisierung einher geht und die von uns allen neue Lösungen verlangt. Die Tarifpartien und auch der Senat sind hier gleichermaßen gefordert. Ich wünsche Frank Wolf für seine Arbeit viel Erfolg.“

Gleichzeitig bedankte sich Müller bei der bisherigen Berliner Landeschefin. Er sagte: „Mit Susanne Stumpenhusen haben wir in vielen Jahren eine starke und erfahrene Gewerkschaftsvertreterin in Berlin gehabt. Ihre hohe Kompetenz und ihre zupackende Herangehensweise habe ich sehr geschätzt. Ich wünsche ihr weiterhin alles Gute und möchte mich im Namen des Senats für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken.“

Auch vom Ministerpräsidenten von Brandenburg Dietmar Woidke gab es Glückwunsche für den neuen Landeschef. In einem Glückwunschschreiben wünscht er ihm Kraft, Standfestigkeit sowie allzeit eine glückliche Hand im neuen Amt und bedankte sich bei der langjährigen Bezirksleiterin Susanne Stumpenhusen für deren engagierte Arbeit im Interesse der öffentlich Bediensteten.

Die Landesbezirkskonferenz findet alle vier Jahre statt. An ihr nehmen Delegierte aus allen Ebenen und Fachbereichen der Gewerkschaft teil. Bei dieser Konferenz handelt es sich um das höchste beschlussfassende Gremium der Gewerkschaft auf Ebene des Landesbezirks. Sie wählt unter anderem den ehrenamtlichen Landesbezirksvorstand, der auch in der kommenden Wahlperiode bis 2023 über die Ausrichtung der gewerkschaftlichen Arbeit berät und beschließt. (aw)

Wirtschaftsstandort Berlin: Immer mehr Betriebe in der Hauptstadt

Der Wirtschaftsstandort Berlin ist bei Betrieben weiterhin sehr beliebt. Dies ergeben jüngste Berechnungen der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe auf Grundlage aktueller Daten der Bundesagentur für Arbeit.

Immer mehr Betriebe zieht es in die Hauptstadt

Berlin hat weiterhin einen starken Zuwachs an Betrieben zu verzeichnen. So ist die Zahl der Betriebe mit mindestens einer sozialversicherungspflichtig tätigen Person in den letzten drei Jahren um 5,6 Prozent auf rund 98.800 gestiegen. In absoluten Zahlen bedeutet dies knapp 5.300 mehr Betriebe, die sich in Berlin angesiedelt haben. Im Vergleich: Bundesweit gab es gerade einmal einen Anstieg von 1,3 Prozent. Sowohl bei den kleinen als auch bei den mittelgroßen und großen Betrieben waren die Zuwachsraten in der Hauptstadt in den Jahren 2015 bis 2018 stets höher als im Rest der Republik.

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop zu den Entwicklungen des Wirtschaftsstandortes: „Der Standort Berlin entwickelt sich hoch dynamisch. Dies bestätigt der Zuwachs an Betrieben, der deutlich stärker ausfällt als im Bundesdurchschnitt und ein weiteres Indiz für die Wachstumskräfte in der Hauptstadt ist. Auch für das laufende Jahr rechne ich mit wirtschaftlichem Aufschwung in Berlin. Das Wichtigste: Die Wirtschaftsentwicklung kommt bei den Berlinerinnen und Berlinern an. Mit der wachsenden Zahl an Betrieben ist ein deutliches Plus an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung verbunden.“

Wirtschaftsstandort Berlin: Mehr Betriebe mehr Arbeitsplätze

Die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse in Berlin hat sich in den vergangenen drei Jahren um 12,6 Prozent erhöht. Insbesondere kleine, mittelgroße und große Betriebe haben daran Anteil. Allein 10 Prozent des Zuwachses an Beschäftigungen erfolgten hier. Bundesweit lag die Zuwachsrate nur bei 6,8 Prozent.

Viele Dienstleistungsbetriebe in Berlin

Vor allem für die Dienstleistungsbranche scheint Berlin attraktiv zu sein. Gut neun von zehn der neuen Betriebe in den letzten drei Jahren waren in diesem Wirtschaftsbereich. Dadurch ist die Dienstleistungsbranche ein zentraler Impulsgeber für Berlin. Gerade bei den Informations- und Kommunikationsdienstleistungen gab es einen starken Branchenzuwachs. Hier ist die Zahl der Betriebe um etwa 18 Prozent gestiegen. (aw)