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Neubauprognose bis 2021: das geschätzte Fertigstellungsvolumen wurde deutlich erhöht

In Berlin gibt es rund 300.000 landeseigene Wohnungen, die von sechs Gesellschaften verwaltet und vermietet werden: degewo, GESOBAU, Gewobag, HOWOGE, STADT UND LAND und WBM. Gemeinsam bewirtschaften sie momentan fast jede fünfte Mietwohnung in Berlin und zeigen stets soziales Engagement. Die Tendenz der geplanten Projekte steigt, wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen am 7. Mai 2019 mitteilte.

Senatorin Katrin Lompscher zeigt sich erfreut

Die sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften haben eine Prognose zu den Neubauten bis 2021 abgegeben und die Zahl deutlich nach oben korrigiert. Das geschätzte Fertigstellungsvolumen liegt nun bei 26.149 Wohnungen und wurde somit um mehr als 2.000 Wohnungseinheiten erhöht. Im gesamten Zeitraum von 2017 bis 2021 wurde eine Anzahl von Baubeginnen von 31.566 Wohneinheiten prognostiziert.

Katrin Lompscher, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen ist mit dem vorgestellten Ergebnis mehr als zufrieden. „Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften sind unsere wichtigsten Partner bei der Realisierung und dem Erhalt von leistbarem Wohnraum in unserer Stadt. Ich begrüße das heute vorgestellte Ergebnis deshalb außerordentlich.“ Die Erhöhung sei auf die Beschleunigung von Vorhaben, die Aufnahme neuer Projekte sowie die Einbeziehung Modularer Unterkünfte zurückzuführen. „Mittlerweile haben die sechs Landeseigenen 49.616 Wohnungen in der Planung. Durch vorausschauende Planung sorgen wir so gemeinsam dafür, dass die sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften auch 2021 langfristig leistbaren Wohnraum in Größenordnung errichten können und werden.“

100 Jahre Gewobag

Eine der sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften ist die Gewobag. Sie gehört zu den größten Immobilienunternehmen Berlins und bundesweit und plant auch für die nächsten Jahre große Investitionen und Projekte. Rund 12.000 neue Wohnungen will die Wohnungsbaugesellschaft in den nächsten zehn Jahren bauen.

Nächste Woche wird die Gewobag 100 Jahre alt und startet zu diesem Anlass zahlreiche soziale und kulturelle Projekte. Auch Katrin Lompscher ist zur Vorstellung der Projekte erschienen um einen Ausblick auf die Planung der kommenden Jahre zu bekommen. (tf)

 

 

 

 

degewo entwirft Mehrgenerationen-Wohnquartier

Die degewo engagiert sich als führendes Berliner Wohnungsbauunternehmen für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Gemeinsam mit dem Büro thoma architekten, hat die degewo AG das Mehrgenerationen-Wohnquartier in Marzahn entworfen. Im Jahr 2020 soll das Projekt realisiert werden.

Marzahn kommt den meisten sicherlich nicht in den Sinn, wenn sie nach einem beliebten Berliner Stadtteil gefragt werden. Die degewo möchte das nun ändern. Nach Stadtumbau Ost und weiteren Rückbauten von elf-geschossigen Plattenbauriegeln versucht das Wohnungsbauunternehmen degewo einen neuen und zugleich bezahlbaren Qualitätsstandard in Marzahn zu setzen.

degewo plant attraktives Wohnen in Marzahn

Das Mehrgenerationen-Wohnquartier soll sich auf einem rund 9.500 m² großen Grundstück ausbreiten. Geplant ist der Bau von fünf Wohngebäuden mit insgesamt 255 1-bis 4-Zimmer-Mietwohnungen. Das Mehrgenerationen-Wohnquartier in der Ludwig-Renn-Straße eröffnet mit dem innovativen Wohnkonzept Variowohnen besonders den Geringverdienern die Chance, eine schöne Wohnung in der begehrten Hauptstadt zu finden. Die Pauschalmiete von 320 Euro warm für ein Einzelappartement beweist dies eindrücklich. Die geplanten 56 Wohnungen im Modellvorhaben Variowohnen  sind den Studierenden und Auszubildenden vorbehalten.  „Am selben Standort werden in weiteren Gebäuden aber auch Wohnungen für Senioren und Familien entstehen“, so degewo Vorstandsmitglied Sandra Wehrmann.

Das Modellvorhaben Variowohnen, welches in einem der fünf Wohngebäude angewendet werden soll, ist ein vom Bundesbauministerium gefördertes Angebot. In Zusammenarbeit mit der Forschungsinitiative Zukunft Bau werden deutschlandweit förderfähige Baumaßnahmen unterstützt. Im Fokus steht vor allem die Errichtung und Erforschung nachhaltiger und bezahlbarer Wohnungen zu realisieren. Das degewo Projekt wird vom  Zukunftsinvestitionsprogramm der Bundesregierung mit knapp 1,8 Millionen Euro gefördert.

Bundesbauministerin Hendricks übergab Förderurkunde auf der bautec

Flexibel, bezahlbar und nachhaltig sind die ausschlaggebenden Worte um das Wohnen im Modellvorhaben Variowohnen zu beschreiben. „Berlin, Junges Wohnen in Marzahn“ ist ein Projekt der degewo AG. Auch die Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks findet nur lobende Worte: „Variowohnungen bieten intelligente Lösungen für den demografischen  Wandel. Sie sind flexibel nutzbar, heute für Studierende und Azubis und in Zukunft womöglich für Senioren. Mit unserem Modellvorhaben wollen wir auch Anreize dafür setzen, verstärkt bezahlbare Wohnungen zu bauen, denn die werden am dringendsten benötigt. In Berlin hat man diesen Bedarf erkannt und geht mit gutem Beispiel voran.“ In feierlicher Stimmung überreichte Hendricks die Förderurkunde auf der diesjährigen Internationalen Fachmesse bautec an die degewo.

„Wohnungen müssen zu den Lebensphasen und Lebensentwürfen der Mieter passen – hier hat sich in den vergangenen Jahren nicht nur durch die demografische Entwicklung viel verändert. Unsere Verantwortung als kommunales Wohnungsunternehmen ist es, mit guten, bezahlbaren Ideen auf die sich verändernden Bedürfnisse zu reagieren und Gebäude mit flexiblen Nutzungsmöglichkeiten zu schaffen. Mit dem Wohnungstyp Variowohnen wenden wir uns an Auszubildende und Studenten. Am selben Standort werden in weiteren Gebäuden aber auch Wohnungen für Senioren und Familien entstehen.“ so Sandra Wehrmann, Vorstandsmitglied der degewo AG. (ls)