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Berliner Wedding wird als neuer Bürostandort immer attraktiver

Durch den begrenzten Platz in der beliebten Berliner Innenstadt entstehen immer mehr Wohnungen und Gewerbebauten in den benachbarten Bezirken. Auch ehemals unattraktive Bezirke haben inzwischen viel zu bieten und sind bei Berlinerinnen und Berlinern deutlich beliebter. Vor allem der multikulturelle Ortsteil Wedding wird laut des global agierenden Immobilienberatungsunternehmens Colliers International immer attraktiver.

Positiver Umbruch nicht nur in der Brunnenstraße

Der Wedding gilt schon seit einigen Jahren als Szeneviertel. Nicht nur als Wohnlage, sondern auch als Bürolage ist er gefragter denn je. Das weiß auch Marcus Lehmann, Head of Office Letting in Berlin bei Colliers International: „Der Wedding als Ortsteil des seit Jahren stark nachgefragten Bezirks Mitte bietet vielen Unternehmen die Möglichkeit, noch freie Büroflächen zu finden.“

So haben neben Sanierungen und Neubauentwicklungen in den letzten Jahren einige Aufwertungen an bestehenden Bürogebäuden stattgefunden. Die Brunnenstraße gilt heute nicht mehr nur als „Verlängerung“ von Mitte, sondern als etablierte Szenegegend und interessante Anlaufstelle für Unternehmen. Auch die Scheringstraße hat mit dem Bürohaus „Grow Berlin“ den aufstrebenden Standort bereichert. Der Bezirk Wedding stelle laut Lehmann eine unglaublich spannende Umgebung dar, die aktuell einen positiven Umbruch erfährt.

Die Beuth Hochschule für Technik Berlin hat zudem in Wedding das größte ingenieurwissenschaftliche Studienangebot in Berlin und Brandenburg und zieht zahlreiche junge Talente in den Bezirk.

Wedding als neue Mitte

In den nächsten Jahren ist laut Lehmann neben den bereits vorhandenen Geschäften, Restaurants und Cafés mit vielen weiteren Projektentwicklungen für den Standort Wedding zu rechnen: „Das urbane Umfeld und die hervorragende Verkehrsanbindung bieten den zukünftigen Nutzern alle Annehmlichkeiten, die man auch in Mitte hat.“ .

Die Planung von Büroneubauten weiterer Eigentümer und Projektentwickler bewegen sich laut Lehmann weiter südlich in der Müllerstraße. In der benachbarten Gerichtsstraße wird der 20.000 Quadratmeter große Bürocampus New Courts zu einem Mietpreis ab 20 Euro pro Quadratmeter entwickelt. (tf)

BRAIN BOX BERLIN erhält Baugenehmigung in Adlershof

Neues „Campus-Living“ verspricht der genehmigte Bau eines 24.000 Quadratmeter umfassenden Büro- und Gewerbeflächenkomplexes in Adlershof. Ab Juni 2018 soll das hochmoderne Bauprojekt entstehen. Müller und Reichmann Architekten realisieren im Auftrag der Profi Partner AG einen achtstöckigen Präsentationsturm im Flughafenkorridor des BER. Geplant ist, den Bau bis Frühjahr 2020 abzuschließen. Die Brain Box Berlin, so der Name des Bauprojekts, soll als zentrale „Landmark“ im lebendiger und hipper werdenden Bezirk Adlershof in Berlins Peripherie funktionieren.

 

Weitläufig und kaum zu übersehen | Foto: Profi Partner AG

Weitläufig und kaum zu übersehen | Foto: Profi Partner AG

 

Open Space für große Ankermieter, Co-Working für kleinere

Als „Eingang in die Metropole“ soll die achtstöckige Präsentationsfläche Anreisenden des BER zeigen, was Berlin an Räumen zu bieten hat. Der Bau wird Gewerbeflächen und Produktionsräume mit Co-Working- und Open-Space-Flächen verbinden. Durch ihre Variabilität sind die Flächen für verschiedenste Mieter aus dem Büro- und Gewerbebereich attraktiv. Obwohl das Turmgebäude als eine Neuheit beworben wird, scheint es sich eher stufenlos in den modernen Technologiepark und die Wissenschaftsstadt Adlershof einzugliedern.

„Der prägende Tower und die starke Sichtbarkeit des Gebäudes sind zum Beispiel prädestiniert für eine große Marke als Ankermieter. Solch einen Leuchtturm-Standort findet man in der Hauptstadt nicht so schnell wieder“, betont Bauherr Dirk Germandi die starke Heraushebung des Bauprojekts im Bezirk Treptow-Köpenick.

Hot-Spot Adlershof

Die Brain Box möchte eine Reihe zusätzlicher Services für die Mieter anbieten. Beispielsweise soll ein Verleihdienst für E-Fahrräder und eine Ladestation für Elektroautos sowie Carsharing angeboten werden.  Diese Prinzip, wie in Büroflächen in Mitte bereits vorgemacht, soll zukünftig zum gängigen Büroalltag gehören.

Mit Baugenehmigung wird auch die Lage des standortmäßig interessanter werdenden Kiezes Adlershof und die Konkurrenz zum Stadtteil Mitte betont. Müller und Reimann Architekten bezeichnen Adlershof schon jetzt als „das neue Mitte“. Der Bezirk profitiert jedoch vermehrt von den Sitzen einiger Technologiekonzerne und Veranstaltungen wie „Die Lange Nacht der Wissenschaft“. Mitte lebt währenddessen von starken Kontrasten verschiedenster Unternehmen und dem Flair bunter Vielfalt. Bei Adlershof und dem Flughafenkorridor ginge es vor allem um eine gute Verkehrslage. Nicht zwingend wichtig sei, das für die Anbindung sondern auch um die Sichtbarkeit des Gewerbes zu garantieren. Mit voraussichtlicher Fertigstellung 2020 wird dem selbst benannten „klügsten Kiez Berlins“ eine weitere hochmoderne Glasbox hinzugefügt werden. (cn)