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Berliner Speckgürtel: Jetzt boomen die Gemeinden

Die Hauptstadt ist ein teures Pflaster: Im ersten Quartal 2018 kostete eine Immobilie in Berlin-Mitte durchschnittlich 5.923 €/m². Ein Preis, den sich viele weder leisten können, noch wollen. Der Blick bei der Suche nach Wohneigentum wandert ins Umland. Aber ist der Berliner Speckgürtel wirklich noch eine Alternative? Die aktuelle Analyse des Immobiliendienstleisters McMakler kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: steigende Marktpreisentwicklungen im gesamten Berliner Umland im ersten Halbjahr 2018 gegenüber dem ersten Halbjahr 2017. Bei fast der Hälfte der Regionen legen die Preise sogar um mehr als zehn Prozent zu.

„Zahlreiche Seen, dichte Wälder und unverwechselbare Alleen – wohnen im grünen Speckgürtel von Berlin ist beliebt und äußerst attraktiv. Aber auch die explodierenden Immobilienpreise der Innenstadt treiben Immobiliensuchende ins Umland. Das befeuert die Preisentwicklung in allen Gemeinden, vor allem die bis dato günstigeren Standorte im Osten und Norden, wie Altlandsberg oder Oranienburg, holen sichtlich auf“, sagt Hanno Heintzenberg, Geschäftsführer von McMakler.

Berliner Preisniveau erreicht: Einige Umlandgemeinden sind teurer als Stadtbezirke wie Treptow oder Köpenick

Die teuersten Immobilien des Berliner Umlands mit durchschnittlich 3.756 €/m² liegen in den Gemeinden Kleinmachnow, Stahnsdorf und Teltow. Gefolgt von Potsdam, wo Käufer derzeit 3.301 €/m² zahlen. Das ist ein Preisanstieg um fast zwölf Prozent beziehungsweise um über acht Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2017. Demnach sind diese zwei Umlandregionen sowie Glienicke/Nordbahn im Preisvergleich mit der Hauptstadt teurer als einige Berliner Stadtbezirke, wie Treptow oder Köpenick, wo der Quadratmeter im ersten Quartal 2018 durchschnittlich 2.802 Euro beziehungsweise 3.138 Euro kostete.

Die höchste Preissteigerung allerdings gab es im ersten Halbjahr 2018 in Zeuthen mit satten 14,7 Prozent auf 2.553 €/m², dicht gefolgt von Glienicke/Nordbahn mit 13,9 Prozent auf 3.212 €/m² und Wildau mit 13,8 Prozent auf 2.538 €/m². Unter den Spitzenreitern befinden sich unter anderem Straußberg, Altlandsberg, Petershagen/Eggersdorf, Fredersdorf-Vogelsdorf, Werneuchen, Oranienburg, Legebruch und Velten, die im Preisranking zwar auf den letzten Plätzen rangieren, aber deren Quadratmeterpreise im ersten Halbjahr 2018 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 zwischen zehn und über 13 Prozent in die Höhe kletterten. Damit holen die Speckgürtelregionen im Osten und Norden Berlins deutlich auf.

Suchradius der Kaufinteressenten vergrößert sich

„Wir beobachten einen Überschwappeffekt im Berliner Speckgürtel. Gut zu sehen auch bei den Gemeinden Großbeeren und Wustermark, die von den hohen Preisen ihrer Nachbarn Potsdam, Teltow und Stahnsdorf profitieren. Der Suchradius der Kaufinteressenten erweitert sich immer mehr. Diese Entwicklung wird sich fortsetzen“, schätzt der Immobilienexperte von McMakler.

Am günstigsten lässt sich Wohneigentum in Wustermark und Mittenwalde mit 2.103 €/m² beziehungsweise 1.769 €/m² erwerben. Damit liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Wohnimmobilien im Speckgürtel nur noch in Mittenwalde unter 2.000 Euro. Zudem sind Immobilien in Mittwalde nur halb so teuer wie in Kleinmachnow, Stahnsdorf und Teltow.

Ausbau des Verkehrsnetzes macht äußere Regionen des Speckgürtels attraktiver

Auffällig ist auch, dass die Preisentwicklungen in Dallgow-Döberitz, Hennigsdorf und Brieselang nahezu stagnieren und sich der Preisanstieg unter einem Prozent kaum bemerkbar macht. Auch in Eichwalde und Falkensee mit durchschnittlichen Quadratmeterpreise um 2.520 €/m² beziehungsweise 2.823 €/m² erhöhen sich die Preise um nur 2,5 Prozent. Das ist ein weiteres Zeichen, dass Immobiliensuchende – vor allem junge Familien – auf andere Standorte ausweichen, um günstiger ein Haus oder eine Wohnung zu erwerben. „Wer mit dem Gedanken spielt, eine Immobilie im Berliner Umland zu kaufen und nur über ein begrenztes Budget verfügt, sollte nicht zu lange zögern. Die Preisentwicklung kennt aktuell nur eine Richtung und die zeigt nach oben. Zudem macht der weitere Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes auch die äußersten Regionen des Speckgürtels immer attraktiver“, ergänzt Heintzenberg.

Die Datenerhebung des Immobiliendienstleisters basiert auf einer Auswertung inserierter Kaufangebote für Häuser und Wohnungen (nur Bestandsbauten, Baujahr bis 2016) verschiedener Immobilienportale für das erste Halbjahr 2017 und erste Halbjahr 2018. Da sich jede Immobilie im Baujahr, der Wohnlage und Ausstattung unterscheidet, sind diese Immobilienpreise keine Grundlage für eine exakte Berechnung des Quadratmeterpreises, sondern dienen als Orientierung. (red)

Kooperationsvereinbarung zur Scandria®Allianz soll regionale Entwicklung verbessern

Im Ergebnis der im Herbst letzten Jahres durchgeführten Scandria®Konferenz wurde die Scandria®Allianz-Vereinbarung für eine Verstetigung der langjährigen Zusammenarbeit unterzeichnet. Beteiligt waren die Ministerin Kathrin Schneider, die Senatorin Katrin Lompscher und hochrangige skandinavische Regionalpolitiker.

Dabei ist das erklärte Ziel der Vereinbarung die Zusammenarbeit in einem themenübergreifenden Netzwerk zu gegenseitigem Nutzen zu verstetigen. Konkret geht es um die Regionen Örebro,  Skane, Helsinki-Uusimaa, den Regionalverband Ostnorwegen, die Stadt Turku und der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg.

Der Scandria®Korridor

Bereits seit 2007 existiert der Ostsee-Adria Entwicklungskorridor, Scandria®Korridor genannt. Anfangs bemühte sich die Hauptstadtregion um die Gründung der Initiative. Vor mehr als 10 Jahren hatten die für Raumentwicklung zuständigen Ministerinnen und Minister der Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalts, Thüringens, Mecklenburg-Vorpommerns sowie Berlin und Brandenburgs bei einer Konferenz in Berlin die „Berliner Erklärung“ unterzeichnet. Gemeinsames Ziel ist, die zum Korridor gehörenden Gebiete wirtschaftlich und sozial, durch die Verbesserung der großräumigen Verbindungen, zu stärken. Nach einer langjährigen erfolgreichen transnationalen Zusammenarbeit der Regionen entlang des Korridors, soll dieser Ansatz nunmehr durch die Allianz ausgebaut werden. Hierzu wurden folgende Ziele festgelegt:

  • ein Ebenen übergreifendes Netzwerk, das ökonomische, wissenschaftliche, öffentliche und administrative Akteure zusammen bringt,
  • eine aktivierende Plattform, die die Interessen bündelt und sich u.a. für die infrastrukturelle und regionale Entwicklung einsetzt,
  • ein Werkzeug für politische Unterstützung, das Ebenen übergreifend die gemeinsamen politischen Interessen stärkt und ein starker Partner im europäischen Dialog ist.

Verbesserte Verbindung zwischen Skandinavien und Südosteuropas durch Scandria®Allianz

Mit gemeinsamen Projekten soll die Verbindungsqualität zwischen Skandinavien und Südosteuropas durch eine zukunftsfähige Erschließung  der berührten und benachbarten Regionen verbessert werden. Die Menschen in den Regionen sollen ungehindert Güter, Ideen und kulturelle Werte austauschen können. Dafür sollen u.a. gemeinsam europäische Fördermittel akquiriert werden.

Um Verkehrsverbindungen zusammenhängend und grenzübergreifend zu verbessern und  CO2 Emissionen zu reduzieren, soll der Marktanteil der Schiene im Güter- und Personenverkehr erhöht werden. Darüber hinaus wird die Initiierung und Erleichertung des Einsatz innovativer Kraftstoffe ermöglichen, schneller auf klima- und gesundheitsschädliche Kraftstoffe verzichten zu können. Multimodale Schnittstellen für Personen und Güter werden damit gleichermaßen gestärkt und für die Regionalentwicklung genutzt.

Kooperation wird die Vernetzung der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg  in Europa zu verbessern

Senatorin Katrin Lompscher lädt Regionen entlang des Korridors ein, sich diesen Zielen anzuschließen: „Die Unterzeichnung der Scandria®Allianz ist ein wichtiger Schritt zur Verstetigung unserer Zusammenarbeit mit den Regionen nördlich und südlich von uns. Diese Kooperation wird helfen die Vernetzung der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg in Europa zu verbessern und den territorialen Zusammenhalt zu fördern. Die Vereinbarung ist aber kein „Closed Shop“. Sie wurde zunächst zwischen den Partnerregionen des Scandria®2Act Projektes abgeschlossen, ist aber offen für jede Region entlang des Korridors. Ich möchte diese Regionen hiermit einladen, sich unserer Allianz  anzuschließen.“

Staatssekretärin Ines Jesse sagte: „Der Scandria®Korridor verknüpft Regionen aus dem innovativen Norden über die Hauptstadtregion mit dem wirtschaftsstarken Norditalien. In den vergangenen Jahren haben wir beispielsweise bei den Interreg Projekten oder in der europäischen Verkehrspolitik erfolgreich zusammengearbeitet und von der Kooperation mit unseren Partnern profitiert. Das wollen wir auch in Zukunft tun. Wichtig ist für uns, den Einsatz der europäischen Fördermittel für wichtige Verkehrsprojekte in der Hauptstadtregion weiter zu optimieren. (red)

Bündnis für Wasserstraßen: Volle Fahrt voraus?

Brandenburg fördert mit starken Bündnispartnern den Wassertourismus. Jährlich werden in der Hauptstadtregion rund 200 Millionen Euro Bruttoumsatz erwirtschaftet. Allerdings nur, wenn die Wasserstraßen weiterhin befahrbar bleiben.

Eine Region der Superlative: Berlin, Brandenburg und das angrenzende Mecklenburg Vorpommern verfügen über Europas größtes zusammenhängendes Seen- und Flussnetzwerk. Entsprechend floriert hier der Wassertourismus, wovon natürlich die ansässigen Unternehmen profitieren. Viele Firmen entwickeln jetzt innovative Geschäftskonzepte und wollen auch in Zukunft in den Brandenburgs Wasserstraßen investieren. Voraussetzung ist allerdings eine funktionierende maritime Infrastruktur.

Bündnis für Wasserstraßen

Ein Regionalkonzept des „Bündnisses für Wasserstraßen“, bestehend aus 18 Partnern, sieht vor, zukünftig ein dynamisches Seen- und Flussnetzwerk in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg Vorpommern zu gewährleisten. Hierzu diskutierten am 5. Juni 2018 gemeinsam Vertreter der Bundes- und Landespolitik über den neuen Kurs fürs deutsche Wasserstraßennetz. Auf dem Seminarschiff Orca ten Broke in Berlin-Mitte wurden die neuen wirtschaftlichen Dimensionen des Wassertourismus ausgelotet.

Da Wasserwege nicht an Bundeslandgrenzen enden, müssen die Rahmenbedingungen für eine vorwärtsgewandte Entwicklung des Wassertourismus in Zusammenarbeit mit dem „Bündnis Wasserstraßen“ absteckt werden. Die Industrie -und Handelskammern, Verbände, Wassertourismusinitiativen sowie weitere Partner erstellten dazu ein Konzept zum Erhalt und wirtschaftlichen Ausbau des Seen- und Flussnetzwerks.

Herausforderungen

Tatsache ist: Investitionsstaus und stockende Sanierungsprojekte, insbesondere Wartungen und Sanierungen von Schleusen, könnten gravierende Folgen nach sich ziehen. „Mecklenburg- Vorpommern und Brandenburg bieten ihren Gästen ein einzigartiges Erlebnis mit dem größten vernetzten Wassersportrevier Deutschlands. Die Gäste kommen genau deswegen und das sollte man nicht gefährden“, sagt der Stellvertretende Geschäftsführer und Marketingleiter der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH, Mathias Knospe.

Ein Sinken der Touristenzahlen wäre ein herber Verlust für den gesamten ländlichen Raum Brandenburg und die dort ansässigen Unternehmen. Um weiterhin im europäischen Wettbewerb bestehen zu können, sind Investitionen notwendig – und gerade in die beliebten Nebenwasserstraßen. Dort brummt dank vieler Freizeitkapitäne der Tourismussektor. „Wenn wir es nicht schaffen, unsere mehr als 30.000 Kilometer Wasserstraßen mit seinen 3.000 Seen als attraktives Sport- und Tourismusrevier zu erhalten, dann wandern unsere Gäste ab“, befürchtet Potsdams IHK-Präsident Peter Heydenbluth, der zugleich Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern des Landes Brandenburg für das Bündnis für Wasserstraßen ist. Ein jährliches Umsatzvolumen von 200 Millionen Euro steht auf dem Spiel. (lj)

Rasante Preissteigerung auch im Berliner Umland

Der angespannte Berliner Wohnungsmarkt, der verstärkt Familien in das gut angeschlossene Umland treibt, kurbelt schon länger Brandenburgs Immobilienbranche an. Doch nun steigen auch dort die Preise in Rekordhöhen. Von 2012 bis 2016 nahmen die Einwohnerzahlen im Umland um 5,6 Prozent zu. In Berlin selbst waren es 5,9 Prozent. Besonders beliebt sind dabei die Regionen Potsdam, Falkensee und Königswusterhausen, ergab der Wohnungsmarktbericht der IBB. Das zunehmende Bauinteresse und die dementsprechenden Quadratmeterpreise bestätigt nun der Grundstücksmarktbericht 2017, den die Brandenburger Landesregierung aufsetzte. Gründe für den Boom sind die gute wirtschaftliche Lage und das niedrige Zinsniveau. Denn im Umland ist nicht nur der Platz für selbst erbauten Wohnraum gefragter denn je. Ein ähnlicher Trend zeichnet sich bei Eigentumswohnungen und dem landwirtschaftlichen Ackerland ab. Gewerbeflächen sind bislang noch „entspannt“ zu haben.

Insgesamt wechselten 2017 über 35.300 Grundstücke in Brandenburg, für ganze 5,9 Milliarden Euro den Besitzer. Gegenüber 2016 stieg der Umsatz hierbei um acht Prozent, während auch das Bauinteresse im siebten Jahr ungebrochen ist. Dabei sind vor allem Gebiete mit gut angeschlossenem Berliner Nahverkehr sehr begehrt, für welche die Preise unvergleichbar hoch getrieben wurden. Inzwischen sind im südwestlichen Kleinmachnow Quadratmeterpreise von 527 Euro hinzublättern. Damit ist das Kaufen dort teurer als in der Landeshauptstadt. Potsdam-Mittelmark erscheint hier sogar als günstige Alternative.

 

In Kleinmachnow liegen die Grundstückspreise inzwischen höher als in der Landeshauptstadt Potsdam. | Foto: pixabay.com

In Kleinmachnow liegen die Grundstückspreise inzwischen höher als in der Landeshauptstadt Potsdam. | Foto: pixabay.com

 

Wegziehen aus der Berliner Wohnsituation wird nicht günstiger

Am teuersten werden die berlinnahen Grundstücke verkauft, wenn diese individuell mit Ein- oder Zweifamilienhäusern bebaut werden sollen. Als „Lokomotive“ der Grundstücksgeschäfte bezeichnet Jürgen Kuse, Vorsitzender des Gutachterausschusses, der den Grundstücksmarktbericht erarbeitet, auch das Grundstück für das Eigenheim. „Sie machen 60 Prozent aller Kauffälle und 45 Prozent des Gesamtumsatzes aus“, so Kuse. Hierfür wurden 2017 ganze 6.628 Kaufverträge unterzeichnet. Dabei bleiben die Zahlen der abgeschlossenen Verträge relativ stabil, der Umsatz steigt jedoch. Wodurch klar ist, dass sich die Nachfrage, die sich in den letzten Jahren praktisch verselbstständigte, direkt in den Grundstücks- und Immobilienpreisen niederschlägt. Dreieinhalb Mal so viel wie in ländlichen Gebieten, beispielsweise in Barnim oder im Havelland, kostet ein Haus im Berliner Umland. So äußert sich der zweithöchste Boom seit der Wende vor allem in direkter Nähe zur Hauptstadt.

In ländlicheren Umgebungen, aus denen man Berlin nicht innerhalb einer Stunde Fahrtzeit erreicht, sind Grundstücke noch erschwinglich. Während man in der Landeshauptstadt Potsdam und Umgebung Quadratmeterpreise von 400 Euro aufwärts zahlt, liegt man an den preiswertesten Orten noch unter sieben Euro. In Heideblick (Dahme-Spreewald) und Ziesar kostet der Quadratmeter bislang 5,48 beziehungsweise 6,47 Euro. Bei eigenem Kaufinteresse lohnt es sich derzeit also, die ländliche Marktlage permanent im Blick zu haben, bevor es auch in Brandenburg keine  bezahlbaren Grundstücke mehr gibt. In Berlin kann man wohl selbst durch aufmerksame Beobachtung wohl eher kein erschwingliches Grundstück mehr ergattern.

 

Mehrheitlich zwar selbst genutzt, ist eine Immobilie gerade jetzt auch eine beispiellose Geldanlage. | Foto: pixabay.com

Mehrheitlich zwar selbst genutzt, ist eine Immobilie gerade jetzt auch eine beispiellose Geldanlage. | Foto: pixabay.com

 

Ländliche Gebiete zukünftig als Berliner Umland gehandelt

Doch auch weiter entfernte Städte, wie in Nähe der Havel oder Cottbus werden gefragter. Hier stiegen die Zahlen der Kaufverträge um 78 beziehungsweise um 156 Prozent in den letzten Jahren. Eine bislang günstigere Alternative bieten kreisfreie Städte so wie Frankfurt (Oder), wo sich Quadratmeterpreise zwischen elf und 440 Euro bewegen. Durchschnittlich ist der Quadratmeter dort für 110 Euro zu haben. Doch auch dieser Mittelwert stieg 2017 um 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

„Der Boom ist ungebrochen“, sagt Brandenburgs Innenstaatssekretärin Katrin Lange. Und dieser Boom weitet sich auch in ländliche Gebiete aus, da der anhaltende Preisanstieg auch zu einem veränderten Kaufverhalten führt. Mit Blick auf die Berliner Mietpreissprünge, ergattert man Alternativen für den Bau des Eigenheims in Unabhängigkeit vom Mietspiegel, solange diese noch halbwegs erschwinglich sind. Auch wenn man hierfür eine längere Fahrtzeit in Kauf nimmt. Mehrheitlich zwar selbst genutzt, ist eine Immobilie gerade jetzt jedoch auch eine beispiellose Geldanlage.

 

Nicht die beste Anbindung an die Hauptstadt zu haben, wird bald kein Argument mehr sein im Brandenburger Umland nicht zu bauen. | Foto: pixabay.com

 

Entwarnung für Gewerbeflächen

Für den Grundstücksmarktbericht analysiert ein unabhängiges Gremium aus Vertretern der Immobilienwirtschaft, die vom Brandenburger Innenministerium berufen werden, Kaufverträge des letzten Jahres. Notare übermitteln die beglaubigten Grundstücksverträge an die ehrenamtlich arbeitenden Gutachter des Ausschusses.

Beim Thema Gewerbeflächen können Unternehmen laut Gremium, anders als in Berlin, entspannter den passenden Standort finden oder sich überhaupt noch die Mühe einer Suche machen. Lediglich 1400 Flächen wurden 2017 verkauft, während die Quadratmeterpreise in Berliner Nähe durchschnittlich bei 66 Euro lagen. In berlinferneren Gebieten kann sich Gewerbe, das in Berlin keine Niederlassung mehr findet, derzeit für 19 Euro pro Quadratmeter ansiedeln. Das Land Brandenburg hingegen muss diese Chance der günstigen Standortfaktoren zukünftig kräftiger nutzen, um reale Ansiedlungen zu generieren.

 

Den Trend zu beobachten scheint essentiell, bevor der Wohntraum im Grünen, nach dem Wohnen im angestammten Kiez auch noch platzt. | Foto: pixabay.com

Den Trend zu beobachten scheint essentiell, bevor der Wohntraum im Grünen, nach dem Wohnen im angestammten Kiez auch noch platzt. | Foto: pixabay.com

 

Ungebrochener Boom, steigende Preise

Obwohl die bevorzugten Annehmlichkeiten des Umlandes ganz klar durch Großstadtnähe charakterisiert werden, holen auch einige Orte außerhalb des Umlandes auf. In der Nähe des Jobs, der Einkaufsmöglichkeiten, kulturellen Freizeitaktivitäten oder der Freunde zu sein, wird bald nicht mehr alleinig ausschlaggebend sein. Städte wie Eberswalde, Rathenow und Fürstenwalde verzeichnen überdurchschnittliche Preisanstiege. Die Gründe für den Boom, wie eine gute wirtschaftliche Lage, sowie die Berliner Wohnungsnot werden in den nächsten Jahren nicht abnehmen.  Den Trend zu beobachten scheint essentiell, bevor der Wohntraum im Grünen, nach dem Wohnen im angestammten Kiez auch noch platzt. (cn)

Berliner Wirtschaft zeigt Verantwortung

In Berlin sollen alle Menschen mit und ohne Behinderung gut zusammen leben können, heißt es im Landesgleichberechtigungsgesetz (LGBG). Leider sieht die Realität meist anders aus. In den wenigsten Unternehmen wird Inklusion tatsächlich gelebt. Nur wenige Berliner Unternehmen stellen überhaupt Menschen mit Behinderung ein. Dabei ist es so einfach diese in die Arbeitswelt zu integrieren. Seit mehr als einem Jahrzehnt setzt sich die gemeinnützige GmbH Arbeit für Menschen mit Behinderung (AfB) bereits für das wichtige Thema ein.

Nach höchsten ökologischen und ethischen Standards werden bei AfB ausgemusterte IT- und Mobilgeräte mit dem Ziel übernommen, so viele davon wie möglich wieder zu vermarkten. Nicht mehr nutzbare Hardware wird hingegen auseinandergenommen und recycelt. Dabei sind alle Arbeitsschritte barrierefrei gestaltet, wodurch diese auch von Menschen mit Behinderung erledigt werden können. Diese unvergleichbare unternehmerische Idee vereint diverse Vorteile für alle Beteiligten: Elektroschrott wird minimiert und Recycling gefördert, Menschen mit Behinderung werden in einem regelrechten Arbeitsverhältnis beschäftigt und Firmen von alten Geräten sowie der Entsorgungslast befreit.

Auf dem Weg zum weltweit führenden gemeinnützigen Unternehmen der IT-Branche

Große und mittlere Unternehmen des deutschen Mittelstands sind bereits begeisterte Partner geworden. Die Idee von AfB-Gründer Paul Cvilak ist einzigartig und hat Unternehmen wie Vattenfall, Pfizer und Siemens überzeugt. Dabei ist AfB selbst ein Familienunternehmen, Cvilaks Tochter sind ebenfalls im Unternehmen tätig. Die Familie verfolgt dabei seit der Gründung die ehrbare Vision, das weltweit führende gemeinnützige Unternehmen der IT-Branche zu werden – die größte Integrationsfirma Deutschlands ist AfB bereits. Ein Leuchtturmprojekt, das vielen Menschen Hoffnung gibt und Diversity erlebbar macht. Die Partner aus der Wirtschaft unterstützen die Initiative so erfolgreich, dass AfB heute bundesweit an neun und europaweit an fünf Standorten arbeitet. Seine 10. Filiale eröffnete der engagierte Unternehmer Cvilak, der für seine Arbeit kürzlich mit der Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet wurde, bereits 2012 in Berlin und gewann im gleichen Jahr den Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie „Deutschlands nachhaltigste Zukunftsstrategien“.

Der Erfolg fußt dabei nicht nur auf dem guten Ruf und der sozial ökologischen Idee. Die Prozesse sind gut durchdacht und effizient. Insbesondere auf den sorgfältigen Umgang mit den Daten auf den ausrangierten Geräten wird großen Wert gelegt. „In den heutigen Zeiten ist es für die Unternehmen existentiell, dass ihre Daten sicher vor dem Zugriff Dritter sind und nach der Abgabe alter Geräte zuverlässig gelöscht werden. Die meisten wissen aber gar nicht, wie sie das machen sollen. Auch in diesem Zusammenhang geben uns viele Firmen gerne ihre Gerate, weil wir von Anfang an einen sicheren Prozess implementiert haben, der nachvollziehbar ist“, erklärt Cvilak.

Datenschutz und Nachhaltigkeit bewegen AfB

Dieser zertifizierte Prozess garantiert, dass sämtliche Datenträger nach höchsten Sicherheitsstandards gelöscht oder geschreddert werden. Per IT-Sicherheitstransport werden die entsprechenden Geräte durch AfB eigenes Personal und mit eigenem Fuhrpark bei den Partnerunternehmen abgeholt und zur nächstgelegenen Niederlassung transportiert. Dort wird dann je nach Zustand des Gerätes entschieden, ob es mit neuer Software bespielt und anschließend mit bis zu drei Jahren Gewährleistung verkauft oder in seine Einzelteile zerlegt und recycelt wird.

Die Nachhaltigkeit der eigenen Geschäftsprozesse ist einer der Grundpfeiler für Cvilaks unternehmerisches Handeln. Seit 2015 ist es das erste Sozialunternehmen, das die EU-CSR-Richtlinie zur nicht-finanziellen Berichterstattung erfüllt. Die Entsprechenserklärung nach dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex als Social Enterprise übermittelt dabei unter anderem den Anspruch Botschafter der digitalen Inklusion zu sein und Klimapositiv handeln zu wollen, um durch die eigenen Wertschöpfungsprozesse nachweislich Umweltschaden zu reduzieren.

Partner gesucht

Bisher wurden durch die vorbildliche Arbeit von AfB über 327 Arbeitsplätze geschaffen, davon circa 45 Prozent für Menschen mit Handicap. Gemeinsam mit der BERLINboxx startet AfB die Initiative: „Berliner Unternehmen schaffen Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung“. Die Schaffung von 50 Arbeitsplätzen, davon 25 für Menschen mit Behinderung, im Jahr 2018, ist das Ziel für die Hauptstadtregion. Jahr für Jahr werden in der Hauptstadt tausende Geräte abgeschrieben. Diese sollten nicht eingelagert oder für viel Geld entsorgt werden. Als Partner von AfB fördert stattdessen jedes Unternehmen und jede Behörde den Umweltschutz und die Inklusion.

Um das Ziel zu erreichen, müssen insgesamt 100.000 Geräte bis zum Ende des Jahres abgegeben werden. „Wir freuen uns, über vielfältige Unterstützung in Berlin. In den nächsten Wochen gehen wir auf Partnersuche. Ich bin sicher, dass die soziale Verantwortung der Berliner Unternehmer und Manager dazu beitragen wird, dass Behinderte bessere Chancen auf einen Job bekommen“, so Paul Cvilak und Dr. Angela Wiechula, Herausgeberin der BERLINboxx und Partnerin der Initiative. (uc)

Kein Wasser in Sicht: Andauernde Hitzewelle in Berlin und Brandenburg

„Sonnenscheinreiches Wetter ohne Regen“ – mit diesem Euphemismus beschreibt der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Hitzewelle über Berlin und Umland. Dank der Temperaturen vergangener Wochen, die 30 Grad mehrmals überschritten, ist Berlin derzeit Deutschlands wärmstes Bundesland. Dicht dahinter liegt Brandenburg, wo elf Landkreise unter höchster Waldbrandgefahr stehen. Für Brandenburger Landwirte hat sich das Freibadwetter deshalb bereits in eine ernste Dürreperiode verwandelt. Kurz hinter der Stadtgrenze gilt es nicht nur Bäume vor dem verdursten zu retten, sondern ganze Ernten. Wegen der extremen Bodentrockenheit kommt es dort bereits zu Noternten, viele Bauern befürchten sogar komplette Ernteausfälle. Seit Ostern gab es hier keinen nennenswerten Regen mehr. Inzwischen fordert der Deutsche Bauernverband die staatlichen Dürrehilfen, die Landwirte sonst vermehrt abgelehnten.

Auch zahlreiche Wald- und Feldbrände erschweren den landwirtschaftlichen Betrieb und brennen bei sich schnell ausbreitenden Feuern hektarweise Land ab. Seit Anfang des Jahres mussten in der Region bereits 227 Feld- und Waldbrände gelöscht werden – verursacht durch die extreme Trockenheit der verdurstenden Felder. Im gesamten Jahr 2017 waren es nur 140. Doch nicht nur der ausbleibende Regen, sondern auch der auffrischende Wind bereitet den Rettungskräften zunehmend Sorgen. Aufkeimende Brände können durch den aufkommenden Wind in die Fläche getragen werden. Von solchen Großbränden, die sich über Waldflächen von bis zu 450 Hektar erstreckten, löschten Einsatzkräfte vergangene Woche gleich mehrere. Auch nach tagelangem Einsatz sind weiterhin nicht alle Brandherde unter Kontrolle.

 

Seit Anfang des Jahres mussten in der Region bereits 227 Feld- und Waldbrände gelöscht werden. | Foto: pexels.com

 

Hitzewelle entflammt zahlreiche Großbrände in Brandenburg

Letzten Donnerstag brachen bei 32 Grad gleich mehrere Großbrände im Brandenburger Umland aus. Die Feuerwehr löschte ein Großfeuer, von dem 100 Hektar Wald in Storkow betroffen waren. Außerdem kämpfte man seit Donnerstag, über das Wochenende hinweg, weiterhin mit dem Großbrand in der Lieberoser Heide. Über 450 Hektar waren hier betroffen und Glutnester keimten weiterhin. Da sich einige Brandflächen auf einem ehemaligen, noch munitionsbelasteten Truppenübungsplatz befanden und nicht betreten werden konnten, forderte die Feuerwehr Hubschrauber der Bundespolizei und Bundeswehr an. Auch die örtlichen Brandschutzstaffeln lösten die Freiwillige Feuerwehr im Laufe der Geschehnisse ab.

In anderen gefährdeten Gebieten, setzen sich die Einsatzkräfte immer noch zu 98 Prozent aus Freiwilligen Feuerwehrleuten zusammen. Die vielen Einsätze, die Freiwillige neben ihren hauptamtlichen Berufen fahren müssen, lassen sie inzwischen am Limit arbeiten. Damit sich die Vorfälle nicht weiter häufen, reichen jedoch Achtsamkeit und kurze Regenschauer nicht mehr aus. Der steinharte Boden kann das geringe Wasser nicht aufnehmen und muss durch beständige Gewitter erst wieder aufgeweicht werden. Da sich die Wald- und Feldbrände auf dem trockenen Gras bereits durch Hitzefunken der Landwirtschaftsmotoren entzünden, ist extreme Vorsicht geboten.

 

Die Freiwillige Feuerwehr wurde im Laufe der Geschehnisse von den örtlichen Brandschutzstaffeln abgelöst. | Foto: pexels.com

Die Freiwillige Feuerwehr wurde im Laufe der Geschehnisse von den örtlichen Brandschutzstaffeln abgelöst. | Foto: pexels.com

 

Noternten vor kompletten Ernteausfällen

Zwar sind für die nächsten Tage Regenschauer angekündigt, der DWD bestätigt aber bisher kein Ende der Dürre. Im Gegenteil, man sehe sich derzeit einer der schlimmsten Trockenperiode der letzten 57 Jahre ausgesetzt. In Ostdeutschland sei der Anteil des für Pflanzen nutzbaren Wassers auf 30 Prozent gesunken. „Das schlimmste ist, dass es keine Hoffnung auf Besserung gibt“, sagte Bauernbund-Geschäftsführer Reinhard Jung dem Tagesspiegel. Verzweifelte Landwirte hätten bereits vor drei Wochen mit der Noternte begonnen, die bei der Getreideernte kaum reife Körner abwirft. Nachbarbauern konnten den Ertrag, der keiner war, nur noch häckseln. Daher werden bereits Ernteausfälle von 30 bis 50 Prozent erwartet.

Für den Getreideanbau, der sich über Deutschland verteilt insgesamt über sechs Millionen Hektar ausbreitet, bedeutet das riesige Einbußen. In den vergangenen fünf Jahren produzierte man  durchschnittlich 48 Millionen Tonnen Getreide, dieses Jahr werden lediglich 41 Millionen erwartet. Doch nicht nur die finanziellen Einbußen durch geringe Ernteerträge, sondern auch Maßnahmen zum Weiterbetrieb, wie hohe Wasserrechnungen hinterlassen eine tiefe Lücke in den landwirtschaftlichen Budgets.

 

Gewitter: das ersehnte Wetter der Brandburger Landwirte, das die Böden aufweicht. | Foto: pexels.com

 

Auch Tierschutz muss aktiv werden

Auch Tieren erschwert der harte Boden zunehmend die Nahrungssuche. Allen voran die Regenwürmer, Nahrungsquelle vieler Vögel, ziehen sich in Richtung Grundwasser zurück. Wildschweine hingegen können die Bewässerung eines Bodens aus weiterer Entfernung riechen und kommen deswegen immer näher an die Stadtgrenze.

Im Berliner Stadtzentrum sollen die arbeitenden Tiere bei bestimmten Temperaturen nun endlich Hitzefrei bekommen. Mittlerweile plädierte die Senatsverwaltung an die Veterinärämter der Bezirke an besonders heißen Tagen die Kutschenleitlinien zu überdenken und den Pferdefuhrwerkbetrieb einzustellen. Leitlinien für den Pferdefuhrwerksbetrieb setzte Berlin erstmals vor neun Jahren auf. Sie regeln bis heute die Pausenzeiten der Zugpferde und die Dokumentation der Fahrten. Derzeit steht eine Abstimmung zur überarbeiteten und ergänzten Version der Richtlinien zur noch aus. Vor der Entscheidung möchte man jedoch bereits in diesem heißen Sommer den überhitzten Tieren lange Wartezeiten und körperliche Überlastung ersparen. Tierschützer schlagen seit Jahren besorgt Alarm, Pferde überhaupt vor Kutschen im Stadtverkehr zu spannen.

Rettet die grüne Hauptstadt

Für die Hitzewelle des Berliner Sommers ist, abgesehen von kurzen Unterbrechungen, kein Ende in Sicht. Nun müssen auch die rund 440.000 Berliner Stadtbäume vor dem Austrocknen bewahrt werden. Hinzukommen noch einmal genauso viele Berliner Parkbäume und ungezählte auf Privatgrundstücken und in Wäldern. Nachdem die Bezirke bereits Hilfe von der Berliner Stadtreinigung (BSR) anforderten, startete auch die Senatsverwaltung einen Aufruf an die Bevölkerung. Gießen, gießen und nochmal gießen. Schaden könne man den Bäumen damit derzeit nicht, auch wenn man zufällig zehn Liter Wasser dabei haben sollte.

Vor allem den Jungbäumen, die mit ihren Wurzeln noch nicht das Grundwasser erreichen, sei damit sehr geholfen, so die Straßen- und Grünflächenämter. Neben BSR-Sprühfahrzeugen und bewässernden Bürgern, sollen auch gut ausgebaute Bewässerungssysteme in den Parks, Berlin als grünste Hauptstadt Europas erhalten. Im Tiergarten werden hier über insgesamt 60 Kilometer lange Leitungen bis zu 900 Kubikmeter Wasser auf die Grünflächen verteilt. Die Reichstagswiese blickt als Vorzeige-Steppe einem ganz anderen Schicksal entgegen.

 

Die Reichstagswiese fungiert derzeit als Vorzeige-Steppe. | Foto: pixabay.com/ Peter Dargatz

 

Das regenlose Wetter, das bereits Ernteausfälle, die Betitelung „BRANDenburg“ (B.Z.), Berlins schwindende Grünflächen und Freibad-Dilemma provozierte, hat die Region weiterhin fest im Würgegriff. Ob die angekündigten Regenschauer für eine Entspannung der Großwetterlage ausreichen werden, bleibt erstmalig hoffnungsvoll abzuwarten. (cn)

Wohnträume der Berliner: Eigene vier Wände im grünen Umland

Das Berliner Umland wird immer attraktiver für Wohnungssuchende, die den Dilemmata des Berliner Wohnungsmarktes überdrüssig sind. Wegen steigender Mieten und dem Wohnungsmangel ziehen immer mehr Berliner in den städtischer werdenden Speckgürtel der Hauptstadt. Sie wollen sich dort ihre Wohnträume erfüllen. Die Zahlen des Wohnungsmarktberichts der Investitionsbank Berlin (IBB) erfassen ein vergleichbares Wachstum der Einwohnerzahlen im Umland wie in Berlin selbst. Von 2012 bis 2016 stiegen die Einwohnerzahlen im Umland um 5,6 Prozent an, in Berlin selbst waren es 5,9 Prozent. Besonders beliebt sind dabei die Regionen Potsdam, Falkensee und Königswusterhausen. Einfamilienhäuser dominieren weiterhin das Baugeschehen des Umlandes. Doch auch der Geschosswohnungsbau im Großstadtstil wird angesichts der Zuzüge nötig und lukrativ für Projektentwickler sein.

Mit den steigenden Einwohnerzahlen erhöhen sich natürlich auch die infrastrukturellen Anforderungen an das Brandenburger Umland und die Verbindungen nach Berlin. Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher sieht schon lange die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit der beiden Länder. „Dass das Wachstum Berlins auch Auswirkungen auf Brandenburg und insbesondere die Umlandgemeinden hat, liegt auf der Hand. Wir stehen deshalb im ständigen Dialog, u.a. im kommunalen Nachbarschaftsforum, um auch die Entwicklung der wachsenden Stadtregion in einer geordneten und städtebaulich sinnvollen Art und Weise gemeinsam voranzubringen“, so Lompscher.

 

Die Anforderungen an die Infrastruktur der Umlands-Siedlungen erhöhen sich. | Foto: pexels.com

Die Anforderungen an die Infrastruktur der Umlands-Siedlungen erhöhen sich. | Foto: pexels.com

 

Die Wohnträume wären im Berliner Umland realisierbar

Rund 27.000 Wohnungen wurden im starken Wachstumszeitraum 2012 bis 2016 in Stadtnähe in Brandenburg gebaut, weitere 15.000 sind bereits genehmigt. Die meisten Fertigstellungen verzeichnete die Landeshauptstadt Potsdam. Mit einer Zunahme an Baugenehmigungen von 11,8 Prozent ist kein Ende der dynamischen Wohnungsbauentwicklung in Sicht. Die Attraktivität des Wohnens an der Schnittstelle zwischen städtischen Möglichkeiten und ländlicher Ruhe ist unangefochten. Wer im sogenannten Speckgürtel der Hauptstadt wohnt, nimmt das Beste von beidem mit. Doch stellt sich die Frage, ob die erhöhte Abwanderung ins Umland einem Wohntraum vom Leben im Grünen in städtischer Nähe entspricht. Oder ob sie vielmehr eine Konsequenz der dramatischen Wohnsituation Berlins ist.

Der Großteil der Deutschen lebt in Geschosswohnungen mit mindestens vier Zimmern, die unter 100 Quadratmeter groß sind. Dieses Profil ergab die vom Baufinanzierungsvermittler Interhyp veröffentlichte „Wohntraumstudie 2018“. Nur die Hälfte der 60 Prozent in Klein- bis Großstädten lebenden Deutschen fühlt sich dort jedoch wohl. Ganze 56 Prozent fühlen sich von dem anhaltenden Straßenlärm ihres derzeitigen Wohnortes gestört, 44 Prozent sind es in Berlin. Während die Mehrheit der Deutschen (60 Prozent) von einem freistehenden Einfamilienhaus träumt, spielen bei der Wohnungssuche auch Faktoren wie ein schöner Ausblick und die Nähe zur Natur mit jeweils 94 Prozent eine übergeordnete Rolle. Rund die Hälfte aller Befragten gibt jedoch an, dass ihre tatsächliche Situation besser sein könnte. Kompromisse werden laut 99 Prozent der Befragten keinesfalls bezüglich der Lage und Behaglichkeit gemacht. Stattdessen werden Abstriche am ehesten bei der Raumaufteilung und Bauweise der Immobilie gemacht.

 

Der Großteil der Deutschen lebt in Geschosswohnungen mit mindestens vier Zimmern, die unter 100 Quadratmeter groß sind. | Foto: pexels.com

Der Großteil der Deutschen lebt in Geschosswohnungen mit mindestens vier Zimmern, die unter 100 Quadratmeter groß sind. | Foto: pexels.com

 

Eigenheim mit Garten oder Mehrfamilienhaus in Naturnähe

Im Vergleich zur 2016 veröffentlichten Wohntraumstudie ist das Zuhause sogar noch bedeutender geworden. Für 57 Prozent (2016: noch 46 Prozent) ist das Zuhause sehr wichtig, für 40 Prozent wichtig. Das Zuhause gilt als Rückzugsort, ist aber auch ein Ort der Zusammenkunft mit Familie und Freunden. Wichtige Beweggründe vom Mieter zum Eigentümer zu werden, sind vor allem der größere Gestaltungsspielraum in der eigenen Immobilie und die Unabhängigkeit vom Vermieter. Insgesamt wünschen sich 76 Prozent der Befragten ein Eigenheim. Im Hinterkopf bleibt jedoch immer die Frage, was unter den aktuellen Umständen möglich und umsetzbar ist. Der Umzug in eine größere Wohnung ist in Berliner Verhältnissen, oft mit dem Wegzug aus dem Kiez verbunden. Mietserhöhungen sowie steigende Quadratmeterpreise, die sich verglichen mit alten Mietverträgen inzwischen fast verdoppelt haben, erschweren die Wohnungssuche in direkter Nachbarschaft.

Dieser maßvolle und realistische Umgang mit den eigenen Wohnträumen lässt vor allem darauf schließen, welchen bleibenden Eindruck die derzeitige Wohnungssuche hinterlässt. Zum anderen weisen diese Abwägungen auch positiv darauf hin, wie realistisch die Wohnungssuchenden vor diesem Hintergrund ihre Finanzen einschätzen können.Trotzdem wünschen sich 73 Prozent der Befragten eine größere Wohnfläche als die durchschnittlichen 100 Quadratmeter. Auch von einem Garten träumen die meisten Befragten. Dies ist vor dem Hintergrund der Landflucht interessant. Denn die Attraktivität des Brandenburger Umlandes bemisst sich nicht ausschließlich am Wohnstil des Einfamilienhauses oder der Nähe zur Natur. Neubausiedlungen mit Mehrfamilienhäusern prägen das Bild der Fertigstellungen. Auch diese befinden sich oft in Waldnähe oder integrieren gemeinschaftliche Garten- und Spielplatz-Konzepte im Innenhof der Gebäudekomplexe.

Zufriedene Berliner und die Alternative Großstadt

Der Senat sieht weitere vorhandene Bauflächen für die Entlastung des Berliner Wohnungsmarktes im Umland. Bis 2030 werden in Berlin 194.000 Wohnungen benötigt. Hiervon könnten 65.000 Wohnungen auf bestehenden Flächen in Brandenburg realisiert werden. Vor dem Hintergrund, dass 76 Prozent der Berliner laut Interhyp angeben, mit ihrer Wohnsituation zufrieden zu sein, stellt sich jedoch die Frage, ob der Umzug nach Brandenburg nicht eher als Notlösung in der „Provinz“, verbunden mit langen Fahrtzeiten und hohen Benzinkosten, gesehen wird.

 

76 Prozent der Berliner sind zufrieden mit ihrer Wohnsituation. | Foto: pexels.com

76 Prozent der Berliner sind zufrieden mit ihrer Wohnsituation. | Foto: pexels.com

 

Zufriedener als die Berliner sind übrigens nur die Stuttgarter, 82 Prozent von ihnen würden ihre Wohnsituation nicht eintauschen. Infolge der Zufriedenheitsrate könnte also auch vermutet werden, dass Berliner, die bereits eine geeignete Wohnung gefunden haben, glücklich mit den Vorteilen des Hauptstadtlebens sind. Gründe für das Leben an einem immer teurer werdenden Standort wie Berlin sind eine Vielzahl an Kultureinrichtungen, Selbstverwirklichungsmöglichkeiten und berufliche Vorteile. Auch die bekannte Berliner Mischung ist immer wieder ein entscheidendes Kriterium für die Wahl der Großstadt. Im Speckgürtel hingegen macht die „Alternative Großstadt“ nur die Hälfte der Möglichkeiten und Wohnträume aus. (cn)

Bewerbungsaufruf für die Innovatoren der Hauptstadtregion

Reinhold Hartwig, Geschäftsführer von GA Generic Assays, ist der Stolz anzusehen. Er durfte den Innovationspreis Berlin Brandenburg 2017 mit nach Hause nehmen. Aus seiner Sicht sind Wettbewerbe wie der Innovationspreis Berlin Brandenburg die beste Gelegenheit, um auf das eigene Unternehmen öffentlichkeitswirksam aufmerksam zu machen: „Innovative Produkte müssen auch vermarktet werden. Durch den Innovationspreis haben wir bemerkt, was PR für ein Unternehmen bedeutet“, so Hartwig. „Plötzlich wurden wir auch von der Politik des Landes Brandenburg wahrgenommen. Wer eine innovative Entwicklung vorzuweisen hat, sollte seine Chance nutzen.“

Nun läuft die Bewerbungsphase 2018 und im Rahmen des 2. Innovationsfrühstücks bei der Investitionsbank Berlin (IBB) informierte das Organisationsteam des Wettbewerbs über das Bewerbungsprozedere. Neben Reinhold Hartwig war auch Michael Unbehauen, FU Berlin/DendroPharm (Preisträger 2016), zu Gast und berichtete aus erster Hand über seine Erfahrungen mit dem Innovationspreis: „Nicht zu unterschätzen ist der Effekt, den eine solche Auszeichnung auch auf die Mitarbeiter hat. Die Wertschätzung von außen, die eine hart erarbeitete Entwicklung anerkennt, schafft eine Motivation, die sehr deutlich bei den Mitarbeitern ankommt.“

„Der Gewinn des Innovationspreises stellt eindeutig einen Wettbewerbsvorteil dar“

Die Investitionsbank Berlin (IBB) ist langjähriger Partner und Unterstützer des Innovationspreises. Für Heinz-Joachim Mogge, Abteilungsleiter für Kundenberatung Wirtschaftsförderung der IBB, steht fest: „Der Gewinn des Innovationspreises stellt eindeutig einen Wettbewerbsvorteil dar.“

Der Innovationspreis Berlin Brandenburg ist einer der wichtigsten Wirtschaftspreise der Hauptstadtregion. 1984 in Westberlin ins Leben gerufen, loben die Länder Berlin und Brandenburg seit 1992 den Wettbewerb jährlich gemeinsam aus. Somit ist der Innovationspreis nicht nur traditionsreich, sondern gewinnt in Zeiten von Start-ups und Digitalinnovationen stetig an Bedeutung. Aufgefordert zur Bewerbung sind alle Innovatoren, Entwickler, Gründer und Tüftler der Hauptstadtregion, die zukunfts- und marktfähige Entwicklungen vorzuweisen haben.

Die Innovationen von heute sind die Arbeitsplätze von morgen

Die Arbeitsplätze von morgen werden durch die Innovationen von heute geschaffen und gefördert, so das Credo des Preises. Als Instrument der Wirtschaftsförderung orientiert sich der Wettbewerb daran, dass für die Zukunft der Hauptstadtregion eine dynamische Entwicklung in den Zukunftsbranchen ausschlaggebend sei. Zugleich ist es Ziel des Innovationspreises Berlin Brandenburg, als lebendiger Jahrgangsprozess für engagierte Innovatorinnen und Innovatoren sowie für Innovationsförderer und öffentliche Entscheidungsträger eine breit angelegte und ergebnisorientierte Netzwerkplattform bereitzustellen. Ein reger Austausch und gegenseitige Impulse sind ein fester Bestandteil des Innovationspreises.

 

In diesem Jahr ist es noch einfacher als bisher sich für den Innovationspreis zu bewerben. | Foto: BERLINboxx

 

Bewerbungsphase für den Innovationspreis 2018 noch bis zum 07. Juli

Aktuell ist die Bewerbungsphase noch in vollem Gange. Noch gute drei Wochen, bis zum 7. Juli, besteht die Möglichkeit, seinen Hut in den Ring zu werfen und damit die Chance zu wahren, zu einem der Preisträger 2018 gekürt zu werden. Immerhin gibt es für jeden der bis zu fünf Gewinner auch noch ein Preisgeld von 10.000 Euro abzuräumen. Dabei ist es in diesem Jahr einfacher als jemals zuvor, am Wettbewerb teilzunehmen. Das sogenannte 2-Click-Verfahren über die Homepage des Innovationspreises ist unkompliziert und kann rasch abgeschlossen werden – einer Bewerbung steht also nichts mehr im Weg. Die diesjährigen Innovationspreise werden durch die Vertreter der Wirtschaftsverwaltungen der beiden Länder dann am 30. November im Kommunikationsmuseum in Berlin verliehen. (cn)

Link zur Bewerbung: www.innovationspreis.de/bewerbung/bewerbung.html

Instone Real Estate: Zentrale Lagen weiter im Fokus

Seit 26 Jahren entwickelt Instone Real Estate moderne Mehrfamilienhäuser und saniert denkmalgeschützte Gebäude für Wohnzwecke in Berlin und Brandenburg. Da das Unternehmen Wohnungen unter anderem an Eigennutzer, private Kapitalanleger und an institutionelle Investoren vertreibt, gehören die genaue Kenntnis des Berliner Immobilienmarktes, seine Leistungsparameter, attraktive Standorte und seine Perspektiven zu den Selbstverständlichkeiten der Arbeitsweise von Instone Real Estate.

Standortkompetenz

Das starke Bevölkerungswachstum entwickelt sich für den Berliner Immobilienmarkt immer mehr zu einer echten Herausforderung. Fast eine Viertelmillion Menschen mehr in den vergangenen sechs Jahren – da war Wohnungsknappheit absehbar. Aktuell fehlen schon 77.000 Wohnungen und das wird nicht das Ende sein angesichts von Prognosen, die mindestens bis 2030 nicht mit einem Abebben des Berlin-Zuzugs rechnen.

Als Wohnentwickler spürt Instone Real Estate diese Marktveränderungen an vielen Faktoren, allen voran steigende Preise auf der Miet-, Eigentums- und der Kaufpreisseite. Aber es muss differenziert werden. So fällt beispielsweise der Anstieg im Bereich der Sozialwohnungen insgesamt moderat aus. Bei gefragten Lagen dagegen entfaltet sich der freie Markt deutlich prägnanter. Instone Real Estate hat in diesem Zusammenhang in den letzten drei Jahren einen Anstieg von rund 36 Prozent festgestellt – mehr als in vergleichbaren europäischen Metropolen. Das ist allerdings typisch für Berlin, denn hier findet ein Nachholeffekt statt. Mit der Preisdynamik nähert sich die Hauptstadt immer mehr den internationalen Top-Metropolen an. Solange die Zinsentwicklung moderat bleibt, wird auch dieser Trend weiter anhalten, selbst wenn die Zinsen wieder langsam ansteigen.

Standortanalysen

Instone Real Estate konzentriert sich auf starke Ballungsräume in Deutschland. Neben den Top-7-Städten sind daher auch große Mittelstädte und Universitätsstädte im Fokus der Projektpipeline des Unternehmens. Selbstverständlich prüft Instone Real Estate als professioneller Wohnentwickler genau die Makro- und Mikrostandorte, an denen das Unternehmen investieren will. Dabei geraten auch Standorte abseits der A-Zentren ins Visier – vorausgesetzt, die Begleitfaktoren wie Verkehrsanbindung und soziale Infrastruktur passen zum Konzept. Das heißt, wenn alle Parameter stimmen, muss es nicht zwangsläufig die Innenstadtlage sein.

Standortpotenzial

Es ist vorhersehbar, dass eine Ausdifferenzierung in den Metropolräumen stattfinden wird. Auch die Kunden von Instone Real Estate richten den Blick immer häufiger auf die Berliner Randgebiete und machen dabei auch vor der Landesgrenze nicht Halt. Deshalb müssen Berlin und die angrenzenden brandenburgischen Landkreise auch immobilienmarkttechnisch als Einheit betrachtet werden – als eine Einheit, die durch den Ausbau des Nah- und Regionalverkehrs beinahe täglich immer mehr Realität wird. Anders gesagt: Mobilität muss, genau wie die digitale Infrastruktur, zu einem permanenten Kriterium der Bewertung des Immobilienmarkts werden. Die Verschmelzung Berlins mit Teilen Brandenburgs schreitet voran und mit ihr werden sich ganz neue Potenziale für den hiesigen Immobilienmarkt ergeben.

Wird Tropical Islands bald verkauft?

Das Badeparadies Tropical Islands in Brandenburg könnte demnächst einen neuen Besitzer bekommen. Am 03.04.2018 bestätigte das Unternehmen, dass nach weiteren Partnern für Investitionen gesucht wird. Letztendlich könnte das ein Komplettverkauf bedeuten. „Unser Mehrheitsgesellschafter Tanjong, Colin Au und die Geschäftsführung sind seit Langem in Gesprächen, wie man das geplante Investitionsvolumen über die kommenden Jahre stemmen kann“, so die Sprecherin von Tropical Islands, Katja Benk.

Verkauf von Tropical Islands kann bis zu 300 Millionen Euro einbringen

Der Mehrheitseigentümer von Europas größtem tropischen Urlaubsresort Ananda Krishnan und sein Geschäftspartner Colin Au prüfen derzeit in Zusammenarbeit mit einer Investmentbank wie groß das Interesse an Tropical Islands ist.

Dem Wirtschaftsinformationsdienst Bloomberg zufolge befinden sich die Verhandlungen mit potenziellen Käufern in einem frühen Stadium. Der Verkauf der Freizeitanlage könnte um die 300 Millionen Euro einbringen.

Besitzer kündigten Anfang dieses Jahres bereits eine Investition von 300 Millionen Euro an

Das Resort verfügt über eine Fläche von rund 100.000 Quadratmeter. Die Anlage ist unter anderem mit einem Hotelkomplex, einem eigenen Regenwald mit circa 600 Pflanzenarten, einem Wasserpark sowie einem Wellnessbereich ausgetattet. Trotz des großen und vielfältigen Angebots kündigten die Besitzer Anfang dieses Jahres eine Investition von 300 Millionen Euro in das lukrative Geschäft an.

Geplant war es die tropische Kuppel im Spreewald im Innen- und Außenbereich zu erweitern. Die Kapazität der Freizeitanlage sollte demnach von circa 2.000 Betten auf 9.000 erhöht werden. Es gehe den Besitzern nicht nur um die Erhöhung der Kapazitäten, sondern vor allem um eine Weiterentwicklung. Die Konkurrenz in der europäischen Freizeitpark-Branche sei laut Angaben des Geschäftsführers, Michiel Illy, sehr stark.

Was ändert sich durch den möglichen Verkauf?

Tropical Islands ist im Besitz der Tanjong-Gruppe aus Malaysia. Die Hauptanteile des Ressorts gehören Ananda Krishnan, der sich laut Angaben des Düsseldorfer Handelsblatts mehr auf seinen Heimatmarkt konzentrieren möchte. Die Geschäfte in Asien laufen schwierig. Sein Unternehmen Aircel, ein Mobilfunkanbieter in Indien, meldete im März 2018 Insolvenz an. Die Summe des Verkaufs kann der Milliardär demnach gut für seine Heimatprojekte gebrauchen kann.

Ob und wann ein Verkauf tatsächlich stattfindet, steht noch nicht fest. Für die Besucher der Freizeitanlage würde sich durch einen Besitzerwechsel des Tropical Islands allerdings nichts ändern. (ls)

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