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Kenia-Koalition in Brandenburg – Dietmar Woidke wird zum Regierungschef gewählt

Dem Koalitionsbündnis aus CDU, SPD und Grünen steht nichts mehr im Weg – alle drei Parteien stimmten dem Koalitionsvertrag am Dienstag zu. Zwei Minister der Grünen, drei Minister der CDU und fünf Minister der SPD werden künftig unter der Leitung des SPD-Ministerpräsidenten Dietmar Woidke das Land Brandenburg regieren. Für den Regierungschef ist es bereits das dritte Mal seit seinem Amtseintritt im Jahr 2013, dass er eine Landesregierung leitet.

Zustimmung von der Koalition – Nein-Stimmen aus der Opposition

Am Dienstag erhielt der SPD-Politiker von den 87 abgegebenen Stimmen 47 Ja-Stimmen, 37 Nein-Stimmen und drei Enthaltungen. Anschließend wurde der Ministerpräsident von der Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke vereidigt und ernannte nach seiner Wahl die Ministerinnen und Minister der neuen Regierung.

Woidke blickt der bevorstehenden Zusammenarbeit zuversichtlich entgegen: „Die Landesregierung wird den von SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen geschlossenen Koalitionsvertrag ‚Zusammenhalt, Nachhaltigkeit, Sicherheit – Ein neues Kapitel für Brandenburg‘ in den kommenden fünf Jahren ideenreich umsetzen. Wir sind drei politische Partner, aber ein Team, das sich der Zukunft Brandenburgs und dem Wohl seiner Menschen verpflichtet fühlt. Ich freue mich auf die gemeinsame Arbeit in der 7. Legislaturperiode unseres Landes Brandenburg.“

CDU, SPD und Grüne stimmen mehrheitlich für Kenia-Koalition

Die neu gewählte Regierung steht mit deutlicher Mehrheit hinter der „Kenia-Koalition“. Über 97 Prozent der CDU und 90 Prozent der Grünen stimmten auf Parteitagen für das Koalitionsbündnis – die SPD erreichte sogar sagenhafte 99 Prozent. Einziger Dämpfer nach der Wahl waren die drei Enthaltungen aus der Koalition des Ministerpräsidenten. Wie die Berliner Zeitung berichtet, gebe sich Woidke diesbezüglich aber unbesorgt und gehe bei den nächsten Abstimmungen von Geschlossenheit aus.

„Ein neues Kapitel für Brandenburg“

Im Koalitionsvertrag „Zusammenhalt, Nachhaltigkeit, Sicherheit – Ein neues Kapitel für Brandenburg“ von CDU, SPD und Grünen stehen alle Zeichen auf Neuanfang. Die neue Regierung möchte aktuell drängende Themen wie den Klimawandel, die Globalisierung, die Digitalisierung, demografische Umbrüche, Nachhaltigkeit und die globale Migration künftig besser zusammenbringen. Um die gesetzten Ziele zu erreichen, wird die Koalition nicht nur auf geplante Maßnahmen wie den Pakt für die Pflege, die Klimastrategie und eine strategisch ausgerichtete Regionalentwicklung zurückgreifen. Auch der direkte Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern ist ein essenzieller Bestandteil des Programms. (sz)

Hinweis: Die Bildunterschrift und den Fotocredit des ersten Bildes können Sie sehen, wenn Sie auf das Foto klicken.  

 

Tesla kommt in die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg

Die Entscheidung ist gefallen: Berlin soll, wenn es nach Tesla-Chef Elon Musk geht,  zum neuen Zukunftsort der Tesla-Fabrik werden. So viel ist klar: Die Metropolregion eignet sich als dynamische Wissenschafts- und Forschungslandschaft gut für das innovative Unternehmen. Und auch die brandenburgischen Grünheide ist ideal für die im Großprojekt von Musk geplanteSchaffung eines europäischen Design- und Entwicklungszentrums. geplant. In den vergangenen Tagen wurde viel darüber berichtet, wir haben die wichtigsten Fakten und Stimmen für Sie zusammengetragen.

Fertigstellung der Tesla-Fabrik bis 2021

Die Ansiedlung des E-Autoherstellers schafft nicht nur rund 10.000 Arbeitsplätze, sondern macht die Hauptstadtregion als Wirtschaftsstandort generell attraktiver. Geplant ist, an dem neuen Standort in Grünheide Batterien für Elektrofahrzeuge zu bauen und das aktuell wichtigste Tesla-Fahrzeug Model 3 auf den europäischen Markt zu bringen. Und das in Rekordzeit – denn wenn alles wie geplant läuft, soll der Standort schon 2021 fertiggestellt werden.

Tesla-Gigafactory stärkt die Metropolregion

Michael Müller, Regierender Bürgermeister, freut sich über die Ansiedlung des Weltkonzerns: „Unsere Investitionen in Wissenschaft und Forschung bescheren Berlin ein neues goldenes Zeitalter. Das zeigt die großartige Entscheidung von Tesla, die Metropolregion Berlin als ihre europäische Entwicklungs- und Produktionsbasis zu wählen. Es ist ein weiterer Beleg für die enorme Attraktivität unseres Innnovationsstandorts, der mit seiner Forschungs- und Wissenschaftsszene geradezu ein Magnet für große Unternehmen geworden ist.“

Auch Prof. Dr. Christian Thomsen, Präsident der Technischen Universität Berlin, ist überzeugt davon, dass Tesla mit der Metropolregion Berlin-Brandenburg die richtige Entscheidung getroffen hat: „Das Signal von Tesla, aber auch die Standorttreue von Siemens mit ihrem 600-Millionen-Projekt, zeigen, dass wir die Tür für eine erfolgreiche und nachhaltige Standortentwicklung geöffnet haben. Dadurch werden auch andere Initiativen angeregt, sich Berlin-Brandenburg zuzuwenden. International wird diese Entwicklung stark beobachtet. Ich gratuliere allen, die die Unternehmensentscheidung von Tesla vorbereitet haben.“

Gemischte Gefühle gegenüber dem Projekt

Der Wirtschaftsminister von Brandenburg, Jörg Steinbach, hat nach eigenen Angaben bereits eine Absichtserklärung mit dem Tesla-Chef unterschrieben. Neben den positiven Rückmeldungen gibt es allerdings auch Kritik an dem Projekt. Wie der Tagesspiegel berichtet, ist Landesparteichef Clemens Rostock skeptisch: „Als Bündnisgrüne schauen wir aber natürlich nicht nur auf den Antrieb, sondern wünschen uns auch energiesparsame Karosserien.“ (sz)

Geringeres Bevölkerungswachstum in der Hauptstadt – Berlin ist trotzdem voll

Die deutsche Metropole ist mit seinen vielfältigen Arbeits- und Bildungsmöglichkeiten ein bedeutender Anziehungsmagnet für Zuziehende aus dem In- und Ausland. Da hilft es nicht gerade, dass die Hauptstadt schon seit Jahren überfüllt ist und mit dem Wohnungsbau nicht hinterherkommt.

Allerdings zeigte sich bei der Fachtagung Bauen und Wohnen des Statistischen Landesamts am Montag im Roten Rathaus, dass Berlin doch nicht mehr so stark wächst wie gedacht. Bis Mitte des Jahres 2019 ist die Bevölkerungszahl der Stadt mit 7.814 mehr Berlinern lediglich um 0,2 Prozent auf knapp 3,6 Millionen Menschen angestiegen. Damit erscheint die Prognose des Senats für das Jahr 2030 mit circa 3,83 Millionen Einwohnern zumindest aktuell nicht mehr utopisch.

Der Berliner Wohnungsmarkt braucht Atempause

Für den Berliner Wohnungsmarkt wäre es wünschenswert, wenn sich die Lage entspannen würde. Denn aktuell müssen Geringverdiener mehr als 40 Prozent ihres Einkommens für die Bezahlung der Miete ausgeben. Außerdem sind die Baulandpreise in den letzten Jahren exorbitant gestiegen – seit 2008 haben sie sich vervierfacht.

Abwanderung aus der Hauptstadt, Bevölkerungswachstum in Brandenburg

In Zusammenhang mit dem geringeren Bevölkerungswachstum in der Hauptstadt steht möglicherweise die Bereinigung des Berliner Melderegisters. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg in einer aktuellen Pressemitteilung angab, wurden im Zuge der Europawahlen im ersten Halbjahr 2019 3.000 weggezogene Anwohner, die sich nicht abgemeldet hatten, aus dem Melderegister gestrichen. Viel entscheidender für das geringere Bevölkerungswachstum sei jedoch eine andere Ursache – die Abwanderung in das benachbarte Brandenburg.

Während die Einwohnerzahl in der Hauptstadt um 0,2 Prozent gesunken ist, ist sie in Brandenburg genau um diesen Wert gestiegen. Dabei fallen zwei Drittel des Zuwachses auf Berlin. Die Entspannung der Wohnsituation in der Hauptstadt scheint aber nun dazu zu führen, dass die Mietpreise im Umland und Brandenburg stark ansteigen. Und nicht nur das – zunehmend verschärfen sich auch das Verkehrsaufkommen und der Kampf um Schul- und Kitaplätze durch die neu Zugezogenen.

Bevölkerungswachstum in Berlin bleibt weiterhin Thema

Wie sich zeigt ist das Thema noch nicht vom Tisch. Berlin ist zwar aktuell keine „Schwarmstadt“ mehr, allerdings ist die Hauptstadt immer noch überfüllt. Außerdem hat auch der Mietendeckel noch ein Wörtchen mitzureden. Denn der vom Senat abgesegnete Beschluss verhindert zwar das Steigen der Wohnpreise in Berlin für die nächsten fünf Jahre, macht die Stadt durch das Eindämmen der Wuchermieten aber eventuell wieder beliebter. (sz)

Die Wirtschaft in der Hauptstadtregion feiert 30 Jahre Mauerfall

Beim traditionellen Jahresempfang der Unternehmensverbände Berlin/Brandenburg (UVB) wurde mit 600 Gästen im KaDeWe das 30-jährige Jubiläum des Mauerfalls und die Verbundenheit der Hauptstadtregion gefeiert. Fazit des Abends: Präsident Dr. Büchner sieht noch großes Wachstumspotenzial für Berlin und Brandenburg.

Hauptstadtregion – Landesgrenze keine Trennungslinie

Vor dem 30. Jubiläum des Mauerfalls haben die Unternehmen in der Hauptstadtregion dazu aufgerufen, das erfolgreiche Zusammenwachsen des Landes stärker zu würdigen. „Berlin und Brandenburg sind heute eine der spannendsten und dynamischsten Regionen in Deutschland. Wir sollten stolz auf das sein, was wir seit 1989 gemeinsam erreicht haben, statt das Trennende zu betonen“, sagte Dr. Frank Büchner, Präsident der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB), bei der Eröffnung des traditionsreichen Bierabends am Mittwochabend im KaDeWe.

„Wirtschaftlich ging es vielen Menschen noch nie so gut.“ Mutige Unternehmer und ihre Beschäftigten in Berlin wie in Brandenburg hätten nach dem Fall der Mauer zusammen die Soziale Marktwirtschaft aufgebaut, befand Dr. Büchner weiter. „Vor allem mittelständische Betriebe aus den Bereichen Industrie, Digitalwirtschaft, Bau, Handel, Logistik, Gesundheitswirtschaft oder Tourismus haben die Region in den vergangenen Jahren wieder ganz nach vorne gebracht“, sagte der Präsident des Spitzenverbands. „Ich bin mir sicher, dass wir in Sachen Produktivität und Innovationen noch vieles erreichen können, wenn auch die Rahmenbedingungen stimmen.“ Berlin und Brandenburg sollten hier noch viel intensiver zusammenarbeiten, die Landesgrenze dürfe keine Hürde sein.

Wirtschaft und Politik aus der Hauptstadtregion zu Gast im KaDeWe

Zu dem Jahresempfang begrüßte er zusammen mit UVB-Hauptgeschäftsführer Christian Amsinck rund 600 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Verwaltung und Medien. Der UVB-Jahresempfang ist eines der wichtigen gesellschaftlichen Ereignisse in der Hauptstadt. Gekommen waren in diesem Jahr der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland, Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey, Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters, die Mitglieder des Berliner Senats sowie der brandenburgischen Landesregierung.

Bierabend des UVB – Harmonie zwischen Politik und Wirtschaft

Besonders begrüßte Dr. Büchner die neu gewählten Abgeordneten des Landtags und wünschte den künftigen Koalitionspartnern SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen viel Glück und Erfolg für ihre Arbeit. Durch verstärkte Investitionen in die Infrastruktur und in die Digitalisierung könne es zukünftig besser gelingen, dass der wachsende Wohlstand überall im Land ankomme. Mit Blick auf Berlin wies Dr. Büchner auf die wirtschaftliche Abschwächung und die konjunkturellen Risiken hin. Im Hinblick darauf müsse das Land alles vermeiden, was den Investitionsstandort belastet. „Angesichts der Beschlüsse zum Mietendeckel sind viele Unternehmen besorgt und verunsichert.“

Die Gäste

Bundes- und Landespolitik waren prominent vertreten u. a. mit: Dr. Franziska Giffey (SPD),  Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Thomas Heilmann (CDU), Mitglied des Deutschen Bundestages, Kai Wegner (CDU), Mitglied des Deutschen Bundestages; Landesvorsitzender CDU Berlin, Christoph Meyer (FDP), Mitglied des Deutschen Bundestages, Landesvorsitzender FDP Berlin, Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin, Ralf Wieland (SPD), Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Ramona Pop (Bü90/Die Grünen), Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Dilek Kalayci (SPD), Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Sandra Scheeres (SPD), Senatorin für Jugend, Bildung und Familie, Regula Lüscher, Staatssekretärin im Ressort Stadtentwicklung und Wohnen, Senatsbaudirektorin, Raled Saleh (SPD), Vorsitzender der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin

Der UVB konnte wichtige Wirtschaftsvertreter aus seinem „herbstlichen Gipfeltreffen“ begrüßen: Markus Voigt, Präsident VBKI, Udo Marin, Geschäftsführer VBKI, Werner Gegenbauer, Aufsichtsratsvorsitzender Unternehmensgruppe Gegenbauer; Präsident Hertha BSC, Gerhard Wilhelm, Sprecher der Geschäftsführung der Spielbank Berlin, Engelbert Lütke Daldrup, Flughafen-Chef, FBB Flughafen Berlin Brandenburg, Matthias Trunk, Vorstandsmitglied GASAG AG, Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsführung Messe Berlin GmbH, Frank Schmeichel, Gründer Business Network und Verleger BERLINboxx-Wirtschaftsmagazin, Christian Andresen, Inhaber The Mandala Hotel, Präsident Hotel- und Gaststättenverband Berlin (DEHOGA), Vera Gäde-Butzlaff, Vorsitzende des Aufsichtsrats von Vivantes, Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Berlin (red)

Trotz harter Debatten im politischen Tagesgeschäft: Beim Bierabend des UVB an der Fotowand einhellige Harmonie zwischen Wirtschaft und Politik – auch die Bundespolitik gab sich die Ehre!

Bild 1: Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters und Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey fankiert von Christian Amsinck, UVB-Hauptgeschäftsführer und Dr. Frank Büchner

Bild 2: Wirtschaftssenatorin Ramona Pop umrahmt von Christian Amsinck, UVB-Hauptgeschäftsführer und Dr. Frank Büchner, Präsident der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB).

Bild 3: Wirtschaft im Einklang! (v.l.n.r.) Christian Amsinck, UVB-Hauptgeschäftsführer, Gerhard Wilhelm, Sprecher der Geschäftsführung der Spielbank Berlin, Dr. Frank Büchner, Präsident der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB)

Potsdam als erste deutsche UNESCO Creative City of Film

Bereits im März war sich Mike Schubert, Oberbürgermeister von Potsdam, sicher, dass seine Stadt den Titel UNESCO Creative City of Film verdient hat. Am 30. Juni hatte die Stadt dann ihre Bewerbung auf den Filmtitel gemeinsam mit der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, dem Filmpark Babelsberg sowie dem Medienboard Berlin-Brandenburg eingereicht.

Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren und zu Potsdam als Filmstadt finden Sie auch in unserem aktuellen Printmagazin!

Die November/Dezember-Ausgabe der BERLINboxx ist jetzt erhältlich.

Jetzt ist es endlich offiziell: Potsdam ist die erste und einzige deutsche UNESCO Creative City of Film. Dies teilte die UNESCO während des World Cities Day Meetings in Paris mit. Und das zu Recht – die Filmstadt in Brandenburg ist mit seinem Studio Babelsberg, dem größten Filmstudio Europas, der UFA und der Deutschen Film AG (DEFA) ein bedeutender Filmstandort.

Die UFA freut sich über die Entscheidung

Der Titel UNESCO Creative City ist in Deutschland eine Premiere. Zwar tragen bereits vier deutsche Städte einen Titel des UNESCO Creative Cities Netzwerks – Berlin als Stadt des Designs, Heidelberg als Stadt der Literatur und Hannover sowie Mannheim als Städte der Musik – allerdings ist Potsdam die erste deutsche Stadt des Films.

Auch die UFA, Deutschlands bedeutendstes Filmunternehmen mit Hauptsitz in Babelsberg, ist begeistert, dass Potsdam den Titel für sich gewinnen konnte. Nico Hofmann, CEO der UFA, äußerte sich stolz: „Wir freuen uns sehr, dass die UNESCO Potsdam zur Creative City of Film ernannt hat. Potsdam ist die Wiege des deutschen Films und damit auch der UFA. Als heutiger führender Programmanbieter mit Sitz in Potsdam werden wir diesen Titel mit Stolz tragen und auch mit Leben füllen.“

Zusammenarbeit mit weiteren Städten des UNESCO Creative Cities Netzwerk

Neben der Landeshauptstadt Brandenburgs erhielten dieses Jahr auch Mumbai in Indien, Valladolid in Spanien sowie Wellington in Neuseeland den Titel. Das 2004 gegründete UNESCO Creative Cities Netzwerk besteht inzwischen aus 180 internationalen Städten in 72 Ländern. Diese Kulturzentren überzeugen in einem der sieben kreativen Bereiche Film, Musik, Design, Gastronomie, Medienkunst, Handwerk oder Literatur. Durch ihre Kooperationen stärken sie die Kulturwirtschaft auf lokaler und internationaler Ebene.

Auch Potsdam will in Zukunft eng mit weiteren Städten des UNESCO Creative Cities Netzwerks zusammenarbeiten. Außerdem sind bereits Termine und weitere Schritte geplant. So soll das Creative Cities Büro seinen Standort an der Filmuniversität erhalten, damit Lehre und Forschung direkt in das Netzwerk fließen können. Die Stadt hat also noch viel vor. Friedhelm Schatz, Chef des Filmparks, ist zuversichtlich, dass Potsdam seine Ideen umsetzen wird: „Wir sind vorbereitet und wollen und können zeigen, dass wir Deutschlands Filmstadt Nr. 1 sind.“ (sz)

Kleiner Bruder oder Musterknabe? Wohnungsbau Potsdam

Die brandenburgische Landeshauptstadt blickt gespannt nach Berlin. Dort wurde nach langem politischem Gezerre nun der Mietendeckel beschlossen. Auch wenn in juristischer Sicht das letzte Wort noch nicht gesprochen ist, soll das neue Gesetz ab Anfang 2020 greifen. Was bedeutet das für den Wohnungsbau Potsdam? Wie ist in der Residenzstadt die aktuelle Wohnungssituation? Diese Fragen stellte sich die Immobilienbranche auf dem Potsdamer Immobilientag, der erstmals in dem neuen Gebäude der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) veranstaltet wurde.

Potsdam in den Top 10 der höchsten Preisanstiege

Alle Daten und Fakten zum Potsdamer Immobilienmarkt sollten auf den Tisch – so das Versprechen der Veranstalter. Und die Zahlen sprechen für sich: Die Postbank prognostizierte in ihrem Wohnatlas 2019 bis 2030 einen jährlichen Preisanstieg im Wohneigentum von 1,68 Prozent. Damit landet Potsdam direkt hinter München (1,7 Prozent), deutschlandweit auf dem siebten Platz der größten Preissteigerer.

Wohnungsbau Potsdam: Noch ist Luft nach oben

Auf dem Panel „Wohnen: Hidden Champions für Wohninvestments Ost“ diskutieren Branchenexperten über die hohen Grundstückspreise und die Entwicklungen im Wohnungsbau in Potsdam. Denn die Zahlen zeigen, dass trotz des hohen Bedarfs in den letzten beiden Jahren weniger Wohnungen fertiggestellt wurden, als in den Jahren zuvor. Aus Sicht von Immobilienprofi Siegfried Nehls, Vorstand und Gründer des Berliner Projektentwicklers SANUS AG, ist diese Tatsache „saisonal bedingt“.

Prestigeprojekte Villa Tummeley und Brauhausberg

Das Unternehmen ist in Potsdam mit zwei absoluten Prestigeprojekten am Start: Die Villa Tummeley und der alte brandenburgische Landtag am Brauhausberg. Die Villa Tummeley, ein historisches Schmuckstück am Tiefen See, wird aktuell saniert und um eine Orangerie erweitert. Die Wohnungen gehören zu den teuersten in ganz Potsdam, aufgrund der Lage und Attraktivität des historischen Bauwerks, das hochwertig saniert wird, verwundert das nicht. Laut Siegfried Nehls sind die Käufer Potsdam eng verbunden und stammen aus der Stadt selbst oder dem unmittelbaren Umfeld. Die Wohnungen in der Villa sind bereits sämtlich verkauft. In der Orangerie sind noch Wohnungen zu haben. Am Brauhausberg sollen 130 Wohnungen, ein Hotel mit 100 Zimmern und Büros für das benachbarte Geoforschungszentrum entstehen. Die SANUS hat bereits einen Kaufvertrag geschlossen, um die Anteile der Eureka zu übernehmen. Die Kaufabwicklung soll bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Siegfried Nehls: „Als Residenzstadt bietet Potsdam eine hohe Lebensqualität und rechtfertigt auch höhere Preise.“ Foto: W&R, Tom Dachs

Aus Sicht von Simon Dietzfelbinger, Geschäftsführer von Drees & Sommer, erklären sich die steigenden Preise durch die Attraktivität des Standorts: „Die Preise bestimmen sich nicht zuletzt durch die Lage und die Qualität der Immobilie. Aus meiner Sicht ist in Potsdam noch Luft nach oben.“

Hohe Baukosten- und Baulandpreise

Ein Faktor, der sich naturgemäß in den hohen Preisen niederschlägt sind die hohen Baukosten und die Preise für Bauland. Für Vincent Mulder von Kondor Wessels lohnt sich der Blick in die Niederlande: „Was die Reduzierung der Baukosten betrifft, ist man in den Niederlanden deutlich weiter als in Deutschland. Hierzulande gibt es 16 verschiedene Baugesetzbücher, in den Niederlanden genau eines, das dann für alle Regionen und Städte gilt. BIM und serielles Bauen sind an vielen Stellen Standard und können die Baukosten erheblich reduzieren. Was den Bau von Sozialwohnungen betrifft, könnte man den Bau beispielsweise von der Mehrwertsteuer befreien.“

Ist Potsdam ein Premiumstandort und sind Kaufinteressenten hier anspruchsvoller als anderswo? „Es gibt viel Lebensqualität in Potsdam: Viel Wasser, Kunst und Kultur, die Nähe zu Berlin“, so Vincent Mulder. „Potsdam ist eine Residenzstadt, insofern ist hier ein Luxussegment entsprechend nachgefragt.“

Regine Thorn sieht Verbesserungsbedarf bei der Verkehrsinfrastruktur. Foto: W&R, Tom Dachs

Verbessungsbedarf gibt es aber auch. Regine Thorn, Geschäftsführerin von Thorn Immobilien, sieht diesen vor allem in der Verkehrsinfrastruktur: „Hier muss noch viel getan werden. Potsdam hat eine hohe Lebensqualität, diese sollte nicht durch ein verkorksten Verkehrskonzept gefährdet werden.“

Auswirkungen des Mietendeckels

Doch was sind nun die Auswirkungen des Berliner Mietendeckels auf Brandenburg im Allgemeinen und den Potsdamer Markt im Besonderen? Dazu waren sich die Experten einig. Sie sehen in dem Mietendeckel einen Wettbewerbsvorteil für Brandenburg. Für Vincent Mulder steht fest, dass „durch den Mietendeckel keine neuen Wohnungen entstehen. Der Druck auf den Berliner Speckgürtel wird steigen.“ Aus Sicht von Siegfried Nehls sind derlei Eingriffe generell schlecht für den Markt: „Investoren in Berlin werden aussteigen und sich nach lohnenderen Möglichkeiten umsehen, zum Beispiel im unmittelbaren Berliner Umland und auch in Potsdam.“ Chancen also für die brandenburgische Landeshauptstadt und viele Nachteile für Berlin? Schadenfreude bleibt bei den Experten jedenfalls aus: „Für die Berliner tut’s mir leid, doch viele Bauträger werden nun im Umland investieren, nicht mehr in Berlin. Potsdam wird davon profitieren“, fasst Regine Thorn die Situation zusammen. (ak)

Verbeamtung gegen den Lehrermangel an Berliner Schulen?

Die Wiedereinführung der Verbeamtung von Lehrern in Berlin ist mittlerweile zu einer Dauerfrage geworden. Während sich Bildungssenatorin Sandra Scheeres für eine Umsetzung des Vorhabens ausspricht, kommt Gegenwind aus den Reihen der Senatsverwaltung für Finanzen. Die Verbeamtung von Lehrern sei eine finanzielle Belastung. Außerdem seien viele Beschäftigte aufgrund ihres hohen Alters oder Krankheit nicht für den Beamtenstatus qualifiziert.

Da sich der Lehrermangel allerdings zunehmend verschärft, muss der Berliner Senat erneut über Mittel diskutieren, wie das Problem des fehlenden Personals angegangen werden kann. Am kommenden Samstag soll daher auf dem Landesparteitag der SPD eine Lösung gefunden werden.

Prekäre Lage in Berliner Schulen – Fachkräftemangel nimmt zu

Ein wesentlicher Grund dafür, dass die Einführung der Verbeamtung nicht mehr so utopisch erscheint wie noch vor einigen Jahren, ist, dass finanzielle Entlastungen für Lehrer nicht auf anderem Wege umgesetzt werden konnten. Wie der Tagesspiegel berichtete, seien laut Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) „Ausgleichsmaßnahmen unabhängig vom Tarifvertrag der Länder (TdL)“ nicht möglich. Berlin könne dadurch seinen Vertrag mit der TdL nicht einhalten.

Außerdem sind immer mehr Quereinsteiger tätig, um dem Lehrermangel entgegenzuwirken. Dadurch kann zwar vorerst das fehlende Fachpersonal ersetzt werden, allerdings ist dadurch nicht die Frage nach qualitativerem Unterricht geklärt. Im Gegenteil – es gestaltet sich immer schwieriger, den geforderten Kompetenzen gerecht zu werde, die Leistungen der Schüler zu verbessern und die hohe Schulabbrecherquote zu minimieren.

Berliner Schüler im Ländervergleich ganz hinten – Nachholbedarf in den MINT-Fächern

Auch die gerade veröffentlichten Ergebnisse des Instituts für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) zu den Ländervergleichsarbeiten in der 9. Jahrgangsstufe sprechen für sich. Berlin schneidet dabei vor allem in den MINT-Fächern schlecht ab.  Sven Weickert, Geschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) gibt sich angesichts der ungenügenden Leistungen besorgt: „Die Leistungen der Neuntklässler aus der Hauptstadtregion in den MINT-Fächern geben Anlass zu großer Sorge. In Mathematik verfehlt jeder dritte Berliner und jeder vierte Brandenburger Schüler selbst den Mindeststandard. In Chemie, Physik und Biologie hat Berlin die rote Laterne. Brandenburg kommt über einen Platz im Mittelfeld nicht hinaus.“

Deshalb sieht er die aktuelle Lage als Ansporn für die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, die Qualität der Schulen zu verbessern: „Das schlechte Abschneiden der Berliner Schüler ist ein weiterer Beleg dafür, wie wichtig eine signifikante Qualitätsverbesserung an den Schulen in der Hauptstadt ist. Die gerade von der Bildungssenatorin eingesetzte Qualitätskommission steht also vor großen Aufgaben.“ (sz)

GASAG zieht auf den EUREF-Campus – für eine CO2-neutrale Energiezukunft

Im Jahr 2021 ist es endlich soweit – die GASAG AG, führender Netzbetreiber und Energiedienstleister in Berlin-Brandenburg, zieht mit seinem Unternehmenssitz auf den EUREF-Campus. Am 19.09. konnte schon mal Richtfest für die Unternehmenszentrale gefeiert werden.

Schon seit 2014 ist deren Tochtergesellschaft GASAG Solution Plus für das Energiekonzept des gesamten Quartiers verantwortlich. Dort sollen zukünftig helle Köpfe an klimaneutralen Konzepten arbeiten, um sich einer CO2-freien Energiezukunft zu nähern.

Letzte Vorbereitungen für das GASAG Energiequartier

Damit sich bald rund 1.200 Mitarbeiter in den hochmodernen Bürogebäuden einrichten können, laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Ende 2020 sollen die Arbeiten an dem „GASAG Energiequartier“ abgeschlossen sein. Svenja Schulze, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit blickt der Zukunft am neuen Standort positiv entgegen: „Der EUREF-Campus ist heute schon ein innovativer und pulsierender Ort in der Hauptstadt. Als Unternehmen, das Wandel als Ansporn begreift, gestaltet die GASAG die Energiewende mit.“

EUREF-Campus als hochmodernes und klimaneutrales Energiequartier

Neben der GASAG-AG, die rund 700 Mitarbeiter*Innen mitbringt, soll auch die Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg zukünftig mit etwa 500 Mitarbeiter*Innen am Standort einziehen. In den neuen Bürogebäuden steht den Energielieferanten dann insgesamt eine Fläche von über 20.000 Quadratmetern zur Verfügung.

Richtfest für das GASAG Energiequartier auf dem EUREF-Campus

Richtfest: Beim Richtfest für das ‚GASAG Energiequartier‘ schneiden Dr. Gerhard Holtmeier und Reinhard Müller die Torte an. | Foto: GASAG

Der Campus überzeugt außerdem mit einer hochmodernen Gebäudetechnik sowie einer Stromversorgung aus erneuerbaren Energien. Damit ist er ein Vorreiter für die geplante Energiewende und die Erfüllung der CO2-Klimaziele für das Jahr 2050. Vorstandsvorsitzender der GASAG AG, Dr. Gerhard Holtmeier, ist überzeugt von der Effizienz des neuen Campus: „Wir ziehen an einen Standort, an dem wir belegen können, dass eine CO2-neutrale Zukunft schon heute möglich ist.“

Traditionsreicher Standort wird zum Energiequartier der Zukunft

Auf dem EUREF-Campus, wo bis in die 1940er Jahre noch im Gasometer das Stadtgas produziert wurde, forschen bereits seit 2008 über 3.500 Beschäftigte von Unternehmen und Start-ups an innovativen Energiekonzepten. Um weiterhin möglichst wirkungsvoll an energieeffizienten und emissionsarmen Plänen zu arbeiten, werden dort die Prinzipien Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Digitalisierung vereint. Hochmoderne Technologien machen eine klimafreundliche Versorgung mit Wärme, Mobilität und Strom möglich und rücken eine klimaneutrale Zukunft in greifbare Nähe.

Bei der Entwicklung zahlreicher Konzepte spielten auch die Mitarbeiter*Innen eine zentrale Rolle. Sie waren unter anderem maßgeblich an der Namensvergabe des „GASAG Energiequartiers“ und des „NBB Netzquartiers“ beteiligt. Außerdem leisteten sie auch einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung der räumlichen Gestaltung. Seit September dieses Jahres können die Mitarbeiter*Innen den neuen Arbeitsraum am aktuellen Standort am Hackeschen Markt probeweise auf Pilotflächen testen und sich selbst ein Bild über die neuen Büroräume machen. (sz)

100-jähriges Jubiläum Groß-Berlin – Internationaler Städtebauwettbewerb „Berlin-Brandenburg 2070“

Groß-Berlin, so wie wir es heute kennen, wird im nächsten Jahr 100 Jahre. Anlässlich des Jubiläums plant die Stadt Berlin, im Rahmen eines internationalen Architekturwettbewerbs, innovative Ideen für die zukünftige Stadtentwicklung vorzustellen.

100 Jahre Groß-Berlin – eine Geschichte von Stadtentwicklern

Bereits 1910 widmeten sich ambitionierte Denker der Entwicklung des Stadtbilds und legten grundlegende Bausteine für die städtebauliche Gestaltung Berlins. Ziel des bevorstehenden Events ist es, nachhaltige Visionen für die rasant wachsende Metropolregion im Jahr 2070 zu entwickeln.

Der Wettbewerb wurde von dem Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin (AIV) auf den Weg gebracht. Laut Vorsitzendem Tobias Nöfer läge die Wichtigkeit dieser Veranstaltung darin, dass die Großstadtregion von morgen nur mit vereinten Kräften lebenswert gestaltet werden könne.

Bis April nächsten Jahres müssen alle Beiträge und strategischen Überlegungen der Teilnehmenden zu den städtebaulichen Vorstellungen eingereicht werden.

Ausstellung „100 Jahre (Groß-)Berlin. Ein unvollendetes Projekt“

Mit der öffentlich zugänglichen Ausstellung „100 Jahre (Groß-)Berlin. Ein unvollendetes Projekt“ im Kronprinzenpalais in Berlin-Mitte ab dem 01. Oktober bis Ende des Jahres 2020 findet der internationale Städtebauwettbewerb seinen Höhepunkt. Neben der Vorstellung der Wettbewerbsbeiträge sind hier Besonderheiten im Stadtbild der Metropole zu sehen. Zu bestaunen sind unter anderem die Berliner „Mietskasernen“, zahlreiche Grünflächen und UNESCO-Welterbesiedlungen. Im Rahmen der Ausstellung wird auch der Gewinner des ersten Platzes bekannt gegeben, der sich über eine stattliche Summe von 70.000 Euro freuen kann.

Groß-Berlin 2020 – Städtebaulichen Herausforderungen mit nachhaltigen Ideen entgegentreten

Der Wettbewerb wird von einigen Kolloquien begleitet. Dort können Fragen zu relevanten Themen wie Mobilität in der Region, Klima und Energie, oder Wohnen und Arbeiten diskutiert werden. Mit Hinblick auf die zunehmende Digitalisierung, den Klimawandel und das Städtewachstum debattieren fachliche und zivilgesellschaftliche Vertreter Ideen für die zukünftige Entwicklung der Metropole. Die Teilnehmenden stellen sich brennenden Fragen nach der Vereinbarkeit von Verkehr mit dem Ziel der Klimaneutralität Berlins, oder begeben sich auf die Suche nach der Umsetzung einer digitalen Vernetzung von Wohnen, Arbeiten und Wissenschaft.

Partner des Projekts sind die Technische Universität Berlin, das Leibnizinstitut für Raumbezogene Sozialforschung und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen Berlin. Zu den Sponsoren zählen bisher unter anderem die Berliner Volksbank, die Deutsche Bahn, die Copro-Gruppe und alle landeseigenen Berliner Wohnungsbaugesellschaften. (sz)

 

Landtagswahl Brandenburg – Die Spitzenkandidaten

Im September wählt Brandenburg einen neuen Landtag. Nach aktuellen Umfragen könnte es diesmal knapp für eine rot-rote Koalition werden. Hier ein Überblick über die Spitzenkandidaten.

SPD

Landtagswahl Brandenburg Dr. Dietmar Woidke

Dr. Dietmar Woidke – SPD – Kandidat bei der Landtagswahl Brandenburg | Foto: Die Hoffotografen GmbH

Name: Dr. Dietmar Woidke

Geburtsdatum und -ort: 22. Oktober 1961 in Naundorf bei Forst

Beruf und Berufung: Ministerpräsident des Landes Brandenburg

Dietmar Woidke ist promovierter Agrarwissenschaftler und seit 1993 Mitglied der SPD. Von 2009 bis 2010 war er als Vorsitzender der SPD-Fraktion und Mitglied des Präsidiums des Landtages Brandenburg tätig. Anschließend arbeitete er als Minister des Innern des Landes Brandenburg, bevor er 2013 die Position des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg übernahm.

Die Haupthemen der SPD für die kommende Landtagswahl sind Zusammenhalt, Bildung, Infrastruktur und Gesundheit. Teil des Wahlprogramms sind die Abschaffung der Kitabeiträge, kostenlose Bildung, die Einstellung von 1.600 zusätzlichen Erziehern und 400 Lehrern und die bessere Ausbildung von Feuerwehrleuten.

Kathrin Dannenberg Landtagswahl Brandenburg

Kathrin Dannenberg – Kandidatin der Linken bei der Landtagswahl Brandenburg | Foto: Ben Gross

DIE LINKE

Name: Kathrin Dannenberg

Geburtsdatum und -ort: 12. August 1966 in Leisnig

Beruf und Berufung: Lehrerin, Politikerin

Nach ihrem erfolgreich abgeschlossenen Studium als Diplomlehrerin für Sport und Geschichte, war sie seit 1990 als Lehrerin für Geschichte, Sport sowie Lebensgestaltung-Ethik und Religionskunde tätig. 2010 wurde sie mit dem Deutschen Lehrerpreis ausgezeichnet.

Für Kathrin Dannenberg steht die Bildung der zukünftigen Generationen im Mittelpunkt. Sie tritt an für ein kostenfreies Mittagessen, kostenfreie Schülerbeförderung und beitragsfreie Kitas. Denn Bildung dürfe, laut Dannenberg, niemals vom Gehalt der Eltern abhängen.

Ursula NonnemacherLandtagswahl Brandenburg

Ursula Nonnemacher Kandidatin der Grünen bei der Landtagswahl Brandenburg | Foto: Ursula Nonnemacher

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Name: Ursula Nonnemacher

Geburtsdatum und -ort: 29.06.1957 in Wiesbaden

Beruf und Berufung: Ärztin, Politikerin

Ursula Nonnemacher war nach Abschluss ihres Studiums als Fachärztin in Berlin tätig. Seit 1997 ist sie Mitglied der Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Seitdem vertritt sie ihre Fraktion im Ausschuss für Inneres und Kommunales, im Ausschuss für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, in der Parlamentarischen Kontrollkommission und dem NSU-Untersuchungsausschuss. Seit Dezember 2017 ist sie zudem Fraktionsvorsitzende der Bündnisgrünen Landtagsfraktion.

Ursula Nonnemacher liegen besonders die Themen Pflege und Gesundheitsversorgung, Gleichstellung von Frauen und der Kampf gegen den Rechtspopulismus am Herzen. Sie spricht sich für den Kohleausstieg, ein Tempolimit und die Reduzierung von Luftschadstoffen aus.

Ingo Senftleben

Ingo Senftleben – CDU- Kandidat bei der Landtagswahl Brandenburg | Foto: CDU-Landesverband Brandenburg

CDU

Name: Ingo Senftleben

Geburtsdatum und -ort: 10. August 1974 in Großenhain

Beruf und Berufung: Politiker, Hochbautechniker

Nach seinem Abitur machte Ingo Senftleben eine Berufsausbildung als Maurer. Anschließend war er als Baufacharbeiter tätig, bis er ein Fernstudium der Hochbautechnik begann, dass er als Hochbautechniker abschloss. 1997 folgte sein Eintritt in die CDU. Seit 2005 ist er Mitglied im Landesvorstand der CDU Brandenburg, seit 2009 Mitglied im Präsidium des Landtages Brandenburg und seit 2015 Landesvorsitzender der CDU Brandenburg.

Für die Landtagswahl 2019 will er mit Bildung Chancen schaffen, Familien unterstützen, ehrenamtliches Engagement stärker würdigen, sowie das Vertrauen in Politik und Politiker verbessern.

Foto: CDU-Landesverband Brandenburg

Hans-Peter Goetz Landtagswahl Brandenburg

Hans-Peter Goetz – FDP- Kandidat bei der Landtagswahl Brandenburg | Foto: Kevin Schneider via Pixabay

FDP

Name: Hans-Peter Goetz

Geburtsdatum und –ort: 29. Juni 1961 in Magdeburg

Beruf und Berufung: Rechtsanwalt, Politiker

Der Rechtswissenschaftler Hans-Peter Goetz arbeitet seit Abschluss seines Studiums als Rechtsanwalt in Teltow mit dem Schwerpunkt Verwaltungsrecht. Seit 1997 ist er Mitglied der FDP und seit 2013 stellvertretender Landesvorsitzender der FDP Brandenburg. Von 2009 bis 2014 war er Mitglied des Landtages Brandenburg.

Er möchte das Bauen billiger machen und dafür sorgen, dass der Strom nicht immer teurer wird. Weiterhin möchte er sich für gutes und schnelles Internet in ganz Brandenburg einsetzen, sowie dass der Unterricht regelmäßig stattfindet. Er positioniert sich gegen Online-Durchsuchungen, aber für eine starke Polizei.

Andreas Kalbitz (MdL Brandenburg)

AfD

Name: Andreas Kalbitz

Geburtsdatum und -ort: 17. November 1972 in München

Beruf und Berufung: Soldat, IT-Berater, Politiker

Andreas Kalbitz war zunächst von 1994 bis 2006 Zeitsoldat. Danach begann er nach eigener Aussage ein Informatikstudium an der Fachhochschule Brandenburg. Von 2006 bis 2008 absolvierte Kalbitz eine Berufsausbildung zum Medienkaufmann Digital und Print. Von 2009 bis 2013 war er Geschäftsführer des Hörbuchverlages Edition Apollon in Königs Wusterhausen. Nach der Insolvenz des Verlages arbeitete er freiberuflich als IT-Berater. Seit 2017 ist Kalbitz Landesvorsitzender und Fraktionsvorsitzender der AfD Brandenburg. Seit Dezember 2017 ist er einer von sechs Beisitzern im AfD-Bundesvorstand.

Kalbitz gilt als „stramm rechtsaußen“ und will mit preußischen Tugenden wie Bescheidenheit, Disziplin und Pünktlichkeit im Osten die Wende vollenden.  Zu den Forderungen der AfD in Brandenburg zählen unter anderem Sach- statt Geldleistungen für Asylbewerber, Vollzug von Abschiebungen auf Landesebene, die Schaffung von Anreizen für Polizisten, in Brandenburg zu arbeiten,  komplett beitragsfreie Kitas, einen Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs und die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge.

Foto: Wikipedia.org, Urheber: Professusductus. Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Andreas_Kalbitz_2016.jpg