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„Berlin hat sich zum Zukunftslabor Deutschlands entwickelt“

Im Gespräch mit Barbro Dreher, Staatssekretärin für Wirtschaft, Energie und Betriebe

Seit dem 13. Februar 2019 ist Barbro Dreher die neue Staatssekretärin für Wirtschaft, Energie und Betriebe an der Seite von Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Bündnis 90/ Die Grünen). Die BERLINboxx hat mir ihr über ihre Ziele, große Herausforderungen, die Berliner Verwaltung und über Messen und Kongresse in der Hauptstadt gesprochen.

Gut drei Monate sind Sie jetzt im Amt. Welche Ziele haben Sie sich gesetzt? Können Sie schon eine erste Bilanz ziehen?

Mein Ziel ist, die erforderlichen Schritte zur Verstetigung des Wirtschaftsaufschwungs einzuleiten und die Berliner Wirtschaft dort zu unterstützen, wo sie unsere Unterstützung braucht. Denn wo Arbeitsplätze fehlen, wird Wachstum nicht möglich sein. Die Herausforderungen auch der notwendigen Digitalisierung innerhalb der Wirtschaftszweige sind groß und können nur gemeinsam gestemmt werden.

Die Neuansiedlung von Unternehmen – vor allem in unseren elf Zukunftsorten muss begleitet und erfolgreich werden. Und nach gut drei Monaten bin ich da sehr zuversichtlich, dass uns das gelingen wird.

Wo liegen die aktuell größten Herausforderungen des Wirtschaftsstandortes Berlin?

Mit dem Wirtschaftsstandort Berlin geht es endlich wieder aufwärts. Wir haben einen radikalen strukturellen Wandel hinter uns. Seit fünf Jahren wächst die Berliner Wirtschaft sogar schneller als im Bundesdurchschnitt. Die Entwicklung kommt bei den Berlinerinnen und Berlinern an: In den letzten beiden Jahren entstanden rund 100.000 neue Arbeitsplätze. Auch bei Unternehmensgründungen ist Berlin im Bundesvergleich ganz vorn, insbesondere bei Digitalunternehmen und Startups. Diese positive Entwicklung der wachsenden Stadt hat gleichzeitig zur Folge, dass es enger wird in der Stadt. Flächen werden knapp und es entstehen Konkurrenzen, zum Beispiel zwischen einem unternehmerischen Investitionsvorhaben und dem Bedarf eines Wohngebäudes. Bei aller Unterstützung hierfür dürfen wir die Arbeitsplatzentwicklung nicht aus dem Blick verlieren. Um die Potenziale unseres dynamischen Wirtschaftswachstums weiterhin ausschöpfen und einen weiteren Arbeitsplatzzuwachs zu erreichen, ist ein ausreichendes Flächenangebot für die Sicherung, Erweiterung und Neuansiedlung von Unternehmen unser prioritäres Anliegen. Daher verfolgen wir einer engagierten Gewerbeflächenpolitik, setzen uns für die planerische Sicherung von Flächen ein und stellen Mittel für den Ankauf von Gewerbeflächen bereit.

Hiermit umzugehen und für alle Beteiligten annehmbare Lösungen zu finden, ist nicht immer leicht und bedarf eines kooperativen Politikstils aller Beteiligten.

Wie will der rot-rot-grüne Senat dafür sorgen, dass die Berliner Wirtschaft auch nachhaltig von dem aktuellen Boom profitiert?

Ökonomisch hat Berlin tatsächlich die Wende geschafft, hat sich von der Hauptstadt der Probleme zum Zukunftslabor Deutschlands gewandelt. Zentrale Quellen dieses Erfolgs sind sicherlich die exzellente Forschungslandschaft und die sehr innovative Kreativ- und Digitalwirtschaft. Hier haben wir anderen Metropolen einiges voraus. Jetzt kommt es darauf an, die positive Entwicklung in den Unternehmen und für den Arbeitsmarkt zu verstetigen und dafür Sorge zu tragen, dass möglichst viele Berlinerinnen und Berliner davon profitieren. Deshalb haben wir das Jahrzehnt der Investitionen ausgerufen. Wir investieren in die Stadt von morgen, in Wohnungen, Schulen, Verkehrswege und die öffentliche Versorgung mit dem Ziel, die Stadt auch für zukünftige Generationen lebenswert und dynamisch zu gestalten. Aus wirtschaftspolitscher Sicht geht es dabei vor allem darum, die Infrastruktur des Standorts Berlin so zu gestalten, dass sie auch in Zukunft als wettbewerbsfähige Plattform und für einen stabilen Wachstumsprozess dienen kann. Digitalisierung ist vor allem ein Metropolenthema und damit für Berlin die große Chance, Vorreiter und Richtungsgeber bei neuen, die zukünftige Wettbewerbsposition bestimmenden Entwicklungen zu sein.

Zukunftslabor Berlin

Die Berliner Wirtschaft macht sich bereits für die Zukunft | Foto: Bild von Pexels auf Pixabay

Sie gehören seit 1977 der Berliner Verwaltung an. Was sind nach Ihrer Wahrnehmung die besonderen Herausforderungen der Berliner Verwaltung? Gibt es grundsätzliches, was Sie an der Berliner Verwaltungsstruktur ändern würden?

Die Beschäftigten der Berliner Verwaltung – das erst mal vorweg – sind oftmals viel besser als ihr Ruf. Häufig müssen sie zu Unrecht den Kopf für Dinge hinhalten, die an ganz anderen Stellen schiefgelaufen sind. Dennoch gibt es immer etwas zu verbessern. Der Berliner Senat hat kürzlich den „Zukunftspakt Verwaltung“ verabschiedet, in dem es ganz konkret um Vereinheitlichung von Prozessen, die deutlich beschleunigte Digitalisierung von Dienstleistungen und den Abbau von unklaren Zuständigkeiten geht. Bekommen wir das alles zügig auf den Weg, wird auch die Wahrnehmung der Verwaltung in der Öffentlichkeit eine andere, eine bessere, werden. Daran will ich aktiv mitwirken.

Die Messe Berlin GmbH gehört zu 99,70 Prozent dem Land Berlin. Welche Bedeutung hat der Messebetrieb für die Hauptstadt?

Eine Messe ist immer ein Aushängeschild der Wirtschaft einer Stadt. Die Messe ist der Salon, in den die Stadt ihre Handelspartnerinnen und Handelspartner einlädt, um sich über die neuesten Entwicklungen in dem jeweiligen Wirtschaftszweig zu informieren. Die Ausstellerinnen und Aussteller können ihren Kundinnen und Kunden präsentieren, was sie anzubieten haben und um sich zu vergleichen, wo Mitbewerberinnen und Mitbewerber stehen. Der Messegast möchte von der neuen Waren- und Dienstleistungswelt inspiriert werden und zwischen verschiedenen Angeboten eine Auswahl treffen können. Schließlich lebt eine Messe von der Begeisterung, die sie bei den Messebesucherinnen und Messebesuchern auslöst. Berlin beheimatet eine Reihe von Messen, die mit ihrem offenen Publikumscharakter ganz hervorragend in die deutsche Hauptstadt passen. Seien es die Internationale Funkausstellung, die ITB-Berlin oder die Internationale Grüne Woche, die regelmäßig hunderttausende Messegäste in die Hauptstadtregion locken und begeistern.

Mit dem Betrieb einer Messe werden stets vielfältige wirtschaftliche Dimensionen angesprochen: Messen haben eine ganz direkte wirtschaftliche Bedeutung für die Unternehmen, die als Ausstellerinnen und Aussteller für das Waren- und Dienstleistungsangebot einer Messe sorgen. Diese Unternehmen hoffen auf neue Aufträge und Verkäufe, die ihnen ihre zukünftigen Umsätze sichern. Nicht nur die Ausstellerinnen und Aussteller sowie Kundinnen und Kunden profitieren von einer Messe. Es ist auch immer der Messestandort selbst. Viele Wirtschaftsbereiche profitieren unmittelbar von den anreisenden Besuchern. Dazu gehören vor allem die Bereiche, die mit den Messe-Gästen Kontakt haben, wie die Hotellerie, die Gastronomie oder die vielen Transportunternehmen. Berlin wird eine bedeutende Messestadt bleiben – in Deutschland die wichtigste.

Welche Messe würden Sie gerne nach Berlin holen? Gibt es eine Messe-/Kongressveranstaltung, die Ihnen besonders am Herzen liegt?

Berlin ist ein attraktiver Messe- und Kongressstandort, auch international. Die Entwicklung einer weiteren großen Leitmesse in und für Berlin, mit der Berlin die Attraktivität, Professionalität, Offenheit und Nachhaltigkeit dieser Stadt beweisen kann, liegt mir daher sehr am Herzen. Berlin positioniert sich vor allem – aber nicht nur – bei Kongressen der Gesundheitswirtschaft und -verbände, der IT-Branche und der politischen Foren als beliebte Tagungsmetropole. Dahinter steht neben der Attraktivität des Standorts die erfolgreiche Akquisearbeit des Berlin Convention Office von visitBerlin.

Gegenüber 2017 ist die Zahl der Tagungen und Kongresse 2018 um 2,3 Prozent gestiegen. Wo liegt Ihrer Meinung nach die Anziehungskraft der Hauptstadt für diese Art von Veranstaltungen?

Früher spielte die touristische Attraktivität einer Kongressstadt eine nicht unwesentliche Rolle für die Entscheidung der Veranstalter für eine Stadt, gerade bei Incentives. Heute haben Aspekte wie Professionalität von Location, Dienstleistern und Hotellerie noch mehr an Bedeutung gewonnen. Berlin hat beides zu bieten. Es ist als Stadt selbst schon ein echter Magnet, auch nach dem zweiten und dritten Besuch. Und im Laufe der Zeit hat die MICE-Branche – Meetings, Incentives, Conventions, Exhibitions – einen Grad an Professionalität und Leistungskraft erreicht, die Berlin europa- und weltweit in der Spitzenliga mitspielen lässt.

Moderne Kongresshotels und Veranstaltungsräume, Spitzen-Caterer und technische Dienstleister aller Art machen das möglich. Dass die Hotellandschaft internationalen Standards genügt und eine auch auf Spitzenzeiten ausgelegte Bettenzahl bietet, setze ich dabei schon als selbstverständlich voraus. Um das alles bei potentiellen Veranstaltern richtig zur Geltung zu bringen, haben sich die Verwaltung, visitBerlin und die Berliner Hotels in einer Kongresscharta zusammengefunden und machen den Veranstaltern ein professionelles Service-Angebot. Und noch ein Aspekt, der seit einiger Zeit für uns an Bedeutung gewinnt, spricht für Berlin: Wir sind dabei, uns auch als nachhaltige Tagungsmetropole in der Spitzengruppe zu positionieren. Verantwortungsbewusste Veranstalter legen Wert auf ökologischen Umgang mit Themen wie Anreise zur Tagungsstätte, Catering ohne Verschwendung von Ressourcen und Vermeidung von Abfall sowie eine bewusste Planung der CO2-Bilanz des Tagungsformats. Auch das fördern wir durch die GREEN MEETING-Plattform, Beratung und Vernetzung durch das Berlin Convention Office. (aw)

Klassisches Spiel in allen Standorten der Spielbank Berlin

Die Spielbank Berlin hat ihr Spielangebot in den Nebenstandorten in der Ellipse Spandau und am Los-Angeles-Platz neu ausgerichtet. Mit der neuen Spielbankkonzession, die den Spielbetrieb der Spielbank Berlin seit Januar 2018 neu geregelt hat und bis Ende 2032 gilt, ist das Angebot des Klassischen Spiels wie Roulette, Black Jack und Poker für alle Standorte vorgesehen. Die Erfahrungen mit den bisherigen Spielangeboten des Klassischen Spiels in den Standorten in der Ellipse Spandau sowie am Los-Angeles-Platz wurden nun einer kritischen Überprüfung unterzogen und neu ausgerichtet.

Ab sofort wird das sogenannten klassische Spiel auch in Spandau angeboten. Foto: Spielbank Berlin

Klassisches Spiel: Poker, Black Jack und Roulette

Ab sofort bietet die Spielbank Berlin in dem Standort in der Ellipse Spandau neben dem umfangreichen Automatenspiel auch Black Jack, Ultimate-Texas-Hold´em und Poker Cashgames an insgesamt vier Tischen an. In dem Standort am Los-Angeles-Platz, unweit des Kurfürstendamms, wurde das bestehende Angebot aus Spielautomaten und Roulette-Stationen mit Live-Dealern nun um American Roulette und Black Jack an insgesamt ebenfalls vier Spieltischen erweitert.

Die Spielbank Berlin ist auch am Los-Angeles-Platz, unweit des Kudamms, zu finden. Foto: Spielbank Berlin

Neuausrichtung durch Kundenwünsche

„Mit dieser Maßnahme haben wir gezeigt, dass wir in unseren Standorten flexibel auf die Wünsche unserer Gäste reagieren können. Die ursprünglich in den Nebenstandorten angebotenen Spiele des Klassischen Spiels wurden nicht so gut angenommen wie von uns ursprünglich erwartet. Aus diesem Grund haben wir – entsprechend der Rückmeldungen unserer Gäste sowie der Kolleginnen und Kollegen in den Standorten das Spielangebot neu ausgerichtet“, so Gerhard Wilhelm, Geschäftsführer der Spielbank Berlin. „Es ist unser Anspruch, in all unseren Standorten nicht nur ein reguliertes und verantwortungsbewusstes Spielangebot sicherzustellen, sondern insbesondere auch ein Spielangebot darzustellen, das den Erwartungen und Wünschen unserer Gäste entspricht und so ein attraktives und spannendes Spielerlebnis für Berlinerinnen und Berliner sowie für die Besucher unserer Stadt zu schaffen.“

Vier Standorte der Spielbank Berlin in der Hauptstadt

Alle Standorte der Spielbank Berlin sind zentral gelegen und bieten den Gästen ein außergewöhnliches und sicheres Spielerlebnis. Zusätzlich zu den Standorten in der Ellipse Spandau und am Los-Angeles-Platz betreibt die Spielbank Berlin in der Hauptstadt mit dem Haupthaus am Potsdamer Platz und der Spielbank im Fernsehturm am Alexanderplatz insgesamt vier Spielbankstandorte in der Bundeshauptstadt. Über 500 Mitarbeiter begrüßen in den vier Standorten jährlich rund 600.000 Gäste. Damit ist die Spielbank Berlin eine der erfolgreichsten und größten Spielbanken Deutschlands. (red)

Immer mehr Berliner ziehen nach Brandenburg

Anscheinend zieht es nicht nur Störche nach Brandenburg. Auch immer Berliner entfliehen den hohen Mieten in der Hauptstadt und verlegen ihren Wohnsitz in das Nachbarbundesland. Das ergaben die jüngsten Daten des Bundesamts für Statistik.

Bundesamt für Statistik veröffentlicht Wanderungszahlen für Berlin

Wie in jeden Jahr hat das Bundesamt für Statistik hat nun die Wanderungszahlen vorgelegt. Allein auf die innerdeutsche Bevölkerungswanderung bezogen, sind aus Berlin im vergangenen Jahr mehr Menschen vorgezogen als neue Bewohner hinzugekommen. So lebten Ende 2018 etwa 8.000 Menschen weniger in Berlin als noch im Jahr zuvor.

Dennoch hat Berlin in den vergangenen zwei Jahren an Bevölkerung zugelegt. Rund 109.000 Menschen sind aus dem Ausland in die Hauptstadt gezogen. Zu ihnen gehören Flüchtlinge, EU-Bürger und Arbeitnehmer aus der ganzen Welt. Gleichzeitig sind etwa 71.000 Menschen aus Berlin ins Ausland gegangen. In der Gesamtbilanz ist Berlin dadurch im Vergleich zum Vorjahr um 31.000 Personen gewachsen.

Dass die Berliner Bevölkerung deutlich langsamer anwächst, läge, so Martin Axnick, Referent für Bevölkerungsstatistiken im Berliner Landesamt für Statistik daran, dass weniger Menschen aus dem Ausland in die Hauptstadt und immer mehr Berliner nach Brandenburg ziehen.

Brandenburg – kein Bundesland hat mehr Zuzügler

Im vergangenen Jahr sind rund 33.000 Berliner nach Brandenburg gezogen. Damit bilden sie die größte Gruppe der Zuzügler nach Brandenburg. Insgesamt wohnten 2018 etwa 15.000 Menschen mehr in Brandenburg als im Vorjahr. In Vergleich: Kein anderes deutsches Bundesland profitierte so sehr von innerdeutscher Zuwanderung. Den Großteil der Berliner zieht es in den Speckgürtel. Doch auch weiter entfernte Städte wie Eberswalde und Neuruppin sind sehr beliebt.

Dennoch stehen in Brandenburg tausende Wohnungen leer

Trotz des starken Zuzugs stehen landesweit noch immer rund 27.000 Wohnungen leer. In diesen Wohnungen könnten rund 60.000 Menschen wohnen – das entspricht in etwa der Größe einer Stadt wie Frankfurt (Oder).

„Es geht darum, Wachstum gleichmäßig zu verteilen und die Voraussetzungen dafür zu verbessern, dass hier keine Region den Anschluss verliert“, sagte Maren Kern, Vorstand des Verbands Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen, bei der Vorstellung der Jahresbilanz.

Der dringendste Handlungsbedarf besteht vor allem im Ausbau von Nahverkehrs- Bildungs- und Sozialinfrastruktur sowie in der regionalen Wirtschaftsförderung, damit Brandenburg nachhaltig attraktiv bleibt. (aw)

Casino statt Pferdewetten: Sponsor Spielbank Berlin auf dem Schlagerhammer-Festival in Hoppegarten

Schon 1868 konnte die Traditionsrennbahn in Hoppegarten neben Wilhelm I. und Otto von Bismarck die zahlreichen Zuschauer begeistern und auch heute noch drücken die Pferdesportfans den Rennpferden und Jockeys, auf die sie gewettet haben, die Daumen. Am vergangenen Wochenende jedoch verwandelte sich die historische Galopprennbahn in Hoppegarten in ein riesiges Schlager-Sommerfest mit vielen Attraktionen. Schon das Line-Up war beeindruckend: Sämtliche Größen der Schlagerszene gaben sich die Ehre und spielten ihre Hits auf dem Schlagerhammer-Festival. Marianne Rosenberg, Michelle, Michael Wendler, Beatrice Egli, Bernhard Brink, Ella Endlich, Vincent Gross, Feuerherz, Anna-Carina Woitschak und die Kultbands Karat sowie Dschinghis Khan standen auf der Showbühne und sorgen für ausgelassene Stimmung unter den mehr als 20.000 Schlager-Fans.

Hauptgewinn war eine Kreuzfahrt von TUI Cruises: v.l.n.r. Normen Sträche, Programmchef und Moderator bei Radio B2, David Schnabel, Geschäftsführer Spielbank Berlin, Oliver Dunk, Geschäftsführer Radio B2. Foto: offenblende/Spielbank Berlin

Casino-Feeling auf dem Festivalgelände

Mittendrin die Spielbank Berlin, die nicht nur als Sponsor das Festival unterstützte, sondern auch mit dem „Casino on Tour“-Team eigens eine Spielbank-Lounge auf dem Festivalgelände aufgebaut hatte. Glücksspiel-Fans konnten dort angewiesen durch professionelle Croupiers und Dealer Roulette spielen, sich an den Spielautomaten vergnügen oder ganz klassisch das Glücksrad drehen. Highlight war die Verlosung einer Kreuzfahrt auf der Mein Schiff® von TUI Cruises, die in Kooperation mit TUI ausgespielt wurde.

Spielbank Geschäftsführer David Schnabel mit Moderatorin Inka Bause. Foto: offenblende/Spielbank Berlin

Schlager + Glücksspiel = Begeisterte Gäste

Spielbank Geschäftsführer David Schnabel freute sich über die gelungene Veranstaltung und viele glückliche Gesichter: „Die Spielbank Berlin ist seit mehr als vierzig Jahren ein zuverlässiger Partner der Stadt Berlin. Wir betreiben in der Hauptstadt vier Spielbanken und sind damit ein Anziehungspunkt für Berlinerinnen und Berliner sowie die Besucher unserer Stadt. Ein Event wie der Schlagerhammer ist der perfekte Anlass, um die Menschen mit unserem modernen und vielseitigen Spielangebot zu begeistern. Ich gratuliere allen Gewinnerinnen und Gewinnern und freue mich, dass der Schlagerhammer und die Spielbank-Lounge die Festivalbesucher begeistert haben und wir gemeinsam ein außergewöhnliches Event feiern konnten.“ (red)

Mietendeckel: Berliner Mieterverein stellt eigenes Konzept vor

Der Berliner Mieterverein (BMV) hat nun ein eigenes Konzept für einen landesweiten Mietendeckel vorgeschlagen. Statt die Mieten für die nächsten fünf Jahre einzufrieren, soll es verbindliche Obergrenzen geben.

Alternativer Mietendeckel vom Berliner Mieterverein

In Berlin wird man wohl nicht müde, Alternativen für den vom rot-rot-grünen Senat beschlossenen Mietendeckel zu finden. Dennoch ziemlich überraschend war, dass der aktuelle Vorschlag vom Berliner Mieterverein kam. Anderes als im bisherigen Eckpunktepapier erarbeitet, sollen die Mieten, so der Vorschlag der BMV, nicht eingefroren werden. Stattdessen sollen verbindliche Obergrenzen gelten, die vom Alter der Wohnungen und von deren Größe abhängen.

So könnte bei 25 Prozent der Berliner Mietwohnungen weiterhin die Miete steigen. Jedoch sollen Mieten unter den Obergrenzen maximal um 1,5 Prozent pro Jahr steigen dürfen. „Dies hat auch den Vorteil, dass Baugenossenschaften oder gemeinwohlorientierte Mieter weiterhin gut wirtschaften können“, sagte BMV-Geschäftsführer Reiner Wild.

Berechnungsgrundlage anders als beim Mietendeckel der Bausenatorin

Als Berechnungsgrundlage soll auch nicht der aktuelle Mietendeckel vom Mai 2019 dienen. „Als Basis sollen die Mittelwerte des Berliner Mietspiegels 2011 zuzüglich der Lebenshaltungskosten, die sich von 2010 bis 2018 auf insgesamt 12,2 Prozent beliefen, herangezogen werden“, sagte Wild am Dienstag. Denn dies sei das letzte Jahr gewesen, indem in der Hauptstadt die erforderliche Leerstandsreserve von drei Prozent noch existierte und kein Wohnungsmangel herrschte, so Wild weiter.

Nach der vom Mieterverein vorgelegten Tabelle liegen die zulässigen Mietpreishöchstwerte demnach zwischen 5,17 Euro je Quadratmeter und Monat für eine 1973 bis 1990 in Ost-Berlin errichtete Wohnung und bis zu 9,79 Euro für eine 2003 bis 2018 errichtete Wohnung.

Zuschläge für Modernisierungen weiterhin möglich

Zudem soll es weiterhin ohne behördliche Genehmigung möglich und teils umlagefähig sein, Modernisierungen durchzuführen. Die Zuschläge dafür müssen sich jedoch an festen Oberwerten orientieren. So sollen zum Beispiel energetische Maßnahmen mit Zuschlägen von bis zu 83 Cent je Quadratmeter möglich sein. Darüber hinaus sollen Kosten für Modernisierungen angepasst an den realen Baukostenindex in den folgenden Jahren steigen dürfen. „Damit wird ein enormer bürokratischer Aufwand vermieden“, sagte Wild.

Gleich bleibt, dass Neubauten von dem Mietendeckel ausgenommen sind. (aw)

Geschäftsführung der Spielbank Berlin neu aufgestellt

Im Gespräch mit Gerhard Wilhelm, Sprecher der Geschäftsführung

Aus Nordhessen direkt in die Spree-Metropole: Gerhard Wilhelm wurde zum Sprecher der Geschäftsführung der Spielbank Berlin berufen und wird damit die Geschicke einer der größten und erfolgreichsten Spielbanken Deutschlands in Zukunft mitbestimmen. Bisher leitete Wilhelm die Kurhessische Spielbank Kassel/Bad Wildungen. Seit 2018 ist er auch im Vorstand des Bundesverbandes deutscher Spielbanken e.V. tätig.

Sie haben viele Jahre die Spielbank Kassel/Bad Wildungen geleitet. Wie gefällt Ihnen Berlin?

Berlin ist großartig, gar keine Frage. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich habe gerne in Kassel gearbeitet und die Spielbank Kassel/Bad Wildungen gehört in ihrer Größenordnung zu den erfolgreichsten Spielbanken der Republik. Wir konnten in den vergangenen Jahren stets Zuwächse verzeichnen, das gilt sowohl für Spielerträge wie auch für die Besucherzahlen. Die Spielbank der Hauptstadt ist natürlich ein ganz anderes Kaliber. Allein das Haupthaus am Potsdamer Platz ist an sich schon beeindruckend. Insgesamt beschäftigen wir in der Hauptstadt 500 Mitarbeiter, die jährlich mehr als 600.000 Gäste begrüßen. Also ja, mir gefällt Berlin außerordentlich gut und ich freue mich sehr, hier zu sein!

Die Spielbank Berlin ist die umsatzstärkste Spielbank Deutschlands. Was sind die anstehenden Herausforderungen?

Mein großes Ziel ist, die Spielbank nachhaltig weiterzuentwickeln und in die Zukunft zu führen. Dazu gehört natürlich in erster Linie die Sicherung des wirtschaftlichen Erfolgs. Ich setze mich auch dafür ein, das Erlebnis des Spielens attraktiv zu gestalten. Denn nur in einer Spielbank, wie zum Beispiel hier am Potsdamer Platz, erlebt man das Spiel in seiner gesamten Bandbreite und diese gewisse Atmosphäre. Wer schon einmal hier zu Gast war, wird sofort wissen, was ich meine. Es geht nicht nur um gewinnen oder verlieren, sondern auch darum, gemeinschaftlich mitzufiebern und in einem ansprechenden Rahmen das Spiel zu erleben. Hinzu kommt, dass wir selbstverständlich großen Wert auf Jugend und Spielerschutz legen und daher unser Angebot verantwortungsvoll gestalten.

Die Spielbank ist gesellschaftlich stark engagiert. Welchen Stellenwert wird dieses Engagement in Zukunft haben?

Die Spielbank Berlin engagiert sich in Berlin ganz besonders im Sport, aber auch im kulturellen und sozialen Bereich. So werden unter anderem das Classic Open Air am Gendarmenmarkt, der Deutsche Filmpreis oder der Jüdische Campus großzügig unterstützt. Gerade vor kurzem haben unsere Beiratsmitglieder mehrere Spenden an Vereine und soziale Einrichtungen übergeben. Zuletzt sind wir eine Partnerschaft mit der erfolgreichen Berliner Para-Schwimmerin Elena Krawzow eingegangen. Unser Ziel ist die Förderung und Unterstützung dieser Ausnahmeathletin im Besonderen und eine Steigerung des Bewusstseins für den Para-Sport im Allgemeinen. Diese Engagements gehören zur DNA der Spielbank Berlin und sind für mich fester Bestandteil eines verantwortungsvollen Unternehmens.

Hand aufs Herz: Spielen sie selbst und wenn ja, was ist ihr Lieblingsspiel?

Ja, gelegentlich spiele ich auch selbst, auch wenn es mir als Geschäftsführer selbstverständlich nicht gestattet ist, hier in der Spielbank zu spielen. Natürlich weiß ich, wie Roulette, Poker, Black Jack und Co. funktionieren – das ist schließlich mein Job. Ich habe meine Favoriten, dennoch muss man sagen, dass die Wahl des Spiels immer auch von der Situation und der Umgebung abhängt. Der Spaß und die Spannung stehen aber immer an erster Stelle. (ak)

 

Müllers Idee vom 365 Euro Jahresticket kostet das Land Berlin 270 Millionen Euro

In der vergangenen Woche verkündete der Regierende Bürgermeister, Michael Müller, dass er für Berlin ein Jahresticket für 365 Euro nach dem Wiener-Modell möchte. Laut den aktuellen Hochrechnungen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) würde dieses Unterfangen dem Land Berlin gut 270 Millionen Euro kosten.

Kann Berlin sich das Jahresticket für 365 Euro leisten?

Aktuell kostet ein Jahresabonnement für eine VBB-Umweltkarte bei monatlicher Zahlung 761 Euro pro Jahr. Um eine Reduzierung auf gut die Hälfte zu realisieren, bräuchte die BVG nach aktuellen Schätzungen einen Zuschuss von rund 170 Millionen Euro, für die S-Bahn kämen dann noch mal circa 100 Millionen dazu.

Hinzukommt, dass die Zahl der Abokunden in den vergangenen Jahren stetig gestiegen ist und wohl auch noch weiter steigen wird.

Finanzlage der BVG noch immer auf wackeligen Beinen

Nicht lange ist es her, dass die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) als chronisch unterfinanziert galt und jährlich hohe zweistellige Millionenverluste erwirtschaftete. Erst durch harte Sparmaßnahmen kam der landeseigene Betrieb wieder in die schwarzen Zahlen. Eine Belastung von weiteren 100 Millionen im Jahr kann der Betrieb also nicht stemmen, daher muss hier das Land Berlin als Eigentümer tief in die Tasche greifen.

Von BVG-Sprecherin Petra Nelken hieß es dazu am Sonntag: „Ob ein 365-Euro-Jahresticket für Berlin eingeführt wird oder nicht, ist eine politische Entscheidung, die unser Eigentümer, das Land Berlin, zu treffen hat. Klar ist aus unserer Sicht, dass er für Zuschussbedarf, der dann entstünde, aufkommen müsste. Zusätzliche Tarifvergünstigungen müssen wie zusätzliche Angebote entgolten werden.“

Verkehrsbund für höhere Preise

Vom Verkehrsbund Berlin-Brandenburg (VBB) hieß es zuletzt, dass die Ticketpreise im Verbund ab Januar 2020 sogar erhöht werden müssten. Denn auch die Brandenburger Verkehrsunternehmen können sich eine Halbierung der Ticketpreise wirtschaftlich nicht leisten.

Alternative Finanzierungsvorschlage bereits in der Tasche

Um die benötigten finanziellen Mittel für das vergünstigte Jahresticket aufzubringen, gibt es bisher verschiedene Vorschläge von Seiten des Berliner Senats und dem Regierenden Bürgermeister. So ist zum Beispiel die Rede von einem sogenannten Bürgerticket. Gemeint ist damit eine Mobilitätsabgabe, die alle Berlinerinnen und Berliner gleichermaßen zahlen sollen. Zudem sollen für die Ausgleichzahlungen auch der Bund in die Pflicht genommen werden. (aw)

In Berliner Start-ups wird am meisten Geld investiert

Die Start-ups in Berlin bekommen deutschlandweit am meisten Geld. Die neu gegründeten Firmen mit innovativen Ideen und hohem Wachstumspotential haben in der Hauptstadt im ersten Halbjahr 2019 insgesamt eine Rekordsumme von 2,1 Milliarden Euro erhalten – ein Anstieg um 28 Prozent. Das geht aus dem aktuellen Start-up-Barometer der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young hervor, das halbjährlich erscheint. So wurden im ersten Halbjahr in 332 Investitionsrunden 2,8 Milliarden Euro investiert, 19 Prozent mehr als im Vorjahres-Vergleichszeitraum.

Drei Viertel des Wagniskapitals an Berlin

Der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutsche Startups e.V., Florian Nöll, zeigte sich erfreut. Berliner Start-ups würden mit 2,1 Milliarden Euro drei Viertel des gesamten Wagniskapitals in Deutschland erhalten. Das zeige, welches Potential Investoren aus aller Welt in den Berliner Start-ups sehen, sagte er gegenüber der Berliner Morgenpost. Entscheidend sei, dass diese Potentiale auch ausgeschöpft werden, so Nöll.

Trotzdem warnte der Vorsitzende des Bundesverbandes, dass die Knappheit an verfügbaren Büroräumen und jungen Talenten die positiven Entwicklungen zu bremsen drohe. Er meint: „Hier ist auch das Land Berlin aufgefordert, Lösungsvorschläge vorzulegen, damit die Hauptstadt, gerade auch im internationalen Vergleich, ihren Spitzenplatz behält und ausbaut.“

Nicht alle Branchen profitieren gleichermaßen

Doch dabei profitieren nicht alle Bereiche in der Branche gleichermaßen an dem Wachstum.  Laut den am heutigen Freitag veröffentlichten Zahlen verliert vor allem die E-Commerce-Sparte an Investitionen. Im ersten Halbjahr 2018 konnte in dem Bereich allein über eine Milliarde Euro eingesammelt werden. Dagegen gingen die Investitionen 2019 auf 200 Millionen Euro zurück. Allerdings konnte der Bereich Finanz- und Versicherungstechnologie mit 704 Millionen starke Gewinne erzielen. In der Branche der Mobilität konnten Start-ups mit 659 Millionen Euro sogar fünfmal so viel Kapital wie im Vorjahreszeitraum erhalten.

Wirtschaftssenatorin zeigt sich optimistisch

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Bündnis 90/Die Grünen) kommentiert das Ergebnis des aktuellen Start-up-Barometers: „Berlin ist und bleibt die Start-up-Metropole Deutschlands“. Start-ups bräuchten Freiheit, Vielfalt und Talente, all das würden sie in Berlin finden, so Pop. Sie sagt: „Wir bieten beste Rahmenbedingungen, die Nähe zu europäischen Märkten und ein einzigartiges Start-up-Ökosystem. Wir setzen Impulse für Innovation und bringen Wissenschaft und Wirtschaft zusammen – das ist der Schlüssel.“ (lb)

Berliner Institut für Gesundheitsforschung wird Teil der Charité

Patientinnen und Patienten in Berlin profitieren in Zukunft noch schneller von der Spitzenforschung für Gesundheit. Das Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIG) wurde am gestrigen Mittwoch in die Charité integriert. Damit soll die die medizinische Forschung am Gesundheitsstandort Berlin gestärkt werden. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) haben dazu am Mittwoch eine entsprechende Verwaltungsvereinbarung zwischen dem Bund und dem Land Berlin unterzeichnet.

BIG als dritte Säule des Klinikums

Das BIG wird somit neben der Krankenversorgung und der Medizinischen Fakultät zur dritten Säule des Klinikums. Zudem erhält das BIG einen Sitz im Vorstand der Charité und das Bundesministerium für Bildung und Forschung einen Sitz im Aufsichtsrat. Der Bund beteiligt sich damit erstmalig an der Finanzierung eines Universitätsklinikums. Die Integration des BIG in die Charité ist für den 01. Januar 2021 geplant.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller erklärt dazu: „Dass wir dafür mit anderen exzellenten Zentren bundesweit zusammenarbeiten können, passt zu einem Wissenschaftsstandort wie Berlin, der von einer ausgeprägten Kultur und Kooperation gekennzeichnet ist.“ Dafür seien nun die Rahmenbedingungen gesetzt und die Umsetzung könne beginnen.

Ergebnisse der Forschung sollen den Menschen schneller erreichen

Ziel des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung ist es, innovative Forschungsergebnisse aus dem Labor schneller der direkten medizinischen Behandlung zugänglich zu machen. Die Lebensqualität der Menschen soll durch neue Diagnose- und Therapieverfahren mit fortschreitenden Erkrankungen verbessert werden. Die rasche und effektive Übertragung von Forschungsergebnissen aus dem Labor in die Klinik gelinge nur, wenn Ärztinnen und Ärzte, Forscherinnen und Forscher, und natürlich Patientinnen und Patienten ohne institutionelle Hürden in einem optimalen Umfeld zusammenarbeiten würden, erklärt Axel Radlach Pries, Dekan der Charité.

Integration möglich durch Gesetzesänderung des Grundgesetzes

Bereits am 05. Juli hatten alle Länder der Verwaltungsvereinbarung in der Gemeinsamen Wirtschaftskonferenz (GWK) zugestimmt. 2015 wurde Artikel 91b des Grundgesetzes abgeändert und mit der Integration des BIG in das Klinikum, erstmals angewendet. Auf Grundlage dessen können Bund und Länder in bestimmten Bereichen der Wissenschaftsförderung und des Bildungswesens zusammenwirken und damit eine sogenannte Gemeinschaftsaufgabe wahrnehmen.

„Mit der breiten Zustimmung von Bund und Ländern erfährt das BIG eine herausragende Legitimation, als neues Modell translationaler Medizin innovative Wege zu beschreiten, um Ergebnisse aus der Grundlagenforschung schnell ans Krankenbett zu bringen.“, betont Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der Charité, die Gesetzesänderung. (lb)

Berlin Hauptbahnhof: Dach bleibt kurz

Das Dach des Berliner Hauptbahnhofs bleibt auf einer Seite verkürzt. Nach jahrelanger Lagerung der Stahlträger und maßgefertigten Glasscheiben hat die Deutsche Bahn nun die entsprechenden Teile verkauft. Der Hauptbahnhof wurde bereits 2006 veröffentlicht. Lange war unklar, ob die fehlenden Dachteile noch ergänzt werden.

Elemente des Hallendachs sind abgeschrieben

„Die Elemente des Hallendachs waren abgeschrieben“, teilte ein Sprecher der Deutschen Bahn mit. „Die Stahlteile wurden zur Wiederverwertung weiterverkauft und die Glasteile zur Entsorgung/zum Recyceln an eine entsprechende Fachfirma verkauft.“ Damit bleibt es bei der Dachlänge von 321 Metern – etwa 130 Meter weniger als ursprünglich geplant. Ein Teil der Fahrgäste braucht deshalb nun weiterhin beim Aussteigen in Berlin manchmal einen Regenschirm.

Kürzeres Dach wegen Fußball WM 2006

Um den Hauptbahnhof rechtzeitig zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland zu eröffnen, hatte der damalige Chef der Deutschen Bahn Hartmut Mehdorn mehrere Spar- und Beschleunigungsmaßnahmen veranlasst. Dazu zählte unter anderem, das Dach für die oberen Bahnsteige verkürzt zu bauen. Der Architekt Meinhard von Gerke hatte ursprünglich eine Dachlänge von 450 Metern vorgesehen. Weiterhin wurden die Decken über den unterirdischen Bahnsteigen in einer vereinfachten und damit kostengünstigeren Variante fertiggestellt.

Von Gerke klagte, mit Verweis auf sein Urheberrecht, gegen die Sparmaßnahmen. Der Rechtsstreit endete 2008 mit einem außergerichtlichen Vergleich. Trotzdem kam es danach noch vermehrt zu Forderungen, das Dach des Bahnhofs zu vollenden. Da diese Forderungen vor allem von Berliner Politikern gestellt wurden, veranlasste der Bundestag eine Machbarkeitsstudie.

Zusatzkosten von 145 Millionen

Ein Gutachten von 2014 ergab, dass eine spätere Verlängerung noch möglich gewesen wäre – allerdings mit veränderten Vorschriften. Die daraus resultierenden Zusatzkosten wurden darin auf 145 Millionen berechnet. Zudem hätten die wichtigen Fernbahn- und S-Bahnstrecken unter dem Dach für dessen Ergänzung neun Monate unterbrochen werden müssen, begründet die Deutsche Bahn die Ablehnung.

Mit täglich mehr als 300.000 Reisenden und Besuchern belegt der Berliner Hauptbahnhof Platz vier unter Deutschlands Fernbahnhöfen. Lediglich Hamburg, München und Frankfurt am Main liegen noch vor dem Bahnhof der Hauptstadt. Rund 1.300 Züge halten dort jeden Tag – Tendenz steigend. (lb)

Veranstaltungen

GRÜNBAU BERLIN

Bereits zum siebten Mal findet die GRÜNBAU BERLIN im Rahmen der bautec statt und stößt durch die Zukunftsdiskussion um die Grüne Stadt auf großes Interesse. Unter dem Motto Außenräume gestalten, bauen und pflegenpräsentieren sich Hersteller, Dienstleister und Händler, um der Wohnungs- und Bauwirtschaft ihre Ideen und Produkte vorzustellen und mit den Fachbesuchern in einen Dialog zu treten.

Berlin. Smart City Berlin: Stadt der Zukunft – Herausforderungen und Chancen für die Stadtentwicklung.

Selbstfahrende Autos, geschlossene Versorgungkreisläufe durch Urban Gardening, intelligente Ampelanlagen: Die Stadt der Zukunft ist autonom, digital, vernetzt, nutzungsfreundlich, nachhaltig.. – so sind zumindest die Versprechen, die sich mit dem Begriff Smart City verbinden. Je nach Perspektive werden Smart Cities als Städte verstanden, in denen intelligente Instrumente in Echtzeit verwendet oder aber auch Ressourcen sinnvoll und ökologisch verwendet werden.

Ziel ist es die Effizienz, die Sicherheit und eine höhere Lebensqualität für alle Berliner und Berlinerinnen zu steigern. Gleichzeitig verbindet man auch mit Smart Cities die Verheißungen von Emanzipation und Nachhaltigkeit. Doch auf der anderen Seite geht mit Smart Cities auch die Angst vor Überwachung und Kontrolle einher. Eine solche Smart City soll Berlin bis 2030 werden.

Dieses Spannungsfeld ist politisch brisant, weil es abzuwägen gilt, welche Technologien wie verwendet werden sollen und wer darüber entscheidet.

Wir lernen bei diesem Bildungsurlaub die Entwicklungskonzepte kennen, die darauf abzielen, Städte effizienter, technologisch fortschrittlicher, grüner und sozial inklusiver zu gestalten. Wir werden diese Konzepte nach folgenden Kriterien analysieren, hinterfragen und diskutieren. Erreichen Smart Cities sozial ausgewogene Lebensqualität für jeden? Stehen technologische, wirtschaftliche, ökologische und politische Chancen sowie Herausforderungen für Berlin bevor? Wo ist Berlin schon smart? Welche Auswirkungen haben diese Konzepte für die Stadtentwicklung? Herrscht eine digitale Souveränität? Stehen Smart Cities im Konflikt mit dem Schutz von personenbezogenen Daten? Wie stehen die Berliner/innen zum Smart City Berlin?

(Anmeldung erforderlich und gebührenpflichtig)

Festival of Lights

Jedes Jahr im Oktober wird Berlin zur Stadt der Lichtkunst. Die Lichtinszenierungen auf den Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt machen das FESTIVAL OF LIGHTS zu einem der populärsten Lichtkunstfestivals der Welt. Das Festival of Lights Team verwandelt gemeinsam mit nationalen und internationalen Künstlern Berlin in eine große strahlende Bühne – ganz Berlin leuchtet!

In diesem Jahr feiert das Festival of Lights sein 15-jähriges Jubiläum und bringt zehn Nächte lang Berlin zum Leuchten. Weltberühmte Wahrzeichen, Monumente, Gebäude und Plätze der Hauptstadt erstrahlen anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Mauerfalls unter dem Motto „Lights of Freedom“.

Berlin Urban Tech Summit 2019

„Industry in the City“ lautet das Motto des diesjährigen Berlin Urban Tech Summit, zu dem die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und öffentliche Unternehmen gemeinsam mit der Investitionsbank Berlin herzlich einlädt.

Es befasst sich mit zentralen Themen wie Standortfaktoren und Standortpotentialen, nachhaltigen Logistikideen in Stadtvierteln und den Möglichkeiten der additiven Fertigung in Stadtgebieten – all dies wird am Beispiel des Wirtschaftsstandortes Berlin näher erläutert und diskutiert.

Moderne Metropolen wie Berlin sind einzigartige Ökosysteme. Wer darin erfolgreich sein will, braucht tragfähige Netzwerke und ausgezeichnete Expertise. Expert*innen aus der Industrie, Wissenschaft und Forschung, der Politik sowie von in Berlin, Deutschland und anderen Ländern ansässigen Institutionen treffen sich alljährlich beim Berlin Urban Tech Summit.

(Anmeldung erforderlich)

Berlin Art Week

Die Berlin Art Week ist ein Höhepunkt für die zeitgenössische Kunst in der Hauptstadt. Die Vielfalt des Programms im Herbst wird durch das gemeinsame Engagement von Institutionen, Galerien, Künstlern, Privatsammlern und Projekträumen ermöglicht und erreicht internationale Aufmerksamkeit

Ausstellungen, Installationen und Veranstaltungen in Galerien, Projekträumen und privaten Sammlungen veranschaulichen, wie lebendig und wandelbar die Kunstszene der Stadt ist. Dafür und auch für die erstmals stattfindenden Paneldiskussionen der Talking Galleries/Berlin treffen sich Künstler, Sammler, Galeristen, Museumsdirektoren und Kunstliebhaber aus der ganzen Welt zur Berlin Art Week.

Immobilien-Dialog Büromarkt Berlin 2019

Die Nachfrage bleibt ungebrochen und das Transaktionsvolumen des ersten Quartals ist eines der besten in der Geschichte Berlins. Die Hauptstadt zieht einfach magisch an und auch der City-Rand gerät immer mehr in den Fokus (inter-)nationaler Investoren. Die Teilnehmer erfahren, was es mit der Sensation Berlins auf sich hat und in welche rekordverdächtige Richtung sich der Büromarkt entwickeln wird.

(Anmeldung erforderlich und gebührenpflichtig)