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E-Mobilität: Neue Ladeinfrastruktur im Wohnquartier „WATERKANT“

Am Montag startete in Berlin das EU-Förderprojekt MEISTER zur E-Mobilität. Das Wohnquartier „WATERKANT“ wird dabei versuchsweise um ein E-Mobilitätskonzept erweitert. Ziel des Projektes ist die Entwicklung von Geschäftsmodellen rund um Ladeinfrastruktur.

EU-Förderprojekt MEISTER zu E-Mobilität startet in Berlin-Spandau

Bereits 2018 begann in westlichsten Bezirk der Hauptstadt durch die Gewobag am Ufer der Oberhavel der Bau des neuen Wohnquartiers. Doch bis 2024 sollen dort nicht nur 2.500 Wohnungen, sondern auch eine intelligente Ladeinfrastruktur mit Lade- und Lastmanagement entstehen, die von Energieversorger E.ON entwickelt wurde.

Von Anfang an spielte das Thema Mobilität bei der Entwicklung des Wohnquartiers eine zentrale Rolle. Für die künftigen Mieter dort sollen innovative Mobilitätsangebote wie E-Carsharing mit möglichst einfachem Zugang zu Ladesäulen bereitgestellt werden.

Mittel für die Umsetzung kommen von dem EU-Förderprojekt MEISTER

Das EU-Förderprojekt MEISTER ist ein Projekt aus dem Forschungs- und Innovationsprogramm „Horizont 2020“ der Europäischen Union. Die Abkürzung steht für: „Mobility Environmentally-friendly, Integrated and economically Sustainable Through innovative Electromobility Recharging infrastructure and new business models“. Ins Deutsche übersetzt bedeutet dies etwa: „Umweltfreundliche Mobilität, integriert und wirtschaftlich nachhaltig durch innovative Elektroladeinfrastruktur und neue Geschäftsmodelle“.

Ziel des Projekts ist es, mit intelligenter Ladeinfrastruktur Kosten zu senken und den Zugang zu Ladepunkten für Kunden zu erleichtern. In diesem Zusammenhang werden Plattformen und Dienstleistungen entwickelt, die die Nutzung von Elektromobilität vereinfachen und die Energieversorgung der Fahrzeuge optimieren. Die EU-Förderung für die Berliner Projektpartner beträgt rund 2,1 Millionen Euro.

E-Mobilitätsprojekt bringt große Akteure zusammen

Die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz begleitet das Projekt. Zudem sind an dem MEISTER-Projekt die Bauherrin der „WATERKANT Berlin“,  die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften Gewobag und WBM sowie weitere Partner wie das unabhängige Forschungsinstitut IKEM – Institut für Klimaschutz, Energie, Mobilität e. V., die Siemens-Tochter VMZ Berlin Betreibergesellschaft mbH und den Energieversorger E.ON beteiligt. (aw)

Bundesinnenminister Horst Seehofer kritisiert Enteignungspläne in Berlin

Am Dienstagabend veranstaltete der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft gemeinsam mit seinen Mitgliedsverbänden dem Bundesfachverband der Immobilienverwalter (BVI), dem Deutschen Verband für Facility Management GEFMA, den German Council of Shopping Centers sowie dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und Immobilienverband Deutschland (IVD) seinen Neujahrsempfang.

v.l.n.r. Klaus-Peter Hesse, Geschäftsführer ZIA, Bundesinnenminister Horst Seehofer und Dr. Andreas Mattner, Präsident

v.l.n.r. Klaus-Peter Hesse, Geschäftsführer ZIA, Bundesinnenminister Horst Seehofer und Dr. Andreas Mattner, Präsident ZIA | Foto: Ulf Büchschleb

Viele aktuelle Themen der politischen Agenda betreffen die Immobilienwirtschaft

Zu den geladenen Gästen beim ZIA-Neujahrsempfang gehörte auch Horst Seehofer, Bundesminister für Inneres, Bau und Heimat. Seit März 2018 ist das Bundesministerium des Innern (BMI) zuständig für Stadtentwicklung und Wohnen sowie für die Themen öffentliches Baurecht, Bauwesen, Bauwirtschaft und Bundesbauten. Dabei gilt es, die Rahmenbedingungen für eine gute Wohnraumversorgung und intakte Städte zu schaffen. Gleichzeitig soll das hohe Niveau von Bautechnik, Bautechnologien und Baustoffen in Deutschland weiter vorangebracht werden. Dies sind entscheidende Voraussetzungen für eine hohe Lebensqualität und ein gutes soziales Klima in unserer Gesellschaft. An seinen Auftritt waren viele Erwartungen geknüpft, war doch sein Interesse an der Immobilienbranche bisher eher zurückhaltend. In seiner Rede vor 300 Repräsentanten aus Politik und Wirtschaft sprach er über die anstehenden Herausforderungen für die Immobilienwirtschaft.

Seehofer sprach sich für eine Lösung der Mietenproblematik in den Großstädten auf Basis der sozialen Marktwirtschaft aus und wandte sich damit offensiv gegen die Enteignungsdebatte des Berliner Senats. Zudem müssten weitere Anreize zum Bau von Wohnraum geschaffen werden, hieß es. Seehofer betonte in diesem Zusammenhang den Erfolg des Baukindergeldes und nannte die Sonderabschreibung für den Mietwohnungsneubau. Außerdem appellierte er an die Bundesländer, die Grundgesetzänderung zum sozialen Wohnungsbau nicht auf die lange Bank zu schieben. Denn das Geld für diese Wohnungsbauprogramme stünde im Bundeshaushalt bereit, lediglich die rechtliche Grundlage fehle noch. Der Bauminister möchte, dass künftig auch der Bund baut.

In Bezug auf die Steuerpolitik sprach er sich für ein einfaches und aufkommensneutrales Grundsteuermodell. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist es ihm, steuerliche Anreize zur energetischen Gebäudesanierung einzusetzen, die in der aktuellen Debatte ein wenig in den Hintergrund geraten sei.

Auch sein Noch-Baustaatssekretär Gunther Adler kam zum ZIA-Neujahrsempfang. Ein Nachfolger konnte Seehofer noch nicht verkünden, sprach für aber viel Lob und Dank für Adler aus.

v.l.n.r: Bundesinnenminister Horst Seehofer, Frank Schmeichel, Verleger BERLINboxx, Susanne Tattersall, Geschäftsführende Gesellschafterin der TATTERSALL·LORENZ Immobilienverwaltung und -management GmbH


Bundesinnenminister Horst Seehofer im Austausch mit ZIA-Mitglied Susanne Tattersall (Tattersall Lorenz) und Frank Schmeichel (Business Network Gruppe)| Foto: Ulf Büchschleb

Entscheidung schafft Verunsicherung

Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft begrüßte die angebotene Unterstützung und plädierte für einen neuen Grundkonsens in der Gesellschaft, der von gegenseitigem Vertrauen und der Verantwortung aller Beteiligten getragen sein müsse. „Die Diskussion um Enteignung und Wohnungsankäufe in Berlin nimmt immer wahnwitzigere Züge an, verunsichert alle Investoren und schafft keine neue Wohnungen“, kommentierte Mattner die Pläne der Berliner Landesregierung.

Der ZIA

Bereits seit vielen Jahren gibt der ZIA als Unternehmer-und Verbändeverband der gesamten Immobilienwirtschaft sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene eine Stimme. Durch seine Mitglieder, darunter mehr als 25 Verbände, vertritt er die Interessen für rund 37.000 Unternehmen in der Branche. Präsident des Verbandes ist Dr. Andreas Mattner. (aw)

SSN Group: Platzierung des Berliner Bauvorhabens „Franklin-Haus“ an BNP Paribas REIM

Die Schweizer SSN Group hat das Charlottenburger Büroprojekt „Franklin-Haus“ im Rahmen eines Forward Funding Deals an die BNP Paribas REIM veräußert.

Modernes Bürogebäude mit hervorragender Infrastruktur

Die SSN Group plant und realisiert an dem Standort in Charlottenburg ein modernes Bürogebäude mit zirka 11.000 m2 Büromietfläche, verteilt auf sechs Geschosse und ein Staffelgeschoss. Das Grundstück Franklinstraße 26a hat eine Gesamtgröße von ca. 3.600 m2 und befindet sich in zentraler Lage. Das Areal verfügt über eine hervorragende Infrastruktur und Verkehrsanbindung und wird von der Spree und dem Landwehrkanal umschlossen. In Laufdistanz befinden sich die Technische Universität Berlin und weitere Wissenschaftseinrichtungen. Die U-Bahn Haltestelle Ernst-Reuter-Platz ist ca. 10 Gehminuten entfernt und bietet eine Anbindung an die U2 und mehrere Buslinien. Über die Magistrale Straße des 17. Juni sind Berlin-Mitte und die City-Ost in wenigen Minuten zu erreichen.

Büros im „Franklin-Haus“. Visualisierung: SSN Group

Büros im „Franklin-Haus“ | Visualisierung: SSN Group

„Der erfolgreiche Forward Sale mit BNP Paribas REIM bestätigt uns in unserer Entscheidung für ein nachhaltiges Bürogebäude an dem Standort Franklinstraße. Wir sehen auch für die kommenden Jahre ein hohes Entwicklungspotenzial für Büroimmobilien in besten Berliner Lagen“, so Michael Tockweiler, CEO der SSN Group.

Rohbauarbeiten beginnen April 2019

„Der Start für die Bauarbeiten ist bereits Anfang Februar 2019 mit dem Aushub der Baugrube erfolgt. Die Rohbauarbeiten werden dann Ende April 2019 beginnen“, ergänzt SSN Deutschland-Chef Bernhard H. Hansen.

Das moderne Bürogebäude mit seiner ansprechenden Optik, der zentralen Lage und der Nähe zur City-West ist für potenzielle Mieter interessant, denn das Konzept beruht auf der Grundlage eines speziellen Konstruktionsrasters, der wirtschaftliche und flexible Büronutzungen wie Open Space, Einzel- und Gruppenbüros sowie auch Kombi- und Großraumbüros ermöglicht. Das „Franklin-Haus“ wird neuesten technischen Standards entsprechen, höchste Nachhaltigkeitskriterien erfüllen und mit „LEED Gold“ zertifiziert werden. (red)

Niederländischer Investor van Caem reagiert auf Kritik: Lichtenberger „Coppi-Park“ wird fortan „Van Caem Park“ heißen

Dr. Harry van Caem hat beschlossen, den Namen seines Projekts in Berlin Lichtenberg in „Van Caem Park“ zu ändern. Damit reagiert er auf die Kritik von Dr. Hans Coppi junior, Sohn der NS-Widerstandskämpfer Hans und Hilde Coppi. Dieser hatte beklagt, dass der Name seiner Familie ohne vorherige Absprache für das Projekt in Berlin Lichtenberg – den „Coppi-Park“ –  genutzt wurde.

Investor entschuldigt sich für den Vorgang

„Ich bedauere den gesamten Vorgang und entschuldige mit bei Herrn Dr. Coppi für die Irritation, die unsere Namenswahl bei ihm völlig zu Recht ausgelöst hat“, so Dr. Harry van Caem. „Wir stehen bereits in persönlichem Kontakt und ich habe mich sofort dazu entschlossen, den Namen ‚Coppi-Park‘ nicht mehr zu verwenden und fortan das Projekt als ‚Van Caem Park‘ zu bezeichnen.“

Dr. Hans Coppi junior begrüßt die Namensänderung und äußerte sich in einem Interview: „Herr van Caem ist auf mich zugekommen und hat mir versichert, dass er die Bezeichnung ‚Coppi-Park‘ auf meinen Wunsch hin nicht weiterverwenden wird. Er hat sich auch bei mir entschuldigt. Mit dieser Geste kann ich gut leben.“

Mehr als 5.000 Arbeitsplätze für Lichtenberg

Das geplante Projekt „Van Caem Park“ in der Frankfurter Allee 196/Buchberger Straße 8A, 10, 12 hat das Ziel, ein brachliegendes Areal zu erschließen und an dem Standort einen modernen Gewerbepark zu realisieren. Auf dem früheren Postgelände sollen auf ca. 111.000 Quadratmetern Büroraume und schätzungsweise mehr als 5.000 Arbeitsplätze, vornehmlich in der IT-Branche, geschaffen werden. Für die geplanten Büroflächen gibt es aktuell bereits namhafte Mietinteressenten.

Dr. Harry van Caem hat in der Hauptstadt schon mehrere Projekte realisiert, darunter die Wohnanlage Fellini Residences nahe dem Gendarmenmarkt, Bürolofts in den Muratti Höfen, die Ferrati Offices, Wohnbauten an der Weißen Taube (ca. 1.500 Wohnungen mit öffentlichem Park) sowie 94.000 Quadratmeter Büroräume an der Rhinstraße 139. (red)

Wohnungsbau: Scharfe Kritik am Kurs des Senats – keine Gegenvorschläge von den Kritikern

Kaum hat sich Senatorin Katrin Lompscher zu den zentrale Inhalten und Projekten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen für das Jahr 2019 geäußert, hagelt es schon wieder heftige Kritik am Wohnungsbau-Kurs – diesmal von der IHK Berlin-Präsidentin Beatrice Kramm.

Unzufriedenheit mit der Wohnungsbaupolitik des Senats

Heute hat Senatorin Katrin Lompscher auf der Jahrespressekonferenz ihren Wachstumsplan für die Hauptstadt vorgestellt. Darin wurde auch klar, dass das von der Koalition gesteckte Ziel von 30.000 neuen kommunalen Wohnungen bis 2021 verfehlt wird. Stattdessen werden bis dahin nur rund 25.000 Wohnungen durch die städtischen Wohnungsbaugesellschaften gebaut. Lompscher gab zu, dass der Aufwand für den Bau der Wohnungen, insbesondere die Vorbereitungen dafür, schlicht unterschätzt wurde. Viele Bauprojekte seien demnach viel komplexer als ursprünglich angenommen.

Bereits wenige Stunden später wird erste Kritik laut. Zu der vorgestellten Bilanz und den Zielen der Berliner Wohnungsbaupolitik sagt IHK-Präsidentin Dr. Beatrice Kramm: „Der Senat verfehlt seine selbstgesteckten Wohnungsbauziele. Bekäme er – wie Berlins Schüler – am Freitag sein Halbjahreszeugnis, müsste da wohl ein ‚mangelhaft‘ stehen. Doch anstatt spätestens jetzt alle Kräfte zielgerichtet auf die Schaffung neuen Wohnraums zu bündeln, werden wertvolle personelle und finanzielle Ressourcen für Scheindebatten zu Rückkäufen, Enteignungen oder aktuell dem Mietendeckel vergeudet“, heißt es in der Stellungnahme der IHK Berlin-Präsidentin. „Wie ein Zuwachs an gekauften Wohnungen den Wohnungsmarkt entlasten soll, ist aus Sicht der Wirtschaft nicht nachvollziehbar. Wenn ein Schüler in Mathe eine Fünf bekommt, weil er die Vektorrechnung nicht beherrscht, kann er die Wissenslücke ja auch nicht mit Kenntnissen beim kleinen Einmaleins kompensieren“, kritisiert Kramm weiter.

Viel Kritik – wenig Ideen

Doch wo sind die Gegenkonzepte der IHK? Lediglich das Vorgehen des Senats zu kritisieren, schafft auch keine neuen Wohnungen. Sinnvoller wäre es doch, dass die Präsidentin die verschiedenen Kräfte der Wirtschaft mobilisiert, um den Wohnungsbau voranzutreiben. Damit würde sie einen konstruktiven Beitrag leisten und nicht nur reines Bashing betreiben. Wieder einmal zeigt sich, dass es Kramm an Format fehlt, die Mechanismen der Millionenmetropole zu verstehen und ein Teil der Lösung zu sein. (aw)

Stadtentwicklung: So soll Berlin wachsen!

Im Rahmen ihrer Jahrespressekonferenz stellte Senatorin Katrin Lompscher zentrale Inhalte und Projekte der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen für das Jahr 2019 vor. Zentrale Themen waren partizipative Stadtentwicklung, Wohnungsneubau und Mietenpolitik.

Stadtentwicklung: Wachstumsplan für die Hauptstadt

Laut Lompscher schließt die Senatsverwaltung in diesem Jahr die Arbeiten an den Stadtentwicklungsplänen Wohnen 2030, Wirtschaft und Zentren ab. „Damit ist der Wachstumsplan für Berlin fertiggestellt, auf dessen Grundlage wir die Entwicklung der Stadt in den kommenden Jahren sozial gerecht, ökologisch und partizipativ gestalten wollen“, erklärt Lompscher. Das klare Ziel hierbei ist, den kommunalen Wohnungsbestand durch Neubau, Ankauf und Rekommunalisierung zu erweitern und bezahlbare Mieten zu sichern. Darüber hinaus will die Bausenatorin sich auf kommunaler und Bundesebene dafür einsetzen, den Schutz der Mieterinnen und Mieter zu verbessern. Der Senat soll sich voraussichtlich im 2. Quartal 2019 mit den Plänen befassen. Parallel werden die Leitlinien für Bürgerbeteiligung in Berlin finalisiert. Diese sollen vorgeben, inwiefern Bürger in Bauprozesse involviert werden sollten.

Zu den herausragenden Projekten der Berliner Stadtentwicklung gehören unter anderem der Siemens Innovations-Campus, das Projekt Pankower Tor sowie Friedrichshain West. Ebenso zählt die Weiterentwicklung des Hochhausleitbildes zu den wichtigen Aufgaben der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen in diesem Jahr.

Neue Wohnungen für Berlin

Auch beim Wohnungsneubau soll es weiter und schneller vorangehen. „Der Wohnungsneubau ist und bleibt zentraler Schwerpunkt unserer Arbeit. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen wird alles tun, um Hemmnisse auf dem Weg zu zusätzlichen Wohnungen abzubauen“, bekräftigte Senatorin Lompscher. Hierfür wichtig ist vor allem die Zusammenarbeit mit den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften sowie Kooperationsprojekte und Dialogformate mit Genossenschaften sowie privaten Bauherren. Auch die Umsetzung des Berliner Modells der kooperativen Baulandentwicklung soll vorangebracht werden.

Bezahlbare Mieten?

Die Bausenatorin will die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Einführung einer Mietbegrenzung in Form eines Mietendeckels für den nicht preisgebundenen Bestand der Wohnungen sehr intensiv prüfen. Bis Ende Februar soll das Ergebnis dazu vorliegen. Aus der Opposition gab es für den Vorschlag bereits vielfach Kritik. Auch bestehen Zweifel, weil die Mietenpolitik auf Bundesebene, nicht von den Ländern festgelegt wird. (red)

Wohnungsnot in Berlin? Zupackendes Handeln des Senats

Überall heißt es Wohnungsnot in Berlin. Der Senat nimmt das ernst und packt zu. Entschlossen werden Planungen forciert. Bezahlbare Wohnungen für alle ist das Ziel.

Schon 2035 sollen in Pankow an der Michelangelostraße 2.500 Wohnungen entstehen. Nach der blamablen Flughafenplanung wollen Senat und Bezirk nun mal richtig aufs Gaspedal drücken. Die ständig nörgelnden Kritiker aus der Opposition sollten endlich mal anerkennen: Dieser Senat redet nicht nur, sondern handelt entschlossen und denkt an seine Bürger, die beispielhaft partizipatorisch abgeholt und mitgenommen werden.

Die Leiterin der Wohnungsbauleitstelle, Gritt Schade, jubelt bei diesem Wohnungsbau-Turbo und lobt ein „bisher einzigartiges“ Bürgerbeteiligungsverfahren. Alle Beteiligten zeichnet eine große Weitsichtigkeit aus: Schließlich brauchen die Säuglinge von heute in 20 Jahren auch noch Wohnungen.

Dieses ist ein Beispiel für generationenübergreifende Problemlösung, das Referenzcharakter für die Stadtplanung der Hauptstadt zeigt. Weiter so Berlin oder: es geht doch!!!

Frank Schmeichel, Verleger

Konjunktur der Metropolregion Berlin-Brandenburg verliert an Schwung

Die Zeiten des Aufschwungs der Wirtschaft in der Metropolregion sind vorbei. So das Urteil der Industrie- und Handelskammern zur Konjunktur der Metropolregion.

Bericht der IHK Berlin und Brandenburg zur Konjunktur der Region

Die Industrie- und Handelskammern aus Berlin, Potsdam, Cottbus und Ostbrandenburg sprechen davon, dass die Konjunktur in der Metropolregion Berlin-Brandenburg nicht mehr so ungetrübt sei. Laut dem Bericht sei der gemeinsame Konjunkturklimaindex bereits zum zweiten Mal in Folge gefallen. Aktuell liegt er bei 134 Punkten, im Herbst 2018 lag er noch bei 138 Punkten. Zwar kann in diesem Bereich noch von einer Hochkonjunktur gesprochen werden, die Industrie- und Dienstleistungsunternehmen in den beiden Bundesländern beurteilen diesen Abschwung jedoch als Verschlechterung ihrer Lage und werden skeptischer, heißt es in dem Bericht weiter. Viele Unternehmen erwarten, dass die Wachstumsdynamik auch in den kommenden Monaten weiter abnehmen wird.

Wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen der Länder verhindern weiteren Aufschwung

Nicht nur die Konjunktureinflüsse durch die aktuelle Weltpolitik und der Fachkräftemangel stellen ein Risiko für die Unternehmensentwicklung dar. Vor allem wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen in der Metropolregion wie das öffentliche Vergaberecht seien das Hauptproblem, so die Aussage der Industrie- und Handelskammern. Sieben von zehn Unternehmen beteiligen sich nicht mehr an öffentlichen Ausschreibungen. Denn vergabefremde Kriterien und nicht immer marktgerechte Preise würden Aufträge der öffentlichen Hand unattraktiv machen.

„Wenn Unternehmen die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in der Metropolregion zunehmend als kritisch für die Entwicklung des Unternehmens einstufen, müssten in Politik und Verwaltung eigentlich die Alarmglocken läuten. Wenn sich dann auch noch die Konjunkturaussichten eintrüben, ist Handeln geboten. Die öffentlichen Investitionen müssen endlich auf den Weg gebracht, der Wohnungsbau beschleunigt und das Vergaberecht attraktiver gemacht werden. Vor allem jedoch braucht die Wirtschaft ein klares Bekenntnis zur sozialen Marktwirtschaft seitens der Politik. Gedankenspielereien zur Verstaatlichung von Privateigentum schaden dem Standort und dass eine staatlich gelenkte Wirtschaft ökonomisch nicht funktioniert, dürfte die Vergangenheit hinreichend bewiesen haben“, fordert Jan Eder, Hauptgeschäftsführer der IHK Berlin.

(aw)

Gemeinsamer Landesentwicklungsplan für Berlin und Brandenburg

Nach langer Planung und Abstimmung wollen an diesem Dienstag der Berliner Senat und die Brandenburger Landesregierung den Landesentwicklungsplan Hauptstadtregion kurz LEP in einer gemeinsamen Sitzung beschließen.

Mehr Zusammenarbeit zwischen Berlin und Brandenburg

Berlin wächst jährlich um rund 40.000 Einwohner. Diese Zahl entspricht in etwa der einer Kleinstadt. Aus diesem Grund weichen immer mehr ins Umland aus. Doch auch im sogenannten Speckgürtel der Hauptstadt auf Brandenburger Seite siedeln sich jedes Jahr mehr Menschen an. Sie brauchen bezahlbare Wohnungen und eine gute Infrastruktur, die aktuell nicht ausreichend ist.

IHK-Präsidentin Dr. Beatrice Kramm spricht davon, dass ein deutlich besseres Metropolenraum-Management notwendig ist. „Seit Jahren kommen Berlin und Brandenburg in der Zusammenarbeit über das Stadium gemeinsamer Kabinettssitzungen kaum hinaus. Die engere Verflechtung beider Länder, die für die Weiterentwicklung des Standortes unerlässlich ist, scheint für die Politik kaum noch eine Rolle zu spielen.“ Kramm kritisiert weiter: „Abgesehen von grenzüberschreitenden Verkehrsthemen, wo die Zusammenarbeit durch die Sache erzwungen wird, fehlen der Politik die Visionen zur integrierten Entwicklung des Metropolenraumes. Dabei zeigt sich bereits heute, dass Wirtschafts- und Wissenschaftsförderung, wie auch Angebote zur Daseinsfürsorge am Besten im Verbund beider Länder umgesetzt werden sollten. Die dafür notwendigen Perspektiven könnte ein Management des Metropolenraumes aufzeigen, wie es auch die regionale Wirtschaft fordert.“

Der neue LEP ist nun ein wichtiger Schritt, sich den Herausforderungen der Wohnungs- und Verkehrspolitik zu stellen. In dem Plan ist festgehalten, wie sich u.a. Verkehrswege, Siedlungsräume und der Einzelhandel angesichts des Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstums entwickeln sollen. Außerdem umfasst der Plan Themen wie den Schutz der Freiräume und des Klimas. Endgültig in Kraft tritt der Plan im Sommer nach Abstimmung beider Landesparlamente.

Gemeinsamer Landesentwicklungsplan – Hauptstadtregion stellt sich gemeinsamen Herausforderungen

Der Wohnraummangel in der Hauptstadtregion betrifft beide Länder. Vor allem der soziale Wohnungsbau sowie die Bereitstellung von Bauland sind in Berlin und Brandenburg ein akutes Thema. Durch die stärkere Zusammenarbeit beider Länder erhofft sich Berlin eine Entlastung des hiesigen Wohnungsmarktes, da bis zu 300.000 neue Wohnungen bis 2030 im Berliner Umland entstehen könnten.

Berlins Stadtentwicklungssenatorin Lompscher sieht den LEP daher als wichtigen Schritt an. „Die Entwicklung Berlins und Brandenburgs gemeinsam zu denken und zu planen, gewinnt angesichts der großen Wachstumsdynamik in der Region stetig an Bedeutung. Der Landesentwicklungsplan Hauptstadtregion – kurz LEP HR – liefert das planerische Gerüst, um die zahlreichen, parallelen Prozesse miteinander zu verzahnen und so sicherzustellen, dass das Wachstum koordiniert entlang der Achsen des Siedlungssterns und in den „Städten der 2. Reihe“ verläuft. Ich freue mich deshalb sehr, dass der Entwurf des LEP-HR von beiden Landesregierungen beschlossen wurde“, so Lompscher.

Auch für die infrastrukturellen Probleme sieht der Landesentwicklungsplan eine Lösung vor. Zu den größeren Veränderungen zählt der Ausbau der Eisenbahnstrecken um zwei Achsen. Zum einen soll im Nordosten die Regionalbahnlinie 25 von Ahrensfelde nach Werneuchen, zum anderen die Heidekrautbahn im Norden nach Wandlitz verlängert werden.  

Berlinferne Gemeinden üben Kritik am Landesentwicklungsplan

Dass sich der neue gemeinsame Landesentwicklungsplan nur auf die Hauptstadtregion beziehe, behindere Entwicklungen im Rest von Brandenburg und entspräche nicht der Lebenswirklichkeit, kritisierte der brandenburgische CDU-Chef Ingo Senftleben gegenüber dem Tagesspiegel: „Die Metropole Berlin wächst, wird weiter stark wachsen. Gemeinsames Ziel muss es doch sein, dass dies auf Brandenburg ausstrahlt, weit über den Speckgürtel hinaus. Denn auch Berlin profitiert davon, weil es Druck vom dortigen Wohnungsmarkt mit rasant steigenden Mieten nimmt, wenn mehr Menschen nach Brandenburg ziehen können.“

Kabinettssitzung widmet sich weiteren wichtigen Themen

Auf der gemeinsamen Kabinettssitzung ging es des Weiteren um eine Kooperationsvereinbarung zur Wohnungspolitik, Krankenhausplanung, Digitalisierung der Verwaltung sowie den 30. Jahrestag des Mauerfalls. (aw)

Postscheckamt: Klientelpolitik auf dem Rücken der Mehrheit

Lange hat die CG Gruppe mit dem Bezirk Kreuzberg-Friedrichshain und Baustadtrat Florian Schmidt (Grüne) um eine Lösung für das ehemalige Postscheckamt gerungen. Der Konflikt hat viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen und die Fronten schienen zunehmend verhärtet. Als kaum noch jemand damit rechnete, einigte man sich auf einen Kompromiss:  Die Degewo baut rund um den Turm günstige Wohnungen – dafür bekommt die CG Gruppe die Gewerbeflächen im Turm. Da die CG Gruppe ihre Kompetenzen eher im Wohnungs- denn im Gewerbebau sieht, hat die Unternehmensgruppe nun ihre Anteile an die Art Invest mit Sitz in Köln verkauft. Vorstand Jürgen Kutz sagte: „Ich bin froh, dass es diese Lösung gibt, damit die erforderlichen Baumaßnahmen für Berlin und den Bezirk umgesetzt werden.“ Auch Baustadtrat Schmidt bewertete den Vorgang positiv.

Falsche Darstellung in der Öffentlichkeit?

Nun wird der Sachverhalt aus Sicht von Christoph Gröner in der Öffentlichkeit jedoch falsch dargestellt. Es heißt, die Berliner Politik würde Investoren zunehmend vor sich hertreiben und Druck ausüben, damit Unternehmen ihre Pläne nicht mehr umsetzen könnten.

Christoph Gröner hat sich daher mit einem offenen Brief an die Presse gewendet und dabei betont, dass die CG Gruppe nicht mit Arealen spekuliert, sondern immer mit dem Anspruch an solche Vorhaben herangeht, diese auch baulich umzusetzen und damit günstigen Wohnraum für sämtliche Bevölkerungsgruppen umzusetzen. Es ginge keineswegs darum, einen Gewinner in dem Konflikt zwischen Bezirk und Entwickler auszurufen, sondern darum, für alle Beteiligten den bestmöglichen Lösungsweg zu finden.

Streit um den Sieger – doch wer sind die Verlierer?

Es bleibt festzuhalten, dass sich die Politik dafür feiert, dass man der CG Gruppe diesen Sieg abgerungen habe. Doch um sich auf die Schulter zu klopfen besteht wirklich keine Grund, denn nun werden 300 Wohnungen weniger realisiert, als ursprünglich geplant. Einmal mehr wurde in Berlin Klientelpolitik betrieben, kurzsichtig und engstirnig freut man sich, einem Entwickler Grenzen aufgezeigt zu haben. Dabei kann Frage nach dem Verlierer zweifelsfrei beantwortet werden: Es sind die Menschen, die nun an dem Standort keine Wohnungen finden werden. (red)

 

Der offene Brief von Christoph Gröner anlässlich der Berichterstattung zum weiteren Vorgehen beim ehemaligen Postscheckamt am Halleschen Ufer

Sehr geehrte Damen und Herren der Berliner Presse,

anlässlich der kürzlich erfolgten Einigung mit dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zum weiteren Vorgehen beim Postscheckamt am Halleschen Ufer berichteten Berliner Medien, dass ein Investor auf offener Strecke aufgegeben habe und bewerten den Vorgang als Anzeichen dafür, dass die private Wohnungswirtschaft nun zunehmend unter Druck gerate.

Hierzu möchte ich folgendes klarstellen:

Wir kaufen nicht, um zu verkaufen. Der Anspruch der CG Gruppe ist stets, zu bauen.

Die Einigung über die Zukunft des Areals rund um das ehemalige Postscheckamt in Berlin-Kreuzberg erfolgte in kooperativen Gesprächen mit allen beteiligten Instanzen. Mit unserer Initiative im letzten Sommer haben wir den Grundstein dafür gelegt, diese städtebaulich wichtige urbane Fläche nun in die weitere Entwicklung zu führen.

Entlang des Halleschen Ufers wird das Areal mit Büros, Einzelhandel und anderen Gewerbeformen gestaltet. Hierzu zählt auf Wunsch des Bezirkes auch das Hochhaus, in dem wir ursprünglich Wohnungen realisieren wollten. Im nördlichen Bereich des Areals entstehen nun 323 Wohnungen. Der entsprechende Grundstücksanteil wird vereinbarungsgemäß an die kommunale Wohnungsgesellschaft DEGEWO übergeben. Diese wird hier nun weiteren, in Berlin dringend benötigten Wohnraum schaffen. Unsere eigene, ursprüngliche Projektplanung für das Areal am Postscheckamt sah mit 623 Einheiten eine deutlich höhere Zahl an Wohnungen vor.

Das wesentliche Ziel der CG Gruppe lautet, günstigen Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten zu schaffen. Dies erreichen wir unter anderem durch digitales Bauen/BIM und serielle Bauteilfertigung. Wir engagieren uns als Treiber bei der Digitalisierung von Immobilien wie der Baubranche insgesamt. Zudem sind wir an der Realisierung des modernsten Fertigteilwerks der Welt in Erfurt beteiligt, das ab Frühjahr 2020 seine Produktion aufnimmt und eine Reduzierung der Rohbaukosten ohne Einschränkungen der Bauqualität und Architektur um 30 – 50 % bewirken wird. Auch mit ökologischen Innovationen wie CO2-neutralen Heizsystemen, die die gesetzlichen Vorgaben deutlich unterschreiten, setzen wir neue Standards.

In meinen Gesprächen mit Vertretern des Bundes, der Kommunen, der Bezirke oder unseren Partnern aus der Immobilien- und Baubranche mache ich mich für eine gemeinsame Wohnungsbauoffensive stark, um auch die sogenannte Mitte unserer Gesellschaft, also den Polizeibeamten oder die Krankenschwester als zahlenmäßig größte Gruppe mit bezahlbarem Wohnraum zu versorgen.

Die CG Gruppe AG baut deutschlandweit im Verbund mit der Consus Real Estate AG und der SSN Group AG im Jahr etwa 1.000 Wohnungen mit einer Gesamtfläche von rund 70.000 m². Hinzu kommen rund 20.000 m² Gewerbeflächen für Büros und Handel. 2020 werden es bereits mehr als 2.000 Wohnungen jährlich sein – und gemäß unserer Planung für den Zeitraum nach 2020 wird diese Prognose auf bis zu 4.000 Wohnungen jährlich steigen.

Gleichzeitig nehmen wir als ganzheitlich handelndes Unternehmen unsere gesellschaftliche Verantwortung vollumfänglich wahr. Wir setzen soziale und wirtschaftliche Impulse im Umfeld unserer Quartiersentwicklungen oder engagieren uns in der Förderung benachteiligter Kinder und Jugendlicher. Wir sind ein Immobilienentwickler, der seit über 20 Jahren gemischte urbane Quartiere plant und realisiert – und der alles daransetzt, den großen Bedarf an günstigem Wohnraum speziell in unseren Ballungsräumen zu decken.

Unser Leitspruch ist unsere Selbstverpflichtung: Wir schaffen Raum zum Leben.

 

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Gröner

Gründer und Vorstandsvorsitzender CG Gruppe AG