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Mietpreisbremse verstößt nicht gegen das Grundgesetz

Vor zwei Tagen hatte die große Koalition eine Verlängerung der Mietpreisbremse beschlossen. Heute hat hieß es vom Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe: Die Mietpreisbremse verstößt nicht gegen das Grundgesetz. Das bedeutet, dass Vermieter damit einen Eingriff in ihr Wohneigentum grundsätzlich dulden müssen.

Verfassungsgerichtsurteil zur Mietpreisbremse: Rechtlich möglich, politisch gescheitert

„Selbst wenn nun feststeht, dass die einmalige Mietpreisbremse rechtlich möglich war, ist das Instrument politisch gescheitert. Das gilt insbesondere für die kürzlich beschlossene Verlängerung auf zehn Jahre und die beabsichtigten Mietspiegelmanipulationen“, bewertet Andreas Ibel, Präsident des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes vom 18. Juli.

In der heute veröffentlichten Entscheidung erklärt das höchste deutsche Gericht die Mietpreisbremse in ihrer bisherigen Form vereinbar mit der Eigentumsgarantie, der Vertragsfreiheit und dem allgemeinen Gleichheitssatz.

Gericht hebt auch negative Folgen hervor

Allerdings hebt es auch eine Vielzahl an unerwünschten und negativen Wirkungen der Bremse hervor: Dazu zählen eine weitere Verknappung des Marktes, die überwiegende Bevorteilung von Besserverdienern und die Gefahr der Aufgabe von Vermietungen. Das Gericht führt anschließend aus, es sei jedenfalls „nicht vollkommen unwahrscheinlich“, dass auch einkommensschwache Haushalte Vorteile haben könnten.

„Für den verfassungsrechtlichen Bestand der Regelung mag diese Mutmaßung zwar gerade noch genügen. Politisch ist dieses Auseinanderfallen von Absicht und Wirkung aber nicht mehr haltbar! Die Mietpreisbremse öffnet die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter“, kritisierte BFW-Präsident Ibel.

Zeitliche Begrenzung eines der Hauptargumente

Als wesentliches Argument bei der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes tauchen immer wieder die Befristung der Bremse und die Orientierung an dem bestehenden Vergleichsmietensystem mit dem Bezugszeitraum von vier Jahren auf.

Scharfe Kritik vom BFW

„Hätte das Gericht seine schon am 18. Juli 2019 getroffene Entscheidung am letzten Freitag veröffentlicht, hätte der Koalitionsausschuss weder die Verlängerung der Mietpreisbremse noch die Verlängerung des Betrachtungszeitraums des Mietspiegels beschlossen. Wir hoffen, dass die Ministerien, die Bundesregierung und die Abgeordneten das Urteil im weiteren Verfahren berücksichtigen. Die Farce um die Mietpreisbremse muss ein Ende haben“, forderte Ibel. „So große Hoffnungen das Gesetz suggeriert, so wirkungslos ist es in der Praxis!“ (red)

Gewobag mit zwei Projekten für den Deutschen Bauherrenpreis nominiert

In der Fachwelt ist er als wichtigste Auszeichnung im Bereich des Wohnungsbaus bekannt: der Deutsche Bauherrenpreis. In der aktuellen Auslobung haben es gleich zwei Gewobag-Projekte auf die Liste der Nominierten geschafft. Mit der Amrumer Straße und ihrem als „Norderoog“ und „Süderoog“ bekannten Wohnen für Studenten sowie dem „Wohnpark Mariendorf“ konnte die Gewobag sich mit zwei von 33  aus insgesamt 230 eingereichten Projekten für die Schlussrunde qualifizieren.

Smartes Wohnkonzept und Cluster-System

Die Zwillingsbauten „Norderoog“ und „Süderoog“ überzeugen mit einem smarten Wohnkonzept und einem Cluster-System, welches private Rückzugsmöglichkeiten mit großzügigen Gemeinschaftsflächen verbindet. Die innovative Architektur gewährleistet künftig flexible Umnutzungsmöglichkeiten.

Projektbeteiligte bei der Amrumer Straße waren neben der Schrobsdorff Bau AG die GNEISE Planungs- und Beratungsgesellschaft mbH als Generalplaner sowie carpaneto.schöningh architekten und Lemme.Locke.Lührs Architektinnen.

Wohnpark Mariendorf

Im „Wohnpark Mariendorf“ hat die Gewobag 734 Wohnungen modernisiert und 73 durch Dachaufstockung neu geschaffen.  Damit wird der CO2-Ausstoß des Quartiers um 3.000 Tonnen pro Jahr reduziert. Der ganzheitliche Ansatz aus einem innovativen Energiekonzept, umweltschonenden Technologien, der umfänglichen Reduzierung von Barrieren, dem Neubau durch Aufstockung, einem Mobilitätskonzept sowie modernster Smart-Home-Technologie, macht den Wohnpark Mariendorf zum Vorzeigeprojekt.

Er ist unter der Leistung der Generalplaner Garsztecki + Hartmann sowie der Projekt Plan und Bau K2 GmbH entstanden.

Insgesamt 11 Preise werden im Februar 2020 vergeben

Insgesamt 11 Preise vergibt die Jury zur internationalen Bautec-Fachmesse im Februar 2020 in Berlin. Teilnahmeberechtigt sind alle privaten und öffentlichen Bauherren wie Wohnungsgesellschaften, und –genossenschaften, Investoren, Bauherrengruppen, Kommunen und Bauträger. Ziele des Wettbewerbes sind unter anderem, die Rolle der BauherrInnen als wegweisende PartnerInnen zu unterstreichen und ihre Verantwortung für die Qualität der Bauwerke und ihrer Städtebaulichen Einbindung hervorzuheben. (red)

Wohnungsbau in Berlin scheitert an Baugenehmigungen

Jetzt ist es amtlich – in der Hauptstadt werden zu wenige Baugenehmigungen erteilt und dadurch der Wohnungsbau stark behindert. In Berlin lag die Zahl der erfolgreich durchgeführten Genehmigungsverfahren für Wohnungsneubauten im ersten Halbjahr 2019 um rund 17 Prozent unter der des Vorjahreszeitraums.

Wohnungsbau in Berlin: Hohe Kosten, wenige Genehmigungen

Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg meldete aus den Bezirken, dass die Bauämter im ersten Halbjahr 2019 gerade einmal Genehmigungen für den Bau von 11.346 Wohnungen erteilten. Im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2018 sind es 2,2 Prozent weniger.

Am weitesten abgeschlagen ist dabei Pankow. Hier sanken die genehmigten Neubauten von fast 2.300 in 2018 auf 1.126. Das einzige Glanzlicht sind die Großprojekte in Treptow-Köpenick, die die Bilanz aufpolieren. Hier stieg die Zahl geplanter Wohnungen von 1.690 auf 2.526 im Halbjahr 2019.

Kritik von den Bauindustrieverbänden

Der Bauindustrieverband Ost e. V. kritisiert vor allem die überdurchschnittlichen langen Genehmigungsverfahren bei hohen bürokratischen Hürden, die hinter den Zahlen des Amts für Statistik stehen.

Dadurch verzögert sich natürlich auch die Fertigstellung der Neubauten. „Beim gegenwärtigen Tempo im Wohnungsbau wird es Jahre dauern, bis dieses Ziel auch nur annähernd erreicht wird, zwischenzeitlich erhöht sich der Nachholbedarf weiter. Bisher ist eine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt in Berlin nicht einmal in Sichtweite. Statt alle Kraft in die Bereitstellung von Bauland und die Erleichterung von Bauvorschriften zu stecken, verliert sich der Senat in einer Debatte um Mietendeckel und Enteignung. Damit entsteht nicht eine zusätzliche Wohnung“, so Dr. Robert Momberg, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Ost e. V.

Plus bei Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden

Lediglich beim Ausbau von Dachgeschossen oder der Änderung der Nutzung von Immobilien gibt es eine positive Entwicklung. So entstanden knapp 1.400 Wohnungen durch diese Art der Umbauten. Es gab in diesem Bereich also ein Plus von 10,4 Prozent. (aw)

Mietendeckel: Berliner Mieterverein stellt eigenes Konzept vor

Der Berliner Mieterverein (BMV) hat nun ein eigenes Konzept für einen landesweiten Mietendeckel vorgeschlagen. Statt die Mieten für die nächsten fünf Jahre einzufrieren, soll es verbindliche Obergrenzen geben.

Alternativer Mietendeckel vom Berliner Mieterverein

In Berlin wird man wohl nicht müde, Alternativen für den vom rot-rot-grünen Senat beschlossenen Mietendeckel zu finden. Dennoch ziemlich überraschend war, dass der aktuelle Vorschlag vom Berliner Mieterverein kam. Anderes als im bisherigen Eckpunktepapier erarbeitet, sollen die Mieten, so der Vorschlag der BMV, nicht eingefroren werden. Stattdessen sollen verbindliche Obergrenzen gelten, die vom Alter der Wohnungen und von deren Größe abhängen.

So könnte bei 25 Prozent der Berliner Mietwohnungen weiterhin die Miete steigen. Jedoch sollen Mieten unter den Obergrenzen maximal um 1,5 Prozent pro Jahr steigen dürfen. „Dies hat auch den Vorteil, dass Baugenossenschaften oder gemeinwohlorientierte Mieter weiterhin gut wirtschaften können“, sagte BMV-Geschäftsführer Reiner Wild.

Berechnungsgrundlage anders als beim Mietendeckel der Bausenatorin

Als Berechnungsgrundlage soll auch nicht der aktuelle Mietendeckel vom Mai 2019 dienen. „Als Basis sollen die Mittelwerte des Berliner Mietspiegels 2011 zuzüglich der Lebenshaltungskosten, die sich von 2010 bis 2018 auf insgesamt 12,2 Prozent beliefen, herangezogen werden“, sagte Wild am Dienstag. Denn dies sei das letzte Jahr gewesen, indem in der Hauptstadt die erforderliche Leerstandsreserve von drei Prozent noch existierte und kein Wohnungsmangel herrschte, so Wild weiter.

Nach der vom Mieterverein vorgelegten Tabelle liegen die zulässigen Mietpreishöchstwerte demnach zwischen 5,17 Euro je Quadratmeter und Monat für eine 1973 bis 1990 in Ost-Berlin errichtete Wohnung und bis zu 9,79 Euro für eine 2003 bis 2018 errichtete Wohnung.

Zuschläge für Modernisierungen weiterhin möglich

Zudem soll es weiterhin ohne behördliche Genehmigung möglich und teils umlagefähig sein, Modernisierungen durchzuführen. Die Zuschläge dafür müssen sich jedoch an festen Oberwerten orientieren. So sollen zum Beispiel energetische Maßnahmen mit Zuschlägen von bis zu 83 Cent je Quadratmeter möglich sein. Darüber hinaus sollen Kosten für Modernisierungen angepasst an den realen Baukostenindex in den folgenden Jahren steigen dürfen. „Damit wird ein enormer bürokratischer Aufwand vermieden“, sagte Wild.

Gleich bleibt, dass Neubauten von dem Mietendeckel ausgenommen sind. (aw)

Wohnungswirtschaft: Bauen in Berlin so teuer wie nie

Gut drei Milliarden Euro investieren Wohnungsunternehmen 2019 für Neubauten und Modernisierungen in Berlin. Doch was sie dafür bekommen, ist im Vergleich zu 2013 deutlich weniger. Denn Bauland in der Bundeshauptstadt wird immer teuer.

Baulandpreise lassen Wohnungswirtschaft tiefer in die Tasche greifen

Neben dem beschlossenen Mietendeckel treiben auch die aktuellen Entwicklungen der Baupreise die Wohnungsbranche um. Die Wohnungsunternehmen seien in Sorge, sagt Maren Kern, Vorsitzende des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU). So ergab eine Studie des Verbandes, dass die Baukosten pro Quadratmeter Wohnfläche zwischen den Jahren 2015 und 2019 um circa 38 Prozent gestiegen seien. Wo Unternehmen vor vier Jahren noch etwa 2.000 Euro Baukosten pro Quadratmeter veranschlagten, sind es heute laut BBU eher 2.750 Euro. Neben der Baupreisinflation seien vor allem gesetzliche Vorgaben der Grund für diese Entwicklung, erklärt die Verbandschefin.

Radikaler Anstieg der Baulandpreise – wenig freie Flächen

Wohnungsbauunternehmen fällt es immer schwerer, passende Grundstücke in der Hauptstadt zu finden. So könnten, nach einer Schätzung des BBU, allein die Genossenschaften in Berlin pro Jahr gut 2.000 Wohnungen errichten, ständen ihnen freie Flächen zur Verfügung. Derzeit bauen sie nur circa 1.000 Wohnungen pro Jahr. „Noch bauen unsere Unternehmen im Zuge der Nachverdichtung vor allem auf eigenen Grundstücken. Diese Reserve ist aber weitestgehend aufgebraucht.“, erklärt sie.

Darüber hinaus sind die Preise für neues Bauland in den letzten Jahren radikal angestiegen. Berechnungen des BBU ergaben, dass zwischen 2013 und heute die Baulandpreise um ganze 470 Prozent gestiegen sind. Um das in Berlin heiß diskutierte bezahlbare Wohnen zu ermöglichen, müsse auch bezahlbares Bauen ermöglicht werden, sagt Kern. Ein weiteres Problem: Die Firmen treffen wiederholt auf Widerstand der Nachbarschaften.

Investitionsausgaben auf Rekordniveau

Trotzdem befinden sich die Investitionsausgaben der 140 BBU-Mitglieder auf Rekordniveau. Genossenschaften und Wohnungsbaugesellschaften geben 2019 etwa 3,2 Milliarden Euro für Modernisierung, Instandhaltung und Neubau aus. Laut BBU seien die Ausgaben damit im Gegensatz zu 2018 noch einmal um 39 Prozent gestiegen. 7.513 Wohnungen sollen noch in diesem Jahr von dem Geld gebaut werden. Eine Fertigstellung von gut 44.700 neuen Wohnungen ist für den Zeitraum zwischen 2019 und 2023 geplant. Die Verbandschefin erklärt: „Innerhalb von nur fünf Jahren werden fast so viele Wohnungen errichtet, wie in den letzten 30 Jahren“. Die Investitionspläne seien ehrgeizig und müssen mit Blick auf den Mietendeckel refinanziert werden, sagt Kern. (lb/aw)

Bundesweit aktiver Bauentwickler KRIEGER + SCHRAMM mit Ludwig-Erhard-Preis 2019 ausgezeichnet

Der Ludwig-Erhard-Preis wird seit 1997 jährlich verliehen und würdigt ganzheitliche Managementleistungen deutscher Unternehmen und Institutionen. In der Kategorie „Kleine Unternehmen“ konnte sich die KRIEGER + SCHRAMM Unternehmensgruppe durchsetzen und wurde mit dem Ludwig-Erhard-Preis in Silber 2019 ausgezeichnet. In Kooperation mit der EFQM als europäische Stiftung zur Förderung von Spitzenleistungen werden in den Levels of Excellence Anerkennung im Sinne eines Liga-Prinzips vergeben. Dadurch werden die Organisationen auf dem Weg zur Excellence durch das Feedback der Assessoren systematisch unterstützt.

Excellence-Gedanke findet zunehmend Verbreitung

Thomas Kraus, Vorsitzender der Initiative Ludwig-Erhard-Preis, gratulierte bei der festlichen Preisverleihung in Berlin allen Gewinnern und lobte die exzellenten Unternehmen. „In diesem Jahr haben wir mehr Bewerber denn je. Besonders die zahlreichen Bewerber aus der Automobil-Industrie und dem Bildungssektor sind für uns ein positives Signal, dass der Excellence-Gedanke Verbreitung findet.“

Krieger + Schramm setzt sich ein für eine nachhaltige Projektentwicklung

KRIEGER + SCHRAMM wurde 1992 im thüringischen Dingelstädt gegründet und betreibt heute Niederlassungen in Frankfurt/Main, Kassel, München und seit 2018 auch in Berlin. Der moderne Baudienstleister steht für Qualität, Innovation und Leistungsfähigkeit, der die gesamte Wertschöpfungskette von der Grundstücksakquise, über die Planung, Bauausführung und Vertrieb bis weit über die Gewährleistungsphase hinaus abbildet. Dabei setzt sich das Unternehmen für eine nachhaltige Projektentwicklung ein und zeichnet sich aus durch ein umfassendes soziales Engagement.

Der Gründer und heutige geschäftsführende Gesellschafter Matthias Krieger hat als ehemaliger Leistungssportler die Mentalität und Zielorientierung aus dem Sport konsequent auf das Unternehmen übertragen – mit Erfolg. Durch eine ausgeprägte Mitunternehmer-Kultur und klar definierte Ziele schafft es KRIEGER + SCHRAMM die hochgesteckten Ziele zu erreichen.

Klare strategische Ausrichtung

„Wir freuen uns über die Auszeichnung mit dem Ludwig Erhard Preis und danken den Auslobern für diese besondere Ehrung“, so Matthias Krieger. „Unsere klare strategische Ausrichtung hilft uns allen, unsere Vision nicht aus den Augen zu verlieren. Wir fokussieren uns ganz klar auf unsere Schlüsselziele. Wir binden all unsere Mitunternehmer ein und arbeiten hart, aber mit Freude für die Erreichung unserer Ziele. Das macht KRIEGER + SCHRAMM so besonders! Ich bin stolz auf mein Team und freue mich auf die Zukunft“, macht Matthias Krieger deutlich.

Selbst global agierende Investoren nutzen die Expertise des thüringischen Unternehmens. Immer im Mittelpunkt stand dabei das wohngesunde Bauen im Vordergrund. „Im Bereich des Wohngesunden Bauens sind wir eine Benchmark“, erklärt Matthias Krieger. „Unsere Kunden sollen in einem gesunden Umfeld leben.“

Soziales Engagement

Besonderen Wert legte das Unternehmen auf seine regionalen Wurzeln. Ebenso wichtig ist das Ziel, das Thema Nachhaltigkeit, zukunftsorientiertes und umweltbewusstes Bauen in die Breite zu tragen. Bereits zum neunten Mal verlieh die Dagmar + Matthias Krieger Stiftung 2019 den DMK Award für nachhaltiges Bauen. Mit der Auszeichnung werden engagierte Architekten, Planer und Projektentwickler gefördert.

Mit großem Engagement fördert die Stiftung Bildung und Innovationen in der Region. Dabei werden ausschließlich gemeinnützige Zwecke verfolgt, Sport, Kultur und Bildung werden gefördert und unterstützt. Ein Beispiel ist die „Talent Company“, ein Projekt zur Berufsorientierung von Schülern. Auch für die Hauptstadt sind schon erste soziale Engagements geplant. So befindet sich Krieger + Schramm bereits in Gesprächen für die Gründung einer „Talent Company“ in Berlin. (red)

CG Gruppe AG: Weiteres Richtfest für urbanes Kiezquartier in Berlin-Friedrichshain

Im Friedrichshainer Samariter-Viertel nimmt eine weitere urbane Quartiersentwicklung der CG Gruppe Gestalt an. Aus einem ehemals unbewohnten Fabrikgelände entsteht ein attraktives Ensemble mit Raum für Wohnen, Arbeiten und Kultur. Typisch für den deutschlandweit tätigen Projektentwickler: Ein altes Fabrikgebäudeaus den 1890er Jahren wird erhalten und mit Liebe zum Detail in Wohnungen umgewandelt, obwohl es nicht unter den Denkmalschutz fällt.

Alt und Neu im Samariterviertel

Dazu Christoph Gröner, Vorstandsvorsitzender der CG Gruppe: „Die Kombination aus Neubauten und historischen Altbauten sowie eine Quartiersgestaltung, die bis ins Detail auf die örtlichen Gegebenheiten und Bedürfnisse ausgerichtet wird, ist uns bei innerstädtischen Entwicklungen ein besonderes Anliegen. Das Carré Sama-Riga im nachgefragten Berliner Stadtteil Friedrichshain bietet einen gelungenen Mix unterschiedlicher Angebote für nahezu jedes Einkommen.“

 

Christoph Gröner, Vorstandsvorsitzender der CG Gruppe AG | Foto: Marie Staggat

 

Quartier mit Wohn- und Gewerbebereich

Besonderes Merkmal des Quartiers ist die Aufteilung in einen Wohn- und Gewerbebereich. Ein maßgeblicher Teil der Gewerbefläche wird von dem sozialen Träger Lebensraum e.V. genutzt werden, der ein Familienzentrum im Erdgeschoss und eine Kita im 1. OG betreiben wird. Damit wird der von Planungsbeginn an verfolgte Grundanspruch der CG Gruppe nun erfolgreich umgesetzt.

Der ehemals stark verwilderte Standort war praktisch unnutzbar. Nun werden zahlreiche Details aus der geretteten historischen Bausubstanz in das Bauvorhaben integriert und das gesamte Areal wieder in die Kiezkultur eingegliedert. Die entstehende Hofsituation ermöglicht ein Miteinander von Wohnen, Arbeiten und Unterhaltung und trägt zum Austausch der künftigen Bewohner und Nutzer bei. Auch dieses Konzept war unter Einbezug der Nachbarschaft und Interessengemeinschaften im Umfeld entwickelt worden.

 

Das Carré Sama-Riga | Foto: bloomimages

 

Tiefgarage, Spiel- und Grünflächen

Das Carré Sama-Riga umfasst Neubauten an der Rigaer Straße und im Hofbereich. Die Neubauten und die Hoffläche werden mit einer Tiefgarage unterkellert, der Hof selbst erhält attraktiv gestaltete Spiel- und Grünflächen. Auf einer Gesamtfläche von ca. 12.150 m² realisiert die CG Gruppe an dem Standort 133 Mietwohnungen sowie etwa 2.600 m² Gewerbefläche und 78 Tiefgaragenstellplätze.

Das Bauprojekt mit einem Verkaufsvolumen von 44 Mio. € wurde entsprechend des Kerngeschäfts der CG Gruppe bereits an eine institutionelle Versorgungsanstalt übergeben und trifft auf eine rege Nachfrage. Die Mietpreise betragen je nach Ausstattung und Lage der Wohnungen etwa 11,50 € bis 13 €. Damit bewegen sie sich innerhalb eines Budgets, dass sowohl für Singles wie auch für kleine und große Familien realisierbar ist. Die ersten Mieter können voraussichtlich im kommenden Jahr einziehen. (red)

Richtfest für den neuen Unternehmenssitz der Berliner Volksbank im Quartier Bundesallee

Ein Meilenstein ist erreicht! Nachdem im November 2017 die Grundsteinlegung begangen wurde, haben die Berliner Volksbank und die CONSUS Real Estate AG (über ihre Tochter SSN Group) in Anwesenheit des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller, das Richtfest für das „Quartier Berliner Volksbank“ gefeiert. Als Teil des „Quartier Bundesallee“ entsteht hier der neue Unternehmenssitz der Berliner Volksbank. Die Landmark an der Bundesallee 206/Ecke Nachodstraße wurde von der Berliner Volksbank bereits schlüsselfertig erworben. Das „Quartier Bundesallee“ wurde von einem Unternehmen der SSN Group entwickelt. Neben dem markanten Gebäude gehören ein weiteres Bürohaus sowie vier Wohngebäude im ruhigen Innenhof mit 83 Wohnungen, davon 66 Mietwohnungen, zu dem Ensemble.

Richtfest des Quartiers Berliner Volksbank | Foto: Berliner Volksbank / © Marcel Schwickerath

Fertigstellung schon 2020

Mit der Errichtung des „Quartier Bundesallee“ werden die Blockränder an der Bundesallee und an der Nachodstraße wieder geschlossen. Der Entwurf für das Gebäudeensemble mit seinem eleganten Erscheinungsbild stammt vom Berliner Architekturbüro KSV Krüger Schuberth Vandreike. Das „Quartier Berliner Volksbank“ umfasst etwa 14.740 Quadratmeter Bürofläche. In der Tiefgarage entstehen 50 Pkw-Stellplätze, von denen 10 mit einer Elektroladestation ausgestattet sind. Außerdem sind 110 Fahrradstellplätze und Ladestationen für E-Bikes vorgesehen. Das Gebäude wird nach dem internationalen Nachhaltigkeits-Standard „LEED Gold“ errichtet. Die Fertigstellung ist für 2020 vorgesehen.

Visualisierung – Das neue „Quartier Berliner Volksbank“ Bildrechte: KSV Krüger Schuberth Vandreike

Modernes Flächennutzungskonzept

Für das „Quartier Berliner Volksbank“ wurde ein spezielles Flächennutzungskonzept entwickelt. Dazu wurden viele Arbeitsprozesse analysiert und die Beschäftigten befragt. Die Ergebnisse dienten dazu, das neue Raum- und Flächenkonzept zu entwickeln und als Open Space zu planen. Außerdem sind verschiedene Arbeitsmöglichkeiten speziell zur Förderung der Kommunikation, Konzentration und Regeneration sowie agile Projektflächen vorgesehen. Der Service für Privat- und Geschäftskunden wird erhöht. Im Erdgeschoss wird es neben einem Servicebereich und einer Coffee Lounge auch fünf unterschiedlich gestaltete Beratungsräume geben. Kundenberatungsräume sind im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss angesiedelt.

Richtfest der Berliner Volksbank:
v.l.n.r.: Bertram Vandreike (Architekt, Geschäftsführer KSV Krüger Schuberth Vandreike), Michael Müller (Regierender Bürgermeister von Berlin), Carsten Jung (Vorstandsvorsitzender der Berliner Volksbank), Andreas Steyer (CEO der Consus Real Estate AG) | Foto: Berliner Volksbank / © Marcel Schwickerath

Gewinn für die aufstrebende City West

Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin, sagte anlässlich des Richtfestes: „Die Berliner Volksbank gehört mit ihren mehr als 200.000 Genossenschaftsmitgliedern zu den großen Traditionsunternehmen unserer Stadt und der Region. Als Partnerin des gewerblichen Mittelstandes hat sie großen Anteil am wirtschaftlichen Aufschwung der letzten Jahre und ihr Engagement für die hiesige Kultur, Bildung und den Sport ist beispielgebend. Deshalb freut es mich besonders, dass die Berliner Volksbank mit ihrem Unternehmenssitz prominent in die City West zurückkehrt und diesen Standort zusätzlich beleben wird. Ich wünsche den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen erfolgreichen Start im neuen Quartier.“

Flexibles Arbeitsumfeld für die Mitarbeiter der Berliner Volksbank

Carsten Jung, Vorstandsvorsitzender der Berliner Volksbank, erklärte: „Mit unserem ,Quartier Berliner Volksbank‘ kehren wir in das Herz der City West zurück. Das hat für uns einen hohen symbolischen Wert. An diesem verkehrsgünstigen Standort verbinden wir unsere mehr als 70 Jahre lange Tradition als Genossenschaftsbank für den Mittelstand, das Handwerk und die Gewerbetreibenden mit den Vorzügen der Digitalisierung, insbesondere bei den Themen Service und Beratung. Zukunft braucht frische Ideen, veränderte Kultur und neuen Raum. In unserem ,Quartier Berliner Volksbank‘ setzen wir auch dank der Mitwirkung unserer Mitarbeiter ein zeitgemäßes und effizientes Flächennutzungskonzept um. Unser Anspruch ist es, ein flexibles Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem sich jeder wohlfühlt, seine Potenziale frei entfalten kann und wir als Team für unsere Mitglieder und Kunden gut zusammenarbeiten. Der Neubau gibt uns die Möglichkeit, den Wandel hin zu einer hochmodernen Genossenschaftsbank für unsere Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter weiter fortzusetzen.“

Ensemble fügt sich harmonisch in das Stadtviertel ein

Andreas Steyer, CEO der CONSUS Real Estate AG, die Hauptanteilseignerin der SSN Group, betonte die städtebauliche Bedeutung des Projekts: „Wir sind stolz, über die SSN Group die Hauptstadt mit diesen Projekten mitgestalten zu dürfen und dabei für die Berliner Volksbank ein neues Zuhause zu schaffen. Mit dem ,Quartier Bundesallee‘ revitalisieren wir diesen exponierten Standort und schließen die baulichen Lücken an der Bundesallee und der Nachodstraße. Wir haben hier ein sehr gut durchmischtes Büro-, Wohn- und Gewerbequartier mit einer hohen Aufenthaltsqualität entwickelt. Dabei wurde sehr großer Wert darauf gelegt, dass sich das Gebäudeensemble harmonisch in das Stadtviertel einfügt und architektonisch, ökologisch und städtebaulich höchsten Ansprüchen gerecht wird. In jeder Hinsicht setzen wir auf Nachhaltigkeit – etwa durch die Begrünung der Höfe sowie die Zertifizierung nach dem internationalen Standard LEED Gold.“

Moderne in einem traditionsreichen Umfeld

Bertram Vandreike, Geschäftsführer von KSV Architekten, sagt: „Das Ensemble wird nach außen von den drei neuen, zehngeschossigen Geschäftshäusern geprägt. Sie zeichnen sich durch eine abwechslungsreiche und individuelle Architektur aus und bekräftigen die Re-Urbanisierung dieses Standorts. Der Eingangsbereich zur Berliner Volksbank ist repräsentativ und markiert die Spitze des neuen Gebäudeensembles. Im ruhigen und grünen Quartiersinneren entsteht der Platz für zeitgemäßes Wohnen. Das schafft zugleich einen gelungenen Übergang zu den traditionellen Wohnquartieren am Prager Platz.“ (red)

Rot-Grün fordert Rückbau der A103

Die SPD und die Grünen im Bezirk Tempelhof-Schöneberg fordern in einem gemeinsamen Antrag den Rückbau der A103 in Steglitz. Ziel ist, Platz für Wohnungen und Gewerbe zu schaffen. Dafür wollen die Fraktionen laut SPD-Kreisvorstand an diesem Mittwoch einen Antrag in die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) einbringen. Demnach soll die sechsspurige A103 zwischen dem Steglitzer Kreisel und Sachsendamm zu einer vierspurigen Straße mit Fahrradstreifen umgebaut und die A100 im Bereich des Kreuzes Schöneberg überbaut werden.

Weniger Lärm und mehr Fläche für neues Stadtquartier

Die SPD begründet diesen Vorschlag unter anderem mit der geringen Nutzung der sechsspurigen A103. Laut Christoph Götz-Geene, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion, entspreche die Verkehrsbelastung auf dem Stück Autobahn zwischen Steglitz und Schöneberg mit 30.000 Fahrzeugen pro Tag eher einer vierspurigen Stadtstraße mittlerer Belastung.

„Mit der von uns vorgestellten Überdeckelung kann am Schöneberger Kreuz nicht nur eine deutliche Verbesserung des Lärmschutzes der Umgebung erreicht werden, sondern in erheblichem Umfang Fläche für ein ganzes neues Stadtquartier gewonnen werden“, erklärte Götz-Geene in der BVV.

Der 4,2 Kilometer lange Autobahnabschnitt war 1968 eröffnet worden, um eine Anbindung an die A111 nach Hamburg zu schaffen. Ursprünglich sollte eine Autobahnverbindung zwischen den Bezirken Schöneberg und Tiergarten bis nach Wedding errichtet werden. Aufgrund von heftigem Widerstand wurde das geplante Projekt nie realisiert.

CDU spricht sich gegen Rückbau aus

Die CDU kritisiert die Rückbaupläne der Bundesautobahn. „Es ist absurd, in einer wachsenden Stadt immerzu einen Rückbau von Straßen zu fordern. Den Vorschlag von Rot-Grün in Tempelhof-Schöneberg, die Westtangente der A103 mit nur noch vier Fahrspuren in eine Stau-Tangente zu verwandeln, lehnen wir daher ab“, sagte der verkehrspolitische Sprecher der Union im Abgeordnetenhaus, Oliver Friederici.

Einer Deckelung der Autobahn hingegen stimme die CDU grundsätzlich zu. Das Abgeordnetenhaus hatte erst letzten Donnerstag die Verkehrsverwaltung beauftragt, die Machbarkeit einer streckenweise Deckelung von Autobahnabschnitten oder Gleisanlagen zu prüfen. Damit wird auf den wachsenden Bedarf an Flächen reagiert, die bebaut werden können. Der Beschluss wurde im Verkehrsausschuss mit den Stimmen der Regierungsfraktionen von SPD, Grüne und Linke sowie der oppositionellen CDU gefasst.

Laut Friederici wolle die CDU die initiierte Machbarkeitsstudie für den Teilabschnitt der A100 am Dreieck Funkturm abwarten. „Daraus könnten sich neue spannende städtebauliche Perspektiven entwickeln“, so Friederici. (lb)

 

Berliner Wedding wird als neuer Bürostandort immer attraktiver

Durch den begrenzten Platz in der beliebten Berliner Innenstadt entstehen immer mehr Wohnungen und Gewerbebauten in den benachbarten Bezirken. Auch ehemals unattraktive Bezirke haben inzwischen viel zu bieten und sind bei Berlinerinnen und Berlinern deutlich beliebter. Vor allem der multikulturelle Ortsteil Wedding wird laut des global agierenden Immobilienberatungsunternehmens Colliers International immer attraktiver.

Positiver Umbruch nicht nur in der Brunnenstraße

Der Wedding gilt schon seit einigen Jahren als Szeneviertel. Nicht nur als Wohnlage, sondern auch als Bürolage ist er gefragter denn je. Das weiß auch Marcus Lehmann, Head of Office Letting in Berlin bei Colliers International: „Der Wedding als Ortsteil des seit Jahren stark nachgefragten Bezirks Mitte bietet vielen Unternehmen die Möglichkeit, noch freie Büroflächen zu finden.“

So haben neben Sanierungen und Neubauentwicklungen in den letzten Jahren einige Aufwertungen an bestehenden Bürogebäuden stattgefunden. Die Brunnenstraße gilt heute nicht mehr nur als „Verlängerung“ von Mitte, sondern als etablierte Szenegegend und interessante Anlaufstelle für Unternehmen. Auch die Scheringstraße hat mit dem Bürohaus „Grow Berlin“ den aufstrebenden Standort bereichert. Der Bezirk Wedding stelle laut Lehmann eine unglaublich spannende Umgebung dar, die aktuell einen positiven Umbruch erfährt.

Die Beuth Hochschule für Technik Berlin hat zudem in Wedding das größte ingenieurwissenschaftliche Studienangebot in Berlin und Brandenburg und zieht zahlreiche junge Talente in den Bezirk.

Wedding als neue Mitte

In den nächsten Jahren ist laut Lehmann neben den bereits vorhandenen Geschäften, Restaurants und Cafés mit vielen weiteren Projektentwicklungen für den Standort Wedding zu rechnen: „Das urbane Umfeld und die hervorragende Verkehrsanbindung bieten den zukünftigen Nutzern alle Annehmlichkeiten, die man auch in Mitte hat.“ .

Die Planung von Büroneubauten weiterer Eigentümer und Projektentwickler bewegen sich laut Lehmann weiter südlich in der Müllerstraße. In der benachbarten Gerichtsstraße wird der 20.000 Quadratmeter große Bürocampus New Courts zu einem Mietpreis ab 20 Euro pro Quadratmeter entwickelt. (tf)