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Kosten für Bauland in Berlin explodieren

Wer in Berlin bauen möchte, muss einiges an Grundstückskosten einplanen. Laut Angaben des statistischen Bundesamtes ist der durchschnittliche Quadratmeterpreis in Berlin um 77% gestiegen. 2016 mussten Investoren im Schnitt 393 Euro pro Quadratmeter Bauland zahlen – im letzten Jahr stieg der durchschnittliche Quadratmeterpreis auf satte 695 Euro.

Als Folge steigerten sich auch die Erlöse aus den Grundstücksverkäufen in Berlin um 26%. Bei den Grundstücken selbst verhielt es sich jedoch gegensätzlich. Die Anzahl an verkauften Grundstücken reduzierte sich um 155. Ebenso die verkaufte Fläche: 2016 wurden noch 2,4 Millionen Quadratmeter Bauland verkauft, 2017 hingegen nur noch 1,7 Millionen Quadratmeter. Diese Zahlen sind ein Indiz für sich verknappende Ressourcen auf dem Immobilienmarkt.

Es wird mehr Bauland in Randbezirken verkauft

Die verschiedenen Bezirke fallen in der Gesamtbetrachtung ganz unterschiedlich ins Gewicht. Während in Spandau die Kosten für einen Quadratmeter Bauland 2017 bei durchschnittlich 247 Euro lagen, zahlten Käufer in Friedrichshain-Kreuzberg fast 4900 Euro. Es scheint daher nicht verwunderlich, dass weniger als zwei Prozent der Verkäufe auf letzteren Bezirk entfielen. Das Landesamt für Statistik teilte jedoch mit, dass die hohen Kosten in dem Szenebezirk durch einen nicht näher definierten „Ausreißer“ zustande kamen.

Doch auch ohne den „Ausreißer“ lässt sich ein klarer Trend erkennen – und der geht in die Randbezirke. Die meisten Grundstücke wurden 2017 in Marzahn-Hellersdorf verkauft, gefolgt von Pankow, Treptow-Köpenick und Spandau. Was jedoch in der Statistik nicht auftaucht, sind die Charakteristika der Bezirke. In den Randbezirken sind beispielsweise wesentlich mehr freie Flächen verfügbar als innerhalb des Rings. Dazu kommen vielschichtige Unterschiede im Baurecht und den Zielgruppen der Bezirke. Viel. Ein rein statistischer Vergleich der Bezirke ist daher nur begrenzt aussagekräftig.

Grundstückskosten gefährden Projekte des Senats

Vor allem für die ehrgeizigen Ziele des Senats könnten die Grundstückspreise zum Problem werden. Die rot-rot-grüne Regierung hat sich vorgenommen, in dieser Legislaturperiode 30.000 neue Wohnungen zu bauen. Die Miete dieser Wohnungen soll zehn Euro je Quadratmeter nicht übersteigen. Sollten die landeseigenen Unternehmen für die Realisierung der Projekte jedoch Bauland ankaufen müssen, könnten diese Ziele gefährdet sein. „Als landeseigene Gesellschaft haben wir den Auftrag, bezahlbaren Wohnraum herzustellen“, bestätigte Stefanie Frensch, Geschäftsführerin der Wohnungsbaugesellschaft Howoge. „Die aktuelle Marktsituation macht es uns jedoch immer schwerer.“

Katrin Lompscher (Linke), Senatorin für Stadtentwicklung, erläuterte, dass der Erwerb von Grundstücken durch private Investoren unproblematisch sei, solange eine zügige Bebauung stattfinde. „Leider ist das aber häufig nicht der Fall, und hinter dem Erwerb steht vor allem die Erwartung an einen höheren Gewinn“, betonte die Senatorin. Auch bei den anderen Parteien herrscht Konsens über eine erwünschte zügige Bebauung. Dennoch dürfe der Senat nicht der Ausbau der Infrastruktur vor Ort vergessen , fordert der baupolitische Sprecher der CDU, Christian Gräff. „Das macht mehr Sinn, als unangemessen teure Immobilienankäufe in der Innenstadt durchzupeitschen.“

Senat fordert eine Spekulationspreisbremse

Um der Preissteigerung entgegenzusteuern, fordert der Senat eine Spekulationsbremse. Doch da das Land im Steuerrecht keine ausreichende Befugnis habe, müsse der Bund die Spekulation stärker regulieren, findet Senatorin Lompscher. „Berlin hat den Verkauf zum Höchstpreis längst eingestellt, der Bund muss endlich nachziehen“, so die Senatorin.

Als zusätzlichen Lösungsansatz auf Landesebene fordert die Vorsitzende des Verbands Berlin-Brandenburger Wohnungsunternehmen (BBU), Maren Kern, die Politik auf, „ernst zu machen mit einer aktiven Liegenschaftspolitik“. Sie sieht die Bebauung großer Eigentumsflächen, wie beispielsweise des Tempelhofer Felds oder der Elisabethaue, als Lösung für die Wohnungsnot. Das Ziel sei, „dass gemeinwohlorientierte Bauherren vergünstigtes Land für den Bau bezahlbarer Mietwohnungen bekommen.“ Bei diesen Flächen müsste sich der Senat jedoch gegen Anwohnerproteste und Bürgerinitiativen durchsetzen. (ke)

Senat verwirft Umbau von Olympiastadion in reines Fußballstadion

Die Leichtathletik-EM hat gezeigt, dass große Sportveranstaltungen nach wie vor Menschenmassen ins Olympiastadion locken können. Allerdings ist die Zukunft des Stadions ungewiss. Ankermieter Hertha BSC wünscht sich ein reines Fußballstadion, doch der Senat erteilt dem Umbau eine Absage.

Sportsenator Andreas Geisel (SPD) hält einen Umbau des Olympiastadions für „ziemlich ausgeschlossen“. Da das Land Berlin Eigentümer des Stadions ist, müsste der Umbau aus der Landeskasse finanziert werden. Damit verwirft der Senator seinen eigenen Vorschlag. „200 Millionen Euro Steuergelder einzusetzen und Hauptnutzer Hertha BSC sagt hinterher, so wolle er es nicht, ist ganz schön viel Geld. Das halte ich für ausgeschlossen“, erklärte der Sportsenator gegenüber dem rbb. Im Rahmen eines Umbaus wären LED-Leinwände angebracht, und die Tribünen näher an das Spielfeld geführt worden. Der Senat schlägt lediglich eine Modernisierung des Stadions vor, da nichtsdestotrotz die „Vorzugsvariante des Landes Berlin ist, dass Hertha weiter im Olympiastadion spielt.“

Hertha plant ein neues Stadion im Olympiapark

Hertha plant hingegen, angrenzend an das Olympiastadion ein neues Stadion zu errichten. Den Neubau würde der Verein privat finanzieren. Als Grund für die Abkehr vom Olympiastadion nannte der Fußballclub die Größe des Stadions. Es sei nie vollkommen gefüllt, weshalb bei den Spielen keine richtige Stimmung aufkomme. Daher soll das neue Stadion nur noch 55.000 Zuschauer fassen. Im Vergleich dazu – das Olympiastadion fasst knapp 75.000 Zuschauer. Den vom Senat vorgeschlagenen Umbau des Olympiastadions sieht auch der Verein als problematisch an. „Wir glauben nicht, dass es möglich ist, durch einen Umbau eine solche Atmosphäre herzustellen, wie wir sie brauchen. Das Olympiastadion kann man nicht steiler und kompakter bekommen“, sagte Hertha-Manager Michael Preetz dem Tagesspiegel gegenüber.

Momentan stehen einem Neubau jedoch einige Hindernisse im Weg. Das Land müsste Hertha die neue Fläche im Olympiapark überlassen. Zudem müsste die Infrastruktur ausgebaut werden. Das neue Stadion soll an den U-Bahnhof Ruhleben angebunden sein. Straßen müssten ausgebaut werden und neue Parkplätze entstehen. Außerdem spielen sowohl die Interessen der Anwohner aus Charlottenburg-Wilmersdorf, ebenso wie der Lärmschutz im Planungsprozess eine weitere Rolle.

Was wird ohne Hertha aus dem Olympiastadion?

Der Mietvertrag von Hertha BSC läuft 2025 aus. Die große Frage ist, was danach mit dem Olympiastadion geschieht. Ohne den Hauptmieter droht das Stadion die meiste Zeit des Jahres leer zu stehen. Das würde millionenschwere Verluste für das Land Berlin bedeuten. Aus diesem Grund versuchte der Senat, den Verein von einem Verbleib im Stadion zu überzeugen. Oder im Falle eines Neubaus zumindest einen Kompromiss auszuhandeln. Eine Möglichkeit wäre es, besucherstarke Spiele, wie Hertha gegen München, weiterhin im Olympiastadion auszutragen. Außerdem müsste der Verein eine Konkurrenzausschlussklausel unterschreiben, um dem Olympiastadion keine Gewinne abzuwerben.

Politisch wird ein Verbleib Herthas im Stadion von der FDP unterstützt. Stefan Förster, sportpolitischer Sprecher der FDP im Abgeordnetenhaus, plädiert dafür, alles beim Alten zu belassen. Er forderte provokativ, der Verein solle doch durch besseren Fußball und günstigere Konditionen Zuschauer ins Stadion locken. Allerdings steht die FDP mit diesem Vorschlag alleine dar, denn nicht nur die Parteien, auch Hertha BSC zeigte sich wenig begeistert. Die Koalition gab an, beide Möglichkeiten prüfen zu wollen, und sich nachfolgend festzulegen. Die CDU hingegen steht einem Neubau offen gegenüber.

Ist eine Entscheidung in Sicht?

Zurzeit sieht es nicht danach aus, als würden sich die Parteien bald einigen. Hertha hofft auf eine Entscheidung zugunsten seiner favorisierten Lösung, um zeitnah mit dem Neubau beginnen zu können. Auch der Sportausschuss des Abgeordnetenhauses plädiert für eine zügige Entscheidung. „Wir sollten möglichst noch in diesem Jahr, spätestens aber Anfang 2019 eine Entscheidung treffen, ob Hertha ein neues Fußballstadion bauen kann. Alles andere wäre unfair gegenüber dem Verein“, heißt es von Karin Halsch, Vorsitzende des Sportausschusses. Immerhin scheinen die Fronten sich in diesem Punkt einig zu sein. (ke)

Wohnungsnot wird durch komplexe Bürokratiestrukturen verschärft

Die Wohnungsnot in Berlin ist ein häufig diskutiertes Thema. Die Wirtschaft boomt, der Zuzug in die Hauptstadt reißt nicht ab. Prognosen zufolge werden in Berlin 2035 mehr als 4 Millionen Einwohner leben. Die Verknappung des Wohnraums spannt den Immobilienmarkt zusehends an. Laut der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung müssten jährlich ca. 10.000 neue Wohnungen fertig gestellt werden, um die Nachfrage zu stillen. Doch anstatt mehr Baugenehmigungen zu erteilen, wurden laut Amt für Statistik Berlin-Brandenburg im ersten Quartal 2018 weniger ausgestellt. Die Zahl der erteilten Baugenehmigungen belief sich auf 880, das sind knapp 23% weniger als im ersten Quartal des Vorjahres. Eine Vielzahl weiterer Anträge bleibt jedoch aufgrund fehlenden Personals unbearbeitet.

Bürokratische Hindernisse

Komplexe bürokratische Vorgänge werden als Kostentreiber beim Wohnungsbau gesehen. Neben langwierigen Genehmigungsverfahren sorgen auch staatliche Anforderungen für ein Ausbremsen des Bauprozesses. Gesetzliche Auflagen erhöhen die Baukosten um 10%. Die Zahl der Anforderungen an neue Bauprojekte hat sich laut ZIA seit 1990 von 5.000 auf knapp 20.000 vervierfacht. Neben der energetischen Gebäudesanierung muss auch auf den Lärm- und Brandschutz geachtet werden. Für letzteren gilt beispielsweise, dass Gebäude zwei nicht verbundene Fluchtwege haben müssen. Solche Maßnahmen müssen in die Planung mit einbezogen werden, was diese verkompliziert.

Politisch tut sich auf dem Gebiet nicht viel. Im vergangenen April stellte die Fraktion der FDP im Bundestag einen Antrag, der für Entbürokratisierungen plädierte. Im Antrag hieß es: „Laut dem Endbericht der Baukostensenkungskommission ist der Anstieg der Baukosten auf den Einfluss  von  Anforderungs-  und  Qualitätsveränderungen  zurückzuführen,  aber  auch  auf  gesetzliche  Änderungen.“ Die Kosten sollten durch eine verpflichtende Folgenabschätzung von neuen Gesetzen für den Wohnungsbau reduziert werden. Der Antrag wurde Anfang Juli letztendlich abgelehnt. Nach Ansicht von Union und SPD sei die Regierung schon auf dem besten Weg, ihre Ziele zu erreichen. Einzig eine vermehrte Bautätigkeit sei erforderlich, um die Wohnungsknappheit zu bewältigen. Die jetzige Regierung hat sich das Ziel gesetzt, in dieser Legislaturperiode 1,5 Millionen Wohnungen zu bauen.

Regionale Ansätze gegen die Wohnungsnot

Auch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sieht in der Bautätigkeit die Lösung. Maßnahmen, wie das kooperative Baulandmodell, werden vom Senat in den Vordergrund gerückt. Das Konzept des Senats sieht vor, bis 2021 rund 60.000 Wohnungen neu zu bauen, oder fertig zu stellen. Senatorin Katrin Lompscher dazu: „Wir sind auf einem guten Weg. Um das Defizit der vergangenen Jahre schrittweise abzubauen und den Wohnungsmarkt nachhaltig zu entspannen, müssen alle Beteiligten diesen konsequent weiter beschreiten“. Im vergangenen Jahr verfehlte der Senat sein selbstgestecktes Ziel um rund 8.000 Wohnungen.

Trotz der gegenwärtigen Wohnungsnot stoßen einige Bauprojekte auf Widerstand. Bürgerinitiativen und Anwohnerproteste legen dem Bau Steine in den Weg. Es entstehe der Eindruck, Bezirke würden absichtlich die Genehmigungsprozesse verlangsamen, um unliebsamen Konflikten mit Anwohnern aus dem Weg zu gehen, mutmaßte Andreas Becher, Vorsitzender des Bundes deutscher Architekten, gegenüber dem rbb. Investoren sind die Betroffenen der langen Prozesse. Laut einer Studie, die der WELT vorliegt, wurde „zeitaufwendige, bürokratische Kommunikation“ von jedem zweiten Unternehmen als Kostentreiber beim Neubau genannt.

Ist eine Lösung in Sicht?

Obwohl alle Seiten das Problem der Wohnungsnot erkennen, sieht es nicht danach aus, als würde die Bürokratie in naher Zukunft vereinfacht werden. Die Investoren wünschen sich ein Zurückschrauben der Standards, doch die Politik sieht keine Notwendigkeit dafür. Somit ist, zumindest in absehbarer Zeit, keine Einigung der verschiedenen Parteien in Sicht. Dennoch wird das Problem zumindest anerkannt und diskutiert. Das ist ein guter Anfang, aber nicht ausreichend, da die Zeit drängt und die Stadt immer weiter wächst. (ke)

AGROMEX feiert Richtfest für 135 Wohnungen in Köpenick

Der Berliner Projektentwickler AGROMEX feierte gestern Richtfest für sein Bauvorhaben in der Alten Kaulsdorfer Straße 25 in Köpenick. Nur wenige Monate, nachdem im März 2018 das Bodenplattenfest begangen wurde, sind nun bereits die Rohbauarbeiten für das Projekt abgeschlossen.

AGROMEX realisiert in der Alten Kaulsdorfer Straße drei Wohngebäude mit insgesamt 135 modernen Wohnungen, sowie einer gemeinsamen Tiefgarage mit 70 PKW- und 310 Fahrradstellplätzen. Gebaut werden die drei Wohnblöcke von Ed. Züblin. Die Entwürfe stammen von Fuchshuber Architekten. Ausführendes Architektenbüro sind die renommierten Berliner Planer von Scheidt Kasprusch. Die Wohnungen werden insgesamt ca. 9.900 m² vermietbare Fläche bieten. Die Bezugsfertigkeit ist für Sommer 2019 geplant. Primevest Capital Partners mit Sitz in Utrecht und Berlin, hat das Wohnungsbauprojekt bereits im Dezember 2017 für einen offenen Spezialfonds angekauft.

Vermietung der Wohnungen startet im Oktober 2018

Das Interesse an dem Objekt ist groß: Schon jetzt werden die Wohnungen rege angefragt. Wiederum startet die Vermietung im Oktober 2018.

Das Objekt ist günstig gelegen und infrastrukturell perfekt angebunden. In fußläufiger Entfernung befindet sich das Forum Köpenick mit zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten, ein Ärztehaus und die S-Bahnstation Berlin Köpenick. Mit dem Auto benötigt man etwa 30 Minuten bis Berlin-Zentrum, mit der S-Bahn sogar nur 19 Minuten.

Der Stadtteil Köpenick boomt enorm

Das rund 8.152 m² große Grundstück in der Alten Kaulsdorfer Straße liegt im Herzen des entwicklungsstärksten Bezirks von Berlin.Der Bezirk Treptow Köpenick punktet durch die zahlreichen Grünflächen und Erholungsmöglichkeiten. Keine andere Region Berlins weist so viele Wald- und Grünflächen auf wie Treptow-Köpenick. Das vorhandene Freizeitangebot enthält alle Facetten von Fahrradrouten über attraktive Sehenswürdigkeiten bis hin zu gastronomischen Highlights. Hinzu kommt, dass die Immobilienpreise in Treptow-Köpenick noch vergleichsweise niedrig sind.

Für Franz Rembold, Geschäftsführer von AGROMEX, ist entscheidend, den Charakter des Bezirks zu erhalten. „Wir legen besonderen Wert darauf, unsere Projekte in bestehende Kiezstrukturen einzupassen und qualitätsvollen Wohnraum mit intelligenten Grundrissen zu schaffen.“ (red)

Zeremonie mit besonderer Beschallung: Grundsteinlegung im Carré Sama-Riga

Unterschiedlicher könnten die Szenen nicht sein: Vor dem Bauzaun klappern selbsternannte Bürgeraktivisten mit Kochlöffeln auf Töpfen, hinter dem Bauzaun die fleißigen Bauarbeiter mit Messern und Gabeln beim festlichen Buffett. Bei der Grundsteinlegung des Carré Sama-Riga am letzten Freitag, einer Veranstaltung, die traditionell für die beteiligten Gewerke gedacht ist, protestierte eine kleine Aktionsgruppe mit „XXL Scheppern“ gegen das Bauvorhaben der CG Gruppe in der Rigaer Straße. Die direkt gegenüber bauende KW-Development GmbH wird von den Aktivisten hingegen ignoriert. Rückfragen dazu werden auch nicht beantwortet. Fast scheint es, als wüssten die Aktivisten tatsächlich nicht, dass hier zwei Bauherren neue Wohnungen bauen. Und natürlich entspricht Christoph Gröner als Vorstandsvorsitzender der CG Gruppe AG, der sich zuletzt in einer großen Doku öffentlich präsentierte, auf den ersten Blick ideal dem kapitalistischen Feindbild.

Dabei scheint für das Carré Sama-Riga die extreme Ablehnung unbegründet. Eine Brache wird mit Wohnungen bebaut, ein altes Gebäude aus den 1890er Jahren, welches nicht unter Denkmalschutz steht, wird freiwillig saniert. Insgesamt entstehen in Alt- und Neubau über 130 Wohnungen mit Kaltmieten zwischen 11 und 13 Euro pro Quadratmeter sowie kleinere Gewerbeeinheiten. Keine Luxuswohnungen oder Eigentums-Penthäuser. Keine Entmietung und kein Abriss haben hier stattgefunden. Für die Grundsteinlegung wurde den umliegenden Gewerbetreibenden, die über Umsatzeinbußen durch die teilweise Sperrung der Rigaer Straße zum Schutz der Baustelle klagen, angeboten, Aufträge zu übernehmen. Das Angebot wurde abgelehnt. Auch sonstige Bemühungen der CG Gruppe, den Gewerbetreibenden zu besseren Umsätzen zu verhelfen, blieben umsonst. „Hier auf der Baustelle gibt es so viele Bauarbeiter, die sich über Frühstück- oder Mittagsangebot freuen würden. Wer hier einen mobilen Stand aufbaut, dem würden die Speisen aus der Hand gerissen“, sagt ein CG Mitarbeiter.

Projektentwickler Gröner fordert die Einhaltung der Gesetze des Rechtsstaates

Bei seiner Rede dankt Christoph Gröner den Gästen „die sich getraut haben zu kommen“, den Projektpartnern und den Bauarbeitern. Sein besonderer Dank gilt auch den Polizisten, die die Baustelle von den Aktivisten abschirmten. Warum dies dies nötig ist, wird ebenfalls in Gröners Rede klar: Offenbar wurden schon des Öfteren Autos von Mitarbeitern oder Baufahrzeuge beschädigt. Zuletzt wurden die Scheiben des Leipziger Architekturbüros eingeworfen – während die Mitarbeiter drinsaßen. Dass Gröner abschließend mit deutlichen Worten das Durchgreifen des Rechtsstaates fordert, ist unter diesen Umständen mehr als verständlich.

Tatsächlich eignet sich die CG Gruppe auf den zweiten Blick dann doch nicht als ideales Feindbild. Wer sich die Engagements des Projektentwicklers ansieht, muss feststellen, dass er neben seiner Bautätigkeit auch sozial aktiv ist. In Berlin wird seit Jahren der Verein Laughing Hearts unterstützt, der Kinder aus Heimen fördert. In diesem Jahr hat Gröner sogar einen Bauernhof gekauft, auf dem nun jede Woche zig Kinder dem Heimalltag für ein paar Tage entkommen können. Auch in anderen Städten engagiert man sich. So wurde zum Beispiel in Dresden die Sponsoringpatenschaft für das Kulturfestival „Palais Sommer“ übernommen.

In der Baugrube des Carré Sama-Riga ist das Scheppern nur im Hintergrund wahrzunehmen. Auch als die Gäste der Grundsteinlegung schon  gegangen sind und die Bauarbeiter wieder ihre Arbeit aufnehmen, trommeln die Aktivisten weiter. Die Anwohner werden sich gefreut haben. (red)

SANUS AG feiert Richtfest für 4**** Lifestyle-Hotel in Kreuzberg

„Kreuzberger Nächte sind lang …“, so lautet ein berühmter Gassenhauer der Gebrüder Blattschuss aus den siebziger Jahren. Das Nachtleben des Berliner Szenebezirks ist nach wie vor legendär. Der Bezirk ist international bekannt für seine multikulturelle Bewohner und ein vielfältiges Kulturleben: Kreative, Gastronomen, Touristen und Lebenskünstler zieht es in den angesagten Kiez. Das Flair ist einzigartig und unvergleichlich bunt. Dabei ist Kreuzberg, trotz seiner zentralen Lage und der großen Attraktivität, immer noch wesentlich günstiger als Innenstadtbezirke in anderen Metropolen.

4**** Hotel mit 74 Apartments für Touristen und Nachtschwärmer

Nun feiert die SANUS AG in der Blücherstraße 12, inmitten eines belebten Wohn- und Geschäftsviertels, Richtfest für ein besonderes Neubauprojekt. Das Gebäude wird ein 4**** Hotel beherbergen und über 74 Apartments in unterschiedlichen Größen verfügen. Den Kreuzberger Kiez hautnah erleben und dabei modern, stylish und entspannt wohnen: Das wird der Anspruch des Hotels nach seiner Fertigstellung sein.

Kreuzberg: Lage mit Potenzial

Die SANUS AG hat das Potenzial dieser Lage früh erkannt. Kreuzberg ist mit seinem Karneval der Kulturen und dem lebhaftes Clubleben ein Besuchermagnet und mit öffentlichen Verkehrsmitteln optimal angebunden. Für das Unternehmen ist die Realisierung des Apartmenthotels das erste Projekt dieser Art. In Friedrichshain plant die SANUS AG bereits ein ähnliches Projekt in der Landsberger Allee. Vorstand Siegfried Nehls ist ein Visionär mit einem feinen Gespür für die Bedürfnisse der Hauptstadt, bei der Auswahl der Projekte berücksichtigt die SANUS AG die Besonderheiten des jeweiligen Standorts.

 

Anstoßen auf das Richtfest: v.l.n.r.; Jan Holstein, Geschäftsführer SANUS AG, Holger Siegel, Geschäftsführer Sicon GmbH, Peter Franke, Architekt und Bauleiter

Anstoßen auf das Richtfest: v.l.n.r.; Jan Holstein, Geschäftsführer SANUS AG, Holger Siegel, Geschäftsführer Sicon GmbH, Peter Franke, Architekt und Bauleiter | Foto: BERLINboxx

 

„Gerade Kreuzberg ist für viele Menschen anziehend. Ganz besonders auch für Menschen, die nur einen kurzen Besuch in der Stadt planen. Mit diesem Hotel haben diese Besucher die Möglichkeit, in den ganz speziellen Kreuzberg-Lifestyle einzutauchen und das besondere Flair dieses ikonischen Bezirks zu erleben“, so Jan Holstein, Geschäftsführer des Bauherrn.

Holger Siegel, Geschäftsführer der Sicon GmbH, eines der bedeutendsten Dienstleistungsunternehmen in der Projektentwicklung von Serviced Apartments, freut sich über das Projekt in dieser besonderen Lage: „Das Projekt hier in der Blücherstraße hat für uns einen ganz besonderen Stellenwert. Wir wollen damit in der Hauptstadt Fuß fassen und planen bereits weitere Projekte hier in Berlin. Gerade  in Kreuzberg haben wir das ganz spezielle Berliner Flair und wir freuen uns darauf, das Hotel nach seiner Fertigstellung hier im Kiez zu betreiben.“

Baubeginn war im Frühjahr 2017, nun wird bereits Richtfest gefeiert. Die Fertigstellung ist für 2019 geplant. (ak)

HD Gruppe expandiert nach Portugal: Grundstück für 158 Wohnungen in Lissabon gekauft

Die Berliner HD Gruppe expandiert nach Portugal. Der Investitionsfokus liegt auf der Metropolregion Lissabon. Kürzlich wurde von einer portugiesischen Familiendynastie ein rund 5.500 m² großes Grundstück im Norden Lissabons gekauft. Berater bei der Transaktion über 20 Mio. Euro waren JLL Portugal sowie die portugiesische Anwaltskanzlei PLMJ Advogados.

Auf dem Grundstück in der Lissabonner Stadtgemeinde (Freguesia) São Domingos de Benfica soll das erste Wohnungsbauprojekt des Unternehmens in Portugal entstehen. Es umfasst nach aktuellem Planungsstand drei Gebäude mit 158 Wohnungen sowie Büros, Einzelhandelsflächen und 215 Stellplätze. Die oberirdische Bruttogrundfläche beträgt ca. 22.400 m². Direkt daneben baut die portugiesische Zentralbank (Banco de Portugal) ein Verwaltungsgebäude für ca. 1.500 Mitarbeiter.

Lissabon und Portugal sind allgemein ein attraktiver Investitionsstandort

„Wir beobachten den portugiesischen Immobilienmarkt schon eine Weile und haben uns ein professionelles Netzwerk vor Ort geschaffen. Die Nachfrage nach Wohnraum insbesondere im Wirtschaftszentrum Lissabon steigt seit 2013 kontinuierlich an. Sowohl als Anlageobjekt als auch für die Eigennutzung, etwa durch Fachkräfte oder Studierende, die die Stadt für sich entdeckt haben. Auch für uns ist Lissabon ein attraktiver Investitionsstandort, an dem wir zukünftig Wohnbau- und Student Housing-Projekte realisieren wollen“, so Herbert Dzial, Gründer und Geschäftsführer der HD Gruppe, über die Pläne der HD Gruppe in Portugal.

Bereits jetzt werden andere Grundstücke für die Entwicklung und den Bau von Wohn- und Student Housing-Projekten in der Metropolregion Lissabon, so etwa in Estoril, Cascais, Carcavelos sowie Almada, evaluiert. Weitere Ankäufe über die portugiesische Tochtergesellschaft der HD Gruppe sind für das 3. Quartal 2018 avisiert. Erste Investoren sind dafür bereits gewonnen worden. Darüber hinaus richtet sich das Interesse der HD Gruppe auf die Universitätsstadt Porto.

Die Verwaltung in Lissabon arbeitet deutlich schneller als in Berlin

„Das Investitionsklima auf dem portugiesischen Immobilienmarkt wird von Jahr zu Jahr besser. Auch Genehmigungsprozesse für Bauvorhaben sind wesentlich unkomplizierter und schneller abzuwickeln als derzeit in Deutschland. Seit der Krise zwischen 2011 und 2014 erholt sich das Land mehr und mehr. So sind nicht nur ein florierender Tourismus sowie eine stark wachsende, kreative Start-up-Szene in Lissabon vorzufinden, sondern auch namhafte internationale Unternehmen wie Google oder Microsoft haben Büros sowie Technologie-Hubs in und um Lissabon eröffnet“, erläutert Dzial die Gründe für die Expansion nach Portugal. (cr)

Tradition versus Moderne: Wie kann Berlin die Wohnungsnot beseitigen?

Berlin braucht bis 2030 mindestens 194.000 neue Wohnungen, um mit dem Wachstum der Stadt Schritt zu halten und den mehr als angespannten Wohnungsmarkt zu entlasten. Dies ergab sich aus einem Zwischenbericht zum Stadtentwicklungsplan 2030, den die zuständige Senatorin Katrin Lompscher im Oktober 2017 dem Senat vorlegte.

Eine erschütternde Bilanz, die eigentlich sofortiges politisches Handeln erfordert. Doch an einen verbindlichen und detaillierten Masterplan traut sich die Senatsbaudirektorin bisher nicht ran.

Berlins Kleingärten könnten die Lösung für die Wohnungsnot bedeuten

Der Anwalt und Projektentwickler Arne Piepgras hat sich nun mit einer Idee eingebracht, die die Wohnungsnot mittelfristig beseitigen könnte. Sein Versuch sich mit einem offenen Brief an Berlins Bausenatorin Gehör zu verschaffen, blieb ohne Erfolg. Sie reagierte bisher nicht. Doch Herr Piepgras wird nicht müde, es weiter zu versuchen. Am vergangenen Wochenende veröffentlichte er nunmehr einen zweiten Brief, der seinen zugegebenermaßen brisanten Vorschlag noch weiter erläutert:

Kleingartenanlagen sollen für den Bau von günstigen Wohnungen zumindest teilweise weichen.  Zugegebenermaßen berührt er damit ein Tabu. Kleingärten sind einer gewissen Generation heilig und haben eine starke Lobby. Sogar im Rot-Rot-Grünen Koalitionsvertrag wurde eine dauerhafte Sicherung der Anlagen festgehalten. Insgesamt sind rund drei Prozent der Stadtfläche, ca. 3000 Hektar, mit den privaten Grünflächen bedeckt. Laut einer Kalkulation von Piepgras, könnten auf dieser Fläche etwa 400.000 Wohnungen gebaut werden. Doppelt so viele, wie man in Berlin in den nächsten zwölf Jahren braucht.

Berlin braucht unkonventionelle Lösungen, um sexy zu bleiben

Die Kalkulation birgt also Luft nach unten: Wird nur die Hälfte der Kleingartenfläche bebaut, ist Berlins Wohnungsproblem gelöst. Da sicherlich auch noch andere Flächen erschlossen werden können, reicht ggf. sogar ein Drittel der Flächen, um ein großes Problem dieser Stadt zu beheben. Denn gibt es erstmal wieder annähernd genug Wohnungen, entspannt sich auch die Mietpreissituation.

Ist es angesichts dieser scheinbar einfachen Lösung für ein prekäres und existentielles Problem nicht zwingend nötig, zumindest eine Debatte darüber zu führen? Wieso darf eine ältere Generation von Menschen in zentraler, gut angeschlossener Lage die Hälfte des Jahres wirtschaften und die jungen Familien müssen ins Brandenburger Umland ziehen und teilweise mehrstündige Pendelverbindungen in Kauf nehmen, weil die Mietpreise in Berlin für sie nicht mehr zahlbar sind?

Sind Kleingärten überhaupt noch zeitgemäß? Wäre es vielleicht sinnvoller die in Teilzeit und privat genutzten Anlagen an den Stadtrand zu legen, einen Teil der innerstädtischen Anlagen in gemeinsam genutzte Stadtgärten zu verwandeln und den verbliebenen Teil eben für den Wohnungsbau zu nutzen?

Dies sind alles berechtigte Fragen, die dringend in einer öffentlichen Debatte geklärt werden müssen, sinnvoll organisiert und begleitet von der Politik. Warum kann sich Frau Lompscher die Arroganz leisten, neue Vorschläge in der von ihr versäumten Wohnungsbaufrage gänzlich zu ignorieren?

Die Kleingartenanlage Kolonie Westend erstreckt sich auf ca. 600 x 800 m und ist bestens angebunden an die U-Bahn, die Stadtautobahn und sogar ein Klinikum und eine Sportanlage befinden sich im direkten Umfeld. Auch das Spreeufer ist nicht weit. Ist es wirklich so abwegig einen kleinen Teil davon mit Wohnungen zu bebauen?

 

Die Not am Wohnungsmarkt muss zum Umdenken bewegen

Angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt müssen auch die eingefleischten Berliner auf die jüngeren zum großen Teil zugezogenen Familien zugehen. Letztendlich muss es hier einen gemeinsamen Lösungsversuch geben oder wie Arne Piepgras es formuliert, nur „Zusammen“ kann etwas erreicht werden.

Andernfalls wird Berlin einen Ausverkauf der Restflächen an die höchstbietenden, aller Wahrscheinlichkeit nach ausländischen Investoren erleben. Nicht jeder Bezirk nutzt so vehement sein Vorkaufsrecht wie Florian Schmidt in Friedrichshain / Kreuzberg.

Um für alle jetzigen und zukünftigen Berliner genügend Wohnraum zu schaffen, werden unangenehme oder zumindest unorthodoxe Lösungen unabdingbar sein. Auch die Idee von Aldi auf Supermärkten Wohnungen zu bauen, war zunächst ungewöhnlich und stieß auf Kritik. Inzwischen sind die ersten Modellprojekte bereits im Bau, denn ganz so abwegig ist die Idee auf den zweiten Blick eben doch nicht.

So erlebt es auch Arne Piepgras mit seinem Vorschlag. Inzwischen hat er durchaus einige Unterstützer gewonnen. Nun fehlt nur noch die Reaktion der Bausenatorin. (uc)

Pankow bekommt 2.000 neue Wohnungen auf Rangierbahnhof

Seit acht Jahren laufen Diskussionen über das Areal an der Granitzstraße. 2010 hatte der Investor Kurt Krieger das ehemalige Bahngelände in Pankow erworben. Gemäß dem Berliner Modell sollen dort künftig 2.000 Wohnungen mit 30 Prozent Sozialwohnungen, eine Schule, diverse Geschäfte und ein Fachmarkt mit einer Verkaufsfläche von 25.000 Quadratmetern realisiert werden. Insgesamt beläuft sich das Grundstück auf 34 Hektar.

Zusätzlich soll noch ein Park sowie ein Parkhaus für 1.000 Fahrräder in der Nähe des U- und S-Bahnhofs Pankow errichtet werden.

Bezirksamt Pankow und Investor einigen sich

Zu dem umstrittenen Projekt wurde am 25.04.2018 eine Grundsatzvereinbarung zwischen dem Investor Kurt Krieger, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Katrin Lompscher (Linke) und dem Bezirksbürgermeister Sören Benn (Linke) erstellt. Laut Investor liegen die Kosten bei circa 500 Millionen Euro. Mit der Grundsatzvereinbarung haben die jahrelangen Diskussionen ein Ende. Krieger wollte ursprünglich zwei Möbelhäuser und ein großes Einkaufszentrum bauen. Das Bezirksamt Pankow setzte dagegen mehr auf den Bau neuer Wohnungen und eine verbesserte Infrastruktur.

Die ursprünglichen 30.000 Quadratmeter für das Einkaufszentrum wurden schließlich auf 25.000 Quadratmeter heruntergehandelt. Dass dort überhaupt ein Einkaufszentrum errichtet werden soll, stößt auf viel Kritik. „Wir brauchen dort kein Klein-Alexa, sondern ein lebendiges Quartier“, so ein baupolitischer Sprecher. Erfreuen darf sich der Bezirk zumindest über die durch die Grundsatzvereinbarung mehr ausgehandelten Wohnungen.

Ehemaliger Rangierbahnhof hat großes Potenzial

Die Details über die künftige Planung muss im weiteren Fortgang geregelt werden. Ein wichtiger Faktor ist, dass das Areal offiziell noch immer als Bahngelände gilt. Der Flächennutzungsplan muss dementsprechend für die Bebauung geändert werden. Laut Lompscher soll das im Herbst 2018 vonstattengehen.

Die Vereinbarung bietet ein Grundgerüst für die nächsten Schritte. Sowohl ein städtebaulicher Vertrag mit Krieger, als auch die Entwicklung eines Bebauungsplans soll in naher Zukunft realisiert werden. Von der Prenzlauer Promenade soll durch das Gelände hindurch eine neue Straße errichtet werden. Daher muss auch ein Verkehrskonzept erstellt werden. Zudem stehen die Planungen einer zusätzlichen Straßenanbindung und ein Radschnellweg auf dem Gebiet des Pankower Tors im Raum. (ls)

TRION Leipziger Platz: Tiefbauarbeiten schreiten planmäßig voran

Ein halbes Jahr nach dem Spatenstich laufen die Arbeiten am Projekt TRION Leipziger Platz planmäßig ab. Die Baugrube soll trotz der großen Herausforderung, die diese an die Projektdurchführung stellt, termingerecht im Herbst dieses Jahres fertiggestellt werden.

TRION Leipziger Platz: Büro- und Geschäftshaus

Auf dem Eckgrundstück Leipziger Platz 18 errichtet der Bauherr F100 Investment AG mit seinem Projektentwickler FREO GmbH zwischen Ebertstraße und Leipziger Platz ein Büro- und Geschäftshaus, das den Namen TRION Leipziger Platz tragen und oberirdisch über rund 10.000 Quadratmeter BGF verfügen wird. Der Entwurf sieht einen siebengeschossigen Sockelbau vor, der zur Platzecke hin von einem viergeschossigen gestaffelten Turmaufbau gekrönt wird. Im Untergeschoss wird eine Tiefgarage entstehen.

Exponierte Lage

Der Leipziger Platz 18 ist ein exponiertes Grundstück: Es ist umschlossen von verkehrsreichen Straßen, im Untergrund befinden sich zwei Bahntunnel und der unmittelbare Nachbar ist die Kanadische Botschaft. Das Büro- und Geschäftshaus TRION Leipziger Platz wird sich als Nordwest-Abschluss in die oktogonale Figur des Gesamtareals harmonisch einfügen und dennoch ein eigenständiges, Identität stiftendes Gebäude sein.

Entwurf des Berliner Architekturbüros léonwohlhage

Der Entwurf für das Gebäude stammt von den renommierten Berliner Architekten léonwohlhage, die den 2016 ausgelobten Wettbewerb gewonnen haben.

Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Mitte 2020 avisiert. (ak)