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Sinkende Baugenehmigungen und Wohnraummangel – Berlin als Neubau-Verhinderer Nummer Eins

Die Genehmigungen für den Bau von neuem Wohnungsraum in deutschen Städten sinken stetig. Von Januar bis Juli 2019 wurden in Deutschland insgesamt 3,4 Prozent weniger Wohnungsneubauten genehmigt als im Vorjahreszeitraum. Die Hansestadt Hamburg, die sich 2018 noch als Spitzenreiter beim Neubau rühmen konnte, musste einen hohen Rückgang von 36 Prozent in Kauf nehmen. Präsident des Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Andreas Ibel sieht die sinkenden Baugenehmigungen kritisch: „Die ausgewiesenen Bauflächen sind ausgereizt, die Projekte abgearbeitet. Es ist deshalb unabdingbar, dass nun in großem Maßstab neues Bauland für den Wohnungsbau ausgewiesen wird.“

Stärkster Rückgang in den A-Städten – Berlin an oberster Stelle

Ausgesprochen schlimm trifft es die Bundeshauptstadt, in der bezahlbarer Wohnraum Mangelware ist. Ibel bezeichnet Berlin sogar als „Neubau-Verhinderer Nummer Eins unter den sieben A-Städten.“ Demnach sei die Anzahl der Grundstücke, die als Bauland genutzt wurden, in den letzten zwei Jahren um die Hälfte zurückgegangen. Im ersten Halbjahr 2019 konnten 13 Prozent weniger Baugenehmigungen durchgesetzt worden. Dieser Umstand ist angesichts des angespannten Wohnungsmarktes besonders prekär.

Wohnungsneubau nur durch die Zulassung von mehr bezahlbarem Bauland

Laut Ibel könne die Trendwende beim Neubau nur eingeleitet werden, wenn mehr bezahlbares Bauland zugelassen wird: „Neue Wohnungen können nur geplant werden, wenn man auch weiß, wo man sie bauen soll.“ Ein weiteres Problem sind die nicht endenden Bebauungsplanverfahren, die bis zu neun Jahre andauern können. Ist dieser Prozess überstanden, können sich die Antragsteller aber immer noch nicht freuen. Denn im Anschluss muss noch ein langes Genehmigungsverfahren durchlaufen werden, bis tatsächlich gebaut werden kann.

Die Krise im Wohnungsneubau macht sich zieht drastische Folgen nach sich. Immer weniger Investoren möchten ein Risiko eingehen und in der Hauptstadt investieren. Gemäß einer Umfrage des Landesverbandes Berlin-Brandenburg gab ein Großteil der Immobilienunternehmen an, geplante Investitionen gestoppt zu haben. Ibel warnt, dass Bauherren durch die zunehmend investorenfeindliche Stimmung, den Mietendeckel und die Enteignungsdiskussion verschreckt würden. (sz)

100-jähriges Jubiläum Groß-Berlin – Internationaler Städtebauwettbewerb „Berlin-Brandenburg 2070“

Groß-Berlin, so wie wir es heute kennen, wird im nächsten Jahr 100 Jahre. Anlässlich des Jubiläums plant die Stadt Berlin, im Rahmen eines internationalen Architekturwettbewerbs, innovative Ideen für die zukünftige Stadtentwicklung vorzustellen.

100 Jahre Groß-Berlin – eine Geschichte von Stadtentwicklern

Bereits 1910 widmeten sich ambitionierte Denker der Entwicklung des Stadtbilds und legten grundlegende Bausteine für die städtebauliche Gestaltung Berlins. Ziel des bevorstehenden Events ist es, nachhaltige Visionen für die rasant wachsende Metropolregion im Jahr 2070 zu entwickeln.

Der Wettbewerb wurde von dem Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin (AIV) auf den Weg gebracht. Laut Vorsitzendem Tobias Nöfer läge die Wichtigkeit dieser Veranstaltung darin, dass die Großstadtregion von morgen nur mit vereinten Kräften lebenswert gestaltet werden könne.

Bis April nächsten Jahres müssen alle Beiträge und strategischen Überlegungen der Teilnehmenden zu den städtebaulichen Vorstellungen eingereicht werden.

Ausstellung „100 Jahre (Groß-)Berlin. Ein unvollendetes Projekt“

Mit der öffentlich zugänglichen Ausstellung „100 Jahre (Groß-)Berlin. Ein unvollendetes Projekt“ im Kronprinzenpalais in Berlin-Mitte ab dem 01. Oktober bis Ende des Jahres 2020 findet der internationale Städtebauwettbewerb seinen Höhepunkt. Neben der Vorstellung der Wettbewerbsbeiträge sind hier Besonderheiten im Stadtbild der Metropole zu sehen. Zu bestaunen sind unter anderem die Berliner „Mietskasernen“, zahlreiche Grünflächen und UNESCO-Welterbesiedlungen. Im Rahmen der Ausstellung wird auch der Gewinner des ersten Platzes bekannt gegeben, der sich über eine stattliche Summe von 70.000 Euro freuen kann.

Groß-Berlin 2020 – Städtebaulichen Herausforderungen mit nachhaltigen Ideen entgegentreten

Der Wettbewerb wird von einigen Kolloquien begleitet. Dort können Fragen zu relevanten Themen wie Mobilität in der Region, Klima und Energie, oder Wohnen und Arbeiten diskutiert werden. Mit Hinblick auf die zunehmende Digitalisierung, den Klimawandel und das Städtewachstum debattieren fachliche und zivilgesellschaftliche Vertreter Ideen für die zukünftige Entwicklung der Metropole. Die Teilnehmenden stellen sich brennenden Fragen nach der Vereinbarkeit von Verkehr mit dem Ziel der Klimaneutralität Berlins, oder begeben sich auf die Suche nach der Umsetzung einer digitalen Vernetzung von Wohnen, Arbeiten und Wissenschaft.

Partner des Projekts sind die Technische Universität Berlin, das Leibnizinstitut für Raumbezogene Sozialforschung und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen Berlin. Zu den Sponsoren zählen bisher unter anderem die Berliner Volksbank, die Deutsche Bahn, die Copro-Gruppe und alle landeseigenen Berliner Wohnungsbaugesellschaften. (sz)

 

Mietenwahnsinn Berlin: Studentenwohnungen sind Mangelware

Immer mehr junge Menschen streben nach dem Schulabschluss ein Hochschulstudium an. Im Wintersemester 2018/2019 waren stattliche 2.867.586 Studenten an deutschen Hochschulen immatrikuliert. Ein weiteres Ansteigen der Zahlen wird für die Zukunft erwartet. Besonders begehrt sind Studienplätze in den großen Metropolen, wo in den Sommermonaten der Run auf eine Bleibe beginnt. Doch die Wohnungssituation in den deutschen Metropolregionen ist angespannt. Die Städte kämpfen mit steigenden Bevölkerungszahlen und einem Wohnungsbau, der nicht hinterherkommt. Ein Wunschziel für viele angehende Akademiker ist Berlin. Die Stadt, die aufgrund der extrem gestiegenen Preise in den letzten Jahren zum Sinnbild für den Mietenwahnsinn geworden ist. Bezahlbarer Wohnraum ist Mangelware in der Stadt! Gerade für junge Studenten, die meist mit einem schmalen Budget nach einer Unterkunft in Studentenwohnheimen, WGs oder Einzimmerwohnungen suchen, gibt es nur wenige Möglichkeiten.

Schwindelerregende Zahlen

Denn auch die Zahlen sind schwindelerregend. Fast 191.000 Menschen sind an den Hochschulen der Hauptstadt eingeschrieben. Viele dieser Studierenden hoffen, einen der begehrten Wohnheimplätze zu ergattern. Allerdings konnte das studierendenWERK BERLIN zu Beginn des Wintersemesters 2019/2020 nur 9.158 Wohnheimplätze zur Verfügung stellen – bei bereits über 3.500 Studierenden auf der Warteliste.

Die Lage wird sich voraussichtlich weiter verschärfen, da zum Wintersemester 2019/2020 über 20.000 Abiturienten erwartet werden. Es sind zwar neue Studentenwohnheime geplant, allerdings können diese nur ca. 50 bis 80 Studierende beherbergen. Angesichts der aktuellen Schließung des Wohnheims Hafenplatz in Kreuzburg mit über 400 Plätzen ist das nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Doch auch wenn Studierende eine Zusage für einen Wohnheimplatz bekommen, kostet dieser im Durchschnitt monatlich immerhin 400 Euro.

Senat kann Versprechen zu Schaffung von Studentenwohnungen nicht halten

Aufgrund der prekären Lage in der Hauptstadt hat sich der Senat im Jahr 2015 das Schaffen von 5000 neuen Wohnungen in Berlin zum Ziel gesetzt. Allerdings wurden bisher nur knapp 1400 der versprochenen Wohnraumplätze zur Verfügung gestellt. Nun sollen die Verwaltungen effektivere Umsetzungsstrategien entwickeln. Auch die Wohnungsbaugesellschaften planen, zukünftig sechs Prozent der neugebauten Wohnungen an Studierende vermieten. Zusätzlich ist in Planung, aktuell an Geflüchtete bereitgestellte Wohncontainer schneller an Studenten zu vermieten. Durch diese Maßnahmen soll etwas Druck vom Kessel genommen werden.

Sicher ist: Studenten müssen weiterhin viel Geduld aufbringen und mit  hohen Mietpreisen sowie langen Wartezeiten rechnen. Das studierendenWERK BERLIN empfiehlt daher, gegebenenfalls vorerst auf Wohnungen am Stadtrand ausweichen. (sz)

Architektonisches Highlight in Charlottenburg: Richtfest der CG Gruppe am Ernst-Reuter-Platz

Nahezu im Monatstakt führt die CG Gruppe AG bundesweit Grundsteinlegungen, Richtfeste, Bezugsfertigkeiten und die Vorbereitung von großvolumigen Wohnungsneubauten und fertig sanierten Umnutzungen zu Wohnungen aus. Es wurden so im Durchschnitt jährlich mehr als 1.000 Wohneinheiten fertiggestellt und damit etwa drei Wohneinheiten pro Arbeitstag dem deutschen Wohnungsmarkt zugeführt. 

Als wirksame Antwort auf die drängenden Fragen zur Lösung des Wohnungsnotstandes in den deutschen Ballungszentren kündigt die CG Gruppe AG an, die Schlagzahl zur Herstellung von Mietwohnungen weiter zu steigern. Das nächste neue Mietwohnobjekt entsteht in Berlin-Charlotttenburg.

Schließung einer städtebaulichen Lücke

Der größte Mietwohnungsentwickler Deutschlands, die CG Gruppe, feierte das Richtfest an der Residenz am Ernst-Reuter-Platz. Das architektonische Highlight inmitten des beliebten Berliner Innenstadtbezirks Charlottenburg schließt eine städtebauliche Lücke an dem durch Forschung, Arbeit und Gewerbe geprägten zentralen Stadtraum. Der Standort wird vervollständigt und um das dringend benötigte Segment Wohnen bereichert. Mit dem Objekt entstehen 141 attraktive Mietwohnungen zwischen 46 und 165 Quadratmetern sowie 52 Tiefgaragenplätze. Fertig gestellt werden soll das im kommenden Jahr; das Verkaufsvolumen beträgt 57 Mio. EUR.

Richtfest an der Residenz am Ernst-Reuter-Platz: V.l.n.r.: Uwe Hallas, Geschäftsführer CG Bauprojekte GmbH, Klaus Hüpping, Niederlassungsleiter Berlin CG Gruppe AG, Jürgen Kutz, Vorstand CG Gruppe AG. Foto: CG Gruppe AG, MIKA-Fotografie | Berlin

Die Residenz am Ernst-Reuter-Platz liegt in direkter Nachbarschaft zum TU Campus Berlin, der mit rund 15.000 Beschäftigten einer der größten innerstädtischen Universitätsstandorte Europas ist. In unmittelbarer Nähe befindet sich zudem der zwischen Otto-Suhr-Allee und Fraunhoferstraße gelegene Campus der Deutschen Bank, auf dem rund 2.500 Mitarbeiter arbeiten. Jürgen Kutz, Vorstand der CG Gruppe, betont: „Neubau ist die effektivste Maßnahme, die zu einer dauerhaften Entlastung am Wohnungsmarkt führt und den Belangen aller Marktteilnehmer, also insbesondere Bauherren, Vermietern und Mietern, gerecht wird.“

Richtfest an der Residenz am Ernst-Reuter-Platz: V.l.n.r.: Richard Reiher, Projektleiter CG Gruppe AG, Uwe Hallas, Geschäftsführer CG Bauprojekte GmbH, Klaus Hüpping, Niederlassungsleiter Berlin CG Gruppe AG, Olaf Göbel, Senior Projektleiter CG Gruppe AG. Foto: CG Gruppe AG, MIKA-Fotografie | Berlin

 

Residenz am Ernst-Reuter-Platz: Zentrales architektonisches Highlight mit nachhaltiger Bauweise 

Der Entwurf des renommierten Architekturbüros Hemprich Tophof sieht einen 8-geschossigen, U-förmigen Gebäudekomplex mit geschwungenen Balkonen und großzügigen Fensterflächen zum grünen Innenhof vor, die assoziativ an den Namensgeber der Straße, den Optiker und Physiker Joseph Fraunhofer erinnern. Dieser hatte schon Anfang des 19. Jahrhunderts Experimente zur Wellenförmigkeit und Beugung des Lichts durchgeführt.

Visualisierung: Residenz am Ernst-Reuter-Platz. Bildquelle: CG Gruppe AG

Ein besonderer Schwerpunkt der Residenz am Ernst-Reuter-Platz liegt auf der Einsparung von CO2. Die CG Gruppe nutzt dafür umweltfreundliche Innovationen, wie Photovoltaikmodule auf dem Flachdach, eine effiziente Wohnraumlüftung, CO2-schonende Heizungssysteme und ökologische Dämm- und Baustoffe. Wie auch bei anderen Bauprojekten steht für das Unternehmen neben der Einsparung von Heiz- und Stromkosten das zukunftsorientierte Bauen im Vordergrund. Ziel ist es, so einen nachhaltigen Beitrag für kommende Generationen zu leisten.

Zentrale Lage mitten in Charlottenburg

Standortspezifisch zeichnet sich der Ernst-Reuter-Platz vor allem durch seine zentrale Lage und gute Verkehrsanbindung aus. In unmittelbarer Nähe befindet sich der Kurfürstendamm, der umfassende Kultur- und Einkaufsmöglichkeiten bietet. Entspannungssuchende können sich über die Nähe zum Tiergarten oder zum Berliner Zoo freuen und auch die Technische Universität Berlin, eine der renommiertesten Universitäten Deutschlands, befindet sich in unmittelbarer Nähe. (red)

B-Part Artist Studio

Mit dem B-Part Artist Studio wird Raum für Künstler geschaffen, in dem Kunst zum Leben erwacht. Erster Künstler im B-Part Artist Studio ist Boris Hegenbart.

Mit Flaechenfinder arbeitet der gebürtige Berliner Klangkünstler Boris Hegenbart (*1969) in den B-Part Artist Studios am Gleisdreieck an einer ortsspezifischen Arbeit in drei Teilen, die auf die Umgebungsklänge der temporären (Holz-)Architektur des B-Parts Am Gleisdreieck in Berlin reagiert. Ein Einblick in die Studioarbeit und auf den aktuellen Zwischenstand der Intermedia Installation gibt es vom 6. bis 14. September 2019. Die Installationen werden dann abschließend im Sommer 2020 gezeigt.

Boris Hegenbart ist freischaffender Komponist und Musiker für elektro-akustische Musik und Klang-Kunst. Sein Studium absolvierte er am Institut für elektroakustische Musik und elektronische Medien in Wien (ELAK) und vertiefte seinen Schwerpunkt Live-Elektronik an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien. Hegenbarts Arbeit erstreckt sich von Sound-Installationen über elektroakustische Konzerte und Performances bis hin zu Kompositionen für Theater, Tanz und experimentelle Video-Kunst. (dd)

Öffnungszeiten:

  • 6. September 2019, 18-22 Uhr
  • 7. September 2019, 14-18 Uhr
  • 11.-14. September 2019, 14-18 Uhr

Wohnraum – ein knappes Gut

Wohnraum ist ein knappes Gut. Insbesondere im preisgünstigen Segment fehlen vielerorts Wohnungen. Gleichzeitig sehen sich viele Branchen derzeit mit einem zunehmenden Fachkräftemangel konfrontiert, der Berufe verschiedener Qualifikation gleichermaßen betrifft. Bei der Akquise neuer Beschäftigter spielen also Zusatzleistungen – wie eine bezahlbare Wohnung – durchaus eine wichtige Rolle. Daher wird der Wohnungsmarkt für Unternehmen zum relevanten Standortfaktor.

Berliner Mittelständler haben jetzt ein innovatives Konzept entwickelt: Wer einen Arbeitsvertrag unterschreibt, bekommt eine bezahlbare Wohnung angeboten.

Dr. Peter Diedrich und Birgit Zoschnick, sind innerhalb der Hauptstadt und des BVMW die Initiatoren, die mit ihren Mitstreitern im Verband über den Tellerrand gedacht und zwei gesellschaftspolitische Themen, die auf den Nägeln brennen, zusammengeführt haben. Mit dem Thema „Genossenschaft für Werkswohnen“ wollen sich Berliner Mittelständler zu einer Genossenschaft bündeln, um für ihre Mitarbeiter günstige Wohnungen zu bauen. Das Thema bezahlbare Wohnungen wird so intelligent verknüpft mit dem in allen Wirtschaftsbereichen akuten Thema Fachkräftemangel. Selbst gut bezahlte und qualifizierte Fachkräfte bleiben bei der Bewerbung um eine Wohnung häufig chancenlos.

Die Städte werden wachsen

Wohnungsmangel ist in allen Ballungsräumen zu beobachten. In München, Berlin, Frankfurt, Hamburg und anderen Großstädten wird Wohnraum immer knapper und teurer. Im Jahr 2050 werden mehr als 80 Prozent aller Menschen in Städten leben. Der Wohnungsmangel nimmt zu. In der Politik hat man das Problem zwar erkannt, aber bislang nicht lösen können. Weil Mittelständler allein meist nicht die Mittel haben, um für ihre Fachkräfte bezahlbare Mitarbeiterwohnungen zu bauen, hat der BVMW eine Initiative gestartet, die an den traditionellen Werkswohnungsbau anknüpft. Mit dem Angebot „Job plus Unterkunft“ wird es möglich, gesuchte Fachkräfte zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden.

Genossenschaftsmodell statt Gewinn

In Berlin sind aktuell drei Pilotprojekte in Planung, eines in Spandau, die anderen beiden im Osten und in der Rummelsburg. Das Berliner Architekturbüro dkg Architekten plant vier Standardgrößen, ein, zwei, drei und vier Zimmer. Die Mieten werden bei 6,50 € (preisgebunden) und 8,50 € (nicht preisgebunden) liegen, also günstiger als auf dem normalen Mietmarkt. Eine modulare, serielle Bauweise und standardisierte Wohndesigns machen einen kalkulierten Quadratmeterpreis von 2350 € brutto im Vergleich zu sonst bei Neubauten üblichen 4000 € möglich. Verdient werden soll an den Gebäuden nichts. Die Mieter erwerben Genossenschaftsanteile und eventuelle Überschüsse fließen an sie zurück. Der erste Spatenstich erfolgt noch in diesem Jahr. Ende September 2020 sollen die ersten 421 Fachkräfte ihre Wohnungen beziehen. Weitere Städte werden folgen. (dd)

Interessierte Unternehmen haben noch die Chance, sich um den Beitritt zu der Genossenschaft zu bemühen und auf diesem Weg die Zuteilung von Belegungsrechten an Wohnungen zu sichern. Bei Interesse können diese sich noch an Birgit Zoschnik, BVMW Hauptstadtregion Süd, wenden: info@bvmw.de

 

IW-Studie: Großstädter haben im Schnitt drei Quadratmeter weniger Wohnfläche

Großstädter in Deutschland haben immer weniger Platz zum Wohnen. Das zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Kooperation mit dem Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung.  Die IW-Studie wurde vom Themenbereich Integrierende Stadtentwicklung des Forschungsinstituts für gesellschaftliche Weiterentwicklung (FGW) gefördert.

Mieter in Großstädten rücken zusammen

In Großstädten mit über 500.000 Einwohnern wohnten Mieter, laut der IW-Studie, 2017 im Durchschnitt auf 51 Quadratmetern pro Kopf. Im Vergleich zu 2010 handelt es sich hierbei um einen Rückgang um etwa drei Quadratmeter.

Darüber hinaus käme es in großen Städten wie Berlin, Hamburg, München oder Köln zum sogenannten Crowding-Phänomen. Dabei ist die Anzahl der Bewohner einer Wohnung höher als die Anzahl der Räume. Das käme vor allem dadurch, dass zum Beispiel junge Familien seltener bei der Geburt eines Kindes, aufgrund der hohen Neuvertragsmieten, in eine größere Wohnung umziehen.

Neue Wohnungen oft zu groß

Hinzukomme das Problem, dass die neugebauten Wohnungen meist nur einen bestimmten Teil der Nachfrage decken. Der überwiegende Teil der Wohnungssuchenden kann sich die oftmals großen und teuren Wohnungen gar nicht leisten, so die IW-Studie. „Um das Problem in den Griff zu bekommen, muss in den Großstädten und Ballungsräumen mehr adäquater Wohnraum geschaffen werden“, sagt auch IW-Immobilienexperte Pekka Sagner. (aw)

Gewobag mit zwei Projekten für den Deutschen Bauherrenpreis nominiert

In der Fachwelt ist er als wichtigste Auszeichnung im Bereich des Wohnungsbaus bekannt: der Deutsche Bauherrenpreis. In der aktuellen Auslobung haben es gleich zwei Gewobag-Projekte auf die Liste der Nominierten geschafft. Mit der Amrumer Straße und ihrem als „Norderoog“ und „Süderoog“ bekannten Wohnen für Studenten sowie dem „Wohnpark Mariendorf“ konnte die Gewobag sich mit zwei von 33  aus insgesamt 230 eingereichten Projekten für die Schlussrunde qualifizieren.

Smartes Wohnkonzept und Cluster-System

Die Zwillingsbauten „Norderoog“ und „Süderoog“ überzeugen mit einem smarten Wohnkonzept und einem Cluster-System, welches private Rückzugsmöglichkeiten mit großzügigen Gemeinschaftsflächen verbindet. Die innovative Architektur gewährleistet künftig flexible Umnutzungsmöglichkeiten.

Projektbeteiligte bei der Amrumer Straße waren neben der Schrobsdorff Bau AG die GNEISE Planungs- und Beratungsgesellschaft mbH als Generalplaner sowie carpaneto.schöningh architekten und Lemme.Locke.Lührs Architektinnen.

Wohnpark Mariendorf

Im „Wohnpark Mariendorf“ hat die Gewobag 734 Wohnungen modernisiert und 73 durch Dachaufstockung neu geschaffen.  Damit wird der CO2-Ausstoß des Quartiers um 3.000 Tonnen pro Jahr reduziert. Der ganzheitliche Ansatz aus einem innovativen Energiekonzept, umweltschonenden Technologien, der umfänglichen Reduzierung von Barrieren, dem Neubau durch Aufstockung, einem Mobilitätskonzept sowie modernster Smart-Home-Technologie, macht den Wohnpark Mariendorf zum Vorzeigeprojekt.

Er ist unter der Leistung der Generalplaner Garsztecki + Hartmann sowie der Projekt Plan und Bau K2 GmbH entstanden.

Insgesamt 11 Preise werden im Februar 2020 vergeben

Insgesamt 11 Preise vergibt die Jury zur internationalen Bautec-Fachmesse im Februar 2020 in Berlin. Teilnahmeberechtigt sind alle privaten und öffentlichen Bauherren wie Wohnungsgesellschaften, und –genossenschaften, Investoren, Bauherrengruppen, Kommunen und Bauträger. Ziele des Wettbewerbes sind unter anderem, die Rolle der BauherrInnen als wegweisende PartnerInnen zu unterstreichen und ihre Verantwortung für die Qualität der Bauwerke und ihrer Städtebaulichen Einbindung hervorzuheben. (red)

Wohnungsbau in Berlin scheitert an Baugenehmigungen

Jetzt ist es amtlich – in der Hauptstadt werden zu wenige Baugenehmigungen erteilt und dadurch der Wohnungsbau stark behindert. In Berlin lag die Zahl der erfolgreich durchgeführten Genehmigungsverfahren für Wohnungsneubauten im ersten Halbjahr 2019 um rund 17 Prozent unter der des Vorjahreszeitraums.

Wohnungsbau in Berlin: Hohe Kosten, wenige Genehmigungen

Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg meldete aus den Bezirken, dass die Bauämter im ersten Halbjahr 2019 gerade einmal Genehmigungen für den Bau von 11.346 Wohnungen erteilten. Im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2018 sind es 2,2 Prozent weniger.

Am weitesten abgeschlagen ist dabei Pankow. Hier sanken die genehmigten Neubauten von fast 2.300 in 2018 auf 1.126. Das einzige Glanzlicht sind die Großprojekte in Treptow-Köpenick, die die Bilanz aufpolieren. Hier stieg die Zahl geplanter Wohnungen von 1.690 auf 2.526 im Halbjahr 2019.

Kritik von den Bauindustrieverbänden

Der Bauindustrieverband Ost e. V. kritisiert vor allem die überdurchschnittlichen langen Genehmigungsverfahren bei hohen bürokratischen Hürden, die hinter den Zahlen des Amts für Statistik stehen.

Dadurch verzögert sich natürlich auch die Fertigstellung der Neubauten. „Beim gegenwärtigen Tempo im Wohnungsbau wird es Jahre dauern, bis dieses Ziel auch nur annähernd erreicht wird, zwischenzeitlich erhöht sich der Nachholbedarf weiter. Bisher ist eine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt in Berlin nicht einmal in Sichtweite. Statt alle Kraft in die Bereitstellung von Bauland und die Erleichterung von Bauvorschriften zu stecken, verliert sich der Senat in einer Debatte um Mietendeckel und Enteignung. Damit entsteht nicht eine zusätzliche Wohnung“, so Dr. Robert Momberg, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Ost e. V.

Plus bei Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden

Lediglich beim Ausbau von Dachgeschossen oder der Änderung der Nutzung von Immobilien gibt es eine positive Entwicklung. So entstanden knapp 1.400 Wohnungen durch diese Art der Umbauten. Es gab in diesem Bereich also ein Plus von 10,4 Prozent. (aw)

Mietendeckel: Berliner Mieterverein stellt eigenes Konzept vor

Der Berliner Mieterverein (BMV) hat nun ein eigenes Konzept für einen landesweiten Mietendeckel vorgeschlagen. Statt die Mieten für die nächsten fünf Jahre einzufrieren, soll es verbindliche Obergrenzen geben.

Alternativer Mietendeckel vom Berliner Mieterverein

In Berlin wird man wohl nicht müde, Alternativen für den vom rot-rot-grünen Senat beschlossenen Mietendeckel zu finden. Dennoch ziemlich überraschend war, dass der aktuelle Vorschlag vom Berliner Mieterverein kam. Anderes als im bisherigen Eckpunktepapier erarbeitet, sollen die Mieten, so der Vorschlag der BMV, nicht eingefroren werden. Stattdessen sollen verbindliche Obergrenzen gelten, die vom Alter der Wohnungen und von deren Größe abhängen.

So könnte bei 25 Prozent der Berliner Mietwohnungen weiterhin die Miete steigen. Jedoch sollen Mieten unter den Obergrenzen maximal um 1,5 Prozent pro Jahr steigen dürfen. „Dies hat auch den Vorteil, dass Baugenossenschaften oder gemeinwohlorientierte Mieter weiterhin gut wirtschaften können“, sagte BMV-Geschäftsführer Reiner Wild.

Berechnungsgrundlage anders als beim Mietendeckel der Bausenatorin

Als Berechnungsgrundlage soll auch nicht der aktuelle Mietendeckel vom Mai 2019 dienen. „Als Basis sollen die Mittelwerte des Berliner Mietspiegels 2011 zuzüglich der Lebenshaltungskosten, die sich von 2010 bis 2018 auf insgesamt 12,2 Prozent beliefen, herangezogen werden“, sagte Wild am Dienstag. Denn dies sei das letzte Jahr gewesen, indem in der Hauptstadt die erforderliche Leerstandsreserve von drei Prozent noch existierte und kein Wohnungsmangel herrschte, so Wild weiter.

Nach der vom Mieterverein vorgelegten Tabelle liegen die zulässigen Mietpreishöchstwerte demnach zwischen 5,17 Euro je Quadratmeter und Monat für eine 1973 bis 1990 in Ost-Berlin errichtete Wohnung und bis zu 9,79 Euro für eine 2003 bis 2018 errichtete Wohnung.

Zuschläge für Modernisierungen weiterhin möglich

Zudem soll es weiterhin ohne behördliche Genehmigung möglich und teils umlagefähig sein, Modernisierungen durchzuführen. Die Zuschläge dafür müssen sich jedoch an festen Oberwerten orientieren. So sollen zum Beispiel energetische Maßnahmen mit Zuschlägen von bis zu 83 Cent je Quadratmeter möglich sein. Darüber hinaus sollen Kosten für Modernisierungen angepasst an den realen Baukostenindex in den folgenden Jahren steigen dürfen. „Damit wird ein enormer bürokratischer Aufwand vermieden“, sagte Wild.

Gleich bleibt, dass Neubauten von dem Mietendeckel ausgenommen sind. (aw)

Veranstaltungen

Bautec 2020

Die Bautec ist eine der bedeutendsten Baufachmessen Deutschlands. Führende Aussteller aus der Baustoff- und Bausystembranche stellen ihre Produkte vor.

Etwa 500 Aussteller aus 17 Ländern stellen bei der Bautec Produkte und Dienstleistungen vom Neubau bis zur Altbausanierung vor. Rund 35.000 Fachbesucher und am Bauen und Modernisieren interessierte private Investoren aus ihrem nationalen und internationalen Einzugsgebiet werden auf dem Messegelände Berlin erwartet.

Bauwelt Kongress 2019

Die Stadt zerfällt – in alt und neu, arm und reich, durchgeplant und planlos, angeschlossen und abgehängt. Wie gelingt es Architektur und Stadtplanung, die Einzelteile wieder zusammenzufügen?

6 Monate vor Beginn der deutschen EU-Ratspräsidentschaft stellt sich das diesjährige Bauwelt Kongress die Frage, wie sich Stadtplanung, Architektur, Mobilität und der Einsatz von Energie ändern müssen und wie dies in einer Charta für die europäische Stadt der Zukunft münden kann.

Dabei interessiert neben dem „großen Ganzen“ der Stadt auch jeder einzelne Baustein: Das Quartier, die Wohn- und Industriegebäude, die Verwaltungs- und Geschäftsbauten genauso wie der Freiraum und die zentralen Themen der Infrastruktur.

European Finance Forum

European Finance Forum mit Axel Gedaschko, Präsident der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V., zum Thema „Wer bauen will, muss Spaß verstehen – Investieren in Zeiten von Klimaschutz und Mietenwahnsinn“

(Anmeldung erforderlich)