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Fotoausstellung „Urban Challenges“ im B-Part Am Gleisdreieck

Der urbane Zukunftsstandort B-Part Am Gleisdreieck wird regelmäßig zum Zentrum des Austauschs innovativer Ideen für die Stadt von morgen. Mit der Ausstellung „Urban Challenges“ bietet das Zukunftsquartier mal wieder einen künstlerischen Zugang zur Thematik und stellt in Kooperation mit dem Photography Exploration Project ausgewählte Fotografien im B-Part Exhibition vor. Am kommenden Donnerstag, den 13. Februar um 18 Uhr, wird die Ausstellung eröffnet.

Die Stadt von morgen in einer Ausstellung

Das Photography Exploration Project widmet sich der Stadt der Zukunft. | Foto: Ting Miao

Künstlerischer Austausch mit „Urban Challenges“

„Urban Challenges“ widmet sich aktuell relevanten Fragestellungen, die das urbane Zusammenleben von morgen betreffen. Wie kann eine Stadt weiterhin Querdenker und kreative Köpfe anziehen und dabei gleichzeitig genügend Wohnraum für alle Menschen bieten? Was kann getan werden, um Stadtentwicklung in Zukunft noch nachhaltiger zu gestalten? Und wie passen Fortschritt und Beständigkeit in einer sich kontinuierlich wandelnden Welt zusammen?

Diese sozialen, ökologischen sowie wirtschaftlichen Herausforderungen sind zentrales Thema des Photography Exploration Project, das sich nicht nur lokalen Fragestellungen widmet, sondern auch einen Blick auf internationale Perspektiven wirft. Auch die unterschiedlichen Fotografien stammen von Künstlern aus aller Welt und zeichnen sich durch ihre Vielseitigkeit aus. Julius C. Schreiner aus Deutschland, Jonathan Walland aus Großbritannien, Haydar Pekdüz aus der Türkei oder Yuyang Zhang aus China sind nur einige Namen aus der offenen Ausschreibung von PEP.

Kunst als wertvoller Impulsgeber

Kuratiert wird die Ausstellung, die Anstöße zur Weiterentwicklung urbaner Ideen geben soll, von Bénédicte Blondeau, Liesl Pfeffer und dem Berliner Kurator Rüdiger Lange (loop – Raum für aktuelle Kunst). Das Photographic Exploration Project ist eine von Bénédicte Blondeau gegründete Plattform zur Förderung neuer Talente der Fotografie. Gemeinsam mit dem B-Part Exhibition lädt das Projekt zu einer Perspektiverweiterung an, um „Urban Challenges“ mit kreativen Ideen zu begegnen. (red)

Mehr Informationen

Ausstellung:
14. Februar – 14. März 2020
Mittwoch bis Samstag, 14 bis 18 Uhr
https://bpart.berlin/de/event/urban-challenges-collective-photography-exhibition/2020-02-19/

B-Part Am Gleisdreieck
Luckenwalder Str. 6b
10963 Berlin

Urban Ideation Lab – Präsentation der Zukunftsvisionen der aktuellen Fellows

Im Labor der Zukunft, dem Urban Ideation Lab im B-Part Am Gleisdreieck, werden regelmäßig innovative Visionen zur Mobilität, zukünftigem Arbeiten und der Digitalisierung diskutiert. Alle sechs Monate bekommen kreative Denker die Möglichkeit, ein halbes Jahr lang kostenfrei in den Räumen der Urbanen Mitte an ihren Ideen zu tüfteln, um die Hauptstadt auf die Zukunft vorzubereiten.

Am vergangenen Montag war es dann endlich soweit: Die sechs aktuellen Lab Fellows stellten ihre Visionen und Forschungsergebnisse im Rahmen einer Lab Präsentation interessierten Besuchern im urbanen Stadtquartier vor. Sie ließen die letzten kreativen Arbeitsmonate noch einmal Revue passieren und läuteten somit das Ende der ersten Fellowrunde im Urban Ideation Lab ein.

Kreative Ideen im modernsten Coworking Space Berlins

Präsentation im Urban Ideation lab

Die Lab Fellows bei der Präsentation ihrer Arbeitsfortschritte der vergangenen sechs Monate am vergangenen Montag. | Foto: BERLINboxx

Zunächst begrüßte Lab Managerin Amira Sahr die rund 20 anwesenden Teilnehmer. Im Anschluss präsentierten die diesjährigen Lab Fellows Franziska Sahr, RCKT, Tetrapix, Urban Participation Lab, NexTT und Circular Berlin ihre Fortschritte und Arbeitsergebnisse der vergangenen Monate. Abschließend standen sie Interessierten für angeregte Diskussionen und die Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Alle Fellows waren sich einig: Das B-Part hat eine gute Energie. Es herrschte stets eine neugierige, offene, tolerante und kommunikative Stimmung.

Während der Vorstellung wurde die thematisch weite Fächerung der unterschiedlichen Projekte deutlich, die von Gesundheit und Sport, Kunst und Kultur bis hin zu Nachhaltigkeit alle erdenklichen Zukunftsthemen bereithielten. So stellte die Masterstudentin Franziska Sahr den aktuellen Stand ihrer Forschungsarbeit vor, die sich rund um Nutzungskonzepte und Coworking in modernen Stadtquartieren drehte. Weitere Lab Fellows wie das Team von nexTT um Nicolas Bourquin und Sven Ehmann teilten ihre Erfahrungen im Bereich data privacy, während das Trio Tetrapix von seinen Erfolgen bei der Förderung digitaler Bildung im Schulunterricht berichtete.

Frischer Wind im Urban Ideation Lab

Bereits seit dieser Woche können sich bereits drei neue Lab Fellows auf einen der begehrten Plätze in der Ideenwerkstadt bewerben. Bis zum 31. Dezember haben sie noch Zeit, das Team der Urbanen Mitte von ihrem Vorhaben zu überzeugen, das sich dieses Mal rund um die nachhaltige Gestaltung und Nutzung öffentlicher Räume und der Erforschung neuer urbaner öffentlicher Lebensräume drehen soll.

Aber nicht nur neue Gesichter werden das Urban Ideation Lab im nächsten Jahr bereichern. Auch die drei Lab Fellows NexTT, Circular Berlin und das Urban Participation Lab bleiben dem Zukunftsquartier erhalten und werden in einer neuen Runde zukunftsorientierte Städteprojekte in Angriff nehmen. (sz)

 

 

IHK Branchenausschuss Bau- und Immobilienwirtschaft zu Gast im B-Part Am Gleisdreieck

Das B-Part am Gleisdreieck hat sich bereits fest als Labor für das Stadtquartier der Zukunft etabliert und lockt regelmäßig Kreative an, die im modernen Coworking-Space Ideen für die Stadt von morgen entwickeln. Interessierte sind nicht nur eingeladen, als Fellow Teil des Zukunftsnetzwerks zu werden, sondern können auch Kunstausstellungen, Workshops und Panels besuchen, um sich selbst ein Bild von dem nachhaltigen Experimentierstandort zu machen.

Auch der IHK Branchenausschuss Bau- und Immobilienwirtschaft zeigte Interesse an dem Projekt, das St. Oberholz gemeinsam mit der COPRO entwickelte. Am 28. November waren daher zahlreicher Ausschussmitglieder in den Räumlichkeiten des B-Part zu Gast, um über das Bauvorhaben Urbane Mitte Am Gleisdreieck zu diskutieren.

Diskussionsrunde des IHK zum Bauvorhaben Urbane Mitte Am Gleisdreieck

Begrüßt wurden die Ausschussmitglieder und Gäste am vergangenen Donnerstag von Herrn Rupert Reinhardt (Reinhardt Real Estate), Vorsitzender des Branchenausschusses Bau- und Immobilienwirtschaft der IHK Berlin. Im Anschluss folgte ein kurzer Erklärfilm, der das Bauvorhaben Urbane Mitte Am Gleisdreieck präsentierte. COPRO CEO Marc F. Kimmich hieß dann die Teilnehmerrunde im B-Part herzlich willkommen und ging inhaltlich stärker auf den Pionier der Urbanen Mitte – das B-Part Am Gleisdreieck – ein.

Eine Vielzahl der IHK Ausschussmitglieder zeigte reges Interesse an dem Bauvorhaben Urbane Mitte Am Gleisdreieck. In einer ausführlichen Frage-Antwortrunde mit Marc F. Kimmich konnten schließlich Fragen rund um den Bauprozess, Werkstattverfahren, subventionierte Flächen für Manufakturen und die Unterstützung des Berliner Senats erläutert werden.

Urban Ideation Lab als Stadtlabor der Zukunft

Bereits bei der Eröffnung des Zukunftslabors Ende März verkündete Kimmich die Vision des Projekts: „Mit B-Part haben wir unser Ziel, neben der Brauerei BRLO einen weiteren standortbereichernden Pionier auf dem Areal ins Leben zu rufen, erreicht. Dahinter steht die Leitidee der Inspiration durch Partizipation. Mit B-Part wollen wir einen positiven Beitrag für die Entwicklung für das Berlin von heute und morgen leisten.“

Der partizipative Charakter des B-Part offenbart sich dabei besonders im Urban Ideation Lab, dem Herzen des B-Part. Dort werden im sechsmonatigen Turnus Arbeitsplätze für kreative Denker vergeben, die das Coworking Space dann für diesen begrenzten Zeitraum nutzen können, um sich zentralen Themen wie der Mobilität, Digitalisierung und Arbeiten in der Zukunft zu widmen. Aktuell sind Franziska Sahr, RCKT, Tetrapix, Urban Participation Lab, NexTT und Circular Berlin die sechs kreativen Fellows im Urban Ideation Lab – und tüfteln gerade an einer besseren Zukunft. (red)

Kulturtipp im Herbst: Moving Grounds #3 – ZUkunft HÖREN

Moving Grounds wird von der Künstlerin Michaela Nasoetion als experimenteller Spiel- und Reflexionsraum genutzt, um das Potential künstlerischer Dialogformate zu erproben, bei denen es nicht um ein argumentierendes, sondern um ein aus dem Moment heraus formulierendes, persönliches Sprechen geht. Was sich in einen offenen Zuhör-Raum hinein formuliert, bleibt bewusst offen. Angetrieben von den bereichernden Erfahrungen in solchen künstlerischen und sozial transformativen Dialogprozessen und dem Wunsch nach weiteren Erkenntnissen werden die verschiedenen Dialogformate auf ihre besonderen Qualitäten, ihre förderlichen Bedingungen sowie ihre Beschreibungs- und Dokumentationsmöglichkeiten untersucht und reflektiert (z.B. Dragon Dreaming, Presencing/U-Theorie, Bohmscher Dialog, u.a.).

Moving Grounds #3 – bewusst zuhören

Das Format basiert auf dem Sprechen ohne Intention, aber mit Sinn als Richtung; sowie das Hören ohne Intention, jedoch mit voller Aufmerksamkeit. Dabei wird ein gemeinsamer Raum für den Dialog gestaltet, in dem die Teilnehmenden durch ihr einzigartiges Potenzial an Vorstellungskraft und Antizipation etwas Neues erkennen können. Ohne die Dringlichkeit einer sofortigen Reaktion kann der Zuhörer das Gesagte und das Gehörte auf sich wirken lassen und beobachten, welche Gedanken, Bewertungen, vorbereiteten Antworten sich in ihm selbst bewegen, die in der Regel das reine Hören überlagern. Durch Antizipation und das Hören in potenzielle Zukunftsperspektiven können sich neue Ideen und Vorstellungen freier entfalten.

Freitags-Dialoge

Während des zweiwöchigen Spielraums gibt es die Freitags-Dialoge. Die Dialoge finden auf Deutsch statt.
Begrenzte Teilnehmerzahl – um Anmeldung wird gebeten: michaela.nasoetion@gmx.de

Die Freitags-Dialoge richten sich vor allem an die Fellows des Urban Ideation Lab und Kulturschaffende aus den Bereichen Kunst, Architektur, Stadtentwicklung, aber auch an
Teilnehmende des Co-Working-Spaces. Die Dialogformate wurden in anderen Zusammenhängen schon praktiziert und sollen jetzt im Kontext Co-Working stattfinden, um die Potentiale auszuloten, die im formulierenden Sprechen in einen aktiven Zuhörraum liegen.

Vorläufiger Plan

Freitag, 18.10.19, 16-19 Uhr: Anders Tun Spiel

Freitag, 25.10.19, 16-19 Uhr: Bricolage

Freitag, 1.11.19, 16-19 Uhr: NN Dialog

Anders tun Spiel ist eine Art von Gespräch oder eine ungewöhnliche Art seine Gedanken zu Fragen über das Tun und Tätigsein – so wie es sich gegenwärtig zeigt und wie man es sich in seinen Potentialen vorstellt – zu ordnen. Im Laufe des Spiels entwickelt sich das „Gesprächsbild“ auf dem Spielfeld mosaikartig und gewinnt an Fülle. Ziel des Spiels ist der gemeinsame Austausch und die spielerische Annäherung an ein künftiges Anders tun. Das Spiel wurde von den Berliner Künstler*innen Stefan Krüskemper, Christiane ten Hoevel und Michaela Nasoetion entwickelt.

Bricolage ist ein künstlerisches Dialogformat, bei dem mittels des Hantierens mit diversen Materialien, des formulierenden Sprechens und des aktiven Zuhörens ein Dialograum
entsteht. Fellows des Urban Ideation Lab treffen sich mit Künstler*innen und widmen sich einer drängenden Frage. Diese Frage wird zu Beginn gemeinsam generiert.

NN Dialog ist ein noch nicht nominierter Dialog, dessen Format sich im Laufe des Spielraums noch abzeichnen wird.

Wo?

Moving Grounds #3 – ZUkunft HÖREN ist Teil des Kulturprojekts des B-Parts Am Gleisdreick.

B-Part Exhibition curated by loop

Luckenwalder Str. 6b, 10963 Berlin

Zur Künstlerin

Michaela Nasoetion entwickelt ästhetische Tools, mit denen sie Handlungs-, Imaginations- und Dialogräume schafft, die den Teilnehmenden einen besonderen Austausch und ein kokreatives Tun ermöglichen. Typische Formate ihrer medienübergreifenden Arbeiten sind partizipative Installationen, situative Aktionen und ko-laborative Workshops.
Sie studierte Freie Kunst an der Akademie der bildenden Künste in München, an der HfbK Hamburg und am Goldsmiths College in London; sie lebt und arbeitet seit 1997 in Berlin. (red)

 

Pluvial im B-Part Exhibition Am Gleisdreieck

Mit Pluvial eröffnet Kerstin Ergenzinger das neue Ausstellungsformat Be Water im B-Part Exhibition Am Gleisdreieck. Nach ihrer einzigartigen Arbeit Raumtaster für Standart International #4 Spatial Clearings, einer ortspezifischen Lichtzeichnung, die mit einem zur programmierbaren Zeichenmaschine modifizierten Overheadprojektor entstand, wird die Zusammenarbeit nun fortgesetzt.

Pluvial – sinnliche und philosophische Beziehung zwischen Mensch und Ort

Ihre skulpturale Rauminstallation folgt der assoziativen Qualität des Regenrauschens und  untersucht die sinnliche und philosophische Beziehung zwischen Mensch und Ort, indem sie den horchenden Körper mit Momenten verbindet, in denen Nähe und Atmosphäre bisher unbekannte Bedeutungsebenen gewinnen.

Die Installation

Das 80-kanalige Rauminstrument besteht aus selbstgefertigten, digital gesteuerten Trommeln, welche nach dem String-Drum-Prinzip arbeiten und die Formgedächtnislegierung Nitinol als Instrumentendraht verwenden. Die hängenden Trommeln balancieren schwebend in einem großen wolkenartigen Mobile. Ihre metallischen Resonanzrohre heben und senken sich an den wärmeempfindlichen, kinetischen Nitinolsaiten und senden und klopfen an- und abschwellende Rhythmen und rauschende Harmonien durch den Raum. Pluvial lädt ein, sich in die akustischen und taktilen Klänge hinein zu begeben und ihnen zu folgen.

Regen materialisiert weißes Rauschen: moduliert durch die Tropfengröße und die Intensität des Niederschlags, akustisch und taktil gefiltert durch die Qualität der Umgebung, auf die die Tropfen treffen. Analog zum Phänomen Regen werden diese String-Drums mit zufälligen An-Aus-Spannungsimpulsen angesteuert, welche wiederum durch die Dichte und Intensität von gesammelten Niederschlagsmessungen auf den Weltmeeren moduliert werden.

Pluvial: Kunst, die sich in Zeit und Raum entwickelt

Es entsteht eine akustische Umgebung, die sich in Zeit und Raum entwickelt. Denn der physikalische Körper der Trommelwolke mit seinen unterschiedlichen Resonanzfrequenzen und deren Harmonischen wirkt wie ein Satz von Bandbreitenfiltern, definiert durch die unterschiedlichen Rohrlängen, -breiten und -materialien, sowie durch die zufallsbedingt variierenden Spannungen der Trommelfelle. Zusätzlich ist jede Trommel mit einem rückkoppelnden Pendel ausgestattet, das im erhitzten, vollangezogenen Moment die Schaltung unterbricht und die Rhythmen der einzelnen Trommeln weiter auseinanderlaufen lässt.

So simuliert und erzeugt Pluvial akustisch regnerische Bedingungen: sei es ein einzelner Niederschlag oder die anhaltenden Regenfälle einer bestimmten Jahreszeit, ein Klima von variabler Länge oder eine von starkem Niederschlag gekennzeichnete geologische Episode.

Die Klanginstallation knüpft an die Erfahrung an, bei wechselnden Witterungsbedingungen draußen zu sein, an die Wahrnehmungsoffenheit, die entsteht, wenn man diesen ungeschützt ausgesetzt ist. Durch ihre Skulpturalität und ihre zeitgleich nicht direkt über die Form erfahrbare Signifikanz entwickelt die Arbeit einen phänomenartigen Charakter und öffnet einen Erfahrungsraum, der sich an der Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft bewegt. Über auditive und visuelle Reize werden Empfindungen evoziert, ähnlich wie Regen Gedankenschweifen und traumähnliche Reisen anstößt. (red)

Be Water #1

Kerstin Ergenzinger – Pluvial: A Sono Tactile Architecture

Eröffnung: Freitag, 6. September 2019, 18 bis 22 Uhr

Ausstellung: 7. September bis 12. Oktober 2019

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag, 14 bis 18 Uhr

Die Künstlerin ist am 14. September und am 5. Oktober 2019 ab 16 Uhr anwesend.

B-Part Exhibition curated by loop

B-Part Artist Studio

Mit dem B-Part Artist Studio wird Raum für Künstler geschaffen, in dem Kunst zum Leben erwacht. Erster Künstler im B-Part Artist Studio ist Boris Hegenbart.

Mit Flaechenfinder arbeitet der gebürtige Berliner Klangkünstler Boris Hegenbart (*1969) in den B-Part Artist Studios am Gleisdreieck an einer ortsspezifischen Arbeit in drei Teilen, die auf die Umgebungsklänge der temporären (Holz-)Architektur des B-Parts Am Gleisdreieck in Berlin reagiert. Ein Einblick in die Studioarbeit und auf den aktuellen Zwischenstand der Intermedia Installation gibt es vom 6. bis 14. September 2019. Die Installationen werden dann abschließend im Sommer 2020 gezeigt.

Boris Hegenbart ist freischaffender Komponist und Musiker für elektro-akustische Musik und Klang-Kunst. Sein Studium absolvierte er am Institut für elektroakustische Musik und elektronische Medien in Wien (ELAK) und vertiefte seinen Schwerpunkt Live-Elektronik an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien. Hegenbarts Arbeit erstreckt sich von Sound-Installationen über elektroakustische Konzerte und Performances bis hin zu Kompositionen für Theater, Tanz und experimentelle Video-Kunst. (dd)

Öffnungszeiten:

  • 6. September 2019, 18-22 Uhr
  • 7. September 2019, 14-18 Uhr
  • 11.-14. September 2019, 14-18 Uhr

B-Part Am Gleisdreieck: Sechs Lab Fellows entwickeln das Berlin der Zukunft

Auf der einst brachen Fläche der Urbanen Mitte, ist mit dem B-Part Am Gleisdreieck einem temporären Multifunktionsgebäude aus Holz von über 1000 qm Fläche, Leben eingekehrt. In das Herz des Gebäudes, das sogenannte „Urban Ideation Lab“ – ein Labor für das Stadtquartier der Zukunft – sind für ein halbes Jahr die ersten sechs „Lab Fellows“ gezogen.

Die jungen Forscher und Start-up-Unternehmer entwickeln in einem interdisziplinären Think-Tank Lösungen für die Kernthemen des Stadtquartiers der Zukunft und das Berlin von morgen.

Die Urban Ideation Lab Fellows sind:

Circular Economy mit Circular Berlin: Circular Berlin ist ein Netzwerk von Experten mit dem Ziel, Berlin nach Prinzipien der Kreislaufwirtschaft zu transformieren. In unterschiedlichen Bereichen sollen Ressourcen und Rohstoffe möglichst regenerativ eingesetzt und dadurch Abfälle oder Verschwendung reduziert bzw. vermieden werden.

Digitale Bildung mit Tetrapix: Das Team um Marie-Luise Schade, Bastian Brabec und Denise Sengül bringt Schülern in Workshop-Formaten das Coding und Making spielerisch bei. Digitale Bildung im Unterricht verstehen sie als Teil der notwendigen digitalen Revolution an Schulen und möchten diese tiefer verankern.

Urbane Mobilität mit RCKT: Das Berliner Start-up legt den Fokus auf die junge Generation und wird im Urban Ideation Lab mit Schülern das Thema „Urbane Mobilität“ diskutieren, um ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Stadt der Zukunft aktiv mitzugestalten. Zu den Kunden von RCKT zählen u.a. die Commerzbank, die Deutschen Bahn und die Bundesregierung.

Innovative Stadtentwicklung mit Urban Participation Lab: Justus Schuchardt und Oskar Nikolas Lingk kombinieren stadtplanerisches Know-how mit moderner Technologie und unterstützen urbane Entwicklungsprojekte mit digitaler Partizipation. Konkret werden durch Umfragen Stimmungsbilder erstellt, die bauliche Situationen, die Bedeutung von urbanen Projekten und deren Potenzial analysieren, um konkrete Gestaltungsempfehlungen aufzuzeigen.

Gesellschaftsforschung mit nexTT: Das Team um Nicolas Bourquin und Sven Ehmann nutzt das Urban Ideation Lab Fellowship, um die Möglichkeiten eines klimapositiven urbanen Lifestyles in der Nachbarschaft rund um das Areal des Gleisdreiecks zu erforschen. Gemeinsam mit Experten*innen arbeiten sie an Konzepten, Szenarien und Prototypen, um die Gesellschaft zu inspirieren, bewusster und nachhaltiger zu handeln. Im Zentrum ihrer Arbeit steht dabei die kreative, visuelle Darstellung von Informationen und komplexen Zusammenhängen.

Wissenschaftliches Arbeiten mit Franziska Sahr: Die Masterstudentin im Studiengang Urbane Kultur, Gesellschaft und Raum beschäftigt sich in ihrer Abschlussarbeit mit der Analyse von partizipativen Prozessen, Zwischennutzung sowie Co-Produktion und deren Auswirkung auf die Akzeptanz neuer Stadtquartiere. (dd)

Öffentliche Veranstaltungen zu allen Schwerpunkten und Arbeitsergebnissen finden statt.

Anmeldung unter

www.bpart.berlin/events/

B-Part Am Gleisdreieck

Luckenwalder Str. 6b

Berlin, 10963 Deutschland

www.bpart.berlin

Kulturtipp im August: Images of Architecture #2 | Roland Boden – Verheißung im Gelände

Das B-Part, dem neuen Stadtlabor und Think Tank für New Work and Life auf dem Gelände der zukünftigen Urbanen Mitte Am Gleisdreieck, hat sich seit seiner Eröffnung Ende März als begehrte Adresse für Start-ups, Kunst und Dialog etabliert. Damit wirft das ökologisch richtungsweisende Holzgebäude einen Blick auf nachhaltige Quartiersentwicklung und urbane Mobilität in der sich stetig wandelnden Stadt. Berlins Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher hat dem Projekt denn auch eine „gesamtstädtischer Bedeutung“ zugesprochen.

In direkter Nachbarschaft zum BRLO Brauhaus gibt das B-Part einen weiteren Vorgeschmack darauf, welches Potenzial in der Stadtentwicklung am Gleisdreieck steckt: als sinnstiftendes und inspirierendes Quartier für Nachbarn, Parkbesucher und alle in Zukunft hier arbeitenden Menschen.

Kunst ist dabei integraler Bestandteil des Konzeptes und wechselnde Ausstellungen zeigen ein breites Spektrum an Sichtweisen und Stilen.

Vom 10. bis zum 31. August wird Roland Boden unter dem Titel „Verheißung im Gelände“ seine dystopisch anmutenden Malereien verlassener Architekturen zeigen, die in ihrer Zeitlosigkeit eine Gegenwart voller offener Fragen aufwerfen.

Der Himmel ist grau, der Grund ist öde, kein Lebewesen ist zu sehen. Einzig vom Menschen erbaute Architekturen, von ihm erdachte Strukturen sind es, die in den dystopisch anmutenden Ölgemälden wie auf verlorenem Posten Platz behaupten. In ihrer Zeitlosigkeit werfen die Bilder mit so richtungsweisenden Titeln wie „Abend aller Tage“ oder „Babylon Konstrukt“ Fragen einer Gegenwart voller offener Gefühlslagen auf.

Der in Berlin lebende Künstler Roland Boden (*1962 in Dresden) zeigt diese und andere Bilder mit einprägsamen, surreal-düsteren Architekturszenarien unter dem Titel „Verheißung im Gelände“ bei „B-Part Exhibition“. Seine Endzeitlandschaften bilden den zweiten Teil der neuen Ausstellungsreihe „Images of Architecture“ von B-Part Exhibition.

Dabei bezieht sich die mögliche Zuschreibung der Motive als Zeugnisse einer Endzeit nicht unbedingt auf das Ende aller Zeit, sondern insbesondere auf das einer bestimmten Zeitepoche, die wir als Moderne kennen. In diesem Sinn findet man in den Bildern des Künstlers eher innere Landschaften, Ruinen bestimmter gedanklicher Konzepte, bestimmter Ideologien – war dies hier der niederländische Pavillon auf der EXPO 2000? Sind dort etwa zusammengebaute Überreste von Centrum Warenhäusern? – als deren real gebaute Ausdrucksformen. Möglicherweise handelt es sich auch nur um Abbildungen von ausgemusterten Modellen in einer Abstellkammer, während die Welt vor der Tür blendend weitermacht, weiter Gelände verheißt?

Auskunft hierzu gibt die Art der Entstehung der Bilder: Sie sind auf Grundlage von computergenerierten architektonischen 3D-Modellen entstanden. Diese basieren auf Motiven aus einer umfangreichen Sammlung von Fotos, die der Künstler selbst angefertigt hat; hinzu kommt Material etwa aus Computerspielen oder aus Filmstills. In das analoge Medium der Malerei übertragen, entstehen Welten, in denen bewusst ambivalent bleibt, was Modell, was Simulation und was Realität ist.

Images of Architecture #2
Roland Boden – „Verheißung im Gelände“
Ausstellung: 10. bis 31. August 2019
Eröffnung: Freitag, 9. August 2019, 18-22 Uhr
B-Part Exhibition curated by loop

Luckenwalder Str. 6b, 10963 Berlin

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag, 14-18 Uhr

Kulturtipp für den Sommer: „Your New Quarters“ von Thomas Ravens eröffnet Ausstellungsreihe Images of Architecture # 1

Das B-Part, dem neuen Stadtlabor und Think Tank für New Work and Life auf dem Gelände der zukünftigen Urbanen Mitte Am Gleisdreieck, hat sich seit seiner Eröffnung Ende März als begehrte Adresse für Start-ups, Kunst und Dialog etabliert. Damit wirft das ökologisch richtungsweisende Holzgebäude einen Blick auf nachhaltige Quartiersentwicklung und urbane Mobilität in der sich stetig wandelnden Stadt. Berlins Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher hat dem Projekt denn auch eine „gesamtstädtischer Bedeutung“ zugesprochen.

In direkter Nachbarschaft zum BRLO Brauhaus gibt das B-Part einen weiteren Vorgeschmack darauf, welches Potenzial in der Stadtentwicklung am Gleisdreieck steckt: als sinnstiftendes und inspirierendes Quartier für Nachbarn, Parkbesucher und alle in Zukunft hier arbeitenden Menschen.

Kunst ist dabei integraler Bestandteil des Konzeptes und wechselnde Ausstellungen zeigen ein breites Spektrum an Sichtweisen und Stilen. Bis zum 13. August zeigt der in Berlin lebende Künstler Thomas Ravens in der Ausstellungsreihe Images of Architecture bei B-Part Exhibition seine ausdrucksstarken wie surreal-düsteren urbanen Landschaften.

Die „New Quarters“ in Ravens‘ Bildern scheinen teils futuristisch und visionär, sind dies jedoch nur im Sinn eines historischen Echos aus einer Le Corbusier-Moderne, die längst von einem Konzept wie dem „Anthropozän“ überrollt wurde. Man ahnt, alle von Ravens abgebildete Architektur wird zerstört werden, existiert vielleicht schon gar nicht mehr oder befindet sich in einem dauerhaft eingefrorenen, paradoxen Zustand der Auslöschung. Man kann hier an Walter Benjamins Sturm des Fortschritts denken, jener „Katastrophe, die unablässig Trümmer auf Trümmer häuft“ – während der verlaufende Himmel im Hintergrund Albrecht Dürers „Traumgesicht“ zu zitieren scheint, jene so eindringliche Manifestation unbewusster Ängste.

Ravens Bilder, meist – auch farblich eindringliche – Tuschezeichnungen, stellen so zeitgenössische Fragen mit hoher Dringlichkeit. Dass neue Quartiere nicht auf neutralem Grund stehen, ist seinen Bildern anzusehen. (red)

Thomas Ravens im B-Part Am Gleisdreieck

Thomas Ravens im B-Part Am Gleisdreieck | Foto: BERLINboxx

Images of Architecture #1

Thomas Ravens – “Your New Quaters”
Ausstellung: 13. Juli bis 3. August 2019
B-Part Exhibition curated by loop
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag, 14-18 Uhr

Luckenwalder Str. 6b, 10963 Berlin

Kreative Ideen für die Stadt von morgen im B-Part entwickeln: Bewerbungsstart für sechs Coworking-Stipendien im Urban Ideation Lab

Visionen gesucht: Das Urban Ideation Lab im B-Part Am Gleisdreieck vergibt geförderte Plätze für Forschung am Stadtquartier der Zukunft. Sechs Kreative, die an Konzepten für die Stadt von morgen arbeiten, können mit dem Stipendium Teil des Urban Ideation Lab-Netzwerkes werden. Diesen Fellows in Residence steht für ein halbes Jahr die Coworking-Infrastruktur von B-Part Am Gleisdreieck kostenlos zur Verfügung. Die Bewerbungsphase hat begonnen und endet am 2. Juni 2019.

Vorbote für die Urbane Mitte Am Gleisdreieck

B-Part Am Gleisdreieck ist ein Gemeinschaftsprojekt des Investors und Immobilienentwicklers COPRO und den Berliner Coworking-Pionieren vom St. Oberholz. Der 1.000 Quadratmeter große zweistöckige Holzbau wurde speziell für diese Nutzung entworfen und neu errichtet. Er steht auf einer Brachfläche am Gleisdreieck auf der das neue Stadtquartier Urbane Mitte Am Gleisdreieck entstehen wird. B-Part als Vorbote der Urbanen Mitte Am Gleisdreieck schafft im Zentrum Berlins einen Raum für neue Ideen. Es steht fest, dass Städte sich stets weiterentwickeln. Das Urban Ideation Lab sucht Fellows in Residence, die diesen Wandel mitgestalten wollen.

Das Urban Ideation Lab sucht Zukunftsgestalter aller Branchen

Der Standort wirft damit zahlreiche Fragen auf. Im Urban Ideation Lab finden sie einen idealen Raum für ihre Bearbeitung. Wie modellieren wir den Verkehr, wie mobilisieren wir nachhaltige Konzepte, wie arbeiten wir morgen? Es geht um die Suche nach Ansätzen für eine Zukunft in lebenswerten Städten mit sinnvollen Tätigkeiten – nicht nur für eine globale Kreativ-Elite, sondern für alle. Die Fellows des Urban Ideation Labs sind Zukunftsgestalter und können aus allen Bereichen kommen. Für sechs Monate dürfen sie kostenlos die Räumlichkeiten und das Netzwerk des B-Part Am Gleisdreieck nutzen. Im Gegenzug stellen die Stipendiaten ihre Entwicklung für Portraits, Arbeitsergebnisse, Insights oder Studien zur Verfügung.

Sechs Monate Fellow in Residence im B-Part – Zukunftsnetzwerk für immer

Das Urban Ideation Lab ist räumlich in das B-Part Coworking-Space integriert. Ein Verwischen der Grenzen und ein Vermischen der Akteure zählen ausdrücklich zum Konzept. Im Fokus des Urban Ideation Lab stehen die Kernthemen des Stadtquartiers der Zukunft – der künftigen Urbanen Mitte Am Gleisdreieck: Arbeiten und Mobilität der Zukunft, Sport & Gesundheit, Kunst & Kultur sowie Verantwortungsbewusstsein.

Berücksichtigt werden alle Bewerbungen, die bis zum 02. Juni eingehen, die Auswahl erfolgt durch die Jury des Urban Ideation Lab, die sich bis Mitte Juni entscheiden wird. Das Konzept des Urban Ideation Lab ist langfristig angelegt, die Stipendiaten werden auch nach ihrem Fellowship und über das räumlich Bestehen von B-Part hinaus Teil des Zukunftsnetzwerk für das ideale Stadtquartier sein. (mw)

Wie funktioniert eine Bewerbung als Fellow in Residence?

Bewerben können sich alle, die sich mit Ideen beschäftigen wollen, wie in Zukunft in der Stadt gelebt werden könnte. Zur Bewerbung gehören ein Lebenslauf und jeweils eine Seite Motivationsschreiben und eine Darstellung des geplanten Vorhabens.

Bewerbungsschluss: 02. Juni 2019

Kontakt und Bewerbung: lab@bpart.berlin

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten werden bis Mitte Juni feststehen.