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Berliner Arbeitsmarkt – positive Bilanz von der Arbeitssenatorin

Trotz des geringen Anstiegs der Arbeitslosenzahlen in Berlin gibt es eine positive Bilanz von der Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Elke Breitenbach. Gleichzeitig betont die Senatorin jedoch auch, dass die Arbeit noch nicht getan ist.

Situation am Berliner Arbeitsmarkt noch nicht zufriedenstellend

Zum Jahresbeginn ist die Arbeitslosigkeit in der Hauptstadt saisonbedingt um einen halben Prozentpunkt höher als noch im Vormonat. Betroffen sind vor allem die Bereiche Bau, Verkehr, Logistik und das Reinigungsgewerbe. In Berlin waren im Januar 155.838 Menschen arbeitslos gemeldet. Damit liegt die Quote bei 8,1 Prozent. Dennoch lautet die Bilanz der Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Elke Breitenbach: „steigende Beschäftigung, sinkende Arbeitslosenzahlen, gute Fortschritte bei der Integration von Geflüchteten“. Denn laut der Arbeitsagentur Berlin-Brandenburg sind aktuell die niedrigsten Zahlen zu Jahresbeginn seit dem Jahr 1991 zu verzeichnen.

Auch von der IHK-Berlin positive Rückmeldung zur Lage

Die Industrie und Handelskammer in Berlin ist insbesondere über die Entwicklungen in Bereich der betrieblichen Ausbildungen erfreut: „Im Jahresvergleich hat sich der Arbeitsmarkt auch im Januar 2019 hervorragend entwickelt“, so der IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Eder.

Doch bei der Arbeitslosenquote der 15- bis 25-Jährigen sei Berlin im Bundesländervergleich nach wie vor unter den Schlusslichtern. Nur eine betriebliche Ausbildung würde einen hervorragenden Schutz vor Arbeitslosigkeit bieten. „Insofern freuen wir uns sehr, dass im vergangenen Jahr in Berlin nicht nur sieben Prozent mehr Ausbildungsplätze als im Vorjahr gemeldet wurden, sondern 2018 auch die Anzahl der aktiven IHK-Ausbildungsbetriebe und der IHK-Ausbildungsverträge um vier Prozent gestiegen ist. Diese Entwicklung zeigt, dass junge Menschen in unserer Stadt bei der Planung ihrer Zukunft definitiv auch die betriebliche Ausbildung als Option in Erwägung ziehen sollten“, betont Eder.

Realität auf dem Berliner Arbeitsmarkt: Hetze, Stress und knappe Einkommen

Doch trotz Ihrer positiven Bilanz über den hiesigen Arbeitsmarkt, ist Arbeitssenatorin Breitenbach noch nicht zufrieden: „Die Ergebnisse sind erfreulich, aber kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. Gute Arbeit setzt gute Rahmenbedingungen voraus, und die sind noch längst nicht überall gegeben“, lautet das Urteil der Senatorin.

Denn noch immer haben viele Berliner Beschäftigte, Hetze, Stress und knappe Einkommen zu beklagen. Dies ergab die kürzlich veröffentliche Befragung „Gute Arbeit in Berlin“. Dazu Elke Breitenbach: „Betriebe und Tarifpartner müssen mehr für gesunderhaltende Arbeitsbedingungen und auskömmliche Löhne tun. Aber auch wir als Land leisten mit der Eindämmung sachgrundloser Befristungen oder der geplanten kräftigen Erhöhung des Landesmindestlohns unseren Beitrag zu Guter Arbeit in Berlin.“

Im Gegensatz zur IHK sieht die Senatorin die Entwicklung im Bereich der Ausbildung junger Menschen nicht ganz so zuversichtlich. Zu viele Ausbildungsbewerberinnen und -bewerber seien in 2018 leer ausgegangen. Doch gerade die Ausbildung sei die Basis der Fachkräftesicherung. „Wer ausbildet, investiert in die Zukunft“, betont die Senatorin.

Die Gesundheit der Mitarbeiter stärkt auch das Unternehmen

Die Leistung der Mitarbeiter wirkt sich in hohem Maße auf die wirtschaftliche Entwicklung eines Unternehmens aus. Daher sollten Unternehmer und Vorgesetzte dazu beitragen, dass ihre Mitarbeiter gesund fit und vor allem zufrieden mit ihrer Arbeitsplatzwahl bleiben. Genau hier setzt die betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) an.

Gesundheit als Motivation

Durch die betriebliche Gesundheitsförderung entsteht ein positiver Kreislauf. Denn gesunde Mitarbeiter, die sich rundherum wohlfühlen, haben auch mehr Freude an der Arbeit und leisten automatisch mehr. Dies nimmt wiederum positiven Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung eines Unternehmens. Mitarbeiter bewusst dazu angehalten und motiviert, gesünder zu leben,  indem sie sich beispielsweise ausgewogener ernähren, mit dem Rauchen aufhören oder regelmäßig Sport treiben. Zu diesem Zweck wird den Mitarbeitern regelmäßig und kostenlos die Möglichkeit geboten, etwas für die eigene Gesundheit und Fitness zu tun. Die Maßnahmen finden in der Regel am Arbeitsplatz statt. Viele Unternehmen organisieren auch nach Feierabend Aktivitäten für ihre Mitarbeiter, die ihre Bindung zum eigenen Arbeitgeber stärken.

Ein Unternehmen profitiert in vielerlei Hinsicht von der betrieblichen Gesundheitsförderung. Die Motivation der Mitarbeiter steigt, sie zeigen mehr Engagement und entwickeln eine höhere Loyalität zum Unternehmen. Auch die Leistungsfähigkeit und somit die Produktivität nehmen zu. Darüber hinaus geht eine gesündere Lebensweise mit weniger krankheitsbedingten Fehlzeiten einher. Viele Arbeitnehmer sehen die BGF zudem als Signal der Wertschätzung, mit der Folge, dass sie sich an ihrem Arbeitsplatz wohlfühlen. Die Mitarbeiterfluktuation und die damit verbundenen Kosten werden somit deutlich reduziert. Arbeitgeber, die in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter investieren, profitieren außerdem von einer verbesserten Außenwirkung sowie von steuerlichen Vorteilen. Denn die BGF wird staatlich gefördert.

 

Das Betriebsklima trägt entscheidend zur Gesundheit der Mitarbeiter bei. | Foto: pixabay.com

Das Betriebsklima trägt entscheidend zur Gesundheit der Mitarbeiter bei. | Foto: pixabay.com

 

Folgen des modernen Alltags

Der moderne Arbeitsalltag ist mit einem enormen Druck verbunden. Es werden immer höhere Anforderungen an die Mitarbeiter gestellt, mit der Folge, dass diese zunehmend unter Stresssymptomen wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten leiden. Auch ein schlechtes Betriebsklima und ineffiziente Arbeitsabläufe wirken sich langfristig negativ auf die Gesundheit der Arbeitnehmer aus.

Es gibt viele Möglichkeiten, die Gesundheit der Mitarbeiter durch betriebliche Maßnahmen zu fördern. Entspannungskurse und kurzweilige Vorträge zu Gesundheitsthemen stoßen meist auf großes Interesse. Gleiches gilt für Sportangebote und Gesundheitsgutscheine – etwa als Präsent zum Geburtstag oder zu Weihnachten. Eine besonders einfache Maßnahme, um Mitarbeiter zu mehr Bewegung zu animieren, besteht in der Anbringung eines Fahrradständers. Durch die Möglichkeit sein Fahrrad an der Arbeit richtig zu parken, nutzen mehr Mitarbeiter die Chance und verzichten auf das Auto. Eine ebenso große Rolle spielt die Ernährung. Ausgewogenes, abwechslungsreiches Kantinenessen sind daher im Rahmen der BGF ebenso sinnvoll wie Körbe mit kostenlos zur Verfügung gestelltem Obst. Laufgruppen sorgen nicht nur für mehr Bewegung, sondern auch für Teamzusammenhalt. (ta)