Beiträge

Zahl der befristeten Arbeitsverträge in Berlin nimmt zu

Der Wirtschaftsboom in Berlin hält weiterhin an. Doch Arbeitsmarktboom heißt nicht gleich Jobwunder. Denn die Zahl der befristeten Arbeitsverträge ist deutlich gestiegen. So sollen mehr als ein Drittel der Beschäftigte Verträge auf Zeit, Minijobs oder einen Leiharbeitsplatz haben.

Nun fordert die Arbeitssenatorin Elke Breitenbach Betriebe dazu auf, mehr Verträge unbefristet abzuschließen. Auch sollen die Betriebe ihre Ausbildungsangebote erweitern.

Der Wirtschaftsboom der Hauptstadt

Berlin ist als Wirtschaftsstandort kaum mehr wegzudenken. Zu Recht trägt Berlin seinen Ruf als „die Start-up Hauptstadt“. Immer mehr Unternehmen wollen sich in der Hauptstadt niederlassen. So flossen im vergangenen Jahr drei Milliarden Euro in Berliner Start-ups. Darüber hinaus sinkt auch Arbeitslosigkeit weiterhin. So ist die Arbeitslosenquote im vergangenen Monat zum ersten Mal seit 1991 auf unter acht Prozent gesunken. Damit befindet sich die Zahl der Arbeitslosen auf dem tiefsten Stand seit dem Mauerfall. Mittlerweile zählt die Hauptstadt über 97.000 Betriebe mit rund 1,7 Millionen Beschäftigten.

Diesen Zahlen zufolge könnte die wirtschaftliche Lage Berlins nicht besser sein. Zwar hat die Zahl der Beschäftigten deutlich zugenommen, doch ebenso auch der Anteil von Beschäftigten ohne eine unbefristete Vollzeitstelle.

Anteil an befristeten Stellen nimmt zu

Am vergangenen Mittwoch stellte Elke Breitenbach, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, das Ergebnis des Betriebspanels 2017 vor: „In Berlin sind inzwischen 39 Prozent der Arbeitnehmer befristet oder teilzeit- und geringfügig beschäftigt.“ Davon arbeiten 17 Prozent in Teilzeit, 13 Prozent hatten befristete Stellen, acht Prozent wurden geringfügig beschäftigt und ein Prozent der Beschäftigten sind Leiharbeiter.

 

Die Zahl der befristeten Arbeitsverträge ist auf 39 Prozent gestiegen | Quelle: Betriebspanel Berlin 2017

Die Zahl der befristeten Arbeitsverträge ist auf 39 Prozent gestiegen | Quelle: Betriebspanel Berlin 2017

 

Die Arbeitssenatorin kritisierte diesbezüglich die Einstellungspolitik vieler Unternehmen. Denn angesichts des Fachkräftemangels bieten die Betriebe oft nur befristete Stellen an. „Die Betriebe verlangen zunehmend nach qualifizierten Beschäftigten und klagen über Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen. Doch statt mit attraktiven Konditionen um Fachkräfte zu werben, wurden mehr als die Hälfte der neuen Verträge nur befristet abgeschlossen, Tendenz steigend. Das passt nicht zusammen“, so Breitenbach.

Frauen wollen freiwillig Teilzeit arbeiten

Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg, sieht die Situation noch differenzierter: „Viele Frauen wollen bewusst in Teilzeit arbeiten, um Beruf und Familie miteinander vereinbaren zu können. Wer mehr Vollzeit-Arbeit ermöglichen will, muss die Betreuungsangebote für Kinder verbessern. Hier gibt es in Berlin noch viel Spielraum.“

Allerdings wird die Suche nach einem Kinderplatz immer schwieriger. Denn in Berlin fehlen derzeit 3.000 Kitaplätze. Eine langfristige Lösung für die Kitaplatz-Not gibt es noch nicht. So sind zumeist Frauen gezwungen, in Teilzeit zu arbeiten. (dn)

Büroschlaf steigert die Leistungsfähigkeit

Ein Durchhänger während der Arbeitszeit? Normalerweise hilft ein Kaffee schnell über einen biologischen Tiefpunkt hinweg. Professor Ingo Fietze, 57, empfiehlt dagegen einen kurzen Büroschlaf. Unser „Biorhythmus lässt uns alle vier Stunden müde werden“ hat der Schlafmediziner an der Charité herausgefunden. „Statt den zehnten Kaffee zu trinken, sollte man dann ein Nickerchen von zehn bis 20 Minuten machen – und man ist wieder fit. Der Büroschlaf ist ein absoluter Leistungsbeschleuniger.“

Tatsächlich schaden Schlafmangel und Übermüdung der Wirtschaft erheblich. Jedes Jahr gehen durch Schlafstörungen 1,56 Prozent des Bruttosozialprodukts verloren, das sind stolze 60 Milliarden Euro. Das Risiko für Berufsunfälle steigt durch Schlafdefizite um 63 Prozent, übermüdete Ärzte und Chirurgen verursachen zu 47 Prozent Kunstfehler. Etwa 20 Prozent aller Unfälle im Straßenverkehr gehen auf Unausgeschlafenheit zurück. Ingo Fietze nennt sein Buch dazu: „Die übermüdete Gesellschaft“.

 

Ingo Fietze's neu erschienenes Buch "DIe übermüdete Gesellschaft" | Foto: Rowohlt Verlag GmbH

Ingo Fietzes neu erschienenes Buch „Die übermüdete Gesellschaft“ | Foto: Rowohlt Verlag GmbH

 

Büroschlaf ist so wichtig wie gesunde Ernährung

Rund 80 Prozent der Berliner leiden an Schlafstörungen, bei jedem Zehnten ist es sogar chronisch. Zu spätes Zubettgehen, zu frühes Aufstehen, zu viel Internetaktivität im Schlafzimmer, zu häufiges Arbeits-Mails-Checken nach Feierabend – viele Schlafschwierigkeiten sind selbst verursacht. Aus gelegentlichen Einschlafproblemen werden dauerhafte. Durch Übermüdung werden die Menschen langfristig krankheitsanfällig, depressiv, übergewichtig und unkonzentriert.

„Warum glauben Millionen Deutsche, dass gesunder Schlaf nicht ebenso wichtig ist wie eine gesunde Ernährung, wie ausreichende Bewegung, wie der Verzicht auf Rauchen?“, fragt Fietze. In seinen Augen ist die Schlafstörung eine der großen bedrohlichen Volkskrankheiten unserer Zeit. Der Stress unseres ständig schneller werden Lebensstils hat das durchschnittliche Schlafpensum der Deutschen von 7 Stunden und 10 Minuten vor noch zehn Jahren auf inzwischen 6 Stunden und 54 Minuten verkürzt.

„Schlaf als neues Statussymbol“

Deshalb lautet Fietzes Appell: „Guter Schlaf muss wieder sexy werden.“ Ausgeruhtheit sollte wieder einen guten Ruf in unseren gesellschaftlichen Wertekoordinaten erhalten. Hierfür benötigen wir „mehr Aufklärung über gesunden und gestörten Schlaf“. Vor allem brauchen wir „Vorbilder und Prominente, die uns unterstützen, es braucht die Krankenkassen, die Schlaf als präventives Tool ansehen“. Damit jeder Einzelne wieder lernt, „dass Schlafen guttut und daran nicht gespart werden darf“.

Das Problem grassiert überall in der westlichen Welt. Schon spricht die New York Times vom „Schlaf als neues Statussysmbol“. Amazon-Gründer Jeff Bezos wirbt für regelmäßigen achtstündigen Premiumschlaf. „Es muss aufhören, dass wenig Schlaf als ein Zeichen besonderer Leistungsfähigkeit gilt“, mahnt Fietze.

Abnehmen durch Nichtstun

Im Übrigen macht Schlafen nicht nur fit, sondern auch schlank. US-amerikanische und koreanische Forscher haben entdeckt, dass jede zusätzlich geschlafene Stunde zu einer Gewichtsabnahme von 0,12 Kilogramm pro Quadratmeter Körpergewicht führt. Man sieht: Für ein Nickerchen gibt es immer einen guten Grund. (hf)

Beste Arbeitgeber aus Berlin-Brandenburg ausgezeichnet

Attraktive und förderliche Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten zu schaffen ist ein wichtiger Beitrag zur Sicherung des Unternehmenserfolgs und für einen starken Wirtschaftsstandort. Vierzehn Unternehmen aus der Hauptstadtregion, denen dies besonders am Herzen liegt, wurden jetzt mit dem Prädikat «Beste Arbeitgeber in Berlin-Brandenburg 2018» ausgezeichnet. Zuvor hatten sich diese erfolgreich auf den unabhängigen Prüfstand des Great Place to Work Instituts und dem Urteil der eigenen Mitarbeitenden gestellt. Die Auszeichnungen wurden in Berlin im Haus 13 auf dem Pfefferberg übergeben – bereits zum sechsten Mal.

Die Preisträger des aktuellen Wettbewerbs «Beste Arbeitgeber in Berlin-Brandenburg 2018» – differenziert nach Größenklassen

Die Top-Platzierungen in der Größenklasse der Unternehmen mit über 250 Beschäftigten erreichen in diesem Jahr der Altenpflegedienstleister Domino-World aus dem brandenburgischen Birkenwerder (Platz 1), dicht gefolgt von Scandic Hotels Deutschland (2), Mercedes-Benz Bank Service Center (3) und dem Netzwerkausrüster Adtran (4) aus Berlin. In der Kategorie der Unternehmen mit 50 bis 250 Mitarbeitenden liegen die ambulante Rehabilitationsklinik Reha Vita aus Cottbus (Platz 1) sowie das Softwarehaus Projektron (2) und der Mediendienstleister Meltwater Deutschland (3) aus Berlin vorn.

Die Spitzenplätze bei den kleinen Unternehmen unter 50 Beschäftigten belegen die SAP-Logistikberatung Status C (Platz 1), der IT-Dienstleister Virtimo (2) und die Unternehmensberatung Confideon (3) aus Berlin. Weitere Auszeichnungen gingen hier an die Berliner Managementberatung HR Pepper (4), den Rewe Markt Andreas Fleischer aus dem brandenburgischen Wustermark (5), den Softwareanbieter Orgavision (6) aus Berlin sowie an das deutsche Büro des kanadischen Energieunternehmens Vermilion Energy aus Schönefeld (7).

Sonderpreis «Ausbildungsförderung»

Der im Rahmen des Wettbewerbs ausgelobte Sonderpreis für besondere Leistungen der Unternehmen im Bereich der Ausbildungsförderung ging in diesem Jahr an die Scandic Hotels. Gewürdigt wurden damit vorbildliche Leistungen des Unternehmens bei der beruflichen Qualifizierung der Auszubildenden und der Förderung des Fachkräftenachwuchses.

Partner der 2012 ins Leben gerufenen Great Place to Work Initiative in der Hauptstadtregion sind Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie, die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB), der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW), der IT- und Internetverband SIBB e.V., Das Demographie Netzwerk e.V. (ddn) sowie der „Tagesspiegel“ als Medienpartner. Dach des Länderwettbewerbs ist der bundesweite Wettbewerb «Deutschlands Beste Arbeitgeber», der bereits seit 2002 jährlich durchgeführt wird.

Insgesamt beteiligten sich 53 Unternehmen aller Größen und Branchen an dem aktuellen Arbeitgeber-Benchmarking in der Hauptstadtregion (Vorjahr: 46). Über 17.500 Mitarbeitende wurden dabei anonym zur Arbeitsplatzkultur ihres eigenen Unternehmens befragt. Zudem gaben Unternehmensverantwortliche Auskunft zu den eingesetzten Maßnahmen der Personal- und Führungsarbeit. Unabhängig von einer Platzierung auf der Besten-Liste profitierten alle Teilnehmer von der differenzierten Standortbestimmung und den Impulsen zur Weiterentwicklung als gute und attraktive Arbeitgeber.

Eine gute Arbeitsplatzkultur zahlt sich aus

„Wir freuen uns, dass immer mehr Unternehmen der Hauptstadtregion den Wert einer begeisternden Unternehmenskultur erkennen und beherzigen“, sagt UVB-Geschäftsführer Alexander Schirp. „Dies zahlt sich im wirtschaftlichen Erfolg und bei der Bewältigung wichtiger Zukunftsaufgaben unmittelbar aus.“ Andreas Schubert, Geschäftsführer bei Great Place to Work, ergänzt: „Top-Arbeitgeber profitieren im Vergleich zu ’normalen‘ Unternehmen von einem deutlich stärkeren Engagement ihrer Mitarbeitenden, von größerer Innovationskraft, von einer über 50 Prozentpunkte geringeren Zahl an Krankheitstagen und von bis zu dreifach höheren Bewerberquoten.“

Durchschnittlich bescheinigen über vier Fünftel (83%) der Beschäftigten der aktuellen Preisträger ihrem Unternehmen eine hohe Qualität und Attraktivität als Arbeitgeber. Zum Vergleich: in ’normalen‘ Unternehmen in Deutschland tut dies nur jeder zweite Mitarbeitende (56%).

Hintergrundinformationen zum Wettbewerb

Vorausgegangen waren den Auszeichnungen ausführliche Mitarbeiterbefragungen in den am Wettbewerb teilnehmenden Unternehmen sowie eine Befragung des Managements zu förderlichen Maßnahmen der Personal- und Führungsarbeit. Die anonym durchgeführte Befragung der Mitarbeitenden umfasst rund 60 Einzelfragen. Im Mittelpunkt stehen dabei zentrale Arbeitsplatzthemen wie Vertrauen und Fairness in der Zusammenarbeit, Führungsqualität, persönliche Anerkennung und Wertschätzung, Partizipationsmöglichkeiten, berufliche Unterstützung und Entwicklung, betriebliche Gesundheitsförderung, Work-Life-Balance, Identifikation mit der Arbeit sowie die Bindung der Mitarbeitenden an den Arbeitgeber.

Die besten Arbeitgeber werden auf Basis eines Benchmarkings im gesamten Teilnehmerfeld ermittelt. Das unmittelbare Urteil der jeweils eigenen Mitarbeitenden der Unternehmen macht zwei Drittel der Gesamtbewertung aus. Der Wettbewerb «Beste Arbeitgeber in Berlin-Brandenburg» fand bereits zum sechsten Mal statt. Ziel der 2012 ins Leben gerufenen Great Place to Work Initiative ist es, die Arbeitgeber der Hauptstadtregion bei der Entwicklung einer attraktiven und zukunftsorientierten Arbeitsplatzkultur zu fördern und den gesamten Wirtschaftsstandort und seine Unternehmen durch ein eigenes Qualitätssiegel für gute Arbeitsplatzqualität zu stärken.

Anmeldung zum Folgewettbewerb ab sofort möglich

Für den Folgewettbewerb «Beste Arbeitgeber in Berlin-Brandenburg 2019» können sich Unternehmen aller Größen und Branchen – sowie auch Non-Profit-Organisationen und öffentliche Arbeitgeber jeder Art – ab sofort hier anmelden. Die Teilnahme an den Befragungen und dem Benchmarking ist auch außer Konkurrenz möglich. (red)

Weniger Arbeitslose: Berliner Wirtschaft im Aufschwung

Berlin hat weniger Arbeitslose! Insgesamt verzeichnet die wirtschaftliche Entwicklung 2017 einen positiven Verlauf. So rechnet Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB), in diesem Jahr mit einem Wachstum von zwei Prozent. Allein in Berlin soll es 56.000 zusätzliche Arbeitsplätze geben. „Die Berliner Wirtschaft hat in den vergangenen Jahren zehntausende neue Arbeitsplätze geschaffen, die Arbeitslosenquote ist auf einem historischen Tiefstand“, berichtet Amsinck weiter.

Weniger Arbeitslose in Berlin

Die deutsche Hauptstadt erlebt derzeit ein rasantes Arbeitsplatzwachstum. So zeigen die aktuellen Arbeitsmarktzahlen, dass in Berlin immer weniger Arbeitslose wohnen.

Wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte, ist im November die Arbeitslosigkeit weiter gesunken. So waren nur 160.332 Frauen und Männer als arbeitssuchend gemeldet. Dies entspricht eine Arbeitslosenquote von 8,5 Prozent, was einen historischen Tiefstand kennzeichnet. Im Oktober waren es 2.327 mehr und vor einem Jahr sogar noch 10.542 mehr.

Trotz des Stellenabbaus von Siemens und der Insolvenz der Air Berlin geht die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit davon aus, dass der Beschäftigungsboom anhält. Laut Direktionschef Bernd Becking ist in einem positiven Umfeld der Arbeitsmarkt in Berlin, insbesondere für Fachkräfte, aufnahmefähig. Becking hob hervor, dass der Personalbedarf in den Berliner und Brandenburger Unternehmen hoch sei und Fachkräfte in vielen Branchen gesucht würden.

Ungleiche Verteilung der Teilzeitarbeit

Mit dem Arbeitsplatzwachstum erlebt leider auch die Teilzeitarbeit einen Boom. Die Berliner Morgenpost berichtete, dass die Zahl der Mitarbeiter, die weniger als 40 Stunden im Betrieb beschäftigt sind, sich innerhalb der letzten zehn Jahre verdoppelt hat.

Laut Christian Amsinck sei „Teilzeit politisch und auch von vielen Beschäftigten gewollt. Frauen würden Teilzeitarbeit nutzen, um Beruf und Familie miteinander vereinbaren zu können.“

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linke, Sabine Zimmermann, widerspricht dem jedoch: „In vielen Fällen sei die Teilzeitbeschäftigung nicht existenzsichernd und führe zu Altersarmut.“ Denn, wer weniger Stunden arbeitet, verdient weniger und erwirbt dementsprechend geringere Rentenansprüche.

Im vergangenen Jahr mussten 1,3 Millionen Frauen und Männer in Teilzeit arbeiten, weil sie keine Vollzeitstelle finden konnten. Gerade Frauen sollen davon betroffen sein. So arbeitet ein Drittel aller Frauen in Teilzeit, während es bei den Männern nur jeder Zehnte ist.

Schwache Tarifbindung

Zur Entwicklung der Tarifbindung sagt Amsinck: „Attraktive Tarifverträge sind ein wichtiger Baustein für die soziale Marktwirtschaft. Arbeitgeber und Gewerkschaften müssen Regelungen finden, die Unternehmen nicht überfordern und ihnen genügend Spielraum lassen.“

In Berlin herrscht derzeit schwache Tarifbindung. Während 1998 noch 41 Prozent der Betriebe an einen Branchen- oder Haustarifvertrag gebunden waren, sind es heute nur noch 19 Prozent. Aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) geht heraus, dass Beschäftigte aus Betrieben ohne Tarifbindung sich ungerechter entlohnt fühlen, als diejenigen, die nach einem Haus- oder Flächentarifvertrag bezahlt werden. (dn)

GE Stellenabbau: Berlin Marienfelde möchte kämpfen

Der US-amerikanische Industriekonzern General Electric (GE) plant in Berlin Stellenstreichungen. In der Hauptstadt stehen, seit der gestrigen Bekanntgabe, hunderte Arbeitsplätze auf dem Spiel. Heute präsentierte die Geschäftsführung von GE den Beschäftigten ihre Pläne zum Stellenabbau in Europa. Allein in Berlin soll die komplette Fertigung bei GE Power Conversion in Marienfelde entfallen. 500 der 650 GE Beschäftigten könnten ihren Arbeitsplatz im Bezirk Tempelhof-Schöneberg verlieren.

„Kurz vor Weihnachten ereilt uns die Nachricht vom geplanten massiven Stellenabbau GE’s in Berlin und hier vor allem an unserem Standort Marienfelde. Gar nicht so lange her, haben wir hier noch die Millioneninvestition für das neue Schulungszentrum gefeiert und nun erfolgt dieser massive Einschnitt in den Standort. Das passt nicht zusammen und vor allem hat uns diese Nachricht so unvorbereitet ereilt“, so Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, Angelika Schöttler.

Marienfelde wird um die Arbeitsplätze kämpfen

Zusammen mit der IG Metall wird sich die Bezirksbürgermeisterin mit dem Betriebsrat von GE auseinandersetzen, um sich einen Überblick verschaffen. „Für die betroffene Belegschaft ist das eine sehr beunruhigende Entwicklung“, sagt Schöttler weiter. Sie ist bereit für die GE Arbeitsplätze in ihrem Bezirk zu kämpfen.

Marienfelde im Bezirk Tempelhof-Schöneberg ist einer der wenigen noch vorhandenen Industriestandorte in Berlin. Mit dem Wegfall so vieler Arbeitsplätze in der industriellen Produktion wird dieser wichtige Arbeitsmarkt deutlich geschwächt. Wie bereits bei Siemens ist es das Ziel, die industriellen Arbeitsplätze in der Hauptstadt zu erhalten und zurückzuholen. (red)

Mittelständische Unternehmen trotz Social Entrepreneurship in Bedrängnis

Mittelständische Unternehmen haben den deutschen Arbeitsmarkt in den letzten Jahren extrem geprägt. Kleine Unternehmen und Selbstständige sind mit einer klaren Vorbildfunktion vorangegangen und haben gezeigt, dass sozial geprägte Wertvorstellungen keine Handelsbremse darstellen. Und doch halten große Unternehmen weiterhin an veralteten, starren Unternehmensstrukturen fest – und scheinen damit durchzukommen. Denn Mittelständische Unternehmen geraten zunehmend in Bedrängnis. In Zeiten von politischer Unentschlossenheit, die Fusionen von Riesenkonzernen wie Thyssenkrupp und Tata Steel ermöglichen, stellt sich die Frage, welche Rolle Social Entrepreneurship im deutschen Unternehmertum überhaupt noch spielt.

Florian Tanyildiz im Interview

Florian Tanyildiz, Autor und Landesvorsitzender bei DIE JUNGEN UNTERNEHMER in Berlin, erlebt täglich, wie sich der Umgang mit den deutschen Arbeitnehmern zunehmend verschlechtert. „Die letzten Jahre haben gezeigt, wie wichtig den Deutschen die soften Faktoren im Arbeitsalltag sind. Gerade die Generation Y fordert soziales Engagement in allen Bereichen. Die Flüchtlingskrise hat bewiesen, wie viele Menschen gerne helfen möchten. Für viele ist Gehalt allein deshalb schon lange kein Faktor mehr für Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Das innere Bedürfnis der Menschen etwas Nachhaltiges zu leisten steigt stetig – doch mit diesem Bedürfnis leider auch der Trend, dass soziale Arbeit zu Lasten von “Niedriglohnidealisten“ gestemmt werden muss.“ Die Taschen werden sich an anderer Stelle voll gemacht. Das beste Beispiel dafür sind Pflegeeinrichtungen. Bundesweit steigen die Nachfrage und Umsätze. Doch die Pflegefachkräfte profitieren am Wenigsten von dieser Entwicklung, dürfen sich aber auf die Schulter klopfen, weil sie Bedürftigen helfen.

Social Entrepreneurship fängt im Kleinen an

Kleine Unternehmen sollten sich jedoch nicht entmutigen lassen auch weiterhin soziales Engagement im eignen Umfeld zu verwirklichen. Dies fängt zum Beispiel bereits bei der Kinderbetreuung der eigenen Mitarbeiter an. Der Erfolg des deutschen Mittelstandes gründet sich eben auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit und ist Personen zu verdanken, die mehr als nur ökonomische Interessen verfolgen. Die Schere zwischen arm und reich wird breiter und die Mitte zunehmend vergessen. Das gilt nicht nur für die Gesellschaft, sondern auch für die Unternehmen in Deutschland. „Kleine Unternehmen werden nicht von Prozessanweisungen und Formblättern geleitet, die Chance liegt in der Kreativität und Produktivität eines motivierten Teams, das Berge versetzen kann“, so Tanyildiz.

Politik setzt erstes, wichtiges Zeichen 

Im Jahr 2016 wurde seitens der Politik das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz erlassen, das vor allem große Unternehmen dazu bringen soll, sich an wichtige Grundsätze des Social Entrepreneurships zu halten. Für Tanyildiz ein wichtiger erster Schritt, doch erst die Zukunft wird zeigen, inwieweit sich die Unternehmen tatsächlich daran halten. Er selbst ist von der freien Marktwirtschaft überzeugt. „Man muss aber anerkennen, dass die bisherigen politischen Bemühungen, Großkonzerne dazu zu bringen angemessene Steuern zu zahlen, gescheitert sind. Das hat verschiedenste Gründe, aber unterm Strich fühlen sich rechtschaffene Mittelständler längst abgehängt. Wir erbringen und versteuern unsere Leistungen vor Ort. Jeder Vorstoß, dieses Grundprinzip endlich auch bei den Großkonzernen durchzusetzen, ist zu begrüßen.“

Social Entrepreneure weisen also auch weiterhin den Weg in die Zukunft. Das von der Familie Tanydiliz geführte Ausbildungszentrum OTA geht dabei mit gutem Beispiel voran. In dem Familienunternehmen Bildung werden benachteiligte Jugendliche mit erhöhtem Förderbedarf in Berufsorientierungs-, Berufsvorbereitungs- und Berufsausbildungsmaßnahmen in gewerblich-technischen, kaufmännischen und Berufen im Dienstleistungsbereich ausgebildet. Wer sich also eine Veränderung in der Gesellschaft wünscht, darf dabei nicht auf die Politik als einen der Hoffnungsträger setzen. Sondern ein jeder selbst muss für die Verbesserung einstehen, die er sich erhofft. (red)

 

Laut Umfragen polarisiert die Digitalisierung der Arbeitswelt

Berlin möchte die Digitalisierung als Chance wahrnehmen. Doch wie sind derzeit die Resonanzen der Beschäftigten auf diesen Trend?  Vor wenigen Tagen veröffentlichte beispielsweise der Betriebskrankenkassen Dachverband e. V. (BKK) seinen Gesundheitsreport für 2017. Zu dem Schwerpunktthema Digitalisierung befragte der BKK Verband deutschlandweit 3000 Beschäftigte.

Die Digitalisierung hat Auswirkungen auf die Arbeitswelt

Der Fokus des Reports lag auf dem Einfluss der Digitalisierung auf die Arbeitswelt und deren Auswirkung auf die Gesundheit der Berufstätigen. Die Ergebnisse zeigen, dass Digitalisierung als Chance zwar größtenteils angenommen wird, aber auch mit Skepsis betrachtet wird. Mehr als die Hälfte der Befragten nutzen bei ihrer Beschäftigung permanent digitale Technik wie Computer, Smartphones etc. und die Tendenz steigt. Dennoch zeigen verschiedene Studien der letzten Monate nicht nur Euphorie, sondern auch Zweifel bei den Arbeitnehmern. Mehr als 40 Prozent aller befragten Berufstätigen geben an, dass sie durch die Digitalisierung Aufgaben schneller sowie auch mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigen können. Auf der anderen Seite gab mehr als jeder Fünfte an, sich deshalb überlastet beziehungsweise ausgebrannt zu fühlen. Die meisten Arbeitnehmer, ca. 45 Prozent, schätzen dass sich durch die Digitalisierung nicht viel auf dem Arbeitsmarkt verändern wird. Allerdings bewerten 38 Prozent der Befragten die Digitalisierung als Risiko für den Wegfall von Arbeitsplätzen und nur 18 Prozent sie als Jobmotor.

Digitalisierung im Berliner Umfeld

Ganz unbegründet ist die Skepsis nicht, das zeigt die Auswertung einer Beschäftigungsstudie. Zusammen mit dem Darmstädter WifOR-Institut hat die IHK Berlin, die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Berliner Arbeitsmarkt bis zum Jahr 2030 untersucht. Die IHK und das WifOR-Institut ergänzten die Studienergebnisse noch mit einer aktuellen Unternehmensumfrage, an der 800 Berliner Betrieben teilnahmen. Im Zentrum standen dabei 13 verschiedene Branchen. Der Nebeneffekt der Digitalisierung ist im Berliner Umfeld insgesamt leicht negativ: Bis zum Jahr 2030 werden etwa 25.000 Arbeitnehmerverhältnisse weniger benötigt. Das entspricht etwa 1,8 Prozent der aktuell befristeten Berufstätigen in der Hauptstadt. Eine digitalisierte Berliner Arbeitswelt bringt auf verschiedenen Ebenen Veränderungen mit sich, sowohl positive als auch negative. (red)

Arbeitsmarktzahlen für Oktober 2017: Arbeitslosenquote weiter gesunken

In Berlin waren im Oktober laut der Bundesagentur für Arbeit 162.659 Menschen ohne Arbeit. Das sind 2.699 weniger als im September 2017 und 9.347 weniger als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote erreichte mit 8,6 Prozent ebenfalls den bisher niedrigsten Stand. Innerhalb der Hauptstadt ist die Arbeitslosenquote im Berliner Norden mit 8,3 Prozent am niedrigsten. Dagegen ist sie im Berliner Süden mit 8,8 Prozent vergleichsweise hoch. In Berlin Mitte liegt die Quote bei 8,7 Prozent.

Weniger Arbeitslose und mehr Arbeitsstellen als im September

Bereits im August 2017 waren 1.433.600 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 57.700 Personen mehr als im August vergangenen Jahres. Mit dieser Steigerung von 4,2 Prozent liegt Berlin 1,8 Prozentpunkte über dem bundesdeutschen Durchschnitt. Darüber hinaus wurden den Arbeitsagenturen und Jobcentern im Oktober neue Arbeitsstellen gemeldet. Insgesamt entstanden im Land Berlin 6.356 neue Arbeitsstellen – 265 mehr als im September.

Im Vergleich zum Oktober letzten Jahres ging auch die Zahl der freien Arbeitsstellen zurück. Der Bundesagentur für Arbeit Berlin wurden im Oktober dieses Jahres 24.169 freie Arbeitsstellen gemeldet. Das sind 1.906 weniger als im Oktober 2016.

Im Land Brandenburg sind die Arbeitslosenzahlen im Oktober ebenfalls gesunken. Derzeit liegt die Anzahl der erwerbslosen Personen bei 84.627. Das ist ein Rückgang um 1.759 Personen seit September. Im Oktober 2016 lag die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer noch um 11.680 höher.

Bahnpendler aus Brandenburg: Warten auf ein Expressnetz nach Berlin

Lange Fahrzeiten, unpünktliche Züge, schlechte An- und Verbindungen sind eine regelrechte Zumutung für Hauptstadtpendler, aber auch für Touristen und Berliner. Geplant sind laut der Deutschen Bahn Bauarbeiten an 50 Streckenabschnitten oder Einzel-Bauarbeiten. Das ist auch dringend notwendig, denn Staus auf der Autobahn sind fast genauso lang wie die wartenden Pendlerschlangen vor den Zügen.

Einst wurde das Konzept „Zielnetz 2000“ aufgestellt, um den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) im Metropolenraum von Berlin und Brandenburg zu regeln. Dabei sollte der Vorortverkehr deutlich vom Regional Express-Verkehr getrennt werden. Allerdings ist 2017 von einem funktionierenden „Stadt-Express-Netz“ oder einer Koordinierung von öffentlichen Verkehrsmitteln und Regionalverkehr nicht viel zu spüren. Grund dafür sind vor allem die Einsparmaßnahmen der Vergangenheit, u.a. zusätzliche Halte von Regional-Zügen im Berliner Umland. Die hätten beispielsweise den Vorortverkehr mit der S-Bahn entlasten können. Mittlerweile sind selbst die RE-Züge völlig überfüllt.

Der tägliche Pendlerstrom will nicht abreißen

Derzeit pendeln, laut dem rbb|24-Pendleratlas, ca. 280.000 Beschäftigte pro Werktag zwischen Berlin und Brandenburg. Davon sind 200.000 Beschäftige aus Brandenburg, die in der Hauptstadt berufstätig sind. Wohnen in Brandenburg und arbeiten in Berlin ist ein geeignetes Modell, um den Wohnungsmarkt in der Hauptstadt zu entlasten. Da die Mehrheit der Pendler die Bahn nutzt, muss ein gut ausgebautes Bahnliniennetz als Grundvoraussetzung vorhanden sein. Bis 2030 erwartet Brandenburg sogar noch weiteren Zuzug in den Berliner „Speckgürtel“. Wirtschaftlich profitabel ist das sowohl für Brandenburg, als auch für die Hauptstadt. Allerdings sind die jetzigen Bahnkapazitäten schon fast ausgelastet, bei erneuert wachsenden Pendlerzahlen und zunehmenden Baustellen zu einem Hindernis werden. Die neue Mobilitätsstrategie für Berlin-Brandenburg wurde bereits am Anfang diesen Jahres vorgestellt.

„Der Einfall ersetzt nicht die Arbeit“

In der Entwicklungsstrategie für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in Berlin und Brandenburg der Innoverse GmbH, im Auftrag der CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg steht: „Um allen Brandenburger Städten gute Entwicklungschancen zu sichern, muss der Regionalverkehr deutlich anspruchsvollere Fahrzeit-Ziele anstreben. So sollen alle Mittelzentren im Berliner Umland in maximal 30 Minuten vom Berliner Zentrum erreichbar werden, die Oberzenten und meisten Mittelzentren in maximal 60 Minuten und alle übrigen Mittelzentren in maximal 90 Minuten.“ Schon der deutsche Soziologe und Ökonom Max Weber sagte: „Der Einfall ersetzt nicht die Arbeit.“ Die Landesplanung Berlin-Brandenburg als auch die Deutsche Bahn stehen vor vielfältigen Koordinations- und Organisationsaufgaben. Schon jetzt hapert es bei der Taktung der S-Bahnen: Pendler im Gebiet Oberhavel-Reinickendorf wünschen sich eine Zehn-Minuten-Taktung der S25 zwischen Hennigsdorf und Tegel und der S1 zwischen Hohen Neuendorf und Frohnau. Ein weiteres Problem sind die überlasteten Regionalzüge, wie der RE1, die wegen zu kleiner Bahnsteige ihre Kapazitäten nicht erhöhen können. Eine Erweiterung des S-Bahn Streckennetzes, würde den Regionalverkehr entlasten. Zurzeit wird über eine mögliche Fortführung der Linie S25 bis nach Stahnsdorf spekuliert, aber konkrete Pläne liegen noch nicht vor.

Was lange währt, wird gut?

Lichtblicke sind einerseits der fast fertige Regionalbahnsteig am S-Bahnhof Ostkreuz, der eine bessere Anbindung an das S-Bahnliniennetz ermöglicht. Zusätzlich wird Ende August auch der Ausbau des Bahnhofs Strausberg bei Berlin fertig sein. S- und Fernverkehr werden dort ebenfalls getrennt und ermöglichen somit eine Erhöhung der Fahrgast-Kapazitäten sowie den Ausbau des Fernverkehrs Richtung Ost allgemein. Bleibt zu hoffen, dass die Hauptstadtpendler auf die Umsetzung der Mobilitätsstrategie nicht so lang warten müssen wie auf ihre Züge. (red)

Mehr BERLINboxx Artikel zum Thema Pendler:

 

PWC-Umfrage: Berlin ist ein attraktiver Arbeitsort

86 Prozent der Berliner unter 30 Jahren sehen ihre Stadt als attraktiven Arbeitsort. Aber auch bei älteren Befragten kommt Berlin gut an: Insgesamt bewerten 81 Prozent Berlin als attraktiv. Passende Jobangebote finden mit 86 Prozent allerdings besonders jüngere Arbeitnehmer. Bei den über 50-Jährigen liegt dieser Wert nur bei 69 Prozent.

Jobsicherheit und Gehaltsniveau werden im Schnitt von allen Altersgruppen kritisch gesehen: Nur 48 bzw. 34 Prozent halten Berlin bei diesen beiden Punkten für attraktiv, wobei Berufseinsteiger das Gehaltsniveau mit 40 Prozent etwas besser bewerten als Ältere mit 31 Prozent. Das sind einige Ergebnisse der aktuellen Umfrage „Berlin als Wirtschafts-Standort“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC, für die 500 Erwachsene zwischen 18 und 65 Jahren aus Berlin und Umgebung befragt wurden. (red)

Veranstaltungen

Es konnte leider nichts gefunden werden

Entschuldigung, aber kein Eintrag erfüllt ihre Suchkriterien