Start-up Monitor: Berlin macht junge Unternehmen stark! | Foto: pixabay.com

Start-up Monitor: Berlin macht junge Unternehmen stark!

Start-ups sind ein zunehmend ein wichtiger Baustein in  der deutschen Wirtschaftslandschaft. Trotz aller Unterschiede begegnen sie jedoch oft den gleichen bürokratischen Problemen wie Großkonzerne. Dem Deutschen Start-up Monitor vom Bundesverband Deutsche Start-ups e.V. und der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zufolge fordern ganze 73 Prozent der Gründer eine Reduktion komplexer Bürokratiestrukturen.

Neben unnötiger Bürokratie sehen sich die Start-ups auch mit Problemen im Personalbereich konfrontiert: Drei Viertel aller Gründer beklagen, es sei schwierig, Fachkräfte aus dem IT-Sektor zu rekrutieren. Dabei ist gerade dieser Bereich besonders wichtig, da Start-ups neue Technologien maßgeblich vorantreiben. So sieht sich eine Mehrheit von 60 Prozent der Befragten durch Künstliche Intelligenz (KI) in ihrem Geschäftsmodell beeinflusst. „Damit sind Startups Träger von innovativen Technologien und nehmen eine Vorreiterrolle bei der Anwendung von Künstlicher Intelligenz ein. Um das Potenzial von KI für zukünftiges Wirtschaftswachstum zu realisieren, müssen bestehende Hürden abgebaut und KI aktiv gefördert werden“, fordert Tim Dümichen, Partner bei KPMG und Co-Founder von Smart Start, der Startup-Initiative von KPMG Deutschland.

Gründer sind glücklicher laut Start-up Monitor

Trotz der bestehenden Hürden und Probleme sind Gründer zufriedener als der deutsche Durchschnittsunternehmer. Laut Start-up Monitor gaben 49 Prozent der Gründer an, mit ihrem Leben zufrieden zu sein – durchschnittlich sagen das nur 32 Prozent der Deutschen von sich. Und das, obwohl Gründer mit 56 Wochenstunden wesentlich mehr arbeiten als der durchschnittliche Bürger. „Gründer/-innen leisten enorm viel und sind gleichzeitig sehr zufrieden mit ihrer Arbeit und ihrem Leben. Um in Zukunft mehr mutige und risikobereite Menschen zum Gründen eines Start-ups zu bewegen, brauchen wir jetzt eine politische Agenda der Innovation, die eine Verbesserung des Kapitalangebots vorantreibt und die digitale Bildung forciert“, fordert Florian Nöll, Vorsitzender des Bundesverbands Deutsche Start-ups e.V.

Gerade im Bereich des Kapitalangebots liegen laut Start-up Monitor noch Verbesserungsmöglichkeiten. So beklagen rund 42 Prozent der befragten Start-ups, sie würden bei der Beschaffung von Kapitalmöglichkeiten nicht genügend unterstützt werden, was letztendlich das Wachstum hemme. Doch nun kommt Abhilfe von Seiten des Senats. Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe veröffentlichte kürzlich eine Visualisierung der Standorte der Berliner Innovationslabs. Gerade Innovationslabs bieten Start-ups sowie Unternehmen die Möglichkeit zum Experimentieren und Testen. Ziel der Visualisierung ist es, Innovationslabs und Start-ups besser zu vernetzen und so die Gründer in der Entwicklung ihrer Start-ups zu unterstützen. Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe fasst zusammen: „Berlin steht für unternehmensnahe Forschung, hochinnovative Start-ups sowie vielen Innovationseinheiten mittelständischer und großer Unternehmen. Das machen wir sichtbar, damit sich die innovativsten Köpfe der Stadt leichter vernetzen können.“

Internationale Kontakte

Nicht nur innerhalb Berlins, auch international unterstützt der Senat Start-ups bei der Vernetzung mit anderen Innovatoren. Zu diesem Zweck reist in den kommenden Tagen eine Delegation deutscher Gründer und Entscheider zum StartUp AsiaBerlin nach Singapur und Jakatar.  „Ich freue mich, dass wir die deutsche Hauptstadt mit einer Start-up-Konferenz im Rahmen von StartUp AsiaBerlin in unserer Partnerstadt Jakarta präsentieren können. Mit dieser Initiative ergänzen wir die Asia-Pacific Week in Berlin und knüpfen nachhaltige Kontakte für unsere Start-ups in den Wachstumsregionen Asiens“, sagt Wirtschaftssenatorin Pop. Auch Cedrik Neike, Mitglied des Vorstands der weltweit agierenden Siemens AG, begrüßt die interkontinentale Zusammenarbeit: „Siemens hat selbst einmal als Start-up in einem Berliner Hinterhof angefangen. Und schon Werner von Siemens wusste, wie wichtig der Austausch zwischen Gründern, Industrie und Politik ist, um erfolgreich zu sein.“ (ke)

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