Scheckübergabe an MANEO: v.l.n.r. Marcel Langner, Spielbank Geschäftsführer, Bastian Finke, Leiter MANEO, Klaus Wowereit, Candy Spilski, MANEO MItarbeiter Prävention. | Foto: Business Network

Starkes Zeichen gegen homophobe Gewalt: Spielbank-Beiratsmitglied Klaus Wowereit spendet 5.000 Euro an schwules Anti-Gewalt-Projekt MANEO

Berlin gilt als tolerante und weltoffene Stadt. In der Hauptstadt leben die meisten Homosexuellen der Bundesrepublik, annähernd 350.000 Männer und Frauen. Seit 1990 besteht das Berliner Anti-Gewalt-Projekt MANEO und ist damit eines der ältesten und bekanntesten schwulen Anti-Gewalt-Projekte in Deutschland. Nun hat Bürgermeister a.D. Klaus Wowereit in seiner Funktion als Beiratsmitglied der Spielbank Berlin gemeinsam mit Spielbank-Geschäftsführer Marcel Langner und Spielbank-Direktor Hans Hansen einen Scheck in Höhe von 5.000 Euro an die gemeinnützige Einrichtung überreicht.

„Es ist uns ein großes Anliegen, Menschen nach einer Gewalttat oder Diskriminierung zu helfen, zu unterstützen und in ihrer sexuellen Selbstbestimmung zu stärken“, so Bastian Finke, Leiter von MANEO. „Wir danken Herrn Wowereit und der Spielbank Berlin für ihre Unterstützung bei unserer wichtigen Arbeit und werden uns weiterhin mit aller Kraft gegen Gewalt gegen schwule und bisexuelle Menschen einsetzen.“

Gewalt gegen Schwule und Bisexuelle ist ein alltägliches Problem

Die Mitarbeiter von MANEO beraten jährlich über 300 Betroffene von Gewalt. Sie erfassen gegen Schwule und Bisexuelle gerichtete Gewalttaten und leisten gewaltpräventive Öffentlichkeitsarbeit. Die Tätigkeit des Vereins umfasst vier Kernbereiche wie Opferhilfe, Erfassung, Prävention und Engagement. MANEO hat seit seiner Gründung zahlreiche bundesweit einzigartige Initiativen und Projekte ins Leben gerufen. Dazu gehören die Gründung des Lesbisch-Schwulen Stadtfests Berlin(1993 – 1998), die Produktion von zwei international gewürdigten Kinospots mit der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (2007) sowie die Durchführung von zwei deutschlandweiten Umfragen zu Gewalterfahrungen unter Schwulen (2006 – 2008). Für seine Präventionsarbeit wurde der Verein bereits mehrfach ausgezeichnet.

„Leider ist Gewalt gegen Schwule, Bisexuelle, Lesben und Transgender immer noch ein alltägliches Problem“, so Klaus Wowereit. „Daher ist es umso wichtiger, Einrichtungen wie MANEO zu unterstützen. Ihre wichtige Arbeit muss auch weiterhin gefördert werden, um damit ein Zeichen gegen homophobe Gewalt zu setzen. Die Arbeit von MANEO ist wichtig und vorbildhaft.“

Unterstützung durch die Spielbank Berlin: „Homophobe Gewalt ist nicht hinnehmbar“

Die Spielbank Berlin unterstützt nicht nur seit vielen Jahren kulturelle und sportliche Events der Bundeshauptstadt, sondern ermöglicht auch ihren Beiräten die Unterstützung von unterschiedlichen sozialen Einrichtungen, Projekten und Vereinen aus dem Budget eines eigenen Fördertopfes. Erst kürzlich wurden durch die Beiratsmitglieder der Spielbank Berlin Schecks im Wert von insgesamt über 25.000 Euro an den TSV Wittenau, den Köpenicker Mellowpark, den SCL Sportclub Lebenshilfe Berlin e.V., die TSG 1898 e.V. und den TSV Spandau e.V. überreicht.

„Homophobe Gewalt ist nicht hinnehmbar“, so Marcel Langner, Geschäftsführer Spielbank Berlin. „Einrichtungen wie MANEO setzen sich mit ihrer Arbeit gegen dieses Problem ein und leisten damit nicht nur einen wichtigen Beitrag für die schwule Community, sondern für unser aller Miteinander. Ich freue mich, dass die Wahl unseres Beiratsmitglieds Klaus Wowereit auf MANEO gefallen ist und hoffe, dass die Einrichtung auch in Zukunft ihre wegweisende Arbeit fortsetzen kann.“ (red)

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