Spielbank-Beiratsmitglied Klaus Wowereit spendet 5.000 Euro an den 1. Berliner Inklusions Tauchclub

Tauchen ist eine Sportart, die eine gewisse körperliche Leistungsfähigkeit voraussetzt – so die landläufige Meinung. Vielen Menschen mit körperlichen Einschränkungen ist daher oft nicht bewusst, dass sie den Tauchsport dennoch ausüben können. Der 1. Berliner Inklusions Tauchclub aus Spandau hat sich zum Ziel gesetzt, körperlich beeinträchtigten Menschen diesen Sport nahezubringen und somit zur Inklusion beizutragen. Der ehemalige Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit hat dem Club nun in seiner Funktion als Beiratsmitglied der Spielbank Berlin einen Scheck in Höhe von 5.000 Euro überreicht.

Inklusion bedeutet Zugehörigkeit

Menschen mit schwerer Behinderung werden oft ausgegrenzt und in ihren Lebensmöglichkeiten eingeschränkt. Inklusion bedeutet Zugehörigkeit, also das Gegenteil von Ausgrenzung.

„Die ausdrückliche Verpflichtung zur Inklusion ist unser Alleinstellungsmerkmal“, sagt Alfred-G. Anlauf, der Vorsitzende des Vereins. „Das Tauchen ist als Sport dafür perfekt geeignet. Körperlich eingeschränkte Menschen können Seite an Seite mit jemandem tauchen, der keine Behinderung hat. Ich danke Klaus Wowereit und der Spielbank Berlin für die Förderung unseres Anliegens.“

Vereine leisten einen wichtigen Beitrag

Der erst 2015 gegründete 1. Berliner Inklusions Tauchclub ist der einzige Tauchclub in der Hauptstadt, der sich die Inklusion als ausdrückliches Ziel gesetzt hat. Bei dem Spandauer Verein tauchen Menschen, die querschnittsgelähmt, blind oder an Multipler Sklerose erkrankt sind. Außerdem besuchen dort Kinder Kurse, die ein Fetales Alkoholsyndrom (FAS) haben, deren Mütter also während der Schwangerschaft Alkohol getrunken haben. Die Kinder leiden dadurch an neurologischen Schäden, die ihnen schon als Fötus im Mutterleib zugefügt wurden.

„Vereine leisten in unserer Stadt einen wichtigen Beitrag für unser aller Miteinander“, so Klaus Wowereit. „Für den 1. Berliner Inklusions Tauchclub gilt das umso mehr, da sich der Club das Ziel gesetzt hat, Menschen mit körperlichen Einschränkungen am Vereinsleben teilhaben zu lassen und Spaß mit dieser tollen Sportart haben zu können. Deshalb ist meine Wahl auf den Tauchclub gefallen und ich hoffe, dass der Club auch in Zukunft seine wichtige Arbeit erfolgreich fortsetzen kann.“

Klaus Wowereit (3.v.l.) und Gerhard Wilhelm (4.v.r.) mit dem Team des 1. Berliner Inklusions Tauchclub aus Spandau. Foto: Business Network

„Unter Wasser sind wir alle gleich“

Tauchen ist der Inklusionssport schlechthin. Viele Behinderungen wirken sich dabei weitaus weniger aus, weil sich die Muskulatur dabei entkrampft. Das sorgt für positive Emotionen und ein hohes Selbstwertgefühl. Außerdem fördert der Sport die sozialen Kontakte. „Unter Wasser sind wir alle gleich“, so Vereinsgründer Alfred-G. Anlauf. Wer gerade keinen Tauchpartner hat, keine eigene Ausrüstung besitzt oder eine Mitfahrgelegenheit zum Tauchgewässer sucht, kann all das im Club finden. Selbstverständlich sollen auch das Tauchen selbst, sowie die Weiterbildung und die taucherische Fitness nicht zu kurz kommen. Für sein Engagement ist der Tauchclub mit einem „Stern des Sports“ in Silber ausgezeichnet worden.

„Der 1. Berliner Inklusions Tauchclub hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebensqualität behinderter Menschen und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu verbessern“, so Gerhard Wilhelm, Geschäftsführer der Spielbank. „Diese wichtigen Anliegen unterstützen wir gerne. Daher freue ich mich, dass die Wahl unseres Beiratsmitglieds Klaus Wowereit auf den 1. Berliner Inklusions Tauchclub gefallen ist.“ (red)

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