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Siemensstadt 2.0: Zwei weitere Forschungsprojekte beginnen
„Innovationen sind der Treibstoff für den Wirtschaftsstandort Deutschland.“, sagte Cedrik Neike, Vorstandsmitglied der Siemens AG. | Foto: Bild von Arek Socha auf Pixabay

Siemensstadt 2.0: Zwei weitere Forschungsprojekte beginnen

02. Juli 2020


Es gibt wieder Neuigkeiten aus der Siemensstadt 2.0: Im Werner-von-Siemens Centre for Industry and Science gehen zwei weitere Forschungsprojekte an den Start. Die haben vor allem ein Ziel: Ressourcen sparen.

Innovativ durch die Krise

„Innovationen sind der Treibstoff für den Wirtschaftsstandort Deutschland.“, sagte Cedrik Neike, Vorstandsmitglied der Siemens AG. Innovationen waren schon immer wichtig und nun während einer Wirtschaftskrise erlangen sie eine noch größere Bedeutung. Denn ein technischer Fortschritt sei sowohl mit wirtschaftlichen Vorteilen als auch mit Aufschwung verbunden.

Im Hinblick auf den Klimawandel ist es Siemens insbesondere wichtig, ihre Effizienz zu steigern und Ressourcen zu sparen. „Mit dem Werner-von-Siemens Centre etablieren wir in Berlin eine Forschungskooperation von internationalem Format. Forschung und Entwicklung geben entscheidende Impulse, um intelligente Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft zu finden. Dazu gehört der produktionstechnische Wandel mit ressourcenschonenden, energieeffizienten Fertigungsverfahren.“, erklärte Neike.

Zwei Projekte zur Effizienzsteigerung

Das Projekt „Hochtemperaturanwendungen 2.0“ soll die Herstellung von Bauteilen optimieren. Das Ziel will Siemens durch „Digitale Zwillinge“ erreichen. Effizienzsteigerung und Umweltschonung steht auch bei dem anderen Vorhaben - „Maintenance, Repair und Overhaul 2.0“ – im Mittelpunkt. Dieses trägt dazu bei, die Wartung und Reparatur von Gasturbienenschaufel zu optimieren, welche Siemens weltweit repariert.

Berlin sieht großes Potential

Auch seitens des Berliners Senats kommt großer Zuspruch für die neuen Projekte „Die Stärke des Industriestandortes Berlin ist Innovation und zeigt sich mit den im WvSC an diesen Projekten beteiligten Partnern. Die Unternehmen und Forschungseinrichtungen arbeiten Hand in Hand an den Themen der Zukunft. Damit wird hier am Standort Berlin ein innovativer Technologiefundus geschaffen, der ein hohes Potenzial für Anwendungen auch in anderen Industriezweigen hat.“, erklärte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop. „Das unterstreicht die Strahlkraft dieses neuen Zukunftsortes für die industrielle Entwicklung Berlins“, so Pop weiter.

Auf dem Gelände der historischen Siemensstadt entsteht gerade ein Campus, der Forschern und Start-ups ermöglichen soll, innovativ zu arbeiten. Neben dem Werner-von-Siemens Centre for Industry and Science werden zudem neue Wohnungen auf dem Areal in Spandau entstehen. „Wir unterstützen die Forschungsprojekte daher gerne und wünschen allen beteiligten Partnern viel Erfolg bei der Umsetzung der ehrgeizigen Projektziele. Ich bin überzeugt, dass der Werner-von-Siemens-Campus ideale Voraussetzungen dafür bietet.“, so Pop weiter.

Insgesamt kosten die Projekte 28 Millionen Euro, die unteranderem durch Fördergelder in Höhe von 19,4 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie Landesmitteln finanziert werden. Bei den Unternehmungen arbeitet die Siemens AG mit der Siemens Energy, acht Berliner Industriepartnern, verschiedenen Instituten der Frauenhofer Gesellschaft, der Technischen Universität Berlin und der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung zusammen. (aak)