UNESCO Creative City of Film

Potsdam als erste deutsche UNESCO Creative City of Film

Bereits im März war sich Mike Schubert, Oberbürgermeister von Potsdam, sicher, dass seine Stadt den Titel UNESCO Creative City of Film verdient hat. Am 30. Juni hatte die Stadt dann ihre Bewerbung auf den Filmtitel gemeinsam mit der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, dem Filmpark Babelsberg sowie dem Medienboard Berlin-Brandenburg eingereicht.

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Jetzt ist es endlich offiziell: Potsdam ist die erste und einzige deutsche UNESCO Creative City of Film. Dies teilte die UNESCO während des World Cities Day Meetings in Paris mit. Und das zu Recht – die Filmstadt in Brandenburg ist mit seinem Studio Babelsberg, dem größten Filmstudio Europas, der UFA und der Deutschen Film AG (DEFA) ein bedeutender Filmstandort.

Die UFA freut sich über die Entscheidung

Der Titel UNESCO Creative City ist in Deutschland eine Premiere. Zwar tragen bereits vier deutsche Städte einen Titel des UNESCO Creative Cities Netzwerks – Berlin als Stadt des Designs, Heidelberg als Stadt der Literatur und Hannover sowie Mannheim als Städte der Musik – allerdings ist Potsdam die erste deutsche Stadt des Films.

Auch die UFA, Deutschlands bedeutendstes Filmunternehmen mit Hauptsitz in Babelsberg, ist begeistert, dass Potsdam den Titel für sich gewinnen konnte. Nico Hofmann, CEO der UFA, äußerte sich stolz: „Wir freuen uns sehr, dass die UNESCO Potsdam zur Creative City of Film ernannt hat. Potsdam ist die Wiege des deutschen Films und damit auch der UFA. Als heutiger führender Programmanbieter mit Sitz in Potsdam werden wir diesen Titel mit Stolz tragen und auch mit Leben füllen.“

Zusammenarbeit mit weiteren Städten des UNESCO Creative Cities Netzwerk

Neben der Landeshauptstadt Brandenburgs erhielten dieses Jahr auch Mumbai in Indien, Valladolid in Spanien sowie Wellington in Neuseeland den Titel. Das 2004 gegründete UNESCO Creative Cities Netzwerk besteht inzwischen aus 180 internationalen Städten in 72 Ländern. Diese Kulturzentren überzeugen in einem der sieben kreativen Bereiche Film, Musik, Design, Gastronomie, Medienkunst, Handwerk oder Literatur. Durch ihre Kooperationen stärken sie die Kulturwirtschaft auf lokaler und internationaler Ebene.

Auch Potsdam will in Zukunft eng mit weiteren Städten des UNESCO Creative Cities Netzwerks zusammenarbeiten. Außerdem sind bereits Termine und weitere Schritte geplant. So soll das Creative Cities Büro seinen Standort an der Filmuniversität erhalten, damit Lehre und Forschung direkt in das Netzwerk fließen können. Die Stadt hat also noch viel vor. Friedhelm Schatz, Chef des Filmparks, ist zuversichtlich, dass Potsdam seine Ideen umsetzen wird: „Wir sind vorbereitet und wollen und können zeigen, dass wir Deutschlands Filmstadt Nr. 1 sind.“ (sz)

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