Rundlokschuppen am Pankower Tor muss erhalten bleiben.

Pankower Tor: Investor muss den denkmalgeschützten Rundlokschuppen erhalten

Investor Kurt Krieger darf den verfallen Lokschuppen für das neue Stadtquartier am Pankower Tor nicht abreißen. Dies entschied das Berliner Verwaltungsgericht am Donnerstag per Eilverfahren. Laut dem Gericht würden keine Zweifel an der Denkmaleigenschaft bestehen.

Rundlokschuppen am Pankower Tor: Erhaltungsmaßnahmen zumutbar

Mitten zwischen losen Dachbalken und beschmierten brüchigen Backsteinmauern fand am Donnertag die Anhörung zum Verbleib der Ruine des ehemaligen Güterbahnhofs am Pankower Tor statt. Denn der verantwortliche Richter des Berliner Verwaltungsgerichts Matthias Schubert wollte selbst sehen, wie es um den Zustand der Gebäude steht.

Nach zwei Stunden bei winterlichen Temperaturen wurde das Urteil gefällt: Zwei der drei Gebäude muss Möbelunternehmer Kurt Krieger erhalten. Dazu gehören neben dem 1893 erbauten Rundlokschuppen das Wirtschaftsgebäude aus den 60er Jahren. „Erstens sind es Denkmäler. Und zweitens drohen sie zu verfallen. Und es ist nicht ersichtlich, dass die Erhaltungsmaßnahmen unzumutbar sind“, befand der Richter.

Sanierung des Geländes am Pankower Tor mit sehr hohen Kosten verbunden

Anlass für das Verfahren war ein Widerspruch des Investors Krieger gegen eine denkmalrechtliche Sicherungsanordnung des Bezirks Pankow. Diese sah vor, dass die heruntergekommene Anlage vor weiterem Verfall geschützt werden muss. Krieger empfand die damit verbundenen Kosten für wirtschaftlich nicht zumutbar. Laut der Geschäftsführerin der Krieger Handel SE Edda Metz würden allein für die Sicherung 2,6 Millionen Euro notwendig. Für eine komplette Sanierung müsste das Unternehmen sogar 20 bis 30 Millionen Euro investieren.

Pläne für das Geländer am Pankower Tor

Mehr als 500 Millionen Euro möchte Möbelunternehmer Kurt Krieger in das 370.000 Quadratmeter große Areal investieren. Ab 2021 sollen auf dem Gelände rund um den ehemaligen Rangierbahnhof Pankow-Heinersdorf insgesamt 2.000 Wohnungen mit 30 Prozent Sozialwohnungen, eine Schule, diverse Geschäfte, ein Möbelmarkt, ein Park und ein Parkplatz für Fahrräder entstehen. Darauf hatte sich der Investor bereits am 25. April 2018 im Rahmen der Grundsatzvereinbarung mit dem Bezirk geeinigt. (aw)

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