Pankow bekommt 2.000 neue Wohnungen auf Rangierbahnhof | Foto: Pixabay

Pankow bekommt 2.000 neue Wohnungen auf Rangierbahnhof

Seit acht Jahren laufen Diskussionen über das Areal an der Granitzstraße. 2010 hatte der Investor Kurt Krieger das ehemalige Bahngelände in Pankow erworben. Gemäß dem Berliner Modell sollen dort künftig 2.000 Wohnungen mit 30 Prozent Sozialwohnungen, eine Schule, diverse Geschäfte und ein Fachmarkt mit einer Verkaufsfläche von 25.000 Quadratmetern realisiert werden. Insgesamt beläuft sich das Grundstück auf 34 Hektar.

Zusätzlich soll noch ein Park sowie ein Parkhaus für 1.000 Fahrräder in der Nähe des U- und S-Bahnhofs Pankow errichtet werden.

Bezirksamt Pankow und Investor einigen sich

Zu dem umstrittenen Projekt wurde am 25.04.2018 eine Grundsatzvereinbarung zwischen dem Investor Kurt Krieger, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Katrin Lompscher (Linke) und dem Bezirksbürgermeister Sören Benn (Linke) erstellt. Laut Investor liegen die Kosten bei circa 500 Millionen Euro. Mit der Grundsatzvereinbarung haben die jahrelangen Diskussionen ein Ende. Krieger wollte ursprünglich zwei Möbelhäuser und ein großes Einkaufszentrum bauen. Das Bezirksamt Pankow setzte dagegen mehr auf den Bau neuer Wohnungen und eine verbesserte Infrastruktur.

Die ursprünglichen 30.000 Quadratmeter für das Einkaufszentrum wurden schließlich auf 25.000 Quadratmeter heruntergehandelt. Dass dort überhaupt ein Einkaufszentrum errichtet werden soll, stößt auf viel Kritik. „Wir brauchen dort kein Klein-Alexa, sondern ein lebendiges Quartier“, so ein baupolitischer Sprecher. Erfreuen darf sich der Bezirk zumindest über die durch die Grundsatzvereinbarung mehr ausgehandelten Wohnungen.

Ehemaliger Rangierbahnhof hat großes Potenzial

Die Details über die künftige Planung muss im weiteren Fortgang geregelt werden. Ein wichtiger Faktor ist, dass das Areal offiziell noch immer als Bahngelände gilt. Der Flächennutzungsplan muss dementsprechend für die Bebauung geändert werden. Laut Lompscher soll das im Herbst 2018 vonstattengehen.

Die Vereinbarung bietet ein Grundgerüst für die nächsten Schritte. Sowohl ein städtebaulicher Vertrag mit Krieger, als auch die Entwicklung eines Bebauungsplans soll in naher Zukunft realisiert werden. Von der Prenzlauer Promenade soll durch das Gelände hindurch eine neue Straße errichtet werden. Daher muss auch ein Verkehrskonzept erstellt werden. Zudem stehen die Planungen einer zusätzlichen Straßenanbindung und ein Radschnellweg auf dem Gebiet des Pankower Tors im Raum. (ls)

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