Ottobock: Medizintechnikunternehmen schafft in Berlin mehr Raum für Ideen | Foto: Ottobock SE & Co. KGaA

Medizintechnikunternehmen Ottobock schafft in Berlin mehr Raum für Ideen

Im Vorfeld des 100-jährigen Firmenjubiläums 2019 weitet das international tätige Medizintechnikunternehmen Ottobock seine Präsenz in Berlin systematisch aus. Ziel ist es, Zukunftsthemen wie die Digitalisierung der Orthopädietechnik voranzutreiben und entsprechende Talente und Kreative für das Familienunternehmen zu gewinnen.

Zuerst bezogen die Geschäftsbereiche Human Mobility und Digitales Marketing sowie Unternehmenskommunikation die neuen Räumlichkeiten. Nun ziehen auch die Forscher und Entwickler des Ottobock Future Labs in das denkmalgeschützten Ensemble der ehemaligen Bötzow Brauerei im Stadtteil Prenzlauer Berg.

Ottobock ist stolz auf die Berliner Wurzeln

„Wie es sich für ein waschechtes Berliner Start-up gehört, erfinden wir uns seit fast 100 Jahren nach der Gründung in Berlin Kreuzberg stetig neu“, sagt Hans Georg Näder, der als Vorsitzender des Verwaltungsrats die dritte Generation der Gründerfamilie vertritt und drei Jahrzehnte den deutschen Weltmarktführer zu heutiger Größe entwickelt hat. Um Kriegsversehrte mit modernen Prothesen und orthopädischen Hilfsmitteln zu versorgen, hatte der Orthopädiemechaniker Otto Bock 1919 in Kreuzberg die Orthopädische Industrie GmbH gegründet.

Nachdem Professor Hans Georg Näder das denkmalgeschützte Bötzow-Areal im Jahr 2012 erwarb, wurde dieses im Rahmen eines Masterplans mit dem britischen Architekten Sir David Chipperfield entwickelt. Im Fokus steht ein verantwortungsvolles Miteinander von kultureller und gewerblicher Nutzung: So entstehen neben Wohnräumen, Co-working und Cultural Spaces auch ein Biergarten sowie ein Boutique Hotel.

 

Bötzow-Areal | Foto: Ottobock SE & Co. KGaA

Das Bötzow-Areal | Foto: Ottobock SE & Co. KGaA

 

Office 4.0: Kollaboration und Hot Desking

Mehr als 120 Mitarbeiter von Ottobock und Kooperationspartner Makea Industries arbeiten künftig im Future Lab an der Prenzlauer Allee. Bereits im Jahr 2015 hatten beide Unternehmen den Open Innovation Space (OIS) in einem Zeltbau eröffnet. Das erregte große Aufmerksamkeit und Interesse. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wählte den OIS unter anderem im Oktober 2017 für seinen Antrittsbesuch im Land Berlin.

„Jetzt beziehen wir dauerhaft Räumlichkeiten auf Bötzow“, so Näder. „Und arbeiten dort auf moderne, kollaborative Weise zusammen. Feste Plätze gibt es nicht mehr. So generieren wir Spillover zwischen den Abteilungen.“ Doch Bötzow ist nicht nur ein wichtiger Pfeiler von Ottobock, sondern auch ein neuer Attraktionspunkt im Prenzlauer Berg. „Wir wollen das Areal zu einem richtigen Kiez machen, mit offener Gastronomie und Biergarten. Das ist der nächste Schritt der Bauphase.“

Firmeneigene Denkfabrik am Potsdamer Platz

„Damit verändern wir die Rolle des 2009 als Hauptstadtrepräsentanz am Potsdamer Platz eröffneten Ottobock Science Centers. Mit einer Million Besuchern ein echtes Highlight und Benchmark“, so Professor Näder. Aktuell plant das Medizintechnikunternehmen dort eine firmeneigene Denkfabrik. „Immer wieder merken wir, dass unsere Mitarbeiter großartige Ideen haben, mit denen wir unser Geschäft langfristig noch verbessern und ausbauen können“, sagt CEO Dr. Oliver Scheel. „Dieses Potenzial wollen wir künftig in Berlin noch weiter ausschöpfen.“

Am Potsdamer Platz werden interdisziplinäre Teams aus verschiedensten Ottobock Standorten zusammenkommen, um zukunftsorientiert an der Umsetzung der ehrgeizigen Digitalstrategie zu arbeiten. „Abseits der gängigen Strukturen bekommen sie Raum disruptive Innovationen zu entwickeln und eingefahrene Prozesse zu challengen“, so Scheel. (red)

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