Jury Entscheidung Siemensstadt
Jury Entscheidung zum städtebaulichen Wettbewerb Siemensstadt. Von links nach rechts: erste Reihe: Katrin Lompscher, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen; Cedrik Neike, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und CEO Smart Infrastructure; Helmut Kleebank, Bezirksbürgermeister Berlin-Spandau; Stefan Behnisch, Juryvorsitzender Städtebaulicher Wettbewerb; Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin; Dr. Zsolt Sluitner, CEO Siemens Real Estate; Ramona Pop, Senatorin Wirtschaft, Energie und Betriebe; Markus Penell, O&O Baukunst. Zweite Reihe: Stefan Kögl, SRE General Manager Siemensstadt 2.0; Dr. Christoph Rauhut, Direktor des Landesamtes für Denkmalpflege. | Foto: Siemens AG

Ortner & Ortner Baukunst plant Siemens Campus und Urbane Mitte Am Gleisdreieck

Nach dem städtebaulichen Planungswettbewerb für die Urbane Mitte Am Gleisdreieck des Projektentwicklers COPRO hat das renommierte Berliner Architekturbüro Ortner & Ortner Baukunst nun auch den Wettbewerb für den neuen Siemens Campus in Spandau gewonnen. Damit plant das Büro die zwei bedeutendsten Zukunftsquartiere der Hauptstadt.

Siemensstadt 2.0 – modernes Stadtquartier zum Wohnen und Arbeiten

Nach einem zweitägigen Bewertungsprozess konnte sich O&O Baukunst gemeinsam mit dem Büro capatti staubach Urbane Landschaften gegen 16 weitere Architektur- und Stadtplanungsbüros durchsetzen. Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin, ist überzeugt, dass sich der Entwurf von O&O Baukunst wunderbar als Basis für Entwicklung der neuen Siemensstadt eignet: „Wir haben uns für einen Entwurf entschieden, der künftig die Gestaltung der Siemensstadt 2.0 leiten wird. Einen Entwurf, der unsere Ansprüche in außergewöhnlicher Weise berücksichtigt und gleichzeitig Raum lässt für neue Gedanken und Entwicklungen, für Wissenschaft und Forschung, für Zukunft.“

Auch Cedrik Neike, Vorstand der Siemens AG, gab sich nach der Entscheidung der hochkarätigen, 16-köpfigen Jury und 50 weiteren Experten zuversichtlich, mit Ortner & Ortner die richtige Wahl getroffen zu haben: „Heute haben wir einen weiteren Meilenstein erreicht, aus der historischen Industrie-Ikone Siemens in Spandau einen Berliner Zukunftsort zu gestalten. Es wird ein neuer, lebenswerter Stadtteil entstehen, in dem die Bürger wohnen, arbeiten, lernen und forschen können. Wir holen den Kiez zu uns in die Siemensstadt. Wir holen Berlin und die Welt zu uns.“

Siemensstadt 2.0

Perspektivische Darstellung der geplanten Siemensstadt. | Foto: Siemens AG/Ortner & Ortner Baukunst

„Smart City“ mit Wohnungen, Forschungseinrichtungen und Büros

Der Bau des modernen Stadtquartiers soll bereits im Jahr 2022 beginnen und 2030 fertiggestellt werden. Dabei ist für die Fläche des Riesenprojekts von 70 Hektar ein gemischtes Nutzungskonzept mit Wohn-, Arbeits- und Forschungsflächen geplant. So sollen die alten Schaltwerkhallen des Konzerns künftig für öffentliche und kulturelle Einrichtungen genutzt und weitere Gebäude für Schulen und Wissenschaftszentren gebaut werden. Umstritten ist noch das 150 Meter hohe Hochhaus, das mittig auf dem geplanten Stadtplatz der neuen „Smart City“ entstehen und sowohl Wohnungen als auch Hotels beherbergen soll.

Investition in Millionenhöhe für Gebäude und Infrastruktur

Mit dem Projekt will der Traditionsstandort Siemens, der bereits vor über 100 Jahren in Spandau gebaut wurde, den neuen Anforderungen Berufstätiger gerecht werden sowie Lebens- und Arbeitswelten gekonnt verbinden. Um die Entwürfe des Architektenbüros umzusetzen, hatte das Unternehmen bereits angekündigt, 600 Millionen Euro zu investieren – eine weitere Finanzierungsspritze in ähnlicher Höhe steuert der Senat bei, der vordergründig eine funktionierende Infrastruktur und einer Reaktivierung der Siemensbahn für das neue Stadtquartier fördert.

Siemens Campus und Urbane Mitte Am Gleisdreieck – Blick in die zukünftige Stadtentwicklung

Nicht nur mit dem „Jahrhundertprojekt“ des Technologiekonzerns setzt das Architektenbüro Ortner & Ortner wichtige Impulse für die zukünftige städtebauliche Gestaltung in der Hauptstadt. Auch das Stadtquartier Urbane Mitte Am Gleisdreieck ist ein bedeutender Schritt, um dem Bevölkerungswachstum in Berlin und Themen wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz nachzukommen. Aktuell macht das Urban Ideation Lab im B-Part Am Gleisdreieck wieder von sich reden. Denn Anfang dieses Jahres werden erneut für sechs Monate ausgewählten Lab-Fellows die Räumlichkeiten des Zukunftslabors beziehen, um ihre innovativen und nachhaltigen Ideen weiterzuentwickeln. (sz)

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