Wachstumsmarkt: Online-Handel für Lebensmittel etabliert sich zusehends

Am Anfang waren es überwiegen Buch- und Fachhandel, dann zog allmählich der gesamte Non-Food-Bereich nach und heute werden selbst die Lebensmittel online bestellt und bis vor die Haustüre geliefert. Ein Markt, der bislang nur einigen wenigen Händlern für Tiefkühlkost vorbehalten schien, schickt sich an, den regelmäßigen Gang zum Supermarkt in Zukunft entbehrlich zu machen.

Tendenz steigend: Immer mehr Verbraucher kaufen ihre Lebensmittel online

Noch hält sich die Anzahl der Verbraucher, die regelmäßig auf Online-Angebote des Lebensmittelhandels zurückgreifen, in Grenzen. Laut dem Handelsverband Deutschland sind es nur ein Prozent der Lebensmittel, die auf diesem Wege erworben werden. Dennoch ein lohnendes Geschäft, denn es geht um ein Volumen von rund 170 Milliarden Euro. Das ist die Summe, die in Deutschland jedes Jahr für Lebensmittel ausgegeben wird.

Neben etablierten Handelsketten wie Edeka und Rewe haben sich mittlerweile auch reine Internet-Supermärkte ohne Filialen wie AllyouneedFresh am Markt etablieren können, die von Beginn an deutschlandweit geliefert haben.

Die Vor- und Nachteile des Online-Einkaufs

Der wichtigste Vorteil für Online-Einkäufe ist zweifellos die damit verbundene Zeitersparnis. Dank Smartphone, Laptop und Tablet-PC lassen sich die Bestellungen von überall tätigen. Der Gang zum Supermarkt entfällt, viele Berufstätige sind früher Zuhause und müssen nur noch darauf warten, dass der Bote klingelt.

Ein Lieferservice ist natürlich genau dann Gold wert, wenn man selbst das Haus nicht verlassen kann. Sei es wegen einer Erkrankung, aus Altersgründen oder weil die Sprösslinge einer permanenten Beaufsichtigung bedürfen. Da ist es äußerst willkommen, wenn die Lebensmittel gleich zur Haustüre geliefert werden.

Ein weiterer Pluspunkt ist die sehr breite Auswahl an Produkten. Viele Onlinehändler übertreffen das Sortiment normaler Supermärkte bei Weitem. Hinzu kommen dann noch Produkte aus dem Non-Food-Bereich, die sich praktischerweise gleich mit bestellen lassen. So lässt sich auch der wöchentliche Großeinkauf in einem gut sortierten Verbrauchermarkt durch eine einzige Bestellung ersetzen.

Ein Nachteil sind die bei vielen Händlern entstehenden Zusatzkosten und Mindestbestellmengen. Wer nur eine Zutat vergessen hat und nicht gleich den Einkauf für mehrere Tage tätigen möchte, wird sich auch weiterhin selbst auf den Weg machen müssen, um diese zu besorgen.

Ein weiterer Nachteil betrifft die eher wählerischen Kunden. Gerade Gemüse und Obst werden in Supermärkten gerne näher beäugt. Nun ist es allein Sache des Händlers, dafür Sorge zu tragen, dass sich auf den Produkten keine unschönen Druckstellen, Verschmutzungen oder Beschädigungen befinden.

Kraftakt für Händler

Für Händler ist der Online-Handel mit Lebensmitteln mit einigen Herausforderungen verbunden. Gerade der Handel mit leicht verderblichen Waren erfordert eine präzise geplante Logistik und ebensolche Bestände, um den Ausschuss durch Verderb möglichst gering zu halten. Gerade Lebensmittel mit geringer Haltbarkeit sollen möglichst schnell beim Kunden sein. Noch schwieriger wird es bei Tiefkühlprodukten, denn hier gilt es, eine unterbrechungsfreie Kühlkette auf die Beine zu stellen. Schließlich soll der Kunde keine an- oder aufgetauten Produkte erhalten, die in diesem Zustand für ihn schlimmstenfalls wertlos sind.

Kurier statt Kellner: Die Zukunft des Food-Sektors

Derzeit ist davon auszugehen, dass Online-Handel mit Lebensmitteln weiter wachsen wird, denn für die meisten Verbraucher überwiegen die Vorteile. Das gilt vor allem für Berufstätige mit wenig Zeit. Dass der Markt im Wachstum begriffen ist, zeigt der Eintritt immer neuer Akteure.

 

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