oBike aus Singapur startet mit Leihfahrrad-Angebot in Berlin

Das Internet- und Technologieunternehmen oBike startete gestern mit seinem stationslosen Leihfahrrad-Angebot in Berlin und Hannover. In beiden Städten stellte das Unternehmen jeweils um die 500 Räder ohne feste Stationen bereit. Der Verleih funktioniert via Smartphone-App. 2016 wurde das Unternehmen in Singapur gegründet und ist derzeit der größte Bike-Sharing-Anbieter in Südostasien.

Das oBike kann man jetzt in Berlin und Hannover mieten| Foto: oBike

„Uns geht es darum, die Mobilität in der Stadt zu gewährleisten. Da Hannover bis jetzt keinen Bike-Sharing-Anbieter hat, freuen wir uns, den Bewohnern und Bewohnerinnen in der Innenstadt mit unseren rund 500 Fahrrädern eine Alternative zum Auto bieten zu können“, so Marco Piu, General Manager für die deutsche Niederlassung von oBike.

Leihfahrrad-Angebot via App

Nach einer kurzen einmaligen Registrierung durch die App stehen den Nutzern die silber-gelben Leihfahrräder zur Verfügung. Die Entsperrung erfolgt ganz einfach durch das Scannen eines QR-Codes. Der Vorteil für Kunden ist, dass der Leihservice ohne feste Stationen funktioniert. In einem festgelegten Bereich werden die Fahrräder dann ausgeliehen und abgestellt. Mittels Geo-fencing ist sichergestellt, dass die Räder ordnungsgemäß abgestellt werden. So versperren sie keine Einfahrten und Gehwege.

In Berlin beschränkt sich das Angebot von oBike zunächst auf die Bezirke Mitte und Charlottenburg. Dort stehen jeweils 344 Räder zur Ausleihe zur Verfügung. „Dadurch wollen wir ermitteln, wie stark die Nachfrage ist, bevor wir unser Angebot auf weitere Bezirke ausweiten, zumal es in Berlin bereits einige Bike-Sharing-Anbieter gibt und es zudem auf den Winter zugeht“, erklärt Piu. Für die Hauptstadt ist das südostasiatische Unternehmen bereits der dritte Anbieter, der sich in diesem Jahr etablieren möchte. Bereits Anfang dieses Jahres startete das Thüringer Unternehmen nextbike mit seinem Verleih. Auch der Discounter Lidl bietet seit diesem März ein eigenes Fahrradverleihsystem an.

Weitere Expansion ist geplant

Für die Nutzungsdauer Fahrräder berechnet oBike  1 Euro je 30 Minuten. Außerdem gewährleistet das Unternehmen, dass die Fahrräder stetig einwandfrei funktionstüchtig und gleichmäßig im Stadtgebiet verteilt sind. Dazu hat oBike in Berlin mit dem Logistikunternehmen ARWE eine Kooperation geschlossen. ARWE ist unter anderem auch für den Carsharing-Anbieter DriveNow tätig.

Nach Berlin, Hannover, Frankfurt und München ist die Expansion in weitere deutsche Städte geplant. Zudem geht oBike noch in diesem Jahr in weiteren europäischen Städten an den Start: Unter anderem in Prag, Athen, Vantaa, Budapest, Turin, Oslo, Warschau, Lissabon und Stockholm.

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.