Neustart in Deutschland: Uber will E-Bikes in Berlin verleihen | Foto: JUMP Bikes

Neustart in Deutschland: Uber will E-Bikes in Berlin verleihen

Nachdem sein umstrittendes Geschäftsmodell 2015 in Deutschland verboten wurde, steigt der Fahrdienstleister nun auf ein neues Konzept um und will demnächst Elektrofahrräder in Berlin anbieten. „Wir hatten einen sehr schlechten Start in Deutschland und wir sind hier, um einen neuen Ansatz umzusetzen“, sagte Uber-Chef Dara Khosrowshahi.

Uber ist ein Fahrdienstvermittler, der sich vor allem in den USA einen Namen gemacht hat. Mit seiner Dienstleistung UberPop werden private Fahrer, die ein Pkw besitzen, an beförderungswillige Kunden vermittelt. Um das Unternehmen weiter auszubauen, sei eine Expansion nach Europa nowendig. Das Unternehmen sieht vor allem Deutschland als wichtigen Markt.

Gescheiterte Expansion nach Europa

Während in den USA sich das Geschäftsmodell als erfolgreich erwiesen hat, hagelte es in Europa heftige Kritik. Vom Europäischen Gerichtshof wurde der Fahrdienstleister nicht als Vermittler eingestuft und wird daher nicht mehr als ein klassischer Taxidienst gesehen. Nach dem Personenbeförderungsgesetz (PBefG) in Deutschland müssten somit alle UberPop Fahrer eine Taxikonzession besitzen. Da die vermittelten Fahrer somit ohne Lizenz fahren, hat das Landgericht Frankfurt den Dienst im März 2015 für gesetzeswidrig erklärt. Uber hat diesen Dienst infolgedessen Ende Mai des selben Jahres vollständig eingestellt.

Das Umweltbewusstsein in der Hauptstadt wächst. Mittlerweile steigen immer mehr Menschen auf Elektrofahrzeuge um. Dies hat auch der Fahrdienstvermittler Uber erkannt und will künftig die Vermittlung von Elektrofahrräder anbieten. „Wir wollen die Elektrifizierung unterstützen. Nur mit Autos lässt sich Mobilität in Städten nicht stemmen“, sagte Dara Khosrowshahi

Neustart mit Elektrofahrräder

Bislang hat Uber elektrisch angetriebene Fahrräder nur in San Francisco angeboten. Mit Berlin wäre dies der zweite Ort. Erst im April hat der US-Fahrdienstleister das Start-up Jump übernommen. Die orangefarbenen E-Bikes vom New Yorker Start-up Jump will Uber bis Ende des Sommers auf die Straßen bringen.

 

Ende Sommer soll der E-Bike-Sharingdienst in Berlin starten | Foto: JUMP Bikes

Ende Sommer soll der E-Bike-Sharingdienst in Berlin starten | Foto: JUMP Bikes

 

Uber wäre damit allerdings nicht der einzige Dienstleister, der solche umweltbewussten Fahrmöglichkeiten anbietet. In Berlin konkurrieren bereits Anbieter wie Nextbike, oBikes oder Lidl-Bike am Markt.

Uber plant schon nächstes Projekt: UberGreen

Berlin spielt eine zentrale Rolle bei der Mobilität. Neben Elektrofahrrädern gibt es auch Sharing-Dienstleister, die elektrisch betriebene Autos oder auch Roller anbieten. Mit UberGreen will der Fahrdienstvermittler demnächst auch Elektroautos zur Verfügung stellen. „Wir sind jetzt in Gesprächen mit Autoherstellern, um passende Fahrzeuge zu finden“, so der Europachef Pierre-Dimitri Gore-Coty.

In München startete bereits die Testphase mit 30 Renault Fahrzeugen. Auch in Berlin sollen bald Elektroautos zum Einsatz kommen. Geplant ist, dieses Angebot europaweit anzubieten. (dn)

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