Neue Regelungen für Immobilienmakler und Wohnimmobilienverwalter | Foto: pexels.com

Neue Regelungen für Immobilienmakler und Wohnimmobilienverwalter

Nachdem die Bundesregierung vor zwei Jahren einen entsprechenden Gesetzesentwurf in den Bundestag eingebracht hat, wurde am 22. Juni 2017 das neue „Gesetz zur Einführung einer Berufszulassungsregelung für gewerbliche Immobilienmakler und Wohnimmobilienverwalter“ beschlossen.

Da der Bundesrat in seiner 960. Sitzung keinen Einspruch eingelegt hat, kann das Gesetz für Immobilienmakler und Wohnimmobilienverwalter pünktlich zum Montagsanfang August in Kraft treten.

Fortbildungspflicht für Makler und Immobilienverwalter

Mit diesem Gesetz werden die Berufszugangsvoraussetzungen neu geregelt. Demnach sind Immobilienmakler und Wohnimmobilienverwalter dazu verpflichtet, sich regelmäßig weiterzubilden. Dazu müssen sie innerhalb von drei Jahren 20 Stunden regelmäßige Weiterbildungen nachweisen. Absolvieren Verwalter oder Makler keine Fortbildung, kann dies mit einem Bußgeld von bis zu 5.000 Euro geahndet werden. Die Rechtsverordnung sieht allerdings eine zeitliche Befreiungsmöglichkeit von Weiterbildungspflicht vor. Befreit werden, können jedoch nur diejenigen, die einen Ausbildungsabschluss als Immobilienkaufmann oder Immobilienkauffrau oder einen Weiterbildungsabschluss als Geprüfter Immobilienfachwirt oder Geprüfte Immobilienfachwirtin erworben haben

Die Weiterbildung kann auf verschiedene Weise geschehen, etwa durch begleitetes Selbststudium, wie z. B. E-Learning oder durch betriebsinterne Maßnahmen. Von komplexer Kundenberatung über Verbraucherschutz bis hin zu Grundlagen des Maklergeschäfts – die Inhalte der Weiterbildung von Maklern und Immobilienverwalter sind breit gefächert.

Immobilienverwalter benötigen eine Gewerbe-Erlaubnis

Des Weiteren sieht das Gesetz erstmals eine gewerberechtliche Erlaubnispflicht vor. Demzufolge müssen gewerbliche Immobilienverwalter zusätzlich zur Gewerbeanzeige nach § 34 c Gewerbeordnung (GewO) auch eine Gewerbe-Erlaubnis beantragen. Hier ist unter anderem der Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung eine wichtige Voraussetzung für die Erlaubniserteilung. Diejenigen, die bereits eine Tätigkeit als Wohnimmobilienverwalter ausüben, haben eine sechsmonatige Übergangsfrist zum 01. März 2019.

Darüber hinaus wird auch die Versicherungspflicht für Wohnimmobilienverwalter konkretisiert. So müssen diese künftig eine Mindestversicherungssumme in Höhe von 500.000 Euro je Versicherungsfall und von einer Million Euro für alle Versicherungsfälle eines Jahres vorweisen.

Warum die neuen Regelungen zu begrüßen sind

Ursprünglich war nur ein Sachkundennachweis vorgesehen. Allerdings sind auch die neuen Regelungen zur Weiterbildungspflicht zu begrüßen. Denn damit kann sichergestellt werden, dass Verwaltung und Makler über die erforderlichen Sachkenntnisse des aktuellen Marktes verfügen und ihr Fachwissen immer auf dem neuesten Stand ist. (dn)

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