der U-Bahnhof Museumsinsel feiert Richtfest
Dauerbaustelle: bereits seit acht Jahren wird am U-Bahnhof Museumsinsel getüftelt. | Foto: Andre_de [CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]

Nächster Halt: U-Bahnhof Museumsinsel

Acht Jahre lang wurde am U-Bahnhof Museumsinsel getüftelt. Nun ist es trotz großer Herausforderungen bei den Arbeiten an der unterirdischen Haltestelle endlich soweit – am gestrigen Montag fand das Richtfest für einen der zukünftig schönsten U-Bahnhöfe statt. Zahlreiche Gäste, Mitarbeiter der BVG und der Regierende Bürgermeister, Michael Müller, weihten gemeinsam den Rohbau im Herzen der Hauptstadt ein.

„Lückenschluss U5“ verspricht bessere Anbindung

Mit dem Projekt der BVG Projekt GmbH werden künftig Innenstadt, Regierungsviertel und Hauptbahnhof optimal miteinander verbunden. Bisher verlief die traditionelle Linie U5 von Hönow bis zum Alexanderplatz und die U55 zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor. Mit dem neuen U-Bahnhof an der Museumsinsel sowie den Haltestellen Rotes Rathaus und Unter den Linden soll die Lücke zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor geschlossen werden.

Neue U-Bahnlinie schafft Verkehrsausgleich

Die neue U5 soll bereits 2020 in Betrieb gehen, allerdings wird der Bahnhof Museumsinsel bis zur finalen Fertigstellung voraussichtlich erst 2021 angefahren. Aus verkehrspolitischer Sicht ist die Fertigstellung ein wichtiger Tag, glaubt man den Schätzungen der BVG. So wird durch den Ausbau der U-Bahnlinie erwartet, dass rund 155.000 Fahrgäste pro Tag die neue U-Bahnlinie nutzen werden und viele Autofahrten im Zentrum damit künftig nicht mehr nötig sind.

Denn die Verantwortlichen des Projekts erhoffen sich durch die Erweiterung des U-Bahnnetzes mit Umsteigemöglichkeiten zur U6 nicht nur eine bessere Anbindung, sondern auch eine Verlagerung des Straßenverkehrs auf die öffentlichen Verkehrsmittel um 20 Prozent. Damit kann insbesondere der hohen Abgasbelastung auf der Straße Unter den Linden entgegengewirkt werden.

U-Bahnhof mit Lichtinstallationen

Eine Besonderheit des neuen U-Bahnhofs, der rund 525 Millionen Euro kosten soll, ist der künstliche Sternenhimmel, der an den Decken des Bahnhofs konstruiert werden soll – ein Entwurf des renommierten Architekten Max Dudler. Berliner und Touristen, die an der Haltestelle aussteigen, werden also in Zukunft von den auffallenden Lichtinstallationen mit 6662 Lichtpunkten empfangen. (sz)

 

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.